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Dokumentenidentifikation DE102006017250A1 18.10.2007
Titel Platteneinheit
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81739 München, DE
Erfinder Buñuel Magdalena, Miguel Angel, Zaragoza, ES;
Ceamanos Gaya, Jesús, Zaragoza, ES;
Garcia Jimenez, Jose-Ramon, Zaragoza, ES;
Lorente Perez, Alfonso, Zaragoza, ES;
Sachon, Robert, 81669 München, DE
DE-Anmeldedatum 12.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006017250
Offenlegungstag 18.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse F24C 15/10(2006.01)A, F, I, 20060412, B, H, DE
IPC-Nebenklasse C03C 17/10(2006.01)A, L, I, 20060412, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung geht aus von einer Platteneinheit, insbesondere für eine Kochvorrichtung (10), umfassend einen transparenten Grundkörper (18) mit einer Sichtseite (50) und einer der Sichtseite (50) gegenüber angeordneten Hinterseite (52), eine metallartige Schicht (54) und zumindest einen Dekorabschnitt (32, 34, 36), die, von der Sichtseite (50) aus betrachtet, hinter der Hinterseite (52) angeordnet sind.
Um einen langlebigen Dekorabschnitt zu erreichen, wird vorgeschlagen, dass die metallartige Schicht (54) einen Abschnitt (56) aufweist, der den Dekorabschnitt (32, 34, 36), von der Sichtseite (50) aus betrachtet, von hinten zumindest teilweise überdeckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer Platteneinheit, insbesondere für eine Kochvorrichtung, mit einem transparenten Grundkörper nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist aus der Patentschrift DE 100 14 373 C2 ein Kochfeld mit einer Glaskeramikplatte bekannt, welche eine an ihrer Hinterseite aufgebrachte metallartige Schicht aufweist. Außerdem sind ebenfalls an der Hinterseite großflächige Dekors angebracht.

Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Platteneinheit hinsichtlich eines langlebigen Dekors bereitzustellen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.

Die Erfindung geht aus von einer Platteneinheit, insbesondere für eine Kochvorrichtung, umfassend einen transparenten Grundkörper mit einer Sichtseite und einer der Sichtseite gegenüber angeordneten Hinterseite, eine metallartige Schicht und zumindest einen Dekorabschnitt, die, von der Sichtseite aus betrachtet, hinter der Hinterseite angeordnet sind.

Es wird vorgeschlagen, dass die metallartige Schicht einen Abschnitt aufweist, der den Dekorabschnitt, von der Sichtseite aus betrachtet, von hinten zumindest teilweise überdeckt. Es kann dadurch ein vorteilhafter Schutz des Dekorabschnitts erzielt werden. Vorzugsweise ist der Abschnitt ein zusammenhängender Abschnitt der metallartigen Schicht. Die Platteneinheit ist vorteilhafterweise als Platteneinheit für eine Kochvorrichtung ausgebildet. Beispielsweise kann die Platteneinheit für ein Kochfeld oder eine Kochstelle, z.B. bei einem Induktions-, Elektro- oder Gasherd, eingesetzt werden. Der Dekorabschnitt bildet vorzugsweise ein linienartiges Dekormotiv, welches zur Andeutung einer bestimmten Funktionszone der Platteneinheit, wie insbesondere einer Kochzone, einer Anzeigezone, in welcher eine Information angezeigt werden kann, usw., dient. Dabei ist die Funktionszone vorzugsweise einem Funktionsbauteil der Kochvorrichtung zugeordnet, wie z.B. einem Heizkörper, einem Anzeigeelement usw. Der Dekorabschnitt kann außerdem eine Beschriftung des transparenten Grundkörpers darstellen, die z.B. zur Andeutung einer bestimmten Funktion und/oder einer Funktionsweise eines am Grundkörper angeordneten Bedienelements dient. Ferner kann der Dekorabschnitt als ästhetische Verzierung des Grundkörpers ausgebildet sein. Die Platteneinheit kann mehrere Dekorabschnitte umfassen, welche jeweils eine unterschiedliche Farbe aufweisen. Es können außerdem mehrere Farben für einen Dekorabschnitt gewählt werden. Vorzugsweise ist der Dekorabschnitt aus einer organischen Lösung, insbesondere einer organometallischen Lösung, hergestellt, wodurch Herstellungskosten vermindert werden können.

Unter einem "transparenten Grundkörper" soll insbesondere ein Grundkörper aus einem Material verstanden werden, welches zumindest für sichtbares Licht durchlässig ist. Vorteilhafterweise ist das Material zusätzlich für eine Infrarotstrahlung durchlässig, was sich für einen Einsatz der Platteneinheit für eine einen Heizwiderstand aufweisende Kochvorrichtung besonders eignet. Unter einem "durchlässigen Material" soll in diesem Zusammenhang ein Material mit einer Durchlässigkeit, die größer ist als 10 % und bevorzugt größer als 30 % und besonders bevorzugt größer als 50 %, verstanden werden. Der transparente Grundkörper ist vorzugsweise aus Glas oder aus Glaskeramik hergestellt. Ferner soll unter einer "metallartigen Schicht" insbesondere eine Schicht aus einem Material verstanden werden, welches zumindest eine metallische Eigenschaft aufweist. Hierzu kann die Schicht z.B. aus einem Metall, einer Lösung, welche ein Metall beinhaltet, einem metallischen Polymer, einem organischen Metall usw. hergestellt werden. Unter der "Sichtseite" des Grundkörpers soll insbesondere eine Seite des Grundkörpers verstanden werden, welche bei einer Anwendung der Platteneinheit durch einen Bediener dem Bediener zugewandt ist. Ist die Platteneinheit als Platteneinheit für eine Kochvorrichtung ausgebildet, so kann die Sichtseite vorzugsweise als Auflagefläche zum Auflegen von Kochgeschirren ausgeführt sein. Unter einem Abschnitt der metallartigen Schicht, welcher den Dekorabschnitt "zumindest teilweise überdeckt", soll insbesondere ein Abschnitt verstanden werden, welcher zumindest einen Teilbereich eines Rands des Dekorabschnitts deckt. Vorteilhafterweise ist der Dekorabschnitt vom Abschnitt vollständig überdeckt.

Es wird außerdem vorgeschlagen, dass der Abschnitt die Hinterseite durchgehend zumindest im Wesentlichen abdeckt. Dadurch kann eine Schutzfunktion der metallartigen Schicht vorteilhaft erweitert werden, indem die metallartige Schicht zum Schützen der Hinterseite dient.

Liegt der Dekorabschnitt an der Hinterseite an, kann eine hohe Sichtbarkeit des Dekorabschnitts für einen Bediener erreicht werden.

In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, dass der Dekorabschnitt auf der Hinterseite aufgedruckt ist. Dadurch kann mittels gängiger Verfahren ein einfaches Aufbringen des Dekorabschnitts auf die Hinterseite erreicht werden, wobei ein zusätzliches Befestigungsmittel zur Befestigung des Dekorabschnitts, z.B. zur Herstellung eines Stoffschlusses, vermieden werden kann. Vorzugsweise ist der Dekorabschnitt durch ein Emaillierverfahren auf die Hinterseite aufgebracht, wodurch ein besonders langlebiger Dekorabschnitt erreicht werden kann.

Ein besonders hoher Schutz und eine hohe Langlebigkeit des Dekorabschnitts können ferner erreicht werden, wenn der Dekorabschnitt im Grundkörper integriert ist. Hierzu ist der Dekorabschnitt zweckmäßigerweise in einem an der Hinterseite aus dem Grundkörper ausgesparten Raum angeordnet. Insbesondere kann der Dekorabschnitt in die Hinterseite des Grundkörpers eingeprägt werden. Um die Langlebigkeit des Dekorabschnitts weiter zu erhöhen, kann der Dekorabschnitt im Inneren des Grundkörpers angeordnet sein, wobei der Dekorabschnitt vollständig von einem Material des Grundkörpers umgeben ist. Der Dekorabschnitt kann vor einem Zusammenbau der Platteneinheit z.B. serienmäßig in den Grundkörper integriert werden, wodurch Herstellungsschritte bei der Herstellung der Platteneinheit eingespart werden können.

In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die metallartige Schicht an der Hinterseite anliegt, wodurch eine kompakte Bauweise der Platteneinheit erreicht werden kann.

Zweckmäßigerweise ist die Hinterseite mit der metallartigen Schicht beschichtet, wodurch ein besonders festes Halten der metallartigen Schicht an der Hinterseite ohne Einsatz von zusätzlichen Befestigungsmitteln erreicht werden kann. Die Platteneinheit wird vorzugsweise durch ein Aufbringen, insbesondere ein Aufdrucken des Dekorabschnitts auf die Hinterseite, und anschließend durch eine Beschichtung der Hinterseite mit der metallartigen Schicht hergestellt, wodurch ein besonders vorteilhaftes Einbetten des Dekorabschnitts in der metallartigen Schicht erreicht werden kann. Um eine hohe Homogenität der metallartigen Schicht zu erreichen, kann diese Beschichtung vorteilhafterweise in einem Herstellungsschritt erfolgen. Nach der Beschichtung der Hinterseite mit der metallartigen Schicht kann die metallartige Schicht mit einer weiteren Schutzschicht beschichtet werden, wodurch ein vorteilhafter Schutz der metallartigen Schicht bei einer weiteren Bearbeitung der Platteneinheit oder deren Montage, z.B. in einer Kochvorrichtung, erreicht werden kann. Die metallartige Schicht kann aus einer anorganischen Lösung hergestellt sein. Vorzugsweise ist die metallartige Schicht aus einer organischen, insbesondere einer organometallischen Lösung hergestellt, wodurch Herstellungskosten reduziert werden können.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die metallartige Schicht als Metallstück ausgebildet ist, wodurch ein einfaches Herstellen der Platteneinheit erreicht werden kann. Vorteilhafterweise kann ein langlebiges Metallstück erreicht werden, wenn dieses aus einem Edelmetall, wie z.B. aus Platin, Silber, Kupfer usw., hergestellt ist. Alternativ kann das Metallstück einen Grundkörper aufweisen, welcher mit einer Schicht aus einem Edelmetall beschichtet ist. Das Metallstück kann durch ein Kleben an der Hinterseite des Grundkörpers befestigt werden. Alternativ oder zusätzlich kann es mit Hilfe eines Befestigungsmittels und/oder durch eigene Kraft gegen die Hinterseite des Grundkörpers gedrückt werden.

Es kann ferner der Herstellungsaufwand weiter reduziert werden, wenn der Dekorabschnitt auf dem Metallstück aufgedruckt ist. Dabei kann das Metallstück mit dem aufgedruckten Dekorabschnitt serienmäßig hergestellt werden.

Vorteilhafterweise kann der Dekorabschnitt im Metallstück integriert werden, wodurch ein besonders langlebiger Dekorabschnitt erreicht werden kann. Der Dekorabschnitt kann in einem an einer Seite des Metallstücks aus dem Metallstück ausgesparten Raum angeordnet sein. Insbesondere kann der Dekorabschnitt in dem Metallstück eingeprägt sein.

Es wird ferner vorgeschlagen, dass das Metallstück und der Dekorabschnitt mit einem Spalt voneinander beabstandet sind. Dadurch können unerwünschte Spannungen im Metallstück, die auf Toleranzen in der Dicke des Dekorabschnitts zurückzuführen sind, vermieden werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Dekorabschnitt in der metallartigen Schicht zumindest teilweise eingebettet ist. Dadurch kann ein besonders hoher Schutz des Dekorabschnitts erreicht werden. Unter einem "teilweisen Einbetten" des Dekorabschnitts in der metallartigen Schicht kann insbesondere ein zumindest partielles Umgreifen des Dekorabschnitts durch ein Material der metallartigen Schicht verstanden werden. Dabei weist der Dekorabschnitt vorzugsweise zumindest einen Bereich auf, welcher, von der Sichtseite aus betrachtet, erkennbar ist.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper eine Funktionszone umfasst und die metallartige Schicht einen ausgesparten Bereich aufweist, welcher der Funktionszone zugeordnet ist. Unter einer "Funktionszone" soll insbesondere ein Bereich verstanden werden, welcher einem Funktionsbauteil einer Vorrichtung, in der die Platteneinheit eingesetzt ist, zugeordnet ist. Dadurch können eine unerwünschte Auswirkung der metallartigen Schicht auf eine Funktion des Funktionsbauteils und/oder eine Auswirkung des Funktionsbauteils auf die metallartige Schicht vorteilhaft reduziert werden. Ist die Platteneinheit zum Einsatz in einer Kochvorrichtung vorgesehen, kann die Funktionszone z.B. eine Kochzone als Auflagefläche zum Auflegen eines Kochgeschirrs sein, welche einem Heizkörper der Kochvorrichtung zugeordnet ist. Durch den ausgesparten Bereich der metallartigen Schicht im Bereich der Kochzone können ein unerwünschtes Erhitzen der metallartigen Schicht und Energieverluste reduziert werden. Dies eignet sich insbesondere, wenn die metallartige Schicht als Metallstück ausgebildet ist. Der Bereich kann über einen Teil der Dicke ausgespart sein oder er kann über die gesamte Dicke der metallartigen Schicht ausgespart sein, wobei er eine Öffnung der Schicht bildet.

Vorzugsweise ist die metallartige Schicht aus einem ein Edelmetall beinhaltenden Material hergestellt. Dadurch kann eine besonders langlebige metallartige Schicht erreicht werden.

Es wird ferner eine Kochvorrichtung vorgeschlagen, die eine Platteneinheit aufweist, welche einen transparenten Grundkörper mit einer Sichtseite und einer der Sichtseite gegenüber angeordneten Hinterseite, eine metallartige Schicht und zumindest einen Dekorabschnitt, die, von der Sichtseite aus betrachtet, hinter der Hinterseite angeordnet sind, umfasst, wobei die metallartige Schicht einen Abschnitt aufweist, der den Dekorabschnitt, von der Sichtseite aus betrachtet, von hinten zumindest teilweise überdeckt. Es kann eine Kochvorrichtung mit einem langlebigen Dekorabschnitt erreicht werden, wodurch ein hoher Bedienkomfort der Kochvorrichtung erzielt werden kann.

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

1 ein in einer Arbeitsplatte integriertes Kochfeld mit einem Rahmen und einer mit Dekors versehenen Platteneinheit in einer Ansicht von oben,

2 die Platteneinheit aus 1 in einer Schnittansicht mit einer Keramikplatte, den auf der Keramikplatte aufgedruckten Dekors und einer metallischen Beschichtung der Keramikplatte,

3 eine Variante der Platteneinheit aus 1 mit einer Keramikplatte und in der Keramikplatte eingeprägten Dekors,

4 eine weitere Variante der Platteneinheit aus 1 mit einer mit Dekors bedruckten Keramikplatte und einem Metallstück,

5 eine alternative Ausführungsform der Platteneinheit aus 4, wobei die Dekors und das Metallstück mit einem Luftspalt beabstandet sind, und

6 eine weitere Ausführungsform der Platteneinheit aus 4, wobei die Dekors auf dem Metallstück aufgedruckt sind.

1 zeigt eine als Kochfeld ausgebildete Kochvorrichtung 10 mit einer Platteneinheit 12 und einem Rahmen 14, an welchem die Platteneinheit 12 befestigt ist. Die Kochvorrichtung 10 ist in einer Arbeitsplatte 16 integriert (2). Der Rahmen 14 ist aus einem rostfreien Material, wie z.B. aus Edelstahl oder Aluminium, hergestellt. Die Platteneinheit 12 umfasst einen als Glaskeramikplatte ausgebildeten Grundkörper 18. Der Grundkörper 18 weist mehrere Funktionszonen 20, 22, 24, 26 auf, die durch Dekorabschnitte 28a, 30a, 32a, 34a, 36a der Platteneinheit 12 bezeichnet sind. Die Funktionszonen 20, 22, 24, 26 sind als Kochzonen ausgebildet und stellen hierzu jeweils eine Auflagefläche zum Auflegen eines Kochgeschirrs dar, die einem unterhalb des Grundkörpers 18 angeordneten Heizkörper der Kochvorrichtung 10 zugeordnet ist. Dieser Heizkörper ist z.B. ein Heizwiderstand oder eine Heizspule. Die Dekorabschnitte 28a, 30a, 32a, 34a, 36a sind als linienartige Motive ausgeformt. Die Funktionszonen 20, 22, 24, 26 werden insbesondere mit Hilfe geschlossener, gekrümmter Konturen, insbesondere mit Hilfe von Kreisen, bezeichnet. Es sind weitere Dekorabschnitte 38a, 40a der Platteneinheit 12 zu sehen, welche jeweils eine Funktionszone 42 bzw. 44 des Grundkörpers 18 bezeichnen. Diese Funktionszonen 42, 44 sind als Anzeigezonen ausgebildet, innerhalb welcher eine Information einem Bediener während eines Betriebs der Kochvorrichtung 10 mit Hilfe eines unterhalb des Grundkörpers 18 angeordneten oder im Grundkörper 18 integrierten Displays (nicht gezeigt) angezeigt werden kann. Die Dekorabschnitte 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40 sind, aus der Sicht eines Bedieners betrachtet, hinter dem Grundkörper 18 angeordnet (siehe 2), welcher insbesondere für sichtbares Licht transparent ist. Durch die Anordnung der Dekorabschnitte 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40 hinter dem Grundkörper 18 können besonders langlebige Dekorabschnitte erreicht werden. Insbesondere kann ein Verschleiß durch ein wiederholtes In-Kontakt-Treten mit heißen Kochgeschirren oder die Benutzung von Reinigungsmitteln vermieden werden.

In 2 ist eine Schnittansicht der als Kochfeld ausgebildeten Kochvorrichtung 10 entlang einer Linie II-II (1) dargestellt. Die Kochvorrichtung 10 ist in einer Aussparung der Arbeitsplatte 16 angeordnet. Der Rahmen 14 weist einen Stützbereich 46 zur Stützung der Kochvorrichtung 10 an der Arbeitsplatte 16 auf. Dieser ist von einem Fortsatz 48 des Rahmens 14 gebildet. Der als Glaskeramikplatte ausgebildete Grundkörper 18 der Platteneinheit 12 ist durch nicht näher dargestellte Befestigungsmittel am Rahmen 14 befestigt. Im in der Figur gezeigten montierten Zustand der Platteneinheit 12 ist eine Sichtseite 50 des Grundkörpers 18 einem Bediener der Kochvorrichtung 10 zugewandt. Eine der Sichtseite 50 gegenüber angeordnete Hinterseite 52 des Grundkörpers 18 ist in der Figur ebenfalls zu sehen. Es sind des Weiteren die Dekorabschnitte 32a, 34a, 36a zu erkennen, die auf der Hinterseite 52 des Grundkörpers 18 aufgedruckt sind. Die anhand der Schnittansichten der 2 bis 6 beschriebenen Merkmale der Dekorabschnitte 32a, 34a, 36a und deren Ausführungsvarianten betreffen ebenfalls die weiteren Dekorabschnitte 28a, 30a, 38a, 40a bzw. deren Ausführungsvarianten. Die Dekorabschnitte 28a, 30a, 32a, 34a, 36a, 38a, 40a sind aus einer, vorzugsweise anorganischen temperaturbeständigen Farbe hergestellt. Sämtliche Dekorabschnitte können die gleiche Farbe aufweisen, oder sie können mit Hilfe unterschiedlicher Farben hergestellt sein, wodurch z.B. zwischen den jeweiligen Funktionen der von den Dekorabschnitten bezeichneten. Funktionszonen unterschieden werden kann.

Die Platteneinheit 12 weist ferner eine metallartige Schicht 54a auf, die auf der Hinterseite 52 des Grundkörpers 18 aufgebracht ist. Die metallartige Schicht 54a ist aus einer, vorzugsweise anorganischen Lösung, welche ein Edelmetall, wie z.B. Platin, beinhaltet, hergestellt. Alternativ kann die metallartige Schicht 54a aus einer organometallischen Lösung hergestellt werden. Die metallartige Schicht 54a weist einen zusammenhängenden Abschnitt 56a auf, welcher durchgehend die Hinterseite 52 des Grundkörpers 18 abdeckt. Hierbei überdeckt der Abschnitt 56a die Dekorabschnitte 32a, 34a, 36a, von der Sichtseite 50 aus betrachtet, von hinten, wodurch ein vorteilhafter Schutz der Dekorabschnitte 32a, 34a, 36a erreicht werden kann. Durch die metallartige Schicht 54a kann zusätzlich zum Schutz der Dekorabschnitte 32a, 34a, 36a ein weiterer dekorativer edelmetallartiger Effekt erzielt werden. In einer weiteren Ausführungsform kann die metallartige Schicht 54a mehrere einzelne Abschnitte aufweisen, die voneinander getrennt sind und jeweils einen der Dekorabschnitte 32a, 34a, 36a von hinten überdecken, wodurch eine weitere Betonung der Funktionszonen 20, 22, 24, 26, 42, 44 der Kochvorrichtung 10 erzielt werden kann. Es ist auch denkbar, dass weitere Abschnitte der metallartigen Schicht 54a auf dem Abschnitt 56a aufgebracht werden. Insbesondere können weitere Abschnitte der metallartigen Schicht 54a auf dem Abschnitt 56a aufgebracht werden, durch welche ein Helligkeitskontrast zwischen den Funktionszonen 20, 22, 24, 26, 42, 44 und einem Zwischenraum zwischen diesen Funktionszonen erreicht werden kann.

Bei einem Herstellen der Platteneinheit aus 2 werden zuerst die Dekorabschnitte 28a, 30a, 32a, 34a, 36a, 38a, 40a auf der Hinterseite 52 aufgedruckt. In einem weiteren Herstellungsschritt wird die Hinterseite 52, auf welcher diese Dekorabschnitte schon aufgebracht sind, mit der metallartigen Schicht 54a beschichtet. Dies kann z.B. durch einen Emaillierprozess erfolgen. Bei der Beschichtung werden die Dekorabschnitte 28a, 30a, 32a, 34a, 36a, 38a, 40a in den Abschnitt 56a der metallartigen Schicht 54a teilweise eingebettet. Durch die Anordnung dieser Dekorabschnitte hinter dem Grundkörper 18 und die Einbettung der Dekorabschnitte in die metallartige Schicht 54a können unerwünschte optische Effekte, wie insbesondere Reflexionen der Dekorabschnittsmotive auf die metallartige Schicht 54a, vermieden werden.

3 zeigt eine alternative Ausführungsform der Platteneinheit 12, welche am Rahmen 14 befestigt ist. Diese weist den als Glaskeramikplatte ausgebildeten transparenten Grundkörper 18 auf. An der Hinterseite 52 des Grundkörpers 18 sind Dekorabschnitte 32b, 34b, 36b in dem Grundkörper 18 eingeprägt. Sich im Wesentlichen entsprechende Bauteile und Merkmale sind grundsätzlich mit den gleichen Bezugszeichen beziffert, wobei zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele den Bezugszeichen die Buchstaben a (1 und 2) bzw. b (3) und c (4) usw. hinzugefügt sind. Bezüglich gleich bleibender Merkmale und Funktionen kann auf die Beschreibung zum Ausführungsbeispiel in 1 verwiesen werden. Die in 3 nachfolgende Beschreibung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zum Ausführungsbeispiel in den 1 und 2. Außerdem sind auf der Hinterseite 52 des Grundkörpers 18 weitere Dekorabschnitte aufgedruckt, welche den in 1 gezeigten Dekorabschnitten 28a, 30a, 38a, 40a entsprechen.

Die Hinterseite 52 ist mit einer metallartigen Schicht 54b beschichtet. Die metallartige Schicht 54b weist einen zusammenhängenden Abschnitt 56b auf, welcher durchgehend die Hinterseite 52 des Grundkörpers 18 abdeckt. Hierbei werden die eingeprägten Dekorabschnitte 32b, 34b, 36b von dem Abschnitt 56b überdeckt. Wie anhand von 2 oben beschrieben, kann alternativ die metallartige Schicht 54a mehrere voneinander getrennte Abschnitte aufweisen, die jeweils einen der Dekorabschnitte 32b, 34b, 36b überdecken. Die Beschreibung dieser Ausführungsvariante sowie weiterer Ausführungsformen kann ebenfalls der obigen Beschreibung entnommen werden.

Eine weitere Ausführungsform der Platteneinheit 12 ist in 4 gezeigt. Diese weist den transparenten Grundkörper 18 auf, auf welchem, wie anhand der 2 beschrieben, Dekorabschnitte 32c, 34c, 36c aufgedruckt sind. Die Platteneinheit 12 weist ferner eine als Metallstück ausgebildete metallartige Schicht 54c auf, welche aus einem Edelmetall hergestellt ist. Die metallartige Schicht 54c ist mittels eines transparenten Klebstoffs 58 an die Hinterseite 52 des Grundkörpers 18 geklebt. Das Metallstück bildet einen Abschnitt 56c, welcher die Dekorabschnitte 32c, 34c, 36c überdeckt. Alternativ oder zusätzlich zu einem Kleben der metallartigen Schicht 54c an der Hinterseite 52, kann die metallartige Schicht 54c am Rahmen 14 der Kochvorrichtung 10 befestigt werden. Dabei kann eine Komponente der Befestigungskraft die metallartige Schicht 54c gegen die Dekorabschnitte 32c, 34c, 36c drücken. Aus der metallartigen Schicht 54c sind außerdem Bereiche 60, 62 in Form von Öffnungen ausgespart, welche jeweils einer Funktionszone 24 bzw. 26 entsprechen und unterhalb dieser Funktionszone 24 bzw. 26 angeordnet sind. Dadurch kann ein unerwünschtes Erhitzen der metallartigen Schicht 54c bei einem Betrieb der Kochvorrichtung 10 reduziert werden. Alternativ zu den Öffnungen kann eine metallartige Schicht 54c hergestellt werden, bei der im Bereich der Funktionszonen 24, 26 jeweils ein Abschnitt mit einer reduzierten Dicke vorgesehen ist. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn die Kochvorrichtung 10 als Induktionskochvorrichtung ausgebildet ist, da eine Erhitzung der metallartigen Schicht 54c im Bereich einer Heizspule aufgrund von Wirbelströmen reduziert werden kann. Um eine solche Erhitzung weiter zu reduzieren, kann für die metallartige Schicht 54c ein Material, z.B. ein nicht-ferromagnetisches Material, gewählt werden, das für ein von der Heizspule angeregtes Wechselfeld durchlässig ist.

5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Platteneinheit 12. Diese weist wie in 4 den transparenten Grundkörper 18 auf, an welchem Dekorabschnitte 32d, 34d, 36d aufgedruckt sind. Die Platteneinheit 12 umfasst eine metallartige Schicht 54d, die als Metallstück ausgebildet ist. Das Metallstück bildet einen Abschnitt 56d, welcher die Dekorabschnitte 32d, 34d, 36d überdeckt. Die metallartige Schicht 54d ist am Rahmen 14 befestigt. Im befestigten Zustand ist die metallartige Schicht 54d mit einem Spalt 64 von den Dekorabschnitten 32d, 34d, 36d getrennt, wodurch im Vergleich zum vorherigen Ausführungsbeispiel größere Toleranzen in der Dicke der Dekorabschnitte 32d, 34d, 36d zugelassen werden können, ohne dass eine Vorspannung der metallartigen Schicht 54d aufgrund dieser Toleranzen eintritt.

Eine alternative Ausführungsform der Platteneinheit 12 kann der 6 entnommen werden. Die Platteneinheit 12 weist eine als Metallstück ausgebildete metallartige Schicht 54e auf, die an der Hinterseite 52 des Grundkörpers 18 mittels des transparenten Klebstoffs 58 angebracht ist. Alternativ oder zusätzlich kann die metallartige Schicht 54e am Rahmen 14 befestigt sein. Auf einer der Hinterseite 52 des Grundkörpers 18 zugewandten Seite 66 der metallartigen Schicht 54e sind Dekorabschnitte 32e, 34e, 36e aufgedruckt. Diese Dekorabschnitte 32e, 34e, 36e liegen an der Hinterseite 52 an. In einer weiteren Ausführungsvariante kann die als Metallstück ausgebildete metallartige Schicht 54e am Rahmen 14 so befestigt sein, dass die Dekorabschnitte 32e, 34e, 36e durch einen Spalt von der Hinterseite 52 des Grundkörpers 18 getrennt sind.

10
Kochvorrichtung
12
Platteneinheit
14
Rahmen
16
Arbeitsplatte
18
Grundkörper
20
Funktionszone
22
Funktionszone
24
Funktionszone
26
Funktionszone
28
Dekorabschnitt
30
Dekorabschnitt
32
Dekorabschnitt
34
Dekorabschnitt
36
Dekorabschnitt
38
Dekorabschnitt
40
Dekorabschnitt
42
Funktionszone
44
Funktionszone
46
Stützbereich
48
Fortsatz
50
Sichtseite
52
Hinterseite
54
metallartige Schicht
56
Abschnitt
62
ausgesparter Bereich
66
Seite
64
Spalt
58
Klebstoff
60
ausgesparter Bereich


Anspruch[de]
Platteneinheit, insbesondere für eine Kochvorrichtung (10), umfassend einen transparenten Grundkörper (18) mit einer Sichtseite (50) und einer der Sichtseite (50) gegenüber angeordneten Hinterseite (52), eine metallartige Schicht (54) und zumindest einen Dekorabschnitt (32, 34, 36), die, von der Sichtseite (50) aus betrachtet, hinter der Hinterseite (52) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die metallartige Schicht (54) einen Abschnitt (56) aufweist, der den Dekorabschnitt (32, 34, 36), von der Sichtseite (50) aus betrachtet, von hinten zumindest teilweise überdeckt. Platteneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (56) die Hinterseite (52) durchgehend zumindest im Wesentlichen abdeckt. Platteneinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Dekorabschnitt (32, 34, 36) an der Hinterseite (52) anliegt. Platteneinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Dekorabschnitt (32a, 34a, 36a; 32c, 34c, 36c; 32d, 34d, 36d) auf der Hinterseite (52) aufgedruckt ist. Platteneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die metallartige Schicht (54a; 54b) an der Hinterseite (52) anliegt. Platteneinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterseite (52) mit der metallartigen Schicht (54a; 54b) beschichtet ist. Platteneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die metallarige Schicht (54c; 54d; 54e) als Metallstück ausgebildet ist. Platteneinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallstück und der Dekorabschnitt (32d, 34d, 36d) mit einem Spalt (64) voneinander beabstandet sind. Platteneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Dekorabschnitt (32a, 34a, 36a) in der metallartigen Schicht (54a) zumindest teilweise eingebettet ist. Platteneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (18) eine Funktionszone (24, 26) umfasst und die metallartige Schicht (54c) einen ausgesparten Bereich (60, 62) aufweist, welcher der Funktionszone (24, 26) zugeordnet ist. Platteneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die metallartige Schicht (54) aus einem ein Edelmetall beinhaltenden Material hergestellt ist. Kochvorrichtung mit einer Platteneinheit (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.






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