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Dokumentenidentifikation DE102006015831A1 11.10.2007
Titel Waschvorrichtung für eine Offset-Druckmaschine
Anmelder Technotrans AG, 48336 Sassenberg, DE
Erfinder Strobl, Klaus, 86570 Inchenhofen, DE;
Hillenbrand, Jürgen, 87757 Kirchheim, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 03.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006015831
Offenlegungstag 11.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse B41F 35/06(2006.01)A, F, I, 20060403, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 35/02(2006.01)A, L, I, 20060403, B, H, DE   
Zusammenfassung Waschvorrichtung für eine Offset-Druckmaschine mit mehreren Waschstellen an den Zylindern der Druckmaschine, mit einem Versorgungsystem für die Zufuhr von Wasser und Reinigungsmittel sowie Druckluft zum Aufsprühen eines Wasser-Reinigungsmittel-Gemisches (Waschmittels) auf die zu reinigenden Zylinderflächen, gekennzeichnet durch Ringleitungen (14, 16, 18) für Wasser, Reinigungsmittel und Druckluft, die von einer zentralen Versorgungseinrichtung (10) entlang allen potenziellen Waschstellen der Druckmaschine verlaufen, sowie eine Anzahl von modularen Wascheinheiten (20, 22) unmittelbar an den Waschstellen, die an die Ringleitungen (14, 16, 18) angekoppelt oder in diese eingeschlossen sind und Ventile (40, 42, 48, 50, 54) für die Abgabe von Wasser und Reinigungsmittel sowie Druckluft aufweisen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Waschvorrichtung für eine Offset-Druckmaschine mit mehreren Waschstellen an den Zylindern der Druckmaschine, mit einem Versorgungssystem für die Zufuhr von Wasser und Reinigungsmittel sowie Druckluft zum Aufsprühen eines Wasser-Reinigungsmittel-Gemisches (Waschmittels) auf die zu reinigenden Zylinderflächen.

Beim Offsetdruck befindet sich das Druckbild auf der Umfangsfläche eines sogenannten Plattenzylinders. Von diesem wird das Druckbild über einen mit einem Gummituch überzogenen weiteren Zylinder, den Gummituchzylinder, auf den Bedruckstoff übertragen. Gegendruckzylinder drücken den Bedruckstoff gegen den Gummituchzylinder, damit der Bedruckstoff das Druckbild aufnimmt.

Eine Waschvorrichtung dient dazu, die Zylinderoberfläche des Gummituchzylinders und des Gegendruckzylinders von Zeit zu Zeit mit einem Waschmittel zu besprühen und damit zu waschen. Während des Druckvorgangs sammelt sich nämlich auf den Oberflächen der Zylinder Schmutz an, der im wesentlichen aus Farbresten und Papierstaub besteht.

Für den Waschvorgang werden üblicherweise Waschgeräte verwendet, die unmittelbar an den betroffenen Zylindern montiert werden. Von einer zentralen Versorgungsstelle aus, die zumeist gebildet wird durch einen Waschmittelversorgungsschrank, werden in den einzelnen Waschstellen Wasser und Reinigungsmittel, die zu einem Waschmittel vermischt werden, zugeführt. Die Versorgung mit Waschmittel und Druckluft erfolgt über Leitungen oder Schläuche von dem Waschmittelförderschrank aus.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Waschvorrichtung der obigen Art zu schaffen, die es gestattet, die Anzahl der Schläuche und Leitungen zu einzelnen Waschstellen zu reduzieren und eine gleichmäßige Versorgung und gleiche Druckverhältnisse an allen Waschstellen zu gewährleisten.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine erfindungsgemäße Waschvorrichtung der obigen Art gekennzeichnet durch Ringleitungen für Wasser, Reinigungsmittel und Druckluft, die von einer zentralen Versorgungseinheit entlang allen potenziellen Waschstellen der Druckmaschine verlaufen, sowie eine Anzahl von modularen Wascheinheiten unmittelbar an den Waschstellen, die an die Ringleitungen angekoppelt oder in diese eingeschlossen sind und Ventile für die Abgabe von Wasser und Reinigungsmittel sowie Druckluft aufweisen.

Erfindungsgemäß wird ein geschlossenes Ringleitungssystem gebildet, in das die einzelnen modularen Wascheinheiten integriert sind oder an das sie angekoppelt sind. Auf diese Weise herrschen an allen Waschstellen gleiche Druckverhältnisse für die Waschmittelversorgung und die Druckluftversorgung und somit eine reproduzierbare Flüssigkeitsverteilung an den einzelnen Waschstellen. Durch dezentrale Wascheinheiten an jedem Druckwerk kann die Grösse der zentralen Versorgungseinheit erheblich reduziert werden. Es ist daher nicht notwendig, einen relativ großen und entsprechend sperrigen Versorgungsschrank in der Nähe der Druckmaschine unterzubringen.

Die für jedes Druckwerk benötigten Ventile werden in den einzelnen modularen Wascheinheiten vorgesehen, die jedem Druckwerk zugeordnet werden, so dass nur sehr kurze Wege zwischen den Ventilen und der eigentlichen Waschstelle bestehen. Eventuelle Dosierfehler sind sehr gering oder vollständig vernachlässigbar.

Die modularen Wascheinheiten können integrierte Kanäle in der Form von Bohrungen aufweisen.

Die einzelnen Wascheinheiten können im übrigen über einen Datenbus von einem zentralen Schaltschrank aus mit Steuerimpulsen für die Betätigung der Ventile versorgt werden.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

Die einzige Figur ist eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Waschvorrichtung.

In der Zeichnung ist eine Versorgungseinheit für Waschmittel und Druckluft mit 10 bezeichnet. Die Bezugsziffer 12 bezieht sich auf einen Maschinenleitstand, der einen Datenrechner und eine elektronische Steuerung aufnimmt.

Von der Versorgungseinheit gehen Leitungen 14, 16, 18 aus, über die Waschmittel, Wasser und Druckluft abgegeben werden. Parallel zu den Leitungen 14, 16, 18 verlaufen gestrichelte Linien, durch die nicht gesondert bezeichnete Rückleitungen wiedergegeben werden. Die Leitungen 14, 16, 18 sind als Ringleitungen ausgeführt, die sich über alle potenziellen Waschpositionen der Druckmaschine erstrecken.

Nach der Zeichnung sind in das Ringleitungssystem, das die Leitungen 14, 16, 18 und deren Rückleitungen umfaßt, modulartige Wascheinheiten 20, 22 integriert. In diesen Wascheinheiten befinden sich Kanäle 24, 26, 28.

Die Wascheinheiten 20, 22 werden einzelnen Druckwerken oder Waschstellen einer Druckmaschine zugeordnet.

Die Wascheinheiten 20, 22 sind beispielsweise rahmen- oder kastenförmige Gebilde, die von Leitungen 24, 26, 28 durchzogen werden, die in das gesamte Ringleitungssystem integriert werden können oder auch an dieses angekoppelt werden. Bei dem in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiel bilden die Leitungen 24, 26, 28 einen Teil des gesamten Ringleitungssystems.

In den Ringleitungen 14, 16, 18 befinden sich Überdruckventile 30, 32, 34, die dafür sorgen, dass der Innendruck in den Leitungen des Ringleitungssystems begrenzt wird und Druckspitzen vermieden werden.

Innerhalb der Wascheinheiten 20, 22 können an die Leitungen 24, 26, 28 Stichleitungen 36, 38 angeschlossen werden, die beispielsweise für die Zufuhr von Waschmittel von der Leitung 14 des Ringleitungssystems zu einer ersten Waschstelle sorgen. Beispielsweise führt die Stichleitung 36 Reinigungsmittel zu der Waschstelle am Gummituchzylinder zu, während die Stichleitung 38 für die Zufuhr von Wasser sorgt. In den beiden Leitungen befinden sich Ventile 40, 42, auf die später noch einmal eingegangen werden soll.

Weitere Stichleitungen 44, 46 gehen von der Ringleitungen 16 aus. Sie dienen der Zufuhr von Wasser zu der Waschstelle am Gummituchzylinder. In diese Stichleitungen 44, 46 befinden sich Ventile 48, 50.

An die Ringleitung 18, die Druckluft transportiert, ist eine Stichleitung 52 mit einem Ventil 54 angeschlossen.

Die Stichleitungen 36, 38, 44, 46 führen beispielsweise zu einer nicht dargestellten Sprühleiste, die parallel zu dem Gummituchzylinder verläuft und eine Anzahl von auf den Gummituchzylinder gerichteten Düsen aufweist. Wasser und Reinigungsmittel werden in diese Sprühleiste eingeleitet, und anschliessend wird Druckluft über die weitere Stichleitung 52 zugeführt, so dass die inzwischen hergestellte Mischung, die hier auch als Waschmittel bezeichnet werden soll, durch die Düsen ausgesprüht wird.

Die zweite Wascheinheit 22 dient beispielsweise zum Waschen des Gegendruckzylinders.

Natürlich ist in der Zeichnung nur ein Beispiel dargestellt. Bei großen Druckmaschinen läßt sich das an diesem Beispiel beschriebene Ringleitungssystem erheblich ausweiten. Bei größeren Maschinen ergeben sich die besonderen Vorteile der vorliegenden Erfindung in besonders deutlicher Weise.

Es wurde angegeben, dass sich in dem Maschinenleitstand 12 ein Datenrechner befindet, der die Möglichkeit bieten kann, über Steuerleitungen ein zentrales Mikroprozessor-Steuerventil zu bilden, das über Steuerleitungen 56, 58 die Steuerung der Ventile aller Wascheinheiten 20, 22 übernimmt.


Anspruch[de]
Waschvorrichtung für eine Offset-Druckmaschine mit mehreren Waschstellen an den Zylindern der Druckmaschine, mit einem Versorgungssystem für die Zufuhr von Wasser und Reinigungsmittel sowie Druckluft zum Aufsprühen eines Wasser-Reinigungsmittel-Gemisches (Waschmittels) auf die zu reinigenden Zylinderflächen, gekennzeichnet durch Ringleitungen (14, 16, 18) für Wasser, Reinigungsmittel und Druckluft, die von einer zentralen Versorgungseinheit (10) entlang allen potenziellen Waschstellen der Druckmaschine verlaufen, sowie eine Anzahl von modularen Wascheinheiten (20, 22) unmittelbar an den Waschstellen, die an die Ringleitungen (14, 16, 18) angekoppelt oder in diese eingeschlossen sind und Ventile (40, 42, 48, 50, 54) für die Abgabe von Wasser und Reinigungsmittel sowie Druckluft aufweisen. Waschvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die modulartigen Wascheinheiten (20, 22) rahmen- oder kastenförmig ausgebildet sind und integrierte Leitungen für Wasser, Reinigungsmittel und Druckluft aufweisen, von denen Stichleitungen (36, 38, 44, 46, 52) ausgehen, die zu den einzelnen Waschstellen führen. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine zentrale Mikroprozessorsteuerung (12) vorgesehen ist, die über Steuerleitungen (56, 58) mit den Ventilen (40, 42, 48, 50, 54) der einzelnen Wascheinheiten (20, 22) verbunden sind und diese steuern.






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