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Dokumentenidentifikation DE202007008220U1 18.10.2007
Titel PC-Terminal für Eintrittskarten
Anmelder Frenz, Peter D., 51373 Leverkusen, DE
DE-Aktenzeichen 202007008220
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.10.2007
Registration date 13.09.2007
Application date from patent application 12.06.2007
IPC-Hauptklasse G07C 9/00(2006.01)A, F, I, 20070612, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G06Q 50/00(2006.01)A, L, I, 20070612, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Terminals für die Überprüfung der Eintrittskarten bei Veranstaltungen, beispielweise in Stadien, Messe- oder Veranstaltungshallen, kommen immer häufiger zum Einsatz anstelle der Ticketentwertung durch Personal des Veranstalters. In Kombination mit einer Personen-Vereinzelungsanlage (z.B. Drehkreuze) stellen solche Terminals sicher, daß die gleiche Karte nicht mehrmals für den Eintritt verwendet werden kann und gefälschte Tickets erkannt und abgewiesen werden. Zumeist werden Barcodes auf die Eintrittskarte gedruckt, die in die vorgesehene Öffnung eingeführt und dann vom Terminal gelesen werden können. Zunehmend kommen aber auch berührungslose Chips (RFID) zum Einsatz, die nicht eingeschoben werden brauchen sondern durch einfaches Davorhalten identifiziert werden können.

Das Terminal gleicht dann über ein Netzwerk (z.B. TCP/IP) die Ticket-Information mit einer Datenbank in einem Server ab, und gibt anschließend über ein Relais den Weg für eine Person frei, falls die identifizierte Eintrittskarte für die Veranstaltung gültig ist. Ist die Eintrittskarte ungültig, können Terminals den Grund für die Abweisung anzeigen, falls sie mit einem LCD-Display (1) ausgestattet sind, und ggfs. über weitere Signalgeber (Licht (2) oder Ton) dem Bedienungspersonal eine Abweisung anzeigen.

zeigt ein herkömmliches Terminal für Eintrittskarten. Das Problem ist, dass das kleine Text-Display (1) sich nicht für die Darstellung von Filmen oder Bildern eignet und die vorhandene Werbefläche (3) lediglich mit einem einzigen Bild (Aufkleber) ausgestattet werden kann.

Das hier beschriebene PC-Terminal für Eintrittskarten ist die Kombination eines herkömmlichen Terminals für Eintrittskartenkontrolle mit herkömmlichen PC-Komponenten, so dass das PC-Terminal in die Lage versetzt wird, Werbe-Filme oder -Bilder über das Netzwerk zu empfangen, abzuspeichern und abzuspielen und darüber hinaus dem Bediener (Service-Techniker) eine grafische Bedienungsoberfläche zur Verfügung stellen kann. Über die Erfassung von Buchungen hinaus bietet das PC-Terminal somit auch PC-Funktionalitäten.

und zeigen das PC-Terminal in möglichen Ausführungen zum Zweck der Eintrittskartenkontrolle. Allen denkbaren Varianten gemeinsam sind der Farbbildschirm, die PC-Funktionalität mit Linux oder Microsoft Windows® Betriebssystem und die Identifizierungsfunktion für den Buchenden (Ausweisleser (7), kombinierter Ausweis- und Barcode Leser (4) etc.).

Folgende Standard PC-Komponenten kommen dabei zum Einsatz:

  • 1. TFT-, LED- oder Plasma-Farbbildschirm (5) anstelle der möglicherweise vorhandenen Werbefläche (3) für eine grafische Bedienungsoberfläche und Programme sowie beliebige Film- oder Bildinhalte.
  • 2. Festplatte für die Speicherung von Betriebssystem, Daten (Buchungen, Zutrittsberechtigungen etc.), Programmen (z.B. eine grafische Bedieneroberfläche) und Werbe-Filmen bzw. -Bildern.
  • 3. Ein Netzwerk-Anschluß (z.B. Funknetzwerk, Ethernet etc.), für das Wahrnehmen der Terminal-Funktion (z.B. Weitergabe von Buchungsdaten an die Datenbank eines Servers) sowie das Überspielen von Werbe-Filmen oder -Bildern auf das Terminal.
  • 4. Optional können weitere Komponenten wie ein Sound-System für Audio (6) etc. zum Einsatz kommen.
  • 5. An einer sicher abgedeckten Stelle können für Service-Zwecke Anschlüsse für eine PC-Tastatur bzw. Maus für die Bedienung des PCs durch Service-Techniker zur Verfügung gestellt werden.

Folgende Standard Terminal-Komponenten kommen dabei zum Einsatz:

  • 1. Ein Ausweis-Leser für das gewünschte Ausweis-Medium. Heutzutage zumeist entweder Barcodes oder berührungslose Technik, bei der der Ausweis durch einfaches 'Davorhalten' identifiziert werden kann.
  • 2. Ein Display, daß Informationen zum Terminal (Betriebszustand, Uhrzeit etc.) oder Reaktionen auf identifizierte Eintrittskarten oder -ausweise anzeigen kann ('Karte ungültig', 'Bitte treten Sie ein' etc.).
  • 3. Optional können die PC-Terminals auch für Zwecke der Zeiterfassung, beispielweise für die Arbeitszeiten des Veranstaltungspersonals, eingesetzt werden.

Herkömmliche Terminals werden in relativ teuren Kleinserien produziert. Die oben erwähnten PC-Komponenten bedeuten zwar zusätzlichen Materialaufwand, werden aber standardmäßig in gängigen PCs ('Notebooks') verarbeitet, dafür in großen Mengen hergestellt, und sind preiswert auf dem Markt erhältlich. Der Herstellungspreis eines PC-Werbeterminals wäre deshalb nicht wesentlich höher als der eines herkömmlichen Terminals.

Die Vorteile des PC-Terminals für Eintrittskartenkontrolle gegenüber herkömmlichen Terminals sind allerdings beträchtlich:

  • 1. Diagnose bei Fehlfunktionen. Bei entsprechender Diagnose-Software wäre auch ein Nicht-Techniker in der Lage, sich die Ursache von Fehlfunktionen am Terminal selber anzeigen zu lassen.
  • 2. Einsatz von Internet-Browser-Technologie. Z.B. Ausgabe von aktuellen Meldungen des Veranstalters an seine Mitarbeiter am Bildschirm.
  • 3. Auch bei herkömmlichen Terminals erfolgt eine Zwischenspeicherung von Buchungen, die z.B. bei Ausfall des Netzwerks später ausgelesen werden können um das Zeitkonto zu aktualisieren. Die Speicherung in RAM-Bausteinen ist jedoch begrenzt. Durch den Einsatz der Festplatte können erheblich größere Mengen an Buchungen zwischengespeichert werden, so dass auch eine höhere Sicherheit gegen Datenverlust besteht.
  • 4. Die Festplatte ist zudem in der Lage, Bilder und Filme zwischenzuspeichern. Somit kann das PC-Terminal für Werbezwecke eingesetzt werden, wodurch sich wiederum völlig neue Finanzierungsmöglichkeiten ergeben (z.B. durch Werbeverträge).
  • 5. An einer für Service-Techniker zugänglichen Stelle können Tastatur- und Maus-Anschluß zur Bedienung des PC-Terminals zur Verfügung gestellt werden.

Wie diese Auflistung zeigt, hat das PC-Terminal für Eintrittskartenkontrolle durch den zusätzlichen Einsatz von PC-Standardkomponenten eine erheblich erweiterte Funktionalität gegenüber herkömmlichen Terminals. PC-Technologie ermöglicht den Einsatz einer grafischen Bedienungsoberfläche bzw. das Speichern und die Darstellung beliebiger Bilder oder Filme. Nicht zuletzt können und sollen diese Terminals auch für Werbezwecke eingesetzt und über Werbeverträge finanziert werden.


Anspruch[de]
PC-Terminal für die Überprüfung von Eintrittskarten bei Großveranstaltungen, mit den üblichen Terminal-Komponenten wie Einschub-Ticketleser (4) für Barcodes und/oder RFID-Tickets, LED Signaleinrichtung (2) für Ticket-Annahme oder -Abweisung, einem LCD-Display (1) für vorprogrammierte Systemmeldungen ('Ticket ungültig' etc.), Schaltfunktion für Einlassmedien (z.B. Drehkreuze) etc., jedoch dadurch gekennzeichnet, das es zusätzlich auch einen PC-Chipsatz für gängige PC-Betriebssysteme (z.B. Linux oder Microsoft Windows®) enthält. PC-Terminal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Farbbildschirm (5) enthält, der vorzugsweise mindestens 25 cm (10'') in der Diagonale mißt. PC-Terminal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es vorzugsweise Lautsprecher (6) für die Audio-Ausgabe enthält. PC-Terminal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es intern eine Festplatte oder andere ausreichend große Speichermedien für die Speicherung von Daten und Programmen enthält. PC-Terminal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Netzwerk-Anschluß (Ethernet, TCP/IP) enthält. PC-Terminal nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es an einer verdeckten Stelle Anschlüsse für eine Tastatur und ggfs. Maus-Steuerung für die Bedienung der grafischen Bedieneroberfläche (z.B. Linux oder Microsoft Windows®) enthält.






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