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Dokumentenidentifikation DE202007007799U1 18.10.2007
Titel Zirkel für den Gebrauch an großflächigen Tafeln aus magnetischem Material
Anmelder Knopf, Jürgen, 37632 Eschershausen, DE
Vertreter Junius, W., Dipl.-Phys. Dr., Pat.-Anw., 30519 Hannover
DE-Aktenzeichen 202007007799
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.10.2007
Registration date 13.09.2007
Application date from patent application 01.06.2007
IPC-Hauptklasse B43L 9/02(2006.01)A, F, I, 20070601, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zirkel für den Gebrauch an großflächigen Tafeln aus magnetischem Material, der an einem seiner beiden Schenkel einen Fuß trägt, mit dem er auf die Tafel gesetzt wird, wobei der Fuß mindestens einen Magneten trägt, der den Fuß mit seiner magnetischen Kraft an der Tafel hält.

Ein Zirkel mit einem derartigen Fuß wurde im Jahr 1998 von der Firma Pythago Color GmbH entwickelt und auf dem Markt vorgestellt. Dieser Zirkel ist in der DE 20 2004 006 009 U1 beschrieben. Der Fuß dieses Zirkels war dreiarmig, jeder Arm des Fußes trug einen Magneten. Die Haftung des Fußes an Tafeln war gut, ein Nachteil war die Geräuschbildung beim Aufsetzen des Fußes auf die Tafel, ein laut hörbares Klicken, ein anderer Nachteil eine mechanische Beschädigung der Tafeloberfläche bei oftmaliger Benutzung dieses Zirkels.

Die Erfindung vermeidet die Nachteile des Standes der Technik. Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen mit kleinem Fuß auf die Tafel aufsetzbaren Zirkel zu schaffen, bei dem der Mittelpunkt des Fußes gut sichtbar ist. Der Zirkel soll leise auf die Tafel aufsetzbar sein und auch bei oftmaligem Gebrauch die Tafeloberfläche nicht beschädigen, dem Fuß aber trotzdem einen sicheren Halt an der Tafel geben.

Die Erfindung besteht darin, dass der Fuß aus drei Armen und einem von diesen getragenem Ring besteht, dem magnetische Kräfte innewohnen, und dass der Ring einen Zeiger für dessen Mittelpunkt aufweist.

Der Magnet in Ringform gewährleistet auch bei kleinem Durchmesser hohe Haltekraft und gibt genügend Sicht frei, um den Zeiger zu sehen, der z.B. ein Fadenkreuz oder die Spitze eines kegelförmigen oder pyramidenförmigen Körpers sein kann, und den Zeiger sicher und exakt auf den gewünschten Kreismittelpunkt zu setzen.

Der Ring kann aus magnetischen Material, z.B. aus zusammengesinterten Ferritten, oder aus einem unmagnetischem Material, z.B. aus Kunststoff bestehen, der mit Ferriten gefüllt ist oder in den Magneten eingelassen sind. Das magnetische Material kann sich auch durch den Ring bis in die Enden der drei Arme erstrecken.

Auch kann der Ring aus unmagnetischem Material bestehen, das mit einer Magnetfolie überzogen ist.

Eine weitere Möglichkeit der technischen Gestaltung besteht darin, dass die Oberfläche der in den Ring eingelassenen Magneten geringfügig hinter der Oberfläche des aus nicht magnetischem Material bestehenden Ringes zurückgesetzt ist, wobei die Herstellung im Spritzgussverfahren es ermöglicht, eine dünne Schicht von Kunststoff, die Spritzhaut, über die Oberfläche der Magneten auszubreiten, so dass die Magneten zumindest auf der Fläche, mit der sie auf der Tafel stehen, einen dünnem Überzug aus einem Kunststoff tragen. Das erbringt ein leises und schonendes Aufsetzen auf die Tafel.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Ring mit Sacklöchern zu fertigen und die Magneten anschließend in diese Sacklöcher einzukleben, wobei man nicht unbedingt jedes Sackloch mit einem Magneten zu besetzen braucht. Dieser Überzug über die Standfläche der Magneten verhindert die Geräuschbildung beim Aufsetzen des Magneten auf die Tafel, schont aber auch gleichzeitig die Tafeloberfläche vor mechanischen Beschädigungen.

Es gibt auch weiter Möglichkeiten, dass der Ring zumindest auf der Fläche, mit der er auf der Tafel steht, einen dünnen Überzug aus einem rutschhemmenden, vornehmlich einem weichen Material, trägt.

Der dünne Überzug kann auch aus einem napfartigen durchsichtigen Körper aus Kunststoff bestehen, der den Ring mit seinem oder seinen Magneten abdeckt, wobei es vorteilhaft sein kann, daß der dünne Überzug über dem Ring mittig ein Fadenkreuz trägt.

Man erreicht einen besonders sicheren Stand des Zirkels auf der Tafel, wenn der Ring mit einer rutschfesten Noppenschicht überzogen ist.

Das Wesen der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Ansicht des Zirkels,

2 eine Ansicht des Fußes von oben,

3 eine Ansicht des Fußes von der Seite

4 eine Ansicht der Unterseite des Magneten tragenden Ringes

5 einen Schnitt des Fußes mit in die Arme reichenden Magneten

6 einen Schnitt durch den Fuß der 4

Der Zirkel trägt an seinem einen Schenkel 1 ein Stück Tafelkreide 2, an seinem anderen Schenkel 3 einen dreiarmigen Fuß 4, dessen Arme 5 einen kreisringförmigen Magnetring 6. Dieser Magnetring 6 ist von einem Überzug 7 aus einem weichen elastischen Material überzogen. Die drei Arme 5 sind an einem Träger 8 angebracht, der auf der dem Schenkel 3 zugewandten Seite ein Lager 9 für das Kugelgelenk 10 und auf der dem Schenkel 3 abgewandten Seite einen kegelförmigen Körper 11 trägt, dessen auf die Tafel zugewandte Spitze den Kreismittelpunkt definiert.

4 zeigt eine Ansicht der Unterseite eines Magneten 13 tragenden Ringes 12 aus einem Kunststoffmaterial, in das die Magneten 13 so eingebettet sind, dass ihre Unterfläche mit der Unterfläche des Ringes 12 fluchtet. Deshalb ist die Unterfläche des Kunststoffringes 12 und die der Magneten 13 mit einem rutschfesten Überzug aus einer Noppen tragenden Folie versehen, wie es 6 zeigt.

5 zeigt einen Schnitt durch einen ringförmigen Fuß 12 mit in die Arme 5 reichenden Magneten 13.

1
Schenkel des Zirkels
2
Tafelkreide
3
Schenkel des Zirkels
4
dreiarmiger Fuß
5
Arm
6
Magnetring
7
Überzug
8
Träger
9
Lager
10
Kugelgelenk
11
kegelförmiger Körper
12
Kunststoffring
13
Magnet
14
Noppenschicht


Anspruch[de]
Zirkel für den Gebrauch an großflächigen Tafeln aus magnetischem Material, der an einem seiner beiden Schenkel einen Fuß trägt, mit dem er auf die Tafel gesetzt wird, wobei der Fuß mindestens einen Magneten trägt, der den Fuß mit seiner magnetischen Kraft an der Tafel hält,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Fuß aus drei Armen und einem von diesen getragenem Ring besteht, dem magnetische Kräfte innewohnen,

und dass der Fuß mit einem Zeiger für dessen Mittelpunkt aufweist.
Zirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring aus einem unmagnetischem Material, vornehmlich Kunststoff, besteht, in das Magneten eingelassen sind. Zirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring aus unmagnetischem Material einseitig mit einer Magnetfolie überzogen ist. Zirkel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der in den Ring eingelassenen Magneten geringfügig hinter der Oberfläche des aus nicht magnetischem Material bestehenden Ringes zurückgesetzt sind. Zirkel nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Ring ein seine geometrische Mitte anzeigendes Fadenkreuz aufweist

oder einen mit der Spitze nach unten weisenden kegelförmigen oder pyramidenförmigen Körper trägt.
Zirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass der Ring zumindest auf der Fläche, mit der er auf der Tafel steht, einen Überzug aus einem rutschfesten Material, vorzugsweise einer mit Noppen besetzten Folie, trägt.






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