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Dokumentenidentifikation DE202007008251U1 11.10.2007
Titel Sockelprofil
Anmelder Temian, Anca, 47533 Kleve, DE
Vertreter Schneiders & Behrendt Rechts- und Patentanwälte, 44787 Bochum
DE-Aktenzeichen 202007008251
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.10.2007
Registration date 06.09.2007
Application date from patent application 13.06.2007
IPC-Hauptklasse E04F 19/04(2006.01)A, F, I, 20070613, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Sockelprofil zur Verwendung als Fußboden- oder Teppichkantenprofil mit zwei im Wesentlichen rechtwinkelig zueinander angeordneten Schenkeln.

Sockelprofile bzw. Sockelleisten, die dort, wo Wände und Fußboden in Räumen aufeinander stoßen, verwendet werden, sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt. Derartige Sockelprofile decken beispielsweise die Endbereiche eines Teppichbodens ab und sorgen somit für ein ästhetisches Äußeres. Darüber hinaus sind derartige Sockelprofile üblicherweise innen weitgehend hohl, weshalb sie der verdeckten Verlegung von Kabeln dienen können. In der Regel werden derartige Sockelprofile in einem Raum umlaufend entlang der Kante zwischen Wänden und Fußboden verlegt. Die Sockelprofile liegen meist zunächst in Form langer Leisten vor, die bei Bedarf durch Absägen auf die gewünschte Länge gebracht werden können.

Häufig liegen derartige Sockelprofile zweiteilig vor und bestehen aus einem Unterprofil, welches unmittelbar am Fußboden bzw. der Wand angebracht wird, sowie einem Abdeckprofil, das auf das Unterprofil aufgebracht wird, beispielsweise durch Aufstecken, und in erster Linie ästhetischen Zwecken dient. In diesen Fällen besteht das Unterprofil häufig aus Kunststoff, beispielsweise PVC, während das Abdeckprofil aus einem Material mit ansprechendem Äußeren, meist einem Metall wie Aluminium besteht.

Bei den bislang bekannten Sockelprofilen macht sich nachteilig bemerkbar, dass diese häufig nicht exakt an den Wänden und am Boden anliegen, so dass sich Zwischenräume bilden. Dies ist zum einen in ästhetischer Hinsicht unerwünscht, zum anderen kann es dazu führen, dass beispielsweise Wasser beim Wischen des Bodens in die Zwischenräume gelangen kann und dort eine vorzeitige Alterung oder Korrosion bewirkt. In besonderem Maße stellt sich dieses Problem in Altbauten, in denen Böden und Wände erfahrungsgemäß häufig nicht gerade sind. Zum Ausfüllen der zwischen Sockelprofil und Boden/Wand verbleibenden Zwischenräume werden daher in der Regel größere Mengen Silikon oder Acryl benötigt.

Ausgehend vom vorbeschriebenen Stand der Technik stellt sich daher die Aufgabe, ein Sockelprofil zur Verfügung zu stellen, das Boden- und Wandunebenheiten möglichst weitgehend ausgleicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Sockelprofil zur Verwendung als Fußboden- oder Teppichkantenprofil mit zwei im Wesentlichen rechtwinkelig zueinander angeordneten Schenkeln, wobei an beiden Enden der Schenkel Ausgleichslippen aus einem elastischen Material angeordnet sind, die in Richtung Profilaußenseite weisen, und wobei Schenkel und Ausgleichslippen einstückig ausgebildet sind.

Durch die erfindungsgemäß vorgesehenen Ausgleichslippen wird eine Möglichkeit vorgesehen, Wand- und Bodenunebenheiten zu kompensieren, da sich die elastischen Ausgleichslippen den Unebenheiten anpassen können. Gleichzeitig kann die an den Boden angrenzende Ausgleichslippe verhindern, dass Wasser, welches zum Wischen des Bodens verwendet wird, unter das Sockelprofil fließt. Da die Zwischenräume durch die elastischen Ausgleichslippen weitgehend automatisch entfallen, können große Mengen Silikon oder Acryl eingespart werden.

Die Ausgleichslippen stellen im Wesentlichen eine Verlängerung der jeweiligen Schenkel des Sockelprofils dar, stehen dabei jedoch leicht nach außen, so dass sie sich bei Montage an die Wand bzw. den Boden anlegen. Dadurch, dass die Außenlippen leicht nach außen weisen, bilden sie mit den Schenkeln einen gewissen Winkel aus, der vorzugsweise zwischen 5 und 80° liegt, d. h. die Ausgleichslippe ist nicht lediglich eine Verlängerung des Schenkels, was einem Winkel von 0° entsprechen würde, steht jedoch auch nicht senkrecht vom Schenkel ab. Besonders bevorzugt sind Winkel zwischen 10 und 70°, insbesondere zwischen 20 und 50°.

Dadurch, dass Schenkel und Ausgleichslippen einstückig ausgebildet sind, ist die Handhabung besonders einfach, da das Sockelprofil lediglich am Bestimmungsort angebracht werden muss. Ein nachträgliches Aufbringen der Ausgleichslippen ist nicht erforderlich. Unter einstückiger Ausbildung wird erfindungsgemäß verstanden, dass Schenkel und Ausgleichslippen fest miteinander verbunden sind und nicht ohne Weiteres, d. h. ohne Zerstörung, trennbar sind. Schenkel und Ausgleichslippen bestehen jedoch üblicherweise aus unterschiedlichen Materialien.

Die elastischen Ausgleichslippen bestehen vorzugsweise im Wesentlichen aus Gummi als typischem, elastischem Material. Derartige Gummilippen legen sich gut an die Wände und Böden an und sorgen dabei gleichzeitig für eine ausreichende Abdichtung.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem beschrieben Sockelprofil um ein Unterprofil, d. h. auf dem Sockelprofil wird nach Befestigung noch ein Abdeckprofil angebracht, welches in der Regel der Verbesserung der Ästhetik dient. Zur Festlegung des Abdeckprofils am Unterprofil verfügt dieses zweckmäßigerweise über entsprechende Rastmittel, in die das Abdeckprofil ein- bzw. auf dass das Abdeckprofil aufgesteckt werden kann.

Das Sockelprofil, insbesondere wenn es als Unterprofil dient, besteht typischerweise im Wesentlichen aus einem Kunststoff, beispielsweise PVC (Polyvinylchlorid). Derartige Kunststoffprofile sind kostengünstig herzustellen und problemlos an der Kante zwischen Wand und Boden anzubringen. Im Falle eines Unterprofils wird dieses vom Abdeckprofil letztlich vollständig verdeckt, so dass es auf das Äußere des Unterprofils nicht ankommt. Die Schenkel des Sockelprofils und die Ausgleichslippen sind, wie bereits erwähnt, einstückig ausgebildet, was auf unterschiedliche Art und Weise geschehen kann. Besonders zweckmäßig sind in diesem Zusammenhang Verkleben oder Verschweißen.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Sockelprofil zweckmäßigerweise um ein Unterprofil. Entsprechend betrifft die Erfindung auch eine Sockelprofilkombination, bestehend aus einem als Unterprofil dienenden Sockelprofil, wie zuvor beschrieben, und einem Abdeckprofil zum Abdecken des Sockelprofils.

Ein solches Abdeckprofil weist vorteilhafterweise ein ansprechendes Äußeres aus und besteht daher z. B. aus einem Metall, insbesondere aus Aluminium. Ebenfalls verwendbar sind jedoch andere Metalle, beispielsweise Edelstahl, Messing o. ä. Selbstverständlich kann auch das Abdeckprofil selbst aus Kunststoff bestehen. Das Abdeckprofil kann nahezu beliebige Formen aufweisen, beispielsweise rechteckig, abgerundet, abgeschrägt, gerade, konkav, konvex etc.

Die beschriebenen Sockelprofile sind grundsätzlich für unterschiedlichste Böden verwendbar wie Teppichboden, Parkett, Laminat, Fliesen oder elastische Belege unterschiedlichster Art.

Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren näher erläutert. Es zeigt:

1 eine Sockelprofilkombination bestehend aus einem Unterprofil und einem Abdeckprofil.

In 1 ist ein Sockelprofil 1 gezeigt, welches als Unterprofil dient und zwei rechtwinkelig zueinander stehende Schenkel 2 aufweist, von denen sich der vertikale Schenkel 2 an die Wand, der horizontale Schenkel 2 an den Boden anlegt. Quasi als Verlängerung der Schenkel 2 sind an deren Enden jeweils Ausgleichslippen 3 angebracht, die leicht in Richtung Profilaußenseite weisen und gegenüber den Schenkeln 2 einen gewissen Winkel ausbilden. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass sich die Ausgleichslippen 3 an die Wand/den Boden anlegen und dort vorhandene Unebenheiten ausgleichen. In der Mitte verfügt das Sockelprofil 1 über Rastmittel 4, in die ein darauf abgestimmtes Rastmittel 6 im Abdeckprofil 5 eingreifen kann. Nach endgültiger Montage deckt das Abdeckprofil 5 das Sockelprofil 1 nahezu vollständig ab.


Anspruch[de]
Sockelprofil zur Verwendung als Fußboden- oder Teppichkantenprofil mit zwei im Wesentlichen rechtwinkelig zueinander angeordneten Schenkeln (2), dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Enden der Schenkel (2) Ausgleichslippen (3) aus einem elastischen Material angeordnet sind, die in Richtung Profilaußenseite weisen, und dass die Schenkel (2) und Ausgleichslippen (3) einstückig ausgebildet sind. Sockelprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichslippen (3) mit den Schenkeln (2) einen Winkel zwischen 5 und 80° ausbilden. Sockelprofil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichslippen (3) im Wesentlichen aus Gummi bestehen. Sockelprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sockelprofil (1) ein Unterprofil ist. Sockelprofil nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch Rastmittel (4) zur Festlegung eines Abdeckprofils (5). Sockelprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sockelprofil (1) im Wesentlichen aus einem Kunststoff besteht. Sockelprofil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff PVC ist. Sockelprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (2) des Sockelprofils (1) und die Ausgleichslippen (3) miteinander verklebt sind. Sockelprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (2) des Sockelprofils (1) und die Ausgleichslippen (3) miteinander verschweißt sind. Sockelprofilkombination, bestehend aus einem Sockelprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und einem Abdeckprofil (5) zum Abdecken des Sockelprofils (1). Sockelprofilkombination nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckprofil (5) aus einem Metall besteht. Sockelprofilkombination nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckprofil (5) aus Aluminium besteht.






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