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Dokumentenidentifikation DE102006015909A1 11.10.2007
Titel Fahrzeugreifen
Anmelder Continental Aktiengesellschaft, 30165 Hannover, DE
Erfinder Friederici, Nadja Annette, 30177 Hannover, DE
DE-Anmeldedatum 05.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006015909
Offenlegungstag 11.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse B60C 19/00(2006.01)A, F, I, 20060405, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60C 23/04(2006.01)A, L, I, 20060405, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugreifen mit einem Laufstreifen, Seitenwänden und einem auf der Reifeninnenseite angeordneten Reifenmodul.
Um einen Fahrzeugreifen mit einem Reifenmodul bereitzustellen, bei dem das Reifenmodul auf eine einfache Weise mit dem Reifen verbunden wird, wird vorgeschlagen, dass
das Reifenmodul (3) mit einem netzartigen Haltemittel (4) dergestalt zwischen Reifeninnenseite (2) und Haltemittel (4) gehalten wird, dass die im Betriebszustand des Fahrzeugreifens auf das Reifenmodul (3) übertragenen mechanischen Spannungen minimiert werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugreifen mit einem Laufstreifen, Seitenwänden und einem auf der Reifeninnenseite angeordneten Reifenmodul.

Mit Transpondern versehene Reifenmodule werden im Reifen für verschiedene Aufgaben eingesetzt. Hierzu zählt insbesondere eine Reifenidentifikation, mit der ein Automobilhersteller u. a. schnell sowie automatisiert feststellen kann, aus welchem Reifenwerk ein bestimmter Reifen geliefert wurde und an welches Fahrzeug der Reifen montiert wurde. Andere Aufgaben können eine Luftdrucküberwachung, eine Temperaturmessung oder die Messung von mechanischen Spannungszuständen im Reifen umfassen. Moderne Transponder bestehen aus einem Elektronikbauteil bzw. -Chip, in dem Sensorelemente angeordnet sein können sowie aus einer an dieses Elektronikbauteil angeschlossenen Antenne. Ein Beispiel für einen solchen Transponder offenbart die DE 102 43 441 A1.

Ein Problem beim Einsatz von Reifenmodulen ist mit der Befestigung im Reifen verbunden. Aufgrund der hohen Raddrehzahlen im Fahrbetrieb und der daraus resultierenden mechanischen Belastung kann der Fall eintreten, dass das Reifenmodul sich loslöst und anschließend den Reifen erheblich beschädigt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fahrzeugreifen mit einem Reifenmodul bereitzustellen, bei dem das Reifenmodul auf eine einfache Weise mit dem Reifen verbunden wird.

Gelöst wird die Aufgabe gemäß den kennzeichnenden Merkmalen von Anspruch 1 dadurch, dass das Reifenmodul mit einem netzartigen Haltemittel dergestalt zwischen Reifeninnenseite und Haltemittel gehalten wird, dass die im Betriebszustand des Fahrzeugreifens auf das Reifenmodul übertragenen mechanischen Spannungen minimiert werden.

Ein Vorteil der Erfindung ist insbesondere darin zu sehen, dass die Verbindung mit dem netzartigen Haltemittel eine ausreichend hohe Verbindungsfestigkeit gewährleistet und zugleich eine einfache Verbindungslösung darstellt.

Des Weiteren wird mit dem netzartigen Haltemittel eine wiederlösbare Verbindung des Reifenmodules realisiert, wodurch das Reifenmodul beispielsweise bei einem Defekt leicht wieder ausgetauscht werden kann.

Ferner besteht keine feste Verbindung zwischen dem Reifenmodul und der Reifeninnenseite, wodurch nur geringe mechanische Spannungen auf das Reifenmodul übertragen werden können. Außerdem ist keine Vorbehandlung der Reifeninnenseite notwendig, da der Untergrund, auf dem das Reifenmodul anliegt, keine glatte Oberfläche besitzen muss. Das Reifenmodul kann auch dort platziert werden, wo sich Unebenheiten auf der Reifeninnenseite befinden, z. B. dort, wo die Entlüftungsrillen der Heizbälge Abdrücke auf der Reifeninnenseite hinterlassen haben. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die im Betriebszustand des Reifens auftretende Wärme im Laufstreifen und den darunter liegenden Bauteilen besser am Reifenmodul vorbei abgeleitet werden können, als das bei der herkömmlichen Befestigungsmethode eines Reifenmoduls mittels Kleben der Fall ist.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das netzartige Haltemittel aus einem flexiblen Material besteht. Durch das flexible Material des netzartigen Haltemittels kann das Reifenmodul mit einer gewissen Vorspannung gegen die Reifeninnenseite gedrückt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das flexible Material ein Textilstoff, ein Gummiwerkstoff oder Kunststoff ist. Derartige Werkstoffe eignen sich besonders, um eine geeignete Flexibilität des netzartigen Haltemittels zu gewährleisten.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Dehnung des netzartigen Haltemittels zu einer Öffnung im Haltemittel führt, durch die das Reifenmodul eingesetzt oder entfernt wird. Dadurch lässt sich das Reifenmodul auf eine einfache Art und Weise austauschen.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das netzartige Haltemittel in seinen Randbereichen nur punktuell mit der Reifeninnenseite verbunden ist. Auf diese Weise erhält das netzartige Haltemittel eine größere Flexibilität.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das netzartige Haltemittel in seinen Randbereichen ein umlaufendes Band aufweist, welches mit der Reifeninnenseite verbunden ist. Dieses umlaufende Band kann auf einfache Weise mit der Reifeninnenseite, z. B. durch eine Klebung verbunden werden.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das netzartige Haltemittel durch eine Klebung oder eine Vulkanisation mit der Reifeninnenseite verbunden ist. Diese Verbindungsarten sind einfach realisierbar.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das netzartige Haltemittel ein regelmäßiges Netz oder unregemäßiges Netz ist, welches eine Vielzahl einzelner Netzfilamente aufweist.

Anhand eines Ausführungsbeispieles soll die Erfindung näher erläutert werden.

Die 1 zeigt eine perspektivische Darstellung des Reifenabschnittes 1. Auf der Reifeninnenseite 2 ist im Reifenzenit das Reifenmodul 3 angeordnet, in dem u. a. ein Transponder mit einem aktiv sendenden Element und einem Speicher angeordnet ist. Auf dem Speicher werden reifenspezifische Daten, z. B. der Reifendruck etc., gespeichert, verarbeitet und an fahrzeug-interne oder -externe Empfänger weitergeleitet.

Das Reifenmodul 3 liegt auf der Reifeninnenseite 2 auf und wird von dem erfindungsgemäßen netzartigen Haltemittel 4 überdeckt. Das netzartige Haltemittel 4 ist in seinem Randbereich 5 mit der Reifeninnenseite 2 verbunden, vorzugsweise über eine Klebeverbindung und nur punktuell an einigen Stellen des Randbereiches 5. Ferner besteht das netzartige Haltemittel 4 aus einer Vielzahl von Netzfilamenten 6, die aus einem flexiblen Material bestehen und netzartig angeordnet sind. Das Reifenmodul 2 liegt sozusagen frei auf der Reifeninnenseite auf und wird durch das netzartige Haltemittel 4 auf der Reifeninnenseite 2 gehalten. Ein Einsetzen und Austauschen des Reifenmoduls 2 erfolgt vorzugsweise durch ein Auseinanderziehen der Netzfilamente 6, wodurch eine Öffnung entsteht, in die das Reifenmodul 2 hineingesteckt wird.

Die 2 zeigt eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen netzartigen Haltemittels 4 mit dem auf der Reifeninnenseite 2 angeordneten Reifenmodul 3. Die Netzfilamente 6 sind angespannt und drücken das Reifenmodul 2 mit einem leichten Druck gegen die Reifeninnenseite 2. Das netzartige Haltemittel 4 besitzt in seinen Randbereichen ein umlaufendes Band 7, welches beispielsweise durch Ösen 8 mit der Reifeninnenseite 2 verbunden wird.

1
Reifenabschnitt
2
Reifeninnenseite
3
Reifenmodul
4
Netzartiges Haltemittel
5
Randbereich
6
Netzfilamente
7
Umlaufendes Band
8
Ösen


Anspruch[de]
Fahrzeugreifen mit einem Laufstreifen, Seitenwänden und einem auf der Reifeninnenseite (2) angeordneten Reifenmodul (3) mit Elektronikbauteilen, dadurch gekennzeichnet, dass das Reifenmodul (3) mit einem netzartigen Haltemittel (4) dergestalt zwischen Reifeninnenseite (2) und Haltemittel (4) gehalten wird, dass die im Betriebszustand des Fahrzeugreifens auf das Reifenmodul (3) übertragenen mechanischen Spannungen minimiert werden. Fahrzeugreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das netzartige Haltemittel (4) aus einem flexiblen Material besteht. Fahrzeugreifen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Material ein Textilstoff, ein Gummiwerkstoff oder Kunststoff ist. Fahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Dehnung des netzartigen Haltemittels (4) zu einer Öffnung im Haltemittel (4) führt, durch die das Reifenmodul (3) eingesetzt oder entfernt wird. Fahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das netzartige Haltemittel (4) in seinen Randbereichen (5) nur punktuell mit der Reifeninnenseite (2) verbunden ist. Fahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das netzartige Haltemittel (4) in seinen Randbereichen (5) ein umlaufendes Band (7) aufweist, welches mit der Reifeninnenseite (2) verbunden ist. Fahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das netzartige Haltemittel (4) durch eine Klebung oder eine Vulkanisation mit der Reifeninnenseite (2) verbunden ist. Fahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das netzartige Haltemittel (4) ein regelmäßiges Netz oder unregemäßiges Netz ist, welches eine Vielzahl einzelner Netzfilamente (6) aufweist.






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