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Dokumentenidentifikation DE602004001752T2 11.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001574144
Titel Sportschuh mit Dekoration
Anmelder Lange International S.A., Fribourg, CH
Erfinder Cagliari, Peter, 31044 Montebelluna / TV, IT
Vertreter Scharlach, D., Rechtsanw., 80469 München
DE-Aktenzeichen 602004001752
Vertragsstaaten DE, FR, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 23.06.2004
EP-Aktenzeichen 040146557
EP-Offenlegungsdatum 14.09.2005
EP date of grant 02.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse A43B 5/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A43B 5/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B29D 31/518(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Sportschuh oder Teile davon. Der Sportschuh bzw. diese Teile weisen eine Verzierung auf. Die Erfindung ist besonders für Schuhe geeignet, die zusammen mit Gleitelementen verwendet werden, beispielsweise mit Skis, Surfbrettern oder Schlittschuhen, wobei diese Schuhe einer Umgebung mit reibender Abnutzung ausgesetzt sind und auf welche bei ihrer Verwendung starke Kräfte einwirken. Die Erfindung betrifft ausserdem das Verfahren zur Herstellung eines derartigen Schuhs.

Bei Gleitsportdisziplinen treten einander entgegengesetzte Anforderungen auf, welche die Struktur der Schuhe betreffen. Die Schuhe sollen einerseits starre Teile aufweisen, die es einem Benutzer erlauben, den Gleitsportartikel präzise zu führen und dabei die Reaktion des Artikels auf die Beanspruchungen zu erfühlen. Andererseits sollen diese Schuhe nachgiebige Teile besitzen, welche die Bequemlichkeit sichern, indem sie den Berührungsdruck an den Füssen und den Beinen des Benutzers auf eine möglichst homogene Weise verteilen. Zu diesem Zweck besteht eine Lösung des Standes der Technik darin, den Schuh nach einem Verfahren des doppelten Spritzgusses herzustellen, was die ergänzende und kombinierte Verwendung zweier Materialien mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften erlaubt, wobei beispielsweise die Dicke und die Steifigkeit jedes dieser Werkstoffe abhängig von mechanischen Beanspruchungen und Komfortanforderungen für den Schuh vorzusehen sind. Diese Lösung ermöglicht es ebenfalls, die erforderliche Werkstoffmenge an jeder Stelle des Schuhs zu optimieren und damit auch das Gesamtgewicht des Schuhs. Diese Struktur mit zwei getrennt eingespritzten Werkstoffen erfüllt die Anforderungen an Steifigkeit und Bequemlichkeit gut.

Die Schuhe des bisherigen Standes der Technik weisen jedoch nur wenig Verzierungen auf, welche oft auf die Wirkung eingeschränkt sind, die durch eine Verbindung zweier unterschiedlicher Farben der zwei oben genannten Werkstoffe erzeugt wird, weil folgende Einschränkungen bestehen:

  • – Der Schuh ist zur Benutzung in einer scheuernden Umgebung und für eine sportliche Anwendung bestimmt, welche starke Belastungen herbeiführt, die von der Struktur des Schuhs aufgenommen werden müssen. Im Falle des Skischuhs oder des Surfschuhs ist dieser ebenfalls gelegentlich Stössen ausgesetzt, welche von den Kanten hervorgerufen werden. Diese äusseren Angriffe machen die Anbringung von dauerhaften Verzierungen auf dem Schuh schwierig;
  • – der Schuh besitzt weiterhin eine komplizierte Oberfläche, die nicht eben ist, was das Anbringen einer Verzierung erschwert;
  • – ausserdem besitzt der Schuh aufgrund der mechanischen Belastungen und der Komfortansprüche, die im Vorstehenden angegeben wurden, eine komplizierte und teure Struktur, und es ist wirtschaftlich nicht vertretbar, dass die Kosten durch eine zusätzlichen Ausstattung lediglich aufgrund der Ästhetik wesentlich erhöht werden;
  • – der Schuh soll schliesslich nur ein minimales Gewicht haben, damit seine Leistungsfähigkeit und seine Kosten optimiert werden. Verzierungen, welche eine Vergrösserung des Gewichtes des Schuhes nach sich ziehen würden, sind daher schlecht geeignet.

Das Dokument EP-A-1 444 908 stellt einen Stand der Technik im Sinne des Artikels 54 (3) EPÜ dar. Es offenbart ein spritzgegossenes Schuhteil mit einer Verzierung in Form von Rippen.

Eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Sportschuh vorzuschlagen, der eine Verzierung aufweist, welche eventuell eine beträchtliche Grösse und eine beliebige Form besitzt und sich durch eine Vielzahl von Farben auszeichnen kann, und wobei die Verzierung gegenüber den Beanspruchungen widerstandsfähig ist, die bei der Verwendung des Sportschuhs entstehen, und die an die komplizierte Form der Oberfläche des Schuhs angepasst ist.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Sportschuh mit einer Verzierung vorzuschlagen, welcher den einander widersprechenden Anforderungen bezüglich Steifheit und Bequemlichkeit angepasst ist, die sich bei einer Ausführung des Sportes stellen.

Eine dritte Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Sportschuh mit einer Verzierung vorzuschlagen, dessen Gewicht so niedrig wie möglich ist.

Eine vierte Aufgabe der Erfindung ist es, einen Sportschuh mit Verzierung vorzuschlagen, dessen Herstellungsverfahren einfach ist und die Mehrkosten vernachlässigbar klein bleiben.

Gemäss dem erfinderischen Konzept wird der Sportschuh mit Verzierung auf der Grundlage des Verfahrens des Zweifach-Spritzgusses des Standes der Technik hergestellt, und es wird vorgesehen, eine Verzierung zwischen den beiden Schichten des Schuhs anzuordnen, wobei die Oberflächenschicht über der Verzierung angebracht ist, um diese zu schützen, und wobei diese Schicht transparent ist, damit die Verzierung sichtbar bleibt.

Genauer gesagt betrifft die Erfindung einen Sportschuh oder einen Teil davon gemäss den Patentansprüchen 1 und 19. Der Schuh oder das Schuhteil weisen ein Teil in Form einer Schale oder einer Manschette auf, welche jeweils aus zwei Werkstoffschichten zusammengesetzt sind, deren Kombination die Erfüllung einer doppelten Funktion erlaubt, nämlich die Steifheit und die Bequemlichkeit des Schuhteils. Der Schuh weist eine Verzierung auf, die zwischen den beiden Schichten angeordnet ist, wobei die zweite Schicht transparent ist, damit die Verzierung sichtbar bleibt und diese überdeckt wird, um sie vor äusseren Einwirkungen zu schützen.

Gemäss einer ersten Variante kann die Verzierung aus einem beliebigen Markierungsmittel auf der ersten Schicht des Schuhteils bestehen.

Gemäss einer zweiten Variante kann die Verzierung auf einem Träger, d.h. einer Auflage, erzeugt werden, und diese Auflage wird dann auf die erste Schicht des Schuhteils aufgebracht.

Zu diesem Zweck kann ein leichtes Klebemittel zwischen der Auflage der Verzierung und der ersten Schicht angebracht werden, oder aber die Auflage kann klebende Eigenschaften aufweisen, oder aber die erste Schicht des Schuhs kann mit einem Klebemittel versehen werden, welches beispielsweise von Klebepunkten gebildet wird.

Die Auflage kann aber auch selbst das Klebemittel darstellen, selbstklebend sein oder die Eigenschaft eines Abziehbildes haben.

Der Sportschuh kann ein Skischuh oder ein Schuhteil wie die Schale sein und beispielsweise aus Polyurethan bestehen, und die Verzierung kann auf den Seitenteilen der Schale angeordnet werden.

Ausserdem kann die Verzierung ein alphanumerischer Text sein und/oder vierfarbig ausgeführt werden. Auch kann sie eine Information enthalten, welche eine Identifizierung des Sportschuhes ermöglicht, beispielsweise über einen Strichkode.

Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf das Verfahren zur Herstellung eines Sportschuhs gemäss Anspruch 14. Das Verfahren umfasst die Herstellung eines Schuhteils, nämlich der Schale oder einer Manschette, in zwei getrennten Schritten des Spritzgusses von Materialien, deren Kombination eine doppelte Funktion erfüllen kann, nämlich die Steifigkeit und die Bequemlichkeit zu gewährleisten. Das Verfahren weist einen zwischengeschalteten Schritt auf, der darin besteht, dass eine Verzierung auf die Oberfläche des Teils aufgebracht wird, das nach dem ersten Spritzguss entsteht, und dass diese Verzierung danach im Verlaufe des zweiten Spritzgussvorganges mit einem transparenten Material bedeckt wird.

Der Zwischenschritt kann darin bestehen, dass zunächst eine Auflage, die eine Verzierung enthält, mit Hilfe eines Klebemittels auf die Oberfläche des ersten Schuhteils aufgebracht wird.

Der Zwischenschritt kann auch darin bestehen, dass eine Trägerfolie von der Verzierung abgelöst wird, um die Klebewirkung des Klebemittels freizusetzen, oder aber die Auflage zu erwärmen, um die Klebewirkung zu erzeugen.

Der Zwischenschritt kann darin bestehen, dass ein Selbstklebeartikel aufgeklebt wird, wobei die Auflage der Verzierung selbstklebend ist.

Diese Aufgaben, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nun in der folgenden Beschreibung einer besonderen Ausführungsform in Einzelheiten erläutert, wobei die Beschreibung nicht einschränkend ist und Bezug auf die angefügten Figuren genommen wird, in denen darstellen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Schuhs gemäss vorliegender Erfindung;

2 einen Schnitt entlang der Linie A-A des in 1 dargestellten Schuhs.

Die Ausführungsform, die nachstehend unter Bezugnahme auf die 1 und 2 beschrieben wird, betrifft einen Skischuh 1, der im wesentlichen aus einer Sohle 2, einer Schale 3, und einer an der Schale 3 im Gebiet des Knöchels an einem Punkt 5 angelenkten Manschette 4 besteht. Diese Schale 3 und die Manschette 4 sind mit einer Auskleidung 5 versehen, die der Bequemlichkeit beim Tragen dient. Ausserdem trägt die Schale eine Verzierung 8.

2 zeigt als Schnittdarstellung die Struktur der Schale 3, die einen ersten Werkstoff enthält, beispielsweise ein relativ weiches Polyurethan, das eine erste Schicht 10 bildet, sowie einen zweiten, durchsichtigen Werkstoff, beispielsweise ein steiferes Polyurethan, das eine zweite Schicht 11 bildet. Die Verzierung 8 ist zwischen den beiden Schichten 10 und 11 angeordnet und von aussen her sichtbar, weil die Schicht 11 transparent ist.

Die Erfindung betrifft weiterhin das Verfahren zu Herstellung des Skischuhs 1, welcher demgemäss mit den folgenden wesentlichen Verfahrensschritten erhalten wird:

  • – Bildung der ersten Schicht 10 durch einen ersten Spritzgussvorgang mit Polyurethan;
  • – Anbringen der Verzierung 8 auf der Oberfläche der ersten Schicht 10;
  • – Bildung der zweiten Schicht 11 durch einen zweiten Spritzgussvorgang mit transparentem Polyurethan, welches die Verzierung 8 vollständig überdeckt.

Die Verzierung 8 kann durch eine Wärmemarkierung, durch Siebdruck, durch Stempeldruck, mittels der Sublimationstechnik oder nach einem beliebigen anderen Markierungsverfahren des Standes der Technik auf die Oberfläche der ersten Schicht 10 aufgebracht werden.

Als Variante kann die Verzierung 8 auf einem Träger oder einer Auflage 7 angebracht werden, welche dann unmittelbar mit Hilfe eines Klebemittels auf der Oberfläche der ersten Schicht 10 befestigt wird.

Bei dieser Variante wird der Ausdruck "Klebemittel" im weitesten Sinne verwendet, um ein beliebiges Mittel zu benennen, welches ein zeitweiliges oder definiertes Anhaften der Auflage 7 an der Schicht 10 bewirkt. Dieses Mittel kann also auch nur eine sehr schwache und zeitweilige Klebewirkung aufweisen, da es lediglich dazu benötigt wird, die Auflage 7 während sehr kurzer Zeit auf der Schicht 10 festzuhalten, nämlich bis zum Aufbringen der zweiten, transparenten Schicht 11, welche die Auflage 7 kurze Zeit nach ihrem Ankleben überdeckt und dadurch die Auflage fixiert, wodurch die Aufgabe des Klebemittels nicht mehr gefragt ist und die Verzierung gegen äussere Angriffe geschützt wird.

Daher kann dieses Klebemittel aus folgenden Stoffen bestehen:

  • – aus einem Produkt, welches wie ein Klebstoff zwischen der Auflage 7 und der Schicht 10 angebracht wird, oder
  • – aus einem Mittel, welches sich aus den ursprünglichen Eigenschaften der Auflage 7 selbst ergibt oder aber von deren Eigenschaften abgeleitet wird, oder indem die Auflage bestimmten Bedingungen ausgesetzt wird, beispielsweise durch Heisssiegeln, durch die Verwendung von Ultraschall oder die Bildung statischer Elektrizität, oder
  • – aus einem Mittel, welches aus der Schicht 10 stammt, beispielsweise kleine Zapfen, die beim Spritzguss vorgesehen werden und das Einlassen und das Anhaften der Verzierungsauflage ermöglichen.

Die Auflage 7 der Verzierung 8 wird unter dünnen und biegsamen Stoffen ausgewählt, beispielsweise Papier, Kunststoff oder natürlichen oder synthetischen Klebeartikeln, wobei sich dieses Verzierung der unebenen Oberfläche der ersten Schicht 10 der Schale 3 anpassen kann. Die Auflage 7 kann eine Folie, eine Drucktinte oder ein Polyurethanlack sein, oder sie kann aus dem gleichen Material wie demjenigen der Schale des Schuhs bestehen, was den Vorteil der Erleichterung der Wiederverwendung des Schuhs bietet und gleichzeitig ein einfaches und perfektes Anhaften an der ersten Schicht 10 durch Verschmelzen mittels Wärmeeinwirkung bietet. Die Auflage 7 kann aber auch aus Metall bestehen, beispielsweise aus einer Aluminiumfolie.

Die Verzierung kann auf einem unbedruckten Selbstklebepapier sehr einfach durch ein Bedrucken mit Hilfe eines Computerdruckers erzeugt werden, oder durch ein beliebiges anderes Markierungsverfahren. Die Verzierung kann auch in einem Ausschnitt bestehen, was eine besondere Form der Auflage ergibt. Schliesslich kann die Auflage auch durch chemische Behandlungen erzeugt werden, beispielsweise durch eine Anodisierung einer Aluminiumfolie, durch Anbringung von Ausnehmungen und/oder von Gravierungen, beispielsweise einer Aluminiumfolie.

Schliesslich kann die Auflage 7 der Verzierung 8 ein übliches selbstklebendes Papier sein, und in diesem Falle besteht sie aus einer ersten Oberfläche, welche die Verzierung aufweist, und einer zweiten Oberfläche, auf welcher sich das Klebemittel befindet, das durch eine Schutzfolie abgedeckt ist, welche man kurz vor dem Aufbringen der Auflage auf die erste Schicht des Schuhs abzieht.

Die Auflage 7 kann auch aus einem Polyurethanlack bestehen, welcher eine Markierung auf einer provisorischen Trägerfolie überdeckt, welche abgezogen wird, wenn die Auflage in der Kälte oder in der Wärme auf die erste Schicht des Schuhs angebracht wird.

Als Variante kann die Verzierung auch nach dem Verfahren der Abziehbilder angebracht werden, die demgemäss darin besteht, dass die Auflage zunächst auf der ersten Schicht des Schuhs angebracht wird, indem die Deckfolie der Verzierung abgezogen wird.

Diese Herstellungsvariante besteht aus einer Verzierung, die zuvor auf eine Auflage aufgebracht wurde, und dies gestattet es, die folgenden Vorteile zu erzielen:

  • – Das Verfahren zur Herstellung eines Schuhs wird ausserordentlich vereinfacht, da es ausreicht, die Verzierung mittels eines Klebemittels zwischen den beiden Spritzgussschichten aufzubringen;
  • – da die Verzierung auf einer einfachen und nachgiebigen Auflage erzeugt wird, ist es möglich, komplizierte, beliebige Formen für diese Auflage zu wählen und demgemäss auch für die Verzierung. Weiterhin kann die Verzierung eine grossformatige, kompliziert geformte Oberfläche des Schuhes bedecken, da die Nachgiebigkeit ein Anpassen an die Oberfläche ermöglicht, auf welcher sie angebracht ist. Die Verzierung kann auch beliebige, komplizierte Aufdrucke in alphanumerischer oder vierfarbiger Ausführung enthalten, einschliesslich Farben, Markierungen, Hologrammen usw. Da die Verzierung sehr einfach herzustellen ist, kann das Herstellungsverfahren des Schuhes auch auf kleine Serien angewendet werden.

Bei den verschiedenen, oben beschriebenen Ausführungsformen wurde die Verzierung auf Seitenflächen der Schale des Schuhes angebracht. Selbstverständlich kann sie auch auf beliebigen anderen Flächen der Schale 3 oder auf der Manschette 4 angebracht werden.

Der für die zweite Schicht verwendete Werkstoff kann transparent oder, auf äquivalente Weise, durchscheinend sein.

Aus Gründen der Symmetrie kann der Werkstoff der ersten Schicht ebenfalls transparent sein, was gegebenenfalls eine ästhetische Wirkung auf das Innere des Schuhes und eine unterschiedliche ästhetische Wirkung von aussen her erzeugt. Diese erste Schicht erfüllt ebenfalls eine zusätzliche Funktion, indem die Verzierung gegen mögliche eingreifende Einwirkungen geschützt wird, die vom Inneren des Schuhs her kommen.

Die zwei erwähnten Schichten können aus Polyurethan bestehen, dessen Steifigkeit zwischen 50 und 66 SHD (Shore-Härte D) liegt, oder aus beliebigen anderen Werkstoffen, die üblicherweise zur Herstellung eines Schuhteils verwendet werden, und die Schichten können kombiniert werden, um die Anforderungen an die Bequemlichkeit und die Steifigkeit zu erfüllen. Als Variante ist es möglich, ein Material zu verwenden, welches mit den Verzierungen durch Sublimation auf der ersten Schicht verträglich ist.

Die Verzierung kann aus mehreren einzelnen Verzierungen bestehen und Informationen enthalten, die für eine Identifizierung des Sportschuhs nützlich sind, beispielsweise bei den Verleihern. Die Verzierung kann einen Strichkode aufweisen oder beliebige andere Äquivalente, welche eine Identifizierungsnummer des Schuhes enthalten. Sie kann ebenfalls den Verleiher identifizieren, welcher der Eigentümer des Sportschuhes ist. Dadurch kann das Verleihen der Schuhe automatisiert werden, was eine schnelle Identifizierung des Schuhs ermöglicht, und ausserdem auf einfache und sichere Weise angibt, dass die Schuhe dem betreffenden Verleiher gehören.

Schliesslich erfüllt die vorgeschlagene Lösung die vorstehend erwähnten Aufgaben und bietet die folgenden Vorteile:

  • – Da sich die Verzierung zwischen zwei Schichten des Schuhes befindet, ist sie an Ort und Stelle fixiert und gegen äussere Einwirkungen geschützt;
  • – die Erfindung benötigt keinerlei spezielle und zusätzliche Schutzvorkehrungen, die an der Schale anzubringen sind, um die Verzierung zu schützen: es genügt, eine Verzierung zwischen zwei üblichen Schichten der Struktur des Schuhes anzubringen. Auf diese Weise erfüllen die beiden erwähnten Schichten ihre übliche hauptsächliche Funktion bezüglich Bequemlichkeit und Steifigkeit des Schuhes. Gemäss der Erfindung haben sie noch eine dritte Funktion zu erfüllen, nämlich die Verzierung festzuhalten, und eine vierte Funktion, nämlich die Verzierung zu schützen, ohne dass irgendwelche Veränderungen dieser Schichten erforderlich wären, mit Ausnahme der Durchsichtigkeit der zweiten Schicht;
  • – Aufgrund der vorstehenden Erläuterungen beschränkt sich eine Erhöhung des Gewichtes und der Kosten des Schuhes gemäss der Erfindung gegenüber einem Schuh ohne Verzierung einfach auf das Gewicht und die Kosten der zusätzlichen Verzierung, was vernachlässigbar ist.


Anspruch[de]
Sportschuh (1) mit einem Schalenteil (3) oder Manschettenteil (4), das aus zwei Schichten (10, 11) aus zweifach verspritzten Kunststoffmaterialien zusammengesetzt ist, deren Kombination eine doppelte Funktion der Steifheit und Bequemlichkeit des Schuhteils zu erfüllen erlaubt, und mit einer Verzierung (8), welche keine Rippen der ersten Schicht (10) aufweist und zwischen den beiden Schichten (10, 11) angeordnet ist, wobei die zweite Schicht (11) transparent ist, damit die Verzierung sichtbar bleibt und überdeckt wird, um sie vor äusseren aggressiven Einflüssen zu schützen. Sportschuh (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verzierung (8) auf einer Auflage (7) befindet und dass zwischen dieser Auflage (7) der Verzierung (8) und der ersten Schicht (10) ein leichtes Klebemittel angeordnet ist. Sportschuh (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (7) das Klebemittel ist. Sportschuh (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage ein Folie, ein Lack oder eine Polyurethanfarbe ist. Sportschuh (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (7) eine metallische Folie ist. Sportschuh (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Klebemittel aus wenigstens einer Kuppe der ersten Schicht (10) des Schuhs besteht, um die Auflage (7) anzuhaken. Sportschuh (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (7) der Verzierung (8) selbstklebend ist. Sportschuh (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (7) der Verzierung ein Abziehbild ist. Sportschuh (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schichten des Schuhteils aus Polyurethan bestehen. Sportschuh (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuh ein Schischuh und das Schuhteil die Schale (3) ist und die Verzierung (8) auf den Seitenteilen der Schale angeordnet ist. Sportschuh nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzierung (8) ein alphanumerischer Text und/oder vierfarbig ist. Sportschuh nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzierung (8) eine Information enthält, welche die Verwaltung des Sportschuhs erlaubt. Sportschuh nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzierung einen Strichcode aufweist, welcher die Information enthält. Verfahren zur Herstellung eines Sportschuhs nach einem der vorangehenden Ansprüche, wonach ein Schuhteil vom Schalen- oder Manschettentyp durch Zweifachspritzung von Kunststoffmaterialien hergestellt wird, deren Kombination eine doppelte Funktion der Steifheit und des Komforts zu erfüllen erlaubt, und wonach ein Zwischenschritt durchgeführt wird, der darin besteht, eine Verzierung (8) auf der Oberfläche des nach dem ersten Spritzvorgang erhaltenen Teils aufzubringen, wobei diese Verzierung keine Rippen der erste Schicht (10) aufweist. Verfahren zur Herstellung eines Sportschuhs nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenschritt darin besteht, dass eine Auflage (7), die eine Verzierung (8) enthält, mit Hilfe eines Klebemittels auf die Oberfläche des nach dem ersten Spritzvorgang erhaltenen Teils aufgebracht wird, und dass danach beim zweiten Spritzvorgang diese Verzierung (8) mit einem transparenten Material bedeckt wird. Verfahren zur Herstellung eines Sportschuhs nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenschritt eine Erwärmung der Auflage (7) einschliesst, um deren Haftung zu erhalten, wobei dann die Auflage (7) das Klebemittel ist. Verfahren zur Herstellung eines Sportschuhs nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenschritt das Abheben einer Folie der Auflage (7) der Verzierung (8) einschliesst, um die Klebewirkung des Klebemittels zu erhalten. Verfahren zur Herstellung eines Sportschuhs nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenschritt im Kleben eines selbstklebenden Mittels besteht, wobei die Auflage (7) der Verzierung (8) ein selbstklebendes Mittel ist. Schalenteil (3) oder Manschettenteil (4) für einen Sportschuh (1), welches aus zwei Schichten (10, 11) aus zweifach verspritzen Kunststoffmaterialien zusammengesetzt ist, deren Kombination eine doppelte Funktion der Steifheit und des Komforts des Teils zu erhalten erlaubt, wobei dieses Teil eine Verzierung (8) hat, welche keine Rippen der ersten Schicht (10) aufweist und zwischen den beiden Schichten (10, 11) angeordnet ist, und wobei die zweite Schicht (11) transparent ist, damit die Verzierung sichtbar bleibt und bedeckt wird, um sie vor äusseren aggressiven Einflüssen zu schützen.






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