PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202007009335U1 18.10.2007
Titel Nackenstützkissen
Anmelder Buhr, Michael, Dr. med., 53127 Bonn, DE
Vertreter Neumann Müller Oberwalleney & Partner Patentanwälte, 53721 Siegburg
DE-Aktenzeichen 202007009335
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.10.2007
Registration date 13.09.2007
Application date from patent application 03.07.2007
IPC-Hauptklasse A47G 9/10(2006.01)A, F, I, 20070703, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47C 20/02(2006.01)A, L, I, 20070703, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Nackenstützkissen mit einem Stützbereich, einer Außenkontur und bezüglich seiner Dicke eine Auflagefläche zur Auflage auf einer Unterlage, üblicherweise eine Matratze, und eine Nackenstützfläche.

Ein solches Nackenstützkissen ist der US 4768246 zu entnehmen. Bei den dort erläuterten Ausführungsformen eines Nackenstützkissens ist eine ebene Auflagefläche zur Auflage auf einer Matratze und dazu parallel in Dickenrichtung beabstandet eine obere Fläche vorgesehen. Zwischen der flächenmäßig größeren Auflagefläche und der im Verhältnis dazu kleineren oberen Fläche befindet sich eine schräge Fläche. Ausgehend von der oberen Fläche befindet sich in dem Nackenstützkissen ein Durchbruch mit einer im Schnitt konisch verlaufenden Innenkontur, der eine Mulde zur Aufnahme des Hinterkopfs einer Person bildet, um eine ausgerichtete stabile Lage auf dem Rücken zu ermöglichen. Die Mulde und die Außenkontur können kreisförmig gestaltet sein und außerdem ist die Mulde außermittig in der oberen Fläche angeordnet, um eine Anpassung an unterschiedliche Halslängen von Personen zu erreichen.

Ein solches Nackenstützkissen ist jedoch nicht für Personen geeignet, die eine Seitenlage beim Schlaf bevorzugt einnehmen und ermöglicht auch keine komfortable Position insofern, als keine individuelle Berücksichtigung des Versatzes des Nackenverlaufs zum Hinterkopf gegeben ist.

Die US 4726087 beschreibt ein Nackenstützkissen mit im wesentlichen rechteckiger Form. Die Auflageseite für die Auflage auf einer Unterlage, beispielsweise eine Matratze, weist verteilte Noppen auf. Entlang der oberen Stützfläche verlaufen Rippen, wobei die Bereiche entlang der beiden parallelen Längskanten gegenüber dem dazwischen befindlichen rinnenartig vertieften Bereich unterschiedlich erhöht sind, um so zumindest zwei unterschiedliche Anpassungsbereiche zur Verfügung zu stellen. Zwar erlaubt diese Form auch eine Seitenlage, bietet in dieser jedoch keine günstige Positionierung des Kopfes insgesamt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Nackenstützkissen zu schaffen, das eine günstige Anpassung an die individuellen Liegegewohnheiten und Körperverhältnisse ermöglicht.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch ein Nackenstützkissen mit einem ringartigen Stützbereich, der eine Außenkontur und eine Innenkontur aufweist, der bezüglich seiner Dicke eine Auflagefläche zur Auflage auf einer Unterlage und dazu beabstandet eine auf dem Umfang des Stützbereichs wellenförmige Nackenstützfläche mit Wellenabschnitten bildet, wobei die Wellenabschnitte bezüglich ihrer Wellentäler unterschiedliche Abstände in Dickenrichtung zur Auflagefläche aufweisen.

Von Vorteil bei dieser Gestaltung ist, dass die Wellenform und die ringartige Gestaltung, verbunden mit den unterschiedlich dicken Abschnitten, neben einer stabilen Abstützung des Kopfs einer Person sowohl in der Rückenlage als auch in der Seitenlage bei gleichzeitiger Wahl der günstigsten Abstützung des Nackenbereichs wegen der unterschiedlich dicken Abschnitte ermöglicht. Günstig ist, wenn der Stützbereich im Querschnitt eine gerundete Form aufweist.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Außenkontur und die Innenkontur kreisförmig gestaltet sind und jeweils einen Mittelpunkt aufweisen. Vorzugsweise sind dabei die Mittelpunkte von Außenkontur und Innenkontur zueinander versetzt. Dies ermöglicht zusätzlich eine individuelle Anpassung an die bzw. Auswahl der Abschnitte entsprechend der Länge des Halses bzw. Nackenbereiches.

Ferner ist es günstig, wenn die Abstände der Wellentäler zur Auflagefläche, ausgehend von einem Minimum, in beiden Umfangsrichtungen des Stützbereichs bis zu einem Maximum zunehmen.

Durch den symmetrischen Verlauf kann gleichwohl eine Einnahme einer Seitenlage auf der linken Schulter als auch der echten Schulter erfolgen, wobei eine Auswahl der jeweils günstigsten Unterstützung durch einen der Wellenabschnitte erreichbar ist.

Günstig ist, wenn der Mittelpunkt der Innenkontur zur Außenkontur hin im Bereich einer Achse durch das Maximum und Minimum versetzt ist, da hierdurch bereits den üblichen Körperproportionen, nach denen ein großer und stabiler Mensch auch einen längeren und stärker zurückversetzten Nackenbereich aufweist als ein kleiner Mensch, Rechnung getragen wird.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.

Es zeigt

1 eine Draufsicht auf das Nackenstützkissen,

2 einen Schnitt II-II gemäß 1 und

3 eine Abwicklung des halben Umfangs des Nackenstützkissens bezüglich der der Auflagefläche desselben abgewandten Abschnitte der oberen Kontur der Nackenstützfläche.

Die 1 bis 3 werden nachfolgend zusammen beschrieben.

Das Nackenstützkissen weist einen ringartigen Stützbereich 1 auf, der eine im wesentlichen im unverformten Zustand kreisförmige Außenkontur 2, eine kreisförmige Innenkontur 3 und in Dickenrichtung unten eine Auflagefläche 4 zur Auflage auf einer Unterlage, beispielsweise eine Matratze, und oben eine Nackenstützfläche 5 besitzt. Der Stützbereich 1 des Nackenstützkissens ist bezüglich einer Symmetrieachse S spiegelsymmetrisch gestaltet. Dabei besitzt die kreisförmige Außenkontur 2 einen auf der Symmetrieachse S angeordneten Mittelpunkt M1 und die Innenkontur 3 einen dazu auf der Symmetrieachse S zur Außenkontur 2 hin versetzten Mittelpunkt M2. Die Außenkontur 2 und die Innenkontur 3 müssen nicht exakt einer Kreisform entsprechen. Wichtig ist der Versatz der beiden Konturen, um so auf dem Umfang des Stützbereichs 1 diametrial auf der Symmetrieachse S unterschiedliche Breiten B1 und B2 zu erreichen, so dass sich Bereiche ergeben, die für unterschiedliche Nackenlängen geeignet sind, und so beispielsweise der Bereich mit der Breite B1 für einen großen Menschen mit entsprechend langem Hals und Nackenlänge und der Bereich mit der Breite B2 für einen kleineren Menschen mit entsprechend kürzerem Hals und Nackenlänge passt.

Eine weitere Anpassung an die bei großen und kleineren Menschen unterschiedlichen Proportionen wird ferner dadurch erreicht, dass Umfangsabschnitte U1 und U2 symmetrischer Ausbildung mit mehreren Wellenabschnitten 6 gebildet sind, die jeweils ein Wellental 7 und dieses abgrenzend Wellenberge 8 aufweisen, wie insbesondere aus 3 ersichtlich ist, wobei das Wellental 7 des im Bereich der größten Breite B2 liegenden Wellenabschnitts 6 zur Auflagefläche 4 einen größeren Abstand A zur Auflagefläche 4 aufweist, als das Wellental 7 des im Bereich der kleinsten Breite B1 befindlichen Wellenabschnitts 6.

Der Stützbereich 1 des Nackenstützkissens bzw. dessen Kern kann aus verschiedenen Materialien bestehen, z.B. aus Polyurethan-Schaum, elastischem Latex mit Poren oder dergleichen Material.

Es wird durch die symmetrische Ausbildung auch bei der Auswahl des individuell richtigen Wellenabschnitts erreicht, dass unabhängig von der eingenommenen Seitenlage das Gesicht der auf dem Nackenstützkissen ruhenden Person stets frei liegt. Die Wellenabschnitte 6 sind auch zur Innenkontur 3 und Außenkontur 2 gerundet.

1
Stützbereich
2
Außenkontur
3
Innenkontur
4
Auflagefläche
5
Nackenstützfläche
6
Wellenabschnitte
7
Wellental
8
Wellenberg
M1
Mittelpunkt der Außenkontur
M2
Mittelpunkt der Innenkontur
B1
Breite
B2
Breite
U1
erster Umfangsabschnitt
U2
zweiter Umfangsabschnitt
A
Abstand
S
Symmetrieachse


Anspruch[de]
Nackenstützkissen mit einem ringartigen Stützbereich (1), der eine Außenkontur (2) und eine Innenkontur (3) aufweist, der bezüglich seiner Dicke eine Auflagefläche (4) zur Auflage auf einer Unterlage und dazu beabstandet eine auf dem Umfang des Stützbereiches (1) wellenförmige Nackenstützfläche (5) mit Wellenabschnitten (6) bildet, wobei die Wellenabschnitte (6) bezüglich ihrer Wellentäler (7) unterschiedliche Abstände (A) in Dickenrichtung zur Auflagefläche aufweisen. Nackenstützkissen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkontur (2) und die Innenkontur (3) kreisförmig gestaltet sind und jeweils einen Mittelpunkt (M1, M2) aufweisen. Nackenstützkissen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelpunkte (M1, M2) von Außenkontur (2) und Innenkontur (3) zueinander versetzt sind. Nackenstützkissen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände (A) der Wellentäler (7) zur Auflagefläche (4), ausgehend von einem Minimum, in beiden Umfangsrichtungen des Stützbereiches (1) bis zu einem Maximum zunehmen. Nackenstützkissen nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelpunkt (M2) der Innenkontur (3) zur Außenkontur (2) hin auf einer Achse (S) durch das Maximum und Minimum versetzt ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com