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Dokumentenidentifikation DE602004003517T2 11.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001484538
Titel Normal geöffnetes Elektromagnetventil
Anmelder Nissin Kogyo Co. Ltd., Ueda, Nagano, JP
Erfinder Takamatsu, Yoshiyuki, Tomi-shi Nagano 389-0514, JP;
Shigeta, Masaya, Tomi-shi Nagano 389-0514, JP;
Ohi, Takeshi, Tomi-shi Nagano 389-0514, JP
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 602004003517
Vertragsstaaten DE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.06.2004
EP-Aktenzeichen 040131294
EP-Offenlegungsdatum 08.12.2004
EP date of grant 06.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse F16K 31/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B60T 15/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein normal offenes Magnetventil mit einem Ventilelement, das eine Hydraulikflüssigkeitsleitung öffnet und schließt.

Stand der Technik

Herkömmlich ist als Solenoidventil, das eine Hydraulikflüssigkeitsleitung öffnet und schließt, ein normal offenes Ventil erhältlich, das sich im Normalzustand öffnet und als Reaktion auf die Erregung eines festen Kerns aufgrund der Versorgung einer Spule mit Strom schließt. Solch ein normal offenes Ventil besitzt einen Ventilsitz, der sich öffnet und einen Hydraulikflüssigkeitskanal bildet, und ein Ventilelement, das mit dem Ventilsitz in Berührung kommen kann und sich davon trennen kann. Das Ventilglied kann den Hydraulikflüssigkeitskanal durch Kontakt mit dem Ventilsitz abschirmen und bildet eine Verbindung mit dem Hydraulikflüssigkeitskanal durch Trennen vom Ventilsitz. Im Allgemeinen wird das Ventilglied des normal offenen Magnetventils gesenkgedrückt und am Vorderende einer Halterung fixiert, welche eine kugelförmige, dünne und längliche Säulenform besitzt. In jüngster Zeit ist ein normal offenes Magnetventil erhältlich, das durch einstückige Ausbildung eines Ventilelements und einer Halterung gebildet wird (siehe z.B. JP-A-2002-347597). Das einstückig ausgebildete Ventilglied 300 umfasst einen Ventilteil 340 und einen Schaftteil 240, wie grob in 4A und 4B gezeigt ist, und des Weiteren besitzt der Schaftteil 240 vier gleitende konvexe Abschnitte 310 und Zirkulationsnuten 250, die zwischen den Gleitabschnitten gebildet sind. Das Ventilglied 300 ist aus einem PEEK-Harz (Polyether-Etherketon-Harz) hergestellt und spritzgegossen. Die konvexen Gleitabschnitte 310 des Ventilelements 300 werden auf der Innenfläche eines in dem festen Kern (fester Eisenkern) des normal offenen Solenoidventils gebildeten Durchloch verschoben und geführt. Jedoch kommt das Ventilglied des normal offenen Magnetventils wiederholt mit dem Ventilsitz in Kontakt und trennt sich davon, sodass insbesondere der Ventilteil, der mit dem Ventilsitz in Kontakt kommt, eine ausreichende Härte benötigt.

Daher haben es die Erfinder der vorliegenden Erfindung unternommen, ein normal offenes Magnetventil zu entwickeln, das ein Ventilglied besaß, welches ein magnetisches Material mit einer hohen Härte verwendet und einstückig mit einer Halterung ausgebildet war. Obwohl das aus einem magnetischen Material gebildete Ventilgliedhart war, wurde das Ventilglied bei Erregung von der Innenfläche des Durchlochs des festen Kerns angezogen und ein sogenannter Axialschlag (Flattern) wurde verursacht und die Gleitreibung zwischen dem angezogenen Ventilglied und dem Durchloch wurde erhöht. Solch ein Axialschlag des Ventilelements wird auch zu einem gewissen Ausmaß in einer allgemein bekannten Halterung verursacht, die nicht aus einem magnetischen Material gebildet ist, und zwar aufgrund eines Spiels im Durchloch, und dies beeinflusst das Sitzverhalten (Dichtungsverhalten) des Ventilelements auf dem Ventilsitz und die Arbeitsleistung des Ventilelements, obwohl die Beeinflussung nicht so groß wie in dem Ventilglied ist, das aus einem magnetischen Material hergestellt ist. Um den Axialschlag des Ventilglieds zu vermeiden, wurde das Spiel zwischen dem Ventilglied und der Innenfläche des Durchlochs versuchsweise verringert, und obwohl dies den Axialschlag verhinderte, wurde die Gleitreibung des Ventilglieds erhöht, und insbesondere wenn der Flüssigkeitsdruck der Hydraulikflüssigkeit zunahm, konnte das Hydraulikflüssigkeit kaum fließen, und dies behinderte zusätzlich das Gleiten des Ventilglieds.

Ein normal offenes Magnetventil entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist in der US 5,556,175 offenbart.

Darstellung der Erfindung

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein normal offenes Magnetventil mit einem Ventilglied zu entwickeln, das einstückig mit einer Halterung ausgebildet ist, und eine ausreichende Härte aufweist, um mit einem Ventilsitz in Kontakt zu sein.

Die Erfindung stellt ein normal offenes Magnetventil bereit, umfassend: eine Spule; einen feststehenden Kern, der erregt wird, wenn die Spule mit Strom versorgt wird, wobei der feststehende Kern ein Durchloch und eine an einem Ende des Durchlochs gebildete Öffnung aufweist; einen an der Öffnung angeordneten Ventilsitz; ein Ventilglied, das durch das Durchloch eingesetzt ist, wobei das Ventilglied ein Ventilteil umfasst, um mit dem Ventilsitz in Kontakt zu kommen, und einen ungefähr säulenförmigen Schaftteil umfasst, der sich aus dem Ventilteil erstreckt; und einen beweglichen Kern, der das Ventilglied schiebt und bewegt; wobei der Schaftteil zwei Gleitabschnitte aufweist, die jeweils in der Nähe der Endabschnitte in Längsrichtung des Ventilglieds gebildet sind und die auf der Innenfläche des Durchlochs gleitbar sind und so ausgebildet sind, dass sie in einer axialen Richtung des Schaftteils beabstandet sind, und einen verengten Abschnitt aufweist, der einen Außendurchmesser besitzt, der kleiner als die Gleitabschnitte zwischen der Vielzahl von Gleitabschnitten ist; dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitabschnitte Zirkulationsnuten aufweisen und das Ventilglied und der bewegliche Kern getrennte Teile sind, sodass der bewegliche Kern vom feststehenden Kern angezogen wird und auf einen Endabschnitt des Ventilglieds drückt.

Selbst wenn das Spiel zwischen dem Schaftteil und dem Ventilglied und der Innenfläche des Durchlochs des normal offenen Magnetventils verringert wird, um den Axialschlag des Schaftteils zu vermeiden, kann die Gleitreibung des Ventilelements verringert werden, da die Gleitfläche durch die verengten Abschnitte des Schaftteils verringert wird. Da des Weiteren die verengten Abschnitts des Schaftteils es dem Hydraulikflüssigkeit erlauben, zu fließen, selbst wenn das Spiel zwischen dem Schaffteil und der Innenfläche des Durchlochs verringert wird und dies einen hohen Flüssigkeitsdruck der Hydraulikflüssigkeit bewirkt, kann sich das Ventilglied problemlos bewegen.

Bevorzugt umfasst das Ventilglied ein magnetisches Material. Während das Ventilglied einstückig ausgebildet ist, kann gemäß der Erfindung eine ausreichend hohe Härte erhalten werden, um mit dem Ventilsitz in Kontakt zu sein. Des Weiteren wird der Einfluss der Magnetkraft, die die Anziehung zur Seite des feststehenden Kerns hin bewirkt, durch die verengten Abschnitte des Schaftteils verringert werden, wobei die Gleitreibung zwischen dem Durchloch und dem Schaftteil verringert werden kann, selbst wenn das Ventilglied aus einem magnetischen Material gebildet ist. Bevorzugt sind die beiden Gleitabschnitte in der Nähe eines Abschnitts ausgebildet, wo der Schaftteil mit dem Ventilteil verbunden ist und in der Nähe eines Endabschnitts, der mit dem beweglichen Kern in Kontakt kommt; und die zwei Gleitabschnitte sind innerhalb eines Gleitbereichs auf der Innenfläche des Durchlochs gebildet.

Da der Ventilteil auf der Innenfläche des Durchlochs von den zwei Gleitabschnitten geführt werden kann, die sich in der Nähe beider Enden des Schaftteils befinden, welcher auf der Innenfläche des Durchlochs gleitbar ist, kann die Neigung des Ventilglieds zum Durchloch minimiert werden und ein Absenken der Dichtleistung kann verhindert werden. Selbst wenn das Spiel zwischen den Gleitabschnitten und dem Durchloch verringert wird, um die Positionsgenauigkeit des Ventilglieds zu erhöhen, kann des Weiteren die Gleitreibung unterdrückt werden, da die Gleitfläche klein ist, sodass ein Absinken der Arbeitsleistung des Ventilglieds verhindert wird.

Bevorzugt besitzt das Ventilglied einen Dichtungsabschnitt, der einen bogenförmigen Längsschnitt besitzt, um mit dem Ventilsitz in Kontakt zu kommen, und einen Abschnitt mit zunehmendem Durchmesser aufweist, dessen Durchmesser vom Dichtungsabschnitt aus allmählich zunimmt.

Gemäß der Erfindung kann der Dichtungsabschnitt eine stabile Dichtungsleistung auf dem Ventilsitz aufweisen und der Abschnitt mit zunehmendem Durchmesser kann das Betriebsgeräusch vermeiden, das durch den Flüssigkeitsabriss (Fluidtrennung) der Hydraulikflüssigkeit verursacht wird.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorliegende Erfindung kann leichter mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben werden, wobei:

1 eine Längsschnittansicht des normal offenen Magnetventils entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung ist.

2 eine vergrößerte Längsschnittansicht des Ventilglieds ist.

3 eine Draufsicht des Ventilglieds ist, betrachtet von der Seite des zweiten Gleitabschnitts.

4A eine Seitenansicht und 4B eine Querschnittsansicht sind, die beide das Ventilglied des herkömmlichen Ventils zeigen.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Im Folgenden wird eine Ausführungsform der Erfindung detailliert mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.

1 ist eine Längsschnittansicht eines normal offenen Magnetventils, das zu einer Ausführungsform der Erfindung gehört. 2 ist eine vergrößerte Längsschnittansicht eines Ventilglieds und 3 ist eine Draufsicht desselben Ventilglieds.

Das normal offene Magnetventil 10, das zu einer Ausführungsform der Erfindung gehört, ist z.B. das in 1 gezeigte, normal offene Magnetventil 10 zum Öffnen und Schließen eines Hydraulikflüssigkeits-Antiblockierbremssystems (ABS) für ein Fahrzeug. Das normal offene Magnetventil 10 ist teilweise in ein Passloch 3 eingesetzt, das in einem Basismaterial 1 aus beispielsweise Aluminium gebildet ist, und wird von einem ringförmigen Arretierelement 4 fixiert. Das normal offene Magnetventil 10 besitzt einen feststehenden Kern 20, der auf dem Basismaterial 1 auf wasserdichte Weise durch eine Vielzahl ringförmiger Dichtungselemente C versiegelt ist, ein Ventilglied 30, das in der Ventilbohrung 22 untergebracht ist, die sich durch den feststehenden Kern 20 in seiner vertikalen Achsrichtung öffnet, einen beweglichen Kern 28, der auf das Ventilglied 30 drückt und es bewegt, und eine Spule 12 zum Adsorbieren des beweglichen Kerns 28 an den feststehenden Kern 20.

Der feststehende Kern 20 ist ein ungefähr zylindrisches Element, das aus einem magnetischen Material hergestellt ist, z.B. Eisen oder einer Eisenlegierung usw. Der feststehende Kern 20 besitzt einen Strömungseinlass 21 und einen Strömungsauslass 23, der sich zum Hydraulikflüssigkeitskanal 2 öffnet, der im Basismaterial 1 gebildet ist, und der Strömungseinlass 21 ist mit einem ersten Filterelement F1 verbunden. Zur Strömungseinlass(21)-Seite des sich öffnenden Endes auf einer Seite der Ventilbohrung 22 des feststehenden Kerns 20 ist ein zylindrisches Ventilsitzelement 40 angebracht und befestigt. Zum feststehenden Kern 20 von der oberen Oberfläche des Basismaterials 1 aus hervorstehend, ist ein Führungszylinder 18 mit einer zylindrischen Bodenform angeschweißt und befestigt, und eine Spule 12, die um einen Harzspulenkern 14 gewickelt ist, und ein Spulengehäuse 16, das die Außenseite der Spule 12 abdeckt, sind angebracht.

Das Ventilglied 30 ist aus einem magnetischen Material gebildet, z.B. Edelstahl, und besitzt einen ungefähr säulenförmigen Schaffteil 24 und einen ungefähr konischen Ventilsteil 34, und ist in der Ventilbohrung 22 angeordnet, die sich durch den feststehenden Kern 20 in seiner axialen Richtung öffnet, und zwar auf eine Weise, die es dem Ventilglied ermöglicht, sich frei vor und zurück zu bewegen. Am gegenüberliegenden Ende des Ventilteils 34, der an der Spitze des Ventilglieds 30 gebildet ist, ist der beispielsweise aus Eisen basiertem Metall hergestellte bewegliche Kern 28, der im Führungszylinder 18 vorgesehen ist, in Kontakt angeordnet. Der detaillierte Aufbau des Ventilglieds 30 ist in 2 gezeigt. Auf dem Schaftteil 24 ist ein verengter Abschnitt 32 ausgebildet und ein erster Gleitabschnitt 31 und ein zweiter Gleitabschnitt 33 sind auf beiden Seiten des verengten Abschnitts 32 geformt. Die äußeren Durchmesser des ersten Gleitabschnitt 31 und des zweiten Gleitabschnitts sind so gewählt, dass sie geringfügig kleiner als der Innendurchmesser der Ventilbohrung 22 des feststehenden Kerns 20 sind, und sind mit einer hohen Genauigkeit gearbeitet, um ein geringes Spiel zu bilden, um so das Ventilglied 30 in der Ventilbohrung 22 genau gleiten zu lassen und zu führen. Der erste Gleitabschnitt 31 ist an einem Abschnitt ausgebildet, wo der Ventilteil 34 und der Schaftteil 24 miteinander in der vertikalen axialen Richtung des Ventilglieds 30 miteinander verbunden sind, und der zweite Gleitabschnitt 33 ist auf der Seite des beweglichen Kerns 28 am anderen Ende des Schaftteils 24 ausgebildet. Die Gleitabschnitte sind somit in der Nähe der beiden Enden in der Längsrichtung des Ventilglieds 30 ausgebildet, sodass das Ventilglied 33 daran gehindert werden kann, sich in der Ventilbohrung 22 zu neigen, wodurch eine zuverlässige Dichtungsleistung auf dem Ventilsitz 42 beibehalten werden kann. Obwohl das Spiel zwischen dem Ventilglied 30 und der Innenfläche der Ventilbohrung 22 verringert wird, kann insbesondere die Gleitreibung des Ventilglieds verringert werden, da die Gleitfläche durch den verengten Abschnitt 32 verringert wird, und der verengte Abschnitt 32 erlaubt es der Hydraulikflüssigkeit, zu fließen, wodurch das Ventilglied sich problemlos bewegen kann, selbst wenn ein hoher Flüssigkeitsdruck in der Hydraulikflüssigkeit auftritt. Des Weiteren erstrecken sich auf den äußeren Umfangswandflächen des ersten Gleitabschnitts 31 und des zweiten Gleitabschnitts 33 eine Vielzahl, z.B. vier nach innen konkav ausgebildete Zirkulationsnuten 25 und sind in der vertikalen Richtung des Ventilglieds 30 ausgebildet, wie in 2 und 3 gezeigt, und dies macht es möglich, dass die Hydraulikflüssigkeit zirkuliert.

Der Ventilteil 34, der an der Spitze des Ventilglieds 30 gebildet ist, umfasst einen Abschnitt 35 mit sich ausdehnendem Durchmesser, der konisch trapezoidal ausgebildet ist und einen Außendurchmesser besitzt, der dünner als der erste Gleitabschnitt 31 ist, und einen ungefähr halbkugelförmigen Dichtungsabschnitt 36, der an der Spitze dieses Abschnitts mit sich ausdehnendem Durchmesser gebildet ist. Die Endfläche 37 des ersten Gleitabschnitts 31 ist abgestuft, um so seinen Innendurchmesser vom ersten Gleitabschnitt 31 zum Ventilteil 34 hin zu verringern, und dient als Kontaktabschnitt der Sitzfeder 50, die ein Druckelement ist.

Wie in 1 gezeigt, hat das Ventilsitzelement 40 eine ungefähr zylindrische Form und besitzt eine erste Öffnung 44mit einem kleineren Durchmesser und eine zweite Öffnung 46 mit einem größeren Durchmesser. Die zweite Öffnung 46 öffnet sich zum Strömungseinlass 21 des feststehenden Kerns 20, und das Ventilsitzelement 40 ist in der Ventilbohrung 22 des feststehenden Kerns 20 eingesetzt und fixiert. An der ersten Öffnung 44 des Ventilsitzelements 40 ist ein Ventilsitz 42 ausgebildet, auf dem der Dichtungsabschnitt 36 des Ventilglieds 30 aufsitzt. Der Ventilsitz 42 ist mit einer sich verjüngenden Oberfläche ausgebildet, deren Durchmesser sich zur Außenseite des Ventilsitzelements 40 hin ausdehnt, und durch Kontakt mit dem Dichtabschnitt 36, der eine bogenförmige Längsschnittform am spitzen Ende des Ventilglieds 30 besitzt, wird die erste Öffnung 44 verschlossen.

Der Dichtungsabschnitt 36 des Ventilglieds 30 ist, wie in 2 gezeigt, halbkugelförmig, und der Sitzdurchmesser wird durch den mit dem Ventilsitz 42 in Kontakt stehenden Abschnitt gebildet, sodass die Form des Abschnitts, der mit dem Ventilsitz 42 in Kontakt kommt, sehr wichtig ist. Daher ist der Teil des Dichtungsabschnitts 36, der mit dem Ventilsitz 42 in Kontakt kommen soll, so ausgebildet, dass er im Längsschnitt eine Bogenform besitzt, jedoch ist die Spitze des Dichtungsabschnitts 36 nicht notwendigerweise im Längsschnitt bogenförmig. Der Abschnitt 35 mit sich ausdehnendem Durchmesser wird durch eine einzige, sich verjüngende Oberfläche gebildet, um so seinen Durchmesser von dem Endteil des Dichtungsabschnitts 36, der eine bogenförmige Längsschnittform besitzt, zur Endfläche 37 des ersten Gleitabschnitts 31 auszudehnen, jedoch ist es auch möglich, dass der Abschnitt mit sich expandierendem Durchmesser aus einer sich verjüngenden Oberfläche gebildet wird, die eine Vielzahl von Winkeln oder großen Bögen aufweist, solange die Hydraulikflüssigkeit weiter ungehindert fließen kann. Eine solche Ausbildung vom Dichtungsabschnitt 36 zum Abschnitt 35 mit sich ausdehnendem Durchmesser kann das Betriebsgeräusch verringern, das durch ein Phänomen des Flüssigkeitsabrisses (der Fluidtrennung) der Hydraulikflüssigkeit verursacht wird, die aus der ersten Öffnung 44 einströmt.

Es wird nun der Betrieb des zu dieser Ausführungsform gehörigen normal offenen Magnetventils 10 beschrieben, wobei in einem Zustand, indem die Spule 12 nicht mit Strom versorgt ist, das Ventilglied 30 von der Sitzfeder 50 zur Seite des beweglichen Kerns 28 hingedrückt und getrennt wird, um sich wie in 1 gezeigt, vom Ventilsitz 42 entfernt anzuordnen. Daher tritt in diesem Normalzustand die Hydraulikflüssigkeit durch die erste Öffnung 44 aus dem Strömungseinlass 21 und fließt zum Strömungsauslass 23. Wenn die Spule 12 mit Strom versorgt und erregt wird, fließt ein magnetischer Fluss von der Seite des beweglichen Kerns 28 zur Seite des feststehenden Kerns 20, und der bewegliche Kern 28 wird zur Seite des feststehenden Kerns 20 angezogen und drückt auf den Endabschnitt der Halterung 24, und wenn diese Anziehungskraft den Flüssigkeitsdruck der Hydraulikflüssigkeit auf die Sitzfeder 50 übertrifft, sitzt das Ventilglied 30 auf dem Ventilsitz 42 auf, um den Flüssigkeitskanal zu schließen. Zu diesem Zeitpunkt fließt auch der magnetische Fluss der Spule 12 aus dem beweglichen Kern 28 zum Ventilglied 30 und die erzeugte Magnetkraft übt Einfluss vom feststehenden Kern 20 aus nach oben zum Ventilglied 30, das aus einem magnetischen Material gebildet ist. Jedoch verhindert ein zwischen der Innenwandfläche der Ventilbohrung 22 und dem verengten Abschnitt 32 des Schaftteils 24 erzeugter Zwischenraum das Fließen des magnetischen Flusses und schwächt die Magnetkraft ab. Da somit die Anziehungskraft auf das Ventilglied 30 zum feststehenden Kern 20 hin geschwächt wird, selbst wenn das Ventilglied 30 aus einem magnetischen Material mit einer hohen Härte gebildet wird, wird die Gleitreibung zwischen dem Ventilglied 30 und der Ventilbohrung 22 nicht so stark erhöht. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf diese Ausführungsform begrenzt und kann verschiedenartig innerhalb des Schutzbereichs der Erfindung, wie im Folgenden beansprucht abgewandelt werden.

Z.B. werden eine Sitzfeder 50 und ein Federelement 66 als Druckelemente verwendet, jedoch ist das Druckelement nicht auf diese beschränkt, und irgendein Element kann als geeignet verwendet werden, solange das Element elastisch ist.

Des Weiteren sind in der oben beschriebenen Ausführungsform die Zirkulationsnuten 25, die im ersten Gleitabschnitt 31 und im zweiten Gleitabschnitt 33 gebildet sind, in ihrer Breite enger als die Gleitflächen, im Gegenteil jedoch ist es auch möglich, dass die Zirkulationsnuten 25 breiter ausgebildet werden.


Anspruch[de]
Normal offenes Magnetventil (10), umfassend:

eine Spule (12),

einen feststehenden Kern (20), der erregt wird, wenn die Spule mit Strom versorgt wird, wobei der feststehende Kern ein Durchloch (22) und eine an einem Ende des Durchlochs gebildete Öffnung aufweist;

einen an der Öffnung angeordneten Ventilsitz (42);

ein Ventilglied (30), das durch das Durchloch eingesetzt ist, wobei das Ventilglied einen Ventilteil (34) umfasst, um mit dem Ventilsitz in Kontakt zu kommen, und einen ungefähr säulenförmigen Schaftteil (24) umfasst, der sich aus dem Ventilteil erstreckt; und

einen beweglichen Kern (28), der das Ventilglied schiebt und bewegt;

wobei der Schaftteil zwei Gleitabschnitte (31, 33) aufweist, die jeweils in der Nähe der Endabschnitte in Längsrichtung des Ventilglieds (30) gebildet sind und die auf der Innenfläche des Durchlochs gleitbar sind und so ausgebildet sind, dass sie in einer axialen Richtung des Schaftteils beabstandet sind, und

einen verengten Abschnitt (32) aufweist, der einen Außendurchmesser besitzt, der kleiner als die Gleitabschnitte ist, und der zwischen den beiden Gleitabschnitten liegt,

dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitabschnitte Zirkulationsrinnen (25) aufweisen und das Ventilglied (30) und der bewegliche Kern (28) getrennte Teile sind, so dass der bewegliche Kern (28) vom feststehenden Kern (20) angezogen wird und auf einen Endabschnitt des Ventilglieds (30) drückt.
Normal offenes Magnetventil nach Anspruch 1, wobei das Ventilglied ein magnetisches Material umfasst. Normal offenes Magnetventil nach Anspruch 1 oder 2, wobei die zwei Gleitabschnitte in der Nähe eines Abschnitts, wo der Schaftteil mit dem Ventilteil verbunden ist, und in der Nähe eines Endabschnitts des Schaftteils, der mit dem beweglichen Kern in Kontakt kommt, gebildet sind; und die zwei Gleitabschnitte in einem Gleitbereich auf der Innenfläche des Durchlochs gebildet sind. Normal offenes Magnetventil nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei das Ventilglied einen Dichtungsabschnitt (36) aufweist, der einen bogenförmigen Längsschnitt besitzt, um mit dem Ventilsitz in Kontakt zu kommen, und einen Abschnitt (35) mit zunehmendem Durchmesser aufweist, dessen Durchmesser vom Dichtungsabschnitt aus zunimmt.






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