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Dokumentenidentifikation DE102007007842A1 18.10.2007
Titel Gasherdvorrichtung
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81739 München, DE
Erfinder Arce Gomez, Eduardo, Torreivega, Cantabria, ES
DE-Anmeldedatum 16.02.2007
DE-Aktenzeichen 102007007842
Offenlegungstag 18.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse F24C 3/12(2006.01)A, F, I, 20070216, B, H, DE
Zusammenfassung Um eine Gasherdvorrichtung mit einem erhöhten Komfort zu erreichen, wird vorgeschlagen, dass die Stelleinheit (10) dazu vorgesehen ist, wenigstens einen Gasbrenner (12, 14, 16, 18, 20) zumindest teilautomatisch und parameterabhängig zu betätigen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer Gasherdvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es sind bereits Gasherdvorrichtungen bekannt, die eine Stelleinheit umfassen. Die Stelleinheit ist zur manuellen Regelung eines Gasbrenners durch einen Bediener der Gasherdvorrichtung vorgesehen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich eines erhöhten Komforts bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.

Die Erfindung geht aus von einer Gasherdvorrichtung mit einer Stelleinheit.

Es wird vorgeschlagen, dass die Stelleinheit dazu vorgesehen ist, wenigstens einen Gasbrenner zumindest teilautomatisch und parameterabhängig zu betätigen, wodurch eine besonders einfache und komfortable Bedienung der Gasherdvorrichtung für einen Bediener erreicht werden kann. Die Stelleinheit kann dabei abhängig von verschiedenen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Parametern den Gasbrenner betätigen, wie von fest vorgegebenen Parametern und/oder besonders vorteilhaft von durch einen Bediener auswählbaren und/oder einstellbaren Parametern. Einstellbereiche der unterschiedlichen Parameter können dabei unabhängig voneinander einstellbar ausgeführt werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Stelleinheit zumindest eine Recheneinheit umfasst, wodurch eine elektronische Kontrolle und auch eine elektronische Betätigung des Gasbrenners durch die Recheneinheit erreicht werden können. Zudem kann durch die Recheneinheit eine Bedienung der Gasherdvorrichtung in einer Weise erleichtert und vereinfacht werden, dass häufig gewählte Einstellungen und/oder auch Voreinstellungen für häufig gewählte Parameter in einer von der Recheneinheit umfassten Speichereinheit gespeichert werden. In diesem Zusammenhang kann unter einer Recheneinheit eine Auswerteeinheit, eine Kontrolleinheit, eine Steuereinheit, eine Regeleinheit und/oder insbesondere ein Mikrocontroller verstanden werden, wobei eine Recheneinheit sowohl von einem Prozessor allein als auch insbesondere von einem Prozessor und weiteren Elektronikbauteilen, wie Speichermitteln, gebildet sein kann. Ferner verfügt die Recheneinheit vorteilhaft über die für den Betrieb der Gasherdvorrichtung erforderliche Software. Grundsätzlich ist auch eine rein mechanische Ausgestaltung der Stelleinheit denkbar, jedoch kann mit einer eine Recheneinheit umfassenden Stelleinheit eine besonders flexible und komfortable Anwendung und Benutzung der Stelleinheit erreicht werden.

Vorteilhafterweise umfasst die Stelleinheit wenigstens eine Zeiteinheit, wodurch ein von einem Benutzer der Gasherdvorrichtung eingegebener Zeitparameter in Form eines Zeitintervalls, insbesondere eines Zeitintervalls für eine Brenndauer des Gasbrenners, von der Zeiteinheit erfasst werden kann. In diesem Zusammenhang kann unter einer Zeiteinheit eine Einheit verstanden werden, die zumindest einen Zeitzähler bzw. ein Zeitmessgerät umfasst, der bzw. das zum Abzählen eines Zeitintervalls vorgesehen ist. Zusätzlich kann die Zeiteinheit noch weitere Bauteile umfassen, wie insbesondere eine Schalteinheit, die nach Ablauf des Zeitintervalls einen Schaltmechanismus auslöst, und/oder eine Alarmeinheit, die eine Alarmausgabe nach Ablauf des Zeitintervalls für einen Benutzer der Zeiteinheit vorsieht. Zudem kann die Zeiteinheit grundsätzlich dafür vorgesehen sein, unabhängig von der Funktion und dem Betrieb eines Gasbrenners von einem Bediener der Gasherdvorrichtung zur Zeitzählung genutzt zu werden.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Stelleinheit ein Abschaltmittel aufweist, das dazu vorgesehen ist, den Gasbrenner abzuschalten, so dass hiermit eine besonders sichere Anwendung und/oder Funktionsweise der Stelleinheit erreicht werden kann. Eine Gaszufuhr am Gasbrenner kann dabei nach einem von einem Bediener der Gasherdvorrichtung einstellbaren Zeitintervall abgeschaltet werden. Zudem kann mit dem Abschaltmittel eine Sicherheitsabschaltung des Gasbrenners erreicht werden, die eine Abschaltung der Gaszufuhr nach einer einen normalen Kochvorgang deutlich übersteigenden Brenndauer des Gasbrenners vorsieht. Unter einem Abschaltmittel kann hierbei sowohl ein mechanisches Abschaltmittel als auch in besonders vorteilhafter Weise ein elektronisches Abschaltmittel verstanden werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Stelleinheit zumindest zwei Koppelstellen zur Ankopplung an zumindest zwei Gasbrenner aufweist, wodurch diese vorteilhaft für mehrere Gasbrenner genutzt werden kann. Die einzelnen Koppelstellen zur Ankopplung an Gasbrenner können dabei unabhängig voneinander ausgebildet sein, so dass beispielsweise eine unabhängige Einstellung mittels einer Zeiteinheit und eine unabhängige teilautomatische Betätigung der einzelnen Gasbrenner erreicht werden können.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Stelleinheit eine Regeleinheit umfasst, wodurch die Regelung eines Parameters, wie insbesondere der Temperatur bzw. der Gaszufuhr des Gasbrenners, erreicht werden kann. Durch eine Kombination der Zeiteinheit und der Regeleinheit kann zudem eine besonders vorteilhafte und komfortable Bedienung der Gasherdvorrichtung für einen Bediener erreicht werden, indem der Bediener neben einem Zeitintervall zusätzlich einen Temperaturbereich für einen Kochvorgang in der Stelleinheit bzw. in der Zeiteinheit und der Regeleinheit festlegen kann und/oder indem eine zeitabhängige Temperaturfunktion eingestellt werden kann.

Vorteilhafterweise umfasst die Stelleinheit ein Stellmittel zur zumindest teilautomatischen Einstellung wenigstens einer Arbeitsstellung einer Gaszufuhr, wodurch eine Temperatur, insbesondere eine Kochtemperatur, einfach gesteuert und/oder geregelt und eine hohe Flexibilität in der Anwendung der Gasherdvorrichtung erreicht werden kann. Bei einer Regelung sind verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Regelgrößen denkbar, besonders vorteilhaft ist die Regelgröße jedoch von einer Temperatur gebildet, die beispielsweise über eine Sensoreinheit an einem Kochgeschirr sensiert werden kann. Das Stellmittel kann hierbei sowohl von einem mechanischen Stellmittel zu einer mechanischen Regelung gebildet sein als auch besonders vorteilhaft von einem elektronischen Stellmittel zu einer elektronischen Regelung der Gaszufuhr.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Gasherdvorrichtung zumindest eine elektronische Ausgabeeinheit umfasst, die eine für den Bediener der Gasherdvorrichtung vorteilhafte Informationsausgabe ermöglicht, wobei die Informationsausgabe neben einer Ausgabe der jeweiligen Einstellungen, wie beispielsweise der Zeiteinheit und/oder der Regeleinheit, insbesondere der Ausgabe einer verbleibenden Kochzeit und/oder einer momentanen Kochtemperatur, auch die Ausgabe eines Signals bei Beendigung eines vom Bediener eingestellten Zeitintervalls vorsieht. Die Ausgabeeinheit kann hierbei ein optisches Ausgabemittel und/oder ein akustisches Ausgabemittel umfassen.

Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn die elektronische Ausgabeeinheit zumindest eine optische Ausgabeeinheit umfasst, wodurch eine für den Bediener der Gasherdvorrichtung klar verständliche und gut erkennbare Informationsausgabe erzielt werden kann. Zudem können mittels einer optischen Ausgabeeinheit die aktuellen Einstellungen und/oder Parameter vom Bediener besonders einfach abgerufen und angezeigt werden, insbesondere wenn die optische Ausgabeeinheit ein LED-Display aufweist.

Des Weiteren kann eine besonders einfache und komfortable Bedienung der Gasherdvorrichtung erreicht werden, wenn die Gasherdvorrichtung eine elektronische Eingabeeinheit umfasst. Dadurch kann eine besonders hohe Flexibilität in der Anwendung der Gasherdvorrichtung erreicht werden, insbesondere wenn die elektronische Eingabeeinheit zumindest ein berührempfindliches Eingabemittel aufweist. In diesem Zusammenhang kann unter einem berührempfindlichen Eingabemittel ein Eingabemittel verstanden werden, bei dem durch eine weitestgehend drucklose Berührung mit einer dafür vorgesehenen Bedieneroberfläche eine Eingabe erzielt werden kann. Grundsätzlich sind jedoch auch weitere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Eingabemittel denkbar, wie beispielsweise Drücker, Drehknebel usw.

Zudem ist es vorteilhaft, wenn die Stelleinheit eine Hitzeschutzeinheit umfasst, wodurch temperaturempfindliche Bauteile, wie insbesondere die Recheneinheit, im Bereich eines Gasbrenners vor Wärmestrahlung geschützt werden können. Die Hitzeschutzeinheit kann hierbei verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Hitzeschutzmittel umfassen, wie Abschirmmittel, Wärmeleitmittel zum Abführen von Wärme, Luftkanäle und/oder Luftschlitze zum Transport und/oder zur Führung von einem Kühlluftstrom und/oder Mittel zur Erzeugung eines Kühlluftstroms, wie insbesondere Lüfter usw.

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Ansicht von oben,

2 eine schematische Darstellung von Einzelteilen der Vorrichtung aus 1 und

3 eine Ein- und Ausgabeeinheit der Vorrichtung aus 1 in einer Einzeldarstellung.

1 zeigt eine Gasherdvorrichtung, deren Oberfläche unterteilt ist in ein Gaskochfeld 66 und in eine Bedienfläche 68. Das Gaskochfeld 66 umfasst eine rechteckige Oberfläche mit fünf Kochstellen 72, 74, 76, 78, 80, die jeweils mit einem Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 versehen sind. An das Gaskochfeld 66 schließt sich an einem Randbereich senkrecht zu einer Haupterstreckungsrichtung 70 des Gaskochfelds 66 die Bedienfläche 68 an. Diese umfasst fünf Gasregler 82, die zu einer manuellen Gasregelung jeweils eines Gasbrenners 12, 14, 16, 18, 20 durch einen Bediener der Gasherdvorrichtung vorgesehen sind. In einem Teilbereich der Bedienfläche 68 sind eine elektronische Ausgabeeinheit 58 und eine elektronische Eingabeeinheit 62 angeordnet. Die Gasregler 82, die elektronische Eingabeeinheit 62 und die elektronische Ausgabeeinheit 58 sind dabei entlang einer Haupterstreckungsrichtung 84 der Bedienfläche 68 reihenartig angeordnet. Um eine gute Sichtbarkeit der elektronischen Ausgabeeinheit 58 zu erhalten, ist diese aus einer Sicht eines Bedieners der Gasherdvorrichtung auf der Bedienfläche 68 so angeordnet, dass die elektronische Ausgabeeinheit 58 vor den manuellen Gasreglern 82 angeordnet ist und somit eine von den Gasreglern 82 uneingeschränkte Sicht auf die elektronische Ausgabeeinheit 58 erreicht wird. Zudem ist die elektronische Ausgabeeinheit 58 aus der Sicht eines Bedieners hinter der elektronischen Eingabeeinheit 62 auf der Bedienfläche 68 angeordnet, so dass bei Eingabe durch einen Bediener der Gasherdvorrichtung weiterhin eine gute Sichtbarkeit der elektronischen Ausgabeeinheit 58 gewährleistet ist. Zum Schutz vor Verschmutzungen und Beschädigungen sind die elektronische Ausgabeeinheit 58 und die elektronische Eingabeeinheit 62 hinter einem nicht näher dargestellten transparenten Schutzfenster angeordnet, das eine uneingeschränkte Funktionsweise der Eingabeeinheit 62 und der Ausgabeeinheit 58 im Betrieb der Gasherdvorrichtung ermöglicht. Die elektronische Ausgabeeinheit 58 umfasst eine akustische Ausgabeeinheit 86 und eine von einem LED-Display 60 gebildete optische Ausgabeeinheit. Die elektronische Eingabeeinheit 62 umfasst ein berührempfindliches Eingabemittel. Zudem umfasst die Gasherdvorrichtung eine Stelleinheit 10, die in 1 gestrichelt angedeutet ist.

In 2 ist die Stelleinheit 10 zusammen mit der elektronischen Eingabeeinheit 62, der elektronischen Ausgabeeinheit 58 und mit einer Sensoreinheit 88 dargestellt. Die Stelleinheit 10 umfasst eine Recheneinheit 22, die eine Regeleinheit 46 bildet, sowie eine Zeiteinheit 24, die über eine interne Datenleitung 90 miteinander verbunden sind. Die Recheneinheit 22 wird von einem nicht näher dargestellten Prozessor und einer nicht näher dargestellten Speichereinheit gebildet, wobei in der Speichereinheit die zum Betrieb der Gasherdvorrichtung notwendigen Betriebsprogramme und die entsprechende Software gespeichert sind. Die Recheneinheit 22 ist über die interne Datenleitung 90 mit der elektronischen Eingabeeinheit 62 und der die akustische Ausgabeeinheit 86 und das LED-Display 60 umfassenden elektronischen Ausgabeeinheit 58 verbunden. Die Ein- und/oder die Ausgabe an der elektronischen Eingabeeinheit 62 und der elektronischen Ausgabeeinheit 58 erfolgt über die Recheneinheit 22, indem diese die Signale der elektronischen Eingabeeinheit 62 und der elektronischen Ausgabeeinheit 58 aufeinander abstimmt. Zudem werden über die interne Datenleitung 90 die Informationen bzw. Daten der elektronischen Eingabeeinheit 62 mittels der Recheneinheit 22 an die Zeiteinheit 24 und/oder von dieser an die Recheneinheit 22 und/oder über die Recheneinheit 22 an die elektronische Ausgabeeinheit 58 weitergeleitet. Die an der elektronischen Eingabeeinheit 62 von einem Bediener der Gasherdvorrichtung vorgenommenen Einstellungen werden in der von der Recheneinheit 22 integrierten Speichereinheit gespeichert, so dass die Einstellungen im Betrieb der Gasherdvorrichtung jederzeit über die elektronische Eingabeeinheit 62 und das LED-Display 60 abgerufen werden können. Zusätzlich ist es für einen Bediener der Gasherdvorrichtung möglich, häufig genutzte Einstellungen in der Speichereinheit abzuspeichern und bei Bedarf abzurufen und/oder zu ändern.

Die Recheneinheit 22 und die Zeiteinheit 24 sind über die interne Datenleitung 90 mit Abschaltmitteln 26, 28, 30, 32, 34 verbunden, wobei jeweils ein Abschaltmittel 26, 28, 30, 32, 34 für jeweils einen der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 vorgesehen ist. Die Abschaltmittel 26, 28, 30, 32, 34 in Kombination mit der Zeiteinheit 24 und/oder der Recheneinheit 22 haben die Aufgabe, eine Gaszufuhr für einen oder mehrere Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 der Gasherdvorrichtung automatisch abzuschalten. Hierfür sind die Abschaltmittel 26, 28, 30, 32, 34 im Bereich einer Gasleitung 92 angeordnet, die eine Gaszufuhr zu den einzelnen Gasbrennern 12, 14, 16, 18, 20 ermöglicht. Zum Abschalten der Gaszufuhr der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 ist für jeden der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 eine Koppelstelle 36, 38, 40, 42, 44 an die Gasleitung 92 innerhalb der Stelleinheit 10 angeordnet, so dass im Betrieb der Gasherdvorrichtung das Abschalten eines Gasbrenners 12, 14, 16, 18, 20 unabhängig von den Betriebseinstellungen der restlichen Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 erfolgen kann. Die Abschaltmittel 26, 28, 30, 32, 34 sind dabei, einem im Betrieb der Gasherdvorrichtung fließenden Gasfluss folgend, nach den Koppelstellen 36, 38, 40, 42, 44 an die Gasleitung 92 angebracht. Die Abschaltmittel 26, 28, 30, 32, 34 schalten die Gaszufuhr für die jeweiligen Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 ab, sobald sie von der Zeiteinheit 24 und/oder der Recheneinheit 22 das entsprechende Signal über die interne Datenleitung 90 erhalten. An der Zeiteinheit 22 kann von einem Bediener der Gasherdvorrichtung über die elektronische Eingabeeinheit 62 und die elektronische Ausgabeeinheit 58 eine Brenndauer für einen Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 in Form eines Zeitintervalls eingegeben werden. Nach Ablauf des Zeitintervalls liefert die Zeiteinheit 24 an das entsprechende Abschaltmittel 26, 28, 30, 32, 34 ein Signal zum Abschalten der Gaszufuhr. Zudem sind die Abschaltmittel 26, 28, 30, 32, 34 zusammen mit der Zeiteinheit 24 und/oder der Recheneinheit 22 dazu vorgesehen, die Gaszufuhr nach einer maximalen Brenndauer der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 abzuschalten, so dass eine größtmögliche Sicherheit innerhalb der Gasherdvorrichtung gewährleistet ist. Nach Abschalten eines oder mehrerer Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 mittels der Abschaltmittel 26, 28, 30, 32, 34 wird für einen Bediener ein akustisches und ein optisches Signal an der akustischen Ausgabeeinheit 86 und am LED-Display 60 ausgegeben.

Die Regeleinheit 46 bzw. die die Regeleinheit 46 bildende Recheneinheit 22 ist über die interne Datenleitung 90 mit der Sensoreinheit 88 und mit jeweils einem für einen Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 vorgesehenen Stellmittel 48, 50, 52, 54, 56 verbunden. Über die Regeleinheit 46 wird in einem Betriebsmodus der Gasherdvorrichtung die Temperatur bzw. die Gaszufuhr für einen der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 automatisch geregelt. Über die elektronische Eingabeeinheit 62 kann im Betrieb der Gasherdvorrichtung ein Temperaturbereich bzw. eine temperaturabhängige Kochfunktion für einen der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 von einem Bediener eingegeben werden. Der Temperaturbereich bzw. die temperaturabhängige Kochfunktion wird über eine Temperaturkenngröße durch die Regeleinheit 46 geregelt. Zur Bestimmung der Temperaturkenngröße ist die Sensoreinheit 88 im Bereich eines Gasbrenners 12, 14, 16, 18, 20 angeordnet. Dabei wird die Temperaturkenngröße mittels der Sensoreinheit 88 anhand einer Temperatur im Bereich eines auf einem der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 befindlichen Kochgefäßes bestimmt. Die Temperaturkenngröße wird von der Regeleinheit 46 ausgewertet und wird dann zur Regelung bzw. zur Einstellung einer Arbeitsstellung der Gaszufuhr herangezogen. Dazu werden von der Regeleinheit 46 die Stellmittel 48, 50, 52, 54, 56 aktiviert, die jeweils für einen der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 vorgesehen sind und an der Gasleitung 92 im Bereich nach den Koppelstellen 36, 38, 40, 42, 44 angeordnet sind. Mit diesen Stellmitteln 48, 50, 52, 54, 56 wird durch die Regeleinheit 46 der Gasfluss zu den einzelnen Gasbrennern 12, 14, 16, 18, 20 eingestellt und damit die Temperatur im Kochgefäß. Die Regelung der Gaszufuhr für die einzelnen Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 ist dabei so vorgesehen, dass diese im Betrieb der Gasherdvorrichtung gleichzeitig unabhängig voneinander regelbar sind. Zudem ist es für einen Bediener der Gasherdvorrichtung möglich, die Regelung der Gaszufuhr bzw. der Temperatur für einen oder mehrere Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 mit einer Zeitfunktion der Zeiteinheit 24 zu kombinieren.

Zudem umfasst die Stelleinheit 10 eine Hitzeschutzeinheit 64 zum Schutz von wärmeempfindlichen Bauteilen, wie insbesondere der Recheneinheit 22 und der Zeiteinheit 24, vor einer Überhitzung. Hierfür umfasst die Hitzeschutzeinheit 64 eine Steuereinheit 94, die über die interne Datenleitung 90 mit einem Lüfter 96 der Hitzeschutzeinheit 64 und zwei Sensoreinheiten 98, 100 verbunden ist. Der Lüfter 96 ist in einem Bereich der Recheneinheit 22 und der Zeiteinheit 24 angeordnet. Zur Sensierung einer Temperaturkenngröße sind die Sensoreinheiten 98, 100 vorgesehen, wobei diese sich im Bereich der Recheneinheit 22 und der Zeiteinheit 24 befinden. Die von den Sensoreinheiten 98, 100 sensierten Daten werden über die interne Datenleitung 90 an die Steuereinheit 94 weitergeleitet und von dieser ausgewertet. Übersteigt die sensierte Temperatur einen bestimmten Wert, so wird der Lüfter 96 von der Steuereinheit 94 aktiviert. Fällt die Temperatur wieder unter einen Grenzwert, wird der Lüfter 96 mittels der Steuereinheit 94 wieder deaktiviert.

Zur Luftzufuhr bzw. zum Entweichen von Abluft verfügt die Gasherdvorrichtung über nicht näher dargestellte Lüftungsöffnungen. Zudem ist die Hitzeschutzeinheit 64 dazu vorgesehen, bei einem weiteren Ansteigen der Temperatur innerhalb der Stelleinheit 10 die Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 ab einer kritischen Temperatur abzuschalten. Hierzu ist die Steuereinheit 94 mit der Recheneinheit 22 über die interne Datenleitung 90 verbunden, die Signale zum Abschalten an die entsprechenden Abschaltmittel 26, 28, 30, 32, 34 weiterleitet. Ferner wird der Bediener der Gasherdvorrichtung über die Überhitzung der Stelleinheit 10 mittels der elektronischen Ausgabeeinheit 58 informiert. Die von der Recheneinheit 22 gesteuerte elektronische Ausgabeeinheit 58 zeigt dem Bediener auch die entsprechende Information an, wann dieser die Gasherdvorrichtung wieder in Betrieb nehmen kann.

In 3 ist das LED-Display 60 zusammen mit der das berührempfindliche Eingabemittel umfassenden Eingabeeinheit 62 dargestellt. Eine Anzeigefläche 102 des LED-Displays 60 ist der Übersichtlichkeit halber in drei Bereiche unterteilt. Aus einer Sicht eines Bedieners auf das LED-Display 60 ist der linke Teilbereich zur Anzeige der im Betrieb befindlichen Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 vorgesehen. Ein mittlerer Teilbereich ist für die Ausgabe der Zeit- bzw. der Temperatureinstellung vorgesehen, und ein rechter Teilbereich gibt dem Bediener Auskunft über die eingestellten Zeit- bzw. Kochfunktionen der jeweiligen Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20.

Die Eingabeeinheit 62 weist eine Berührfläche 104 auf, die in drei Teilbereiche 108, 110, 112 unterteilt ist. Die Teilbereiche 108, 110, 112 weisen jeweils unterschiedliche Eingabesymbole 106 auf und umfassen dementsprechend unterschiedliche Eingabefunktionen. Mittels eines Zeit-Eingabesymbols 106 kann ein Bediener der Gasherdvorrichtung aus einem Menü die gewünschten Menüeinstellungen durchlaufen. Dabei wird die gewünschte Menüeinstellung durch ein mehrmaliges Berühren des Teilbereichs 108 der Berührfläche 104 erreicht. Mit einem Plus-Eingabesymbol 106 und einem Minus-Eingabesymbol 106 kann ein Bediener der Gasherdvorrichtung einen Menüpunkt auswählen und die Einstellung eines Eingabewerts vornehmen. Dabei wird mit dem Plus-Eingabesymbol 106 der Eingabewert um eine Einheit nach oben bzw. mit dem Minus-Eingabesymbol 106 um eine Einheit nach unten verändert. Werden die Plus- und Minus-Eingabesymbole 106 für einen Zeitraum von einigen Sekunden nicht weiter berührt, so wird der ausgewählte Menüpunkt mit der durch die Eingabesymbole 106 eingestellten Einstellung aktiviert. Auf diese Weise lassen sich vom Bediener differierende Zeit- bzw. Temperaturintervalle und unterschiedliche Funktionen für die einzelnen Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 einstellen. Zu den unterschiedlichen Funktionen der Menüeinstellungen zählen eine Einstellung einer Brenndauer bzw. eines Zeitintervalls sowie die Einstellung eines zeitabhängigen oder eines zeitunabhängigen Temperaturbereichs für die einzelnen Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20. Die Zeit- und Temperatureinstellungen sind zudem während des automatischen Betriebs der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 veränderbar bzw. der automatische Betrieb kann jederzeit von einem Bediener gestoppt werden. Ferner ist es für den Bediener möglich, das Einstellen eines Zeitintervalls unabhängig von der Benutzung der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 zu nutzen. Zu den weiteren Funktionen der Menüeinstellungen zählen eine Sperrfunktion, die die elektronische Eingabeeinheit 62 und die elektronische Ausgabeeinheit 58 zur weiteren Benutzung sperrt, eine automatische Abschaltfunktion der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 bei einem Stromausfall der Stelleinheit 10 und eine Kontrollfunktion, mit deren Hilfe ein Bediener der Gasherdvorrichtung die automatische Abschaltfunktion der Gasbrenner 12, 14, 16, 18, 20 vor einem Kochvorgang kontrollieren kann.

10
Stelleinheit
12
Gasbrenner
14
Gasbrenner
16
Gasbrenner
18
Gasbrenner
20
Gasbrenner
22
Recheneinheit
24
Zeiteinheit
26
Abschaltmittel
28
Abschaltmittel
30
Abschaltmittel
32
Abschaltmittel
34
Abschaltmittel
36
Koppelstelle
38
Koppelstelle
40
Koppelstelle
42
Koppelstelle
44
Koppelstelle
46
Regeleinheit
48
Stellmittel
50
Stellmittel
52
Stellmittel
54
Stellmittel
56
Stellmittel
58
Ausgabeeinheit
60
LED-Display
62
Eingabeeinheit
64
Hitzeschutzeinheit
66
Gaskochfeld
68
Bedienfläche
70
Haupterstreckungsrichtung
72
Kochstelle
74
Kochstelle
76
Kochstelle
78
Kochstelle
80
Kochstelle
82
Gasregler
84
Haupterstreckungsrichtung
86
akustische Ausgabeeinheit
88
Sensoreinheit
90
Datenleitung
92
Gasleitung
94
Steuereinheit
96
Lüfter
98
Sensoreinheit
100
Sensoreinheit
102
Anzeigefläche
104
Berührfläche
106
Eingabesymbol
108
Teilbereich
110
Teilbereich
112
Teilbereich


Anspruch[de]
Gasherdvorrichtung mit einer Stelleinheit (10), dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit (10) dazu vorgesehen ist, wenigstens einen Gasbrenner (12, 14, 16, 18, 20) zumindest teilautomatisch und parameterabhängig zu betätigen. Gasherdvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit (10) zumindest eine Recheneinheit (22) umfasst. Gasherdvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit (10) wenigstens eine Zeiteinheit (24) umfasst. Gasherdvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit (10) ein Abschaltmittel (26, 28, 30, 32, 34) aufweist, das dazu vorgesehen ist, den Gasbrenner (12, 14, 16, 18, 20) abzuschalten. Gasherdvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit (10) zumindest zwei Koppelstellen (36, 38, 40, 42, 44) zur Ankopplung an zumindest zwei Gasbrenner (12, 14, 16, 18, 20) aufweist. Gasherdvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit (10) eine Regeleinheit (46) umfasst. Gasherdvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit (10) ein Stellmittel (48, 50, 52, 54, 56) zur zumindest teilautomatisierten Einstellung wenigstens einer Arbeitsstellung einer Gaszufuhr umfasst. Gasherdvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine elektronische Ausgabeeinheit (58). Gasherdvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Ausgabeeinheit (58) zumindest eine optische Ausgabeeinheit umfasst. Gasherdvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Ausgabeeinheit ein LED-Display (60) aufweist. Gasherdvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine elektronische Eingabeeinheit (62). Gasherdvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Eingabeeinheit (62) zumindest ein berührempfindliches Eingabemittel aufweist. Gasherdvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit (10) eine Hitzeschutzeinheit (64) umfasst.






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