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Dokumentenidentifikation DE19644560B4 11.10.2007
Titel Streckwerk für eine Spinnereimaschine, insbesondere eine Regulierstrecke für Baumwolle
Anmelder Trützschler GmbH & Co. KG, 41199 Mönchengladbach, DE
Erfinder Weber, Wilfried, 41199 Mönchengladbach, DE
DE-Anmeldedatum 26.10.1996
DE-Aktenzeichen 19644560
Offenlegungstag 30.04.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse D01H 5/38(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H02K 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H02K 7/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Streckwerk für eine Spinnereimaschine, insbesondere eine Regulierstrecke für Baumwolle, mit wenigstens zwei aufeinanderfolgenden Walzenpaaren, die jeweils eine mittels eines eigenen Elektromotors angetriebene Walze besitzen und mit einer elektronischen Steuer- und Regeleinrichtung, an die die Elektromotoren angeschlossen sind.

Bei einem bekannten Streckwerk (DE 41 40 984 A1 und DE 42 32 302 A1) ist den angetriebenen Walzen jeweils ein ein Drehen entgegen ihrer betriebsmäßigen Laufrichtung sperrender Freilauf zugeordnet. Diese Vorrichtung hat sich in der Praxis als funktionsfähig bewährt. Es kann vorkommen, dass die Elektromotoren – wenn auch wenig – ungleich zurückdrehen. Wenn der Elektromotor für den Vorverzug etwas stärker zurückdreht als der Elektromotor für den Hauptverzug, kann ein Fehlverzug im Faserverband entstehen. Aus der DE 43 32 249 A1 ist ein Positionsgeber zur Überwachung und/oder Ermittlung der Radialwinkelverstellung und/oder der Winkelgeschwindigkeit und/oder der Drehrichtung einer Welle oder eines Läufers bekannt. Aus elektro AUTOMATION, 48. Jg., Nr. 9, Sp. 1995, S. 60, 61 und aus de 20/95, S. 1755/1756 sind Inkrementalgeber bekannt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Streckwerk der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, das die genannten Nachteile vermeidet, das insbesondere den Verzug des Faserverbandes noch weiter verbessert.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1.

Dadurch, dass dem Eingang des Streckwerks ein Freilauf und dem Ausgang ein inkrementaler Drehweggeber zugeordnet ist, sind die möglichen Rückdrehungen der Elektromotoren voneinander entkoppelt. Der inkrementale Drehweggeber ist der durch den weiteren Elektromotor angetriebenen Walze (am Ausgang des Streckwerks) zugeordnet, wodurch eine feinfühlige Kontrolle der Drehung dieser Walze ermöglicht ist. Während der Freilauf die Rückdrehung des ersten Elektromotors und der zugehörigen Walze bzw. Walzen (am Eingang des Streckwerks) sperrt, kann durch die Signale des inkrementalen Drehweggebers über den weiteren Elektromotor (am Ausgang des Streckwerks) eine elektronische Rücklaufsperre verwirklicht werden. Der inkrementale Drehweggeber erfaßt in vorteilhafter Weise feinstufige Änderungen der Drehzahl bzw. des Drehweges und auch die Drehrichtung der Walze, so daß entsprechend gegengesteuert bzw. reagiert werden kann. Dies betrifft einmal die Möglichkeit, den Rücklauf am Ausgang zu sperren. Sofern ein geringer Rücklauf erfolgt, wird die Position der Walze im Stilllstand genau erfaßt (d. h. außer der Drehrichtung auch der Weg der Rückdrehung), so daß aus dieser Position die Strecke wieder angefahren werden kann. Durch die genannten Maßnahmen wird der Verzug des Faserverbandes verbessert.

Zweckmäßig ist der erste Elektromotor ein Regelmotor und der weitere Elektromotor ein Hauptmotor. Die Drehlzahl des ersten Elektromotors wird zum Ausgleichen von Unregelmäßigkeiten des zu verarbeitenden Faserverbandes geregelt. Vorzugsweise ist bei einem Streckwerk mit einem Vor- und einem Hauptverzugsbereich dem Antrieb für den Vorverzugsbereich der Freilauf und dem Antrieb für den Hauptverzugsbereich der inkrementale Drehweggeber zugeordnet. Mit Vorteil ist der Freilauf ein Klemmkörperfreilauf. Bevorzugt ist der Freilauf koaxial zu der Walze angeordnet. Zweckmäßig ist der Freilauf achsparallel zu der Walze angeordnet. Vorzugsweise ist zwischen dem ersten Elektromotor und wenigsten zwei angetriebenen Walzen eine gemeinsame Übertragungswelle angeordnet, der der Freilauf zugeordnet ist. Mit Vorteil ist der Freilauf der Eingangswalze zugeordnet. Bevorzugt ist bei einem Streckwerk, bei dem die Mittel- und die Eingangswalze mechanisch miteinander gekoppelt sind, der Freilauf der Mittelwalze zugeordnet. Zweckmäßig ist der inkrementale Drehweggeber am Ausgang hochauflösend. Vorzugsweise vermag der inkrementale Drehweggeber am Ausgang die Drehrichtung der Walze zu ermitteln. Mit Vorteil ist der durch den ersten Elekromotor angetriebenen Walze oder Walzen ein inkrementaler Drehweggeber zugeordnet. Hierdurch wird das präzise Anfahren der Strecke hinsichtlich des Verzuges verwirklicht. Bevorzugt ist der inkrementale Drehweggeber am Eingang hochauflösend. Der hochauflösende inkrementale Drehweggeber am Ausgang und/oder am Eingang ermöglicht die Einhaltung des Verzuges in der Nähe vom Stillstand bzw. bei kleinen Drehzahlen. Zweckmäßig ist ein magnetischer inkrementaler Drehweggeber vorgesehen. Vorzugsweise ermittelt der Drehweggeber die Drehzahl der Walze. Mit Vorteil ermittelt der Drehweggeber den Drehwinkel der Walze. Bevorzugt ermittelt der Drehweggeber die Drehrichtung der Walze. Zweckmäßig ist ein gekapselter Drehweggeber vorhanden. Vorzugsweise ist bzw. sind der inkrementale Drehweggeber oder die inkrementalen Drehweggeber an die elektronische Steuer- und Regeleinrichtung, z. B. ein Mikrocomputer, angeschlossen. Mit Vorteil ermittelt die elektronische Regeleinrichtung aus den Signalen des oder der inkrrementalen Drehweggeber die Drehzahl, den Drehwinkel und/oder die Drehrichtung der Walze oder der Walzen. Bevorzugt ist der Hauptmotor drehzahlsteuerbar.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Es zeigt:

1a schematisch in Draufsicht ein erfindungsgemäßes Streckwerk, bei dem ein Freilauf einer gemeinsamen Übertragungswelle zugeordnet ist,

1b Seitenansicht der Walzenpaare nach 1a,

2a Blockschaltbild der Einrichtung, um beim Stillsetzen ein Driften im betriebsmäßigen Drehsinn auszuschließen mit einem Freilauf und einem inkrementalen Drehweggeber,

2b eine Einrichtung mit einem Freilauf und zwei inkrementalen Drehweggebern,

3a bis 3c einen Klemmkörperfreilauf,

4 einen inkrementalen Drehweggeber,

5a Signalmuster eines Drehweggebers mit Drehrichtungsunterscheidung und

5b Signalmuster eines Drehweggebers ohne Drehrichtungsunterscheidung.

Das in 1a dargestellte Regulierstreckwerk besitzt ein Eingangswalzenpaar 10', 10'', ein Mittelwalzenpaar 11, 11' und ein Ausgangswalzenpaar 12, 12', von welchen jeweils die Eingangsunterwalze 10, die Mittelunterwalze 11 und die Ausgangsunterwalze 12 angetrieben sind. Diesen Unterwalzen 10, 11, 12 sind mit einstellbaren Andrückkräften belastete, frei drehbare Oberwalzen 10', 11', 12' zugeordnet (siehe 1b). Die Eingangsunterwalze 10 und die Mittelunterwalze 11 sind über eine Getriebestufe miteinander verbunden, deren Übersetzung einem vorgegebenen Vor-Verzug entspricht. Die Mittelunterwalze 11 und damit auch die Eingangsunterwalze 10 werden von einem Elektromotor 14 angetrieben. Dem Elektromotor 14 ist ein Freilauf 13 nachgeordnet, der ein Drehen der Eingangsunterwalze 10 und der Mittelunterwalze 11 entgegen der Laufrichtung (Pfeilrichtung A) eines zu verarbeitenden Faserverbandes 16 aus mehreren Faserbändern sperrt.

Die Ausgangsunterwalze 12 ist mittels eines eigenen Elektromotors 17 angetrieben. An der Ausgangsunterwalze 12 ist ein inkrementaler Drehweggeber 18 angeordnet.

Die Drehzahlen der Elektromotoren 14 und 17 werden mittels einer elektronischen Regeleinrichtung so geregelt, daß einerseits in der Hauptverzugszone zwichen dem Mittelwalzenpaar 11, 11' und dem Ausgangswalzenpaar 12, 12' ein Verzug bis zur gewünschten Feinheit erfolgt, während gleichzeitig Massenschwankungen des zulaufenden Faserverbandes 16 so weit wie möglich ausgeglichen werden.

Nach 1a ist zwischen dem Elektromotor 14 und den beiden angetriebenen Walzen 10 und 11 eine gemeinsame Übertragungswelle 20 vorhanden, der der Freilauf 13 zugeordnet ist. Die gemeinsame durchgehende Übertragungswelle 20 verwirklicht eine Verzweigung, wobei der Elektromotor 14 die Übertragungswelle 20 direkt und anschließend von der Übertragungswelle 20 abzweigend mittelbar stromab die beiden Walzen 10 und 11 antreibt. Die Getriebestufen bzw. Übertragungsstufen mit Zahnriemen zu der Walze 10 einerseits und zu der Walze 11 anderderseits sind auf diese Weise vorteilhaft einstellbar. Der Freilauf 13 ist achsparallel zu den Walzen 10, 11 angeordnet. Mit 21 bis 31 sind Zahnräder oder Zahnriemenräder bezeichnet. Mit 32 bis 36 sind Zahnriemen bezeichnet. Mit A ist der Fasermaterialfluß in Arbeitsrichtung angegeben. Mit 37 bis 40 sind Wellen bezeichnet. Der Ausgangsunterwalze 12 ist ein inkrementaler Drehweggeber 18 zugeordnet.

Nach 2a ist jedem Elektromotor 14, 17 jeweils eine elektronische Motorregeleinrichtung 41 bzw. 42 (Drehzahlregelung) zugeordnet, die an die gemeinsame elektronische Maschinensteuereinrichtung 43 angeschlossen sind. Den Elektromotoren 14, 17 ist jeweils ein Tachogenerator 44 bzw. 45 zugeordnet, der mit der zugehörigen elektronischen Motorregeleinrichtung 41 bzw. 42 in Verbindung steht. Die elektronischen Motorregeleinrichtungen 41, 42 werden jeweils der Art elektrisch abgeglichen, daß die beim Stillsetzen von der elektronischen Maschinensteuereinrichtung 43 an die Motorregeleinrichtungen 41, 42 abgegebenen Sollwerte 46 bzw. 47 für die Drehzahl und Drehrichtung ein Drehmoment der Elektromotoren 14 bzw. 17 in der dem normalen Betrieb (siehe Pfeil C bis H in 1b) entgegengesetzten Drehrichtung zur Folge haben. Der Mittelunterwalze 11 ist koaxial ein Freilauf 15 zugeordnet. Der inkrementale Drehweggeber 18, der der Ausgangsunterwalze 12 zugeordnet ist, steht elektrisch über die Leitung 48 mit der elektronischen Maschinensteuereinrichtung 43 in Verbindung.

2b zeigt weiterhin, daß zusätzlich die Drehrichtung der Elektromotoren 14, 17 bestimmende Signale 49 bzw. 50 von der elektronischen Motorsteuereinrichtung 43 in die Motorregeleinrichtungen 42 bzw. 41 eingegeben werden. Die Sollwerte bestimmen hier nur die Drehzahl.

Der Eingangsunterwalze 10 ist ein Freilauf 51 koaxial zugeordnet. Weiterhin ist der Eingangsunterwalze 10 ein inkrementaler Drehweggeber 19 zugeordnet, der über eine Leitung 52 mit der elektronischen Maschinensteuerung 43 elektrisch in Verbindung steht.

In 2a ist die elektronische Maschinensteuereinrichtung dargestellt. Es kann eine gemeinsam elektronische Steuer- und Regeleinrichtung, z. B. ein Mikrocomputer, verwendet werden, die die Maschinensteuereinrichtung 43 und die (nicht dargestellte) elektronische Regeleinrichtung zum Ausgleichen von Ungleichmäßigkeiten umfaßt.

Mit 53 ist ein Meßwertumwandler bezeichnet, der Wegauslenkungen des Nutzfederwalzenpaares 54 in elektronische Signale umwandelt.

Mit 37, 38, 39 sind die Antriebswellen der Unterwalzen 10, 11 bzw. 12 bezeichnet. Die Unterwalzen 10, 11, 12 haben eine Drehzahl von z. B. von 1400, 2000 bzw. 7200 U/Min und einen Durchmesser z. B. von 35 mm, 35 mm bzw. 40 mm. Am Ausgang der Walzen 12, 12' beträgt die Bandlaufgeschwindigkeit ca. 900 m/min bei der Drehzahl 7200 U/min der Unterwalze 12.

Als Rücklaufsperre gestatten die Freiläufe 13, 15 bzw. 51 eine Drehbewegung der Walzen nur in eine Richtung, d. h. in Vorlaufrichtung C bis H (vgl. 1b) während des Betriebs. Nach Stillstand des Streckwerkes verhindert der Freilauf eine rückläufige Drehbewegung der Walzen.

Bei einem Kugellagerfreilauf liegen die Kugeln in einem massiven Käfig, der entsprechend 3a gleichzeitig eine Anzahl einzeln angefederter Klemmkörper 55 führt. Die Klemmkörper 55 haben in Freilaufrichtung I aufgrund ihrer geometrischen Form "abhebende Tendenz", die bei hohen Drehzahlen bis zur vollendeten Berührungsfreiheit zu den Ringen (Innenring 56 und Außenring 57) führt. Wichtig ist eine ausreichende relative Käfigdrehzahl aus genügender Radialbelastung des Lagers. Dieser Klemmkörperfreilauf 13, 15 bzw. 51 arbeitet stufenlos und kraftschlüssig. Die Klemmkörper 55 heben in Freilaufrichtung I (Vorlaufrichtung) aufgrund der Fliehkraft ab. In Rücklaufrichtung K tritt eine Klemmwirkung und damit die Sperrwirkung aufgrund der Anpressung der Feder 58 der Klemmkörper 55 gegen die Ringe 56, 57. Der Innenring 56 ist fest, z. B. als Preßsitz, auf der Antriebswelle (z. B. 20) für die Unterwalzen angeordnet, wodurch die Sperrwirkung gegenüber der Antriebswelle eintritt. Der Außenring 57 dreht sich nicht.

3a zeigt einen Ausschnitt aus einem Klemmkörperfreilauf, bei dem die Klemmkörper 55 an den Ringen 56, 57 anliegen, so daß der Rücklauf in Richtung K gesperrt ist. In 3b und 3c ist die Kombination eines Klemmkörperfreilaufs mit einem Kugellager dargestellt.

In 3c sind die Klemmkörper 55 von den Ringen 56, 57 abgehoben, d. h. es ist die Freilaufdrehung I dargestellt. Mit 59 sind die Kugeln bezeichnet.

Die Erfindung ist am Beispiel eines Klemmkörperfreilaufs dargestellt, umfaßt aber auch andere kraftschlüssig wirkende Freiläufe, z. B. Klemmrollenfreiläufe. Weiterhin umfaßt die Erfindung sowohl ungelagerte Freiläufe, bei denen die Welle durch separate Lager, z. B. Wälzlager, gelagert ist als auch gelagerte Freiläufe (Kombination), bei denen der Freilauf und z. B. das Wälzlager (Kugellager, Zylinderrollager, Nadellager, Tonnenlager) ein integrales Bauteil (3b, 3c) bilden.

Durch die Rücklaufspeere in Gestalt der Freiläufe 13, 15 bzw. 51 wird die Aufgabe gelöst, das Zurückdrehen der Walzen 10, 10', 11, 11' bei Stillstand auszuschließen; das Zurückdrehen tritt praktisch immer auf und ist insbesondere durch eine Entspannung der Faserbänder und der Antriebsriemen verursacht. Auf diese Weise wird im Eingangsbereich des Streckwerks das unerwünschte Rückdrehen der Walzen vermieden. Durch den inkrementalen Drehweggeber 18 wird das Zurückdrehender Walzen 12, 12' fast vollständig oder vollständig ausgeschlossen. Auf diese Weise wird im Ausgangsbereich des Streckwerks das unerwünschte Rückdrehen der Walzen fast vollständig oder vollständig vermieden.

Der inkrementale Drehgeber 18, 19 (4) erzeugt eine Impulsfolge, deren Frequenz sich proportional zur Umdrehungsgeschwindigkeit der zu überwachenden Walze verhält. Der Drehgeber 18 ist ausgeführt mit Drehrichtungsunterscheidung, z. B. zur Positions- und Winkelerfassung und zur Erfassung von Drehzahl, Geschwindigkeit u. dgl. Der Drehgeber 19 ist ausgeführt ohne Drehrichtungsunterscheidung, d. h. nur zur Erfassung der Drehzahlen, Geschwindigkeiten u. dgl. Zweckmäßig wird ein magnetisch inkrementaler Drehgeber eingesetzt, bei dem eine Meßstange 60 und ein gekapselter Meßkopf 61 vorhanden sind. Mit 62 ist der elektrische Ausgang bezeichnet.

Nach 5a werden zwei sinusförmige Signale, die elektrisch um 90° versetzt sind, in rechteckförmige Impulse, Tastverhältnis 1:1 umgesetzt und auf zwei Spuren ausgegeben. Eine Drehrichtungsunterscheidung ist möglich. Nach 5b wird die sinusförmige Spannung in rechteckförmige Impulse, Tastverhältnis 1:1, umgesetzt. Es wird nur eine Spur ausgegeben. Eine Drehrichtungsunterscheidung ist nicht möglich.

Abweichend von den in 1, 2a und 2b dargestellten Ausführungsbeispielen kann der Freilauf zwischen dem Elektromotor 14 und der Mittelunterwalze 11 angeordnet werden. Beispielsweise kann er in einer Getriebestufe angeordnet werden. Ebenso könnte der Freilauf auch in den Elektromotor 14 integriert werden.

10, 10'
Eingangswalzenpaar
11, 11'
Mittelwalzenpaar
12, 12'
Ausgangswalzenpaar
13
Freilauf
14
Elektromotor
15
Freilauf
16
Faserverband
17
Elektromotor
18
inkrementaler Drehweggeber
19
inkrementaler Drehweggeber
20
Übertragungswelle
21 bis 31
Zahnräder oder Zahnriemenräder
32 bis 36
Zahnriemen
37 bis 40
Wellen bzw. Achsen
41
elektronische Motorregeleinrichtung
42
elektronische Motorregeleinrichtung
43
elektronische Maschinensteuereinrichtung
44
Tachogenerator
45
Tachogenerator
46
Leitung für Sollwertsignale
47
Leitung für Sollwertsignale
48
Leitung
49
Leitung für Drehrichtungssignale
50
Leitung für Drehrichtungssignale
51
Freilauf
52
Leitung
53
Meßwertumwandler
54
Nut-Feder-Walzenpaar
55
Klemmkörper
56
Ring
57
Ring
58
Feder
59
Kugeln
60
Meßstange
61
Meßkopf


Anspruch[de]
Streckwerk für eine Spinnereimaschine, insbesondere eine Regulierstrecke für Baumwolle, Chemiefasern u. dgl. mit wenigstens zwei aufeinanderfolgenden Walzenpaaren, die jeweils eine mittels eines eigenen Elektromotors angetriebene Walze besitzen und mit einer elektronischen Steuer- und Regeleinrichtung, an die die Elektromotoren angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der oder den durch den ersten Elektromotor (14) angetriebenen Walze oder Walzen (10, 11) ein Freilauf (13, 15 oder 51) und der oder den durch den weiteren Elektromotor (17) angetriebenen Walze (12) oder Walzen ein inkrementaler Drehweggeber (18) zugeordnet ist. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Elektromotor (14) ein Regelmotor und der weitere Elektromotor (17) ein Hauptmotor ist. Streckwerk nach Anspruch 1 oder 2 mit einem Vor- und einem Hauptverzugsbereich, dadurch gekennzeichnet, daß dem Antrieb für den Vorverzugsbereich der Freilauf (13, 15 oder 51) und dem Antrieb für den Hauptverzugsbereich der inkrementale Drehweggeber (18) zugeordnet ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Freilauf (13, 15, 51) ein Klemmkörperfreilauf ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Freilauf (15, 51) koaxial zu der Walze angeordnet ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Freilauf (13) achsparallel zu der Walze angeordnet ist. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem ersten Elektromotor (14) und wenigstens zwei angetriebenen Walzen (10, 11) eine gemeinsame Übertragungswelle (20) angeordnet ist, der der Freilauf (13) zugeordnet ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Freilauf (51) der Eingangswalze (10) zugeordnet ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Mittel- und die Eingangswalze mechanisch miteinander gekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Freilauf (15) der Mittelwalze (11) zugeordnet ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der inkrementale Drehweggeber (18) am Ausgang hochauflösend ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der inkrementale Drehweggeber (18) am Ausgang die Drehrichtung der Walze (12) zu ermitteln vermag. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der durch den ersten Elektromotor (14) angetriebenen Walze oder Walzen ein inkrementaler Drehweggeber (19) zugeordnet ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der inkrementale Drehweggeber (19) am Eingang hochauflösend ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein magnetischer inkrementaler Drehweggeber (18, 19) vorgesehen ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der Walze durch den Drehweggeber (18, 19) ermittelbar ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehwinkel der Walze durch den Drehweggeber (18, 19) ermittelbar ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß ein gekapselter Drehweggeber (18, 19) vorhanden ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der inkrementale Drehweggeber (18) oder die inkrementalen Drehweggeber (18, 19) an die elektronische Steuer- und Regeleinrichtung (43), z. B. ein Mikrocomputer, angeschlossen ist bzw. sind. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Regeleinrichtung (43) aus den Signalen des oder der inkrementalen Drehweggeber (18, 19) die Drehzahl, den Drehwinkel und/oder die Drehrichtung der Walze oder der Walzen zu ermitteln vermag. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptmotor (17) drehzahlsteuerbar ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis20, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl des Elektromotors (14) durch eine Bandreguliereinrichtung (53, 54) veränderbar ist. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß dem ersten Elektromotor (14) und dem zweiten Elektromotor (17) jeweils eine elektronische Motorregeleinrichtung (41, 44 bzw. 42, 45) zugeordnet ist.






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