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Dokumentenidentifikation DE10312539B4 18.10.2007
Titel Anordnung zur Spülung von Urinal- oder WC-Becken
Anmelder Schell GmbH & Co. KG, 57462 Olpe, DE
Erfinder Schell, Joachim, Dipl.-Wirtsch.-Ing., 57462 Olpe, DE
Vertreter Patentanwälte Dörner, Kötter & Kollegen, 58095 Hagen
DE-Anmeldedatum 20.03.2003
DE-Aktenzeichen 10312539
Offenlegungstag 07.10.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse E03D 3/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Spülung von Urinal- oder WC-Becken bestehend aus einem Druckspüler mit einem Spülergehäuse, in dem eine Ventilmechanik angeordnet ist, in einem Winkel zueinander ausgerichteten Anschlüssen für den Wassereintritt und -austritt, der von einem Spülrohr gebildet ist, sowie einem Bedienelement.

Druckspüler der genannten Art finden Anwendung bei Urinal- und WC-Becken. Sie dienen dazu, bei Betätigung einer Mechanik ein Spülwasservolumen abzugeben, um das jeweilige Becken auszuspülen. Moderne Druckspüler sind in der Regel mit Mechaniken versehen, die die Abgabe unterschiedlicher Spülwasservolumina ermöglichen, wie es in DIN 3265 vorgesehen ist. Durch die Abgabe unterschiedlicher Spülwasservolumina werden die – von der Art seiner Benutzung abhängigen – Anforderungen an die einwandfreie Spülung und Reinigung des Urinal- oder WC-Beckens mit dem Streben nach Einsparung von Leitungswasser in Einklang gebracht.

Die Installation der Druckspüler erfolgt je nach Bauart als sogenannter Aufputz- oder Unterputz-Spüler. Bei der Aufputz-Installation ist der Spüler vor der Wand installiert. Er ist mit dem Urinal- oder WC-Becken durch ein vom Druckspüler im Wesentlichen parallel zur Wand in Richtung des Beckens verlaufenden sichtbaren Spülrohr angeschlossen. Der Eintritt in das Becken erfolgt durch eine in dem Becken vorgesehene, in Richtung des Druckspülers ausgerichtete Öffnung. Bei der Unterputz-Installation ist der Druckspüler in der Wand installiert. Das Urinal- oder WC-Becken ist mit dem Druckspüler ebenfalls über ein Rohr verbunden, das jedoch ebenso wie der Druckspüler in der Wand installiert ist. Der Anschluss des Rohres an das Becken erfolgt von der an der Wand montierten Seite des Beckens durch eine dort vorgesehene Öffnung. Die Unterputz-Installation findet insbesondere Anwendung bei sogenannten wandhängenden WC-Becken. Die Betätigung des Druckspülers bei einer Unterputz-Installation erfolgt in der Regel durch ein vor die Wand geführte Bedienelement.

Sowohl bei der Unterputz-Installation der bekannten Durckspüler als auch bei der Aufputz-Installation von Druckspülern sind der Eingangs- oder Einlaufstutzen sowie der Ausgangs- oder Auslaufstutzen zueinander rechtwinklig angeordnet. Bei der Aufputz-Installation ist der Einlaufstutzen in der Regel horizontal aus der Wand herausgeführt und mündet in das Druckspülergehäuse, an das sich auf der dem Boden zugewandten Seite rechtwinklig der Auslaufstutzen in Richtung des Rohres anschließt. Bei der Unterputz-Installation sind Einlauf- und Auslaufstutzen ebenfalls rechtwinklig zueinander angeordnet, wobei der Einlaufstutzen in der Regel horizontal und parallel zur Wand verlaufend ausgerichtet ist. Er mündet in das unter Putz installierte Druckspülergehäuse, aus dem auf der dem Boden zugewandten Seite der Auslaufstutzen abgeht, der über das unter Putz verlegte Spülrohr mit dem Becken verbunden ist.

Die Aufputz-Installation von Druckspülern bietet den Vorteil, dass im Falle eines Defekts oder der Wartung kein grosser Montageaufwand entsteht, da der Druckspüler gut zugänglich ist. Zur Verbesserung des optischen Eindrucks sind bei der Aufputz-Installation von Druckspülern die vor der Wand montierten Spülrohre, die die Verbindung des Druckspülers mit dem jeweiligen Becken bilden, aufwändig bearbeitet; die Oberflächen sind beispielsweise poliert oder mit einer Beschichtung in Form von Chrom, Farbe oder dergleichen behandelt. Dennoch wird das auf der Wand montierte vertikal ausgerichtete Rohr aus optischen Gründen als nachteilig empfunden. Zudem verursacht die Oberflächenbehandlung bzw. Beschichtung des Rohrs nicht unerhebliche zusätzliche Kosten. Darüber hinaus ist eine Aufputz-Installation mit heute üblichen wandhängenden Toilettenbecken nicht möglich. Aus Platzgründen haben wandhängende Toilettenbecken keine in Richtung des Druckspülers ausgerichtete Öffnung.

Bei der Unterputz-Installation finden ausschließlich wandhängende Toilettenbecken Verwendung. Vorteilhaft ist bei diesen Becken neben der einfacheren Installation die im Verhältnis zu bodenständigen Toilettenbecken bessere Bodenreinhaltung, da unter dem Becken gewischt werden kann. Bei der Unterputz-Installation ist die gesamte Spülertechnik innerhalb der Wand installiert und in der Regel mit einer Wandplatte abgedeckt. In die Wandplatte ist das Bedienelement integriert. Ein nachträglicher Zugriff auf die Spülermechanik, beispielsweise im Fall einer Wartung oder eines Defekts ist mit einem erheblichen Demontageaufwand verbunden. Zudem ist auf Grund der engen Platzverhältnisse, insbesondere bei tief in die Wand eingebauten Spülern, der Aufwand zusätzlich erhöht.

Eine Anordnung der eingangs genannten Art zur Spülung von Urinal- oder WC-Becken bestehend aus einem Druckspüler ist aus DE 24 01 869 A1 bekannt. Die bekannte Anordnung enthält ein Unterputz-Absperrventil mit eingebautem Rohrbelüfter und Rückflussverhinderer. Rohrleitung, Rohrbelüfter und Rückflussverhinderer bilden dabei eine Einheit und sind vollkommen unter Putz verlegbar. Lediglich das Griffstück für die Betätigung des Absperrventils und die Abdeckrosette stehen geringfügig aus der Wand hervor.

Ausgehend von der bekannten Anordnung liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, unter Beibehaltung des hochwertigen optischen Eindrucks von Unterputz-Installationen gleichzeitig in Bezug auf Wartung und Reparatur der Druckspüler die Qualitäten einer Aufputz-Installation bei gleichzeitiger Verwendung wandhängender Becken zu erreichen.

Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass Spülergehäuse und Bedienelement sichtbar vor der Wand montiert sind und das Spülrohr nicht sichtbar in der Wand montiert ist, und dass an dem Gehäuse ein Eingangsstutzen und ein Ausgangsstutzen ausgebildet sind, die sichtbar vor der Wand montiert sind.

Mit der Erfindung ist ein Druckspüler geschaffen, der hochwertigen Ansprüchen an die Optik genügt, da zwar das Spülergehäuse mit Bedienelement sichtbar vor der Wand montiert sind, das Spülrohr aber unter Putz montiert ist. Gleichzeitig ermöglicht der erfindungsgemäße Durckspüler jedoch eine einfache Reparatur bzw. Wartung des Spülers, da durch die Ausbildung des Druckspülers die Spülermechanik auf der Wand installiert ist. In Folge dessen ist eine Wandplatte, wie sie bei bekannten Unterputz-Installationen Anwendung findet, nicht erforderlich. Hierdurch ist im Wartungs- oder Reparaturfall ein Arbeiten unter Putz nicht mehr erforderlich. Gleichzeitig ist die Verwendung von wandhängenden Toilettenbecken möglich.

In Weiterbildung der Erfindung ist das Spülergehäuse an seinem dem Boden zugewandten Ende mit einem einschraubbaren Deckel verschlossen. Dadurch ist gewährleistet, dass im Falle der Wartung oder eines Defekts nur der Deckel aus dem Gehäuse herauszuschrauben ist, um an die Ventilmechanik sowie die übrigen inneren Teile des Druckspülers zu gelangen. Hierdurch ist der Reparatur- und Wartungs-Aufwand erheblich reduziert.

In anderer Weiterbildung der Erfindung ist an einem Spülrohradapter eine Ringkammer ausgebildet, von der ein Luftansaugkanal ausgeht und der in einer Kammer einer Wandrosette mündet. Durch die Ausgestaltung ist ein Rohrunterbrecher ausgebildet, der ein Rücksaugen von Schmutzwasser verhindert. Ein solches Rücksaugen kann im Falle eines Unterdrucks im Rohrleitungssystem entstehen. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist die Ausgangsseite des Druckspülers mit atmosphärischer Luft in der Kammer unter der Wandrosette verbunden, sodass im Schadensfall nur Luft angesaugt wird, wodurch das Ansaugen von Schmutzwasser verhindert ist.

Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen angegeben.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:

1 den Vertikalschnitt durch einen Druckspüler als Fertigbauset;

2 den Vertikalschnitt durch ein Rohbauset für einen Druckspüler und

3 die vollständige Installation eines Druckspülers teilweise im Schnitt, teilweise in der Ansicht.

Der als Ausführungsbeispiel gewählte Druckspüler 1 weist ein Bedienelement in Form einer Kappe 10 auf, die teilweise ein Spülergehäuse 20 umgibt. Das Spülergehäuse 20 ist mit Hilfe eines Adapters 30 durch eine Wandrosette 40 hindurch geführt und zulaufseitig mit einem Schraubfitting 50 verbunden. Ablaufseitig steht das Gehäuse 20 mit einem Spülrohradapter 60 in Verbindung, an den sich das Spülrohr 70 anschließt. Das Schraubfitting 50 sowie der Spülrohradapter 60 sind mittels einer Montageschiene 80 zueinander fixiert befestigt. In Einbausituation (3) ist die Unterputz-Konstruktion in einen Montagekasten 90 eingesetzt. Kappe 10, Spülgergehäuse 20 und Wandrosette 40 sind sichtbar vor der Wand montiert.

Der Druckspüler 1 ist im Ausführungsbeispiel vertikal ausgerichtet. Er weist eine Ventilmechanik 8 auf, die an ihrem dem Boden abgewandten Ende mit einer Befestigungsmutter 2 in Verbindung steht. Die Ventilmechanik 8 ist hydraulisch selbstständig schließend ausgebildet und in an sich bekannter Weise aufgebaut (vgl. bspw. DE-GM 84 14 742). Sie ist gegen das Spülergehäuse 20 auf ihrer dem Boden abgewandten Seite mit einer Dichtung 5 und an seiner dem Boden zugewandten Seite mit einer Dichtung 6 abgedichtet. Im Anschluss an die Dichtung 6 ist an der Ventilmechanik 8 ein Spülstromregler 3 vorgesehen, der in einen Ausgangsstutzen 4 übergeht. Durch den Ausgangsstutzen 4 strömt das Wasser in Richtung des Spülrohrs 70. Auf seiner dem Boden abgewandten Seite ist an der Ventilmechanik 8 ein Stift 7 ausgebildet, der über einen Aufnahmestutzen 11 mit der Kappe 10 in Verbindung steht. In Folge dessen bewirkt ein Drücken auf die Kappe 10 eine Betätigung der Ventilmechanik 8 und damit des Druckspülers.

Das Spülergehäuse 20 ist an seiner dem Boden abgewandten Seite offen und mit Hilfe der Kappe 10 abgedeckt; an seinem dem Boden zugewandten Ende ist das Gehäuse 20 mit einem Deckel 15 verschlossen. Zwischen Gehäuse 20 und Deckel 15 ist eine Dichtung 16 angeordnet. An das Gehäuse 20 ist rechtwinklig zu seiner Längsachse ein Eingangsstutzen 21 angeformt, der einen Eingangskanal 22 aufweist und durch den das Wasser in die Ventilmechanik 8 strömt. In dem Eingangsstutzen 21 ist eine Aufnahmebohrung 23 für den Adapter 30 ausgebildet. An der dem Boden abgewandten Seite ist aussen in dem Eingangsstutzen 21 eine Schraube 24 einschraubbar, die die Befestigung des Druckspülers mit Gehäuse 20 an dem Adapter 30 ermöglicht. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Schraube 24 um eine Madenschraube. Andere Befestigungsarten sind ebenfalls möglich.

Im Bereich des dem Boden zugewandten Endes des Gehäuses 20 ist eine Ausgangskammer 25 ausgebildet, in die der Ausgangsstutzen 4 mündet. Von der Ausgangskammer 25 geht rechtwinklig zur Längsachse des Gehäuses 20 ein Ausgangsstutzen 26 ab, in dem ein Ausgangskanal 27 in Form einer Bohrung ausgebildet ist und durch den das Wasser das Gehäuse verlässt. An seinem dem Gehäuse 20 abgewandten Ende weist der Ausgangsstutzen 26 einen Einsteckstutzen 28 zur Verbindung mit dem Spülrohradapter 60 auf. Aussen ist an dem Einsteckstutzen 28 eine Dichtung 29 vorgesehen. Der Eingangsstutzen 21 sowie der Ausgangsstutzen 26 sind in der selben Ebene angeordnet. Sie sind untereinander angeordnet. Eingangsstutzen 21 und Ausgangsstutzen 26 sind im Ausführungsbeispiel zueinander parallel ausgerichtet. In Abwandlung des Ausführungsbeispiels können Eingangsstutzen 21 und Ausgangsstutzen 26 auch unter einem Winkel zueinander ausgerichtet sein. Der dann gebildete Winkel zwischen Eingangsstutzen 21 und Ausgangsstutzen 26 ist in jedem Fall kleiner als 80°.

Der Adapter 30 weist eine Durchgangsbohrung 31 auf. Aussen ist der Adapter 30 etwa in der Mitte mit einem Absatz 32 versehen zudem auf der dem Gehäuse 20 zugewandten Seite benachbart eine Nut 33 vorgesehen ist, die in montiertem Zustand mit der Schraube 24 des Spülergehäuses 20 korrespondiert und zur Befestigung des Spülergehäuses 20 an der unter Putz vorgesehenen Konstruktion dient. Zu der Nut 33 benachbart ist auf der dem Gehäuse 20 zugewandten Seite aussen eine Dichtung 34 angeordnet, die den Adapter 30 gegen das Gehäuse 20 abdichtet. Auf der dem Spülergehäuse 20 abgewandten Seite ist an dem Adapter 30 ein Aussengewinde 35 angeordnet, mit dem der Adapter 30 in das Schraubfitting 50 schraubbar ist.

Die Wandrosette 40 ist an der Wand montierbar. Sie weist eine Durchgangsöffnung 42 für den Durchtritt des Adapters 30 sowie des Eingangsstutzens 21 auf. Weiterhin weist die Wandrosette 40 eine Durchgangsöffnung 43 für den Ausgangsstutzen 26 auf. Die Durchgangsöffnungen 42 und 43 sind im Ausführungsbeispiel untereinander angeordnet. Mit der Durchgangsöffnung 43 ist eine Kammer 44 verbunden, die zwischen Wandrosette und Wand ausgebildet ist.

Das Schraubfitting 50 weist einen Anschlussschaft 51 für den Adapter 30 auf, der mit einem Innengewinde 52 versehen ist. An dem dem Spülergehäuse 20 abgewandten Ende des Schraubfittings 50 ist ein Gewindestutzen 53 ausgebildet, der eine Durchgangsbohrung 54 aufweist. Zwischen Anschlussschaft 51 und Gewindestutzen 53 ist aussen ein Flansch 55 vorgesehen, der Gewindebohrungen 56 aufweist.

Der Spülrohradapter 60 hat einen Anschlussschaft 61 für den Einsteckstutzen 28. Er ist mit einer Aufnahmebohrung 62 versehen, die im Anschluss an eine Durchmesserverjüngung in einem rechtwinklig zum Anschlussschaft 61 angeordneten Austrittsstutzen 64 mündet. Der Austrittsstutzen 64 ist mit einer Austrittsöffnung 63 versehen und an seinem freien Ende von einem Anschlussstutzen 67 umgeben. Zwischen Austrittsstutzen 64 und Anschlussstutzen 67 ist eine Ringkammer 66 ausgebildet, von der aus ein Luftansaugkanal 65 ausgeht, der sich an seinem dem Spülergehäuse 20 zugewandten Ende parallel zur Aufnahmebohrung 62 erstreckt. Der Luftansaugkanal 65 mündet in montiertem Zustand (3) in die Kammer 44der Wandrosette 40. Im Bereich der Durchmesserverjüngung der Aufnahmebohrung 62 ist der Spülrohradapter 60 mit einem Flansch 68 umgeben, der Gewindebohrungen 69 aufweist.

Das Spülrohr 70 bildet den Wasseraustritt aus dem Spüler. An seinem dem Spülrohradapter 60 zugewandten Ende ist eine Befestigungsmutter 71 vorgesehen, die mit dem Anschlussstutzen 67 verschraubt ist. Zwischen der Befestigungsmutter 71 und dem Anschlussstutzen 67 ist eine Dichtung 72 angeordnet. Das Spülrohr 70 ist mit einer Spülrohrtülle 75 verbunden, die an ihrem dem Spülrohradapter 60 zugewandten Ende mit einer Eintrittsöffnung 76 versehen ist, die im Ausführungsbeispiel trichterförmig ausgebildet ist. An die Eintrittsöffnung 76 schließt sich eine Durchgangsöffnung 77 an, die die gesamte Spülrohrtülle 75 durchsetzt und an ihrem – nicht dargestellten – Ende in das WC- oder Urinal-Becken mündet.

Das Schraubfitting 50 sowie der Spülrohradapter 60 sind in der Montageschiene 80 gehalten. Hierzu weist die Montageschiene 80 Löcher 81 auf, die zum Durchtritt von Schrauben 82 vorgesehen sind. Die Schrauben 82 fassen in die Gewindebohrungen 56 des Schraubfittings 50 sowie in die Gewindebohrungen 69 des Spülrohradapters 60.

Im Montagebeispiel nach 3 ist die gesamte Unterputz-Konstruktion in den Montagekasten 90 eingesetzt. Der Montagekasten 90 besteht im Ausführungsbeispiel aus zwei Teilen 90a und 90b. Er weist eine Montageöffnung 91 für einen Wasseranschluss sowie eine Montageöffnung 92 für den Spülrohranschluss auf. Aus der Ausrichtung der Montageöffnung 91 für den Wasseranschluss sowie der Montageöffnung 92 für den Spülrohranschluss wird deutlich, dass auch bei dem erfindungsgemäßen Durckspüler Wasserein- und -austritt in einem Winkel von etwa 90° zueinander angeordnet sind. In Folge dessen brauchen die bauseitigen Installationsvorschriften für Druckspüler bei Verwendung des erfindungsgemäßen Druckspülers grundsätzlich nicht verändert zu werden. Bei Verwendung des Montagekastens 90 ist die Unterputzkonstruktion zuverlässig und gut abgedichtet angeordnet.

Bei der Montage des erfindungsgemäßen Druckspülers 1 wird zunächst die Unterputz-Konstruktion erstellt. Hierzu wird das Spülrohr 70 mit der Spülrohrtülle 75 verbunden. Sodann wird diese Konstruktion mit der Montageschiene 80 verschraubt. Ebenso wird das Schraubfitting 50 mit der Montageschiene 80 verschraubt. Die so gebildete Konstruktion umfasst ebenso den Teil 90a des Montagekastens 90 und kann auf diese Weise unter Putz eingebaut werden, wobei der Gewindestutzen 53 an den – nicht dargestellten – Wasseranschluss anschraubbar ist.

Nach dem Einbau der aus Gewindestutzen 50, Spülrohradapter 60 und Montageschiene 80 bestehenden Konstruktion wird auf der dem Druckspüler 1 zugewandten Seite der Zwischenraum zwischen Montageschiene 80 und Wandabschluss aufgefüllt. Im Ausführungsbeispiel erfolgt dies durch den zweiten Teil 90b des Montagekastens 90. Es wird dann die Wandrosette 40 auf der Wand befestigt, wobei die Durchgangsöffnungen 42 und 43 koaxial zu den Öffnungen im Montagekasten 90 ausgerichtet sind. Es wird dann der Adapter 30 mit dem Aussengewinde 35 in das Schraubfitting 50 eingeschraubt. Sodann wird der Druckspüler mit Kappe 10 und Spülergehäuse 20 mit seinem Eingansstutzen 21 auf den Adapter 30 und mit dem Ausgangsstutzen 26 in den Anschlussschaft 61 des Spülrohradapters 60 aufgeschoben. Das freie Ende des Eingangsstutzens 21 ragt dabei im Ausführungsbeispiel in die Durchgangsöffnung 42 der Wandrosette 40. Die Befestigung des Druckspülers erfolgt mit Hilfe der Madenschraube 24.


Anspruch[de]
Anordnung zur Spülung von Urinal- oder WC-Becken bestehend aus einem Druckspüler mit einem Spülergehäuse, in dem eine Ventilmechanik angeordnet ist, in einem Winkel zueinander ausgerichteten Anschlüssen für den Wassereintritt und -austritt, der von einem Spülrohr gebildet ist, sowie einem Bedienelement, dadurch gekennzeichnet, dass Spülergehäuse (20) und Bedienelement (10) sichtbar vor der Wand montiert sind und das Spülrohr (70) nicht sichtbar in der Wand montiert ist, und dass an dem Gehäuse (20) ein Eingangsstutzen (21) und ein Ausgangsstutzen (26) ausgebildet sind, die sichtbar vor der Wand montiert sind. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Eingangsstutzen (21) und Ausgangsstutzen (26) in einem Winkel < 80° zueinander angeordnet sind. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Eingangsstutzen (21) und Ausgangsstutzen (26) zueinander parallel ausgerichtet sind. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Eingangsstutzen (21) und Ausgangsstutzen (26) untereinander angeordnet sind. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Eingangsstutzen (21) und Ausgangsstutzen (26) winklig zueinander angeordnet sind. Anordnung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgangsstutzen (26) außerhalb des Spülergehäuses (20) parallel zum Eingangsstutzen (21) umgelenkt ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wandrosette (40) an der Wand montierbar ist und an der auf ihrer der Wand zugewandten Seite eine Kammer (44) ausgebildet ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schraubfitting (50) einen Anschlussschaft (51) für einen Adapter (30) aufweist, der mit dem Eingangsstutzen (21) befestigbar ist. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Adapter (30) eine Nut (33) vorgesehen ist, die in montiertem Zustand mit einer Aufnahmebohrung (23) an dem Eingangsstutzen (21) korrespondiert, in die eine Schraube (24) einschraubbar ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Spülergehäuse (20) an seinem dem Boden zugewandten Ende mit einem Deckel (15) verschlossen ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spülrohradapter (60) ablaufseitig mit dem Spülergehäuse (20) in Verbindung steht, in dem der Ausgangsstutzen (26) dichtend mit Hilfe eines Einsteckstutzens (28) in einen Anschlussschaft (61) fasst. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Spülrohradapter (60) eine Ringkammer (66) ausgebildet ist, von der ein Luftansaugkanal (65) ausgeht und der in der Kammer (44) der Wandrosette (401 mündet. Anordnung nach Anspruch 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schraubfitting (50) und der Spülrohradapter (60) mittels einer Montageschiene (801 zueinander fixiert befestigt sind.






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