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Dokumentenidentifikation DE102005058927B3 18.10.2007
Titel System zur Individualisierung eines Schuhs
Anmelder adidas International Marketing B.V., Amsterdam, NL
Erfinder Brady, Peter Dennis, 91074 Herzogenaurach, DE;
Cardoso, Catarina, 90489 Nürnberg, DE;
Huban, Eric G., 90403 Nürnberg, DE;
Hopwood, Adam Robertson, 90429 Nürnberg, DE;
Knauer, Susanne, 90402 Nürnberg, DE;
Rabus, Daniel, 90419 Nürnberg, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Anmeldedatum 09.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005058927
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse A43B 23/24(2006.01)A, F, I, 20051209, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A43B 23/00(2006.01)A, L, I, 20051209, B, H, DE   A43C 1/00(2006.01)A, L, I, 20051209, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Individualisierung eines Schuhs (10), mit einem Schuh (10) mit einem Oberflächenbereich (11, 12), der zumindest ein erstes Gestaltungselement (15) aufweist, und zumindest einem zweiten Gestaltungselement (21), wobei das zweite Gestaltungselement (21) eine Kontaktfläche aufweist, und die Kontaktfläche und/oder der Oberflächenbereich (11, 12) so ausgebildet ist, dass das zweite Gestaltungselement (21) an beliebiger Stelle auf dem Oberflächenbereich (11, 12) des Schuhs (10) aufgerubbelt werden kann.

Beschreibung[de]
1. Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Individualisierung eines Schuhs, insbesondere eines Kinderschuhs.

2. Der Stand der Technik

Schuhe sind heutzutage Massenprodukte, bei denen zur Senkung der Produktionskosten identische Modelle in riesigen Stückzahlen hergestellt werden. Zwar gibt es eine unüberschaubare Modellvielfalt auf dem Markt. Die Auswahl im Hinblick auf die äußere Erscheinungsform eines Schuhs ist jedoch im Allgemeinen auf die vorgegebenen Modelle begrenzt.

Gleichzeitig ist in vielen Breichen der Gesellschaft ein Trend zur Individualisierung erkennbar. Der Träger eines Schuhs möchte sich mit seinem Schuh identifizieren und ihn von anderen Schuhen unterscheidbar gestalten. Beispielsweise bieten große Schuhhersteller seit einiger Zeit die Möglichkeit an, einen Schuh über das Internet in bestimmten Grenzen zu konfigurieren und den Namen des Inhabers auf dem Schuh anzuordnen. Eine wirkliche individuelle Gestaltung des Schuhs ist damit jedoch nicht möglich. Darüber hinaus verlangt der Konfigurationsvorgang Kenntnisse, die viele Kunden, insbesondere Kindern, fehlen.

Zur Überwindung dieser Nachteile sind im Stand der Technik verschiedene Ansätze bekannt. So hat die Anmelderin der vorliegenden Patentanmeldung bereits Mitte der achtziger Jahre Kinderschuhe mit einem weißen Schuhoberteil zusammen mit einem Satz Stifte vertrieben, mit denen der Schuh individuell gestaltet werden konnte. Das damit erzielte Ergebnis war jedoch nicht immer ästhetisch befriedigend.

Andere Ansätze, mit denen eine Individualisierung der äußeren Gestalt ermöglicht wird, sind aus der US 5,673,501 und der US 5,136,726 bekannt. So offenbart die US 5,673,501 einen Schuh, in dessen Schaft eine Vielzahl von Befestigungseinrichtungen integriert sind, die ähnlich wie ein Druckknopf funktionieren und an denen sich je nach den Vorstellungen des Trägers unterschiedliche Schmuckelemente wie Schleifen o.ä. befestigen lassen. Allerdings können diese Elemente nur an den wenigen Positionen der fest vorgegebenen Befestigungseinrichtungen am Schuhschaft angeordnet werden.

In der US 5,136,726 wird ein Schuh offenbart, dessen nahezu gesamte äußere Oberfläche einen Stoff aufweist, der zusammen mit einem weiteren Stoff auf der Rückseite eines dekorativen Elements einen Klettverschluss bildet. Ein oder mehrere dekorative Elemente können daher fast beliebig auf der Oberfläche des Schuhs verteilt werden. Die Begrenzung auf einen Stoff, der die eine Seite eines Klettverschlusses bildet, schränkt jedoch nicht nur den Nutzwert des Schuhs stark ein, sondern auch sein äußeres Erscheinungsbild. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass das Obermaterial beim Gebrauch des Schuhs gemäß der US 5,136,726 dauerhaft verschmutzt wird, da es wegen der erforderlichen offenen Struktur sehr leicht Verunreinigungen aufnehmen kann.

In dem Dokument WO 2004/065 128 A2 wird die Bereitstellung von Bildern auf Oberflächen beschrieben. Insbesondere geht es um Bildfolien zum Anbringen auf Schuhen wie etwa Modeschuhen und Freizeitschuhen.

Weiterhin beschreibt die Schrift WO 94/05176 eine Vorrichtung mit einem rechten und einem linken Element, die jeweils auf einen rechten und linken Schuh geklebt werden.

Aus der JP 041 61399 A sind schließlich dünne Metallfolienstücke und Befestigungsmittel zum Befestigen dieser Stücke an ein Objekt bekannt.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher gemäß eines Aspekts das technische Problem zugrunde, ein System zur Individualisierung eines Schuhs bereitzustellen, das einerseits große gestalterische Freiheit für das Äußere des Schuhs ermöglicht, andererseits einfach zu bedienen ist und darüber hinaus die praktische Verwendbarkeit des Schuh nicht beeinträchtigt.

3. Zusammenfassung der Erfindung

Die Erfindung ist in dem unabhängigen Patentanspruch 1 definiert.

Mit dem erfindungsgemäßen System lassen sich eine unendliche Anzahl verschiedener Gesamtgestaltungen des Schuhs in einfachster Weise realisieren, indem eines oder mehrere zweite Gestaltungselemente an verschiedenen Stellen des Oberflächenbereichs des Schuhs aufgerubbelt werden. Im Ergebnis gleicht kein Schuh dem anderen, so dass eine weitestgehende Individualisierung möglich ist.

In dem gegenwärtig bevorzugten Ausführungsbeispiel umfasst das System eine Mehrzahl zweiter Gestaltungselemente, die jeweils kleinere Abmessungen als der Oberflächenbereich des Schuhs aufweisen. Dadurch ergibt sich ein hohes Maß an Flexibilität wo und in welchen Kombinationen die Mehrzahl zweiter Gestaltungselemente auf dem Oberflächenbereich des Schuhs mit dem ersten Gestaltungselement angeordnet werden können. Der Oberflächenbereich ist dabei vorzugsweise auf dem Spann und/oder an den Seiten des Schuhoberteils angeordnet.

Wenn das erstes Gestaltungselement und das zumindest eine zweite Gestaltungselement thematisch aufeinander abgestimmt sind, ergeben sich in einfacher Weise besonders vorteilhafte ästhetische Gesamteindrücke.

Der Oberflächenbereich des Schuhs und/oder die Kontaktfläche sind so ausgebildet, dass das zumindest zweite Gestaltungselement von dem Oberflächenbereich entfernbar ist, ohne das erste Gestaltungselement zu beschädigen. Das System umfasst dazu ein Ablösemittel, um das zweite Gestaltungselement von dem Oberflächenbereich des Schuhs zu entfernen.

Gemäß eines weiteren Aspekts der vorliegenden Erfindung umfasst das System ferner ein Rubbelelement, mit dem das zweite Gestaltungselement auf den Oberflächenbereich aufgerubbelt werden kann. Das Rubbelelement weist vorzugsweise einen Griffbereich und einen Rubbelbereich auf und erweitert sich vom Griffbereich zum Rubbelbereich hin. Bevorzugt ist ferner, wenn das Rubbelelement eine Befestigungsöffnung aufweist und damit beispielsweise wie ein Schlüsselanhänger o.ä. befestigt werden kann.

Das erste Gestaltungselement weist vorzugsweise auf dem Oberflächenbereich eine Abriebfestigkeit auf, so dass es einem Abriebtest mit einem Sandpapier der Körnung 280 und einer Anpresskraft von ca. 9,8 N von bevorzugt 200 Zyklen, besonders bevorzugt 300 Zyklen, im Wesentlichen unbeschadet übersteht. Das zweite Gestaltungselement weist vorzugsweise Materialeigenschaften auf, so dass es bei einem Abriebtest mit einem Leinentuch und einer Anpresskraft ca. 9,8 N nach 20–30 Zyklen, besonders bevorzugt 25 Zyklen im Wesentlichen von der Oberfläche entfernt ist. Die Kombination dieser bevorzugten Materialeigenschaften ermöglicht in besonders vorteilhafter Weise unterschiedliche zweite Gestaltungselemente wiederholt auf der Oberfläche anzuordnen und zu entfernen ohne das erste Gestaltungselement zu beschädigen..

4. Kurze Beschreibung der begleitenden Figuren

Im Folgenden werden Aspekte der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Figuren genauer erläutert. Diese Figuren zeigen:

1: Eine schematische Gesamtdarstellung einer gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems;

2: Eine beispielhafte Darstellung eine individualisierten Schuhs; und

3: Ein Ausführungsbeispiel eines bevorzugten Rubbelelements für das erfindungsgemäße System.

5. Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele

Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Systems am Beispiel der individuellen Gestaltung eines Kinderschuhs näher erläutert. Es versteht sich jedoch, dass das erfindungsgemäße System auch zur einfachen individuellen Gestaltung von anderen Arten von Schuhen verwendet werden kann, unabhängig von ihrem Einsatzzweck und ihrer Größe.

1 zeigt in einer Übersichtsdarstellung einen Schuh 10 und einen Satz Rubbelbilder 20. Der Schuh 10 weist ein übliches Schuhoberteil mit einem Spannbereich 11 und Seitenbereichen 12 auf. Auf dem Spannbereich 11 und den Seitenbereichen 12 sind eine Vielzahl von ersten Gestaltungselementen 15 permanent angeordnet, beispielsweise durch Bedrucken des Obermaterials (Leder, Kunstleder oder ähnliche Materialien) vor, während oder nach der Herstellung des Schuhs 10. Das Bedrucken kann durch Siebdruck, Sublimationsdruck oder einen Transferdruck erreicht werden. Andere Herstellungstechniken sind ebenfalls denkbar. Beispielsweise können die ersten Gestaltungselemente 15 auch durch Prägen, Stanzen, Aufkleben oder andere Techniken erzeugt werden, in denen nicht nur eine zweidimensionale Gestaltung der Oberfläche erzielt wird, sondern der entsprechende Bereich des Schuhs dreidimensional ähnlich wie ein Relief gestaltet wird. Die Formgebung des Reliefs kann dabei Positionen vorgeben, an denen bevorzugt zweite Gestaltungselemente 21 anzubringen sind.

In dem in 1 gezeigten Schuh 10 sind beispielhaft einige Sterne und ein Mond als erste Gestaltungselemente 15 an verschiedenen Stellen angeordnet. Zusätzlich können Teile oder der gesamte gestaltete Bereich des Schuhoberteils, d.h. im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Spann 11 und die Seitenflächen 12, mit einer oder mehreren Hintergrundfarben o.ä. versehen werden, beispielsweise einer schwarzen Farbe passend zu den Sternen und dem Mond (in 1 nicht dargestellt).

Alternativ oder zusätzlich zum Spann 11 und den Seitenflächen 12, können auch andere Bereiche des Schuhs, beispielsweise die Zunge oder Seitenflächen einer Mittelsohle und/oder die Außensohle mit ersten Gestaltungselementen oder einer Hintergrundfarbe versehen werden (nicht dargestellt).

Die Rubbelbilder werden in an sich bekannter Weise als ein Set 20 auf einer Folie oder einem ähnlichen Träger bereitgestellt. Wie durch den gestrichelten Pfeil in 1 dargestellt, können einzelne Bilder 21 durch Aufrubbeln auf eine gewünschte Stelle des Spanns 11 und/oder der Seitenflächen 12 übertragen werden. Durch die Auswahl der zu übertragenden Rubbelbilder sowie deren Anordnung ergeben sich eine unbegrenzte Anzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, so dass im Ergebnis jeder mit dem erfindungsgemäßen System gestaltete Schuh 10 ein individuelles Aussehen haben kann. Dies gilt insbesondere deshalb, weil die Rubbelbilder jeweils deutlich kleiner sind als die zur Verfügung stehende Fläche auf dem Spann 11 oder an der Seite 12. Gleichzeitig werden keine hohen Anforderungen an die künstlerischen und/oder handwerklichen Fähigkeiten des Gestalters gestellt. Beispielsweise kann auch ein Kind ohne weiteres die Rubbelbilder des Satzes 20 auf dem Spann 11 oder der Seitenfläche 12 des Schuhs 10 in der gewünschten Position anordnen.

Vorzugsweise ist der Satz Rubbelbilder 20 thematisch auf das oder die Gestaltungselemente 15 abgestimmt, die permanent auf dem Obermaterial des Schuhs 10 angeordnet sind. In 1 zeigt beispielsweise der Schuh 10 eine Nachtszene und der Satz 20 von Rubbelbildern enthält Gespenster u.ä.. Andere Kombinationen sind ebenfalls denkbar.

2 zeigt beispielhaft einen fertig gestalteten Schuh, der als erstes Gestaltungselement 15 eine Blumenwiese aufweist. In diesem Ausführungsbeispiel wurden drei dazu passende zweite Gestaltungselemente 21 aufgerubbelt, nämlich ein Ballon, ein Schmetterling und ein Käfer. Wie man erkennen kann sind im fertigen Schuh aufgerubbelte und vorgegebene Gestaltungselemente kaum noch zu unterscheiden. Trotz seiner individuellen Gestaltung erfüllt daher der mit dem erfindungsgemäßen System gestaltete Schuh 10 höchste Qualitätsansprüche an die Ausführung eines Designs.

Eine besonders gute und dauerhafte Verankerung der Rubbelbilder 21 ergibt sich, wenn der Oberflächenbereich, in dem die Rubbelbilder angeordnet werden können, sowie die Rubbelbilder selbst bestimmte Materialeigenschaften aufweisen. Vorzugsweise sind dabei die ersten Gestaltungselemente 15 mit einem größeren Maß an Abriebfestigkeit angeordnet als die Abriebfestigkeit, die sich für die aufgerubbelten zweiten Gestaltungselemente ergibt.

Besonders bevorzugt ist eine Anordnung, in der die ersten Gestaltungselemente einem Abriebtest nach DIN EN-ISO 11640 mit einem Sandpapier der Körnung 280 im Wesentlichen ohne sichtbare Beschädigung standhalten. Dazu wird ein mit dem Sandpapier versehener Stempel bei einer Anpresskraft von 9,8 N über dem Oberflächenbereich hin- und herbewegt und danach die ersten Gestaltungselemente auf sichtbare Schäden untersucht. Der Siebdruck oder das ansonsten verwendete Verfahren zum Aufbringen der ersten Gestaltungselemente 15 sollte dabei bevorzugt so ausgebildet sein, dass dieser Test bei 200, vorzugsweise 300 Bewegungszyklen bestanden wird, d.h. im Wesentlichen keine Beschädigungen der ersten Gestaltungselemente 15 mit dem Auge erkennbar sind.

Die aufgerubbelten zweiten Gestaltungselemente 21 weisen vorzugsweise Materialeigenschaften auf, so dass sich eine deutlich geringere Abriebfestigkeit ergibt. Hier ist es bevorzugt, wenn bei einem Abriebtest nach DIN EN-ISO 11640 mit einem Leinentuch und wiederum einem Stempel mit einer Anpresskraft von 9,8 N nach 20–30 Zyklen, vorzugsweise nach 25 Zyklen, das zweite Gestaltungselement 21 im Wesentlichen von der Oberfläche entfernt ist, so dass andere Gestaltungselemente 21 aufgebracht werden können. Die angegebenen bevorzugten Werte der Abriebfestigkeit der ersten und zweiten Gestaltungselemente 15 bzw. 21 ermöglichen die Realisierung vieler unterschiedlicher ästhetischer Gesamteindrücke des Schuhs mit dem erfindungsgemäßen System. Alternativ ist es jedoch auch denkbar, einen Klarlack zu dem erfindungsgemäßen System hinzuzufügen, mit dem einmal aufgerubbelte Bilder 21 überstrichen werden, um sie dauerhaft gegen Beschädigungen zu schützen (nicht dargestellt).

Möglich ist jedoch auch eine abgewandelte Ausführungsform, bei der die Rubbelbilder 21 noch leichter entfernbar sind, beispielsweise durch eine andere Oberflächenbeschaffenheit des entsprechenden Oberflächenbereichs des Schuhs 10 oder durch eine andere Zusammensetzung des Kontaktfläche eines Rubbelbilds. Das Entfernen eines Rubbelbildes kann auch durch mechanisches Abkratzen oder die Verwendung eines geeigneten Lösungsmittels, beispielsweise eines handelsüblichen Nagellackentferners, herbeigeführt werden. In diesem Fall kann der Schuh über seine Lebensdauer hinweg besonders einfach mehrfach erneut gestaltet werden. In diesem Fall kann es vorteilhaft sein, wenn die mit den ersten Gestaltungselementen 15 versehenen Bereiche des Schuhs zusätzlich mit einer Beschichtung versehen sind, die eine unbeabsichtigte Beschädigung beim Entfernen der Rubbelbilder verhindert. Diese Beschichtung kann durch unterschiedliche Techniken aufgebracht werden, beispielsweise durch Aufsprühen oder in einem Laminierungsprozess.

3 zeigt ein bevorzugtes Werkzeug 30 zum Aufrubbeln, das in etwa die Form einer miniaturisierten, verbeulten Spraydose hat. Der untere Rand 31 des Werkzeugs 30 bildet dabei den Rubbelbereich, der ein kontrolliertes Ubertragen eines Rubbelbilds 21 auf die gewünschte Stelle des Spanns 11 oder eines Seitenbereichs 12 o.ä. ermöglicht, indem das Rubbelbild aufgelegt wird und von oben auf der Trägerfolie hin und her gerubbelt wird. Der obere Bereich 32 des Rubbelwerkzeugs 30 dient dabei vorzugsweise als Griffbereich und lässt sich aufgrund seiner geringen Abmessungen besonders leicht von Kinderhänden erfassen.

Oberhalb des Griffbereichs 32 ist vorzugsweise ein Befestigungsvorsprung 33 angeordnet, der eine Öffnung 34 aufweist. Damit kann das kleine Werkzeug 30 beispielsweise an einem Schlüsselbund befestigt werden. Allerdings ist die Verwendung dieses bevorzugten Werkzeugs nicht zwingend. Andere Rubbelwerkzeuge, wie zum Beispiel geeignete Holzplättchen lassen sich ebenfalls verwenden. Gegebenenfalls kann auch ganz darauf verzichtet werden und die Rubbelbilder werden mit den Fingernägeln o.ä. aufgerubbelt.

Das Rubbelwerkzeug 30 wird bevorzugt aus einem hinreichend weichen Kunststoff gefertigt, um eine Beschädigung der ersten Gestaltungselemente 15 beim Aufrubbeln zu vermeiden.


Anspruch[de]
System zur Individualisierung eines Schuhs (10) aufweisend:

a. einen Schuh (10) mit einem Oberflächenbereich (11, 12), der zumindest ein erstes Gestaltungselement (15) aufweist;

b. zumindest ein zweites Gestaltungselement (21);

c. wobei das zweite Gestaltungselement (21) eine Kontaktfläche aufweist, und die Kontaktfläche und/oder der Oberflächenbereich (11, 12) so ausgebildet ist, dass das zweite Gestaltungselement (21) an beliebiger Stelle auf dem Oberflächenbereich (11, 12) des Schuhs (10) aufgerubbelt werden kann, und

d. wobei das zweite Gestaltungselement (21) so ausgebildet ist, dass es durch Abkratzen oder Verwendung eines geeigneten Lösungsmittels entfernt werden kann, ohne das erste Gestaltungselement (15) zu beschädigen.
System nach Anspruch 1 mit einer Mehrzahl zweiter Gestaltungselemente (21), die jeweils kleinere Abmessungen als der Oberflächenbereich (11, 12) des Schuhs (10) aufweisen. System nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Oberflächenbereich auf dem Spann (11) und/oder an den Seiten (12) des Schuhoberteils angeordnet ist. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das erstes Gestaltungselement (15) und das zumindest eine zweite Gestaltungselement (21) thematisch aufeinander abgestimmt sind. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner aufweisend ein Rubbelelement (30), mit dem das zweite Gestaltungselement (21) auf den Oberflächenbereich (11, 12) aufgerubbelt werden kann. System nach Anspruch 5, wobei das Rubbelelement (30) einen Griffbereich (32) und einen Rubbelbereich (31) aufweist und sich vom Griffbereich (32) zum Rubbelbereich (31) hin erweitert. System nach Anspruch 5 oder 6, wobei das Rubbelelement (30) eine Befestigungsöffnung (34) aufweist. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Gestaltungselement (15) auf dem Oberflächenbereich (11, 12) eine größere Abriebfestigkeit aufweist als das aufgerubbelte zweite Gestaltungselement (21). System nach Anspruch 8, wobei das erste Gestaltungselement (15) eine Abriebfestigkeit aufweist, so dass es einen Abriebtest mit einem Sandpapier der Körnung 280 und einer Anpresskraft von 9,8 N von 200 Zyklen, besonders bevorzugt 300 Zyklen, im Wesentlichen unbeschadet übersteht. System nach Anspruch 10 oder 11, wobei das zweite Gestaltungselement vorzugsweise Materialeigenschaften aufweist, so dass es bei einem Abriebtest mit einem Leinentuch und einer Anpresskraft von 9,8 N nach 20–30 Zyklen, bevorzugt nach 25 Zyklen im Wesentlichen von dem Oberflächenbereich (11, 12) entfernt ist.






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