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Dokumentenidentifikation DE202007008198U1 18.10.2007
Titel Verkleidungselement für Balkone
Anmelder STABIRAHL-Geländer- und Balkonsystembau GmbH, 45356 Essen, DE
Vertreter Busse & Busse, Patent- und Rechtsanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Aktenzeichen 202007008198
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.10.2007
Registration date 13.09.2007
Application date from patent application 07.06.2007
IPC-Hauptklasse E04F 11/18(2006.01)A, F, I, 20070607, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verkleidungselement für Balkone mit einer Haltevorrichtung und einer oder mehreren daran befestigten Fassadenplatten.

Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Lösungen für Verkleidungselemente von Balkonen bekannt. Aus dem Gebrauchsmuster DE 15545 ist es beispielsweise bekannt, Kunststoff-Hohlprofile an Geländerpfosten anzuschrauben, um den Balkon zu verkleiden. Die Kunststoff-Hohlprofile sind jedoch für sich nicht ausreichend belastbar genug, um die statischen Anforderungen an eine ausreichend sichere Balkonverkleidung zu erfüllen. Aus diesem Grund wurden Stahlprofile in die Hohlkammern der Kunststoff-Hohlprofile eingeschoben, um diese auszusteifen. Allerdings versprödet der Kunststoff mit der Zeit und neigt dazu, unter Krafteinwirkung zu zersplittern und zu zerbrechen. Außerdem sind die Oberflächen des Kunststoffs nicht dauerhaft farblich ansprechend gestaltbar, weil die Oberfläche des Kunststoffs leicht Schmutz annimmt und Farbstoffe, die in den Kunststoff eingebettet sind, schnell verbleichen. Die entsprechenden Verkleidungselemente für Balkone müssen deshalb nach einer vergleichsweise kurzen Zeit mit einem hohen Kostenaufwand ausgetauscht werden.

Aus der Schrift DE 198 28 480 A1 ist es bekannt, Tafeln umfangsseitig mit die Tafel umgreifenden U-förmigen Profilschienen zu versehen, die ihrerseits an weiteren Rahmenteilen befestigt sind. Bei diesem System müssen die Tafeln und umgreifenden Rahmen genau nach den zuvor ausgemessenen Maßen angefertigt und montiert werden. Eine Anfertigung vor Ort ist nicht ohne größeren Aufwand möglich.

Als Balkonverkleidungen werden insbesondere auch Holzkomposit-Platten genutzt. Hierbei handelt es sich beispielsweise um sogenannte Trespa-Platten, die besonders schlagzäh, witterungsbeständig und farbecht sind. Allerdings weisen diese Trespa-Platten eine hohe Dehnung von 2,5 mm/m auf. Aus diesem Grund können die Trespa-Platten als Balkonverkleidung nur an einem Punkt fixiert werden, an anderen Befestigungspunkten muss eine gleitende Auflage vorgesehen sein, wenn die Trespa-Platten nicht dehnungsbedingt durchhängen sollen. Die statische Belastbarkeit derartiger Dekorplatten entspricht nicht immer den Vorgaben, die für Balkonverkleidungen aus Sicherheitsgründen einzuhalten sind. Zudem sind Holzkomposit-Platten empfindlich gegen eine stehende Nässe, so dass die Platten so aufgehängt und gehalten werden müssen, dass Feuchtigkeit und Nässe gut ablaufen können. Auch ist es bekannt, Aluminium-Platten als Dekorplatten zu verwenden, die ebenfalls von einem vor der Montage komplett zu fertigenden Rahmen gehalten sind.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verkleidungselement für Balkone zu schaffen, das ausreichend statisch belastbar ist, optisch auch für eine längere Zeit ansprechend aussieht, vergleichsweise kostengünstig herstellbar und montierbar ist und das bei Beschädigungen leicht repariert werden kann.

Die Erfindung wird für ein gattungsgemäßes Verkleidungselement gelöst, indem die Haltevorrichtung als flaches metallisches Hohlprofil ausgebildet ist, das auf einer Seite zumindest eine obere oder untere Einfassleiste aufweist, in die eine Dekorplatte einschiebbar ist.

Das metallische Hohlprofil ist dazu geeignet, größere statische Kräfte aufzunehmen, ohne sich dabei dauerhaft zu verformen. Das metallische Hohlprofil kann gut mit einem Geländerpfosten verbunden werden, ohne dass sich die Verbindung auf Dauer lockert. Die Belastbarkeitsanforderungen an eine Balkonverkleidung können mit dem metallischen Hohlprofil erfüllt werden. Die Dekorplatte wird nur gering statisch belastet und dient vor allem als farbliches Gestaltungselement. Die Dekorplatten können aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt sein, beispielsweise aus Holzwerkstoff oder Aluminium, und eine gewünschte farbige Beschichtung aufweisen.

Durch das Einschieben der farbigen Dekorplatte in die Einfassleiste können die Verkleidungselemente auf der Vorderseite beliebig farbig gestaltet werden, indem entsprechend farbige Platten Verwendung finden. Wegen der bloßen Einfassung der Dekorplatten können sich diese ausreichend dehnen und wieder zusammenziehen, ohne dabei durchzuhängen oder an den fixen Befestigungspunkten beschädigt zu werden. Es ist möglich, eine Einfassleiste nur auf der Ober- oder Unterseite des Hohlprofils vorzusehen. Vorteilhaft ist es jedoch, eine Einfassleiste sowohl an der Ober- wie auch der Unterseite des Hohlprofils zu haben, da dann die Dekorplatte von zwei gegenüber liegenden Seiten her fest und sicher gehalten ist und keine weiteren Befestigungselemente mit dem Verkleidungselement verbunden werden müssen.

Bei dem erfindungsgemäßen Verkleidungselement für Balkone ergibt sich nach außen hin eine glatte, farbig gestaltete und unempfindliche Fläche, die lange Zeit farbecht und witterungsbeständig ist. Die Rückseiten der metallischen Hohlprofile können unabhängig von der Farbe der eingesetzten Dekorplatten einfarbig uni gestaltet sein, beispielsweise weiß pulverbeschichtet oder eloxiert. Dadurch ist es möglich, als Material für das metallische Hohlprofil unabhängig von der Farbwahl eines Bauherrn ein einziges Standardprofil als Stangenware zu verwenden, das für die Montage eines Verkleidungselements nur auf der Baustelle passend abgelängt werden muss und dadurch sofort montagefertig ist. Sollte eine in das metallische Hohlprofil eingesetzte Platte beschädigt oder unansehnlich geworden sein, oder sollte eine neue Farbgestaltung der Balkone gewünscht sein, kann die Dekorplatte leicht gegen eine neue Platte ausgetauscht werden.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist das metallische Hohlprofil aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung hergestellt. Aluminium als Werkstoff ist unempfindlich gegen Korrosion, leicht, weist eine vergleichsweise hohe statische Belastbarkeit auf und lässt sich durch Strangpressen leicht in beliebige Profilformen bringen.

Durch die Sockelstege wird die Dekorplatte in einem Abstand zur Oberfläche des Hohlprofils gehalten. Sollte sich Wasser auf der Stützfläche oder in den von der Einfassleiste begrenzten Einstellräumen ansammeln, halten die Sockelstege das Material der Dekorplatte beabstandet zum Wasser, so dass sich die Dekorplatte möglichst kein Wasser aufsaugen kann. Die Bereiche um die Sockelstege herum können als Sammel- und Abführkanal für sich ansammelndes Regewasser genutzt werden. Um den Ablauf des angesammelten Regenwassers zu beschleunigen, ist es beispielsweise möglich, in den Einstellräumen Löcher auszubilden, durch die angesammeltes Wasser schnell und einfach ablaufen kann.

Durch die Verwendung von Zwischenleisten ist es möglich, die farbig gestaltete Fläche aufzulockern die Zwischenleisten wirken mit Abstand betrachtet wie Fräsnuten in einer Fassadenplatte.

Das Hohlprofil kann mit einer Hakenleiste versehen sein, um leicht montiert und im Bedarfsfall auch leicht wieder demontiert werden zu können. Die Hakenleisten sind optisch praktisch unsichtbar und können hohe Kräfte aufnehmen.

Weitere Abwandlungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung lassen sich der nachfolgenden gegenständlichen Beschreibung, den Merkmalen der Unteransprüche und den Zeichnungen entnehmen.

Die Erfindung soll nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.

Es zeigen:

1: eine Querschnittsansicht auf ein Verkleidungselement,

2: eine Ansicht auf eine komplette Balkonverkleidung,

3: eine Seitenansicht einer Pfostenstange, und

4: eine Seitenansicht eines Balkons.

In 1 ist eine Querschnittsansicht auf ein Verkleidungselement 2 gezeigt, das aus einem Hohlprofil 4 und im Ausführungsbeispiel von einer oberen und unteren Einfaßleiste 6 gehaltenen Dekorplatte 8 besteht. Die Dekorplatte 8 ist auf der Vorderseite V des Hohlprofils 4 angeordnet. Das Hohlprofil 4 verfügt über eine Stützfläche 10, gegen die die Dekorplatte 8 von den Einfaßleisten 6 gehalten ist. Die Ansicht auf die Vorderseite V des Verkleidungselementes 2 wird wesentlich bestimmt durch die Oberfläche der Dekorplatte 8. Von der Vorderseite V her sind im wesentlichen nur die Einfaßleisten 6 des Hohlprofils 4 sichtbar.

Die Einfaßleisten 6 sind von ihrer Form her so gestaltet, daß sie die Dekorplatte 8 so weit umgreifen, daß diese nicht nach vorne aus der Halterung herausfallen kann. Dabei belassen die Einfaßleisten 6 ausreichend Spiel, um die Dekorplatte 8 noch in die Halterung einschieben zu können. Auch ist ausreichend Spiel für die Dehnung beziehungsweise Schrumpfung der Dekorplatte 8 zuzulassen.

Im Ausführungsbeispiel findet sich auf der Innenseite der unteren und oberen Einfaßleiste 6 sowie auf der Stützfläche 10 eine Anzahl von Sockelstegen 12, durch die die Dekorplatte 8 von einem flächigen Kontakt mit der Stützfläche 10 und dem Boden des von der unteren Einfaßleiste 6 umgrenzten Bauraums abgehalten wird. Um den unteren Sockelsteg 12 herum kann sich auf dem Boden Regenwasser ansammeln und seitlich ablaufen, ohne daß die Unterkante der Dekorplatte 8 deshalb im Wasser steht. Dadurch wird das Risiko eines Aufquellens der Dekorplatte 8 erheblich vermindert. Die Sockelstege 12 auf der Stützfläche 10 können gegenüber der von den Einfaßleisten 6 vorgegebenen vertikalen Einschublinie leicht vorspringen, so daß sich für die Dekorplatte 8 eine leicht nach außen aufgewölbte Einbaulage ergibt. Durch die leichte Aufwölbung ergibt sich eine leichte Materialspannung, durch die ein Klappern der Dekorplatten 8 bei Wind im Hohlprofil 4 verringert oder gänzlich ausgeschlossen werden kann.

Im Ausführungsbeispiel findet sich an der Unterseite des Hohlprofils 4 eine Zwischenleiste 14, um deren Bauhöhe sich die Gesamthöhe des Hohlprofils 4 erhöht. Die Zwischenleiste 14 springt gegenüber der Vorderseite der Dekorplatte 8 zurück, so daß sich optisch der Eindruck einer Einfräsung ergibt. Die Zwischenleiste 14 könnte auch an der Oberseite des Hohlprofils 4 angebracht sein, oder es findet sich jeweils eine Zwischenleiste an der Ober- und Unterseite des Hohlprofils 4. Im gezeigten Ausführungsbeispiel verfügt die Zwischenleiste 14 noch über einen an der Unterseite angebrachten Stützwinkel 16, durch den sich die Auflagefläche und Abstützfläche auf einem unter dem Hohlprofil 4 angeordneten, zeichnerisch nicht näher dargestellten weiteren Hohlprofil 4 vergrößert. Bei dem Zusammenbau mehrerer Hohlprofile 4 mit darin eingesetzten Dekorplatten 8 zu einem gemeinsamen Verkleidungselement 2 schaffen die Zwischenleisten 14 nutenartige Übergänge, die jedoch zum Balkon hin blickdicht und winddicht sind und eine insgesamt geschlossene Fläche ergeben.

Das Hohlprofil 4 weist im Ausführungsbeispiel eine Anzahl von mehreren, nebeneinander über die Bauhöhe verteilten Hohlkammern 18 auf. Durch die Hohlkammern 18 verbessert sich die Stabilität des Hohlprofils 4. Im Querschnitt des Hohlprofils 4 finden sich außerdem obere und untere Schraubkanäle 20, in die stirnseitig Befestigungs- oder Verbindungselemente eingeschraubt werden können oder einfache Endkappen.

Auf der Rückseite R des Hohlprofils 4, die im Normalfall dem Gebäude zugewandt ist, befinden sich im Ausführungsbeispiel zwei Hakenleisten 22. Es ist abweichend vom Ausführungsbeispiel auch möglich, nur eine oder mehr als zwei Hakenleisten 22 vorzusehen. Die Hakenleisten 22 sind nach unten weisend ausgerichtet, damit das Hohlprofil 4 auf eine die Hakenleisten 22 hintergreifende Aufhängung aufgesetzt werden kann. Anstelle einer Leiste als Aufhängung können auch andere Ausnehmungen oder Formkörper vorgesehen sein, die dazu geeignet sind, eine sichere Verbindung zwischen dem Hohlprofil 4 und einer Pfostenstange 26 zu schaffen.

Hinter der Hakenleiste 22 befindet sich ein Aufnahmeraum 24, in den ein Halteelement zur Aufhängung des Hohlprofils 4 aufgenommen werden kann. Der Aufnahmeraum 24 ist ausreichend groß dimensioniert, um ein entsprechend geformtes Aufhängungselement aufnehmen zu können. Um beim Aufhängen des Hohlprofils 4 das Aufhängungselement in den Aufnahmeraum 24 zu bekommen, muß unterhalb des Aufnahmeraums eine ausreichend große Aussparung in der Oberfläche der Rückseite des Hohlprofils 4 vorhanden sein, wenn die Hakenleiste nicht nach hinten hervorstehen soll. Demgemäß befindet sich bei dem in 1 abgebildeten Hohlprofil 4 unterhalb der Hakenleiste 22 in der Oberfläche der Rückseite eine Einschnürung in der Dicke des Hohlprofils 4, deren Höhe so bemessen ist, daß ein zugehöriges Aufhängungsteil in den Aufnahmeraum 24 eingeführt werden kann.

In dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Dekorplatte 8 durch ein Befestigungselement 25 mit dem Hohlprofil 4 verbunden. Das Befestigungselement 25 kann aus einer Schraube, einem Niet, einem Nagel oder dergleichen bestehen.

Bei einer über die Länge des Verkleidungselementes 2 gesehen mittigen Anbringung des Befestigungselementes 25 kann sich die Dekorplatte 8 zu beiden Seiten der Fixierung durch das Befestigungselement 25 dehnen bzw. schrumpfen.

In 2 ist der Zusammenbau eines Verkleidungselementes 2 aus mehreren mit jeweils einer Dekorplatte 8 versehenen Hohlprofilen 4 abgebildet. Die Hohlprofile 4 sind an zwei zueinander beabstandeten Pfostenstangen 26 befestigt. Die Pfostenstangen 26 sind über ein Geländer 28 miteinander verbunden. Die Pfostenstangen 26 werden getragen von einem Gußfuß 30, der an der Unterseite eines Balkons befestigt werden kann. Auf die Stirnseiten der Hohlprofile 4 sind Endkappen 32 aufgesetzt. Zwischen den Dekorplatten 8, die jeweils von den Einfaßleisten 6 eines Hohlprofils 4 gehalten sind, sind die Zwischenleisten 14 erkennbar.

Das Verbindungsprinzip zwischen den Hohlprofilen 4 und der Pfostenstange 26 ist auch anhand der in 3 abgebildeten Seitenansicht der Pfostenstange 26 erkennbar. Zur Vorderseite V hin befinden sich an der Pfostenstange 26 Aufhängungslaschen 34, die um ein Maß, das in etwa der Dicke einer Hakenleiste 22 entspricht, von der übrigen Oberfläche der Pfostenstange 26 hervorstehen und die einen nach oben und zur Seite hin offenen Aufnahmeraum begrenzen. In den von den Aufhängungslaschen 34 begrenzten Aufnahmeraum können die Hakenleisten 22 eines Hohlprofils 4 so eingesetzt werden, daß die Aufhängungslaschen 34 dabei in den Aufnahmeraum 24 eines Hohlprofils 4 und die Hakenleiste 22 in den Aufnahmeraum hinter der Aufhängungslasche 34 eintauchen. Durch diese Verbindungstechnik ergibt sich eine einfache und schnelle werkzeuglose Montierbarkeit der Hohlprofile 4 an den Pfostenstangen 26. Bei einer Betrachtung von außen sind dabei keine Bauelemente der Verbindungstechnik erkennbar. Auch die Hakenleiste 22 mit dem dahinter liegenden Aufnahmeraum 24 sind optisch unauffällig, weil die Öffnung zum Aufnahmeraum 24 nach unten weisend und damit nicht von oben sichtbar angeordnet ist. Bei der Montage werden im Normalfall auch keine korrosionsbeschichteten Oberflächen verletzt, so daß an den Verbindungsstellen nach der Montage auch keine Korrosion auftreten kann oder eine Nachbehandlung von verletzten Stellen mit Lack oder einem anderen Korrosionsschutz erforderlich wird. Wegen der vergleichsweise großen Verbindungsflächen, die miteinander in Eingriff stehen und sich gegenseitig abstützen, werden an den Verbindungsstellen hohe Haltekräfte aufgebaut, die Verbindung ist dauerhaft stabil.

Wie der Darstellung eines fertig montierten Verkleidungselementes 2 in 4 entnehmbar ist, sind mehrere Hohlprofile 4 übereinander zu einer gemeinsam gebildeten geschlossenen Verkleidungsfläche positionierbar. Durch die Bauhöhe der Hakenleiste 22 und der Aufhängungslaschen 34 ist es erforderlich, ein Hohlprofil 4 um ein Mindestmaß anzuheben, um die Aufhängungslasche 34 vollständig aus dem Aufnahmeraum 24 auszuheben, um erst danach das Hohlprofil 4 nach vorne weg bewegen zu können. Bei der in 4 gezeigten Montageart liegen die fünf Hohlprofile 4 direkt aufeinander an der Pfostenstange 26 fest, so daß sie nicht einzeln um das für ein Abnehmen erforderliche Mindestmaß angehoben werden können. Anhebbar ist nur das oberste Hohlprofil 4, da über dem obersten Hohlprofil 4 der Bauraum frei ist. Erst nachdem das oberste Hohlprofil 4 entfernt ist, kann das zweitoberste Hohlprofil 4 angehoben und ebenfalls entfernt werden. Diese Abbaureihenfolge gilt für alle übrigen Hohlprofile 4 entsprechend und in umgekehrter Reihenfolge bei der Montage der Hohlprofile 4. Zuerst muß also immer das unterste Hohlprofil montiert sein, bevor das zweitunterste Hohlprofil 4 montierbar ist, und so weiter. Durch das Einhängen der Hohlprofile 4 übereinander mit einem zu geringen Abstand, um die Hohlprofile 4 einzeln ausheben zu können, blockieren und sichern sich diese gegenseitig in ihrer Einbaulage. Um auch das oberste Hohlprofil 4 gegen eine ungewünschte Entnahme zu sichern, kann dieses gesondert mit der Pfostenstange 26 verbunden werden, wie beispielsweise durch eine Verschraubung oder dergleichen.

Wie aus der Schnittdarstellung in 4 erkennbar ist, kann eine Balkonkonstruktion 36 als Neubau oder nachträglich bei einer Renovierung mit der erfindungsgemäßen Balkonverkleidung versehen werden. Die Konstruktion ist insgesamt sehr leicht, trotzdem aber ausreichend langzeitstabil und optisch sehr ansprechend. Die Montage ist sehr leicht und schnell durchführbar und bedarf keiner großen Vorfertigung. Die Montage der Verkleidungselemente kann unter Verwendung von Standardkomponenten direkt vor Ort erfolgen.

Die vorstehende gegenständliche Beschreibung dient der Erläuterung der Erfindung. Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr ist der Fachmann dazu in der Lage, die vorstehend dargelegten Lösungen auf eine ihm als geeignet erscheinende Art und Weise auf einen vorgegebenen Anwendungsfall anzupassen.


Anspruch[de]
Verkleidungselement (2) für Balkone mit einer Haltevorrichtung und einer oder mehreren daran befestigten Fassadenplatten, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung als flaches metallisches Hohlprofil (4) ausgebildet ist, das auf der Vorderseite (V) zumindest eine obere oder untere Einfassleiste (6) aufweist, in die eine Dekorplatte (8) einschiebbar ist. Verkleidungselement (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenseite zumindest einer Einfassleiste (6) und/oder auf der Stützfläche (10) zumindest ein Sockelsteg (12) ausgebildet ist. Verkleidungselement (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (4) an seiner Ober- und/oder Unterseite eine die benachbarte Einfassleiste (6) überragende Zwischenleiste (14) aufweist. Verkleidungselement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (4) zumindest einen integrierten Schraubkanal (20) aufweist. Verkleidungselement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (4) auf der Rückseite (R) zumindest eine Hakenleiste (22) mit einem dahinter befindlichen Aufnahmeraum (24) zum Einführen und zur Aufnahme einer Aufhängungslasche (34) aufweist. Verkleidungselement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verkleidungselement (2) an einer Pfostenstange (26) befestigbar ist, die an ihrer dem Verkleidungselement (2) zugewandten Seite vorstehende Aufhängungslaschen (34) aufweist. Verkleidungselement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Hohlprofile (4) übereinander zu einer gemeinsam gebildeten geschlossenen Verkleidungsfläche positionierbar sind. Verkleidungselement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Hohlprofile (4) an einer Pfostenstange (26) in einem Abstand mit Blockierwirkung übereinander einhängbar sind, dass sich ein unteres Hohlprofil (4) nur entnehmen lässt, wenn zuvor das benachbarte darüber befindliche Hohlprofil (4) ausgehängt worden ist. Verkleidungselement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (4) mehrere nebeneinander über die Bauhöhe verteilte Hohlkammern (18) aufweist.






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