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Dokumentenidentifikation DE60310740T2 11.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001545276
Titel GERUCHSABSORBIERENDER KLEIDERSACK
Anmelder Reckitt Benckiser (UK) Limited, Slough, Berkshire, GB
Erfinder Cornelius, Reckitt Benckiser Corp., Gay Joyce, Hull HU8 7DS, East Yorkshire, GB;
Jones, Stuart Michael Ruan, Royston, Hertfordshire SG8 6UT, GB
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60310740
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.09.2003
EP-Aktenzeichen 037509346
WO-Anmeldetag 19.09.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/GB03/04025
WO-Veröffentlichungsnummer 2004028317
WO-Veröffentlichungsdatum 08.04.2004
EP-Offenlegungsdatum 29.06.2005
EP date of grant 27.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse A47G 25/58(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61L 9/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A47G 25/56(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft geruchsabsorbierende Kleidersäcke und Verfahren zum Entfernen oder Vermindern von Gerüchen von Bekleidung.

Während des alltäglichen Gebrauchs können unangenehme oder unerwünschte Gerüche von der Kleidung absorbiert werden. Von Kleidung absorbierte Gerüche von Schweiß und Rauch sind ein übliches Problem. In vielen Fällen wird ein Kleidungsstück von einer Person getragen, wobei während dieser Zeit Gerüche absorbiert werden und das Kleidungsstück danach ohne dessen Waschen zur Geruchsentfernung aufbewahrt wird. Wird ein Kleidungsstück zu einem zweiten oder weiteren Anlass getragen, können sehr häufig unangenehme oder unerwünschte Gerüche von dem Träger oder anderen sich in seiner Nähe befindenden Personen wahrgenommen werden. Im Allgemeinen werden Kleidungsstücke eng nebeneinander aufbewahrt, wodurch ermöglicht wird, dass Gerüche von einem Geruch aussendenden Kleidungsstück auf benachbarte Kleidungsstücke (bei welchen es sich um saubere Kleidungsstücke handeln kann) übertragen werden. Bekleidung, die häufig ohne Waschen zwischen dem Gebrauch aufbewahrt wird und tendenziell Gerüche absorbiert, schließt Anzüge, Mäntel und Strickwaren ein.

Es gibt auf dem Markt Produkte, wie Spray- und Aerosolzusammensetzungen, die auf Kleidung gesprüht werden können, um unangenehme oder unerwünschte Gerüche vor dem Aufbewahren der Kleidung zu überdecken. Derartige Zusammensetzungen dienen nur zum Überdecken der Gerüche für eine beschränkte Zeitdauer und können selbst verursachen, dass die Kleidung einen unerwünschten parfümierten Geruch annimmt.

Für Fußbekleidung sind Produkte in Form von herausnehmbaren Einlagen bekannt, die ein geruchsabsorbierendes Substrat einschließen. Werden sie in die Fußbekleidung eingelegt, dienen derartige Einlagen zum Absorbieren von Gerüchen, statt sie einfach zu überdecken.

Es gab Vorschläge, z.B. US 5 585 107, zum Bereitstellen von geruchsabsorbierenden Säcken für die Aufnahme von Kleidung. Die eingeschlossene Konstruktion derartiger Säcke ist für die Aufnahme von größeren Kleidungsstücken, wie Jacken und Mänteln, nicht gut geeignet.

JP-A-10165288 offenbart einen geruchsabsorbierenden, luftdurchlässigen Kleidersack, umfassend ein Vliesgewebe, das unter Bildung einer Hülle für ein Kleidungsstück an drei Seiten zugenäht ist. Die untere Hüllenkante ist offen, und die obere Kante umfasst eine Öffnung für einen Kleiderbügel.

US-A-5078668 offenbart einen ähnlichen Kleidersack, umfassend einen länglichen Vorderschlitz, der durch eine Lasche verdeckt ist.

Es wäre für einen Benutzer vorteilhaft, unerwünschte oder unangenehme Gerüche aus einem vorher vom Benutzer getragenen Kleidungsstück in einer zweckmäßigen Weise zu beseitigen, ohne die Notwendigkeit, das Kleidungsstück vor einem weiteren Gebrauch des Stücks zu waschen oder chemisch zu reinigen.

Es ist deshalb ein Ziel von bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, die Probleme des Stands der Technik zu bewältigen oder abzuschwächen.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist ein geruchsabsorbierender Kleidersack bereitgestellt, umfassend ein geruchsabsorbierendes Lagenmaterial, wobei das Lagenmaterial eine Hülle definiert, die bei Gebrauch zum Aufnehmen eines Kleidungsstücks vorgesehen ist, wobei die Hülle eine Vorder- und eine Rückfläche umfasst, die entlang ihrer seitlichen und oberen peripheren Kanten, aber nicht entlang ihrer untersten peripheren Kanten derart miteinander verbunden oder gefaltet sind, dass bei Gebrauch ein Kleidungsstück, das in die zwischen der Vorder- und der Rückfläche definierte Hülle eingelegt wird, durch die dadurch bereitgestellte unterste periphere Öffnung herausragen kann; wobei eine Öffnung in der Vorderfläche der Hülle ausgebildet ist, wobei sich eine derartige Öffnung direkt von der untersten peripheren Öffnung erstreckt, wodurch ein Laschenpaar in der Vorderfläche gebildet wird, wobei die Laschen durch einen Benutzer zurückgezogen werden können, um das Einlegen eines Kleidungsstücks in die Hülle zu unterstützen.

Folglich sind die Laschen am Kleidersack nicht an seiner untersten Peripherie angebracht Demzufolge können sie weggezogen werden, um eine breite Öffnung bereitzustellen, durch welche große Kleidungsstücke, z.B. Jacken und Mäntel, eingelegt werden können.

Die Öffnung erstreckt sich vorzugsweise zur obersten peripheren Kante, so dass die Laschen vollständig voneinander getrennt sind. Alternativ dazu kann die Öffnung aufhören, bevor sie die oberste periphere Kante erreicht, wodurch eine Brücke oder ein Gewebe von Material zwischen den Laschen verbleibt, die/das sich zwischen der obersten peripheren Kante und dem oberen Ende der Öffnung erstreckt.

Geeigneterweise ist das Lagenmaterial ein Vlieslagenmaterial und vorzugsweise ein Vliesfaserlagenmaterial.

Das Lagenmaterial ist vorzugsweise ein Fasergewebe oder eine Fasermatte.

Das Lagenmaterial ist vorzugsweise ein luftdurchlässiges Lagenmaterial.

Geeignete Lagenmaterialien schließen z.B. Polyester, Polyamide, Polyvinylalkohole, Cellulosen (z.B. Rayon, Viskose) und Nylon, oder Gemische davon ein. Das Lagenmaterial kann alternativ Naturfasern, wie z.B. Baumwolle, Leinen, Flachs und Wolle oder Gemische davon umfassen. Das Lagenmaterial kann ein Gemisch aus Synthese- und Naturfasern umfassen.

Geeigneterweise ist das Lagenmaterial aus Synthesefasern zusammengesetzt, die zu einem Gewebe, einer Matte oder einem ähnlichen, flexiblen lagenförmigen Substrat gebildet sind. Das Lagenmaterial kann ein laminares Verbundmaterial von Schichten aus Vliesfasern, Gewebefasern oder Gemischen davon sein, wobei die Schichten die gleichen oder unterschiedliche Materialien umfassen können.

Bevorzugte Lagenmaterialien umfassen Fasern von Polyester oder Cellulose, einschließlich Viskose und Rayon.

Geruchsabsorbierende Materialien können gemäß der beabsichtigten Verwendung und den zu absorbierenden Gerüchen ausgewählt werden und schließen Aktivkohle, Zeolithe, anorganische Verbindungen, wie Siliciumdioxid und Metalloxide, z.B. von Titan (TiO2-), Zink (ZnO) und Aluminium und Gemische davon ein, und können z.B. in kristalliner, mikrokristalliner, granulärer Form oder anderer Teilchenform vorliegen.

Besonders bevorzugt als geruchsabsorbierendes Material ist Aktivkohle, vorzugsweise in Teilchenform. Die Aktivkohle kann z.B. die Form von Kohle, Torf, Kokosschalen, Lignit oder Holz annehmen, ist jedoch vorzugsweise Kohle.

Teilchengrößen können vom ausgewählten Material abhängen, betragen jedoch typischerweise zwischen etwa 0,1 &mgr;m bis etwa 300 &mgr;m, vorzugsweise bis zu etwa 75 &mgr;m, und vorzugsweise nicht weniger als 1 &mgr;m, stärker bevorzugt nicht weniger als 25 &mgr;m, wobei diese Werte nominale (mittlere) Durchmesser sind.

Geeigneterweise liegt das geruchsabsorbierende Material im Lagenmaterial in einer Menge von mindestens 5 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 10 Gew.-%, stärker bevorzugt mindestens 15 Gew.-%, noch stärker bevorzugt mindestens 20 Gew.-%, noch stärker bevorzugt mindestens 25 Gew.-%, und besonders bevorzugt mindestens 30 Gew.-% des Gesamtgewichts des Lagenmaterials vor.

Geeigneterweise liegt das geruchsabsorbierende Material im Lagenmaterial in einer Menge von nicht mehr als 60 Gew.-%, vorzugsweise nicht mehr als 50 Gew.-%, stärker bevorzugt nicht mehr als 45 Gew.-% und besonders bevorzugt nicht mehr als 40 Gew.-% des Gesamtgewichts des Lagenmaterials vor.

Geeigneterweise wird das geruchsabsorbierende Material vorzugsweise unter Verwendung eines Fixiermittels im Lagenmaterial aufbewahrt oder darin imprägniert, wodurch bei Gebrauch eine Ablösung des geruchsabsorbierenden Materials gehemmt, vorzugsweise im Wesentlichen vermieden wird.

Geeigneterweise umfasst das Fixiermittel ein Bindemittel und vorzugsweise ein filmbildendes Mittel. Geeignete Bindemittel schließen einen Latex, wie einen Acryl- oder Styrolbutadien-Latex oder ein Bindemittel auf Naturkautschukbasis, insbesondere enthaltend einen Filmbildner und/oder ein Antischäumungsmittel, ein. Der Begriff Filmbildner bedeutet ein Material, das einen Film bilden kann, wenn es bei Umgebungstemperatur und -druck trocken ist. Geeignete Filmbildner schließen Polyvinylalkohol oder Polyvinylalkohol/Vinylacetat-Copolymere und quartäre Ammoniumsalze von Polyvinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolymeren ein.

Geeigneterweise wird die Imprägnierung des Lagenmaterials mit dem geruchsabsorbierenden Material unter Verwendung einer ein geruchsabsorbierendes Material enthaltenden Flüssigkeit, die vorzugsweise auch ein Fixiermittel umfasst, durch ein beliebiges oder mehrere beliebige der folgenden Verfahren durchgeführt:

Sättigung durch Durchtränken in einer zweckmäßigen Weise, z.B. einfach durch Abgabe der geeigneten Chemikalienbehandlungslauge aus einem Schlauch auf das Lagenmaterial;

Imprägnierung durch Eintauchen des Lagenmaterials in einem Bad der Behandlungslauge;

erzwungene Imprägnierung in das Lagenmaterial durch Aufbringen der Lauge unter Druck;

Gießen der Behandlungslauge über das Lagenmaterial durch eine Vorhangstreichvorrichtung, die über einem fortschreitenden Fördergewebe aus Lagenmaterial untergebracht ist zum Durchnässen des Lagenmaterials;

Sprühen der Behandlungslauge auf das Fasermaterial;

oder eine gleichwertige Behandlung eines Gewebes oder einer Matte des Lagenmaterials.

Geeigneterweise umfasst das Fixiermittel mindestens 5 Gew.-% des Gesamtgewichts des Lagenmaterials, vorzugsweise mindestens 10 Gew.-%, stärker bevorzugt mindestens 15 Gew.-%, noch stärker bevorzugt mindestens 20 Gew.-% und besonders bevorzugt mindestens 25 Gew.-%.

Geeigneterweise umfasst das Fixiermittel bis zu 60 Gew.-% des Gesamtgewichts des Lagenmaterials, vorzugsweise bis zu 50 Gew.-%, stärker bevorzugt bis zu 45 Gew.-% und besonders bevorzugt bis zu 40 Gew.-%.

Das Lagenmaterial und/oder das geruchsabsorbierende Mittel können wie in WO 98/303026 beschrieben sein.

Geeigneterweise ist die Öffnung ausreichend groß, um ein großes Kleidungsstück, wie eine Jacke, einzulegen, ohne es zu falten.

Vorzugsweise weist die Öffnung eine Länge von mindestens 40 cm, stärker bevorzugt mindestens 50 cm auf.

Die Öffnung in der Vorderfläche der Hülle kann einen länglichen Schlitz umfassen.

Die Öffnung kann einen Abdeckteil umfassen, der bei Gebrauch zum Verbergen der Öffnung angeordnet ist, jedoch einen Zugang zur Öffnung ermöglicht.

Ist die Öffnung ein länglicher Schlitz, kann der Abdeckteil eine Lasche aus Lagenmaterial umfassen, die mit einer Seite des Schlitzes verbunden ist und sich über den Schlitz herausragt. Das Abdeckelement weist vorzugsweise im Wesentlichen die gleiche Länge wie der Schlitz auf. Das Abdeckelement kann einen lösbaren Verschluss zum Verschließen des Abdeckelements über der Öffnung bis zu einem Zeitpunkt des Gebrauchs, wenn es erwünscht ist, Zugang zur Öffnung zu erhalten, umfassen. Der Verschluss kann Druckknöpfe, Knöpfe, Mikrohaken/-augen (z.B. Marke VELCRO) oder Klebemittel (einschließlich Klebemittel mit geringer Haftung und einschließlich Einzel- oder Doppelschicht-, d.h. ein Klebstoff-an-Lagenmaterial oder Klebstoff-an-Klebstoff) umfassen. Andere Verschlüsse können eingesetzt werden. Ist die Öffnung ein länglicher Schlitz, überlappt geeigneterweise eine Kante des Schlitzes die andere Kante des Schlitzes, um ein integrales Abdeckelement über dem Schlitz zu bilden. Der Verschluss liegt dann geeigneterweise unterhalb des Abdeckelements.

Alternativ dazu kann die Öffnung einen Schiebeverschluss, z.B. einen Verzahnungs-(Reiß-)verschluss, umfassen.

Die Vorder- und die Rückfläche können aus dem gleichen Lagermaterial integral gebildet sein, um eine Faltlinie oder Faltlinien gefaltet sein, um die Oberflächen zu bilden, und nach Bedarf zum Bilden einer Hülle miteinander verbunden sein. In einer zweckmäßigen Anordnung mit einem sich vom oberen zum unteren Teil der Vorderfläche erstreckenden Schlitz und wobei die Vorderfläche in zwei Bahnen oder Aufschläge geteilt ist, kann eine einzelne Lage geschnitten und können die Bahnen und Aufschläge durch deren Falten gegen die Rückfläche gebildet werden.

Alternativ dazu sind die Vorder- und die Rückfläche getrennte Flächen, die unter Bildung der Hülle miteinander verbunden sind.

Vorzugsweise definieren die Vorder- und die Rückseite miteinander eine schmale Hülle, in welcher die Vorder- und die Rückfläche an einem Kleidungsstück in der Hülle anliegen.

Sind die Vorder- und die Rückfläche miteinander verbunden (anders als miteinander geformt), können sie z.B. wärmeversiegelt, vernäht, geheftet, geklebt, verstiftet oder miteinander verwebt sein.

Die Vorder- und die Rückfläche können miteinander verbunden oder entlang eines Teils an jeder der seitlichen und oberen peripheren Kanten oder entlang der gesamten Länge derartiger Kanten gefaltet sein.

Vorzugsweise ist eine oberste periphere Öffnung bereitgestellt, die derart bemessen ist, dass es ermöglicht wird, dass bei Gebrauch der Haken eines Kleiderbügels durch diese periphere Öffnung hindurchgeführt werden kann. Während die periphere Öffnung derart bemessen ist, dass es ermöglicht wird, dass bei Gebrauch ein großer Haken hindurchgeführt werden kann, ist sie vorzugsweise kleiner als kopfgroß. Folglich weist die Hülle geeigneterweise kein verwendbares Kopfloch auf.

Geeigneterweise weisen die Vorder- und die Rückfläche eine periphere Gestalt auf, die im Allgemeinen der Kontur eines durch den Kleidersack bedeckenden Kleidungsstücks entspricht. Vorzugsweise entsprechen die Vorder- und die Rückfläche im Allgemeinen in der Gestalt der peripheren Gestalt einer Jacke, eines Mantels, eines Hemds oder eines Pullovers. Vorzugsweise jedoch schließen die Vorder- und die Rückfläche keine ärmelförmigen Teile ein.

Vorzugsweise weist der Sack eine ähnliche Größe wie eine Jacke oder ein Pullover auf oder ist vorzugsweise etwas größer. Geeigneterweise ist er mindestens 40 cm, vorzugsweise mindestens 50 cm und besonders bevorzugt mindestens 60 cm breit (an seinem Maximum). Geeigneterweise ist er mindestens 40 cm, vorzugsweise mindestens 60 cm, stärker bevorzugt mindestens 70 cm und besonders bevorzugt mindestens 80 cm lang (an seinem Maximum).

Vorzugsweise ist der Sack selbst kein Gewand oder kein Kleidungsstück.

Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Entfernen von Geruch aus einem Kleidungsstück bereitgestellt, wobei das Verfahren umfasst:

  • (a) Bereitstellen eines geruchsabsorbierenden Kleidersacks nach einem ersten Aspekt der Erfindung; und
  • (b) Einlegen eines Kleidungsstücks durch die Öffnung des Lagenmaterials in die Hülle.

Liegt eine periphere Öffnung vor, die für einen Haken geeignet ist, kann das Verfahren das Aufhängen des Kleidungsstücks auf einem Kleiderbügel vor Schritt (b) und das Hindurchführen des Hakens des Kleiderbügels durch die oberste periphere Öffnung, falls vorliegend, derart, dass er aus dem Sack herausragt, umfassen.

Folglich kann der das Kleidungsstück umhüllende Sack dann auf einem geeigneten Gegenstand, wie einer Garderobenstange, aufgehängt werden.

Vor oder nach dem Gebrauch kann der Sack in einem Außenverpackungssack aufbewahrt werden. Der Außenverpackungssack kann z.B. aus einem wieder verschließbaren Kunststoffmaterial konstruiert sein und derart konstruiert sein, dass verhindert wird, dass vor oder zwischen dessen Gebrauchs Gerüche, Feuchtigkeit oder Staub in der Luft durch das geruchsabsorbierende Material des Kleidersacks absorbiert wird.

Zum besseren Verständnis der verschiedenen Aspekte der Erfindung und zum Aufzeigen dessen, wie Ausführungsformen derselben umgesetzt werden können, wird die Erfindung nun beispielhaft in Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:

1 eine Vorderansicht einer ersten Ausführungsform eines geruchsabsorbierenden Kleidersacks der Erfindung ist;

2 eine Rückansicht der in 1 dargestellten Ausführungsform ist;

3 eine Ansicht, entsprechend derjenigen von 1, ist, wobei die Öffnung darin teilweise freigelegt ist;

4 eine Ansicht der in 1 dargestellten ersten Ausführungsform ist, in welcher eine Jacke durch eine Öffnung in der Vorderfläche des Sacks teilweise in die Hülle eingelegt ist; und

5 eine Ansicht, entsprechend derjenigen von 4, ist, wobei die Jacke jedoch vollständig in die Hülle eingelegt ist.

Ein geruchsabsorbierender Kleidersack 2 umfasst ein Lagenmaterial 4, das aus einer verbundenen Vorderfläche 6 und Rückfläche 8 gebildet ist. Die Vorderfläche 6 und die Rückfläche 8 werden durch Falten einer einzelnen Lage um zwei Faltlinien hergestellt, die letztendlich die peripheren Seitenkanten des Sacks bilden Die peripheren Kanten sind nur an den Schultern zusammengenäht. Das Ergebnis ist eine schmale Hülle, in welche ein Kleidungsstück eingelegt werden kann. Eine Öffnung 10 ist in der Vorderfläche 4 in Form eines länglichen Schlitzes gebildet, der sich vom oberen Teil der Vorderfläche hinab zur untersten peripheren Kante davon erstreckt und die Vorderfläche unterteilt. Die Öffnung ist von einer Decklasche 12 überlappt. Unterhalb der Decklasche 12 liegt ein einzelner Haken- und Ösenverschluss (VELCRO Marke) (nicht dargestellt) auf etwa halbem Weg der Decklasche vor.

Der Sack weist eine oberste, kurze periphere Öffnung 14, die aus der Verbindung zwischen der Vorderfläche 6 und der Rückfläche 8 an der oberen Kante des Lagenmaterials 4 geschnitten ist, und eine unterste, lange periphere Öffnung 16 auf. Die unterste Kante 20 der Vorderfläche ist mit der untersten Kante 21 der Rückfläche nicht verbunden. Demzufolge erstreckt sich die unterste Öffnung 16 über die gesamte Breite des Sacks.

Die Öffnung 10 unterteilt die oberste Öffnung 14 und unterteilt auch die unterste Öffnung 16. Folglich bildet die Öffnung 10 ein vorhangartiges Paar von Laschen 18 und 20 in der Vorderfläche 6, die auseinander gezogen werden können (siehe 3 und 4). Diese Ausführungsform ist für relativ lange Kleidungsstücke, wie Mäntel, Kleider und Jacken, nützlich, die in die Öffnung 10 durch Zurückziehen der Laschen 18 und 20 und Hineinschieben des Kleidungsstücks in die Hülle durch die Öffnung 10 eingelegt werden können. Das unterste Ende des Gegenstands kann durch die unterste Öffnung 16 herausragen, wodurch verhindert wird, dass der Gegenstand, während er sich in dem Sack 2 befindet, zerknittert oder verknautscht wird.

Der Kleidersack ist 85 cm lang und 65 cm breit (maximale Länge und Breite).

Die oberste periphere Öffnung 14 ist ausreichend groß, um den Haken eines Kleiderbügels aufzunehmen, jedoch nicht so groß, dass der Sack die Schultern eines geeigneten Kleidungsstücks – z.B. einer Jacke, eines Pullovers oder Hemds in der Hülle nicht bedeckt. Typischerweise ist sie etwa 8–15 cm breit.

Das Lagenmaterial wird aus Polyesterfasern mit einer Länge von 30–50 mm, geformt zu einem ein Fasergewebe umfassendes Lagenmaterial, unter Verwendung des Kardierverfahrens von GB-A-2151667 konstruiert und mit einem geruchsabsorbierenden Material auf Kohlenstoffbasis, wie Kohle, imprägniert.

Das Lagenmaterial wird mit Aktivkohle durch ein Verfahren des Eintauchens der Lage in ein Bad aus Behandlungslauge, in welcher Aktivkohle vorliegt, imprägniert. Die Behandlungslauge umfasst auf der Basis des Trockengewichts unter Umgebungstemperatur und -druck 25 Gew.-% eines Acrylbutadienbindemittels, 2 Gew.-% eines Polyvinylalkoholfilmbildners, zusammen bildend ein Fixiermittel, und ein Antischäumungsmittel in einem geeigneten organischen Trägermedium. Die Masse der Lauge besteht aus der teilchenförmigen Kohle. Während des Eintauchens der Lage wird die Kohle im Fasergewebe aufgenommen und durch das Fixiermittel an Ort und Stelle gehalten, um eine zukünftige Ablösung zu verhindern. Die Lage wird dann in entsprechend geformte Lagen geschnitten, um Hüllen zu bilden. Aktivkohle bildet 35 Gew.-% des fertigen Lagenmaterials. Das Fixiermittel bildet etwa 35 Gew.-% des fertigen Lagenmaterials.

Bei Gebrauch wird ein Kleidungsstück, z.B. in Form einer Jacke 22 in die durch die verbundene Vorderfläche 6 und Rückfläche 8 gebildete Hülle eingelegt, indem die Decklasche 12 der Öffnung 10 angehoben und die Jacke in die Hülle durch die Öffnung 10 eingelegt wird. Ist die Jacke auf einem Kleiderbügel 24 angebracht, wie in 4 dargestellt, wird auch der Kleiderbügel durch die Öffnung 10 eingelegt und der Haken 26 des Kleiderbügels durch die oberste periphere Öffnung 14 geschoben. Folglich ragt, wenn die Jacke 22 vollständig in den Sack 2 eingelegt ist, der Haken 26 aus der obersten peripheren Öffnung 14 heraus, und der Sack 2 und die Jacke 22 können z.B. auf eine Kleiderstange gehängt werden. Es ist klar, dass die Jacke in dieser Ausführungsform unter der untersten Kante der Hülle bei 28 hängt, wobei diese Kante ungenäht bleibt, um die Öffnung 16 frei zu lassen.

In alternativen Ausführungsformen kann der Sack 2 einen separaten Außenverpackungssack (nicht dargestellt), z.B. hergestellt aus einem undurchlässigen Kunststoffmaterial, und mit einer wieder verschließbaren Öffnung, einschließen. Der Verpackungssack kann den Sack 2 und umhüllte Gegenstände vor Feuchtigkeit, Gerüchen oder Staub in der Atmosphäre zum Zeitpunkt des Erwerbs und/oder zwischen dem Gebrauch schützen. Dies kann die Wirkung des Verlängerns der Haltbarkeit des geruchsabsorbierenden Materials im Sack 2 durch Verhindern einer unnötigen Geruchsabsorption oder einer anderen Absorption aus der Atmosphäre, die sonst das geruchsabsorbierende Material vorzeitig sättigen könnte, haben.


Anspruch[de]
Geruchsabsorbierender Kleidersack, umfassend ein geruchsabsorbierendes Lagenmaterial, wobei das Lagenmaterial eine Hülle definiert, die bei Gebrauch zum Aufnehmen eines Kleidungsstücks vorgesehen ist, wobei die Hülle eine Vorder- und eine Rückfläche umfasst, die entlang ihrer seitlichen und oberen peripheren Kanten, aber nicht entlang ihrer untersten peripheren Kanten derart miteinander verbunden oder gefaltet sind, dass bei Gebrauch ein Kleidungsstück, das in die zwischen der Vorder- und der Rückfläche definierte Hülle eingelegt wird, durch die dadurch bereitgestellte unterste periphere Öffnung herausragen kann; wobei eine Öffnung in der Vorderfläche der Hülle ausgebildet ist, wobei sich eine derartige Öffnung direkt von der untersten peripheren Öffnung erstreckt, wodurch ein Laschenpaar in der Vorderfläche gebildet wird, wobei die Laschen durch einen Benutzer zurückgezogen werden können, um das Einlegen eines Kleidungsstücks in die Hülle zu unterstützen. Kleidersack nach Anspruch 1, wobei das Lagenmaterial ein Vliesfaserlagenmaterial ist. Kleidersack nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Lagenmaterial ein luftdurchlässiges Lagenmaterial ist. Kleidersack nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Lagenmaterial ausgewählt ist aus einem Polyester, einem Polyamid, einem Polyvinylalkohol, Cellulose, Nylon und Gemischen davon. Kleidersack nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das geruchsabsorbierende Material ausgewählt ist aus Aktivkohle, einem Zeolith, Titandioxid, Zinkoxid, Aluminium und Gemischen davon. Kleidersack nach Anspruch 5, wobei das geruchsabsorbierende Material gekörnte Aktivkohle ist. Kleidersack nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das geruchsabsorbierende Material im Lagenmaterial in einer Menge von mindestens 5 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 30 Gew.-% des Gesamtgewichts des Lagenmaterials vorliegt. Kleidersack nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das geruchsabsorbierende Material im Lagenmaterial in einer Menge von nicht mehr als 60 Gew.-%, vorzugsweise nicht mehr als 40 Gew.-% des Gesamtgewichts des Lagenmaterials vorliegt. Kleidersack nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das geruchsabsorbierende Material ein Fixiermittel umfasst, das zum Hemmen oder wesentlichen Vermeiden der Ablösung des geruchsabsorbierenden Materials von dem Lagenmaterial vorgesehen ist. Kleidersack nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Öffnung in der Oberfläche der Hülle einen in der Oberfläche ausgebildeten länglichen Schlitz umfasst. Kleidersack nach Anspruch 10, wobei sich der Schlitz zumindest im Bereich der peripheren Kante der Oberfläche in einer Richtung erstreckt. Kleidersack nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Öffnung ein Abdeckelement umfasst, das bei Verwendung zum zeitweiligen Verschließen der Öffnung vorgesehen ist. Kleidersack nach Anspruch 12, wobei die Öffnung ein länglicher Schlitz ist und das Abdeckelement eine Lasche aus einem Lagenmaterial umfasst, die mit einer Seite des Schlitzes verbunden ist und über den Schlitz herausragt, wobei sie an dieser Position befestigungsfähig, jedoch davon ablösbar ist. Kleidersack nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Kleidersack eine oberste periphere Öffnung umfasst, die derart bemessen ist, dass bei Verwendung der Haken eines Kleiderbügels dort hindurch eingelegt werden kann. Verfahren zum Entfernen von Geruch aus einem Kleidungsgegenstand, wobei das Verfahren umfasst:

(a) Bereitstellen eines geruchsabsorbierenden Kleidersacks nach einem der vorangehenden Ansprüche und

(b) Einlegen eines Kleidungsgegenstands durch die Öffnung des Lagenmaterials in die Hülle.






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