PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202007006947U1 18.10.2007
Titel Halter für insbesondere Dekor- und/oder Reflektor-Träger
Anmelder Walder, Gabriele, 52351 Düren, DE;
Polat, Zeynel Abidin, 50765 Köln, DE
Vertreter Andrejewski, Honke & Sozien, 45127 Essen
DE-Aktenzeichen 202007006947
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.10.2007
Registration date 13.09.2007
Application date from patent application 11.05.2007
IPC-Hauptklasse A47G 29/08(2006.01)A, F, I, 20070511, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47B 81/00(2006.01)A, L, I, 20070511, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Halter für insbesondere Dekor- und/oder Reflektor-Träger, mit einem dreidimensionalen Grundgerüst und wenigstens einem Fixierelement zur lösbaren Festlegung des Trägers am Grundgerüst.

Solche Halter sind grundsätzlich bekannt, wie die DE 196 44 625 A1 belegt. Dort wird ein Halter für Aufzeichnungsträger wie CDs oder CD-ROMs im Detail erläutert. Der bekannte Halter lässt sich zu einer dreidimensionalen Pyramidenstruktur zusammenfügen. Letztendlich geht es darum, eine übersichtliche und einfach zu fixierende Präsentation von einzelnen oder mehreren CDs zur Verfügung zu stellen, die sich mit bestimmten Bildmotiven sinnfällig verbinden lässt.

Der Stand der Technik hat sich grundsätzlich bewährt, ist jedoch, was die Gestaltung des Grundgerüstes angeht, verbesserungsfähig. Denn das Grundgerüst setzt sich aus jeweils flächigen Grundformen zusammen, die wenigstens eine der Form des Aufzeichnungsträgers bzw. der CD entsprechende und diesen aufnehmbare und fixierende Mulde aufweisen. Dadurch ist das Grundgerüst insgesamt ausladend gestaltet und von der Herstellung her kompliziert und teuer. Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen.

Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen derartigen Halter so weiterzuentwickeln, dass ein einfacher Aufbau des Grundgerüstes bei geringen Fertigungskosten erreicht wird.

Zur Lösung dieser technischen Problemstellung schlägt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Halter für insbesondere Dekor- und/oder Reflektor-Träger vor, dass das Grundgerüst aus mehreren miteinander verbundenen und jeweilige Freiflächen einschließenden Streben zusammengesetzt ist.

Im Gegensatz zum Stand der Technik nach der DE 196 44 625 A1 zeichnet sich das erfindungsgemäße Grundgerüst also durch eine gitterartige Struktur aus, welche von den Streben gebildet wird, die jeweilige Freiflächen ein- bzw. umschließen. Dadurch wird nicht nur der Materialeinsatz optimiert, sondern wird auch die Fertigung vereinfacht und verbilligt.

Das gilt umso mehr, wenn das Grundgerüst einstückig und beispielsweise als Spritzgussteil ausgebildet ist. Hier hat sich ein Spritzgussteil aus vorzugsweise Kunststoff als günstig erwiesen. Als Kunststoff kommt in der Regel ein thermoplastischer Kunststoff wie Polyethylen und/oder Polypropylen zum Einsatz. Das gesamte Grundgerüst kann folglich in einem einzigen Arbeitsgang in einem Spritzgusswerkzeug hergestellt werden, welches eine Massenproduktion begünstigt und die Kosten niedrig hält.

Bei den Streben des Grundgerüstes handelt es sich jeweils um Streifen, also rechteckförmige Flächenkörper, die vorteilhaft mir ihrer Schmalseite eine Basisebene des Grundgerüstes aufspannen. Meistens fällt diese Basisebene mit einer Horizontalebene bzw. einer Auflageebene zusammen, wenn der erfindungsgemäße Halter hierauf platziert wird. Zusätzlich zu dieser Basisebene spannt das dreidimensionale Grundgerüst zusätzlich noch ein oder mehrere Winkelebenen auf, die auf der Basisebene (unter einem bestimmten Winkel) aufstehen.

Da es sich bei dem Grundgerüst vorteilhaft um einen Tetraeder handelt, also einen Raumkörper aus vier kongruenten gleichseitigen Dreiecken als Seitenflächen, beträgt der Winkel, unter welchem die Winkelebenen auf der Basisebene aufstehen, regelmäßig ca. 50°. Bekanntermaßen handelt es sich bei einem solchen Tetraeder um eine dreiseitige Pyramide, bei welcher in der Basisebene die dreieckige Grundfläche angeordnet ist und zusätzlich drei weitere gleichseitige Dreiecke als Seitenflächen fungieren und folglich die bereits angesprochenen Winkelebenen aufspannen. Das Tetraeder hat vier Ecken sowie sechs Kanten.

Es hat sich bewährt, wenn jeweils ein Fixierelement zur lösbaren Festlegung des Trägers an einer zugehörigen Basisstrebe vorgesehen ist. Dabei sind meistens drei Basisstreben gleicher Länge realisiert, die zusammengenommen die Grundfläche zwischen sich einschließen und in der Basisebene angeordnet sind.

Aus Symmetriegründen wird man das Fixierelement üblicherweise mittig im Vergleich zu der das Fixierelement tragenden Strebe anordnen. Dadurch verfügen die an den jeweiligen Fixierelementen festgelegten Träger über einen gleichen Abstand zueinander und ergibt sich ein harmonisches Aussehen nach Festlegung der Träger.

Das eigentliche Fixierelement ist vorteilhaft zweiteilig mit Grundplatte und Fixierzapfen zur Aufnahme des Trägers ausgebildet. Dabei hat es sich bewährt, wenn die Grundplatte senkrecht im Vergleich zur Basisebene und folglich der Grundfläche des Grundgerüstes ausgerichtet ist. Denn dadurch verfügen die an den jeweiligen Basisstreben festgelegten Träger über eine senkrechte Orientierung im Vergleich zu der Grundfläche des tetraedischen Grundgerüstes bzw. der Basisebene.

Außerdem mag das jeweilige Fixierelement zumindest teilweise über einen unterseitigen Rand der ihn jeweils tragenden Strebe vorkragen. Weil es sich bei der zugehörigen Strebe vorteilhaft um die jeweilige Basisstrebe handelt, fungiert der überstehende Bereich des Fixierelementes zugleich als Auflagefuß, um den erfindungsgemäßen Halter auf einer Unterstützungsfläche zu positionieren. Da aufgrund des vorteilhaft dreieckigen Charakters der Grundfläche des Grundgerüstes meistens drei aus dem vorkragenden Teil der jeweiligen Fixierelemente resultierende Auflagefüße vorgesehen sind, kann das Grundgerüst und mit ihm der erfindungsgemäße Halter auf einer Unterstützungsfläche nicht kippen und ist folglich statisch bestimmt.

Es ist aber auch möglich, das Grundgerüst bzw. den Halter im Ganzen aufzuhängen. Für diesen Fall hat es sich bewährt, wenn das Grundgerüst kopfseitig mit einem Befestigungsmittel ausgerüstet ist. Bei diesem Befestigungsmittel mag es sich um eine Befestigungsöse, eine Befestigungsdurchbohrung oder dergleichen handeln, die mit einem Anschlagmittel, beispielsweise einem Seil oder Faden, zusammenwirkt.

Im Ergebnis wird ein Halter zur Verfügung gestellt, der sich insbesondere aber nicht einschränkend für Dekor- und/oder Reflektor-Träger eignet. D. h., an dem Halter können lösbar ein oder mehrere Träger für Dekorationszwecke befestigt werden, beispielsweise CDs. Ebenso lassen sich Sammelkarten, Reflektoren, Spielkarten, Posterkarten, Fotografien etc. hieran festlegen. Meistens ist der jeweilige Träger mit einer mittigen Bohrung ausgerüstet, welche über den Fixierzapfen des Fixierelementes gedrückt wird und hierbei einen vorspringenden Rand des Fixierzapfens lösbar hintergreift. Das ist jedoch nicht zwingend. Denn genauso gut könnte als Fixierelement ein Klettband zum Einsatz kommen, welches mit einem zugehörigen Klettverschlussband am Träger zu dessen lösbarer Halterung zusammenwirkt. Ebenso liegen Clipsverbindungen, Steckverbindungen etc. im Rahmen der Erfindung.

Immer wird eine formschöne und dekorative Aufbewahrung beispielsweise eines Dekor-Trägers zur Verfügung gestellt. Außerdem eignet sich der Halter zur Aufnahme von Reflektoren bzw. Reflektor-Trägern und kann im Rahmen dieses Einsatzgebietes beispielsweise in Waldgebieten, zur Markierung von Straßenrändern, zur Kenntlichmachung von Gefahrenpunkten etc. eingesetzt werden. Da aufgrund des üblicherweise tetraedischen Charakters des Grundgerüstes die Reflektoren im Vergleich zur Basisebene bzw. Grundfläche entlang der Kanten eines (gleichseitigen) Dreieckes angeordnet sind, wird hierbei gewährleistet, dass ein den Halter inklusive Reflektor-Träger treffender Lichtstrahl in praktisch sämtlichen Fällen reflektiert wird und so die gewünschte Warnwirkung erzeugt. Dies umso mehr, wenn der Halter aufgehängt wird und als Folge hiervon die einzelnen Reflektor-Träger im Allgemeinen senkrecht zum Boden und ringartig, den Kanten der dreieckigen Grundfläche folgend, angeordnet sind. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:

1 den erfindungsgemäßen Halter perspektivisch und

2 eine Ansicht auf die Grundfläche des Halters aus Richtung X gemäß 1.

In den Figuren ist ein Halter dargestellt, der sich zur lösbaren Anbringung eines oder mehrerer Träger eignet, bei denen es sich vorliegend und nicht einschränkend um Dekor- und/oder Reflektor-Träger 1 handelt. Der Halter verfügt in seinem grundsätzlichen Aufbau über ein dreidimensionales Grundgerüst 2, welches im Ausführungsbeispiel und ebenfalls nicht einschränkend die Gestalt eines Tetraeders aufweist. Zusätzlich sind vorliegend drei Fixierelemente 3 realisiert, die für die lösbare Festlegung des Trägers 1 bzw. der mehreren Träger 1 am Grundgerüst 2 sorgen.

Man erkennt, dass sich das Grundgerüst 2 aus mehreren miteinander verbundenen und jeweilige Freiflächen 4 einschließenden Streben 5 zusammensetzt. Die Streben 5 sind als Streifen mit rechteckförmiger Gestalt ausgebildet und spannen mit ihrer Schmalseite 5a eine Basisebene 6 des Grundgerüstes bzw. eine zugehörige Grundfläche des Grundgerüstes 2 auf. Das Grundgerüst 2 ist insgesamt einstückig ausgebildet, und zwar als Spritzgussteil aus einem thermoplastischen Kunststoff. Die Streben 5 des Grundgerüstes 2 definieren mit ihren Breitseiten 5b mehrere auf der Basisebene 6 aufstehende Winkelebenen 7. Die Winkelebenen 7 korrespondieren zu den Seitenflächen des tetraedischen Grundgerüstes 2.

Von den drei Fixierelementen 3 ist jeweils ein Fixierelement 3 an einer zugehörigen Basisstrebe 5' vorgesehen. Mit diesen die Basisebene 6 aufspannenden Basisstreben 5' sind jeweils Seitenstreben 5'' verbunden, die sich im Kopf 8 des tetraedischen Grundgerüstes 2 treffen. Im Ausführungsbeispiel ist im Bereich des Kopfes 8 des Grundgerüstes 2 ein Befestigungsmittel 9 vorgesehen, mit dessen Hilfe das Grundgerüst 2 beispielsweise aufgehängt werden kann.

Das jeweilige Fixierelement 3 ist mittig im Vergleich zu der das Fixierelement 3 tragenden Strebe 5 bzw. Basisstrebe 5' im Beispiel angeordnet. Man erkennt, dass das Fixierelement 3 zweiteilig mit Grundplatte 3a und Fixierzapfen 3b zur lösbaren Aufnahme des Trägers 1 ausgebildet ist.

Tatsächlich verfügt der Träger 1 über eine zumeist mittige Aufnahmebohrung 10, welche über den Fixierzapfen 3b gestülpt wird und einen Vorsprung 3c am Fixierzapfen 3b lösbar hintergreift. Dadurch kann der Träger 1 auswechselbar an dem Fixierelement 3 und folglich dem Grundgerüst 2 befestigt werden.

Im Rahmen der 1 wird deutlich, dass das Fixierelement 3 zumindest teilweise über einen unterseitigen Rand der ihn tragenden Strebe 5 bzw. Basisstrebe 5' vorkragt. Dieser unterseitige Rand kann als Fuß fungieren, wenn das Grundgerüst 2 auf einer Unterstützungsfläche platziert wird. Weil drei Basisstreben 5' mit jeweils zugehörigem Fixierelement 3 realisiert sind, finden sich auch drei "Füße", so dass das Grundgerüst 2 statisch bestimmt auf der betreffenden Unterstützungsfläche aufsteht.

Da die jeweiligen Grundplatten 3a der Fixierelemente 3 jeweils nahezu senkrecht im Vergleich zu der Basisebene 6 angeordnet sind, folgen auch die Träger 1 dieser Orientierung. Folglich sind die drei an den jeweils drei Basisstreben 5' angebrachten Träger 1 im Beispielfall entlang der Kanten der Basisebene 6 bzw. Grundfläche des tetraedischen Grundgerüstes 2 und senkrecht hierzu angeordnet. Dadurch wird ein beispielsweise auf das hängende Grundgerüst 2 treffender Lichtstrahl bei reflektierender Oberfläche des Trägers 1 nahezu immer und zuverlässig reflektiert.


Anspruch[de]
Halter für insbesondere Dekor- und/oder Reflektor-Träger (1), mit einem dreidimensionalen Grundgerüst (2) und wenigstens einem Fixierelement (3) zur lösbaren Festlegung des Trägers (1) am Grundgerüst (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgerüst (2) aus mehreren miteinander verbundenen und jeweilige Freiflächen (4) einschließbaren Streben (5) zusammengesetzt ist. Halter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgerüst (2) einstückig und beispielsweise als Spritzgussteil aus vorzugsweise thermoplastischem Kunststoff ausgebildet ist. Halter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Streben (5) des Grundgerüstes (2) jeweils als Streifen ausgebildet sind und mit ihrer Schmalseite (5a) eine Basisebene (6) des Grundgerüstes (2) aufspannen. Halter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Streben (5) des Grundgerüstes (2) mit ihren Breitseiten (5b) ein oder mehrere auf der Basisebene (6) aufstehende Winkelebenen (7) aufspannen. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Fixierelement (3) an einer zugehörigen Basisstrebe (5') vorgesehen ist. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixierelement (3) mittig im Vergleich zu der es tragenden Strebe (5) angeordnet ist. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixierelement (3) zweiteilig mit Grundplatte (3a) und Fixierzapfen (3b) zur Aufnahme des Trägers (1) ausgebildet ist. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixierelement (3) zumindest teilweise über einen unterseitigen Rand der ihn tragenden Strebe (5) vorkragt. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgerüst (2) kopfseitig mit einem Befestigungsmittel (9) ausgerüstet ist. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgerüst (2) mit seinen Streben (5) einen Tetraeder formt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com