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Dokumentenidentifikation DE102006017991A1 11.10.2007
Titel Verfahren zum Waschen eines Kraftfahrzeugs, Waschstrasse und Wascheinrichtung
Anmelder Holz Autowasch-Technik GmbH, 89250 Senden, DE
Erfinder Holz, Andreas, 89250 Senden, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 07.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006017991
Offenlegungstag 11.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse B60S 3/06(2006.01)A, F, I, 20060407, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird ein Verfahren zum Waschen eines Kraftfahrzeugs in einer Waschstrasse beschrieben, bei dem ein Kraftfahrzeug mittels einer Fördereinrichtung in einer Förderrichtung an mehreren, in Reihe angeordneten Wascheinrichtungen vorbeigeführt wird, wobei die folgenden Schritte vorgesehen sind: Durchführen einer mechanischen Vorwäsche des Kraftfahrzeugs mit ersten, flexiblen Waschkörpern einer ersten Wascheinrichtung, die in Berührkontakt relativ zu dem, insbesondere mit einem Waschfluid benetzten, Kraftfahrzeug bewegt werden und die aufgrund einer Waschfluidaufnahmefähigkeit kleiner 40 Gewichtsprozent bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers eine schonende Schmutzpartikelbeseitigung gewährleisten, Durchführen einer mechanischen Hauptwäsche des Kraftfahrzeugs mit zweiten, flexiblen Waschkörpern einer zweiten Wascheinrichtung, die in Berührkontakt relativ zu dem, insbesondere mit einem Waschfluid benetzten, Kraftfahrzeug bewegt werden und die aufgrund einer Waschfluidaufnahmefähigkeit größer 40 Gewichtsprozent bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers eine wirkungsvolle Schmutzschichtbeseitigung gewährleisten.

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet und Stand der Technik

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Waschen eines Kraftfahrzeugs in einer Waschstrasse, bei dem ein Kraftfahrzeug mittels einer Fördereinrichtung in einer Förderrichtung an mehreren, in Reihe angeordneten Wascheinrichtungen vorbeigeführt wird, eine Waschstrasse, die insbesondere zur Durchführung des Verfahrens vorgesehen ist, sowie eine Wascheinrichtung, insbesondere für eine Waschstrasse.

Eine bekannte Waschstrasse, die die Durchführung eines bekannten Waschverfahrens ermöglicht, weist eine Fördereinrichtung in der Art eines längs der Waschstrasse umlaufenden Förderbandes auf, das für einen Eingriff an zumindest ein Rad eines Kraftfahrzeugs vorgesehen ist und das eine Übertragung einer Förderbewegung auf das Kraftfahrzeug ermöglicht. Mit Hilfe der Fördereinrichtung wird das Kraftfahrzeug an mehreren, in Reihe hintereinander angeordneten Wascheinrichtungen vorbeigeführt und dabei unterschiedlichen Waschvorgängen unterzogen.

Es ist bekannt, zunächst eine kontaktlose Vorwäsche mit einer Sprüheinrichtung vorzunehmen, die die zu reinigende Oberfläche des Kraftfahrzugs mit einem druckbeaufschlagten Waschfluid besprüht, wodurch grobe Verunreinigungen abgespült werden können. Nach Passieren der Vorwäsche wird das Kraftfahrzeug an einer Wascheinrichtung vorbeigeführt, die für eine mechanische Hauptwäsche vorgesehen ist und die zumindest eine mit Waschkörpern bestückte Waschbürste mit einer rotierenden Bewegung über die Oberfläche des Kraftfahrzeugs führt. Dabei werden Schmutzpartikel, die bei der Vorwäsche nicht entfernt wurden, durch die Reibung der Waschkörper der Waschbürste auf der Oberfläche des Kraftfahrzeugs beseitigt. Anschließend wird das Kraftfahrzeug an einer Gebläseeinrichtung vorbeigeführt, die eine Trocknung der Oberfläche bewirkt.

Aufgabe und Lösung

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Waschen eines Kraftfahrzeugs, eine Waschstrasse und eine Wascheinrichtung zu schaffen, die eine schonende Reinigung der Oberfläche des Kraftfahrzeugs gewährleisten.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird diese Aufgabe durch ein Verfahren der eingangs genannten Art gelöst, bei dem die folgenden Schritte vorgesehen sind:

Durchführen einer mechanischen Vorwäsche des Kraftfahrzeugs mit ersten, flexiblen Waschkörpern einer ersten Wascheinrichtung, die in Berührkontakt relativ zu dem, insbesondere mit einem Waschfluid benetzten, Kraftfahrzeug bewegt werden und die aufgrund einer Waschfluidaufnahmefähigkeit kleiner 25 Gewichtsprozent, vorzugsweise kleiner als 5 Gewichtsprozent bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers eine schonende Schmutzpartikelbeseitigung gewährleisten, Durchführen einer mechanischen Hauptwäsche des Kraftfahrzeugs mit zweiten, flexiblen Waschkörpern einer zweiten Wascheinrichtung, die in Berührkontakt relativ zu dem, insbesondere mit einem Waschfluid benetzten, Kraftfahrzeug bewegt werden und die aufgrund einer Waschfluidaufnahmefähigkeit größer 40 Gewichtsprozent bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers eine wirkungsvolle Schmutzschichtbeseitigung gewährleisten.

Die Aufnahmefähigkeit der Waschkörper für das Waschfluid wird bestimmt, indem zunächst das Gewicht eines trockenen, also von Waschfluid freien Waschkörpers bestimmt wird. Anschließend wird der Waschkörper bis zu einer vollständigen Sättigung mit Waschfluid getränkt und erneut gewogen. Durch Bildung eines Verhältnisses zwischen dem Trockengewicht und dem Gewicht bei Sättigung mit Waschfluid wird die Aufnahmefähigkeit für Waschfluid bestimmt. Eine Gewichtsdifferenz zwischen dem Trockengewicht und dem Gewicht nach Sättigung mit Waschfluid von beispielsweise 40g bezogen auf ein Trockengewicht des Waschkörpers von 100g entspricht einer Waschfluidaufnahmefähigkeit von 40 Prozent. Als Waschfluid wird vorzugsweise eine wässrige Lösung zumindest eines Reinigungsmittels eingesetzt.

Die Aufnahmefähigkeit für Waschfluid bildet bei den üblicherweise für die Waschkörper verwendeten Materialien, insbesondere Polyethylen, Baumwolle und Schurwolle, einen Maßstab für die Reibung, die der Waschkörper bei einer Relativbewegung über die Oberfläche des Kraftfahrzeugs hervorruft. Während Materialien mit geringer Aufnahmefähigkeit für Waschfluid relativ reibungsarm, vorzugsweise auf einem Waschfluidfilm, über die Oberfläche des Kraftfahrzeugs gleiten, erzeugen Waschkörper mit einer größeren Aufnahmefähigkeit für Waschfluid eine höhere Reibung, da sie das Waschfluid von der Oberfläche des Kraftfahrzeugs aufsaugen können und somit eine Stärke eines Waschfluidfilms gering oder verschwindend ist. Somit lässt sich mit einem Waschkörper mit geringer Aufnahmefähigkeit für Waschfluid eine schonende Reinigung einer eventuell noch mit Schmutzpartikeln wie Sandkörnern behafteten Oberfläche des Kraftfahrzeugs verwirklichen, da die geringe Reibung das Risiko minimiert, dass solche Schmutzpartikel derart von den Waschkörpern an die Oberfläche gepresst werden, dass Kratzer oder Schlieren in der Oberfläche entstehen. Demgegenüber kann mit Waschkörpern mit größerer Waschfluidaufnahmefähigkeit, die eine größere Reibung auf der Oberfläche erzeugen, ein Abtrag von Schmutzschichten wie beispielsweise alte Wachsschichten oder eingetrockneten Verschmutzungen, bewirkt werden. Durch die verfahrensgemäße Abfolge werden zunächst die Schmutzpartikel entfernt, bevor eine Reinigung mit höherer Reibung erfolgt. Somit kann eine oberflächenschonende Wäsche des Kraftfahrzeugs verwirklicht werden.

Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im folgenden näher erläutert. Das Verfahren und die Vorrichtung werden teilweise gemeinsam erläutert, wobei diese Erläuterungen sowie die entsprechenden Merkmale dennoch unabhängig für Verfahren und Vorrichtung gelten. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch die ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass vor der mechanischen Vorwäsche eine kontaktlose Vorwäsche, insbesondere eine chemische Vorwäsche und/oder eine Hochdruckvorwäsche mit druckbeaufschlagtem Waschfluid vorgenommen wird. Damit kann ein vorteilhafter Abtrag leicht lösbarer Verschmutzungen und/oder eine Einweichung hartnäckiger Verschmutzungen verwirklicht werden. Zur Durchführung der Vorwäsche werden flüssige Reinigungslösungen, vorzugsweise auf Wasserbasis, eingesetzt.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass nach der Hauptwäsche eine Klarspülung und/oder eine Oberflächenbehandlung vorgenommen wird. Die Klarspülung kann vorzugsweise mit Wasser erfolgen und dient zur Verdünnung oder Entfernung von Waschfluidresten. Die Oberflächenbehandlung sieht vorzugsweise ein Aufbringen einer Wachslösung oder einer Trocknungshilfe vor, um die Oberfläche des Kraftfahrzeugs vor neuerlicher Verschmutzung zu schützen bzw. das Trocknen des Kraftfahrzeugs zu unterstützen.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass nach der Hauptwäsche eine berührungsfreie Trocknung und/oder eine Kontakttrocknung des Kraftfahrzeugs vorgenommen wird. Damit kann ein vorteilhaftes Waschergebnis erzeugt werden, da Rückstände des Waschfluids beim Trocknungsvorgang vorzugsweise von der Oberfläche weggeblasen oder in mechanischem Kontakt aufgesaugt werden und somit keine Flecken beim vollständigen Trocknen erzeugen.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Waschstrasse mit einer Fördereinrichtung für Kraftfahrzeuge und mehreren, in einer Förderrichtung in Reihe nacheinander angeordneten, Wascheinrichtungen vorgesehen, wobei eine erste Wascheinrichtung zumindest eine drehbare Waschbürste aufweist, die zumindest im Wesentlichen mit Waschkörpern bestückt ist, die eine Waschfluidaufnahmefähigkeit kleiner 25 Gewichtsprozent, vorzugsweise kleiner als 5 Gewichtsprozent bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers aufweisen, um eine schonende Schmutzpartikelbeseitigung zu gewährleisten, und mit einer in Förderrichtung der ersten Wascheinrichtung nachgeschalteten, zweiten Wascheinrichtung, die zumindest eine drehbare Waschbürste aufweist, die zumindest im Wesentlichen mit Waschkörpern bestückt ist, die eine Waschfluidaufnahmefähigkeit größer 40 Gewichtsprozent bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers aufweisen, um eine wirkungsvolle Schmutzschichtbeseitigung zu gewährleisten. Mit einer drehbaren, während des Waschvorgangs rotierenden Waschbürste kann eine effiziente mechanische Oberflächenreinigung verwirklicht werden. Die Waschkörper der ersten Wascheinrichtung gleiten bedingt durch die geringen Waschfluidaufnahmefähigkeit auf einem Waschfluidfilm über die Oberfläche des Kraftfahrzeugs und können somit restliche Schmutzpartikel schonend von der Oberfläche entfernen. Die Waschkörper der zweiten Wascheinrichtung sind durch ihre Waschfluidaufnahmefähigkeit größer 40 Prozent und durch die daraus resultierende, höhere Reibung in der Lage, Schmutzschichten von der im Wesentlichen schmutzpartikelfreien Oberfläche abzutragen, ohne dass ein Risiko einer Beschädigung der Oberfläche des Kraftfahrzeugs besteht. Vorzugsweise ist die zumindest eine Waschbürste der ersten Wascheinrichtung zumindest im Wesentlichen mit Waschkörpern bestückt, die aus einem Schaumstoffmaterial, insbesondere einem geschlossenporigen Polyethylenmaterial, hergestellt sind, das eine Waschfluidaufnahmefähigkeit kleiner 25 Gewichtsprozent aufweist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Waschfluidaufnahmefähigkeit kleiner 15 Gewichtsprozent, bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine Waschfluidaufnahmefähigkeit kleiner 5 Gewichtsprozent bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers vorgesehen. Mit abnehmender Waschfluidaufnahmefähigkeit kann eine besonders schonende, reibungsarme Relativbewegung der Waschkörper relativ zur Oberfläche gewährleistet werden. Dabei spielt der Waschfluidfilm eine erhebliche Rolle, der für die Waschkörper als Gleitschicht auf der Oberfläche dient. Je geringer die Waschfluidaufnahmefähigkeit des Waschkörpers ist, desto eher bildet sich ein Waschfluidfilm auf der Oberfläche aus, der eine geringe Reibung bewirkt. Vorzugsweise werden für die mechanische Vorwäsche Waschkörper aus einem geschlossenporigen Schaumstoffmaterial eingesetzt, das aus Polyethylen oder einem Copolymer auf der Basis von Ethylen hergestellt ist. Durch die geschlossenporige Oberfläche des Schaumstoffmaterials wird die geringe Waschfluidaufnahmefähigkeit sichergestellt.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Waschbürste der zweiten Wascheinrichtung zumindest im Wesentlichen mit Waschkörpern bestückt ist, die aus einem Textilmaterial, insbesondere einem Fasermaterial aus Polyethylen, hergestellt sind, das eine Waschfluidaufnahmefähigkeit größer 40 Gewichtsprozent, bevorzugt größer 100 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt größer 200 Gewichtsprozent, bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers aufweist. Das Textilmaterial ist vorzugsweise als Fasermaterial aus Polyethylen oder einem Copolymer auf der Basis von Ethylen hergestellt und kann in und/oder zwischen den Fasern eine erhebliche Menge an Waschfluid aufnehmen, so dass eine größere Reibung auf der Oberfläche des Kraftfahrzeugs hervorgerufen werden kann, als dies bei dem Schaumstoffmaterial der ersten Wascheinrichtung der Fall ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass in Förderrichtung nach den Wascheinrichtungen zumindest eine Trocknungseinrichtung für eine Kontakttrocknung des Kraftfahrzeugs angeordnet ist, die in der Art einer drehbaren Waschbürste gestaltet ist und die mit Trocknungskörpern aus einem Mikrofasermaterial ausgestattet ist. Das Mikrofasermaterial ermöglicht eine besonders effektive Trocknung der Oberfläche des Kraftfahrzeugs, da bedingt durch die feine Struktur und die dadurch vorliegende große Oberfläche der Mikrofasern eine extreme Feuchtigkeitsaufnahme möglich ist, die auch bei einem kontinuierlichen Betrieb der Waschstrasse eine zuverlässige Trocknung gewährleistet. Als Mikrofasermaterialien werden gewebte oder gewirkte Materialien verstanden, bei denen die Einzelfasern feiner als ein Denier [1 g/9000m Garn] oder feiner als 0,111 tex [1 g/1000m Garn] sind. Typische Werkstoffe für die Herstellung von Mikrofasernmaterialien sind Polyester, Nylon, Acryl und Zellulose. Eine derart ausgeführte Trocknungseinrichtung ist für sich allein erfindungswesentlich.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Wascheinrichtung mit zumindest einer Waschbürste einer ersten Art, die um eine im Wesentlichen vertikal ausgerichtete Rotationsachse drehbar an einer Tragstruktur angebracht ist, sowie mit zumindest einer Waschbürste einer zweiten Art, die um eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete Rotationsachse drehbar an zumindest einem, schwenkbeweglich an der Tragstruktur angebrachten, um eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete Schwenkachse verschwenkbaren Schwenkhebel angebracht ist, vorgesehen. Damit kann eine vollständige Oberflächenreinigung für das Kraftfahrzeug mit einem Durchlauf durch eine Wascheinrichtung verwirklicht werden. Eine derartige Wascheinrichtung benötigt weniger Raum als zwei getrennte, nacheinander geschaltete Wascheinrichtungen, die jeweils nur Waschbürsten der ersten oder der zweiten Art enthalten. Zudem ist eine einfachere und somit kostengünstigere Versorgung der kombinierten Wascheinrichtung mit Energie und mit Waschfluid sowie auch eine einfachere Entsorgung des nach unten abtropfenden, verunreinigten Waschfluids möglich. Die Tragstruktur ist vorzugsweise portalartig, insbesondere als Gitterrohrrahmen, gestaltet und bestimmt einen maximalen Querschnitt der in der Waschstrasse waschbaren Kraftfahrzeuge. An der Tragstruktur sind Waschbürsten der ersten Art mit im Wesentlichen vertikal ausgerichteter Rotationsachse angebracht, die für eine Reinigung der im Wesentlichen vertikal ausgerichteten Seitenflächen des Kraftfahrzeugs vorgesehen sind. Weiterhin ist an der Tragstruktur zumindest eine Waschbürste der zweiten Art vorgesehen, die an zumindest einem Schwenkhebel auf einer Kreisbahn höhenverstellbar ist und deren Rotationsachse im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist. Die Waschbürste zweiter Art ist für eine Reinigung der im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Oberflächen des Kraftfahrzeugs, insbesondere der Motorhaube, der Dachfläche und gegebenenfalls des Kofferraumdeckels vorgesehen. Darüber hinaus kann die Waschbürste zweiter Art auch für die Reinigung der Fahrzeugfront, beispielsweise des Kühlergrills, und des Fahrzeughecks, beispielsweise der Rückleuchten, vorgesehen sein.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Waschbürste der ersten Art an einem im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Schwenkarm angebracht ist, der um eine vertikal ausgerichtete Schwenkachse schwenkbeweglich an der Tragstruktur angeordnet ist. Damit kann eine Anpassung der Position der Waschbürste gegenüber dem in der Waschstrasse geförderten Kraftfahrzeug verwirklicht werden, um insbesondere eine im Wesentlichen konstante Anpresskraft der Waschbürste gegenüber der zu reinigenden Oberfläche zu verwirklichen, so dass ein vorteilhaftes Waschergebnis sichergestellt ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass an dem Schwenkarm eine längs des Schwenkarms verschiebbare Translationseinrichtung vorgesehen ist, an der die Waschbürste der ersten Art angebracht ist. Damit kann eine zusätzliche Einstellmöglichkeit für die Waschbürste der ersten Art verwirklicht werden. Besonders vorteilhaft ist diese Einstellmöglichkeit nutzbar, um eine Anpassung einer Relativgeschwindigkeit der Waschbürste gegenüber dem Kraftfahrzeug vornehmen zu können, so dass beispielsweise ein Front- und/oder ein Heckbereich in Anbetracht typischerweise stärkerer Verschmutzung mit einer geringeren Relativgeschwindigkeit gewaschen werden kann als eine Seitenfläche.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Waschbürste der ersten Art pendelbeweglich an der Translationseinrichtung angebracht ist. Damit kann ein vorteilhaftes Ausweichen der Waschbürste bei stark steigender Anpresskraft verwirklicht werden, ohne dass dazu eine Stellbewegung des Schwenkarms oder der Translationseinrichtung notwendig ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest zwei Waschbürsten der ersten Art für eine Reinigung voneinander abweisender Seitenflächen des Kraftfahrzeugs an der Tragstruktur angebracht sind. Damit kann das Kraftfahrzeug beim Durchlaufen der Wascheinrichtung beidseitig gewaschen werden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die zumindest zwei Waschbürsten der ersten Art bezogen auf eine Förderrichtung des Kraftfahrzeugs in axialer Richtung zueinander versetzt an der Tragstruktur angeordnet sind. Damit wird verhindert, dass die beiden Waschbürsten erster Art vor oder während der Durchführung des Waschvorgangs miteinander kollidieren. Die Schwenkarme der Waschbürsten erster Art können in ihrer Länge und hinsichtlich eines Schwenkwinkels derart aufeinander abgestimmt sein, dass eine Kollision der Waschbürsten ausgeschlossen werden kann.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass für jede der Seitenflächen des Kraftfahrzeugs zumindest zwei Waschbürsten der ersten Art an der Tragstruktur angeordnet sind, die bezogen auf eine Förderrichtung des Kraftfahrzeugs in axialer Richtung zueinander versetzt angeordnet sind und die eine voneinander abweichende Bestückung mit Waschkörpern aufweisen. Dies ermöglicht eine gezielte zusätzliche Reinigung stärker verschmutzter Bereiche wie beispielsweise der Oberflächenbereiche unterhalb einer Fahrzeugbordkante, also einer Unterkante der Seitenscheiben. Diese Bereiche sind bedingt durch die Nähe zur Fahrbahn, auf der das Kraftfahrzeug bewegt wird und bedingt durch die von den Reifen aufgewirbelten Schmutzpartikel deutlich stärker verschmutzt als höher liegende Bereiche, so dass eine zusätzliche Wäsche mit einer auf diesen Bereich zugeschnittenen, zusätzlichen Waschbürste ein verbessertes Waschergebnis sicherstellt.

Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:

1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer Waschstrasse mit zwei mechanischen Wascheinrichtungen und einer manuellen sowie einer automatischen, kontaktfreien Vorwäscheeinrichtung,

2 eine Draufsicht auf die Waschstrasse gemäß der 1,

3 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer Waschstrasse mit zwei mechanischen Wascheinrichtungen und zwei automatischen, kontaktfreien Vorwäscheeinrichtungen,

4 eine Draufsicht auf die Waschstrasse gemäß der 3,

5 eine Seitenansicht einer mechanischen Wascheinrichtung,

6 eine Draufsicht auf eine Wascheinrichtung gemäß der 5.

Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Waschstrassen 1 gemäß den unterschiedlichen Ausführungsformen der 1 und 2 bzw. der 3 und 4 sind zur Reinigung von Kraftfahrzeugen vorgesehen und weisen jeweils eine nicht näher dargestellte Fördereinrichtung zur Förderung von Kraftfahrzeugen in eine Förderrichtung 4 auf. Längs der Förderrichtung 4 sind mehrere, in Reihe nacheinander angeordnete Wascheinrichtungen 2, 3 sowie Sprühanlagen 18, 19, 20, 21 und Trocknungseinrichtungen 24, 25, 26 vorgesehen, die nachfolgend näher beschrieben werden. Dabei werden für funktional gleiche Einrichtungen der beiden Ausführungsformen die gleichen Bezugszeichen verwendet.

Die in den 5 und 6 näher dargestellte Wascheinrichtung 2 weist vier mit aus Schaumstoff hergestellten Waschkörpern 43 bestückte Waschbürsten 9, 22 einer ersten Art auf, die um im Wesentlichen vertikal ausgerichtete Rotationsachsen 13 drehbar an einer portalartig ausgeführten Tragstruktur angebracht sind. Weiterhin ist an der Wascheinrichtung 2 eine Waschbürste 10 einer zweiten Art vorgesehen, die um eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete Rotationsachse 14 drehbar an zwei gegenüberliegend angeordneten, schwenkbeweglich an der Tragstruktur 28 angebrachten, um eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete Schwenkachse 30 verschwenkbare Schwenkhebel 29 gelagert ist. Während die Waschbürsten 9, 22 der ersten Art für eine Reinigung im Wesentlichen vertikal ausgerichteter Oberflächen des Kraftfahrzeugs, insbesondere der Frontfläche 5, der Seitenfläche 6 und der Heckfläche 7 vorgesehen sind, ist die Waschbürste 10 der zweiten Art für eine Reinigung der Oberseite 8 des Kraftfahrzeugs und gegebenenfalls der Frontfläche 5 und der Heckfläche 7 vorgesehen.

Die Tragstruktur 28 umfasst zwei gegenüberliegend angeordnete, seitlich an der Fördereinrichtung angebrachte Vertikalsäulen 31 auf, die an einer Bodenfläche fest verankert sind. Die Vertikalsäulen 31 werden durch einen asymmetrisch geformten, im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Trapezrahmen 32 miteinander verbunden. An dem Trapezrahmen 32 sind Schwenkarme 15 für die Waschbürsten 9 angebracht, die um vertikal ausgerichtete Schwenkachsen 16 verschwenkbar sind. Durch die Anordnung der Waschbürsten 9, 10 der ersten und der zweiten Art an der Tragstruktur 28 kann eine besonders kompakte Gestaltung der Wascheinrichtung 2 erreicht werden, so dass eine vorteilhafte und raumsparende Integration in eine Waschstrasse 1 verwirklicht werden kann. Darüber hinaus kann eine vereinfachte Zufuhr von Waschfluid und von hydraulischer und/oder pneumatischer und/oder elektrischer Antriebsenergie zu den einzelnen Waschbürsten 9, 10 gewährleistet werden.

Die als Seitenbürsten 22 ausgeführten Waschbürsten sind an separaten, von der Tragstruktur 28 unabhängigen Schwenkeinrichtungen 33 angebracht, die ebenfalls um vertikal ausgerichtete Schwenkachsen 16 schwenkbar ausgeführt sind.

An den Vertikalsäulen 31 der Tragstruktur 28 sind die Schwenkhebel 29 der Waschbürste 10 zweiter Art schwenkbeweglich um eine horizontal ausgerichtete Schwenkachse 30 angebracht. Sowohl die Waschbürsten 9, 22 erster Art als auch die Waschbürste 10 zweiter Art sind mit nicht näher dargestellten Antriebsmitteln versehen, die eine Rotation der Waschbürsten 9, 10, 22 um die jeweiligen Rotationsachsen 13, 14 ermöglichen.

Die Schwenkarme 15 der Waschbürsten 9 erster Art sind mit nicht dargestellten Stellmitteln in der Art von Pneumatik- oder Hydraulikzylindern oder elektrischen Stellantrieben versehen, um eine Beeinflussung einer Winkelstellung und einer von den Waschbürsten 9 übertragenen Anpresskraft zu ermöglichen.

Die Schwenkhebel 29 der Waschbürste 10 zweiter Art sind über die an den Vertikalsäulen 31 angebrachten, nicht dargestellten Schwenkgelenke hinaus verlängert ausgeführt und mit Gegengewichten versehen, so dass eine zumindest teilweise Kompensation einer Gewichtskraft der Waschbürste 10 zweiter Art vorliegt und sich bei einer Rotation der Waschbürste 10 bei Berührung der Oberfläche des Kraftfahrzeugs ein dynamisches Kräftegleichgewicht zwischen der Gewichtskraft und den Reaktionskräften der Waschbürste 10 einstellen kann. Zusätzlich können den Schwenkhebeln 29 auch nicht dargestellte, an den Vertikalsäulen 31 angelenkte Stellmittel zur Beeinflussung der Anpresskraft auf die Oberfläche des Kraftfahrzeugs zugeordnet sein.

Sowohl die Waschbürsten 9 der ersten Art als auch die Waschbürste 10 der zweiten Art können eine Schwenkbewegung in einem Bereich von ungefähr 20 bis 50 Grad um die jeweiligen Schwenkachsen 16, 30 ausführen, um eine vorteilhafte Anpassung an unterschiedliche Formen der zu reinigenden Kraftfahrzeuge zu ermöglichen.

Die an den Schwenkeinrichtungen 33 angebrachten Seitenbürsten 22 können ebenfalls mit Hilfe nicht näher dargestellter Stellmittel um die vertikalen Schwenkachsen 16 an die Form des zu reinigenden Kraftfahrzeugs angepasst werden. Während die Waschbürsten 9, 10 für eine Reinigung der gesamten Seitenflächen 5, 6, 7 des Kraftfahrzeugs vorgesehen sind, kommt den Seitenbürsten 22 die Aufgabe zu, lediglich einen Bereich unterhalb einer Bordkante 34 des Kraftfahrzeugs zu reinigen, damit dieser besonders stark verschmutze Bereich nach Durchführung des Waschvorgangs zuverlässig gereinigt ist.

Die Wascheinrichtung 3 ist im Wesentlichen baugleich mit der Wascheinrichtung 2 und unterscheidet sich lediglich in der Bestückung der Waschbürsten 11, 12, 23, die mit Waschkörpern 44 aus einem Textilmaterial versehen sind. Die Seitenbürsten 23 sind zudem etwas länger als die Seitenbürsten 22.

Die in den 1 bis 4 dargestellten Sprühanlagen 18, 19, 20, 21 sind für eine kontaktlose Reinigung der Oberfläche eines Kraftfahrzeugs vorgesehen und ermöglichen die Ausbringung von druckbeaufschlagtem Wasser oder von Waschfluid auf die Oberfläche des Kraftfahrzeugs.

Alternativ zu der in den 3 dargestellten, portalartigen Sprühanlage 19 zur Benetzung der Oberfläche des Kraftfahrzeugs mit Wasser ist bei der Ausführungsform der 1 und 2 eine manuell zu führende Hochdrucklanze 35 vorgesehen. Ergänzend ist bei dieser Ausführungsform in Förderrichtung 4 vor der Sprühanlage 20, die für eine Benetzung des Kraftfahrzeugs mit Waschfluid vorgesehen ist, eine Sprühanlage 18 zur Unterbodenwäsche angeordnet.

In Förderrichtung 4 hinter den beiden Wascheinrichtungen 2, 3 ist bei beiden Ausführungsformen eine portalartige Sprühanlage 21 zum Versprühen von Wasser vorgesehen, womit eine Klarspülung der Oberfläche des Kraftfahrzeugs vorgenommen wird. Bei der Ausführungsform der 1 und 2 ist hinter der Sprühanlage 21 ein Trocknergebläse 24 und ein nachgeordneter Trocknungsvorhang 25 mit nach unten hängenden Lappen aus einem wasseraufnehmenden Textilmaterial vorgesehen.

Demgegenüber sind bei der Ausführungsform der 3 und 4 zwei an einem portalartigen Gestell 36 schwenkbeweglich an Schwenkarmen 37 angebrachte, mit vertikal ausgerichteter Rotationsachse 38 versehene Trocknungsbürsten 26 vorgesehen, die für eine kontaktbehaftete Trocknung der Oberfläche des Kraftfahrzeugs gestaltet sind. Die Trocknungsbürsten 26 sind mit Trocknungskörpern 39 aus Mikrofasermaterial bestückt und können mittels nicht näher dargestellter Antriebsmittel um die vertikal ausgerichteten Rotationsachsen 38 rotiert werden.

Die Trocknungsbürsten 26 sind mit nicht näher dargestellten Kardangelenken an den Schwenkarmen 37 angebracht und können somit dem sich mittels der Fördereinrichtung annähernden Kraftfahrzeug ausweichen. Die Schwenkarme 37 sind mit nicht näher dargestellten Schwenkgelenken an dem Gestell angelenkt und können jeweils unabhängig voneinander durch Pneumatikzylinder 40 in einer Winkelstellung relativ zur Förderrichtung verschwenkt werden. Mit den Trocknungsbürsten 26 kann eine Trocknung und Politur der Seitenflächen 5, 6, 7 des Kraftfahrzeugs vorgenommen werden. Die Oberseite 8 des Kraftfahrzeugs wird bei der dargestellten Ausführungsform mit im Gestell 36 in vertikaler Richtung nach unten hängenden Mikrofaserstreifen vorgenommen. Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung kann zu den mit vertikaler Rotationsachse 38 ausgerichteten Trocknungsbürsten 26 auch eine mit horizontaler Rotationsachse ausgerichtete Trocknungsbürste zweiter Art vorgesehen werden, um die Reinigung der Oberseite des Kraftfahrzeugs zu gewährleisten.

Für die Durchführung des Verfahrens wird das Kraftfahrzeug zunächst in die Waschstrasse 1 hineingefahren und von der nicht dargestellten Fördereinrichtung an zumindest einem Rad erfasst. Die Fördereinrichtung fördert das Kraftfahrzeug in der Förderrichtung 4 durch die Waschanlage. Dabei wird das Kraftfahrzeug zunächst an den unterschiedlich gestalteten Sprühanlagen 18, 19, 20 vorbeigeführt und mit Wasser und/oder Waschfluid benetzt, gegebenenfalls wird eine manuelle Vorreinigung mit der Hochdrucklanze 35 vorgenommen. Bei der Ausführungsform der 3 und 4 ist zudem eine Reifenwascheinrichtung 42 vorgesehen. Dann erreicht das Kraftfahrzeug die rotierende Waschbürste 10 zweiter Art der ersten Wascheinrichtung 2, die mit Waschkörpern 43 aus Schaumstoffmaterial bestückt ist und die die Oberseite des Kraftfahrzeugs mechanisch vorreinigt. Das Kraftfahrzeug passiert anschließend die Waschbürsten 9, 22 erster Art der ersten Wascheinrichtung 2, die ebenfalls mit Waschkörpern 43 aus Schaumstoff bestückt sind und die die Frontfläche 5, die Seitenflächen 6 und die Heckfläche 7 vorreinigen.

Anschließend wird das Kraftfahrzeug der zweiten Wascheinrichtung 3 zugeführt, bei der alle Waschbürsten 11, 12, 23 mit Waschkörpern 44 aus Textilfasern bestückt sind, wodurch eine mechanische, kontaktbehaftete und bedingt durch die große Waschfluidaufnahmefähigkeit der Waschkörper 44 auch intensive Hauptwäsche vorgenommen wird, bei der in erster Linie eine Beseitigung von Schmutzschichten stattfindet. Anschließend findet an der Sprühanlage 21 eine Klarspülung durch Aufsprühen von Wasser oder eine Konditionierung durch Aufsprühen einer flüssigen Trocknungshilfe statt. In einem nachfolgenden Verfahrensschritt wird die Oberfläche des Kraftfahrzeugs mit dem Trocknergebläse 24 vorgetrocknet.

Bei der Ausführungsform der 1 und 2 findet anschließend eine Trocknung des Kraftfahrzeugs mittels des Trocknungsvorhangs statt. Bei der Ausführungsform der 3 und 4 werden die Seitenflächen 5, 6, 7 des Kraftfahrzeugs hingegen durch die rotierenden und schwenkbeweglich an die Form des Kraftfahrzeugs anpassbaren Trocknungsbürsten 26 mit den Trocknungskörpern aus Mikrofaser getrocknet und poliert, während die Oberseite 8 des Kraftfahrzeugs nachfolgend durch den im Gestell 36 vorgesehenen Trocknungsvorhang aus Mikrofasern getrocknet wird.


Anspruch[de]
Verfahren zum Waschen eines Kraftfahrzeugs in einer Waschstrasse (1), bei dem ein Kraftfahrzeug mittels einer Fördereinrichtung in einer Förderrichtung (4) an mehreren, in Reihe angeordneten Wascheinrichtungen (2) vorbeigeführt wird, gekennzeichnet durch die Schritte: Durchführen einer mechanischen Vorwäsche des Kraftfahrzeugs (3) mit ersten, flexiblen Waschkörpern (43) einer ersten Wascheinrichtung (2), die in Berührkontakt relativ zu dem, insbesondere mit einem Waschfluid benetzten, Kraftfahrzeug bewegt werden und die aufgrund einer Waschfluidaufnahmefähigkeit kleiner 25 Gewichtsprozent bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers (43) eine schonende Schmutzpartikelbeseitigung gewährleisten, Durchführen einer mechanischen Hauptwäsche des Kraftfahrzeugs mit zweiten, flexiblen Waschkörpern (44) einer zweiten Wascheinrichtung (3), die in Berührkontakt relativ zu dem, insbesondere mit einem Waschfluid benetzten, Kraftfahrzeug bewegt werden und die aufgrund einer Waschfluidaufnahmefähigkeit größer 40 Gewichtsprozent bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers (44) eine wirkungsvolle Schmutzschichtbeseitigung gewährleisten. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor der mechanischen Vorwäsche eine kontaktlose Vorwäsche, insbesondere eine chemische Vorwäsche und/oder eine Hochdruckvorwäsche mit druckbeaufschlagtem Waschfluid, vorgenommen wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Hauptwäsche eine Klarspülung und/oder eine Oberflächenbehandlung vorgenommen wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Hauptwäsche eine berührungsfreie Trocknung und/oder eine Kontakttrocknung des Kraftfahrzeugs vorgenommen wird. Waschstrasse (1), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einer Fördereinrichtung für Kraftfahrzeuge und mehreren, in einer Förderrichtung (4) in Reihe nacheinander angeordneten Wascheinrichtungen (2, 3), dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Wascheinrichtung (2) zumindest eine drehbare Waschbürste (9, 10, 22) aufweist, die zumindest im Wesentlichen mit Waschkörpern (43) bestückt ist, die eine Waschfluidaufnahmefähigkeit kleiner 40 Gewichtsprozent bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers (43) aufweisen, um eine schonende Schmutzpartikelbeseitigung zu gewährleisten, und mit einer in Förderrichtung der ersten Wascheinrichtung (2) nachgeschalteten, zweiten Wascheinrichtung (3), die zumindest eine drehbare Waschbürste (11, 12, 23) aufweist, die zumindest im Wesentlichen mit Waschkörpern (44) bestückt ist, die eine Waschfluidaufnahmefähigkeit größer 40 Gewichtsprozent bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers (44) aufweisen, um eine wirkungsvolle Schmutzschichtbeseitigung zu gewährleisten. Waschstrasse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Waschbürste (9, 10, 22) der ersten Wascheinrichtung (2) zumindest im Wesentlichen mit Waschkörpern (43) bestückt ist, die aus einem Schaumstoffmaterial, insbesondere einem geschlossenporigen Polyethylenmaterial, hergestellt sind, das eine Waschfluidaufnahmefähigkeit kleiner 25 Gewichtsprozent, bevorzugt kleiner 15 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt kleiner 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers (43) aufweist. Waschstrasse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Waschbürste (11, 12, 23) der zweiten Wascheinrichtung (3) zumindest im Wesentlichen mit Waschkörpern (44) bestückt ist, die aus einem Textilmaterial, insbesondere einem Fasermaterial aus Polyethylen, hergestellt sind, das eine Waschfluidaufnahmefähigkeit größer 40 Gewichtsprozent, bevorzugt größer 100 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt größer 200 Gewichtsprozent, bezogen auf das Eigengewicht des Waschkörpers (44) aufweist. Waschstrasse nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung (4) vor der ersten Wascheinrichtung (2) eine kontaktlose Vorwascheinrichtung (18, 19, 20), insbesondere eine Sprüheinrichtung für ein Waschfluid, angeordnet ist. Waschstrasse nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung (4) nach der zweiten Wascheinrichtung (3) eine kontaktlose Spüleinrichtung (21), insbesondere eine Sprüheinrichtung für Klarspülmittel und/oder Reaktionsmittel, angeordnet ist. Waschstrasse nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung (4) nach der zweiten Wascheinrichtung (3) eine Trocknungseinrichtung (24, 25, 26) für eine kontaktlose Trocknung des Kraftfahrzeugs und/oder eine Trocknungseinrichtung für eine Kontakttrocknung des Kraftfahrzeugs angeordnet ist. Waschstrasse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 5 oder nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung (4) nach den Wascheinrichtungen (2, 3) zumindest eine Trocknungseinrichtung (26) für eine Kontakttrocknung des Kraftfahrzeugs angeordnet ist, die in der Art einer drehbaren Waschbürste gestaltet ist und die mit Trocknungskörpern (39) aus einem Mikrofasermaterial ausgestattet ist. Wascheinrichtung, insbesondere für eine Waschstrasse nach einem der Ansprüche 5 bis 11, mit zumindest einer Waschbürste (9, 11, 22, 23) einer ersten Art, die um eine im Wesentlichen vertikal ausgerichtete Rotationsachse (13) drehbar an einer Tragstruktur (28) angebracht ist, sowie mit zumindest einer Waschbürste (10, 12) einer zweiten Art, die um eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete Rotationsachse (14) drehbar an zumindest einem, schwenkbeweglich an der Tragstruktur (28) angebrachten, um eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete Schwenkachse (30) verschwenkbaren Schwenkhebel (29) angebracht ist. Wascheinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschbürste (9, 11, 22, 23) der ersten Art an einem im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Schwenkarm (15) angebracht ist, der um eine vertikal ausgerichtete Schwenkachse (16) schwenkbeweglich an der Tragstruktur (28) angeordnet ist. Wascheinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Schwenkarm (15) eine längs des Schwenkarms (15) verschiebbare Translationseinrichtung vorgesehen ist, an der die Waschbürste (9, 11, 22, 23) der ersten Art angebracht ist. Wascheinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschbürste (9, 11, 22, 23) der ersten Art pendelbeweglich an der Translationseinrichtung angebracht ist. Wascheinrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Waschbürsten (9, 11, 22, 23) der ersten Art für ein Reinigung voneinander abweisender Seitenflächen (6) des Kraftfahrzeugs an der Tragstruktur (28) angebracht sind. Wascheinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest zwei Waschbürsten (9, 11, 22, 23) der ersten Art bezogen auf eine Förderrichtung (4) des Kraftfahrzeugs in axialer Richtung zueinander versetzt an der Tragstruktur (28) angeordnet sind. Wascheinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass für jede der Seitenflächen (6) des Kraftfahrzeugs zumindest zwei Waschbürsten (9, 11, 22, 23) der ersten Art an der Tragstruktur (28) angeordnet sind, die bezogen auf eine Förderrichtung (4) des Kraftfahrzeugs in axialer Richtung zueinander versetzt angeordnet sind und die eine voneinander abweichende Bestückung mit Waschkörpern (43, 44) aufweisen.






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