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Dokumentenidentifikation DE102006016389A1 18.10.2007
Titel Gerät
Anmelder SEW-EURODRIVE GmbH & Co. KG, 76646 Bruchsal, DE
Erfinder Essert, Thomas, 76694 Forst, DE
DE-Anmeldedatum 05.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006016389
Offenlegungstag 18.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse G02B 5/32(2006.01)A, F, I, 20070108, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G06K 19/16(2006.01)A, L, I, 20070108, B, H, DE   
Zusammenfassung Gerät mit Typenschild, wobei ein Hologramm umfasst ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gerät.

Geräte werden meist mit Typenschildern versehen. Auf diesen sind technische Daten vermerkt. Bei Geräten, wie maschinenbaulichen Vorrichtungen, beispielsweise Motoren, Getriebe, sind metallische und bei elektrotechnischen oder anderen Geräten sind auch Papier-Typenschilder bekannt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Typenschilder weiterzubilden, insbesondere in kompakter und kostengünstiger Weise.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei der nach den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Wesentliche Merkmale der Erfindung bei dem Gerät sind, dass das Gerät mit Typenschild ausgeführt ist und ein Hologramm umfasst ist.

Von Vorteil ist dabei, dass eine große Datenmenge unterbringbar ist auf kleiner Fläche. Der Bedarf an Oberfläche am Gehäuse ist also reduziert und die darstellbare Datenmenge groß. Dabei ist nur das menschliche Auge und ansonsten kein Hilfsmittel notwendig. Darüber hinaus sind auch Lesegeräte, wie Barcode-Lesegeräte, verwendbar.

Unter Typenschild wird hier auch ein Datenträger verstanden, der visuell und/oder optisch ablesbar ist. Beispielsweise ist die Ablesung durch das menschliche Auge oder auch durch eine Kamera oder je nach Art der Information durch ein Lesegerät ausführbar.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist aus einer ersten Blickrichtung eine erste Datenmenge sichtbar und aus einer weiteren eine weitere Datenmenge sichtbar ist. Insbesondere sind aus weiteren Blickrichtungen weitere Datenmengen sichtbar. Von Vorteil ist dabei, dass mehr Daten als auf gleichgroßem Papier darstellbar sind. Es kann also eine höhere Datenmenge dargestellt werden. Außerdem ist ein Sinnzusammenhang der jeweiligen zu einer Blickrichtung gehörigen Teildaten herstellbar.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst eine Blickrichtung einen Raum-Winkelbereich mit einer Ausdehnung von 10° oder zumindest 5°, insbesondere jeweils. Von Vorteil ist dabei, dass die Blickrichtung nicht exakt sondern nur ungefähr eingenommen werden muss.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Typenschild mit einer stoffschlüssigen Verbindung mit dem Gehäuse des Geräts verbunden. Von Vorteil ist dabei, dass das Hologramm in einfacher und kostengünstigen Weise aufklebbar ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst eine Datenmenge ein Warenzeichen, insbesondere ein gesetzlich geschütztes Warenzeichen, eine Handelsmarke, eine bei einem Amt eingetragene Marke, ein Produktkennzeichen und/oder Firmenkennzeichen. Von Vorteil ist dabei, dass eine oder mehrere geschützte Marken darstellbar sind, ohne dass die Marke auf das Gehäuse direkt aufgedruckt werden muss. Außerdem ist kein zusätzlicher Bedarf an Fläche auf der Oberfläche des Gehäuses notwendig.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst eine Datenmenge einen Strichcode, insbesondere einen mit einem Lesegerät lesbaren. Von Vorteil ist dabei, dass auch mit elektronischen Hilfsgeräten Information fehlerfrei und sicher ablesbar ist und nicht nur mit dem menschlichen Auge. Es ist sogar ermöglicht, nur Strichcodes darzustellen und somit die mit dem Lesegerät ablesbare Informationsmenge deutlich zu erhöhen.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst eine Datenmenge technische Daten des Geräts und/oder Zertifizierungskennzeichen oder Normenbezeichnungen, insbesondere welche vom Gerät erfüllt werden. Von Vorteil ist dabei, dass viele Informationen darstellbar sind. Darüber hinaus sind auch Werbeinformationen, Marken und dergleichen darstellbar.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung besteht das Gehäuse aus Metall, wie Stahlguss oder Aluminiumguss, oder aus Kunststoff. Von Vorteil ist dabei, dass das Typenschild bei unterschiedlichsten Gehäusematerialien einsetzbar ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist im, am oder unter dem Typenschild ein RFID-Chip vorgesehen. Von Vorteil ist dabei, dass zusätzlich elektronische Ablesbarkeit vorgesehen ist. bei Anbringen des RFID im oder am Typenschild ist kein zusätzlicher Aufwand für das Anbringen des RFID notwendig und der RFID kann mit dem Typenschild zusammen aufgeklebt werden in einem einzigen Arbeitsgang. Bei Anbringen des RFID unter dem Typenschild ist ein zusätzlicher Schutz vorhanden.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der RFID im Gehäuse eingegossen. Von Vorteil ist dabei, dass ein Kopierschutz im Gehäuse vorsehbar ist. Dabei wird er an der Außenseite eingegossen und/oder entsprechende Frequenzen zum Abfragen gewählt.

Da beim Gießen hohe Temperaturen auftreten, wird am Guss-Werkzeug im Bereich des RFID für eine beschleunigte Wärmeabfuhr gesorgt. Hierzu ist die Kühlvorrichtung lokal in der Umgebung des RFID sehr leistungsfähig ausgelegt.

Die Erfindung wird nun anhand von Abbildungen näher erläutert:

In der 3 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung skizziert. Dabei ist auf der Oberfläche des Gehäuses 1 des Geräts ein Typenschild 2 vorgesehen, das als Hologramm ausgeführt ist.

Aus einer direkten Draufsicht B1, also einer ersten Blickrichtung, erscheinen erste Daten und aus einer seitliche schräge Draufsicht B2, also einer zweiten Blickrichtung, erscheinen weitere Daten.

Die Daten sind dabei Informationen, wie Angaben zur Firma, Katalogbezeichnung des Gerätes, Fabrikationsnummer, vom Gerät erfüllte Normen, Garantieen, Bedienungshinweise, Warnungen und technische Daten.

Aus der ersten Blickrichtung ist beispielhaft die Ansicht gemäß 1 sichtbar. Dabei ist links oben die Marke der Firma oder Firmenbezeichnung, wie SEW EURODRIVE, ersichtlich. Beispielhaft hat das Gerät den Namen MOVIMOT, der ebenfalls markengeschützt sein kann und in der ungefähren Bildmitte erscheint. Darüber finden sich die erfüllten EN Normen und das CE Kennzeichen, das einer Herstellergarantieerklärung entspricht. Weiter sind auch die UL Normen erwähnt, also US-amerikanische Anforderungen, denen das Gerät genüge leistet. Die Typenbezeichnung ist hier mit MM30C-503-00/0/BGM/P22A/RB2A/AVT1/KIS4 bezeichnet. Darunter findet sich die Herstellungsnummer, also Fabrikationsnummer. Im unteren Teil findet sich ein Barcode, der mit einem Lesegerät ablesbar ist und die Herstellungsnummer in codierter Form umfasst.

In 2 ist die weitere Ansicht bei seitlicher Blickrichtung B1 gezeigt, der um einen Winkel &agr; versetzt ist gegen die direkte Draufsicht, also Normalenrichtung zur Typenschildebene. Somit sind dann weitere Daten erkennbar, wie technische Daten. Beispielsweise werden dort die für den Betrieb zulässigen Spannungen, Ströme und Temperaturen genannt.

Im Winkel &bgr;ist dann eine weitere Blickrichtung B3 vorgesehen, die weitere Daten aufscheinen lässt.

Dabei sind Abweichungen von der Blickrichtung B1, B2, B3 zulässig und führen erst bei großer Winkelabweichung zu schlechterer Lesbarkeit. Dies ist dann der Fall wenn die Abweichung 5° oder 10° überschreitet. Im Bereich von +–5° um die Blickrichtung herum sind keine wesentlichen Verschlechterungen der Lesbarkeit vorhanden.

Bei weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen werden Daten bei nur zwei oder bei vier oder mehr Blickrichtungen sichtbar.

Bei weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen ist das Typenschild aufgeklebt.

Bei weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen umfasst das Typenschild einen Träger, der auf das Gehäuse des Gerätes aufgeklebt ist. Auf diesen Träger ist die Hologrammschicht aufgebracht. Darüber ist eine Schutzschicht angebracht.

Bei weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen ist das Typenschild auf einer inneren Oberfläche des Gerätes angebracht.

Als Gerät sind Haushaltsgeräte, wie Fernsehgerät, Waschmaschine, Wasserkocher, Radio, Stereoanlage, CD-Player, Herd, Kühlschrank verwendbar und alle weiteren Haushaltsgeräte. Als Gerät sind aber auch industrielle Geräte verwendbar, wie Getriebe, Motor, Umrichter, Generator, Steuerung, Steuergerät, Aktor, Detektor und alle weiteren industrielle Geräte.

Besondere Vorteile liegen bei industriellen Geräten. Denn dort ist der zur Verfügung stehende Oberflächenbereich sehr gering. Außerdem ist das Typenschild beschichtbar und somit auch in Nassbereichen oder in Bereichen mit physikalischer oder chemischer Beanspruchung einsetzbar.

Vorteilig ist auch, dass eine oder mehrere Warenzeichen, also Marken, abbildbar sind.

Bei weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen ist im Typenschild ein RFID Tag integriert. Somit ist bei Aufkleben des Typenschildes gleichzeitig ein RFID aufgebracht. Außerdem ist der RFID schützbar durch das Typenschild. Darüber hinaus sind somit nicht nur visuelle oder optisches Ablesen von Daten sondern auch ein Ablesen mit elektromagnetischen Wellen im Bereich zwischen 10 kHz bis 10 GHz ermöglicht, also unterhalb des sichtbaren Lichtes.

Bei weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen ist der RFID im Guss eingegossen.

1
Gehäuse des Geräts
2
Typenschild
B1
direkte Draufsicht
B2
seitliche schräge Draufsicht


Anspruch[de]
Gerät mit Typenschild dadurch gekennzeichnet, dass ein Hologramm umfasst ist. Gerät nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer ersten Blickrichtung eine erste Datenmenge sichtbar ist und aus einer weiteren eine weitere Datenmenge sichtbar ist. Gerät nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass aus weiteren Blickrichtungen weitere Datenmengen sichtbar sind. Gerät nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Blickrichtung einen Raum-Winkelbereich mit einer Ausdehnung von 10° oder zumindest 5° umfasst, insbesondere jeweils. Gerät nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Typenschild mit einer stoffschlüssigen Verbindung mit dem Gehäuse des Geräts verbunden ist. Gerät nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Datenmenge ein Warenzeichen, insbesondere ein gesetzlich geschütztes Warenzeichen, eine Handelsmarke, eine bei einem Amt eingetragene Marke, ein Produktkennzeichen und/oder Firmenkennzeichen, umfasst. Gerät nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Datenmenge einen Strichcode, insbesondere einen mit einem Lesegerät lesbaren, umfasst. Gerät nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Datenmenge technische Daten des Geräts und/oder Zertifizierungskennzeichen oder Normenbezeichnungen umfasst, insbesondere welche vom Gerät erfüllt werden. Gerät nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus Metall, wie Stahlguss oder Aluminiumguss, oder aus Kunststoff besteht. Gerät nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im, am oder unter dem Typenschild ein RFID-Chip vorgesehen ist Gerät nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der RFID im Gehäuse eingegossen ist.






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