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Dokumentenidentifikation DE602004007011T2 11.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001657982
Titel INFUSIONSSYSTEM FÜR GETRÄNKE MIT VERBESSERTEM GESCHMACK
Anmelder Unilever N.V., Rotterdam, NL
Erfinder LEHMBERG, Gregg L. Unilever Bes, Englewood Cliffs, New Jersey 07632, US;
HERZOG, Leslie J. Unilever Bes, Englewood Cliffs, New Jersey 07632, US
Vertreter Lederer & Keller, 80538 München
DE-Aktenzeichen 602004007011
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.08.2004
EP-Aktenzeichen 047639299
WO-Anmeldetag 09.08.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/EP2004/008905
WO-Veröffentlichungsnummer 2005020700
WO-Veröffentlichungsdatum 10.03.2005
EP-Offenlegungsdatum 24.05.2006
EP date of grant 13.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse A23F 3/40(2006.01)A, F, I, 20061107, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A23F 5/46(2006.01)A, L, I, 20061107, B, H, EP   

Beschreibung[de]
BEREICH DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung richtet sich auf aufgießbares (infusible) oder wasserlösliches Material in Kombination mit Aromaverbindungen. Insbesondere richtet sich die vorliegende Erfindung auf auf gießbares oder wasserlösliches Material in Kombination mit Aromaverbindungen, worin das auf gießbare oder wasserlösliche Material ein Pulver ist oder in Filterpapier verpackt oder platziert und mit Wasser kontaktiert wird, um ein Getränk mit gutem Geschmack zu brauen, und ferner, worin die Aromaverbindungen auf Trägerverbindungen getragen werden und mit dem aufgießbaren oder wasserlöslichen Material gemischt oder darauf gesprüht werden, oder eine Kombination davon. Unerwartet ergibt die vorliegende Erfindung ein Getränk mit guten Geschmackskennzeichen, selbst wenn eine verringerte Menge an aufgießbarem oder wasserlöslichem Material eingesetzt wird.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Beim Herstellen von Getränken wie auf Tee oder Kaffee basierenden Getränken ist es üblich, Filterpapier mit Teeblatt oder gemahlenem Kaffee in beispielsweise Maschinen (urns) zu verwenden, um selbiges aufzugießen, um das gewünschte Getränke zu bereiten. Es ist ebenfalls üblich, Sachets oder Beutel herzustellen, die je nachdem Teeblatt oder gemahlenen Kaffee enthalten, und selbige in einem Brühapparat oder auf einer Tasse-für-Tasse Basis aufzugießen.

Einige Verbraucher ziehen es vor, keinen Tee und Kaffee zu trinken, da sie sich ihrer Aufnahme von Koffein bewusst sind. Andere Verbraucher trinken entkoffeinierte Getränke; jedoch neigen solche entkoffeinierten Produkte dazu, Geschmack und Aromakennzeichen zu haben, die Getränken mit ihrem natürlichen Grad an Alkaloiden unterlegen sind. Heiße Schokolade oder Kakao wird andererseits häufig nicht gewünscht, weil es reich an Kalorien und Kohlenhydraten ist. Es ist von steigendem Interesse, ein Getränk zu entwickeln, das verringerte Grade an Koffein, Kalorien oder beidem hat, jedoch gut schmeckt. Diese Erfindung richtet sich daher auf auf gießbares oder wasserlösliches Material in Kombination mit Aroma, worin das auf gießbare oder wasserlösliche Material ein Pulver ist oder in (oder auf) Filterpapier verpackt oder platziert und mit einem wässerigen Lösungsmittel (vorzugsweise Wasser) kontaktiert wird, um ein Getränk mit gutem Geschmack zu brauen, und ferner, worin die Aromaverbindungen auf Trägerverbindungen getragen und mit dem aufgießbaren oder wasserlöslichen Material gemischt oder darauf gesprüht werden, oder eine Kombination davon. Unerwartet ergibt die vorliegende Erfindung ein Getränk mit guten Geschmackskennzeichen, selbst wenn eine verringerte Menge an auf gießbarem oder wasserlöslichem Material eingesetzt wird.

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN

Es sind Anstrengungen zum Herstellen aufgießbarer Getränkevorläufer offenbart worden. In US-Patent Nr. 2769290 werden ein Verfahren und Apparat zum Herstellen von Teebeuteln oder Ähnlichem beschrieben.

Es sind andere Anstrengungen zum Herstellen auf gießbarer Getränkevorläufer offenbart worden. In US-Patent Nr. 2793120 werden Teebeutel in großer Größe beschrieben.

Es sind noch weitere Anstrengungen zum Herstellen von aufgießbaren Getränkevorläufern offenbart worden. In US-Patent Nr. 5366741 werden Aufgusspäckchen mit einer V-Falte beschrieben.

Keine der obigen zusätzlichen Informationen beschreibt aufgießbares oder wasserlösliches Material in Kombination mit Aromaverbindungen, worin selbige verwendet werden können, um ein Getränk mit guten Geschmackskennzeichen herzustellen, selbst wenn verringerte Mengen des aufgießbaren oder wasserlöslichen Materials eingesetzt werden.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

In einem ersten Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung auf einen Getränkevorläufer, umfassend:

  • a) ein aufgießbares oder wasserlösliches Material, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus entkoffeiniertem Teeblatt, entkoffeinierten Teeteilchen und Gemischen daraus; und
  • b) Aromaverbindung,
worin das auf gießbare oder wasserlösliche Material bei einem Grad vorhanden ist, der von 0,5 bis 25,0% nach Gewicht geringer ist, als die herkömmliche Menge, welche für eine sechs bis acht Unzen (170 bis 227 g) Portion verwendet wird (also ein Grad von 1,42 bis 1,89 g für entkoffeiniertes Teeblatt und von 0,225 bis 0,299 g für entkoffeinierte Teeteilchen); und die Aromaverbindung ein Zusatzstoff ist und nicht mit dem aufgießbaren oder wasserlöslichen Material geliefert wird.

Der Getränkevorläufer ist ein Pulver, verpackt in einem Portionspäckchen, Sachet, Beutel oder verwendet mit Filterpapier, und die Aromaverbindungen werden auf Trägerverbindungen getragen und mit dem auf gießbaren oder wasserlöslichen Material gemischt oder darauf gesprüht, oder eine Kombination davon.

In einem zweiten Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung auf ein Getränkt, hergestellt mit dem Getränkevorläufer des ersten Aspekts dieser Erfindung.

In einem dritten Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen eines Getränks mit dem Getränkevorläufer dieser Erfindung.

Aufgießbares Material bedeutet geeignet, um es zu benetzen, einweichen mit, perkolieren oder tränken in einem wässerigen Lösungsmittel wie Wasser, um ein Getränk zu erzeugen. Wasserlösliches Material bedeutet geeignet, um sich in Wasser zu lösen, um ein Getränk zu erzeugen, wie ein Portionspäckchen von Pulver für heiße Schokolade oder gefriergetrocknetem oder instant Kaffee oder Tee (also Kaffee- oder Teeteilchen). Getränk bedeutet ein anderes Getränk als Wasser, welches für Menschen geeignet ist, und vorzugsweise Kaffee oder Tee und am meisten bevorzugt Tee. Aromaverbindung bedeutet flüchtige Verbindungen, welche in der Lage sind, einen angenehmen Geruch zu erzeugen, einschließlich natürlicher oder künstlicher Aromaverbindungen. Tee bedeutet abgeleitet von Camellia sinensis. Wässeriges Lösungsmittel, wenn hierin verwendet, ist so gemeint, dass es heißes (z.B. mehr als etwa 60°C) und kaltes (z.B. weniger als etwa 15°C) Wasser einschließt. Getragen auf Trägerverbindungen bedeutet zum Beispiel getragen als Kern (also eingekapselt) oder getragen innerhalb einer Matrix. Verringerte Menge, wie hierin verwendet, bedeutet von etwa 0,5 bis etwa 25,0% und vorzugsweise von etwa 5,0 bis etwa 20,0% und am meisten bevorzugt von etwa 8,0 bis etwa 15,0% nach Gewicht weniger, als die herkömmliche Menge an verwendetem aufgießbaren beziehungsweise wasserlöslichen Material, um etwa eine sechs (6) bis etwa eine acht (8) Unzen Portion zu bereiten. Herkömmliche Mengen, welche verwendet werden, um etwa eine 6 bis etwa eine 8 Unzen Portion mit Teeblatt, gemahlenem Kaffee, Kaffeeteilchen, Teeteilchen, Kraut und Kakao zu bereiten, bedeutet etwa 1,90–2,50 Gramm, etwa 3,5–6,5 Gramm, etwa 1,40–2,40 Gramm, etwa 0,30–0,90 Gramm, etwa 1,0–2,50 Gramm beziehungsweise etwa 1,85–4,5 Gramm.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Es gibt keine Einschränkung hinsichtlich der aus dem Getränkevorläufer dieser Erfindung hergestellten Getränkeart, außer dass das Getränk für menschlichen Verzehr geeignet ist. Veranschaulichende Beispiele der Getränkearten, welche aus dem Getränkevorläufer dieser Erfindung bereitet werden können, schließen ohne Einschränkung Tee, Kaffee, Kräutertee und heiße Schokolade ein, von welchen alle mit oder ohne Koffein und anderen Alkaloiden sein können.

Die zur Verwendung in dieser Erfindung geeigneten Aromaverbindungen können natürliche oder künstliche Aromaverbindungen sein, wie jene, welche aus Teeblatt, Kaffeebohne oder Kakaobohne, aber vorzugsweise Teeblatt isoliert werden. Von der Zusammensetzung von Teearomverbindungen ist bekannt, dass sie ziemlich komplex ist, und es wird angenommen, dass sie annähernd –500 bis 650 Verbindungen umfasst. Veranschaulichende Beispiele für die allgemeinen Klassen von Aromaverbindungen, welche typischerweise isoliert und zur Verwendung in dieser Erfindung geeignet sind, schließen ohne Einschränkung Kohlenwasserstoffe, Aldehyde, Alkohole (einschließlich Arylole), Ester (einschließlich Lactone), Ketone, Säuren, Heteroverbindungen, Gemische daraus und Ähnliches ein. Speziell schließen zur Verwendung in dieser Erfindung geeignete Aromaverbindungen 1-Pentanol, cis-2-Penten-1-ol, cis-3-Hexen-1-ol, 1-Hexanol, Benzylalkohol, Phenylethanol, Geraniol, Merolidol, Linalool, Hexanal, trans-2-Hexanal, Furfural, Methylfurfural, Heptadienal, Benzaldehyd, Phenylacetaldehyd, Linalooloxid 1, Linalooloxid 2, Betaionon, Methylsalicylat, Ethyldecanoat, Gemische daraus und Ähnliches ein.

Andere zur Verwendung mit dieser Erfindung geeignete Aromaverbindungen schließen 3-Hydroxy-4,5-dimethyl-2(5H)-furanon, 4-Hydroxy-2,5-dimethyl-3(2H)-furanon, 4-Hydroxy-5-methyl-3(2H)-furanon, 3-Hydroxy-2-methyl-4(4H)-pyranon, 3-Hydroxy-2-ethyl-4(4H)-pyranon, Gemische daraus und Ähnliches ein.

Es gibt keine Einschränkung hinsichtlich wie die Aromaverbindungen gemacht oder isoliert werden, solange selbige mit für menschlichen Verzehr geeignete Getränke verwendet werden können. Bevorzugte Verfahren zum Isolieren geeigneter Aromaverbindungen schließen Verfahren ein, die kryogenische Aromagewinnungssysteme, Vakuum-Stripping und Destillationssysteme, Essenzgewinnungssysteme und insbesondere bevorzugt Spinning-Cone-Systeme einsetzen. Die am meisten bevorzugten Spinning-Cone-Systeme, um Geschmacksverbindungen zu isolieren, werden von Lieferanten wie ConeTech Inc. und FlavourTech kommerziell verfügbar gemacht.

Das Filterpapier, welches geeignet ist, Beutel, Sachets oder Filter herzustellen, sollte porös sein und kann aus polymerem oder Papier-ähnlichem Material sein, im Allgemeinen einschließlich der Kennzeichen einer Maschengröße etwas kleiner als das eingesetzte, eingeschlossene, aufgießbare und wasserlösliche Material und die gewünschten Aromaverbindungen umfassenden Trägerverbindungen. Das Filterpapier sollte als Filtriermittel fungieren, um die Ziele zu erreichen, Bildung von Sediment in dem gewünschten Getränk zu verhindern. Die verwendete Papierdicke kann variieren, aber vorzugsweise ist sie von etwa 0,004 cm bis etwa 0,35 cm und am meisten bevorzugt von etwa 0,008 cm bis etwa 0,025 cm. Die Größe der Poren in dem Papier, welches zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung bevorzugt wird, kann von etwa 4 &mgr;m bis etwa 1200 &mgr;m variieren und ist vorzugsweise von etwa 15 &mgr;m bis etwa 200 &mgr;m.

Das verwendete Papier kann jede gewünschte Größe und Eigenschaft haben und kann beispielsweise ein Blatt des selbigen sein, übereinander gefaltet und entlang der drei überlappenden, benachbarten Kanten verbunden. Beutel der Art, welche normalerweise mit dem Begriff „Teebeutel" assoziiert werden, sind in der vorliegenden Erfindung ebenfalls brauchbar. Zusätzlich zu Beuteln, welche zum Einweichen entworfen wurden, schließen in dieser Erfindung brauchbare Beutel jene ein, welche für das Perkolations-Herstellungsverfahren, Vakuum-Topf-Herstellung und Tropf-Herstellungsverfahren entworfen wurden. Alles was notwendig ist, um den Beutel an alternative Herstellungsverfahren anzupassen, ist, dass der Beutel eine Form und Gestaltung hat, welche mit dem Brühverfahren kompatibel ist. Veranschaulichende Beispiele der zur Verwendung in dieser Erfindung bevorzugten Beutel schließen ohne Einschränkung die in US-Patent Nr. 2793120 und 2769290 beschriebenen Teebeutel ein, deren Offenbarung hierin durch Verweis eingeschlossen wird.

Die zur Verwendung in dieser Erfindung geeigneten Sachets sind nur soweit eingeschränkt, dass sie eine Größe und Form haben, welche mit dem gewünschten Getränkebrühverfahren vereinbar ist. Solche Sachets können Teebeuteln ähneln, vermindert um ihre herkömmlichen Anhänger und Schnüre. Die Filter, welche zur Verwendung mit dem Getränkevorläufer dieser Erfindung geeignet sind, sind gut bekannt und typischerweise von Lieferanten wie Unilever Bestfoods unter der Marke Lipton Tea verfügbar gemacht. Die Portionspäckchen können Folie umfassen und sind in vielen Größen erhältlich, einschließlich Einzelportionsgrößen.

Die getragenen Aromaverbindungen können durch Lösen eines inerten Gases wie Kohlendioxid in einer aromatisierten essbaren Flüssigkeit hergestellt werden. Die sich ergebende aromatisierte, vergaste Flüssigkeit kann dann mit einem geschmolzenen Kohlenhydrat-Material co-extrudiert werden und vorzugsweise einem mit einer Glasübergangstemperatur von zwischen 20°C und 80°C, um einen Strom mit einer äußeren Materialhülle vorzusehen, die einen inneren Kern von aromatisierter, vergaster Flüssigkeit umgibt. Der Strom kann dann in eine Druckkammer mit einem Druck extrudiert werden, der größer ist, als der innere Druck des inerten Gases in dem aromatisierten flüssigen Kern, wodurch der Strom unter Druck gehalten wird, bis sich die Kohlenhydrathülle auf unter ihre Glasübergangstemperatur gekühlt hat, um Kapseln mit einer gehärteten Hülle aus amorphem Kohlenhydratglas vorzusehen, welche einen inneren Kern aus vergaster, aromatisierter Flüssigkeit umgibt. Eine detailliertere Beschreibung der Einkapselung von flüchtigen Aromaverbindungen findet sich in US-Patent Nr. 5399368, dessen Offenbarung hierin durch Verweis eingeschlossen wird.

Andere Verfahren zum Herstellen getragener Aromaverbindungen schließen Einschließen der Aromaverbindung in einer verfestigten Matrix aus dehydratisiertem Träger ein, erreicht durch gut bekannte Verfahren, die Gefriertrocknen, Fließbetttrocknen oder Sprühtrockensysteme einsetzen. Solche Systeme und Techniken, welche selbige einsetzen, werden in beispielsweise Spray-Drying-Handbook, 4. Aufl., K. Masters, (1985) beschrieben. Noch weitere Verfahren schließen einfaches Mischen der Träger- und Aromaverbindung ein. Eine andere Option zum Erhalten getragener Aromaverbindungen ist, selbige von Lieferanten wie International Flavors and Fragrances, Firmenich oder Givaudan zu erwerben.

Die mit den Aromaverbindungen dieser Erfindung eingesetzten Träger können jene einschließen, welche Kohlenhydrate umfassen wie Stärken (z.B. Maltodextrin), chemisch modifizierte Stärken, emulgierende Polymere, Monomere und Dimere von einfachen Aldohexosen, Gemische daraus oder Ähnliches.

Zusätzliche Träger, die in dieser Erfindung verwendet werden können, schließen flüchtige organische Träger ein, die bei 25°C und atmosphärischem Druck flüssig sind und einen Dampfdruck von mindestens 0,01 mmHg bei 25°C, einen Siedepunkt im Bereich von 25 bis 250°C, eine Dichte von weniger als 1,0 g/cc bei 25°C und Wasserlöslichkeit von nicht mehr als etwa 10% bei 25°C haben. Veranschaulichende und nicht-einschränkende Beispiele der flüchtigen organischen Träger, welche in dieser Erfindung verwendet werden können, schließen 2-Methylfuran, 2-Ethylfuran, Methylhexanoat, Heptanal, Octanal, Nonanal, Ethylformat, Propylformat, Gemische daraus und Ähnliches ein.

Beim Herstellen des Aufgusssystems, welches unerwartet gute Geschmackskennzeichen hat, macht typischerweise die eingesetzte Aromaverbindung typischerweise von etwa 0,01 bis etwa 0,75 und vorzugsweise von etwa 0,015 bis etwa 0,5% und am meisten bevorzugt von etwa 0,02 bis etwa 0,1% nach Gewicht des Gesamtgewichts von Aromaverbindung und Trägerverbindung in trockener Form aus, einschließlich allen darin subsummierten Bandbreiten.

Die Größe der Aromaverbindung und des Trägers (also aromatisierenden Zusammensetzung) ist nur soweit eingeschränkt, dass die Aromaverbindung und Trägerkombination die Qualität und die Kennzeichen des hergestellten Getränks nicht störend beeinflussen. Häufig ist die Partikelgröße (also Durchmesser) der aromatisierenden Zusammensetzung etwa 0,08 bis etwa 15 mm und vorzugsweise von etwa 0,20 bis etwa 7,0 mm und insbesondere bevorzugt von etwa 0,30 bis etwa 4,0 mm, einschließlich aller darin subsummierten Bandbreiten.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die absolute Dichte der Aromaverbindung und der Trägerverbindung (aromatisierenden Zusammensetzung) von etwa 0,15 bis etwa 0,99 g/cc und vorzugsweise von etwa 0,25 bis etwa 0,96 g/cc und insbesondere bevorzugt von etwa 0,3 bis etwa 0,75 g/cc, einschließlich aller darin subsummierten Bandbreiten.

In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Packungsnutzleistung der Aromaverbindung und der Trägerverbindung (aromatisierenden Zusammensetzung) von etwa 0,08 bis etwa 0,92 g/cc und vorzugsweise von etwa 0,15 bis etwa 0,85 g/cc und insbesondere bevorzugt von etwa 0,20 bis etwa 0,75 g/cc, einschließlich aller darin subsummierten Bandbreiten.

Beim Herstellen des Getränkevorläufers wird auf gießbares oder wasserlösliches Material (oder beides) mit auf oder in der Trägerverbindung getragenen Aromaverbindung kombiniert. Es ist innerhalb des Umfangs dieser Erfindung, herkömmliche Misch-(Rühr- oder Taumel-)-techniken einzusetzen, um die aromatisierende Zusammensetzung und das aufgießbare und/oder wasserlösliche Material zu kombinieren. Es ist ebenfalls innerhalb des Umfangs dieser Erfindung, die Aroma- und Trägerverbindung direkt auf das aufgießbare oder wasserlösliche Material zu sprühen. Wenn Sprühen die gewünschte Technik ist, wird häufig eine wässerige Emulsion (mit einem Emulgiermittel wie Fettsäure Mono- oder Diglyceride, Fettsäureester mit Sorbitol) hergestellt und mit einem Luftkompressor gesprüht. Der Druck, bei welchem die Emulsion aufgetragen wird, kann variieren, aber der Druck ist üblicherweise zwischen etwa 1,5 und etwa 10,5 bar und vorzugsweise zwischen etwa 2,5 und 5,5 bar. Da das eingesetzte Wasser typischerweise verdampft (selbst bei Umgebungstemperatur) ist es kein erforderlicher Schritt, das aufgießbare oder wasserlösliche Material nach dem Sprühen zu trocknen.

Die Menge an in dieser Erfindung eingesetzter getrockneter Aromaverbindung und Träger ist typischerweise von etwa 0,5 bis etwa 25,0% und bevorzugt von etwa 2,0 bis etwa 30,0% und am meisten bevorzugt etwa 8,0 bis etwa 15,0% nach Gewicht Aromaverbindung, basierend auf dem Gesamtgewicht von Aromaverbindung, auf gießbarem Material, wasserlöslichem Material und Trägerverbindung und einschließlich aller darin subsummierten Bandbreiten.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die in dieser Erfindung eingesetzten Aromaverbindungen Teearomaverbindungen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden die hierin beschriebenen Teearomaverbindungen in entkoffeinierten Teebeuteln verwendet, worin die Aromaverbindungen aus den Teeblättern isoliert werden, bevor selbige entkoffeiniert werden.

Es ist ebenfalls innerhalb des Umfangs dieser Erfindung, herkömmliche Süßstoffe, Weißmacher, Geschmacksstoffe und/oder Gewürze in den hierin beschriebenen Getränkevorläufern und/oder Getränken einzusetzen.

Das folgende Beispiel wird vorgesehen, um ein Verständnis der vorliegenden Erfindung zu erleichtern. Das Beispiel wird nicht vorgesehen, um den Umfang der Ansprüche zu begrenzen.

BEISPIEL

Entkoffeinierte Teebeutel wurden durch Kombinieren von 1,70 Gramm entkoffeiniertem Teeblatt (wie durch Unilever Bestfoods hergestellt) und 0,25 g Teearomaverbindung auf einem Maltodextrinträger (wie durch Givaudan kommerziell verfügbar gemacht) hergestellt. Die sich ergebenden Teebeutel hatten über 10% weniger Teeblatt als herkömmliche entkoffeinierte Teebeutel. Es wurde ein Geschmackspanel durchgeführt, um aus den Teebeuteln mit Aromaverbindung hergestelltes Teegetränk und aus herkömmlichen entkoffeinierten Teebeuteln hergestelltes Teegetränk zu vergleichen. Die Getränke wurden durch Aufgießen der Teebeutel mit etwa acht Unzen Wasser (bei etwa 100°C) bereitet. Die sich ergebenden Getränke wurden nach Kühlen auf etwa 70–75°C konsumiert. Fünfzig (50) Panel-Teilnehmer prüften die Getränke und unerwarteterweise bevorzugten etwa Zweidrittel der Panel-Teilnehmer das gemäß dieser Erfindung hergestellte Teegetränk.


Anspruch[de]
Getränkevorläufer, umfassend:

a) ein auf gießbares oder wasserlösliches Material, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus entkoffeiniertem Teeblatt, entkoffeinierten Teeteilchen und einem Gemisch daraus; und

b) Aromaverbindung,

worin das aufgießbare oder wasserlösliche Material bei einem Grad von 1,42 bis 1,89 g für entkoffeiniertes Teeblatt und von 0,225 bis 0,299 g für entkoffeinierte Teeteilchen vorhanden ist;

und die Aromaverbindung ein Zusatzmittel ist und nicht mit dem aufgießbaren oder wasserlöslichen Material geliefert wird.
Getränkevorläufer gemäß Anspruch 1, worin das aufgießbare oder wasserlösliche Material bei einem Grad von 1,52 bis 1,81 g für entkoffeiniertes Teeblatt und von 0,240 bis 0,285 g für entkoffeinierte Teeteilchen vorhanden ist. Getränkevorläufer gemäß Anspruch 1, worin das aufgießbare oder wasserlösliche Material bei einem Grad von 1,61 bis 1,75 g für entkoffeiniertes Teeblatt und von 0,255 bis 0,276 g für entkoffeinierte Teeteilchen vorhanden ist. Getränkevorläufer gemäß Anspruch 1, worin aufgießbares Material vorhanden ist und das aufgießbare Material entkoffeiniertes Teeblatt ist. Getränkevorläufer gemäß Anspruch 4, worin die Aromaverbindung gewonnen aus Teeblättern, Teeblatt, bevor das Teeblatt entkoffeiniert wird, natürliche Aromaverbindung oder künstliche Aromaverbindung ist. Getränkevorläufer gemäß einem vorhergehenden Anspruch, worin der Getränkevorläufer in einem Portionspäckchen, Sachet oder Beutel verpackt ist. Getränkevorläufer gemäß Anspruch 6, worin der Getränkevorläufer in einem Teebeutel verpackt ist. 170 bis 227 g (sechs bis acht Unzen) Getränkezusammensetzung, wobei die Getränkezusammensetzung durch Kontaktieren einer wässerigen Lösung und eines Getränkevorläufers gemäß einem vorhergehenden Anspruch hergestellt ist. Verfahren zum Herstellen eines Getränks, umfassend in keiner besonderen Reihenfolge die Schritte:

(i) Erhalten einer wässerigen Lösung; und

(ii) Kontaktieren der wässerigen Lösung mit einem Getränkevorläufer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7.
Verfahren zum Herstellen eines Getränks gemäß Anspruch 9, worin die wässerige Lösung Wasser ist, das höher als 60°C oder geringer als 15°C ist.






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