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Dokumentenidentifikation DE202007009735U1 11.10.2007
Titel Sockelleiste
Anmelder Reyinger, Patrick, 74321 Bietigheim-Bissingen, DE
Vertreter Jeck · Fleck · Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Aktenzeichen 202007009735
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.10.2007
Registration date 06.09.2007
Application date from patent application 12.07.2007
IPC-Hauptklasse E04F 19/04(2006.01)A, F, I, 20070712, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 33/00(2006.01)A, L, I, 20070712, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Sockelleiste zum Anbringen zwischen Boden und Wand eines Raumes.

Derartige Sockelleisten sind an sich in verschiedenen Ausführungen, beispielsweise mit rechteckigem Querschnitt oder mit rechtwinklig zueinander stehenden Schenkeln und geschwungener Außenseite, bekannt, wobei vorzugsweise im Kantenbereich zwischen Boden und Wand auch ein Freiraum gebildet sein kann. Die Sockelleiste verdeckt im Kantenbereich störende Ränder des Bodens und der Wand und bildet einen optisch ansprechenden Übergang und hat auch eine Schutzfunktion.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sockelleiste bereit zu stellen, die erweiterte Funktionen erfüllt.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Hierbei ist vorgesehen, dass diese mit einer Leuchtvorrichtung versehen ist.

Die Sockelleiste bietet eine nicht störende und dabei optisch ansprechende Aufnahme für die Leuchtvorrichtung und kann z. B. als dezente Zusatzbeleuchtung zu einer Raumbeleuchtung oder zur optischen Führung beispielsweise in einem Flurbereich oder in einem Kinderzimmer genutzt werden.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung mit optisch ansprechender Integrationsmöglichkeit der Leuchtvorrichtung für die Sockelleiste besteht darin, dass die Leuchtvorrichtung einen Licht leitenden und nach außen abstrahlenden Lichtleitkörper aufweist.

Dabei bestehen für die Lichtführung und Lichtabgabe vorteilhafte Ausgestaltungsvarianten darin, dass der Lichtleitkörper als Lichtleiste oder Leistenstück ausgebildet ist, die in eine an ihn geometrisch angepasste Ausnehmung der Sockelleiste eingesetzt ist.

Die Lichtabstrahlung, beispielsweise eine flächige Lichtabstrahlung, kann dadurch gestaltet werden, dass der Lichtleitkörper auf seiner das Licht abstrahlenden Außenseite und/oder in seinem Inneren eine Licht streuende Struktur aufweist.

Der Aufbau und die Leuchtfunktion werden ferner dadurch begünstigt, dass die Leuchtvorrichtung als Leuchtmittel mindestens eine Leuchtdiode aufweist.

Weitere vorteilhafte Maßnahmen für den Aufbau bestehen darin, dass in dem Lichtleitkörper und/oder in der Sockelleiste an den Lichtleitkörper angrenzend eine Aufnahmefür das oder die Leuchtmittel ausgebildet ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine im Kantenbereich zwischen Boden und Wand angeordnete Sockelleiste mit Beleuchtungsvorrichtung in perspektivischer Ansicht,

2 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Sockelleiste mit Beleuchtungsvorrichtung in perspektivischer Ansicht,

3 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Sockelleiste mit Beleuchtungsvorrichtung in perspektivischer Ansicht,

4 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Sockelleiste mit Beleuchtungsvorrichtung in perspektivischer Ansicht,

5 eine Sockelleiste mit Beleuchtungsvorrichtung von der Rückseite in perspektivischer Ansicht,

6 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Sockelleiste mit Beleuchtungsvorrichtung von der Rückseite in perspektivischer Ansicht,

7 eine Ansicht einer Sockelleiste mit Beleuchtungsvorrichtung von der Stirnseite,

8 die Sockelleiste nach 7 in Draufsicht, und

9 ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Sockelleiste mit Beleuchtungsvorrichtung im Querschnitt.

1 zeigt eine in dem Kantenbereich zwischen Boden und Wand 2 angeordnete beleuchtete Sockelleiste 1 rechteckigen Querschnitts mit integrierter Beleuchtungsvorrichtung. In der eigentlichen Sockelleiste 10 ist in deren unterem Randbereich in einer Ausnehmung 11 ein zumindest auf seiner sichtbaren Außenseite rechteckförmiger Lichtleitkörper 20 eingesetzt, der auf seiner Licht abgebenden Außenfläche bündig mit der betreffenden Außenfläche der Sockelleiste 10 abschließt. Der zumindest auf seiner Außenseite leistenartig ausgebildete Lichtleitkörper 20 besitzt eine leisten- oder bandförmige Lichtaustrittsfläche, die sich längs in Richtung der Sockelleiste 10 erstreckt.

Bei dem in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein ähnlicher Lichtleitkörper 20 wie in 1 mehr in den mittleren Bereich der dem Raum zugekehrten Frontseite der Sockelleiste 10 ebenfalls in einer dort angeordneten, an den Lichtleitkörper 20 angepassten Ausnehmung eingesetzt und erstreckt sich ebenfalls in Längsrichtung der Sockelleiste 10.

Bei dem in 3 gezeigten weiteren Ausführungsbeispiel sind mehrere in Längsrichtung der Sockelleiste kürzere Lichtleitkörper 20 oder Segmente eines einstückigen Lichtleitkörpers 20 mit ihren Lichtleitflächen ebenfalls im unteren Bereich der frontseitigen Sockelfläche Licht abgebend eingesetzt. Zumindest die Licht abgebende Fläche des Lichtleitkörpers 20 ist mit einer Licht streuenden Struktur versehen, um das Licht in gewünschter Weise in den umgebenden Raumbereich abzustrahlen. Derartige Streueffekte zum Beeinflussen der räumlichen Lichtabstrahlwinkel können anstelle auf der Außenseite oder zusätzlich zu der Außenseite auch im Inneren des Lichtleitkörpers 20 als Streuzentren angeordnet sein. Derartige Licht streuende Strukturen bzw. Streuzentren können auch bei den übrigen gezeigten Ausführungsbeispielen vorgesehen sein. Die Lichtleitkörper 20 an sich können aus klarem oder trübem Licht leitendem Material hergestellt sein.

Bei dem in 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Lichtleitkörper 20 mit seiner Licht abstrahlenden Fläche im Oberseitenbereich der Sockelleiste 10 bündig mit der angrenzenden Fläche angeordnet.

Wie die 5 bis 9 erkennen lassen, ist in eine Aufnahme 22 in dem Lichtleitkörper 20 oder aber in einer derartigen Aufnahme in der Sockelleiste 10 in der Nähe des Lichtleitkörpers 20 mindestens ein Leuchtmittel, vorzugsweise in Form einer Leuchtdiode 21 angeordnet. Die Leuchtdiode 21 wird z. B. in einem jeweiligen Sockel oder in einer gemeinsamen Sockelanordnung gehalten, wobei das von ihr abgegebene Licht möglichst vollständig in den Lichtleitkörper 20 eingebracht wird. Die über die Rückseite der Sockelleiste 10 vorstehenden Bereiche der Beleuchtungsanordnung können z. B. in einer Aussparung in der Wand untergebracht werden oder, wie 9 zeigt, in einer einen Freiraum bildenden Aussparung auf der Rückseite der Sockelleiste 10. Die Licht abgebende Fläche ist auch bei nicht ebenen Flächen der Sockelleiste vorzugsweise an den Verlauf der dem Raum zugekehrten Außenfläche der Sockelleiste 10 angepasst, so dass sich keine störenden Übergänge wie Rillen oder Kanten ergeben.

Die Leuchtdioden 21 können zur Abgabe von Licht unterschiedlicher Farbe entweder durch entsprechende Ausbildung der einzelnen Leuchtdioden oder durch Wahl unterschiedlicher Leuchtdioden und jeweils entsprechende Ansteuerung ausgelegt sein. Auch ergeben sich mit den eine hohe Lebensdauer aufweisenden Leuchtdioden 21 gute Steuerungsmöglichkeiten der Lichtstärke, so dass z. B. nachts in einem Kinderzimmer ein schwaches Dämmerlicht eingestellt werden kann, das lediglich zur Orientierung dient. Außerdem ergibt sich mit der beleuchteten Sockelleiste 1 die Möglichkeit einer Hintergrundbeleuchtung oder Ergänzungsbeleuchtung. Die Sockelleiste kann insgesamt mit integrierter Beleuchtungsvorrichtung hergestellt werden, die über eine einfache Kupplungsvorrichtung mit einer elektrischen Energieversorgung verbunden werden kann.

Zum Herstellen der beleuchteten Sockelleiste 1 wird z. B. in eine handelsübliche Sockelleiste 10 die Ausnehmung 11 bzw. ein Schlitz gefräst. In die Ausnehmung 11wird als Lichtleitkörper 20 ein Acryl- oder Glasplattenkörper eingepasst. In den Lichtleitkörper 20 werden als Aufnahmen 22 Bohrungen oder Ausfräsungen eingebracht, in die die Leuchtmittel nicht sichtbar eingebaut werden.

Als Sockelleisten 10 eignen sich solche aus Holz, Kunststoff oder Metall in unterschiedlichen Farben und Querschnittsformen bis hin zu Stein- und Kunststofffliesen.

Zur Steuerung des Lichts ist abhängig von dem Leuchtmittel eine entsprechende Betriebsspannung von z. B. 3 V bis 230 V möglich. Außer der Variation der Lichtstärke und Lichtfarbe sind auch andere Effekte durch die Steuerung erreichbar, beispielsweise Blinklicht, Lauflicht oder abwechselnd unterschiedliche Farben. Die jeweilige Einstellung der Steuerbetriebsart kann dabei fernbedienbar ausgestaltet sein.


Anspruch[de]
Sockelleiste, dadurch gekennzeichnet, dass diese mit einer Leuchtvorrichtung versehen ist. Sockelleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtvorrichtung einen Licht leitenden und nach außen abstrahlenden Lichtleitkörper (20) aufweist. Sockelleiste nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtleitkörper (20) als Lichtleiste oder Leistenstück ausgebildet ist, die in eine an ihn geometrisch angepasste Ausnehmung der Sockelleiste (10) eingesetzt ist. Sockelleiste nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtleitkörper (20) auf seiner das Licht abstrahlenden Außenseite und/oder in seinem Inneren eine lichtstreuende Struktur aufweist. Sockelleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtvorrichtung als Leuchtmittel mindestens eine Leuchtdiode (21) aufweist. Sockelleiste nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Lichtleitkörper (20) und/oder in der Sockelleiste (10) an den Lichtleitkörper (20) angrenzend eine Aufnahme (22) für das oder die Leuchtmittel ausgebildet ist.






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