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Dokumentenidentifikation DE202007007520U1 11.10.2007
Titel Befestigungssystem zum Verbinden von Holzbauteilen
Anmelder HV-Group GbR (vertretungsberechtigter Gesellschafter: Herr Stefan Scheifele, 87757 Kirchheim), 87757 Kirchheim, DE
Vertreter Schlosser, S., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 89264 Weißenhorn
DE-Aktenzeichen 202007007520
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.10.2007
Registration date 06.09.2007
Application date from patent application 26.05.2007
IPC-Hauptklasse E04F 15/04(2006.01)A, F, I, 20070526, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E01C 5/14(2006.01)A, L, I, 20070526, B, H, DE   F16B 5/02(2006.01)A, L, I, 20070526, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Befestigungssystem zum Verbinden von Holzbauteilen untereinander und auf einem Untergrund. Insbesondere werden Dielen von Terrassenabdeckungen im Freien mit einem derartigen Befestigungssystem auf einer Lattenunterkonstruktion angebracht.

Es sind verschiedene Verbindungsarten für Holzbauteile bekannt, bei denen Dielen oder Bohlen parallel auf einem Untergrund, zum Beispiel in Form einer Lattenkonstruktion, aufliegend befestigt werden. Dabei soll sowohl zwischen den benachbarten Dielen als auch zwischen Dielenunterseite und dem Untergrund ein Luftspalt verbleiben, um eine Luftzirkulation gewährleisten zu können und um einem Fäulnisprozess aufgrund von vorhandener Feuchtigkeit entgegenzuwirken.

Bisher ist es immer noch üblich beim Verlegen von Dielen, seitlich zwischen benachbarten Dielen entfernbare Abstandshalter zu stecken und als Abstandshalter unter die Dielen schmale Distanzelemente auf der Unterlage aufzulegen. Die Befestigung der Dielen erfolgt dann mittels Schrauben, mit denen die Dielen samt durchbohrten Distanzelementen auf der Unterlage verschraubt werden. Die seitlichen Abstandhalter zwischen den benachbarten Dielen werden anschließend entfernt. Die Schraubenköpfe der Schrauben sind von oben sichtbar. Dies ergibt zum einen ein ästhetisch störendes Bild der natürlichen Holzoberfläche, zum anderen besteht die Gefahr, dass durch die aufgebrochene Holzoberfläche vermehrt Feuchtigkeit in das Holz eindringt und dieses schädigt. Außerdem besteht die Gefahr, dass barfuss auf den verlegten Dielen laufende Personen sich an abstehenden Splittern oder am Kraterbereich der Schraubenlöcher verletzen können.

Zur Vermeidung dieser Nachteile wurden alternative Befestigungssysteme entwickelt, bei denen die Verbindung der Dielen, ohne optisch und haptisch störende Verbindungselemente, im Zwischenbereich der Dielen erfolgt. Aus der EP 1 407 357 B1 ist beispielsweise ein Doppelwinkel bekannt, der aus zwei L-Profilen besteht, der einen im Wesentlichen umgekehrten T-förmigen Querschnitt aufweist. Die beiden horizontalen Schenkel verfügen jeweils über Befestigungslöcher, mit denen der Doppelwinkel auf der Unterlage befestigt wird. Der vertikale Schenkel bildet zu beiden Seiten und parallel zu den horizontalen Schenkeln verlaufend Dornen bzw. Nagelelemente aus. Diese Dornen werden seitlich in die Dielenseitenwand getrieben, wodurch mit einem Doppelwinkel zwei Dielen miteinander und mit der Unterlage verbunden werden können. Dieses Befestigungssystem hat folgende Nachteile. Zum einen eignet sich der Doppelwinkel nicht als Abschlussbefestigungselement für die erste und die letzte Diele, da der seitlich vom Doppelwinkel abstehende zweite horizontale Schenkel optisch störend wirkt. Der Doppelwinkel ist also nur als Zwischenverbindungselement geeignet. Als Abschlussverbindungselement kann beispielsweise ein einfacher L-Winkel dienen. Ein Befestigungssystem mit mehreren Befestigungselementen ist aber umständlich. Außerdem wirkt sich die zum Befestigen notwendige Eintreibung des Dorns in die Diele mit der einhergehenden Faserzerstörung des Holzes negativ auf die Haltbarkeit bzw. Lebensdauer des Holzes aus. Vor allem im Freien auftretende Feuchtigkeit dringt leichter in die zerstörte Holzstruktur ein und greift das Holz an. Da Holz bekanntlich bedingt durch Feuchtigkeitsunterschiede und thermische Schwankungen zum Quellen oder Schrumpfen bzw. zu Längenexpansionen oder Längenkontraktionen neigt, wird durch die Holzbewegung und durch den Dorn die mechanisch zerstörte Stelle weiter vergrößert. Der bedeutendste Nachteil dieses Befestigungssystem ist jedoch, dass der Ausbau einer Zwischendiele, zum Beispiel bei Bruch der Diele, nur schwer möglich ist. Da der Doppelwinkel über die beiden Dorne zwei benachbarte Dielen vom Abheben vom Untergrund hindert, kann eine Zwischendiele entweder nur durch Zerstörung im Bereich des Dorns entfernt werden, wobei auch der Wiedereinbau einer Austauschdiele erschwert ist. Oder es müssen alle Dielen bis zu der auszutauschenden Diele entfernt werden und nach Dielentausch wieder in umgekehrter Reihenfolge befestigt werden.

Die Erfinder haben sich daher die Aufgabe gestellt, ein Befestigungssystem zum Verbinden von Holzbauteilen oben genannter Gattung anzugeben, welches ohne optisch und haptisch störende Stellen auskommt und gleichzeitig eine längere Lebensdauer sowohl des zu verbindenden Holzes als auch der gesamten verbunden Konstruktion ermöglicht. Außerdem soll das neue Befestigungssystem den einfachen Ein- und Ausbau eines Holzbauteiles im Zwischenbereich ermöglichen ohne die benachbarten Holzbauteile ein- und ausbauen zu müssen.

Diese Aufgabe wird durch ein Befestigungssystem zum Verbinden von Holzbauteilen untereinander und auf einem Untergrund gelöst, insbesondere durch ein Befestigungssystem zum Verbinden von Dielen von Balkon- und Terrassenabdeckungen, vorzugsweise im Freien, bestehend aus einem vertikalen Steg und einem horizontalen Steg wobei der vertikale Steg in Verbindung mit einer Diele bringbar ist und der horizontale Steg in Verbindung mit dem Untergrund bringbar ist, welches sich dadurch auszeichnet, dass der vertikale Steg ein parallel zur Ebene des horizontalen Stegs verlaufendes Langloch aufweist und ein Bolzenelement angeordnet ist, welches in das Langloch einführbar ist und innerhalb der Längserstreckung des Langloches beweglich gelagert ist und zumindest eine Lasche auf der zum horizontalen Steg gegenüberliegenden Seite ausgebildet ist, die zumindest ein Befestigungsloch aufweist.

Zunächst wird der vertikale Schenkel seitlich an einer Dielenseitenwand angebracht. Die Diele hat entweder in der Seitenwand bereits ein gebohrtes Loch oder es wird durch das Langloch des vertikalen Schenkels mittig durch das Langloch ein Loch für den Bolzen gebohrt. Auch kann hierfür eine Bohrschablone verwendet werden. Der Bolzen wird nun durch das Langloch in das Loch in der Diele eingeführt. Diese Verbindung des Befestigungssystems mit der Diele bietet einige Vorteile. Der mit der Diele kraftschlüssig verbundene Bolzen kann bei Längenkontraktionen bzw. Längenexpansionen der Diele im Langloch mitwandern. Hierzu hat das Langloch eine Längenerstreckung von circa 10 mm bis 40 mm. Außerdem kann die Diele bei Quellung oder Schrumpfung entlang des Bolzenstiftes sich bewegen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil gegenüber der Winkelkralle aus der EP 1 407 357 B1 ist, das durch die Bohrung die Holzoberfläche im wesentliche geglättet ist und das ausgebohrte Material entfernt ist. Eine derartige Holzoberfläche ist weniger empfindlich gegen eindringende Feuchtigkeit auch im Hinblick auf einer Passsitzung des Bolzens innerhalb der Bohrung. Bei der Winkelkralle aus der EP 1 407 357 B1 wird das Holzmaterial beim Eindrücken der Dornen nur verdrängt, so dass das gesplitterte Holz im Bereich der Dornen empfindlicher gegen Feuchtigkeitsaufnahme ist. Mit dem Bohrloch an der Lasche, die auf der zum horizontalen Steg gegenüberliegenden Seite ausgebildet ist, wird schließlich der horizontale Schenkel auf dem Untergrund befestigt. Die besondere Anordnung der Lasche ermöglicht es eine Befestigungsschraube zwischen zwei mit Abstand benachbarten Dielen durch den Spalt anzubringen oder zu entfernen. Da mit diesem Befestigungssystem über den vertikalen und horizontalen Schenkel nur eine Diele unabhängig von einer benachbarten Diele am Untergrund befestigt ist, ist schließlich ein Tausch einer Zwischendiele ohne Ausbau der benachbarten Dielen möglich.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die beiden Stege im Querschnitt als L-Profil ausgebildet. Hierdurch kann das Befestigungssystem aus einem endlosen Profil gewonnen werden. Die Lasche kann beispielsweise durch Umformung einer oder mehrere Teilflächen des vertikalen Stegs ausgebildet werden.

Es ist von Vorteil, wenn die beiden Stege aus Metall bestehen. Hierbei sind nichtrostende Edelmetalle, wie Edelstahl oder Kupfer, oder gegen Rostbildung behandelte oder beschichte Metalle bevorzugt zu verwenden. Alternativ kann bei dem neuen Befestigungssystem als Herstellungsmaterial auch Kunststoff verwendet werden. Da das neue Befestigungssystem im Vergleich zu anderen Befestigungssystemen nicht durch Eindrücken mit dem Holz verbunden wird, sondern im Bereich der Dielenseitenwand nur kraftschlüssig, kann alternativ zu Metall auch Kunststoff verwendet werden. Als L-Profil lässt sich das neue Befestigungssystem sehr einfach extrudieren.

In einer besonderen Ausgestaltung sind die beiden Stege gleich lang. Dabei sollte der vertikale Steg an die Höhe der Diele angepasst sein, das heißt bei mittiger Bohrung in der Diele sollte günstigerweise zwischen Dielenunterseite und vertikalem Steg der für die Luftzirkulation notwendige Spalt verbleiben.

Es ist von Vorteil, wenn die Lasche und der horizontale Steg sich in einer Ebene erstrecken. Hierdurch kann der Steg und die Lasche flächig auf dem Untergrund aufliegend auf diesem verschraubt werden.

Die Lasche kann sich vom vertikalen Steg aus gemessen auf einer Länge von 4 mm bis 10 mm erstrecken. Dabei sollte die maximale Länge der Lasche an den gewünschten Abstand der zu verlegenden Dielen angepasst sein und kleiner als der Dielenabstand sein. Hierdurch kann beim Lösen einer Schraube aus dem Befestigungsloch die Diele samt Befestigungssystem entfernt werden.

Sind zwei Laschen jeweils am Anfang und am Ende der Stegverbindungslinie angeordnet, so kann das Befestigungssystem samt Diele einfach gegen Verdrehung gesichert werden.

Der Bolzen kann aus einem zylindrischen Stift bestehen mit einem Kopf, der einen größeren Durchmesser hat als der Stiftdurchmesser. Hierdurch können einfach genormte Bolzen verschiedener Durchmesser, beispielsweise nach DIN 1444, eingesetzt werden.

Der zylindrische Stift kann in einer weiteren Ausführung zumindest einen Einschnitt aufweisen. Durch den zumindest einen Einschnitt wird der Stift in zwei Stiftteile geteilt und kann in die Bohrung der Diele eingeführt eine Spreizverbindung ausbilden.

Der Stift des Bolzens sollte zumindest eine Länge von 20 mm aufweisen. Hierdurch kann selbst bei Schrumpfung der Diele in der Breite ein sicherer Halt durch das Befestigungssystem gewährleistet werden.

Es ist weiterhin günstig, wenn an dem horizontalen Steg mindestens eine nach oben, in Richtung vertikalen Steg, ausgebildete Erhebung in Form einer Auflagesicke vorgesehen ist. Hierdurch wird zwischen Unterseite der Diele und Untergrund der für die Luftzirkulation notwendige Spalt ermöglicht. Gleichzeitig wird die Verbindung des Bolzens im Dielenloch durch die Auflage der Dielenunterseite auf der Auflagesicke entlastet. Die Auflagesicke kann einen bogen-, dach- oder U-förmigen Querschnitt aufweisen.

Das Befestigungsloch in der Lasche kann zur zumindest teilweisen Aufnahme eines konischen Senkschraubenkopfes kegelig angesenkt ist. Hierdurch lässt sich eine stabile Verschraubung mit einer Lattenuntergrundkonstruktion mit Standardschrauben erreichen.

Zusätzliche Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.

Die Erfindung soll nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert werden. Es stellen dar:

1: Seitenansicht auf Befestigungssystem;

2: Draufsicht auf horizontalen Steg des Befestigungssystems;

3: Vorderansicht auf vertikalen Steg des Befestigungssystems;

4: Ansicht von der Rückseite auf vertikalen Steg des Befestigungssystems;

5: Seitenansicht Bolzen;

6: Ansicht Bolzenkopf von der Unterseite;

7: Draufsicht auf Bolzenkopf;

8: Einbausituation Befestigungssystem mit Dielen;

9: Seitenansicht 8.

Die 1 zeigt eine Seitenansicht einer möglichen Ausführung des neuen Befestigungssystems. Dieses Befestigungsystem ist als L-Profil 1 ausgebildet und verfügt über einen vertikalen Steg 2, in dem ein Langloch 6 eingelassen ist. Die Längsausdehnung des Langloches 6 erstreckt sich hier in der Zeichenebene. In das Langloch 6 ist ein Bolzenelement durchführbar, welches in ein entsprechendes Loch einer Diele einführbar ist, wobei Bolzen und Diele in 1 nicht dargestellt sind. Senkrecht zum vertikalen Steg 2 ist ein horizontaler Steg 3 vorhanden, der eine oder mehrere Laschen 8 ausbildet, in denen Befestigungslöcher 9 vorhanden sind, um das L-Profil 1 auf einer nicht dargestellten Untergrundkonstruktion befestigen zu können.

Die 2 zeigt eine Draufsicht auf den horizontalen Steg 3 des Befestigungssystems. Hierbei verfügt der horizontale Steg 3 über zwei Schlitze an denen angrenzend die Laschen 8 mit den Befestigungslöchern 9 ausgbildet sind. Der vertikale Steg 2 hat in dieser Ausführung eine geringere Breite als der horizontale Steg 3. Dieses Befestigungssystem lässt sich beispielswiese sehr einfach aus einem Blechstreifen stanzen, wobei der vertikale Steg 2 durch Umbiegen einer Teilfläche des Blechstreifens erzeugt wird.

Die 3 zeigt in einer Vorderansicht, aus Richtung B in 2, den vertikalen Steg 2 des Befestigungssystems. In diesem Steg 2 ist das Langloch 6 zu sehen. Der in den 5 bis 7 gezeigte Bolzen 7 kann, in das Langloch 6 eingeführt, entlang der Richtung des Doppelpfeiles bewegen.

Die 4 zeigt eine Ansicht von der Rückseite, aus Richtung A in 2, auf den vertikalen Steg 2 des Befestigungssystems. Der horizontale Steg 3 ist breiter als der vertikale Steg und bildet seitlich zwei Laschen 8 mit Befestigungsloch 9 aus.

Die 5 zeigt eine Seitenansicht des Bolzens 7, welcher durch das Langloch des Befestigungssystems durchgeführt wird und in einer Bohrung in der Diele kraftschlüssig gehalten wird. Der Bolzen besteht aus einem Kopf 7.2 und einem zylindrischen Stift 7.1, der in dieser Ausführung eine konische Anphasung aufweist.

Die 6 zeigt den Bolzenkopf 7.2 von der Unterseite. Der Durchmesser des Bolzenkopfes 7.2 ist hierbei größer als der Duchmesser des Stiftes 7.1.

Die 7 zeigt den Bolzenkopf 7.2 in einer Draufsicht.

Die 8 zeigt eine Einbausituation des Befestigungssystems mit verbundenen Dielen 4 in der Draufsicht. In dieser Darstellung werden die beiden Dielen 4 nicht wie sonst üblich an ihren Längsseiten mit dem Untergund verbunden sondern mit deren Stirnseiten. Zunächst werden die beiden L-Profile 1 mit dem sich in 8 in der Zeichenebene erstreckenden vertikalen Steg 2 mit einer Diele 4 verbunden. Dabei wird der Bolzen 7 durch das Langloch 6 des vertikalen Stegs 2 in eine Bohrung 10 in der Diele 4 gesteckt. In dieser Ausführung kann die Materialstärke des vertikalen Stegs 2 und die Materialstärke des Bolzenkopfes 7.2 so gewählt sein, dass diese als definierte Abstandshalter zwischen den Dielen 4 fungieren. Die in der 8 oben angeordnete Diele 4 wird durch das linke L-Profil 1 und die untere Diele 4 wird durch das rechte L-Profil 1 mit dem horizontalen Steg 3 aufliegend mit dem Untergrund verbunden. Hierbei sind durch den Spalt zwischen den Dielen 4 jeweils die Laschen mit dem Befestigungsloch 9 zugänglich, wobei von oben Schrauben eingebracht oder entfernt werden können.

Die 9 zeigt die Darstellung der 8 in der Seitenansicht. In dieser Ansicht ist zu erkennen, dass der mit einer Untergundlatte 5 jeweils verbundene horizontale Steg 3 durch einen Spalt von der Unterseite der Diele 4 beabstandet ist, um eine Luftzirkulation gewährleisten zu können und bei Ansammlung von Feuchtigkeit ein Trocknen leichter zu ermöglichen.

Insgesamt wird durch das neue Befestigungssystem eine Holzverbindungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt, die ohne optisch und haptisch störende Stellen auskommt und gleichzeitig eine längere Lebensdauer, sowohl des zu verbindenden Holzes, als auch der gesamten verbunden Konstruktion, ermöglicht. Außerdem soll das neue Befestigungssystem den einfachen Ein- und Ausbau eines Holzbauteiles im Zwischenbereich ermöglichen ohne die benachbarten Holzbauteile ein- und ausbauen zu müssen. Durch seine durchdachte Konstruktion eignet sich das neue Befestigungssystem sowohl als Zwischenbefestigungselement als auch als Abschlussbefestigungselement für die erste und die letzte Diele. Auch beim Aneinanderstoßen zweier Dielen in Richtung Dielenlängsachse ist das neue Befestigungssystem geeignet.

Es versteht sich, daß die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

1
L-Profil
2
vertikaler Steg
3
horizontaler Steg
4
Diele
5
Untergrundlatte
6
Langloch
7
Bolzen
7.1
Stift
7.2
Kopf
8
Lasche
9
Befestigungsloch
10
Bohrung


Anspruch[de]
Befestigungssystem zum Verbinden von Holzbauteilen untereinander und auf einem Untergrund (5), insbesondere von Dielen (4) von Balkon- und Terrassenabdeckungen, vorzugsweise im Freien, bestehend aus

einem vertikalen Steg (2) und einem horizontalen Steg (3), wobei der vertikale Steg (2) in Verbindung mit einer Diele (4) bringbar ist und der horizontale Steg (3) in Verbindung mit dem Untergrund (5) bringbar ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

der vertikale Steg (2) ein parallel zur Ebene des horizontalen Stegs (3) verlaufendes Langloch (6) aufweist und ein Bolzenelement (7) angeordnet ist, welches in das Langloch (6) einführbar ist und innerhalb der Längserstreckung des Langloches (6) beweglich gelagert ist und zumindest eine Lasche (8) auf der zum horizontalen Steg (3) gegenüberliegenden Seite ausgebildet ist, die zumindest ein Befestigungsloch (9) aufweist.
Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stege (2, 3) im Querschnitt als L-Profil (1) ausgebildet sind. Befestigungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die beiden Stege (2, 3) aus Metall oder Kunststoff bestehen. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stege (2, 3) gleich lang sind. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Lasche (8) und der horizontale Steg (3) in einer Ebene erstrecken. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Lasche (8) vom vertikalen Steg (2) auf einer Länge von 4 mm bis 10 mm erstreckt. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Laschen (8) am Anfang und am Ende der Stegverbindungslinie angeordnet sind. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (7) aus einem zylindrischen Stift (7.1) besteht, der einen Kopf (7.1) aufweist, der größer ist als der Stiftdurchmesser. Befestigungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Stift (7.1) zumindest einen Einschnitt aufweist und der geteilte Stift (7.1) zur Ausbildung einer Spreizverbindung ausgebildet ist. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (7.1) zumindest eine Länge von 20 mm aufweist. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass, an dem horizontalen Steg (3) mindestens eine nach oben, in Richtung vertikalen Steg, ausgebildete Erhebung in Form einer Auflagesicke vorgesehen ist. Befestigungssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagesicke einen bogen-, dach- oder U-förmigen Querschnitt aufweist. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass, das Befestigungsloch (9) in der Lasche (8) zumindest zur teilweisen Aufnahme eines konischen Senkschraubenkopfes kegelig angesenkt ist.






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