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Dokumentenidentifikation DE102006015426A1 11.10.2007
Titel Schrägförderer zum Fördern von Transportgut
Anmelder AMI Förder- und Lagertechnik GmbH, 57642 Alpenrod, DE
Erfinder Schmidt, Jonny Rudolf, 56470 Bad Marienberg, DE;
Lücke, Volker, 45883 Gelsenkirchen, DE;
Steinebach, Hermann Josef, 56244 Ötzingen, DE
Vertreter Dr. Müller + Partner Patentanwälte, 65597 Hünfelden
DE-Anmeldedatum 31.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006015426
Offenlegungstag 11.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse B65G 17/48(2006.01)A, F, I, 20070117, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird ein Schrägförderer (10) zum Fördern von Transportgut wenigstens entlang einer schrägen Transportstrecke (12) beschrieben, mit Transportgutträgern (14), die entlang der Transportstrecke (12) stufig versetzt zueinander angeordnet sind. Die Transportfläche (16) der Transportgutträger (14) ist im Wesentlichen horizontal in einer xz-Ebene positioniert, wobei die Transportgutträger (14) mittels einer Antriebsvorrichtung (18) entlang einer geschlossenen Bahnstrecke (20) verfahrbar sind. Die Antriebsvorrichtung (18) weist unter anderem ein erstes und ein zweites Endlosantriebsmittel (22, 24) auf, wobei das erste Endlosantriebsmittel (22) als Zugmittel (28) für die Transportgutträger (14) und das zweite Endlosantriebsmittel (24) als Auflagemittel (30) für die Transportgutträger (14) ausgebildet ist (Figur 1).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schrägförderer zum Fördern von Transportgut wenigstens entlang einer schrägen Transportstrecke, mit Transportgutträgern, die entlang der Transportstrecke stufig versetzt zueinander ausgerichtet sind, wobei die Transportfläche der Transportgutträger im Wesentlichen horizontal in einer xz-Ebene (eines Kathesischen Koordinatensystems) positioniert ist und die Transportgutträger mittels einer Antriebsvorrichtung entlang einer geschlossenen Bahnstrecke verfahren werden.

Stand der Technik

Derartige Schrägförderer sind beispielsweise in Form von Fahr- oder Rolltreppen hinlänglich bekannt. Derartige Fahr- oder Rolltreppen zum Schrägfördern, insbesondere von Personen sind jedoch aufwändig aufgebaut, benötigen einen großen Bauraum, insbesondere in den Umlenkbereichen der Stufen und sind auch nicht hinsichtlich einer einstellbaren Förderhöhe variabel.

Auch sind bereits Umlaufförderer zum vertikalen Versetzen von Stückgütern, beispielsweise aus der DE 94 19 746 U1, bekannt. Bei diesen Vertikalförderanlagen treten abrupte Änderungen der Bewegungsrichtung der Transportgüter auf, was insbesondere in der Lebensmittelindustrie, beispielsweise beim Transport offener, mit Flüssigkeit befüllter Gefäße problematisch ist. Herkömmliche Schrägförderer sind für diese oder ähnliche Transportgüter ebenfalls nicht geeignet, da eine waagerechte Lagerung des Transportgutes während des Förderns entlang der schrägen Förderstrecke nicht gewährleistet ist.

Problem

Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Schrägförderer bereitzustellen, mit dem das Transportgut in einer waagerechten Lage gefördert werden kann und das Transportgut abrupten Änderungen der Bewegungsrichtung während des Förderns nicht ausgesetzt ist.

Erfindung und vorteilhafte Wirkung

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei einem Schrägförderer mit den eingangs genannten Merkmalen im Wesentlichen dadurch gelöst, dass die Antriebsvorrichtung ein erstes und ein zweites umlaufendes Endlosantriebsmittel aufweist, wobei das erste Endlosantriebsmittel als Zugmittel für die Transportgutträger und das zweite Endlosantriebsmittel Auflagemittel für die Transportgutträger ausgebildet ist.

Aufgrund dieser Maßnahme ist dafür Sorge getragen, dass der Förderprozess kontinuierlich abläuft, abrupte Änderungen der Bewegungsrichtung des Transportgutes während des Fördervorganges nicht auftreten und die zu transportierenden Güter stets waagerecht gelagert sind. Auch wird dadurch, dass das zweite Endlosantriebsmittel lediglich als Auflagemittel für die Transportgutträger dient, die Voraussetzung dafür geschaffen, den Schrägförderer bezüglich der erforderlichen Förderhöhe individuell und ohne großen Aufwand einzustellen und auch den Bauraum für den Schrägförderer auf ein Minimum zu beschränken.

Von Vorteil ist es nach einer ersten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das erste und zweite Endlosantriebsmittel jeweils ein Bandpaar, vorzugsweise Kettenpaar aufweist, deren Bänder oder Ketten jeweils seitlich des Transportgutträgers in Führungen, insbesondere Kettenführungen geführt sind und diesen zwischen sich einschließen. Hierdurch wird für eine ausreichende Stabilität der Transportträger während des Fördervorganges gesorgt.

Dabei bietet es sich nach einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung an, dass das erste und zweite Endlosantriebsmittel synchron verfahren oder angetrieben werden.

Von Vorteil sind die Bänder, Gurte bzw. Ketten des ersten und zweiten Endlosantriebsmittels wenigstens entlang der Transportstrecke in z-Richtung und/oder x-Richtung versetzt zueinander angeordnet. Aufgrund dieser Maßnahme und der Tatsache, dass das erste Endlosantriebsmittel als Zugmittel und das zweite Endlosantriebsmittel lediglich als Auflagemittel dient, ist eine leichte Förderhöhen-Einstellbarkeit des erfindungsgemäßen Schrägförderers ermöglicht.

Dabei sind die Transportgutträger im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet, wobei im Bereich eines jeden Eckabschnitts eines der Endlosantriebsmittel bzw. eine der Ketten oder eines der Bänder angreift.

Von besonderem Vorteil sind nach einem eigenständigen Aspekt der Erfindung, der auch unabhängig von dem besonderen beschriebenen Schrägförderer bei jeder Vorrichtung Anwendung finden kann, die Transportgutträger aus einer Mehrzahl von gelenkig miteinander verbundenen Modulen aufgebaut. Dabei sind von Vorteil die Schwenkachsen im Wesentlichen in x-Richtung ausgerichtet, und es ist der Schwenkwinkelbereich nach einer vorteilhaften Ausgestaltung durch Anschlagmittel limitiert. Die Transportgutträger sind somit als geteilte Platten, bestehend aus Modulen, aufgebaut, welche mit Scharnieren oder dergleichen abklappen können, sich aber bei Entlastung aufgrund entsprechender Führungen selbsttätig ausklappen, wodurch erheblicher Bauraum im Bereich der Umlenkzonen der Transportgutträger eingespart wird.

Dabei bietet es sich nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung an, dass die Anschlagmittel derart angeordnet und ausgebildet sind, dass die Module der Transportträger beim Verfahren entlang der Transportstrecke und auf dem Transportträger abgestelltem Transportgut nicht relativ zueinander verschwenkbar und im Wesentlichen in der xz-Ebene positioniert sind.

Weiterhin sind die Anschlagmittel nach einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung derart angeordnet und ausgebildet, dass die Module der Transportgutträger im Bereich der beidseitig an die Transportstrecke anschließenden Umlenkabschnitte, bevorzugt mit einem Umlenkwinkel im Bereich von ca. 30 bis ca. 180 Grad gegeneinander verschwenkbar sind. Die Anschlagmittel sorgen im Wesentlichen dafür, dass die Module während des Transportes von Transportgut eine im Wesentlichen waagerechte xz-Ebene bilden, so dass die Behälter bzw. das Transportgut sicher in der waagerechten Position gefördert werden können. Im Bereich von Umlenkabschnitten, an denen die Transportträger entlang der geschlossenen Bahnstrecke zurück zum Anfang der Förderstrecke verfahren werden, können die Module der Transportgutträgers gegeneinander verschwenkt werden, so dass die Umlenkbereiche mit nur geringem Bauraum ausgebildet sein können.

Weiterhin ist es von Vorteil vorgesehen, dass die im Wesentlichen rechteckförmigen Transportgutträger zwei seitlich nach außen gerichtete Fortsätze aufweisen, welche sich entlang der Transportstrecke auf Auflagern, insbesondere Auflagerollen, des zweiten Endlosantriebsmittels abstützen. In dem an die eigentliche Transportstrecke anschließenden Bereichen ist eine Abstützung der Transportgutträger mittels Auflagern des zweiten Endlosantriebsmittels nicht mehr erforderlich, da nun die Transportgutträger frei von Transportgut sind, in entsprechenden Umlenkbereichen umgelenkt und sozusagen über Kopf wieder zum Beginn der Förderstrecke verfahren werden.

Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Transportgutträger an dem ersten Endlosantriebsmittel dauerhaft aber verschwenkbar, insbesondere mittels Transportlaschen, verbunden.

Weiterhin bietet es sich an, dass im Bereich zwischen den Endabschnitten der schrägen Transportstrecke und den Umlenkabschnitten für die Transportgutträger jeweils Schwenklager für die Führungen des ersten und zweiten Endlosantriebsmittels angeordnet sind. Aufgrund dieser Maßnahme kann durch einfaches Verschwenken der Führungen die Förderhöhe des Schrägförderers den individuellen Bedingungen schnell und einfach angepasst werden, ohne dass die Länge des Endlosantriebsmittels, insbesondere die Länge der Kette geändert werden müsste.

Von Vorteil bestehen die Transportgutträger aus Edelstahl und hinsichtlich Aufbau und Abmessungen im Wesentlichen identisch ausgebildet.

Weiterhin bietet es sich an, an den Schrägförderer einen Gurtförderer anzuschließen, um das Transportgut beispielsweise in der Waagerechten hin zum Schrägförderer zu transportieren.

Insgesamt dient der erfindungsgemäße Schrägförderer dazu, Transportgut, Packstücke oder Behälter innerhalb der betrieblichen Logistik von einer Fördereinrichtung auf eine größere Höhe bzw. geringere Höhe zu transportieren. Der Schrägförderer nimmt das Transportgut bzw. Stückgut verzögerungsfrei auf einer horizontalen Platte, dem Transportgutträger, auf und fördert dieses auf dem horizontal bzw. waagerecht angeordneten Transportgutträger nach oben oder unten, um dann das Transportgut ggf. an eine weitere Förderanlage zu übergeben. Der Förderprozess läuft kontinuierlich ab. Es gibt keine abrupten Änderungen der Bewegungsrichtung des Transportgutes, und das Transportgut ist stets waagerecht bzw. horizontal positioniert. Insoweit bietet es sich an, den erfindungsgemäßen Schrägförderer beispielsweise in der Lebensmittelindustrie einzusetzen, so dass ggf. mit Flüssigkeit befüllte offene Gefäße einfach befördert werden können, ohne dass es zu befürchten ist, dass der Inhalt der offenen Gefäße aus diesen während des Fördervorganges austritt. Dabei sorgt der erfindungsgemäße Schrägförderer für eine ruckfreie Übernahme des Fördergutes von den vorgeschalteten bzw. nachgeschalteten Fördereinrichtungen bzw. Förderbändern. Das Transportgut wird mit den während des Transportvorganges waagerecht bzw. horizontal positionierten Fördergutträgern gefördert. Auch werden die Fördergutträger während des gesamten Transportvorganges bzw. Fördervorganges horizontal geführt. Im Bereich der Umlenkzonen ist ein Überführen des zunächst ebenen Transportgutträgers in eine gekrümmte Form möglich, so dass die Umlenkzonen nur geringen Bauraum benötigen.

Ausführungsbeispiele

Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.

Es zeigen:

1 ein Ausführungsbeispiel eines Schrägförderers nach der Erfindung in schematischer Seitenansicht, wobei der Schrägförderer in zwei unterschiedlichen Neigungswinkeln zum Überbrücken unterschiedlicher Förderhöhen gezeigt ist und in der Stellung mit größerer Neigung lediglich der Verlauf und die Anordnung der Endlosantriebsmittel zu sehen ist,

2 eine perspektivische Darstellung des Schrägförderers gemäß 1, wobei die in der Figur links von dem Transportgutträger angeordneten Elemente, wie Endlosketten, Kettenführungen und dergleichen, zum Zwecke der Verdeutlichung nicht dargestellt sind,

3 eine vergrößerte Darstellung des oberen Endabschnittes der Förderstrecke des Schrägförderers nach 2,

4 in prinzipieller Schnittdarstellung und Seitenansicht den Schrägförderer gemäß 1 mit Antriebsmotor,

5 und 6 vergrößerte Darstellungen des Schrägförderers der 4 im Bereich der beiden Endabschnitte der Förderstrecke,

7 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Fördergutträgers in perspektivischer Darstellung,

8 den Fördergutträger der 7 in Seitenansicht,

9 den Fördergutträger der 7 in Draufsicht und

10 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Moduls des Fördergutträgers gemäß den 7, 8 und 9.

Der in den 1 bis 6 dargestellte Schrägförderer 10 dient zum Fördern von Transportgut wenigstens entlang einer schräg verlaufenden Transportstrecke 12 und weist eine Mehrzahl von Transportgutträgern 14 auf. Die Transportgutträger 14 sind entlang der Transportstrecke 12 stufig versetzt zueinander ausgerichtet. Weiterhin ist die Transportfläche 16 der Transportgutträger 14 entlang der Transportstrecke im Wesentlichen horizontal in einer xz-Ebene positioniert.

Mittels einer Antriebsvorrichtung 18 werden die Transportgutträger 14 entlang einer geschlossenen Bahnstrecke verfahren. Die Antriebsvorrichtung 18 weist unter anderem ein erstes und ein zweites Endlosantriebsmittel 22, 24 mit zugeordneten Kettenführungen 26 auf. Dabei dient das erste Endlosantriebsmittel 22 als Zugmittel 28 für die Transportgutträger 14 und das zweite Endlosantriebsmittel als Auflagemittel 30 für die Transportgutträger 14. Das erste und zweite Endlosantriebsmittel 22, 24 weisen jeweils ein Kettenpaar 32, 34; 36, 38 auf, deren Ketten 32, 34, 36, 38 jeweils seitlich des Transportgutträgers 14 in Kettenführungen 26 geführt sind und die Transportgutträger 14 zwischen sich einschließen.

Dabei werden die Endlosantriebsmittel 22, 24 mittels eines elektromotorischen Antriebs 74 und entsprechender Kettenräder synchron verfahren bzw. angetrieben. Wie beispielsweise aus den 1 und 3 ersichtlich ist, sind die Ketten 32 bis 38 des ersten und zweiten Endlosantriebsmittels 22, 24 wenigstens entlang der Transportstrecke 12 in z-Richtung und/oder x-Richtung versetzt zueinander angeordnet. Insbesondere ist das zweite Endlosantriebsmittel 24 weiter außen versetzt bezüglich der Transportgutträger 14 angeordnet als das erste Endlosantriebsmittel 22, wie dies insbesondere 2 und 3 zu entnehmen ist. Auch zeigt insbesondere 1, dass das erste Endlosantriebsmittel im Bereich des in 1 linken Seitenrandes der Transportträger 14 als Zugmittel 28 und das zweite Endlosantriebsmittel 24 im Bereich des in 1 rechten Seitenrandes an den Transportgutträger 14 als Auflagermittel 30 angreift.

Den 2, 3 sowie 7 und 9 ist zu entnehmen, dass die Transportgutträger 14 im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet sind, wobei im Bereich eines jeden Eckabschnittes 40, 42, 44, 46 eine der Endlosantriebsmittel 22, 24 bzw. Ketten 32, 34, 36, 38 angreift.

Auch zeigen die 7 bis 10 sowie 6, dass die Transportgutträger 14 aus einer Mehrzahl von gelenkig miteinander verbundenen Modulen 48 bestehen, wobei bevorzugt die Schwenkachsen 50 im Wesentlichen in x-Richtung ausgerichtet und bevorzugt der Schwenkwinkelbereich durch Anschlagmittel 52 limitiert ist, wie dies der 10 zu entnehmen ist. Dabei sind die Anschlagmittel 52 derart angeordnet und ausgebildet, dass die Module 48 der Transportgutträger 14 beim Verfahren entlang der Transportstrecke 12 nicht verschwenkbar und im Wesentlichen in der xz-Ebene positioniert sind, wie dies zum Beispiel aus 2 und 3 hervorgeht. Dabei sind die Anschlagmittel 52 in der Art angeordnet und ausgebildet, dass die Module 48 der Transportgutträger 14 im Bereich der beidseitig an die Transportstrecke 12 anschließenden Umlenkabschnitte 54, 56 mit einem Umlenkwinkel von bevorzugt 30 bis ca. 180 Grad gegeneinander verschwenkbar sind.

In Aufbau und Abmessungen sind die einzelnen Transportgutträger 14 des Schrägförderers 10 im Wesentlichen identisch aufgebaut und bestehen, insbesondere in Anpassung an den Einsatz im Bereich der Lebensmittelindustrie, aus Edelstahl.

Wie beispielsweise 1 und 4 zeigen, ist es vorteilhaft, dass an den Schrägförderer 10 ein Gurtförderer 72 anschließt.

Die im Wesentlichen rechteckförmigen Transportgutträger 14 besitzen bevorzugt zwei seitlich nach außen gerichtete Fortsätze 58, welche sich entlang der Transportstrecke 12 auf Auflagern 60, insbesondere Auflagerollen, des zweiten Endlosantriebsmittels 24 abstützen. Weiterhin sind die Transportgutträger 14 an dem ersten Endlosantriebsmittel 22 dauerhaft aber verschwenkbar, insbesondere mittels Transportlaschen 62, verbunden. Im Bereich zwischen den Endabschnitten der schrägen Transportstrecke 12 und den Umlenkabschnitten 54, 56 für die Transportgutträger 14 sind jeweils Schwenklager 64, 66, 68, 70 für die Kettenführungen des ersten und zweiten Endlosantriebsmittels 22, 24 angeordnet, um den Schrägförderer individuell bzgl. der jeweiligen Förderhöhe einstellen zu können. Eine Veränderung der Kettenlänge bedarf es dabei nicht.

Bei dem Schrägförderer 10 handelt es sich somit um eine Fördervorrichtung, mit der das Fördergut auf einer horizontal bzw. waagerecht ausgerichteten Transportfläche 16 nach oben oder unten gefördert werden kann. Der Schrägförderer 10 weist auf seinen einander gegenüberliegenden Seiten jeweils zwei in Kettenführungen 26 geführte Endlosantriebsmittel 22, 24 auf, wobei eine der Ketten als Schlepp- oder Zugkette 32, 34 dient und über eine Transportlasche 62 mit dem Transportgutträger 14 fest verbunden ist. Die der Schlepp- oder Zugkette zugeordnete Auflagekette 36, 38, welche durch das zweite Endlosantriebsmittel 24 gebildet wird, weist als Auflagerollen ausgebildete Auflager 60 auf, auf welchen sich seitlich nach außen abstehende Fortsätze 58 des Transportgutträgers 14 während der Aufwärts- oder Abwärtsbewegung entlang der Transportstrecke 12 abstützen.

Der Transportgutträger 14 besteht aus den mehreren gelenkig miteinander verbundenen Modulen 48, wobei jeder Modul eine beispielsweise aus Edelstahl bestehende Teilauflage aufweist. Die Module 48 oder auch die Auflagen der einzelnen Module 48 wirken derart miteinander zusammen, dass bei der Aufwärts- bzw. Abwärtsbewegung der Transportgutträger 14 entlang der Transportstrecke 12 ein Über- oder Durchbiegen der einzelnen Module 48 senkrecht nach unten verhindert ist und das Fördergut nicht abrutschen kann.

Die Zugketten 32, 34 und die Auflageketten 36, 38 laufen synchron, so dass dann, wenn die Transportgutträger 14 nach ihrer Umlenkung im Bereich der Umlenkabschnitte 54 oder 56 in der untersten Stellung des Schrägförderers 10 erneut ihre waagerechte Position eingenommen haben, die Auflagemittel 30 bereits unter die seitlichen Fortsätze 58 des Transportgutträgers 14 greifen.

Nachdem die über Transportlaschen 62 mit der Schlepp- oder Zugkette 32, 34 verbundenen Transportgutträger 14 nach oben gezogen wurden und die Schlepp- oder Zugkette mit der jeweiligen Transportlasche 62 die entsprechende Umlenkrolle überwunden hat, werden die Transportgutträger 14 auf Führungen in waagerechter Positionierung weiter verfahren oder gezogen. Anschließend erfolgt in dem Umlenkabschnitt 54, 56 eine Umlenkung der Schlepp- oder Zugkette, wobei sich gemäß einer vorteilhaften Ausführung in diesen Bereichen die Antriebsritzel für die Kette befinden. Während dieser Umlenkung werden die aus mehreren Modulen 48 bestehenden mehrgliedrigen Transportgutträger 14 in einer kreissegmentförmigen Führung geführt, so dass die gelenkig über die Transportlasche 62 an der Zug- oder Schleppkette angelenkten Transportgutträger 14 bei der Umlenkung nicht überschlagen kann.

Sodann erfolgt der Weitertransport des jeweiligen Transportgutträgers 14 mit einer im Wesentlichen in einer Ebene ausgerichteten Modulen 48 und zwar „auf dem Kopf", also in etwa um 180 Grad gedreht, wie dies 4 mit dem auf dem "Rückweg" befindlichen Transportgutträger 14 zu entnehmen ist.

Nach mehreren Umlenkungen gelangen die Transportgutträger 14 wieder in eine waagerechte Positionierung ihrer Transportflächen 16 am Beginn der Förderstrecke 12. Dort erfolgt die Aufgabe des Fördergutes auf die Transportgutträger 14.

An den Umlenkpunkten zwischen Schrägförderung und waagerechter Förderung sind jeweils Schwenklager 64, 66, 68, 70 für die Kettenführung 26 vorgesehen, wodurch der Schrägförderer auf unterschiedliche Neigungswinkel von beispielsweise 20 Grad bis ca. 80 Grad eingestellt werden kann. Da die geometrische Länge für die Ketten 32, 34, 36, 38 bei der Veränderung des Neigungswinkels gleich bleibt, müssen diese Ketten auch nicht durch Kürzung oder Verlängerung den individuellen Neigungswinkeln angepasst werden.

An der Aufgabe, beispielsweise am unteren Ende des Schrägförderers 10, ist ein Gurtförderer 72 für die Aufgabe des zu transportierenden Fördergutes auf den Schrägförderer 10 vorgesehen. Der Gurtförderer 72 weist einen Antriebsmotor mit daran angeordneten Spann- und Einschnürrollen auf, um einen möglichst großen Umschlingungswinkel für den Gurt auf der Antriebsrolle zu erhalten und damit im Wesentlichen einen Schlupf des Gurtes zu verhindern.

10
Schrägförderer
12
Transportstrecke
14
Transportgurtträger
16
Transportfläche
18
Antriebsvorrichtung
20
Bahnstrecke, geschlossen
22
erstes Endlosantriebsmittel
24
zweites Endlosantriebsmittel
26
Kettenführung
28
Zugmittel
30
Auflagemittel
32
Kette
34
Kette
36
Kette
38
Kette
40
Eckabschnitt
42
Eckabschnitt
44
Eckabschnitt
46
Eckabschnitt
48
Modul
50
Schwenkachse
52
Anschlagmittel
54
Umlenkabschnitt
56
Umlenkabschnitt
58
Fortsatz
60
Auflager
62
Transportlasche
64
Schwenklager
66
Schwenklager
68
Schwenklager
70
Schwenklager
72
Gurtförderer
74
Antriebsmotor


Anspruch[de]
Schrägförderer (10) zum Fördern von Transportgut wenigstens entlang einer schrägen Transportstrecke (12) mit Transportgutträgern (14), die entlang der Transportstrecke (12) stufig versetzt zueinander ausgerichtet sind, wobei der Transportgutträger (14) im Wesentlichen horizontal in einer xz-Ebene positioniert ist und die Transportgutträger (14) mittels einer Antriebsvorrichtung (18) entlang einer geschlossenen Bahnstrecke (20) verfahren werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (18) ein erstes und ein zweites Endlosantriebsmittel (22, 24) aufweist, wobei das erste Endlosantriebsmittel (22) als Zugmittel (28) für die Transportgutträger (14) und das zweite Endlosantriebsmittel (24) als Auflagemittel (30) für die Transportgutträger (14) ausgebildet ist. Schrägförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Endlosantriebsmittel (22, 24) jeweils ein Bandpaar, vorzugsweise Kettenpaar (32, 34; 36, 38) aufweist, deren Bänder bzw. Ketten (32, 34, 36, 38) jeweils seitlich des Transportgutträgers (14) in den Kettenführungen (26) geführt sind und diesen zwischen sich einschließen. Schrägförderer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Endlosantriebsmittel (22, 24) synchron verfahren oder angetrieben werden. Schrägförderer nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Endlosantriebsmittel (22, 24) wenigstens entlang der Transportstrecke (12) in z-Richtung und/oder x-Richtung versetzt angeordnet sind. Schrägförderer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportgutträger (14) im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet sind, wobei im Bereich eines jeden Eckabschnittes (40, 42, 44, 46) eine der Endlosantriebsmittel (22, 24) bzw. Ketten (32, 34, 36, 38) angreift. Schrägförderer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportträger aus einer Mehrzahl von gelenkig miteinander verbundenen Modulen (48) bestehen, wobei die Schwenkachsen (50) im Wesentlichen in x-Richtung ausgerichtet und der Schwenkwinkelbereich durch Anschlagmittel (52) begrenzt ist. Schrägförderer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagmittel (52) derart angeordnet und ausgebildet sind, dass die Module (48) der Transportgutträger (14) beim Verfahren entlang der Transportstrecken (12) nicht verschwenkbar und im Wesentlichen in der xz-Ebene positioniert sind. Schrägförderer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagmittel (52) derart angeordnet und ausgebildet sind, dass die Module (48) der Transportgutträger (14) im Bereich der beidseitig an die Transportstrecke (12) anschließenden Umlenkabschnitte (54, 56) mit einem Umlenkwinkel von bevorzugt ca. 30 Grad bis ca. 180 Grad gegeneinander verschwenkbar sind. Schrägförderer nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die im Wesentlichen rechteckförmigen Transportgutträger (14) zwei seitlich nach außen gerichtete Fortsätze (58) aufweisen, welche sich entlang der Transportstrecke auf Auflagern (60), insbesondere Auflagerollen, des zweiten Endlosantriebsmittels (24) abstützen. Schrägförderer nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportgutträger (14) des ersten Endlosantriebsmittels (22) dauerhaft, aber verschwenkbar, insbesondere mittels Transportlaschen (62), verbunden sind. Schrägförderer nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich zwischen den Endabschnitten der schrägen Transportstrecke (12) und den Umlenkabschnitten (54, 56) für die Transportgutträger (14) jeweils Schwenklager (64, 70) für die Führung (26) der ersten und zweiten Endlosantriebsmittel (22, 24) angeordnet sind. Schrägförderer nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportgutträger (14) in Aufbau und Abmessung im Wesentlichen identisch sind und bevorzugt aus Edelstahl bestehen. Schrägförderer nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Schrägförderer (10) bzw. dessen Förderstrecke (12) ein Gurtförderer (72) anschließt.






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