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Dokumentenidentifikation DE102004016055B4 18.10.2007
Titel Bügeltisch mit einer Bügeleisenablage
Anmelder Carl Freudenberg KG, 69469 Weinheim, DE
Erfinder Flath, Johannes, Dr. Dr. Dipl.-Phys., 68519 Viernheim, DE;
Helmerking, Barbara, Dipl.-Wirtsch., 69469 Weinheim, DE;
Tintelnot, Carl-Uwe, Dipl.-Betriebsw., 69469 Weinheim, DE;
Wendelken, Hans-Jürgen, Dr. Dipl.-Chem., 74889 Sinsheim, DE;
Zimmermann, Christoph, 69469 Weinheim, DE
DE-Anmeldedatum 01.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004016055
Offenlegungstag 27.10.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse D06F 81/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D06F 81/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die im Gebrauch befindlichen Bügeltische sind sehr häufig mit einer Bügeleisenablage versehen, auf der das Bügeleisen zwischenzeitlich abgestellt werden kann. Diese Ablagen sind meist an dem stumpfen Ende des Bügeltischs angebracht. Das Bügeleisen kann dabei horizontal oder in einer Schrägstellung mit einem vorgegebenen Winkel abgestellt werden. In vielen Fällen sind die Bügeltische außerdem mit wegklappbaren Ständern versehen, so dass sie platzsparend mit eingeklappten Ständern bei Nichtgebrauch weggestellt werden können.

In der DE 195 26 637 A1 ist ein Bügeltisch dargestellt, der mit einer Bügeleisenablage versehen ist und außerdem wegklappbare Ständer hat. Die Bügeleisenablage besteht aus einem Blech, das drehbar in einer Platte angeordnet ist und bei dem Lappen schräg nach unten herausgebogen sind, so dass das Bügeleisen in einer Schrägstellung in der durch Drehen des Bleches aufgegebenen Richtung abgestellt werden kann. Nicht befriedigend bei dieser Ausführungsform ist, dass das abgestellte Bügeleisen das Blech stark erhitzt und ein nicht unbeachtlicher Teil der heißen Bügeleisenfläche über die Oberfläche des Bleches hinaus steht, so dass schon geringe Unachtsamkeiten zu starken Verbrennungen führen können.

Eine vergleichbar ausgebildete Bügeleisenablage ist in der DE 84 01 510 U1 gezeigt. Auch dort wird eine Blechplatte als Bügeleisenablage verwendet, mit denselben Nachteilen wie voranstehend geschildert. Um diese Nachteile abzumildern, wird als Sicherung vor einer zufälligen Berührung insbesondere der heißen Bügeleisensohle, die Blechplatte von einem Geländerbügel umgeben. Dieser Bügel behindert jedoch das Aufsetzen bzw. Abnehmen des Bügeleisens auf bzw. von der Ablage.

Beide oben genannten Ausführungsformen haben außerdem den Nachteil, dass die Bügeleisenablage eine Verlängerung des gesamten Bügeltisches ergeben und dadurch zu einem erhöhten Platzbedarf für den wegzustellenden Bügeltisch erfordern. Eine Verminderung dieses Platzbedarfs wird durch DE 102 35 652 A1 erreicht, bei der die Bügeleisenablage schubladenartig am Bügeltisch angeordnet ist und bei der die nach unten weisenden Stützlappen über Scharniere angelenkt und in die Ebene der Öffnung für das Bügeleisen einklappbar sind.

Ein Bügeltisch mit einer umklappbaren Bügeleisenablage zeigt die US 21 93 414 A. Die Bügeleisenablage ist am stumpfen Ende des Bügeltisches angebracht und kann an dessen Oberfläche angeklappt werden. Eine ähnliche Ausführungsform ist in der US 17 76 995 A dargestellt, bei der die Bügeleisenablage unter den Bügeltisch geschwenkt wird.

Durch die DE 201 09 537 U1 ist außerdem noch eine Bügeltischablage bekannt geworden, die auf vier paarweise angeordneten Haltearmen fixiert ist und die wahlweise in einer abgesenkten oder angehobenen Position positionierbar ist. Jeder der Haltearme hat eine Verschiebeführung, welche die Positionierungen ermöglicht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Bügeltisch mit einer Bügeleisenablage zu schaffen, in der das Bügeleisen für das zeitweilige Abstellen sicher untergebracht werden kann, ohne dass Verletzungen zu befürchten sind und die außerdem zu keiner Verlängerung der Bügeltischlänge führt. Die Ausbildung der Ablage soll möglichst einfach und kostengünstig sein.

Die Lösung der gestellten Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Die Merkmale der Unteransprüche 2 bis 10 stellen weitere Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens dar.

Die erfindungsgemäße Bügeleisenablage ist mit einer hitzebeständigen Grundplatte versehen, die in eine Auflage- und eine Stützplatte unterteilt ist, die über ein Scharnier miteinander verbunden sind und aus einer ebenen Lage in eine um etwa 90° zueinander ausgerichteten Lage eingeschwenkt werden können.

Die Grundplatte ist in eine an ihre Kontur abgepasste Öffnung in der Ablage eingefügt. Dabei wird ihre Stützplatte an ihrem nach außen weisenden Ende drehbar an der Ablage angelenkt. Die Auflageplatte ihrerseits ist wenigstens an einer ihrer Seiten mit einem Kulissenzapfen versehen, der bzw. die in an der Ablage angebrachten Kulissenführung bzw. Kulissenführungen geführt sind. Die Kulissenführung bzw. Kulissenführungen bestehen aus im rechten Winkel zueinander ausgerichteten Führungsbahnen für die Kulissenzapfen. Die Endanschläge der Führungsbahnen für die Kulissenzapfen legen die Ausrichtung der Auflage- und der Stützplatte zueinander fest. Dabei wird bevorzugt ein Winkel von 90° zwischen den beiden Platten angestrebt. Hier sei bemerkt, dass im Rahmen des Erfindungsgedankens auch andere Einstellungen, insbesondere eines größeren Winkels, möglich sind. Die Führungsbahnen für die Kulissenzapfen verlaufen parallel bzw. senkrecht zur Ablagenebene. Bei der eben ausgerichteten Grundplatte liegt der Kulissenzapfen der Auflageplatte am Endanschlag, d.h. auf dem Boden der senkrecht zur Ablageebene ausgerichteten Führungsbahnen an. In der abgewinkelten Lage von Auflage und Stützplatte zueinander entsteht eine Ablagemöglichkeit für das Bügeleisen mit einem hohen Schutz gegen Verbrennungen. Die Auflageplatte ist in ihrer Größe so ausgebildet, dass sie die heißen Stellen des Bügeleisenbodens abdeckt. Gegebenenfalls kann die Auflageplatte über den Bügeleisenboden vorstehen. Um die Auflage- und Stützplatte in ihrer abgewinkelten Lage zueinander sicher zu halten, wird der Endanschlag für die Kulissenzapfen für die um 90° ausgerichtete Lage der Auflage- und Stützplatte aus einem abgewinkelten Kulissenansatz gebildet. Dieser Kulissenansatz ist in leicht spitzem Winkel zu der am Bügeltisch befindlichen waagerechten Kulissenführung geordnet und stellt dadurch eine formschlüssige Verriegelung für den bzw. die Kulissenzapfen dar.

In Weiterführung des Erfindungsgedankens besteht die Bügeltischablage aus einer am Bügeltisch befestigten rahmenartigen Halterung und einem darin auswechselbar einfügbaren, die Öffnung für die Grundplatte aufweisenden Einsatz. Dieser Einsatz ist an seinem Rand mit mehreren klammerartigen Schnappverschlüssen versehen und wird über diese mit der rahmenartigen Halterung verbunden. Bei einer kreisförmig ausgebildeten Halterung kann der Einsatz in beliebiger Ausrichtung in die Halterung eingesetzt werden. Aus Platzgründen, insbesondere in Längsrichtung des Bügeltisches ist es jedoch günstig, dass die Halterung ellipsenartig ausgebildet ist, was zu einer Verkürzung der Gesamtlänge des Bügeltisches beiträgt. In diesem Fall kann der Einsatz in entgegengesetzter Richtung ausgetauscht werden, so dass das Bügelbrett sowohl für Rechtshänder als auch Linkshänder benutzt werden kann.

Für die Platz sparende Ausbildung des gesamten Bügeltisches einschließlich Bügeleisenablage, ist es günstig, wenn die Halterung derart am Bügeltisch befestigt ist, dass sie mit samt des Einsatzes der Grundplatte auf den Bügeltisch aufschwenkbar am Bügeltisch befestigt ist. Hierfür ist die Ablage vertieft zur Ebene des Bügeltisches angeordnet und über zwei hufeisenartig ausgebildete Träger am Bügeltisch drehbar angelenkt.

In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.

Es zeigt:

1: den zusammengeklappten Bügeltisch mit einer Bügeleisenablage in der Draufsicht;

2: die Anordnung und Ausbildung der Kulissenführung am Einsatz der Ablage

3: den Bügeltisch mit Ablage und eingesetztem Bügeleisen in der Ansicht vom stumpfen Ende des Bügeltisches und

4: eine Seitenansicht des Bügeltisches mit aufgeklappter Ablage.

In der 1 ist in der Draufsicht der Bügeltisch 1 mit der Bügeleisenablage 2 gezeigt. Nur mit ihren Fußenden 3 ist der unter dem Bügeltisch 1 liegende Ständer sichtbar. Die Bügeleisenablage 2 besteht im Wesentlichen aus der rahmenartigen Halterung 4 und dem darin auswechselbar eingefügten Einsatz 5 mit der Grundplatte 6. Der Einsatz 5 hat die Öffnung 7, die von der Grundplatte 6 im Wesentlichen ausgefüllt wird. Der Einsatz 5 ist außerdem an seinem Rand 8 mit mehreren klammerartigen Schnappverschlüssen 9 versehen, mit denen er an der Halterung 4 formschlüssig befestigt ist. Die Grundplatte 6 wird durch die Auflageplatte 10 und die Stützplatte 11 gebildet. Dabei sind die Auflage- und die Stützplatte 10, 11 durch das Scharnier 12 miteinander verbunden. Auflage- 10 und Stützplatte 11 können zueinander verschwenkt werden, wobei beide Platten 10und 11 sich um das Scharnier 12 verdrehen und in ihrer Endlage, etwa 90° zueinander, ausgerichtet sind. Hierfür ist die Stützplatte 11 an ihrem nach außen weisenden Ende 13 drehbar an der Ablage 2, hier insbesondere am Einsatz 5, angelenkt. Hierfür sind die Drehgelenke 14 vorgesehen. Die Auflageplatte 10 hat auf ihren Seiten 15 und 16 die Kulissenzapfen 17 und 18, die in an der Ablage 2 bzw. dem Einsatz 5 angebrachten Kulissenführungen geführt sind.

Die Kulissenführungen 20 sind in den unterhalb des Einsatzes 5 angebrachten Längsblechen 21 angebracht, die in der 1 gestrichelt eingezeichnet sind. Die 2 zeigt die Kulissenführung 20 in vergrößerter Darstellung. Die Kulissenführung 20 setzt sich aus zwei im rechten Winkel zueinander ausgerichteten Führungsbahnen 22 und 23 zusammen. Die Endanschläge 24 und 25 der Führungsbahnen 22 und 23 bestimmen die Ausrichtung der Auflage- 10 und der Stützplatte 11 zueinander. Wenn die Kulissenzapfen 17, 18 am Endanschlag 24 angelangt sind, sind die Auflageplatte 10 und die Stützplatte 11 in einer Ebene ausgerichtet. Durch Anheben der Auflageplatte 10 an ihrem Ende 26 werden die Zapfen 17 und 18 in den zugehörigen Führungsbahnen 22 nach oben geführt und am Scharnier 12 knicken die beiden Platten 10 und 11 nach unten ein. Sodann wird durch Verschieben der Auflageplatte 10 in Richtung der Stützplatte 11 bei gleichzeitiger Führung der Zapfen 17 und 18 in den Führungsbahnen 22 der Knickvorgang der beiden Platten zueinander weiter fortgeführt, bis die Zapfen 17 und 18 an den Endanschlägen 25 angelangt sind. Jetzt liegen die Auflageplatte 10 und die Stützplatte 11 in einem Winkel von etwa 90° zueinander. Diese Ausrichtung ist in der 3 gezeigt, Das Bügeleisen kann sodann sicher auf den im Winkel zueinander stehenden Platten 10, 11 abgestellt werden. Für die Arretierung der Platten 10 und 11 zueinander ist am Endanschlag 25 ein Kulissenführungsabsatz 27 vorgesehen, der leicht im spitzen Winkel zur waagerechten Kulissenführung 23 angeordnet ist. Der auf diese Weise entstandene Vorsprung 28 an der Kulissenführung 23 ergibt eine formschlüssige Verriegelung für die Kulissenzapfen 17, 18.

In der 3 ist der Bügeltisch 1 und die Ablage 2 in der Ansicht vom stumpfen Ende des Bügeltisches 1 her gezeigt. Dabei wird sichtbar, dass hier die Ablage 2 vertieft zur Ebene des Bügeltisches 1 angeordnet ist. Am Einsatz 5 sind beidseitig zur Öffnung 7 in der Grundplatte 6 die Längsbleche 21 vorgesehen, in denen die Lager 31 für die Drehbewegung der Stützplatte 11 untergebracht sind. Außerdem ist ihnen die Kulissenführung 20 für die an der Auflageplatte 10 vorhandenen Kulissenzapfen 17 und 18 eingestanzt.

Die 4 zeigt das Bügeltischende mit der Bügeleisenablage 2 in der Seitenansicht. Dabei ist die Bügeleisenablage 2 auf den Bügeltisch 1 aufgeschwenkt. Hierfür ist die Halterung 4 der Bügeleisenablage 2 über zwei hufeisenartige Träger 33 am Bügeltisch 1 drehbar angelenkt. Das eine Ende des Hufeisens 34 ist fest mit der Halterung 4 verbunden, während das andere Ende des Hufeisens 34 gelenkig unterhalb der Bügeltischplatte befestigt ist. Über den an der Ablage 2 vorhandenen Clip 29 wird die Ablage 2 am Bügeltisch 1 arretiert.


Anspruch[de]
Bügeltisch mit einer am stumpfen Ende des Bügeltisches vorhandenen Bügeleisenablage, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügeleisenablage (2) auf den Bügeltisch (1) aufschwenkbar am Bügeltisch (1) befestigt ist und eine Grundplatte (6) aufweist, die in eine an ihre Kontur angepasste Öffnung (7) in der Ablage (2) eingefügt ist, und die in eine Auflageplatte (10) und eine Stützplatte (11) unterteilt ist, die über ein Scharnier (12) miteinander verbunden sind und die aus einer ebenen Lage in eine um etwa 90° zueinander ausgerichteten Lage einschwenkbar sind, wobei die Stützplatte (11) an ihrem nach außen weisenden Ende (13) drehbar an der Ablage (2) angelenkt ist und die Auflageplatte (10) wenigstens an einer ihrer Seiten (15, 16) mit einem Kulissenzapfen (17, 18) versehen ist, der bzw. die in an der Ablage (2) angebrachten Kulissenführung (20) bzw. Kulissenführungen (20) geführt sind. Bügeltisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenführung (20) aus im rechten Winkel zueinander ausgerichteten Führungsbahnen (22, 23) bestehen. Bügeltisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Endanschläge (24, 25) der Führungsbahnen (22, 23) die Ausrichtung der Auflageplatte (10) und der Stützplatte (11) zueinander festlegen. Bügeltisch nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Endanschlag (24, 25) der Kulissenzapfen (17, 18) für die um 90° ausgerichtete Lage der Auflageplatte (10) und der Stützplatte (11) aus einem abgewinkelten Kulissenführungsabsatz (27) besteht. Bügeltisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kulissenabsatz (27) im spitzen Winkel zur waagerechten Kulissenführung (23) angeordnet ist und eine formschlüssige Verriegelung für den bzw. für die Kulissenzapfen (17, 18) bildet. Bügeltisch nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablage (2) aus einer am Bügeltisch (1) befestigten rahmenartigen Halterung (4) und einem darin auswechselbar einfügbaren, die Öffnung (7) für die Grundplatte (6) aufweisenden Einsatz (5) besteht. Bügeltisch nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (5) an seinem Rand (8) mit mehreren klammerartigen Schnappverschlüssen (9) versehen ist. Bügeltisch nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablage (2) vertieft zur Ebene des Bügeltisches (1) angeordnet ist. Bügeltisch nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageplatte (10) die Bügeleisensohle im Wesentlichen abdeckt. Bügeltisch nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (4) über zwei hufeisenartige Träger (33) am Bügeltisch (1) drehbar angelenkt ist.






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