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Dokumentenidentifikation DE202007005712U1 11.10.2007
Titel Wandelement
Anmelder Strähle Raum-Systeme GmbH, 71332 Waiblingen, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202007005712
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.10.2007
Registration date 06.09.2007
Application date from patent application 16.04.2007
IPC-Hauptklasse E04C 2/38(2006.01)A, F, I, 20070416, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04C 2/26(2006.01)A, L, I, 20070416, B, H, DE   E04B 2/72(2006.01)A, L, I, 20070416, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Wandelement umfassend mindestens zwei, drei, vier oder mehr Profilelemente, die zu einem Grundrahmen verbunden sind, und mindestens eine Grundplatte, die in den Grundrahmen einsetzbar ist.

Wandelemente werden beispielsweise in einem Trennwandsystem eingesetzt, um so Räume zu bilden oder zu gestalten. Alternativ oder zusätzlich können Wandelemente in sogenannten Schallabsorptionseinrichtungen eingesetzt werden, welche beispielsweise in Räumen vorgesehen sind, in welchen aufgrund einer Raumausstattung, insbesondere beispielsweise aufgrund der vorhandenen Einrichtungsgegenstände, nur eine geringe Schallabsorption gegeben ist. Bei derartigen Räumen handelt es sich beispielsweise um Büroräume oder andere Räume in öffentlichen Gebäuden, in welchen keine Teppichböden verlegt und/oder keine Gardinen vorgesehen sind. Derartige Räume sind von schallharten, glatten Oberflächen geprägt. Durch spezielle Schallabsorptionseinrichtungen ist es möglich, auch in derartigen Räumen eine Lärmbelastung aufgrund von Reflektion zu reduzieren.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Wandelement zu schaffen, welches gute Schallabsorptionseigenschaften aufweist und schnell und einfach an individuelle Bedürfnisse anpassbar ist.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Wandelement umfassend mindestens zwei Rahmenelemente, vorzugsweise vier Rahmenelemente, die zu einem Grundrahmen verbunden sind, und ein flexibles, schalldurchlässiges Flächengebilde, welches an mindestens einer Außenkante einen Profilstreifen aufweist, wobei mindestens ein Rahmenelement an mindestens einer Außenseite eine Nut aufweist, in welche das Flächengebilde mittels des Profilstreifens zumindest teilweise einsetzbar ist, und ein durch den Grundrahmen aufgespannter Raum mit schallabsorbierendem Material gefüllt ist.

Als Außenseite eines Rahmenelements wird im Zusammenhang mit der Erfindung eine Seite bezeichnet, welche in der Verwendung des Rahmenelements in einem Wandelement einem Raum zugewandt ist.

Das flexible Flächengebilde ist auf einfache Weise in die Nut einsetzbar. Die Nut und/oder der Profilstreifen weisen in einer Ausgestaltung Rastelemente auf, welche ein einfaches Befestigen des Flächengebildes in der Nut ermöglichen. Die Rastelemente sind dabei vorzugsweise so gestaltet, dass ein zerstörungsfreies Lösen der Verbindung möglich ist. Das Flächengebilde ist dabei jederzeit abnehmbar, beispielsweise für eine Reinigung.

Das Flächengebilde ist schalldurchlässig, so dass die Schallwellen in den Innenraum des Grundrahmens eindringen und dort gedämpft werden können. Zu diesem Zweck weist das Flächengebilde in einer Ausgestaltung eine Perforation auf. Durch das in den Innenraum eingesetzte, schallabsorbierende Material ist eine Absorption der Schallwellen in dem Wandelement möglich. Der aufgespannte Raum und somit das schallabsorbierende Material wird durch das Flächengebilde ästhetisch ansprechend verkleidet.

In einer Ausgestaltung umfasst das Wandelement eine Grundplatte, welche mit dem Grundrahmen verbindbar, insbesondere in den Grundrahmen einsetzbar ist. Durch die Grundplatte wird die Stabilität des Wandelements verbessert.

In Weiterbildung des Rahmenelements ist der durch den Grundrahmen aufgespannte Raum durch die Grundplatte und das eingesetzte Flächengebilde begrenzt. Wird das Wandelement als Trennwand verwendet, so ist die Grundplatte als Außenwand einsetzbar. Als Material für die Grundplatte sind dabei ästhetisch ansprechende Edelhölzer oder dergleichen denkbar. Durch Gestaltung der Grundplatte mit Durchgangslöchern oder dergleichen wird erreicht, dass Schall von beiden Seiten in den aufgespannten Raum eindringen kann und das Wandelement beidseitig wirksam ist. In anderen Ausgestaltungen kann eine einseitige schallabsorbierende Wirksamkeit ausreichend sein.

In einer weiteren Ausgestaltung des Wandelements weisen die Rahmenelemente an zwei gegenüberliegenden Außenseiten Nuten auf, in welche jeweils Flächengebilde mittels Profilstreifen einsetzbar. Dadurch wird ein schallabsorbierendes Wandelement geschaffen, welches in beide Richtungen wirksam ist, wobei das schallabsorbierende Material an gegenüberliegenden Oberflächen des Wandelements ästhetisch ansprechend durch die Flächengebilde kaschiert ist. Zwischen den parallel angeordneten Flächengebilden kann eine Grundplatte zur Verbesserung der Stabilität vorgesehen sein.

In einer weiteren Ausgestaltung des Wandelements ist die Nut in einem Ausleger ausgeformt, durch welchen eine Tiefe des durch ein eingesetztes Flächengebilde verkleideten, durch den Grundrahmen aufgespannten Raums vergrößert ist. Dadurch ist es möglich, mehr schallabsorbierendes Material in den Raum einzusetzen und dadurch die Schallabsorption zu verbessern, ohne dass ein Gewicht des Rahmenelements aufgrund einer für die Vergrößerung andernfalls notwendigen zusätzlichen Rahmenstärke vergrößert wird. Weiter wird dadurch auch der Raum zum Einsetzen des Profilstreifens an dem Rahmen bei minimaler Materialverstärkung vergrößert.

In einer Ausgestaltung des Wandelements weisen die Rahmenelemente mindestens eine zu einem Rahmeninneren weisende Ausnehmung auf, in welche die Grundplatte einsetzbar ist. Durch eine derartige Ausnehmung ist eine einfache Anbringung der Grundplatte an dem Wandelement möglich.

In anderen Ausgestaltungen des Wandelements weisen die Rahmenelemente mindestens einen zu einem Inneren des durch den Grundrahmen aufgespannten Raums weisenden Steg auf, an welchen die Grundplatte flächenbündig anlegbar ist. Die Grundplatte ist dabei mit dem Grundrahmen verschraubbar oder auf andere Weise verbindbar.

In einer Ausgestaltung des Wandelements ist die Grundplatte eine Gipsfaser-Platte, Spanplatte, Gipskartonplatte oder dergleichen. Derartige Platten erlauben eine hohe Stabilität. Sie sind kostengünstig erhältlich und einfach verarbeitbar.

In einer Ausgestaltung des Wandelements ist der Raum zwischen der Grundplatte und der Außenseite des Rahmens mit Schaumstoff, insbesondere mit einem Polyether-Schaumstoff, einem Polyester-Schaumstoff und/oder einem Blockschaum, gefüllt. Schaumstoff bietet gute Dämmeigenschaften und ist einfach verarbeitbar. Die Dicke des verwendeten Schaumstoffs entspricht dabei in einer Ausgestaltung der Breite des Raums zwischen Grundplatte und Außenseite, so dass eine maximale Raumausnutzung für die Schallabsorption gegeben ist.

In einer Ausgestaltung des Wandelements ist das Flächengebilde mit Vorspannung in die Nut einsetzbar. Die Profilstreifen werden beispielsweise durch Reibschluss in der Nut gehalten. Die Profilstreifen sind auf einfache Weise durch Drücken in die Nuten einsetzbar. Dabei kann auf zusätzliche Rastmittel für eine Befestigung verzichtet werden. Ein Lösen ist durch Aufbringen einer Zugkraft einfach möglich. So kann das Flächengebilde abgenommen und gereinigt werden oder das Wandelement durch Austauschen des Flächengebildes an geänderte Nutzungsanforderungen kostengünstig angepasst werden.

In einer Ausgestaltung des Wandelements ist das Flächengebilde ein textiles Flächengebilde. Textile Flächengebilde sind durch Weben, Stricken, Wirken, Walken oder dergleichen herstellbar und sind üblicherweise schalldurchlässig. Die textilen Flächengebilde können in einer Ausgestaltung behandelt sein, so dass beispielsweise eine wasserabweisende Oberfläche erhalten wird. Bei der Behandlung ist jedoch darauf zu achten, dass eine Schalldurchlässigkeit erhalten bleibt.

In einer Ausgestaltung des Wandelements ist der Profilstreifen ein Silikonstreifen. Ein derartiger Profilstreifen ist auf einfache und kostengünstige Weise fertigbar. Der Silikon-Profilstreifen weist eine hohe Flexibilität auf, so dass der Streifen zum Einsetzen in die Nut einfach handhabbar ist. Der Silikon-Profilstreifen ist unempfindlich gegen äußere Einflüsse, wie Feuchtigkeit, Temperatur, so dass beispielsweise der Silikon-Profilstreifen zum Waschen eines flexiblen Flächengebildes nicht entfernt werden muss.

In Weiterbildung des Wandelements ist der Silikonstreifen mit dem Flächengebilde vernäht und/oder verklebt. Dadurch ist eine einfache, sichere und feste Verbindung geschaffen.

In einer Ausgestaltung des Wandelements sind die Rahmenelemente als Aluminiumteile, insbesondere als stranggepresste Aluminiumteile gefertigt und auf Gehrung verbunden. Derartige Rahmenelemente sind einfach als Profilstangen fertigbar. Eine Verbindung der Rahmenelemente ist vor Ort möglich. Daneben ist es denkbar, einen Rahmen umfassend die Rahmenelemente und die Grundplatte in einer Vormontage zu fertigen.

In einer Ausgestaltung des Wandelements weisen die Rahmenelemente einen im Wesentlichen L-förmigen Querschnitt auf, wobei an einem ersten Schenkel die Nut für das Flächengebilde vorgesehen ist und an einem zweiten Schenkel die Grundplatte anbringbar ist. Die L-Form ermöglicht eine gute Anbindung des Flächengebildes und der Grundplatte.

Die Aufgabe wird weiter gelöst durch einen Rahmen für ein Wandelement umfassend mindestens zwei, vorzugsweise vier Rahmenelemente, die zu einem Grundrahmen verbunden sind, wobei mindestens ein Rahmenelement an mindestens einer Außenseite eine Nut aufweist, in welche ein mit einem Profilstreifen ausgeformtes Flächengebilde mittels des Profilstreifens einsetzbar ist, und ein durch den Grundrahmen aufgespannter Raum eine ausreichende Tiefe für ein schallabsorbierendes Material aufweist.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Zeichnungen schematisch dargestellt sind. Für gleiche oder ähnliche Bauteile werden in den Zeichnungen einheitliche Bezugszeichen verwendet. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen hervorgehende Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein. Als Teil eines Ausführungsbeispiels beschriebene oder dargestellte Merkmale können ebenso in einem anderen Ausführungsbeispiel verwendet werden, um eine weitere Ausführungsform der Erfindung zu erhalten.

In den Zeichnungen zeigen:

1: eine Vorderansicht eines Wandelements gemäß der Erfindung;

2: eine Schnittansicht entlang einer Linie II-II gemäß 1 eines Wandelements gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

3: eine Darstellung gemäß 2 eines Wandelements gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

4: eine Schnittansicht miteinander verbundener Wandelemente gemäß 3;

5: eine Darstellung gemäß 2 eines Wandelements gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

6: eine Schnittansicht eines Wandsystems umfassend Wandelemente gemäß 2 und 5;

7: eine Darstellung gemäß 2 eines Wandelements gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung und

8: eine Darstellung gemäß 2 eines Wandelements gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung.

1 zeigt schematisch eine Vorderansicht eines Wandelements 1 umfassend vier, zu einem im Wesentlichen rechteckförmigen Grundrahmen zusammengesetzte Rahmenelemente 2 und ein flexibles Flächengebilde, welches in der dargestellten Ausführungsform als flächiges Textilmaterial 4 gestaltet ist. Das Wandelement 1 ist mit weiteren Wandelementen zu einer Trennwand verbindbar oder an einer vorhandenen Raumwand für eine Schallabsorption anordenbar. Die Optik des Wandelements 1 ist durch das flächige Textilmaterial 4 geprägt.

2 zeigt schematisch einen Schnitt entlang der Linie II-II gemäß 1. Das in 2 dargestellte Rahmenelement 2 ist ein im Wesentlichen L-förmig gestaltetes Aluminiumprofil, wobei an einem ersten Schenkel 20 eine nutförmige Ausnehmung 21 ausgeformt ist, in welche eine Grundplatte 3 eingesetzt ist. An einem zweiten Schenkel 22 des Aluminium-Rahmenelements 2 mit L-förmigen Querschnitt ist an einer Außenseite eine Nut 23 ausgeformt. Das Textilmaterial 4 ist an den Außenkanten durch einen Silikon-Profilstreifen 40 verstärkt. Der Silikon-Profilsteifen 40 ist in der dargestellten Ausführungsform mit dem Textilmaterial 4 verklebt. Alternativ oder zusätzlich kann der Silikon-Profilstreifen 40 mit Textilmaterial 4 vernäht und/oder nach Art einer Kederfahne mit dem Textilmaterial 4 verbunden sein. Das Textilmaterial 4 ist über den Silikon-Profilstreifen 40 in die Nut 23 mit einer entsprechenden Vorspannung einsetzbar. Durch Reibkraft ist es möglich, das Textilmaterial 4 ohne zusätzliche Rastmittel durch Eindrücken in der Nut 23 und damit an dem Grundrahmen des Wandelements 1 zu befestigen. In anderen Ausführungsformen sind zusätzliche Rastmittel, beispielsweise in Form von vorstehenden Rastnasen an der Nut 23, vorgesehen.

Der zwischen der Grundplatte 3 und der Textilfläche 4 vorhandene Raum ist durch ein Blockschaum-Material 5 gefüllt. Das derart gestaltete Wandelement 1 ermöglicht eine gute Schallabsorption. Die Nut 23 ist in der dargestellten Ausführungsform zur Vergrößerung des Raums zwischen der Grundplatte 3 und der Textilfläche 4 an einem Ausleger 24 ausgeformt. Der Schall dringt durch das Textilmaterial 4 in den Grundrahmen ein. Die Grundplatte 3 ist dagegen vorzugsweise im Wesentlichen schallhart. Durch das Textilmaterial 4 ist eine individuelle Gestaltung des Wandelements 1 möglich. Das Textilmaterial 4 ist einfach von den Rahmenelementen 2 lösbar, beispielsweise für eine Reinigung. Durch einen Ersatz des Textilmaterials 4 ist das Wandelement 1 an geänderte Bedürfnisse anpassbar.

Das dargestellte Rahmenelement 2 weist Anschlusselemente 25, 26 auf, durch welche es mit weiteren Rahmenelementen, beispielsweise zur Schaffung einer Trennwand, verbindbar ist.

3 zeigt eine Schnittansicht eines Wandelements 101 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Wandelement 101 entspricht im Wesentlichen dem Wandelement 1 gemäß 2 und für gleiche Bauteile werden einheitliche Bezugszeichen verwendet. Für eine Beschreibung dieser Bauteile wird auf 2 verwiesen. Bei dem Wandelement 101 sind zwei Grundplatten 3, 103 vorgesehen, wobei nur die Grundplatte 3 in die nutförmige Ausnehmung 21 eingesetzt ist. Die Grundplatten 3, 103 sind beispielsweise Gipsfaser-Platten, Spanplatten, Gipskartonplatten oder dergleichen. Durch eine zweite Grundplatte 103 ist die Stabilität des Wandelements 101 verbesserbar. Der zwischen den Grundplatten 3, 103 und dem Textilmaterial 4 verbleibende Raum wird durch ein Blockschaum-Material 105 für eine Schallabsorption gefüllt.

4 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung eines Wandsystems umfassend vier Wandelemente 101 gemäß 3. Die Wandelemente 101 sind durch ein Befestigungselement 6 miteinander verbindbar. In den Raum zwischen den Wandelementen 101 ist zur besseren Schallabsorption weiter ein schallabsorbierendes Material, beispielsweise Mineralwolle 7, eingefügt. Durch die Wandelemente 101 wird so eine schallabsorbierende Trennwand geschaffen, durch welche zwei Büroräume 8 voneinander getrennt sind.

5 zeigt eine Schnittansicht eines Wandelements 201 gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Wandelement 201 entspricht im Wesentlichen dem Wandelement 1 gemäß 2 und für gleiche Bauteile werden einheitliche Bezugszeichen verwendet. Auf eine detaillierte Beschreibung dieser Bauteile wird verzichtet. Das Wandelement 201 umfasst vorzugsweise vier Rahmenelemente 202, welche zu einem Grundrahmen gemäß 1 verbunden sind, wobei in 5 nur ein Rahmenelement 202 in einer Schnittdarstellung entsprechend 2 sichtbar ist. Das Rahmenelement 202 weist einen Steg 221 auf, an welchen eine Grundplatte 3 flächenbündig anlegbar ist. Die Grundplatte 3 ist mit dem Steg 221 bedarfsweise durch nicht dargestellte Verbindungsmittel, wie Schrauben oder dergleichen, verbindbar. Das Rahmenelement 202 weist an seiner Außenseite eine Nut 23 auf, in welche das textile Flächengebilde 4 einsetzbar ist. Die Nut 23 ist bei dem Rahmenelement 202 ebenfalls an einen Ausleger 24 angebracht, so dass eine Tiefe T des Wandelements 201 vergrößert ist. Dadurch kann schallabsorbierendes Blockschaum-Material 205 in dem Grundrahmen angeordnet werden und somit ein schallabsorbierendes Wandelement 201 geschaffen werden. In einer anderen, nicht dargestellten Ausgestaltung ist ein Blockschaum-Material anstelle der Grundplatte 3 in den aufgespannten Grundrahmen eingesetzt.

Die Tiefe T des Rahmenelements 202 ist geringer als eine Tiefe des L-förmigen in 2 und 3 dargestellten Rahmenelements 2. Entsprechend ist bei gleichem schallabsorbierenden Material 5, 105, 205 einen Schallabsorption des Wandelements 1 gemäß 2 besser als eine Schallabsorption des Wandelements 201 gemäß 5.

Die Wandelemente 1, 101 und 201 können beliebig miteinander kombiniert werden. 6 zeigt ein Wandsystem umfassend ein Wandelement 1 gemäß 1 mit Rahmenelementen 1 und ein Wandelement 201 gemäß 5 mit Rahmenelementen 201, wobei in der dargestellten Schnittansicht jeweils nur ein Rahmenelement 1, 201 sichtbar ist.

Bei dem in 6 dargestellten Wandsystem ist in die Ausnehmung 21 des Rahmenelements 2 die Grundplatte 3 eingesetzt. Der Raum zwischen der Grundplatte 3 und dem Flächengebilde 4 ist mit Blockschaum-Material 5 gefüllt. An den Steg 221 des Rahmenelements 202 liegt eine Blockschaumplatte 205a an. Die Wandelemente 1, 201 sind durch nicht dargestellte Befestigungselemente, welche beispielsweise in die Anschlusselemente 25, 26 der Wandelemente 1, 201 eingreifen, verbindbar. Durch das Wandsystem gemäß 6 sind zwei Büroräume 8 voneinander trennbar, wobei eine Schallabsorption in beide Richtungen wirksam ist. Da die Dicke des Blockschaum-Materials 5 größer ist als die Dicke des Blockschaum-Materials 205a, ist bei Verwendung gleichen Material die Schallabsorption durch das Wandelement 1 besser als die Schallabsorption durch das Wandelement 201.

7 zeigt ein in zwei Richtungen schallabsorbierendes Wandelement 301 gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Durch das Wandelement 301 werden beispielsweise zwei Büroräume 8 voneinander getrennt. Das Wandelement 301 umfasst mehrere, vorzugsweise vier Rahmenelemente 302, welche zu einem Grundrahmen gemäß 1 verbunden sind, wobei in 7 nur ein Rahmenelement 302 sichtbar ist. Das Rahmenelement 302 weist an beiden Außenflächen Nuten 23 zur Anbringung textiler Flächengebilde 4 auf. Die Nuten 23 sind jeweils an Auslegern 24 vorgesehen, so dass der durch die Rahmenelemente 302 aufgespannte Raum im Inneren eines Grundrahmens, welche durch die textilen Flächengebilde 4 kaschiert wird, möglichst tief ist. Dadurch ist es möglich, eine ausreichende Menge an schallabsorbierendem Material 305 für eine gute Schallabsorption in den Raum einzubringen.

Das Rahmenelement 302 weist einen zu einem Inneren des durch Grundrahmen aufgespannten Raums weisende Ausnehmung 21 auf, in welche eine Grundplatte 3 wie dargestellt, zur Verbesserung einer Stabilität des Wandelements 301 einsetzbar ist. Es ist jedoch auch denkbar, keine Grundplatte 3 vorzusehen. Je nach Gestaltung der Grundplatte 3 kann durch die Grundplatte 3 auch eine Reflektion der in den durch den Grundrahmen aufgespannten Raum eingetretenen Schallwellen bewirken, so dass die Büroräume 8 schalltechnisch stärker voneinander isoliert werden.

8 zeigt ein weiteres Wandelement 401 gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Schnittansicht ähnlich 2. Das Wandelement 401 gemäß 8 entspricht dabei im Wesentlichen dem Wandelement 301 gemäß 7. Für gleiche Bauteile werden einheitliche Bezugszeichen verwendet und auf eine detaillierte Beschreibung dieser Bauteile wird verzichtet. Das Wandelement 401 umfasst einen aus Rahmenelementen 402 aufgebauten Grundrahmen, wobei mindestens zwei gegenüberliegende Rahmenelemente 402 des Grundrahmens Stege 421 aufweisen, an welche eine Grundplatte 403 flächenbündig angelegt werden kann. Die Grundplatte 403 ist beispielsweise aus einem Edelholz, so dass eine ästhetisch ansprechende Oberflächengestaltung des Wandelements 401 geschaffen wird. Wie schematisch durch Strichpunktlinien angedeutet, können in die Grundplatte 403 Ausnehmungen 431 eingebracht werden, durch welche Schall in das Innere des durch die Rahmenelemente 402 aufgespannten Grundrahmens eindringen kann und dort durch ein schallabsorbierendes Material 405 absorbiert werden. Durch die Grundplatte 3 wird das Wandelement 401 weiter ausgesteift. Es ist jedoch auch denkbar, auf die Grundplatte 3 zu verzichten.


Anspruch[de]
Wandelement umfassend mindestens zwei Rahmenelemente (2, 202, 302, 402), vorzugsweise vier Rahmenelemente (2, 202, 302, 402), die zu einem Grundrahmen verbunden sind, und ein flexibles, schalldurchlässiges Flächengebilde (4), welches an mindestens einer Außenkante einen Profilstreifen (40) aufweist, wobei mindestens ein Rahmenelement (2, 202, 302, 402) an mindestens einer Außenseite eine Nut (23) aufweist, in welche das Flächengebilde (4) mittels des Profilstreifens (40) zumindest teilweise einsetzbar ist, und ein durch den Grundrahmen aufgespannter Raum mit schallabsorbierendem Material (5, 105, 205) gefüllt ist. Wandelement nach Anspruch 1, umfassend mindestens eine Grundplatte (3, 103, 403), die mit dem Grundrahmen verbindbar, insbesondere in den Grundrahmen einsetzbar ist. Wandelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der durch den Grundrahmen aufgespannte Raum durch die Grundplatte (3, 103, 403) und das eingesetzte Flächengebilde (4) begrenzt ist. Wandelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenelemente (302) an zwei gegenüberliegenden Außenseiten Nuten (23) aufweisen, in welche jeweils Flächengebilde (4) mittels Profilstreifen (40) einsetzbar sind. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (23) an einem Ausleger (24) ausgeformt ist, durch welche eine Tiefe des durch ein eingesetztes Flächengebilde verkleideten, durch den Grundrahmen aufgespannten Raums vergrößert ist. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Rahmenelement (2, 302, 402) mindestens eine zu einem Inneren des durch den Grundrahmen aufgespannten Raums weisende Ausnehmung (21) aufweist, in welche die Grundplatte (3) einsetzbar ist. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Rahmenelement (202, 402) mindestens einen zu einem Inneren des durch den Grundrahmen aufgespannten Raums weisenden Steg (221. 421) aufweisen, an welchen die Grundplatte (3, 403) flächenbündig anlegbar ist. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (3, 103, 403) eine Gipsfaser-Platte, Spanplatte, Gipskartonplatte oder dergleichen ist. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das der durch den Grundrahmen aufgespannte Raum zumindest teilweise mit Schaumstoff, insbesondere mit einem Polyether-Schaumstoff, einem Polyester-Schaumstoff und/oder einem Blockschaum, gefüllt ist. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächengebilde (4) mit Vorspannung in die Nut (23) einsetzbar ist. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächengebilde (4) ein textiles Flächengebilde ist. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilstreifen (40) ein Silikonstreifen ist. Wandelement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Silikonstreifen (40) mit dem Flächengebilde (4) vernäht und/oder verklebt ist. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenelemente (2) als Aluminiumteile, insbesondere als stranggepresste Aluminiumteile gefertigt sind, die auf Gehrung verbunden sind. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenelemente (2) einen im Wesentlichen L-förmigen Querschnitt aufweisen, wobei an einem ersten Schenkel (22) die Nut (21) für das Flächengebilde vorgesehen ist und an einem zweiten Schenkel (20) die Grundplatte anbringbar ist. Rahmen für ein Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, umfassend mindestens zwei, vorzugsweise vier Rahmenelemente (2, 102, 202, 302, 402), die zu einem Grundrahmen verbunden sind, wobei mindestens ein Rahmenelement (2, 102, 202, 302, 402) an mindestens einer Außenseite eine Nut (21) aufweist, in welche ein mit einem Profilstreifen (40) ausgeformtes Flächengebilde (4) mittels des Profilstreifens (40) einsetzbar ist, und ein durch den Grundrahmen aufgespannter Raum eine ausreichende Tiefe für ein schallabsorbierendes Material (5) aufweist. Rahmen nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (23) an einem Ausleger (24) ausgeformt ist, so dass die Tiefe des durch ein eingesetztes Flächengebilde (4) verkleideten Raums vergrößert ist.






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