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Dokumentenidentifikation DE102006016593A1 11.10.2007
Titel Kommunikationseinrichtung für Fahrzeuge
Anmelder Bury GmbH & Co. KG, 32584 Löhne, DE
Erfinder Lemke, Jens, 32791 Lage, DE;
Schatz, Viktor, 32584 Löhne, DE
DE-Anmeldedatum 06.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006016593
Offenlegungstag 11.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse H04M 9/00(2006.01)A, F, I, 20060406, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04M 1/58(2006.01)A, L, I, 20060406, B, H, DE   H04M 1/62(2006.01)A, L, I, 20060406, B, H, DE   G06F 3/16(2006.01)A, L, I, 20060406, B, H, DE   G10L 15/20(2006.01)A, L, I, 20060406, B, H, DE   B60R 11/02(2006.01)A, L, I, 20060406, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine fahrzeuginterne Kommunikationseinrichtung (15, 15*) für die Insassen eines Fahrzeugs mit mindestens einem lokal positionierten Mikrofon und mindestens einem lokal positionierten Lautsprecher, die jeweils im vorderen und im hinteren Teil des Fahrzeugs angebracht sind, und einer elektronischen Steuerung (16, 16*), die über eine Geräuschfilterung, eine Echo-Unterdrückung, eine Lautstärkeanpassung und eine Rückkopplungsdämpfung verfügt, und die Tonsignale in einer rückgekoppelten Schleife bearbeitet, wobei sie mindestens ein rückwärts gerichtetes Fondmikrofon (1) und einen Fondlautsprecher (3) aufweist, die lokal vor mindestens einem Fondpassagier im oberen Bereich der Sitzlehne (6), vorzugsweise der Kopfstütze (2), eines vorderen Sitzes angebracht werden, mindestens einen Frontlautsprecher (4) und ein Frontmikrofon (1') aufweist, die auf die vorne sitzende Person ausgerichtet und lokal im vorderen Bereich angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine sprachunterstützende Kommunikationseinrichtung mit lokal positionierten Mikrofonen und Lautsprechern für eine geräuschvolle Umgebung in den Personen befördernden Fahrzeugen, die optional mit einer weiteren elektronischen Vorrichtung, vorzugsweise einer Freisprecheinrichtung, integrierbar ist.

Es sind Gegensprecheinrichtungen in Fahrzeugen bekannt, die vor allem dann Einsatz finden, wenn der Fahrgastraum von dem Fahrerraum zumeist mit einer Glasscheibe getrennt ist. Gegensprechanlagen werden ebenso in Häusern zur Fernkommunikation mit den Besuchern verwendet, wobei die Sprechrichtung durch eine manuell zu betätigende Taste festgelegt wird. Es sind ebenso Gegensprechanlagen bekannt, die ohne eine Gegensprechtaste auskommen, d.h. die Mikrofone und Lautsprecher auf beiden Seiten sind permanent aktiv, und die hierbei entstehenden Probleme mit der Rückkopplung sind mit technischen Mitteln, wie Echo- und Rückkopplungs-Unterdrückung minimiert.

In der US 2005/0058278 A1 ist eine fahrzeuginterne Kommunikationseinrichtung beschrieben, die mittels lokal platzierter Mikrofone und Lautsprecher die Stimmen der auf vorderen Plätzen sitzenden Insassen über die im Fondbereich platzierten Lautsprecher wiedergibt, während die Stimmen der Fondpassagiere mit den im Fondbereich platzierten Mikrofonen erfasst und durch die vorne platzierten Lautsprecher wiedergegeben werden. Die von einem Mikrofon erfassten Signale werden in einer rückgekoppelten Schleife mit dem durch einen Lautsprecher wiedergegebenen Ton einer Anzahl von digitalen Echo, das Rauschen und das Feedback reduzierenden Verfahren unterzogen. Die Veröffentlichung befasst sich vorwiegend mit den Rechenmethoden zur Bearbeitung des Tonsignals, und lässt es unbeantwortet wie und wo die Mikrofone und Lautsprecher anzuordnen sind, wobei außerdem nur eine in die Fahrzeugteile integrierte, nicht aber eine nachrüstbare, Einbaumöglichkeit als offenbart zu entnehmen ist.

Ferner sind ebenso Freisprecheinrichtungen in Fahrzeugen bekannt, die hauptsächlich oder ausschließlich dem Fahrer dienen. Es ist eine Freisprecheinrichtung der Fa. Iqua bekannt, die als ein Nachrüstgerät an den Standbeinen, bzw. Kopfstützenstäben einer Kopfstütze befestigt wird. Das Gerät enthält ein oder zwei Lautsprecher, ein Mikrofon, das an einem drehbaren seitlichen Arm positioniert ist, und ist entweder verschraubt oder mit einer umklammernden Vorrichtung seitlich auf die Standbeine einer Kopfstütze aufgesteckt. Das Telefon wird drahtlos per Bluetooth-Verbindung mit der Freisprecheinrichtung verbunden, und die Spannungsversorgung erfolgt durch eine aufladbare Batterie, die vorzugsweise durch ein an dem Zigarettenanzünder anschließbares Kabel geladen werden kann. Eine andere bekannte Freisprecheinrichtung benutzt ein zusätzlich an die Kopfstütze zu montierendes Kopfkissen, in dem ein Lautsprecher, ein Mikrofon und eine Steuerung einer Freisprecheinrichtung untergebracht sind. Eine Gegensprecheinrichtung zur Unterstützung einer Unterhaltung zwischen Fahrzeuginsassen ist hierbei nicht vorgesehen.

Bei steigender Geschwindigkeit wächst der Lärmpegel trotz guter Motorgeräuschdämmung infolge der Fahr- und Windgeräusche an und macht eine Unterhaltung unter den Passagieren und dem Fahrer schwieriger. Besonders die Passagiere im Fond müssen sich hierzu nach vorne beugen, eine unbequeme Sitzhaltung hierfür in Kauf nehmen, und sind bei einem potentiellen Unfall fast ohne Schutzsysteme einer größeren Unfallgefahr ausgesetzt, weil deren Gurte hierbei beispielsweise herausgezogen sind, und der Kopf sich näher an Innenflächen im Fahrzeug befindet. Das gilt eventuell auch bereits für die Benutzung einer Freisprecheinrichtung durch Fondpassagiere.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin insbesondere für die Fondpassagiere eine technische Hilfe so zu gestalten, dass eine ungezwungene Unterhaltung mit dem Fahrer und Beifahrer bei hohem Lärmpegel durch Fahrgeräusche möglich ist. Ferner soll die Einbindung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in eine vorhandene Freisprecheinrichtung ermöglicht, und die Nachrüstung besonders einfach gestaltet werden.

Die Aufgabe der Erfindung ist mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei ein Mikrofon und ein Lautsprecher hinter einer Kopfstütze eines vorderen Sitzes in einem Fahrzeug angebracht sind, ein zweiter Lautsprecher im vorderen Bereich der Kopfstütze und ein Mikrofon vor der Person im vorderen Sitz platziert sind. Die Mikrofone haben lokal ausgeprägte Richtcharackteristiken damit sie möglichst nur im Bereich des Gesichts einer Person aufnehmen. Das zum Fondpassagier gerichtete Mikrofon dient der Aufnahme der Sprachsignale des Fondpassagiers, und der zu ihm gerichtete Lautsprecher gibt die Sprache des vorn Sitzenden wieder. Die Sprache des vorn Sitzenden wird durch das zweite Mikrofon im vorderen Bereich aufgenommen, und die Sprache des Fondpassagiers wird durch einen vorn positionierten Lautsprecher für den vorne Sitzenden wiedergegeben. Auf diese Weise wird die Sprache jeweils gegenseitig lokal gerichtet aufgenommen und wiedergegeben, wodurch die Geräusche im Fahrzeug effektiv übertönt werden. Zusätzlich steuert eine elektronische Steuerung Geräusche und Rückkopplung dämmende Korrekturen, sowie eine Anpassung an den Geräuschpegel bei. Es wird also in einer geräuschvollen Umgebung lokal begrenzt eine mit technischen Mitteln verbesserte Sprachübermittlung geschaffen. Die Anbringung der Mikrofone und Lautsprecher in oder auf den Sitzlehnen, bzw. Kopfstützen der vorderen Sitze ergibt Vorteile insbesondere für die Nachrüstmöglichkeit, und die Mikrofone sind zugleich bestens lokal positioniert.

In einer ersten vorteilhaften Ausführung der Erfindung sind die Bestandteile der erfindungsgemäßen Kommunikationseinrichtung unter den Stoffbezug einer Kopfstütze im Fahrzeug integriert, wobei sowohl ein aufziehbarer Kopfstützenbezug, als auch eine werksseitige integrierte Lösung vorgeschlagen sind. Bei einem nachrüstbaren Kopfstützenbezug wird die Spannungsversorgung mittels eines spiralgewundenen Kabels gegeben, der die Höhenanpassung der Kopfstütze ausgleicht, und ferner durch den Sitz hindurch verlegt wird.

Eine weitere vorteilhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Kommunikationseinrichtung integriert alle ihre genannten Bestandteile, bis auf ein externes Mikrofon, in einem Gerätegehäuse, das lösbar an den Kopfstützenstäben einer Kopfstütze angebracht wird. Hierdurch müssen nicht viele in Größe und Beschaffenheit verschiedenen Kopfstützenbezüge hergestellt werden, sondern nur ein universell nachrüstbares Gerät. Die Befestigung dieses Gerätes erfolgt auf vielfältige Weise, die je nach Anforderung ihre Vorteile bietet. Zum einen sind Gurtvorrichtungen, die an den Kopfstützenstäben eingehängt werden, und zum anderen Schraubbefestigungen, so wie eine einfache Steckbefestigung, die lediglich die Sitzlehne von oben in einer Art Klammervorrichtung umfasst, vorgeschlagen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung wird die Kommunikationseinrichtung in einem Gehäuse untergebracht, das in der Mitte zwischen den Fondpassagieren, vorzugsweise auf der mittleren Konsole, untergebracht wird. Hierdurch wird die Anzahl der Kommunikationseinrichtungen von zwei auf nur eine reduziert. Das Gehäuse der Kommunikationseinrichtung ist hierbei vorteilhaft so zu gestalten, dass es gleichermaßen gut an einer der Sitzlehnen, wie auch an der Konsole zwischen den vorderen Sitzen eines PKW angebracht werden kann.

Das kompakte Gerät der Kommunikationseinrichtung erhält vorzugsweise eine autonome Spannungsversorgung, damit bei einer Nachrüstung keine Kabel verlegt werden müssen. Das externe Mikrofon im vorderen Bereich muss dann konsequenterweise ebenso kabellos ausgeführt werden, was vorteilhaft durch eine autonome Spannungsversorgung und eine drahtlose Übertragung der aufgenommenen Sprache zu der Kommunikationseinrichtung erfolgt. Das externe Mikrofon erhält hierzu eine Sendeeinheit, und die Kommunikationseinrichtung eine Empfangseinheit, die vorzugsweise nach einem verbreiteten Standard kommunizieren, beispielsweise nach Bluetooth-Standard.

Um in einem Fahrzeug die erfindungsgemäße Kommunikationseinrichtung platzsparend unterzubringen wird ferner vorgeschlagen sie in eine Freisprecheinrichtung zu integrieren, und hierdurch die Audiogeräte und Elektronik vorteilhaft für beide Zwecke zu benutzen. Vor allem aber um zusätzlich die Einbeziehung der Fondpassagiere in ein Telefongespräch in einer geräuschvollen Umgebung zu verbessern, wird die erfindungsgemäße Kommunikationseinrichtung derart eingesetzt, dass die Stimme des Telefongesprächspartners gesondert verstärkt und mit Korrekturen versehen zu dem lokalen im Fond platzierten Lautsprecher geführt wird, und die lokal im Fond aufgenommene Stimme des Fondpassagiers in die Telefonleitung eingespeist wird. Die gegen Umgebungsgeräusche gerichteten Funktionen der erfindungsgemäßen Kommunikationseinrichtung werden erfindungsgemäß auch beim Telefonieren durch die Freisprecheinrichtung eingesetzt, so dass ein Fondpassagier ohne Mühe an einem Telefongespräch im Fahrzeug teilnehmen kann. Die in einer Freisprecheinrichtung vorhandene Radiostummschaltung durch ein aufkommendes Gespräch wird hierbei auch für die erfindungsgemäße Kommunikationseinrichtung eingesetzt und hierzu die Spracheingabe an einem der Mikrofone benutzt.

Neben rechnerischen Methoden die Rückkopplungs- und Echoeffekte zu bekämpfen, was insbesondere wegen örtlicher Nähe zwischen Mikrofon und Lautsprecher schwierig ist, werden Richtmikrofone mit besonders angepassten Richtcharackteristiken eingesetzt.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einiger vorteilhafter Ausführungsbeispiele dargestellt. Gleiche oder gleich wirkenden Teile werden hierbei durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet.

1 zeigt eine in eine Kopfstütze integrierte Kommunikationseinrichtung

2 zeigt eine als Gerät ausgeführte Kommunikationseinrichtung

3 zeigt eine weitere als Gerät ausgeführte Kommunikationseinrichtung

4 zeigt eine an der Sitzlehne umklammernd zu befestigende Kommunikationseinrichtung

5 zeigt eine mittels Hacken anzubringende Kommunikationseinrichtung

6 zeigt eine mittels einer Gurtvorrichtung anzubringenden Kommunikationseinrichtung

7 zeigt ein prinzipielles Schema einer Kommunikationseinrichtung

8 zeigt ein prinzipielles Schema für zwei verbundene Kommunikationseinrichtungen

In 1 ist eine in den Stoffbezug der Kopfstütze 2 integrierte Kommunikationseinrichtung zu sehen, die entweder in einen auf die Kopfstütze aufzuziehenden Bezug, oder werksseitig in der Kopfstütze installierbar ist. Die Kommunikationseinrichtung besteht aus einem Mikrofon 1 und einem Fondlautsprecher 3, die auf der Rückseite der Kopfstütze angebracht sind. Sie bedienen den hinter dem Sitz sitzenden Passagier, beispielsweise einen Fondpassagier in einem PKW. Auf der vorderen Seite der Kopfstütze seitlich in der Nähe eines Ohrs der auf dem vorderen Sitz sitzenden Person ist ein weiterer Lautsprecher, ein Frontlautsprecher 4 untergebracht, über den die durch das Mikrofon 1 aufgenommene Sprache des Fondpassagiers wiedergegeben wird. Die Sprache der im vorderen Sitz sitzenden Person wird durch ein Mikrofon 1' aufgenommen und mittels des Fondlautsprechers 3 für den Fondpassagier wiedergegeben. Eine nicht abgebildete elektronische Steuerung übernimmt die nötige Zuordnung und sorgt dafür, dass Echo- und Rückkopplungseffekte unterdrückt und ausgeglichen werden. Weitere Funktionen der elektronischen Steuerung sind eine Anpassung der Lautstärke an den Lärmpegel und Kompensierung der störenden Geräusche mit rechnerischen Mitteln.

Die Spannungsversorgung erfolgt bei einem Nachrüstprodukt mittels eines vorzugsweise flexibel ausziehbaren spiralgewundenen Kabels 7 vom Bordnetz des Fahrzeugs, oder mittels eines integrierten Kabels bei einem werksseitig eingebauten Produkt. Das Mikrofon 1' ist im Bereich der Sonnenblende oder an geeigneter Stelle im Cockpit zur Erfassung der Sprache der vorne sitzenden Person anzubringen, und ist in der dargestellten Lösung per Kabel 1'' mit der elektronischen Steuerung verbunden, die zentral verbaut sein kann, z.B. unter einem Sitz, oder im Fußraum bei den anderen Elektronikvorrichtungen. Der Bezug einer nachrüstbaren Lösung wird aus einem dehnbaren Stoff hergestellt, um die Größenanpassung an verschiedene Fahrzeugtypen zu gewährleisten.

In 2 ist eine weitere erfindungsgemäße Einrichtung einer Kommunikationseinrichtung zu sehen, die in einem Gehäuse 8 als eine kompakte Vorrichtung ausgeführt ist. Das Gehäuse 8 ist hierbei an einem Kopfstützenstab 5' mittels einer Befestigungsvorrichtung 8' lösbar angebracht. Es enthält auf der zum Fond gerichteten Seite einen Fondlautsprecher 3 und ein Mikrofon 1. Auf der anderen Seite der Befestigungsvorrichtung 8' ist ein Frontlautsprecher 4 angebracht, so dass die gesamte Einrichtung kompakt in einem Gehäuse Platz findet. Vorteilhaft ist es hierbei, auf eine Kabelverlegung zu verzichten und eine autonome Spannungsversorgung in dem Gehäuse 8, vorzugsweise durch eine Batterie, vorzusehen. Lediglich das Mikrofon zur Sprachaufnahme der vorne sitzenden Person ist außerhalb des Gehäuses 8 vorzusehen, und die Signalübertragung drahtlos mittels eines Sendemoduls beim Mikrofon 1 und eines Empfangmoduls im Gehäuse 8 auszuführen. In diesem Fall ist das Mikrofon vorzugsweise in einer nichtdargestellten Einheit mit einem Sendemodul und einer autonomen Spannungsversorgung ausgeführt, damit bei einem nachträglichen Einbau keine Kabel verlegt werden müssen. Die autonomen Spannungsversorgungen in dem Gehäuse 8 und in der Mikrofoneinheit sind vorzugsweise Batterien, die entweder ersetzt oder aufgeladen werden.

In der 3 ist eine weitere vorteilhafte Ausführung der Erfindung zu sehen, die eine erfindungsgemäße Kommunikationseinrichtung in einem Gerätegehäuse realisiert. Das Gehäuse 8 ist hierbei vorteilhaft in der Breite ausgeweitet und deckt die beiden Kopfstützenstäbe 5' und 5'' ab. Die Befestigungsvorrichtung 8' ist hierbei zur Anbringung an beiden Kopfstützenstäben 5' und 5'' ausgeführt, und kann vorzugsweise als eine Gurtvorrichtung oder eine zu schraubende Vorrichtung ausgeführt werden. Im Gehäuse 8 ist auch hierbei ein Fondlautsprecher 3, ein Fondmikrofon 1, eine elektronische Steuerung 16 und gegebenenfalls eine Empfangseinheit zum Empfang der Sprachsignale von dem vorne platzierten Mikrofon 1'. Ein Schalter 9 ermöglicht das Ein- und Ausschalten der Kommunikationseinrichtung. Die Anschlussbuchse 10 dient vorzugsweise dem Anschluss an das Stromnetz des Fahrzeugs, um die interne Batterie aufzuladen. Die Signalübertragung von dem externen Mikrofon erfolgt wie unter 2 beschrieben vorzugsweise drahtlos, kann aber auch per Kabelverbindung erfolgen.

In 4 a) ist eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung zu sehen, wobei eine besonders einfache Anbringung des Gerätegehäuses an der Sitzlehne 6 vorgeschlagen ist. Hierzu ist am Gehäuse 8 ein Brückenteil 11 ausgebildet mit dem die Vorrichtung an die Sitzlehne angelegt wird. Das Gehäuse 8 enthält auch hierbei einen Fondlautsprecher 3, ein Mikrofon 1, eine elektronische Steuerung, einen Frontlautsprecher 4 und vorzugsweise eine autonome Spannungsversorgung.

Unter 4 b) ist in der Frontansicht ein an dem Brückenteil 11 anschließender Bügel 12 zu sehen, mit dem das Gerät die Polsterung der Sitzlehne 6 umfasst. Der Bügel 12 ist hierzu vorzugsweise federnd auszuführen, damit er sich an die Abmessungen der Sitzlehne anpasst. Alternativ ist der Bügel 12 verschieb- und fixierbar in dem Brückenteil 11 auszuführen, damit eine zuverlässige Befestigung des Gerätes an der Sitzlehne ermöglicht wird. Der Bügel 12 drückt sich in den Stoff des Sitzes und stellt daher keine Störung für den Rücken der Person dar.

In 5 ist eine weitere vorteilhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Kommunikationseinrichtung dargestellt, wobei die Befestigung des Gehäuses 8 mittels zweier an die Kopfstützenstäbe 5' und 5'' anzuschließender Einhängevorrichtungen 13' und 13'' erfolgt. Diese Einhängevorrichtungen sind im einfachsten Fall lediglich Haken, und können vorteilhaft auch als Karabinerhaken ausgeführt werden. Das Brückenteil 11 dient hierbei der Positionierung des Frontlautsprechers 4 im vorderen Bereich der Sitzlehne 6. Die übrigen Funktionen und technischen Merkmale sind wie zuvor beschrieben umgesetzt.

6 zeigt eine vorteilhafte Ausbildung der erfindungsgemäßen Kommunikationseinrichtung, die über zwei Frontlautsprecher 4 und 4' verfügt und mittels einer Gurtvorrichtung 14 an beiden Kopfstützenstäben 5' und 5'' befestigt ist. Diese Befestigungsart ist besonders einfach und die zwei Brückenteile 11 und 11' liegen an der Sitzlehne 6 von oben an. Die Verwendung von zwei in lokaler Nähe angebrachten Lautsprechern verbessert die Hörqualität erheblich, da hierdurch beide Ohren des Insassen gleichermaßen einbezogen werden.

7 zeigt eine schematische Darstellung einer vorteilhaften erfindungsgemäßen Kommunikationseinrichtung 15, die eine zentrale Steuerung 16 aufweist, und sich auf die Beifahrerseite und den hinter ihm angeordneten Fondpassagier ausweitet. Sie weist eine elektronische Steuerung 16 auf, an die zwei, jeweils eine linksseitige 15 und eine rechtsseitige 15', Kommunikationseinrichtungen angeschlossen sind. Die zentrale Steuerung 16 ist hierdurch in der Lage einen beliebigen Sitzplatz tontechnisch über einen lokalen Mikrofon (1, 1', 1*, 1'*) zu erfassen und für alle anderen Insassen über deren lokalen Lautsprecher (3, 4, 3*, 4*) nach einer in der Steuerung 16 ausgeführten Tonkorrektur wiederzugeben. Es bedeutet, dass über alle Mikrofon-Lautsprecherkombinationen eine rückgekoppelte Korrektur der Geräusche, Echo- und Rückkopplungseffekte in der zentralen Steuerung 16 abläuft.

Hierzu verfügt die linksseitige Kommunikationseinrichtung 15 über ein Frontmikrofon 1', der vor dem vorderen Kopfstützenbereich 18, beispielsweise an der Sonnenblende befestigt, positioniert ist. Unmittelbar an dem vorderen Kopfstützenbereich 18 ist ein Frontlautsprecher 4 angebracht, und umseitig von ihm rückwärts ausgerichtet ein Fondmikrofon 1 und Fondlautsprecher 3, die auf den hinteren Kopfstützenbereich 19 ausgerichtet sind. Rechtsseitig, bei der Kommunikationseinrichtung 15*, sind die gleichen Elemente noch mal für die benachbarten Sitzplätze vorhanden und mit den mit Sternchen versehenen gleichlautenden Kennziffern gekennzeichnet.

An einem externen Anschluss 17 der Steuerung 16 kann eine weitere fahrzeuginterne elektronische Einrichtung angeschlossen werden. Insbesondere eine Freisprecheinrichtung ist hierfür vorteilhaft kombinierbar. Es können beispielsweise die lokal installierten Mikrofone und Lautsprecher der Kommunikationseinrichtung für die Freisprecheinrichtung bei einem für alle Insassen hörbaren Telefongespräch benutzt werden, und hierbei die Einflusse der Umgebungsgeräusche durch die in der Steuerung der Kommunikationseinrichtung vorhandenen Systeme unterdrückt bzw. verhindert werden.

Ferner wird in einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung eine nicht abgebildete Bedieneinheit an die zentrale Steuerung angeschlossen werden, die dazu dient einzelne den Sitzplätzen zugeordneten Mikrofon-Lautsprecherkombinationen ab- und einzuschalten, um deren Beitrag zur Geräuscherzeugung auszuschließen, wenn sie nicht benötigt werden.

In 8 ist eine weitere vorteilhafte schematische Anordnung erfindungsgemäßer Kommunikationseinrichtung dargestellt, die ebenso aus einer linkseitigen und einer rechtsseitigen Kommunikationseinrichtung 15 und 15* besteht. Hierbei verfügt jede Seite über eine eigene Steuerung 16 und 16*, die miteinander durch eine Kommunikationsverbindung 20 verbunden sind. Über die Kommunikationsverbindung 20 tauschen die beiden Steuerungen 16 und 16* sowohl Steuer-, wie auch Tonsignale aus, um hierdurch beliebige Kombinationen aus einem temporär tonaufnehmenden Mikrofon und allen Lautsprechern steuern und korrigieren zu können. Diese schematische Anordnung ermöglicht besonders vorteilhaft die Ausführung der erfindungsgemäßen Kommunikationseinrichtung in der Gestalt eines kompakten Gerätes, das in einem Gehäuse 8, wie in einer der 2 bis 6 dargestellt untergebracht ist, da dann kein zusätzliches Gerät mit einer zentralen Steuerung und allen Verbindungskabeln verbaut werden muss. Vorteilhaft ist die Kommunikationsverbindung 20 zwischen zwei erfindungsgemäßen Kommunikationseinrichtungen drahtlos auszuführen, und hierzu beispielsweise der verbreitete Bluetooth-Standard zu verwenden.

Alle übrigen Elemente, Mikrofone 1, 1', 1*, 1'* und Lautsprecher 3, 4, 3*, 4* sind hierbei mit gleichen, wie zuvor in 7, Kennziffern bezeichnet und um die vorderen und hinteren Kopfstützenbereiche 18, 19, und 18*, 19* ausgerichtet angebracht.

1
Fondmikrofon
1'
Frontmikrofon
1''
Kabel des Frontmikrofons
2
Kopfstütze
3
Fondlautsprecher
4, 4'
Frontlautsprecher
5', 5''
Kopfstützenstäbe
6
Sitzlehne
7
Kabel
8
Gehäuse
8'
Befestigungsvorrichtung
9
Schalter
10
Anschlussbuchse
11
Brückenteil
12
Bügel
13', 13''
Einhängevorrichtungen
14
Gurtvorrichtung
15, 15*
Kommunikationseinrichtung
16, 16*
Steuerung
17, 17*
externer Anschluss
18, 18*
vorderer Kopfstützenbereich
19, 19*
hinterer Kopfstützenbereich
20
Kommunikationsverbindung


Anspruch[de]
Eine fahrzeuginterne Kommunikationseinrichtung (15, 15*) für die Insassen eines Fahrzeugs mit mindestens einem lokal positionierten Mikrofon und mindestens einem lokal positionierten Lautsprecher, die jeweils im vorderen und im hinteren Teil des Fahrzeugs angebracht sind, und einer elektronischen Steuerung (16, 16*), die über eine Geräuschfilterung, eine Echo-Unterdrückung, eine Lautstärkeanpassung und eine Rückkopplungsdämpfung verfügt, und die Tonsignale in einer akustisch rückgekoppelten Schleife bearbeitet, gekennzeichnet dadurch, dass sie mindestens ein rückwärts gerichtetes Fondmikrofon (1) und mindestens einen Fondlautsprecher (3) aufweist, die lokal vor mindestens einem Fondpassagier im oberen Bereich der Sitzlehne (6), vorzugsweise der Kopfstütze (2), eines vorderen Sitzes angebracht werden, mindestens einen Frontlautsprecher (4) und mindestens ein Frontmikrofon (1') aufweist, der auf die vorne sitzende Person ausgerichtet und lokal vor dem Sitz im Bereich des Fahrzeugs angeordnet ist. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestandteile der Kommunikationseinrichtung, mindestens ein Fondlautsprecher (3), mindestens ein Frontlautsprecher (4) und mindestens ein Fondmikrofon (1), in den Bezug der Kopfstütze (2) mindestens eines Sitzes integriert sind. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an die elektronische Steuerung (16) mehrere Kommunikationseinrichtungen (15, 15*) anschließbar sind. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestandteile der Kommunikationseinrichtung, die elektronische Steuerung (16), Fondlautsprecher (3), Frontlautsprecher (4) und Fondmikrofon (1) in einem Gehäuse (8) untergebracht sind, und ein externer Frontmikrofon (1') an die elektronische Steuerung (16) drahtlos oder drahtgebunden angeschlossen ist. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (8) an der Rückseite der Sitzlehne (6), vorzugsweise an den Kopfstützenstäben (5' und 5'') der Kopfstütze (2), angebracht wird. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (8) zwischen den vorderen Sitzen, vorzugsweise im Konsolenbereich, angebracht wird. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (8) der Kommunikationseinrichtung an mindestens einem der Kopfstützenstäbe (5' oder 5'') einer Kopfstütze (2) mittels mindestens einer flexiblen Einhängevorrichtung (13') befestigt wird. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (8) der Kommunikationseinrichtung (15) an mindestens einem der Kopfstützenstäbe (5' oder 5'') einer Kopfstütze (2) mittels mindestens einer Schraubbefestigung angebracht wird. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (8) mit einem Brückenteil (11) ausgestattet ist, in dem ein Frontlautsprecher (4) untergebracht ist, und mindestens ein Bügel (12) die Sitzlehne (6) kraftschlüssig umfasst. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und einem der vorher stehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuerung (16) der Kommunikationseinrichtung (15) mit mindestens einer weiteren elektronischen Steuerung (16*) einer zweiten Kommunikationseinrichtung (15*) über eine Kommunikationsverbindung (20) verbindbar ist. Eine Kommunikationseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinrichtung von einer autonomen Spannungsversorgung, vorzugsweise einer aufladbaren Batterie, mit Spannung versorgt wird. Eine Kommunikationseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinrichtung von dem Bordnetz des Fahrzeugs mit Spannung versorgt wird. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung der Kommunikationseinrichtung durch einen Schalter (9) erfolgt. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung der Kommunikationseinrichtung (15, 15*) durch Spracherkennung erfolgt. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuerung eine Empfangseinheit, und das externe Mikrofon (1') eine Sendeeinheit enthalten. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das externe Mikrofon (1') eine autonome Spannungsversorgung aufweist. Eine Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestandteile der Kommunikationseinrichtung in eine für eine Telefonverbindung eingerichtete Freisprecheinrichtung integriert sind, und die gegen die Umgebungsgeräusche gerichteten Funktionen der Kommunikationseinrichtung beim Telefonieren verwendet werden. Ein Verfahren zum Betreiben der Kommunikationseinrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere zur Gewährleistung einer anstrengungslosen Unterhaltung zwischen Insassen im Fondbereich und auf den vorderen Sitzen eines Fahrzeugs, gekennzeichnet dadurch, dass die Stimme mindestens eines sprechenden Insassen von einem in seiner Nähe, vorzugsweise im oberen Bereich einer Sitzlehne, lokal platzierten Mikrofons (1, 1') erfasst und durch mindestens einen Lautsprecher (3, 4, 3* oder 4*) wiedergegeben wird, der in örtlicher Nähe des anderen Insassen platziert ist, und die hierbei aufgenommenen Audiosignale in einer elektronischen Steuerung eine Geräuschfilterung, eine Echo- und Rückkopplungs-Unterdrückung, sowie eine Anpassung der Lautstärke an den Geräuschpegel erfahren, wobei hierzu permanent der Geräuschpegel gemessen wird. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die von mindestens einem Mikrofon aufgenommenen Audiosignale in der elektronischen Steuerung eine raumangepasste Richtcharakteristik durchlaufen.






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