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Dokumentenidentifikation DE102006014668A1 11.10.2007
Titel Sicherheitsgurt-Einrichtung für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Autoliv Development AB, Vargarda, SE
Vertreter Mayer, Frank und Schön, 75173 Pforzheim
DE-Anmeldedatum 28.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006014668
Offenlegungstag 11.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse B60R 22/48(2006.01)A, F, I, 20060328, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01L 1/24(2006.01)A, L, I, 20060328, B, H, DE   G02B 6/42(2006.01)A, L, I, 20060328, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Sicherheitsgurt-Einrichtung für ein Kraftfahrzeug weist ein Gurtband (30), welches mittels Befestigungseinrichtungen mit dem Fahrzeug verbunden ist, auf. Es wird vorgeschlagen, am oder im Gurtband (30) wenigstens einen Lichtleiter (10) vorzusehen, welcher mit einem lichtaussendenden Element optisch gekoppelt ist. Diese Anordnung kann sowohl zu Messzwecken betreffend den Zustand des Gurtbandes als auch zur Informationsübermittlung genutzt werden (Fig. 2).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsgurt-Einrichtung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 1.

In der DE 100 26 444 A1 ist eine Sicherheitsgurt-Einrichtung mit einem Gurtband beschrieben, wobei eine Detektionseinrichtung vorhanden ist, mit deren Hilfe man sowohl die im Gurtband herrschende Zugkraft als auch die Gurtauszugslänge messen kann. Die Detektionseinrichtung weist einen sich über die gesamte Länge des Gurtbandes mäandrierend erstreckenden elektrischen Leiter und eine Auswerteeinrichtung auf. Der mäandrierend verlaufende elektrische Leiter dient in erster Linie als Dehnungsmessstreifen, wodurch die Dehnung des Gurtbandes und somit auch die in ihm herrschenden Zugkräfte gemessen werden können. Unter Verwendung dieses mäandrierend verlaufenden elektrischen Leiters ist es auch möglich, die Gurtauszugslänge zu messen, indem man beispielsweise im oder am Gurtaufroller ein induktiv arbeitendes Zählelement anordnet, welches die Anzahl der an ihm vorbeilaufenden Mäanderschleifen zählt.

Nachteilig an diesem Stand der Technik ist es insbesondere, dass ein mäandrierend verlaufender elektrischer Leiter im oder am Gurtband angeordnet werden muss, was sehr aufwendig ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Messgenauigkeit hinsichtlich der im Gurtband herrschenden Zugkraft mit abnehmender Elastizität des Gurtbandes ebenfalls abnimmt.

Hiervon ausgehend hat sich zunächst die Aufgabe gestellt, eine gattungsgemäße Sicherheitsgurt-Einrichtung dahingehend weiterzubilden, dass die Herstellung des Gurtbandes vereinfacht wird und dass eine hohe Messgenauigkeit erzielt werden kann.

Es hat sich herausgestellt, dass man den elektrischen Leiter durch wenigstens einen Lichtleiter ersetzten kann, welcher in das Gurtband eingewoben ist und der mit einem lichtaussendenden und einem lichtempfindlichen Element verbunden ist. Hierbei erstreckt sich der Lichtleiter vorzugsweise entlang der Kettfäden, d.h., geradlinig in Längsrichtung des Gurtbandes. Zur Messung der interessierenden Größen wird der Umstand ausgenutzt, dass Lichtleiter, beispielsweise Glasfasern, ihre optischen Eigenschaften unter mechanischer Beanspruchung, insbesondere unter Krümmung, aber auch unter Druck und/oder Zug verändern und insbesondere der Lichtverlust in einem Lichtleiterabschnitt bei gegebener Wellenlänge, gegebenem Lichtleitermaterial, gegebenem Querschnitt und gegebener Oberflächenstruktur vom Krümmungsradius dieses Leiterabschnittes abhängt. Aber auch andere Effekte, welche Lichtleiter unter mechanischer Belastung zeigen, wie Änderung der Phasenverschiebung, Änderung der Polarisation und Änderung der Dispersion stehen zur Bestimmung des Gurtbandzustandes zur Verfügung.

Eine Möglichkeit besteht darin, den Lichtverlust im Lichtleiter zu messen. Der überwiegende Anteil des Lichtverlustes resultiert nicht aus Absorption sondern aus dem Austreten von Licht aus dem Lichtleiter. Dieser Effekt kann außer zu Messzwecken auch zur Informationsübermittlung an den Benutzer ausgenutzt werden. Hierzu muss die aus dem Lichtleiter austretende Lichtmenge so groß sein, dass sie vom Insassen zumindest bei Nacht wahrgenommen werden kann. So kann beispielsweise durch ein rot aufleuchtendes Gurtband zusätzlich zu einem weiteren Warnhinweis auf eine Störung des Kraftfahrzeugs oder auf Erreichen einer kritischen Außentemperatur hingewiesen werden. Ebenso ist es zum Beispiel denkbar, durch ein grün aufleuchtendes Gurtband ein korrektes Anschnallen zu bestätigen. Ferner wird durch die Lichtabgabe das Auffinden des Gurtbandes erleichtert.

Es wird deshalb gemäß Anspruch 1 vorgeschlagen, wenigstens einen Lichtleiter in das Gurtband einzuweben und ihn mit einem lichtaussendenden Element optisch zu verbinden.

Soll der Lichtleiter zur Bestimmung des Zustandes des Gurtbandes dienen, ist gemäß Anspruch 2 ein lichtempfindliches Element vorgesehen, so dass beispielsweise der Lichtverlust gemessen werden kann.

Weiter vorzugsweise sind in diesem Fall lichtaussendendes Element und lichtempfindliches Element nicht nur über den durch das Gurtband verlaufenden Lichtleiter, sondern zusätzlich über einen weiteren Lichtleiter, welcher als Referenzmessstrecke dient, verbunden. Wählt man diese Anordnung, so kann neben dem Intensitätsverlust des im Gurtband verlaufenden Lichtleiters auch eine Änderung der Polarisation und/oder der Phasenverschiebung und/oder Laufzeitunterschiede gemessen werden.

Sollen der oder die Lichtleiter dazu dienen, eine wahrnehmbare Menge Licht abzugeben, muss dafür gesorgt werden, dass eine ausreichende Lichtmenge austritt. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Oberfläche des Lichtleiters zumindest abschnittsweise angeschliffen oder angeraut ist, oder dass mehrere Lichtleiter unterschiedlicher Länge verwendet werden, wobei die Lichtleiter an unterschiedlichen Stellen des Gurtbandes enden.

Es kann häufig günstig sein, Lichtleiter einzusetzen, die über ihre Länge unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. So ist es beispielsweise möglich, an mehreren Stellen des Lichtleiters Bragg-Gitter auf die Oberfläche einzuätzen. Die bragg-Gitter an unterschiedlichen Stellen haben unterschiedliche Bragg-Wellenlängen, so dass Licht unterschiedlicher Wellenlänge an unterschiedlichen Stellen des Lichtleiters reflektiert wird. Dies kann dazu verwendet werden zu bestimmen, an welcher Stelle das Gurtband an der Gurtzunge oder am Umlenker umgelenkt wird.

Unter Licht wird hier jede elektromagnetische Strahlung verstanden, welche sich in einem Lichtleiter, beispielsweise einem Glasfaserkabel, leiten lässt, wobei es beim Einsatz des Lichtleiters zu reinen Messzwecken unerheblich ist, ob die elektromagnetische Strahlung vom menschlichen Auge wahrnehmbar ist, oder nicht.

Um eine zu starke Auskopplung von Licht im Bereich der Gurtzunge und des Umlenkers (soweit vorhanden), wo das Gurtband mit relativ kleinen Radien umgelenkt wird, zu vermeiden, sollten die dort auftretenden Radien eine gewisse Mindestgröße nicht unterschreiten.

Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Hierbei zeigen:

1 Eine Sicherheitsgurt-Einrichtung und einen auf einem Sitz sitzenden, mit der Sicherheitsgurt-Einrichtung gesicherten Insassen,

2 eine Prinzipdarstellung einer Detektionseinrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,

3 eine Prinzipdarstellung einer Detektionseinrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,

4 eine Prinzipdarstellung einer Detektionseinrichtung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,

5 eine Prinzipdarstellung der Gewebestruktur eines Gurtbandes mit eingewobenem Lichtleiter,

6 eine Gurtzunge

7 einen Schnitt entlang der Ebene C-C aus 6,

8 eine Prinzipdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines Informationsgebers und

9 eine Prinzipdarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Informationsgebers.

Wie bereits erwähnt, hat die Erfindung zwei Ausführungsformen: Bei der ersten Ausführungsform ist der ins Gurtband eingewobene Lichtleiter – beispielsweise ein Glasfaserkabel – Teil einer Messeinrichtung. Bei der zweiten Ausführungsform ist der ins Gurtband eingewobene Lichtleiter Teil eines Informationsgebers.

Erste Ausführungsform

Die 1 zeigt eine Sicherheitsgurt-Einrichtung im bestimmungsgemäßen Gebrauch. Von einem sich auf Schulter- oder Kopfhöhe des Insassen I befindenden Aufroller 38 erstreckt sich das Gurtband 30 zunächst bis zur Gurtzunge 34, welche im Gurtschloss 39 eingesteckt ist, und von da bis zum Endbeschlag 32. Aufroller 38 und Endbeschlag 32 dienen hier als Befestigungselemente. Die Sicherheitsgurt-Einrichtung weist eine Detektionseinrichtung auf, mit deren Hilfe man sowohl die Gurtauszugslänge, als auch die während eines Unfalls im Gurtband 30 herrschende Zugkraft bestimmen kann. Ein erstes Ausführungsbeispiel einer solchen Detektionseinrichtung ist in 2 schematisch dargestellt:

Die Detektionseinrichtung weist einen ersten Lichtwellenleiter 10 auf, dessen beide Enden 10a, 10b aus dem mit dem Endbeschlag 32 verbundenen Ende des Gurtbandes 30 ragen. Von hier aus erstrecken sich zwei parallel zueinander verlaufende Hauptabschnitte 10' und 10'' des ersten Lichtwellenleiters im wesentlichen über die gesamte Gurtbandlänge und sind im aufrollerseitigen Endbereich des Gurtbandes 30 über den Verbindungsabschnitt 10''', der sich vorzugsweise außerhalb des Gurtbandes befindet, miteinander verbunden. Die beiden Hauptabschnitte 10', 10'' sind, wie die 5 schematisch zeigt, parallel zu den Kettfäden 30a in das Gurtband 30 eingewoben. Der Lichtwellenleiter ist hierbei von den Schußfäden zumindest abschnittsweise abgedeckt, so dass es insbesondere in den Umlenkpunkten gegen äußere Einflüsse wie Abrieb, Verschmutzung oder übermäßige Knickbelastung geschützt ist.

Das von der Laserdiode 15 erzeugte Licht gelangt zunächst in den Strahlteiler 14 und wird dort in zwei Teilstrahlen geteilt. Der erste Teilstrahl wird in das erste Ende 10a des Lichtwellenleiters 10 eingekoppelt, während der zweite Teilstrahl in den zweiten Lichtwellenleiter 12 eingekoppelt wird. Beide Lichtwellenleiter 10, 12 sind jeweils mit einer Photozelle 16, 18 verbunden, welche ihr Signal an eine Auswerteeinheit 20 weitergeben. Durch Vergleich der von den beiden Photozellen 16, 18 kommenden Signale kann die Auswerteeinheit 20 den Lichtverlust im ersten Lichtwellenleiter 10 bestimmen und somit Rückschlüsse auf den Zustand des Gurtbandes ziehen.

Grundsätzlich ist es auch möglich, dass die beiden Enden des Lichtwellenleiters aus unterschiedlichen Enden des Gurtbandes austreten. Dies würde es jedoch notwendig machen, dass sich entweder das lichtaussendende Element – hier die Laserdiode 15 – oder das lichtempfindliche Element – hier die Photozelle 16 – im sich drehenden Gurtaufroller angeordnet wäre, was relativ aufwendig wäre.

Lichtverluste treten in erster Linie an der Gurtzunge 34, wo das Gurtband durch die Umlenkkante 36 einer Öse 35 mit einem relativ geringen Durchmesser r1 umgelenkt wird (siehe hierzu 6 und 7), und im Bereich des Aufrollers 38 auf. Der Lichtverlust an der Umlenkkante hängt von der im Gurtband herrschenden Kraft ab.

Befindet sich das Gurtband im aufgerollten Zustand, so ist ein großer Teil des Gurtbandes auf dem Aufroller 38 aufgerollt. Das bedeutet, dass das durch den ersten Lichtwellenleiter 10 geleitete Licht im Bereich des Aufrollers 38 eine Spiralbahn mit einer bestimmten Wicklungszahl beschreibt. Die Dicke des ersten Lichtwellenleiters 10 in diesem Bereich und sein Material ist so gewählt, dass der Lichtwellenleiter 10 bei jeder Wicklung eine messbare Menge Licht verliert. Wird das Gurtband ausgezogen, verringert sich die Wicklungszahl und der Lichtverlust wird kleiner. Dies wird von der ersten Photozelle 16 gemessen und von der Recheneinheit 21 in eine Gurtauszugslänge umgerechnet. Die Photozellen und die Recheneinheit bilden hier zusammen die Auswerteeinheit 20.

Befindet sich der Insasse im angeschnallten Zustand, bleibt der Lichtverlust im wesentlichen konstant. Dies ändert sich drastisch, wenn hohe Zugspannung im Gurtband während eines Unfalles auftreten. Hierbei wird das Gurtband und somit auch der erste Lichtwellenleiter 10 insbesondere an der Umlenkkante der Gurtzunge 34 stark verformt, so dass der Lichtverlust sprunghaft ansteigt. Dieser sprunghafte Anstieg ist ein Maß für die auftretende Zugkraft, so dass die Recheneinheit 21 die Gurtkraft anhand von Eichkurven errechnen kann. Um diesen Effekt noch zu vergrößern, ist es möglich an der Umlenkkante 36 Querrippen vorzusehen, wie dies in der 7 dargestellt ist.

Die 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel. Hier wird von einer kontinuierlich arbeitenden Lichtquelle 13 mit einem breitbandigen Spektrum Licht in den ersten Lichtwellenleiter 10 eingekoppelt, welches in den Bereichen, in denen das Gurtband bei einem angeschnallten Insassen an der Gurtzunge und gegebenenfalls an einem Umlenker umgelenkt wird, mehrere durch Ätzen der Oberfläche erzeugte Bragg-Gitter 11 und 11', von denen hier nur zwei dargestellt sind, aufweist. Die Bragg-Gitter an unterschiedlichen Stellen des ersten Lichtwellenleiters 10 haben unterschiedliche Bragg-Wellenlängen, so dass das von der breitbandigen Lichtquelle kommende Licht an unterschiedlichen Stellen des Lichtwellenleiter reflektiert wird. Das reflektierte Licht wird mittels Auskopplers 47 ausgekoppelt und der Auswerteeinheit 20 zugeführt, welche eine Spektralanalyse durchführt.

Kommt eines der Bragg-Gitter auf einer Umlenkkante zu liegen, ändert sich durch die starke Biegung das Reflexionsverhalten des betreffenden Bragg-Gitters in der Regel dahingehend, dass die Reflexion abnimmt. Hierdurch sinkt die an der Auswerteeinheit 20 ankommende spektrale Intensität der betreffenden Wellenlänge, welche von der Auswerteeinheit 20 bestimmt wird. Da die Wellenlänge unmittelbar mit einem bestimmten Bragg-Gitter und somit auch zu einer bestimmten Stelle des mit dem Gurtband verwobenen Lichtwellenleiters korrespondiert, lässt sich somit die relative Position des Gurtbandes sowohl bezüglich der Gurtzunge als auch bezüglich des Umlenkers bestimmen.

Die 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel. Hier wird Licht gepulst von der Laserdiode 15 in den ersten Lichtwellenleiter 10 eingekoppelt. Dieser erste Lichtwellenleiter ist mit dem lichtempfangenden Lichtwellenleiter 11 verdrillt und die beiden Lichtwellenleiter sind gemeinsam mit dem Gurtband 30 verwoben. Tritt an einer Knickstelle Licht aus dem ersten Lichtwellenleiter 10 aus, so gelangt ein Teil dieses Lichtes in den lichtempfangenden Lichtwellenleiter 11 und gelangt von da in die Auswerteeinheit. Durch direkte oder indirekte Messung der Laufzeit kann auf den Ort der Knickstelle oder der Knickstellen und somit auf die relative Lage des Gurtbandes bezüglich der Gurtzunge und eines gegebenenfalls vorhandenen Umlenkers geschlossen werden. Es können Bereiche vorgesehen sein, in denen der Lichtübertritt vom ersten Lichtwellenleiter 10 in den lichtempfangende Lichtwellenleiter 17 erleichtert ist. Solche Bereiche sind dort vorzusehen, wo das Gurtband bei angeschnalltem Insassen umgelenkt wird, also auf Höhe der Gurtzunge und (falls vorhanden) auf Höhe des Umlenkers. In diesen Bereichen können beispielsweise die Oberflächen der Lichtwellenleiter aufgerauht sein.

Grundsätzlich ist es möglich, zusätzlich oder alternativ zum reinen totalen oder spektralen Intensitätsverlust auftretende Phasenverschiebungen oder Polarisationsänderungen zu messen. Insbesondere, wenn die Messung der Polarisation zur Bestimmung des Gurtband-Zustandes herangezogen werden soll, ist der Einsatz von Monomode-Lichtwellenleitern zu bevorzugen, werden Intensitätsveränderungen oder Laufzeitveränderungen gemessen, ist der Einsatz von Multimodelichtwellenleitern in der Regel ausreichend. Weisen die Lichtwellenleiter Enden auf, die nicht mit einer Lichtquelle oder einem Detektor verbunden sind, so können diese bedarfsweise offen oder verspiegelt sein.

Zweite Ausführungsform

Mit Bezug auf die 8 wird ein Beispiel für das zweite Einsatzgebiet eines in ein Gurtband 30 eingewobenen ersten Lichtwellenleiters 10 gegeben. Hier dient der Lichtwellenleiter 10 nicht als Teil einer Messeinrichtung, sondern als Teil eines Informationsgebers. Das erste Ende 10a des ersten Lichtwellenleiters 10 ist mit einem Lichtkopplungselement 45 verbunden, in welches die beiden Leuchtdioden 40 und 41 einstrahlen können. Die beiden Leuchtdioden 40, 41 haben unterschiedliche Farben, beispielsweise rot und grün. Ein erster Abschnitt des ersten Lichtwellenleiters, welcher sich im Anschnallzustand etwas über die Gurtzunge 34 hinaus erstreckt, weist eine polierte Oberfläche auf, so dass es hier kaum zu Lichtaustritt kommt. Der sich hieran anschließende zweite Abschnitt weist eine aufgerauhte Oberfläche auf, so dass es zu einem gewissen Lichtverlust kommt. Die Leuchtstärke der beiden Leuchtdioden 40, 41 ist so gewählt, dass das aus dem zweiten Abschnitt des ersten Lichtwellenleiters 10 austretende Licht zumindest bei Nacht durch den Benutzer wahrgenommen wird, oder unter Zuhilfenahme einer Detektionseinrichtung erkennbar ist. Somit kann erreicht werden, dass der Schulterabschnitt des Gurtbandes rot oder grün leuchtet, womit dem Benutzer Informationen mitgeteilt werden können. Insbesondere kann ein rotes Aufleuchten des Gurtbandes als Warnung für eine Störung eingesetzt werden.

Es versteht sich, dass auch Ausführungsbeispiele mit nur einem lichtaussendendnen Element möglich sind, wobei in diesem Fall durch die Informationen "Licht an" und "Licht aus" der ordnungsgemäße Anschnallzustand erkennbar ist.

9 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel. Hier sind mehrere erste Lichtwellenleiter 10 unterschiedlicher Länge vorgesehen, wobei der Lichtaustritt ganz oder zum überwiegenden Teil an den zweiten Enden der Lichtwellenleiter erfolgt. Diese zweiten Enden befinden sich an unterschiedlichen Stellen des Gurtbandes. Ferner ist durch die Ein- oder Auskopplung von Licht an den Enden der Lichtwellenleiter unterschiedlicher Länge eine einfache Möglichkeit geschaffen, einen Rückschluss auf die vorhandene Gurtbandgeometrie und/oder Gurtbandauszugslänge zu ziehen.

10
erster Lichtwellenleiter
10', 10''
Hauptabschnitt
10'''
Verbindungsabschnitt
10a
erstes Ende
10b
zweites Ende
11, 11'
Bragg-Gitter
12
zweiter Lichtwellenleiter
13
Lichtquelle
14
Strahlteiler
15
Laserdiode
17
lichtempfangender Lichtwellenleiter
16
erste Photozelle
18
zweite Photozelle
20
Auswerteeinheit
21
Recheneinheit
30
Gurtband
30a
Kettfaden
30b
Schussfaden
32
Endbeschlag
34
Gurtzunge
35
Öse
36
Umlenkkante
38
Aufroller
39
Gurtschloss
45
Lichtkopplungselement
47
Auskoppler


Anspruch[de]
Sicherheitsgurt-Einrichtung für ein Kraftfahrzeug mit einem Gurtband (30), welches mittels Befestigungseinrichtungen mit dem Fahrzeug verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Gurtband (30) wenigstens ein Lichtleiter (10) verbunden und mit einem lichtaussendenden Element optisch gekoppelt ist. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin ein lichtempfindliches Element vorhanden ist. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtaussendende Element und das lichtempfindliche Element mit dem selben Lichtleiter optisch verbunden sind. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtaussendende Element und das lichtempfindliche Element mit getrennten Lichtleitern (10, 17), die sich im wesentlichen parallel zueinander durch das Gurtband erstrecken, optisch verbunden sind. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lichtwellenleiter miteinander verdrillt sind. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach Anspruch einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtaussendende Element und das lichtempfindliche Element am selben Ende des Gurtbandes angeordnet sind. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach Anspruch einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtaussendende Element und das lichtempfindliche Element an unterschiedlichen Enden des Gurtbandes angeordnet sind. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass lichtaussendendes Element und lichtempfindliches Element weiterhin mittels eines weiteren Lichtleiters verbunden sind. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtaussendende Element eine Leuchtdiode (40, 41) ist. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtaussendende Element eine Laserdiode (15) ist. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der im Gurtband verlaufende Lichtleiter eine nichtkonstante Oberflächenstruktur aufweist. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere mit dem lichterzeugenden Element gekoppelte Lichtleiter mit dem Gurtband verbunden sind. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtleiter unterschiedliche Längen aufweisen. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtaussendende Element ein breitbandiges Lichtspektrum aussendet. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtaussendende Element das Licht kontinuierlich abgibt. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtaussendende Element das Licht gepulst abgibt. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Lichtleiter mit dem Gurtband verwoben ist. Sicherheitsgurt-Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die im Gurtband verlaufenden Lichtleiterabschnitte zumindest abschnittsweise durch die Schußfäden des Gurtbandes abgedeckt sind.






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