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Dokumentenidentifikation DE102005058091B4 11.10.2007
Titel Aushärteeinrichtung für Filterstäbe
Anmelder Hauni Maschinenbau AG, 21033 Hamburg, DE
Erfinder Dombek, Manfred, 21521 Dassendorf, DE;
Scherbarth, Thorsten, 21502 Geesthacht, DE;
Glogasa, Joachim, 21502 Geesthacht, DE
Vertreter Patentanwälte Seemann & Partner, 20095 Hamburg
DE-Anmeldedatum 05.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005058091
Offenlegungstag 06.06.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse A24D 3/02(2006.01)A, F, I, 20070504, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Erwärmungseinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie für, insbesondere queraxial hintereinander angeordnete, stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterstäbe, mit einer Heizeinrichtung für die stabförmigen Artikel. Außerdem betrifft die Erfindung eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterherstellungsmaschine.

Aus EP 1 314 364 A1 ist eine Vorrichtung zur Herstellung von stabförmigen Artikeln aus einem Materialstrang der Tabak verarbeitenden Industrie, mit einer Umhüllungseinrichtung zur Umhüllung des Materialstrangs mit Hüllmaterial, eine Erwärmungseinrichtung zur Erwärmung des Materialstrangs oder der daraus hergestellten stabförmigen Artikel oder Gegenstände und einer ersten Transporteinrichtung zum Transport der stabförmigen Gegenstände durch die vorgenannten Einrichtungen längsaxialer Richtung bekannt.

Zur Herstellung von Filtersträngen für die Tabak verarbeitende Industrie kann eine vorgenannte Vorrichtung Teil einer Filterstrangmaschine zur Herstellung von Filterstäben sein. Hierbei wird Filtertow, das meist aus Zelluloseacetat besteht, als endloser Streifen von einem Vorrat abgezogen und behandelt. Das Filtertow besteht aus einem Gewebe aus locker aneinander haftenden Fäden, die zur Bildung einer breiten und meist ebenen Bahn auseinander gezogen werden, so dass Fäden nebeneinander im Wesentlichen parallel bewegt werden. Die Ausbreitung der Bahn erfolgt in einer Ausbreiterdüse. Nach der Ausbreitung wird der Bahn ein Zusatzstoff, der meist flüssig ist und z.B. aus Triacetintröpfchen besteht, in fein verteilter Form zugeführt. Die Tröpfchen lösen die Fäden an, so dass die Fäden nach ihrer Zusammenfassung zu einem runden Strang und Umhüllung mit einem Umhüllungsstreifen in der Filterstrangmaschine dauerhaft aneinander haftend, d.h. vernetzt werden. Anstelle eines flüssigen Zusatzstoffes kann auch ein aus einer fein verteilten pulverförmigen Substanz bestehender Zusatzstoff verwendet werden.

Aufbereitungsgeräte der vorbeschriebenen Art sind in den Patentschriften US 5,060,664 und US 4,511,420 beschrieben.

Darüber hinaus ist in DE 100 08 786 A1 eine Fördereinrichtung zum Überführen von Filterstäben der Tabak verarbeitenden Industrie von einer Filterherstellmaschine zu Weiterverarbeitungseinrichtungen offenbart.

Um den bei der Filterstabherstellung in Kleinsttröpfchen auf das Fasermaterial (Zelluloseacetat) aufgesprühten Weichmacher (Triacetin) auszuhärten, der beim Auftrag zunächst die Filterfasern anlöst, miteinander verklebt und dann in das Zelluloseacetat hinein diffundiert und dabei die Verklebungsstellen verfestigt, ist bei der oben genannten Vorrichtung eine Filteraushärtestrecke vorgesehen. Der üblicherweise bei Raumtemperatur stattfindende Vorgang bestimmt die Aufenthaltszeit der Filterstäbe in der Transportstrecke.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gleichmäßige Erwärmung von Filterstäben, insbesondere von Mehrkomponentenfilterstäben bzw. Bikomponentenfiltern, im Kern bzw. in den Kern der Filterstäbe hinein zu erreichen sowie den Aushärtevorgang bei hergestellten Filterstäben zu verbessern, wobei der Aufwand hierfür möglichst gering gehalten werden soll.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Erwärmungseinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie für, insbesondere queraxial hintereinander angeordnete, stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterstäbe, mit einer Heizeinrichtung für die stabförmigen Artikel, die dadurch weitergebildet wird, eine Fördereinrichtung zum Fördern der stabförmigen Artikel in längsaxialer und queraxialer Richtung vorgesehen ist, wobei die Artikel während ihrer Förderung mittels der Fördereinrichtung von der Heizeinrichtung erwärmt werden.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass stabförmige Artikel gleichzeitig längsaxial und queraxial entlang oder durch eine Erwärmungseinrichtung auf einer Transportstrecke transportiert werden, wobei die stabförmigen Artikel einzeln in Aufnahmemulden der Fördereinrichtung und als einlagiger Massenstrom gefördert werden. Durch die gleichzeitige Förderung der Artikel in längsaxialer und queraxialer Richtung wird die Aushärtezeit der Artikel verlängert, da beispielsweise im Rahmen der Erfindung die Artikel spiralförmig entlang der bzw. durch die Erwärmungseinrichtung gefördert werden. Hierdurch entsteht ein schraubenförmiger Massenstrom mit einer Artikellage auf der Fördereinrichtung. Bei der Erwärmungseinrichtung handelt es sich auch um eine Überführungseinrichtung von stabförmigen Artikeln bzw. Filterstäben, der Tabak verarbeitenden Industrie von einer Herstellmaschine der Artikel, insbesondere Filterherstellmaschine, zu einer Weiterverarbeitungseinrichtung bzw. -maschine für die stabförmigen Artikel.

Durch die vorgesehene Erwärmungseinrichtung wird die Aushärtung der stabförmigen Artikel bzw. der mit Triacetin besprühten Zelluloseacetat-Filterstäbe bzw. eine gleichmäßige Erwärmung von Bikomponentenfilterstäben stark beschleunigt, so dass die für die Weiterverarbeitung der Filterstäbe bzw. Bikomponentenfilter benötigte Aushärtezeit auf ein Minimum verkürzt wird. Durch die spiralförmige Führung der auszuhärtenden Artikel auf der Fördereinrichtung wird eine Platzeinsparung erreicht, weil die Aushärtestrecke bzw. Transportstrecke für die Artikel wendelförmig oder dergleichen ausgebildet ist.

Um einen geordneten linearen Massenstrom mit queraxial hintereinander angeordneten stabförmigen Artikeln auf der Fördereinrichtung auszubilden, wird vorgeschlagen, dass die Artikel auf der Fördereinrichtung eine, insbesondere bezogen auf die Stablänge, mehrfache, längsaxiale Verschiebung erfahren bzw. ausführen.

Hierzu ist es von Vorteil, wenn die Fördereinrichtung zum wendelförmigen oder wendelartigen Fördern der Artikel ausgebildet ist.

Vorzugsweise weist die Fördereinrichtung wenigstens eine Fördertrommel, insbesondere Schiebetrommel, auf. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn die Fördereinrichtung eine, insbesondere als Wendelschiene ausgebildete, Hubeinrichtung und/oder Hubtrommel aufweist, so dass die stabförmigen Artikel gleichzeitig in längsaxialer und queraxialer Richtung auf einer Fördertrommel schraubenförmig als einlagiger Massenstrom gefördert werden. Beispielsweise wird durch eine Wendelschiene ein seitlicher Anschlag für die stabförmigen Artikel ausgebildet, entlang dem die stabförmigen Artikel einen längsaxialen Hub erfahren.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird vorgeschlagen, dass die Fördereinrichtung eine Linearfördereinrichtung, insbesondere Fördertrommel, zum hubfreien Fördern von queraxial hintereinander angeordneten stabförmigen Artikeln aufweist. Hierbei ist die Linearfördereinrichtung beispielsweise in Kombination mit einer Hubtrommel angeordnet, so dass nach einem längsaxialen Versatz der stabförmigen Artikel um mindestens eine Stablänge bei gleichzeitiger Drehung der Schiebetrommel um einen vorbestimmten Winkel, z.B. 180°, die stabförmigen Artikel an eine Fördertrommel als Linearfördereinrichtung abgegeben werden, die die queraxial hintereinander angeordneten Artikel ebenfalls um einen vorbestimmten Winkel, z.B. 180°, ohne längsaxialen Hub weitertransportiert, so dass anschließend die stabförmigen Artikel von der Linearfördereinrichtung an die Schiebetrommel abgegeben werden. Hierbei führt die Linearfördereinrichtung keinen längsaxialen Hub der stabförmigen Artikel aus. Insbesondere ist hierbei die Drehachse der Schiebetrommel und der als Linearfördereinrichtung ausgebildeten Fördertrommel koaxial. Darüber hinaus umgibt beispielsweise die als Linearfördereinrichtung ausgebildete Transporttrommel eine innen liegende Hubtrommel.

Dazu ist ferner vorgesehen, dass die Fördereinrichtung mittels zweiter Fördertrommeln ausgebildet ist, wobei eine erste Fördertrommel eine längsaxiale Verschiebung der stabförmigen Artikel während ihrer Förderung in queraxialer Richtung ausführt und die zweite Fördertrommel als hubfreie Fördertrommel ausgebildet ist.

Um eine kompakte Ausbildung der erfindungsgemäßen Erwärmungseinrichtung zu erreichen, ist ferner gemäß einer weiteren Ausführungsform vorgesehen, dass die stabförmigen Artikel mittels der Fördereinrichtung wechselweise (a) längsaxial und gleichzeitig queraxial gefördert oder (b) hubfrei gefördert werden.

Insbesondere wird eine Fördereinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie für stabförmige Artikel, insbesondere Filterstäbe, für oder in Kombination mit einer Erwärmungseinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie bereit gestellt, wobei eine erste Fördervorrichtung, insbesondere Fördertrommel, zum Fördern der stabförmigen Artikel in längsaxialer und queraxialer Richtung und eine zweite Fördervorrichtung, insbesondere Fördertrommel, zum hubfreien Fördern der stabförmigen Artikel in queraxialer Richtung vorgesehen sind, wobei die erste und die zweite Fördervorrichtung zusammenwirken und die Artikel von der ersten bzw. zweiten Fördervorrichtung an die zweite bzw. erste Fördervorrichtung übergeben werden. Im Rahmen der Erfindung ist es denkbar, dass eine derartige Fördervorrichtung auch an anderen Maschinen der Tabak verarbeitenden Industrie zur Förderung von stabförmigen Artikeln eingesetzt werden kann.

Des Weiteren ist vorgesehen, dass die stabförmigen Artikel durch die und/oder entlang der Heizeinrichtung gefördert werden, um eine Aushärtung der mit einem Zusatzstoff besprühten Filtermaterialstreifen bzw. Filterstäbe zu beschleunigen.

Insbesondere werden die stabförmigen Artikel als einlagiger Artikelstrom auf der Fördereinrichtung bzw. Fördertrommel gefördert. Hierzu werden stabförmige Artikel einzeln in Aufnahmemulden der Fördereinrichtung und als einlagiger Massenstrom entlang der Heizeinrichtung gefördert.

Eine gleichmäßige Erwärmung der Filterstäbe wird erzielt, wenn gemäß einer bevorzugten Weiterbildung die Heizeinrichtung als Umluftofen ausgebildet ist.

Darüber hinaus wird die Aufgabe gelöst durch eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterherstellungsmaschine, die mit einer erfindungsgemäßen Erwärmungseinrichtung der vorgenannten Art ausgebildet ist.

Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:

1 in einer perspektivischen Darstellung eine erfindungsgemäße Erwärmungseinrichtung, wobei die Heizeinrichtung aus Gründen der Darstellbarkeit mit einer unteren Hälfte dargestellt ist;

2 eine Erwärmungseinrichtung mit einer geschlossenen Heizeinrichtung und

3a, 3b schematisch eine Seitenansicht und eine Querschnittsdarstellung einer Ausführungsform einer Fördereinrichtung, die mit einer Heizeinrichtung für stabförmige Artikel kombinierbar ist.

In den Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung entsprechend abgesehen wird.

1 zeigt schematisch eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Erwärmungseinrichtung 10, mit einer Heizeinrichtung 12, wobei aus Gründen der besseren Darstellbarkeit die untere Hälfte einer Heizeinrichtung 12 gezeigt ist.

In 2 ist die Heizeinrichtung 12 als geschlossene Baueinheit dargestellt.

Die auf bekannte, nicht dargestellte Weise auf einer schematisch bezeichneten Filterherstellmaschine K hergestellten und umhüllten Filterstäbe, z.B. Mehrfachkomponentenfilterstäbe oder Bikomponentenfilterstäbe mit einem nichtflüssigen Zusatzstoff, der ausgehärtet werden soll, werden einzeln aufeinander folgend in queraxialer Ausrichtung aus den Mulden einer Abgabetrommel 14 an eine Fördertrommel 16 abgegeben. Die Filterstäbe sind hierbei als einlagiger Massenstrom ausgebildet, wobei die Filterstäbe queraxial hintereinander auf der Abgabetrommel 14 angeordnet sind. Nach der Übergabe der Filterstäbe an die Fördertrommel 16 gelangen die Filterstäbe in den Eingriffsbereich einer Wendelschiene 18, die wendelartig um die Fördertrommel 16 angeordnet ist. Aufgrund der wendelartigen Ausbildung der Wendelschiene 18 werden die Filterstäbe 20 bei fortlaufender Rotation der Fördertrommel 16 gleichzeitig in längsaxialer und queraxialer Richtung bezogen auf ihre Ausrichtung gefördert. Aus Gründen der Darstellbarkeit sind nur ausschnittsweise Filterstäbe 20 auf der Fördertrommel 16 eingezeichnet.

Während ihrer gleichmäßigen und gleichzeitigen Förderung in längsaxialer und queraxialer Richtung werden die Filterstäbe 20, die einen nichtflüssigen Zusatzstoff, der zur Aushärtung erwärmt werden muss, enthalten, entlang der Heizeinrichtung 12 gefördert und mittels der Heizeinrichtung 12 erwärmt, wodurch die Aushärtung des Triacetin in den Filterstäben 20 beschleunigt wird. Hierdurch wird die Aushärtezeit wesentlich verkürzt. Aufgrund der wendelartigen Führung der Filterstäbe 20 auf der Fördertrommel 16 wird eine ebenfalls wendelförmige Transportstrecke bzw. Aushärtestrecke der Filterstäbe 20 ausgebildet.

In einer hier nicht dargestellten Ausführungsform ist die Fördertrommel 16 als Schiebetrommel bzw. Taumeltrommel ausgebildet, so dass die Filterstäbe 20 bei einer vollständigen Drehung der Fördertrommel 16 um 360° in längsaxialer Richtung um wenigstens eine Filterstablänge verschoben sind, so dass in der Aufnahmemulde der Fördertrommel 16 ein weiterer Filterstab 20 aufgenommen werden kann.

Durch die hohe Anzahl der Mulden auf der Fördertrommel 16 und die entsprechende Länge der. Fördertrommel 16 ist ein Verweilen der Filterstäbe 20 auf der Fördertrommel 16 und somit im Wirkbereich der Heizeinrichtung 12 möglich. Durch die spiralförmige Transportstrecke entlang der Wendelschiene 18 wird die Aushärtezeit von Filterstäben 20 durch ihre Erwärmung verkürzt bzw. die Verweilzeit der Filterstäbe 20 in der Heizeinrichtung 12 verlängert. Insbesondere ist die Länge der Fördertrommel 16 ein Vielfaches der geförderten Filterstablänge. Während einer Umdrehung der Fördertrommel 16 werden die Filterstäbe 20 insbesondere mechanisch oder pneumatisch, um mindestens eine Filterstablänge längsaxial innerhalb einer Mulde verschoben, um nachfolgend einen weiteren Filterstab 20 in derselben Mulde von der Abgabetrommel 14 aufzunehmen.

Nach Verlassen der Filterstäbe 20 aus der Heizeinrichtung 12 werden die Filterstäbe 20 an eine nachfolgende Entnahmetrommel 22abgegeben, die die Filterstäbe 20 zu weiteren Maschinen der Tabak verarbeitenden Industrie fördert. Bei der Fördertrommel 16 in Kombination mit der Wendelschiene 18 handelt es sich um eine Überführungseinrichtung von Filterstäben von einer Filterherstellungsmaschine K zu Weiterverarbeitungseinrichtungen.

2 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Erwärmungseinrichtung 10 mit einer geschlossenen Heizeinrichtung 12. Hierbei ist die Heizeinrichtung 12 als geschlossener Ofen ausgebildet, so dass die Fördertrommel 16 in ihrem Umfang komplett umschlossen wird. Die Heizeinrichtung 12 kann in einer Ausgestaltung durch einen Heißluftofen oder Umluftofen ausgebildet sein, wodurch die Filterstäbe 20 im Umluftofen mit heißer Luft beaufschlagt werden. Hierdurch werden die Filterstäbe 20 permanent mit heißer Luft umströmt, wodurch eine optimale Aushärtezeit erreicht wird.

In den 3a, 3b sind eine Seitenansicht (3a) und eine Querschnittsansicht einer Erwärmungseinrichtung 10 dargestellt. Zur Förderung der Filterstäbe 20 durch die Heizeinrichtung 12 sind zwei Fördertrommeln 24, 28 vorgesehen. Die Filterstäbe 20 werden von der Abgabetrommel 14 an eine Hubtrommel 24 abgegeben, so dass die Filterstäbe 20 während einer 180°-Drehung der inneren Hubtrommel 24 einen längsaxialen Hub um die Länge eines Filterstabs 20 ausführen. Der längsaxiale Hub der Filterstäbe 20 auf der Hubtrommel 24 ist in 3a bzw. 3b schematisch mit einem Pfeil 30 bezeichnet. Nach der Drehung der Filterstäbe 20 vom Ort der Aufnahme von der Abgabetrommel 14 um 180° zu einem Übergabepunkt 26 führen die Filterstäbe 20 einen längsaxialen Hub um eine Filterstablänge auf.

Am Übergabepunkt 26 werden die Filterstäbe 20 an eine äußere Transporttrommel 28 abgegeben, so dass die Filterstäbe 20 auf der Transporttrommel 28 eine hubfreie Förderung auf der Transporttrommel erfahren und nach einer Drehung der Transporttrommel 28 um 180° zu einem Übergabepunkt 36 gefördert werden. Am Übergabepunkt 36 werden die Filterstäbe 20 von der äußeren Transporttrommel 28 an die gegenüberliegende korrespondierende Aufnahme der Hubtrommel 24 abgegeben, so dass die Filterstäbe 20 während der Drehung der Hubtrommel 24 um 180° eine längsaxiale Verschiebung um eine Filterstablänge ausführen. Der hubfreie Transport der Filterstäbe 20 auf der äußeren Transporttrommel 28 ist durch einen Pfeil 32 schematisch bezeichnet.

Nach einem mehrfachen bzw. wechselseitigen Transport der Filterstäbe 20 auf der Hubtrommel 24 und der äußeren Transporttrommel 28 werden die Filterstäbe 20 an eine Entnahmetrommel 22 übergeben, die die Filterstäbe 20 an eine Weiterverarbeitungsmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie transportiert.

Durch die innen liegende Hubtrommel 24 und die äußere Transporttrommel 28 wird eine Fördereinrichtung für eine oder in Kombination mit einer Erwärmungseinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie bereitgestellt. Hierbei fördert die Hubtrommel 24 die Filterstäbe 20 in längsaxialer und gleichzeitig in queraxialer Richtung, während die äußere Hubtrommel 28 die Filterstäbe 20 in queraxialer Richtung hubfrei fördert.

Der Förderbereich der Filterstäbe auf der Hubtrommel 24 und der Transporttrommel 28 betragen jeweils 180°, so dass nach einer entsprechenden Drehung der Hubtrommel 24 die Artikel an die mitrotierende Transporttrommel 26 übergeben werden. Nach einer weiteren Drehung der Transporttrommel 28 um 180° werden die stabförmigen Artikel bzw. Filterstäbe 20 von der Transporttrommel 28 an die innen liegende Hubtrommel 24 übergeben.

10
Erwärmungseinrichtung
12
Heizeinrichtung
14
Abgabetrommel
16
Fördertrommel
18
Wendelschiene
20
Filterstäbe
22
Entnahmetrommel
24
Hubtrommel
26
Übergabepunkt
28
Transporttrommel
30
Pfeil
32
Pfeil
36
Übergabepunkt
K
Filterherstellmaschine


Anspruch[de]
Erwärmungseinrichtung (10) der Tabak verarbeitenden Industrie für, insbesondere queraxial hintereinander angeordnete, stabförmige Artikel (20) der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterstäbe (20), mit einer Heizeinrichtung (12) für die stabförmigen Artikel (20), dadurch gekennzeichnet, dass eine Fördereinrichtung (16, 18; 24, 28) zum Fördern der stabförmigen Artikel (20) in längsaxialer und queraxialer Richtung vorgesehen ist, wobei die Artikel (20) während ihrer Förderung mittels der Fördereinrichtung von der Heizeinrichtung (12) erwärmt werden. Erwärmungseinrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Artikel (20) auf der Fördereinrichtung (16, 18; 24, 28) eine, insbesondere bezogen auf die Stablänge, mehrfache, längsaxiale Verschiebung erfahren bzw. ausführen. Erwärmungseinrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (16, 18; 24, 28) zum wendelförmigen oder wendelartigen Fördern der Artikel (20) ausgebildet ist. Erwärmungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (16, 18; 24, 28) wenigstens eine Fördertrommel (16, 24, 28), insbesondere Schiebetrommel, aufweist. Erwärmungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (16, 18; 24, 28) eine, insbesondere als Wendelschiene (18) ausgebildete, Hubeinrichtung (18) und/oder Hubtrommel (24) aufweist. Erwärmungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (16, 18; 24, 28) eine Linearfördereinrichtung (28), insbesondere Fördertrommel (28), zum hubfreien Fördern von queraxial hintereinander angeordneten stabförmigen Artikeln (20) aufweist. Erwärmungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (16, 18; 24, 28) mittels zweiter Fördertrommeln (24, 28) ausgebildet ist, wobei eine erste Fördertrommel (24) eine längsaxiale Verschiebung der stabförmigen Artikel (20) während ihrer Förderung in queraxialer Richtung ausführt und die zweite Fördertrommel (28) als hubfreie Fördertrommel (28) ausgebildet ist. Erwärmungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Artikel (20) mittels der Fördereinrichtung (24, 28) wechselweise (a) längsaxial und gleichzeitig queraxial gefördert oder (b) hubfrei gefördert werden. Erwärmungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Artikel (20) durch die und/oder entlang der Heizeinrichtung (12) gefördert werden. Erwärmungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Artikel (20) als einlagiger Artikelstrom gefördert werden. Erwärmungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (12) als Umluftofen ausgebildet ist. Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterherstellungsmaschine (K), mit einer Erwärmungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11.






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