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Dokumentenidentifikation DE19817276B4 11.10.2007
Titel Anordnung zur Lagerung eines Flyerflügels
Anmelder SKF GmbH, 97421 Schweinfurt, DE
Erfinder Meyer, Wilhelm, 97453 Schonungen, DE
DE-Anmeldedatum 18.04.1998
DE-Aktenzeichen 19817276
Offenlegungstag 21.10.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse D01H 1/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D01H 7/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F16C 35/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Lagerung eines umlaufenden Flyerflügels in einem Maschinenrahmen.

Es sind Vorspinnmaschinen oder dgl. mit Flyerflügel bekannt, bei denen die mit einem Flyerflügel verbundenen Wellen über jeweils zwei Wälzlager fliegend in einer Flügelbank der Maschine gelagert sind (DE 40 04 524 C2). Der Antrieb für die Flügel ist als sogenannter Gruppenantrieb ausgebildet, der eine Mehrzahl von elektrischen Antriebsmotoren enthält, die jeweils zum Antrieb einer Gruppe von Flügeln ausgebildet sind. Zum Antrieb dient ein Zahnriemen, der um eine zwischen den beiden Lagern angeordnete Zahnriemenscheibe geschlungen ist, die drehfest mit einem Flügel verbunden ist. In der Regel sind die Flyerflügel selbst aus Kunststoff oder Leichtmetall gefertigt und werden bei der Herstellung an die separat gefertigten Wellen angegossen oder angespritzt. Der Einbau der Welle, der Lager und der Riemenscheibe in die Flügelbank ist schwierig und zeitaufwendig.

Es sind auch Vorspinnmaschinen mit doppelt gelagerten Flügeln bekanntgeworden, oben mittels des in einem Steg sitzenden Lagers an der Streckwerksbank, unten über die Lagerung einer Flügelhülse in der Maschinenwandung (DE-PS 12 35 780). Der Antrieb des Flügels erfolgt von einer ortsfesten Welle aus über ein auf dieser Welle sitzendes Schraubenrad und einen am unteren Rand der Flügelhülse angebrachten, als Schraubenrad ausgebildeten Zahnkranz auf die Flügelhülse und von dort auf den Flügel. Auch diese bekannte Ausführung ist aufwendig – weist eine Vielzahl von Einzelteilen auf – und ist nur sehr schwierig zu montieren.

Lagerungen für umlaufende Flyerflügel der genannten Art sind auch aus der GB 570 315, aus der DE-PS 853 403, aus der GB 344 270 und aus der GB 513 023 bekannt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Anordnung zur Lagerung eines umlaufenden Flyerflügels zu schaffen, die aus wenigen Einzelteilen besteht, einfach zu fertigen und zu montieren ist.

Diese Aufgabe wird nach der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, dass ein im Maschinenrahmen festgelegter Bolzen vorgesehen ist, auf dem der Flyerflügel über eine Lagerung drehbar gelagert ist, wobei der Bolzen mit einer zentralen Bohrung versehen ist, in der ein Führungsröhrchen für den Luntenlauf drehbar angeordnet ist. Hiermit wird der Lauf der Lunte zu dem Flyerflügel gewährleistet.

Gemäß einer Fortbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Führungsröhrchen am oberen Ende mittels eines Lagers im Bolzen abgestützt ist.

Auf diese Weise kann die Lagerung und der Flügel bereits auf dem Bolzen vormontiert und diese vormontierte Einheit in eine entsprechende Öffnung im Maschinenrahmen oder in der Flügelbank eingesetzt und festgeschraubt werden.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Lagerung unmittelbar in einer zentrischen Ausnehmung in der Nabe des Flyerflügels eingesetzt. Diese zentrische Ausnehmung ist vorzugsweise als Sackloch ausgebildet und am offenen Ende mit einem Deckel oder dgl. verschlossen. Dadurch ist die Lagerung allseitig abgedichtet, so dass kein Lagerschmiermittel aus- oder Schmutz etc. in den Lagerraum eintreten kann.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Nabe des Flyerflügels auf der Mantelfläche im Bereich der Lagerung mit einem zylindrischen Absatz versehen, der als Riemenscheibe für den Antriebsriemen dient. Dieser Absatz kann einstückig mit dem Flyerflügel ausgebildet sein, er kann außerdem auch mit am Umfang verteilten Zahnprofilen versehen sein, wenn ein Zahnriemen zum Antrieb verwendet werden soll.

Bei dieser erfindungsgemäßen Anordnung sind sowohl Lagergehäuse als auch Riemenscheibe integrierte Teile des Flyerflügels. Damit ist die Zahl der Einzelteile reduziert, auch ergibt sich dadurch eine einfache Fertigung und Montage der Einzelteile. Der Flyerflügel mit der vormontierten Lagerung lässt sich in einfacher Weise in den Maschinenrahmen (Flügelbank) einsetzen und befestigen. Der Lagerinnenraum ist bei dieser Anordnung abgeschlossen. Insbesondere durch den geschlossenen Boden der Ausnehmung in der Nabe zur Aufnahme der Lager kann nach unten kein Schmiermittel austreten. Somit wird eine Verschmutzung der Ware wirkungsvoll vermieden.

Ganz generell lässt sich mit dieser erfindungsgemäßen Lageranordnung eine höhere Gebrauchsdauer und höhere Betriebssicherheit bei niedrigen Kosten erreichen.

Die Erfindung soll anhand zweier in den beiliegenden Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben werden.

Es zeigen:

1 ein Ausführungsbeispiel einer Lagerung für einen Flyerflügel ohne Luntenlauf durch den Bolzen und

2 ein Ausführungsbeispiel mit einem Luntenlauf durch den Bolzen jeweils im Teilschnitt.

Gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche Teile.

Der nur teilweise dargestellte Flyerflügel 1 ist mit einer zentrischen Ausnehmung 2 in der Nabe 3 ausgebildet, in der auf abgestuften Absätzen 4 und 5 die beiden Wälzlager 6 und 7 eingesetzt sind. Die beiden Wälzlager 6 und 7 sitzen mit ihren Innenringen auf ebenfalls abgesetzten Absätzen 8 und 9 eines Bolzens 10. Dieser Bolzen 10 weist an seinem freien Ende einen Gewindeabschnitt 11 auf, auf dem nach dem Einsetzen des Bolzens 10 in eine Ausnehmung 12 im Maschinenrahmen 13 eine Mutter 14 aufgeschraubt wird, die den Bolzen 10 festlegt. Die Ausnehmung 2 ist als Sacklochbohrung ausgebildet, d.h. sie ist nach einer Seite durch einen Boden 15 der Nabe 3 abgeschlossen. Am offenen Ende ist ein Deckel 16 eingesetzt, so daß die die Wälzlager 6 und 7 aufnehmende Ausnehmung 2 allseitig abgeschlossen ist. Es kann somit weder Schmiermittel aus der Ausnehmung 2 austreten, noch Schmutz, Fasern oder dgl. eintreten.

Um eine vorgespannte Lagerung zu schaffen, ist zwischen den beiden Wälzlagern 6 und 7 ein Tellerfederpaket 17 angeordnet, das sich einerseits am Innenring des Wälzlagers 7 und andererseits an einem Absatz 18 bzw. Bund 19 des Bolzens 10 abstützt. Auf der Mantelfläche im Bereich eines der beiden Wälzlager 6 ist die Nabe 3 des Flyerflügels 1 als zylindrischer Absatz 20 mit einem Zahnprofil 21


Anspruch[de]
Anordnung zur Lagerung eines umlaufenden Flyerflügels in einem Maschinenrahmen, gekennzeichnet durch einen im Maschinenrahmen (13) festgelegten Bolzen (10), auf dem der Flyerflügel (1) über eine Lagerung (6, 7) drehbar gelagert angeordnet ist, wobei der Bolzen (10) mit einer zentralen Bohrung (22) versehen ist, in der ein Führungsröhrchen (23) für den Luntenlauf drehbar angeordnet ist. Anordnung zur Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsröhrchen (23) am oberen Ende (24) mittels eines Lagers (25) im Bolzen (10) abgestützt ist. Anordnung zur Lagerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung (6, 7) in einer zentrischen Ausnehmung (2) in der Nabe (3) des Flyerflügels (1) eingesetzt ist. Anordnung zur Lagerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (2) in der Nabe (3) als Sackloch ausgebildet und am offenen Ende durch einen Deckel (16) oder dgl. verschlossen ist. Anordnung zur Lagerung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Flyerflügel (1) auf der Mantelfläche im Bereich der Lagerung (6, 7) mit einem zylindrischen Absatz (20) versehen ist, der als Riemenscheibe für den Antriebsriemen dient. Anordnung zur Lagerung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Absatz (20) einstückig mit der Nabe (3) des Flyerflügels (1) ausgebildet ist. Anordnung zur Lagerung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Absatz (20) mit einem Zahnprofil (21) versehen ist.






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