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Dokumentenidentifikation DE202006007043U1 11.10.2007
Titel Kabelclip für ein Kraftfahrzeug-Türelement sowie Kraftfahrzeug-Türelement
Anmelder Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Coburg, 96450 Coburg, DE
Vertreter Patentanwälte Kewitz & Kollegen Partnerschaft, 60325 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 202006007043
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.10.2007
Registration date 06.09.2007
Application date from patent application 28.04.2006
IPC-Hauptklasse H02G 3/32(2006.01)A, F, I, 20060428, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60J 5/00(2006.01)A, L, I, 20060428, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kabelclip für ein Kraftfahrzeug-Türelement zum Aufnehmen und Halten eines Kabels, insbesondere eines Kabelbaums, sowie ein Kunststoff-Türelement für Kraftfahrzeuge mit zumindest einem solchen Kabelclip, insbesondere einem so genannten Türmodulträger bzw. Türaggregateträger aus Kunststoff.

Hintergrund der Erfindung

Die 1 zeigt einen Kabelclip für ein Kraftfahrzeug-Türelement aus Kunststoff gemäß dem Stand der Technik. Der insgesamt mit 1 bezeichnete Kabelclip umfasst eine flächige, ebene Basis 2, eine insgesamt keilförmige Halterippe 40 sowie einen elastischen Arm 10. Die Basis 2 ist mit dem Türelement (nicht gezeigt) fest verbunden, insbesondere durch Kleben, oder ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform einstückig mit dem ebenfalls aus einem Kunststoff ausgebildeten Türelement ausgebildet, insbesondere durch Spritzgießen. Auf der Basis 2 ist die keilförmige Halterippe 40 ausgebildet, über der sich das vordere freie Ende des elastischen Arms 10 im Wesentlichen parallel zur geneigten Oberfläche der Halterippe 40 erstreckt. Die Halterippe 40 und der elastische Arm 10 bilden eine Kabelhalteaufnahme 25 aus, deren Größe und Ausbildung so gewählt ist, dass diese zur Aufnahme und zum Halten eines Kabels (nicht gezeigt) geeignet ist. Gemäß der 1 ist im mittleren Bereich der Halterippe 40 eine im Wesentlichen halbkreisförmige konkave Vertiefung 42 ausgebildet, deren Durchmesser auf den Durchmesser des zu haltenden Kabels bzw. Kabelbaums abgestimmt ist. Am vorderen Ende der Halterippe 40 ist ein sich relativ zu der Basis 2 unter einem spitzen Winkel erstreckender Einführabschnitt 41 ausgebildet, der sich in der hinteren Schräge 43 fortsetzt.

Der elastische Arm 10 ist insgesamt L-förmig ausgebildet und umfasst einen vergleichsweise steifen Verbindungsabschnitt 11 zum Verbinden mit der Basis 2, der im Wesentlichen senkrecht von dieser abragt, einen gekrümmten Abschnitt 12, der in einen geraden Klemmabschnitt übergeht und an seinem vorderen freien Ende von der Basis wegwärts gekrümmt ist. Im Bereich der Kabelhalteaufnahme 25 erstreckt sich der gerade Klemmabschnitt des elastischen Arms 10 im Wesentlichen parallel zu der gedachten Verbindungslinie der beiden Schrägen 41, 43 der Halterippe 40. Zum Zurückhalten des Kabels in der Kabelhalteaufnahme 25 ist am vorderen Ende des Klemmabschnitts des elastischen Arms 10 eine Haltenase 13 ausgebildet.

Zum Einführen des Kabels bzw. Kabelbaums wird dieses in den sich keilförmig verjüngenden Zwischenraum zwischen der Einführschräge 41 und dem vorderen freien Ende 14 des elastischen Arms 10 eingeführt und anschließend hin zu dem Kabelhalteabschnitt 25 gedrückt bzw. gezogen. Dabei gleitet das Kabel entlang der Einführschräge 41 und gelangt schließlich in Anlage zu dem vorderen freien Ende 14 des elastischen Arms 10. Beim weiteren Einführen des Kabels wird der elastische Arm 10 von der Halterippe 40 weggeschwenkt, bis schließlich das Kabel die Haltenase 13 überstrichen hat und in die Kabelhalteaufnahme 25 eingelaufen ist. In diesem eingeführten Zustand schwenkt der elastisch gegen die Halterippe 40 vorgespannte Arm 10 zurück, so dass das in der Kabelhalteaufnahme 25 aufgenommen Kabel mit einer durch die Elastizitätseigenschaften des elastischen Arms 10 vorbestimmten Klemmkraft gegen die Halterippe 40 geklemmt wird.

Der herkömmliche Kabelclip eignet sich im Wesentlichen nur zur Aufnahme eines Kabels bzw. eines Kabelbaums, dessen Durchmesser dem Durchmesser der Kabelhalteaufnahme 25 entspricht. Dies resultiert in einer unzureichenden Flexibilität bei der Montage, da für unterschiedliche Kabel- bzw. Kabelbaumdurchmesser unterschiedliche Kabelclips verwendet werden, was aufwendig ist.

Zusammenfassung der Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Kabelclip vom vorgenannten Typ dahingehend weiterzubilden, dass dieser zur Aufnahme von Kabeln bzw. Kabelbäumen mit unterschiedlichen Durchmessern besser geeignet ist. Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung soll ferner ein Kabelclip bereitgestellt werden, an dem ein Kabel bzw. ein Kabelbaum auch in anderer Weise als durch Klemmen gesichert werden kann. Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung soll ferner ein Kunststoff-Türelement für Kraftfahrzeuge mit zumindest einem solchen Kabelclip bereitgestellt werden.

Diese und weitere Aufgaben werden gemäß der vorliegenden Erfindung durch einen Kabelclip mit den Merkmalen nach Anspruch 1 bzw. 6 sowie durch ein Kunststoff-Türelement für Kraftfahrzeuge mit den Merkmalen nach Anspruch 17 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der rückbezogenen Unteransprüche.

Somit geht die vorliegende Erfindung aus von einem Kabelclip für ein Kraftfahrzeug-Türelement, zum Aufnehmen und Halten eines Kabels, mit einer Basis, einem oberer mit der Basis verbundenen elastischen Arm und einem mit der Basis verbundenen Gegenelement, wobei zwischen dem elastischen Arm und dem Gegenelement eine Kabelhalteaufnahme ausgebildet ist, wobei der elastische Arm zum Einführen des Kabels in die Kabelhalteaufnahme elastisch von dem Gegenelement wegschwenkbar ist und wobei der elastische Arm gegen das Gegenelement elastisch vorgespannt ist, wenn das Kabel in der Kabelhalteaufnahme aufgenommen ist, um dieses zu klemmen. Erfindungsgemäß ist das Gegenelement ebenfalls flexibel.

Durch Verwendung eines flexiblen Gegenelements unterhalb des oberen elastischen Arms können erfindungsgemäß auch Kabel bzw. Kabelbäume mit anderen Durchmessern als dem Durchmesser der Kabelhalteaufnahme zuverlässig gehalten werden, ohne dass bei kleineren Durchmessern die Haltekraft verloren geht. Denn das flexible Gegenelement sorgt automatisch für einen gewissen Ausgleich. Somit können Kabel bzw. Kabelbäume mit unterschiedlichen Durchmessern unter Verwendung eines Typs von Kabelclip zuverlässig gehalten werden. Dies führt zu einer weiteren Vereinfachung der Montage und führt zu einer Kostenersparnis.

Gemäß Anspruch 2 kann das Kabel bzw. der Kabelbaum noch zuverlässiger gehalten werden, wenn die Kabelhalteaufnahme korrespondierend zum Profil des Kabels bzw. Kabelbaums ausgebildet ist.

Weitere Vorteile ergeben sich nach Anspruch 3, weil der untere elastische Arm im Vergleich zum herkömmlichen Kabelclip weiter in Richtung der Basis niedergedrückt wird, was die Gesamthöhe des Kabelclips und die Gefahr eines Abreißens des Kabels weiter mindert. Selbstverständlich kann alternativ auch der obere federelastische Arm elastischer sein als der untere elastische Arm.

Das Elastizitäts- und Biegeverhalten der elastischen Arme kann gemäß Anspruch 4 gezielt modifiziert werden, was weitere Vorteile beim Design von Kraftfahrzeug-Türelementen bietet, insbesondere so genannten Türmodulträgern. Selbstverständlich kann jedoch das untere Gegenelement auch an seinen beiden Enden mit der Basis verbunden sein.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform nach Anspruch 5 kann das Kabel bzw. der Kabelbaum alternativ auch mit Hilfe eines Kabelbinders an dem Kabelclip gehalten werden, was insbesondere nach einem Service- oder Reparaturfall von Vorteil ist oder auch im Falle des Abbrechens des oberen federelastischen Elements, da das Türelement, mit welchem der Kabelclip verbunden ist, trotzdem weiterverwendet werden kann.

Ein solches Sicherungsmittel kann gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform gleichzeitig auch zur Erzielung anderer technischer Wirkungen dienen, insbesondere zur Ausbildung eines Anschlags für das Kabel, sodass das Kabel beim Einführen in den von dem elastischen Arm und dem Gegenelement ausgebildeten Spalt nicht über die Kabelhalteaufnahme hinaus eingeschoben werden kann, und/oder zur Begrenzung der Aufweitung des von dem elastischen Arm und dem Gegenelement ausgebildeten Spalts. Dabei kann das Sicherungsmittel insbesondere durch einen an dem elastischen Arm und/oder an dem Gegenelement ausgebildeten, zweckmäßig im Wesentlichen senkrecht abragenden Steg ausgebildet werden, welcher bei einer entsprechenden Aufweitung des vorgenannten Spalts in Anlage zu einem Anschlag gerät, beispielsweise dem gegenüberliegenden Gegenelement und/oder elastischen Arm, um die Aufweitung dadurch zu begrenzen.

Dieser Vorteil ergibt sich auch gemäß einem zweiten unabhängig beanspruchbaren Typ von Kabelbinder nach Anspruch 6, bei dem das Gegenelement zwar flexibel sein kann, jedoch nicht notwendigerweise flexibel sein muss sondern beispielsweise auch in Form einer steifen Rippe, wie bei dem herkömmlichen Kabelclip gemäß der 1 ausgebildet ist.

Durch gezielte Einbringung von einem Elastizitäts-Beeinflussungsabschnitt nach Anspruch 13 kann die Elastizität des elastischen Arms bzw. der elastischen Arme gezielt beeinflusst werden. Insbesondere können U-förmige Biegungen in einem oder beiden elastischen Armen zum Zusammenziehen der elastischen Arme durch gewollten Bauteilverzug dienen.

Ein Kabelclip nach Anspruch 15 kann gleichzeitig auch ein weiteres Kabel bzw. einen weiteren Kabelbaum oder einen Bowdenzug halten, was den Aufwand bei der Auslegung und Montage von Türelementen weiter verringert.

Bevorzugt ist ein Kabelclip gemäß der vorliegenden Erfindung durch ein Gießverfahren, insbesondere durch Spritzgießen, aus einem Kunststoff ausgebildet. Dies ermöglicht insbesondere nach Anspruch 18 die einstückige Ausbildung des Kabelclips mit einem Kunststoff-Türelement, insbesondere Kunststoff-Türmodulträger. Selbstverständlich kann der erfindungsgemäße Kabelclip auch durch Kleben, Laserschweißen oder dergleichen oder durch Formschluss, beispielsweise Verrasten, Einhängen oder Einclipsen, mit einem Kraftfahrzeug-Türelement verbunden werden, das nicht notwendigerweise aus einem Kunststoff ausgebildet zu sein braucht.

Figurenübersicht

Nachfolgend wird die Erfindung in beispielhafter Weise und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben werden, woraus sich weitere Merkmale, Vorteile und zu lösende Aufgaben ergeben werden. Es zeigen:

1 einen Kabelclip gemäß dem Stand der Technik;

2 in einer Perspektivansicht einen Kabelclip gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

3 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kabelclips;

4a und 4b einen Kabelclip gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

5a und 5b den Kabelclip gemäß der 4 bzw. 4b mit eingehängtem Kabelbinder;

6a und 6b weitere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Kabelclips mit eingehängtem Kabelbinder;

7a und 7b einen Kabelclip gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ohne eingeführte Kabel und mit einem eingeführten Bowdenzug und Kabelbaum;

8 einen Kabelclip gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und

9a und 9b einen Kabelclip gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit eingeführten Kabelbäumen und Bowdenzug.

In den Figuren bezeichnen identische Bezugszeichen identische oder im Wesentlichen gleich wirkende Elemente oder Elementgruppen.

Ausführliche Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen

Bei im Übrigen gleichem Aufbau und gleicher Funktionsweise im Vergleich zur 1 weist der Kabelclip 1 gemäß der 2 ein flexibles Gegenelement 30 auf, das als flexibler Arm bzw. Steg ausgebildet ist, der an dem vorderen Verbindungsabschnitt 31 und dem hinteren Verbindungsabschnitt 33 mit der Basis 2 verbunden ist, das insgesamt keilförmig ausgebildet ist, das einen ösenartig ausgebildeten Zwischenraum 28 zur Basis 2 ausbildet und das auf der unter einem spitzen Winkel relativ zu der Basis 2 geneigt verlaufenden Oberseite einen halbkreisförmig konkav gewölbten Aufnahmeabschnitt 32 aufweist, der gemeinsam mit dem gegenüber liegenden Klemmabschnitt des elastischen Arms 10 eine Kabelhalteaufnahme 25 ausbildet, in welcher das eingeführte Kabel durch die Sicherungsnase 13 und die Kontur des Aufnahmeabschnitts 32 gesichert ist, wenn der Klemmabschnitt des elastischen Arms 10 das Kabel in den Aufnahmeabschnitt 32 drückt. Das Gegenelement 30 ist zweckmäßig aus demselben Kunststoff ausgebildet wie die Basis 2 und der federelastische Arm 10. Das so ausgebildete Gegenelement kann dieselbe Elastizität aufweisen wie der elastische Arm 10 oder alternativ eine größere oder kleinere Elastizität als der elastische Arm 10 aufweisen, was insbesondere von der Wahl der Stärke des Arms bzw. Stegs des Gegenelements 30 abhängt. Gemäß der 2 verhindert die Kontur des Aufnahmeabschnitts 32 ein weiteres Einschieben des Kabels bzw. Kabelbaums über die Kabelhalteaufnahme 25 hinaus in den Zwischenraum 26.

Gemäß der 3 wird diese Funktion durch einen zusätzlich im Wesentlichen senkrecht von dem elastischen Arm 10 abragenden Vorsprung 15 ausgeübt, der unter einem Abstand zu dem hinteren freien Ende 34 des Aufnahmeabschnitts 32 angeordnet ist, der kleiner ist als der Durchmesser des aufzunehmenden Kabels bzw. Kabelbaums. Wie dem Fachmann ohne weiteres ersichtlich sein wird, kann der Vorsprung gleichzeitig auch die folgende Funktion ausüben: Begrenzung der Aufweitung des von dem elastischen Arm 10 und dem unteren flexiblen Arms 30 ausgebildeten Spalts, und zwar dadurch, dass das vordere freie Ende des Vorsprungs 15 bei einer allzu starken Aufweitung des vorgenannten Spalts durch Wegschwenken des elastischen Arms 10 von der Basis 2 in Anlage zu dem hinteren freien Ende 34 des unteren flexiblen Arms 30 gerät.

Die 4a und 4b zeigen weitere Varianten zu dem Kabelclip gemäß der 3. Gemäß der 4a ist das vordere Ende des Vorsprungs 15 mit dem vergleichsweise steifen Verbindungsbereich 11 des elastischen Arms 10 verbunden, so dass zwischen den Stegen 15, 16 und dem gekrümmten Abschnitt 12 eine Halteöse 17 ausgebildet ist, in die, wie in der 5a gezeigt, ein Kabelbinder 5 eingehängt werden kann. Mit dem Kabelbinder 5 kann auch nach dem Abbrechen des unteren elastischen Arms das Kabel bzw. der Kabelbaum an dem Kabelclip gesichert werden.

Gemäß der 4b erstreckt sich der Quersteg 16 unter einem Winkel von etwa 45° zu der Basis 2, um diese mit dem vergleichsweise steifen Verbindungsabschnitt 11 des elastischen Arms 10 zu verbinden. Zwischen dem Quersteg 16, dem Verbindungsabschnitt 11 und der Basis 2 wird ein ösenförmiger Bereich 17 zur Aufnahme eines Kabelbinders ausgebildet, wie in der 5b gezeigt.

Gemäß der 6a ist in dem vergleichsweise steifen Verbindungsbereich 11 des elastischen Arms 10 ein Schlitz 18 ausgebildet, in dem der Kabelbinder 5 eingehängt werden kann. Die 6b zeigt den Kabelclip gemäß der 2 mit einem Kabelbinder 5, der in den ösenförmigen Zwischenraum 28 eingehängt ist. Auch gemäß den Ausführungsformen nach den 6a und 6b kann das Kabel bzw. der Kabelbaum mit Hilfe des Kabelbinders an dem oberen bzw. unteren elastischen Arm alternativ befestigt werden.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der 7a ist zusätzlich zur Kabelhalteaufnahme 25 eine zusätzliche Halteaufnahme 27 ausgebildet, die über einen Verbindungsschenkel 35 mit der Kabelhalteaufnahme 25 verbunden ist. Wie in der 7b gezeigt ist, kann in der Kabelhalteaufnahme 25 ein mehrere Kabel 7 aufweisender Kabelbaum 6 geklemmt gehalten werden und kann gleichzeitig in der zusätzlichen Halteaufnahme 27 ein weiteres Kabel geklemmt gehalten werden, beispielsweise der in der 7b schematisch angedeutete Bowdenzug 8. Auf diese Weise können auf einem Kraftfahrzeug-Türelement mehrere Kabel Platz sparend und Kosten sparend gemeinsam gehalten werden.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der 8 sind die beiden elastischen Arme 10, 30 nicht auf gegenüberliegenden Seiten mit der Basis verbunden, wie beispielsweise in den 3 bis 7b gezeigt, sondern sind die beiden elastischen Arme 10, 30 auf den gleichen Seiten mit der Basis 2 verbunden. Beim Einführen des Kabels wird somit der untere elastische Arm 30 zur Basis 2 niedergedrückt und/oder der obere federelastische Arm 10 weg von der Basis 2 geschwenkt, was von den jeweiligen Elastizitäten anhängt.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der 9a ist an dem unteren flexiblen Element eine U-förmige Biegung ausgebildet, die von einem Boden 38 und zwei einander gegenüberliegenden und von dem Boden 38 senkrecht abragenden Schenkeln 39 ausgebildet wird. Wenn der von der U-förmigen Biegung ausgebildete Zwischenraum nicht mit Kabeln ausgefüllt ist, kommt es zu einem gewissen Verzug des unteren elastischen Arms, was gewollt ist, um die Elastizitätseigenschaften und das Biegeverhalten des unteren elastischen Arms gezielt einzustellen. Wie in der 9a gezeigt ist, kann der von der U-förmigen Biegung gebildete Zwischenraum auch gleichzeitig zur Aufnahme eines oder mehrerer Kabelbäume verwendet werden. Zusätzlich ist an dem unteren elastischen Arm in der Aufnahme 25 ein Bowdenzug 8 geklemmt gehalten.

Gemäß der 9b ist zusätzlich auch an dem oberen elastischen Arm eine U-förmige Biegung ausgebildet, die von dem Boden 20 und den beiden einander gegenüberliegenden und im Wesentlichen senkrecht von dem Boden 20 abragenden Schenkeln 21 ausgebildet ist und dieselbe Funktion, wie vorstehend anhand der 9a beschrieben, ausübt. Eine solche U-förmige Biegung kann an einem oder beiden der elastischen Arme vorgesehen sein.

Ein Kabelclip gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine beliebige Art von Kabel aufnehmen, beispielhaft seien angeführt: elektrische Kabel, insbesondere Kupferdrähte, elektrische Kabelbäume, optische Kabel (beispielsweise optische Fasern) oder Kabelbäume mit optischen Fasern, Medium-Leitungen, insbesondere Wasser-, Brennstoff- oder Druckluftleitungen, beliebige andere Versorgungsleitungen, Bowdenzüge.

Ein Kabelclip gemäß der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt durch Spritzgießen einstückig ausgebildet. Der Kabelclip kann durch Kleben, Laserschweißen oder andere geeignete Verbindungstechniken mit dem Türelement verbunden werden. Insbesondere kann der Kabelclip auch durch Formschluss mit einem Türelement verbunden werden, beispielsweise durch Verrasten, Einclipsen oder Einhängen in das Türelement. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel gemäß der vorliegenden Erfindung betrifft ein Kunststoff-Türmodul, insbesondere einen so genannten Türmodul- bzw. Aggregateträger, an dem zumindest ein Kabelclip, wie vorstehend beschrieben, befestigt ist. Dabei kann der Kabelclip jeweils auch einstückig mit dem Kunststoff-Türmodul ausgebildet sein, insbesondere durch Spritzgießen.

1
Kabelclip
2
Basis/Kunststoff-Türmodul
5
Kabelbinder
6
Kabelbaummantel
7
elektrisches Kabel/Kabelbaum
8
Bowdenzug
10
Oberer Federarm
11
Verbindungsabschnitt
12
Gekrümmter Abschnitt
13
Sicherungsnase
14
Vorderes Ende des oberen Federarms
15
Sperrnase
16
Quersteg
17
Halteöse
18
Schlitz
19
Elastizitäts-Beeinflussungsabschnitt
20
Boden des Elastizitäts-Beeinflussungsabschnitts 19
21
seitlicher Schenkel des Elastizitäts-Beeinflussungsabschnitts 19
25
Kabelhalteaufnahme
26
Zwischenraum
27
Zusätzliche Halteaufnahme
28
Zwischenraum/Öse
30
Unterer flexibler Haltearm
31
Vorderer Verbindungsabschnitt
32
Aufnahmeabschnitt
33
Hinterer Verbindungsabschnitt
34
Hinteres freies Ende
35
mittlerer Verbindungsschenkel
36
Boden
37
Seitlicher Schenkel
38
Boden
39
Seitlicher Schenkel
40
Kabelhalterippe
41
Vordere Schräge
42
Aufnahme
43
Hintere Schräge


Anspruch[de]
Kabelclip für ein Kraftfahrzeug-Türelement, zum Aufnehmen und Halten eines Kabels (7), mit einer Basis (2), einem oberen mit der Basis verbundenen elastischen Arm (10) und einem mit der Basis verbundenen Gegenelement (30), wobei zwischen dem elastischen Arm (10) und dem Gegenelement (30) eine Kabelhalteaufnahme (25) ausgebildet ist, wobei der elastische Arm zum Einführen des Kabels (7) in die Kabelhalteaufnahme (25) elastisch von dem Gegenelement (30) wegschwenkbar ist und wobei der elastische Arm gegen das Gegenelement elastisch vorgespannt ist, wenn das Kabel (7) in der Kabelhalteaufnahme (25) aufgenommen ist, um dieses zu klemmen, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenelement ebenfalls flexibel ist. Kabelclip nach Anspruch 1, wobei das Gegenelement als elastischer Arm (30) ausgebildet ist, an dem die Kabelhalteaufnahme als gewölbter oder vertiefter Abschnitt (32) ausgebildet ist. Kabelclip nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die beiden elastischen Arme (10, 30) unterschiedliche Elastizitätsmodule bzw. Federkräfte aufweisen. Kabelclip nach Anspruch 2 oder 3, wobei die beiden elastischen Arme (10, 30) an gegenüber liegenden Enden (11, 31) oder an denselben Enden (11, 33) einseitig mit der Basis (2) verbunden sind. Kabelclip nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei dem an zumindest einem der elastischen Arme (10, 30) ein Sicherungsmittel (15, 16; 16; 18; 28) ausgebildet ist, das einen Anschlag für das Kabel ausbildet und/oder eine Aufweitung eines von dem elastischen Arm (10) und dem Gegenelement (30) ausgebildeten Spalts begrenzt und/oder zum Sichern eines Kabelbinders (5) an dem Kabelclip (1) ausgelegt ist, so dass das Kabel (7) alternativ mit Hilfe des Kabelbinders (5) an dem Kabelclip gehalten werden kann. Kabelclip für ein Kraftfahrzeug-Türelement, zum Aufnehmen und Halten eines Kabels (7), mit einer Basis (2), einem oberen mit der Basis verbundenen elastischen Arm (10) und einem mit der Basis verbundenen Gegenelement (30), wobei zwischen dem elastischen Arm (10) und dem Gegenelement (30) eine Kabelhalteaufnahme (25) ausgebildet ist, wobei der elastische Arm zum Einführen des Kabels (7) in die Kabelhalteaufnahme (25) elastisch von dem Gegenelement (30) wegschwenkbar ist und wobei der elastische Arm gegen das Gegenelement elastisch vorgespannt ist, wenn das Kabel (7) in der Kabelhalteaufnahme (25) aufgenommen ist, um dieses zu klemmen, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einem der elastischen Arme (10, 30) ein Sicherungsmittel (15, 16; 16; 18; 28) ausgebildet ist, das einen Anschlag für das Kabel ausbildet und/oder eine Aufweitung eines von dem elastischen Arm (10) und dem Gegenelement (30) ausgebildeten Spalts begrenzt und/oder zum Sichern eines Kabelbinders (5) an dem Kabelclip (1) ausgelegt ist, so dass das Kabel (7) alternativ mit Hilfe des Kabelbinders (5) an dem Kabelclip gehalten werden kann. Kabelclip nach Anspruch 5 oder 6, wobei das Sicherungsmittel von zwei von dem oberen elastischen Arm (10) oder dem Gegenelement (30) unter Ausbildung einer Halteöse (17) abragenden Stegen (15, 16) ausgebildet ist. Kabelclip nach Anspruch 5 oder 6, wobei das Sicherungsmittel von einem geneigt verlaufenden Quersteg (16) ausgebildet ist, welcher mit der Basis (2) und dem oberen elastischen Arm (10) verbunden ist. Kabelclip nach Anspruch 5 oder 6, wobei das Sicherungsmittel ein in dem oberen elastischen Arm (10) nahe einem Verbindungsabschnitt (11) mit der Basis (2) ausgebildeter Durchbruch bzw. Schlitz (18) ist, durch welchen sich der Kabelbinder (5) erstrecken kann. Kabelclip nach Anspruch 5 oder 6, wobei das Sicherungsmittel eine von dem oder an dem Gegenelement (30) unmittelbar ausgebildete Öse (28) ist. Kabelclip nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gegenelement (30) einen von der Basis (2) unter einem spitzen Winkel abragenden Einführschenkel (31) aufweist, entlang dem das Kabel (7) in die sich an den Einführschenkel anschließende Kabelhalteaufnahme (25) geführt wird, wobei sich der obere elastische Arm (10) im Bereich der Kabelhalteaufnahme (25) unter dem spitzen Winkel relativ zu der Basis (2) erstreckt. Kabelclip nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei am vorderen und/oder hinteren Ende der Kabelhalteaufnahme (25) an dem oberen elastischen Arm (10) ein Vorsprung (13, 15) zum Zurückhalten des Kabels (7) in der Kabelhalteaufnahme (25) ausgebildet ist. Kabelclip nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an dem oberen elastischen Arm (10) und/oder an dem Gegenelement (30) ein Elastizitäts-Beeinflussungsabschnitt (19, 38-39) vorgesehen oder ausgebildet ist, um dessen Elastizität im Vergleich zu einem sich geradlinig erstreckenden Arm bzw. Gegenelement aus demselben Material und mit denselben Abmessungen zu modifizieren. Kabelclip nach Anspruch 13, wobei der Elastizitäts-Beeinflussungsabschnitt als U-förmige Biegung (19-21; 38, 39) an dem oberen elastischen Arm (10) bzw. dem als elastischen Arm (30) ausgebildeten Gegenelement ausgebildet ist. Kabelclip nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an oder in dem Gegenelement (30) eine zusätzliche Halteaufnahme (27) zum Aufnehmer eines weiteren Kabels (7) oder eines Bowdenzugs (8) ausgebildet ist. Kabelclip nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welcher durch ein Gießverfahren, insbesondere durch Spritzgießen, aus einem Kunststoff ausgebildet ist. Kunststoff-Türelement für Kraftfahrzeuge, insbesondere Kunststoff-Türmodulträger, gekennzeichnet durch zumindest einen Kabelclip (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche. Kunststoff-Türelement nach Anspruch 17, wobei der Kabelclip (1) jeweils einstückig mit dem Türelement ausgebildet ist.






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