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Dokumentenidentifikation DE202007009851U1 18.10.2007
Titel Wandverkleidung
Anmelder Opitz + Flierl Hospitaltechnik AG, 91180 Heideck, DE
Vertreter Gustorf, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 84036 Landshut
DE-Aktenzeichen 202007009851
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.10.2007
Registration date 13.09.2007
Application date from patent application 14.07.2007
IPC-Hauptklasse E04F 13/07(2006.01)A, F, I, 20070714, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 13/26(2006.01)A, L, I, 20070714, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Wandverkleidung mit einer Reihe nebeneinander verlegter Paneele, wobei im Bereich jeder Trennfuge zwischen zwei aneinander angrenzenden Paneelen eine Verbindungsschiene angeordnet ist, der Befestigungselemente zum Anbringen an einer Tragkonstruktion zugeordnet sind.

Eine Wandverkleidung dieser Bauart ist beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster 297 11 314 bekannt. Bei dieser Wandverkleidung hat die Verbindungsschiene im Querschnitt ein I-Profil mit einem T-förmigen Kopfflansch, der in gegenüberliegende Vertikalnuten der beiden nebeneinander verlegten Paneele eingreift. Der parallel zum Kopfflansch verlaufende Fußflansch ist mittels Schrauben oder dergleichen fest an der Tragkonstruktion, beispielsweise einer Wand, angebracht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wandverkleidung der eingangs umrissenen Bauart so auszubilden, dass Horizontalbewegungen innerhalb bestimmter Grenzen möglich sind, ohne dass dadurch die Passgenauigkeit der Trennfugen beeinträchtigt wird. Derartige Horizontalbewegungen ergeben sich in der Praxis häufig bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen, die sich auf die Paneele in Form von Dehnungen oder Schrumpfungen auswirken.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass die Befestigungselemente aus im Querschnitt H-förmigen Gleitknöpfen bestehen, von denen jeder einen mittleren Schaft und zwei damit verbundene Endplatten hat, wobei der Schaft, dessen Länge der Dicke der Verbindungsschiene in diesem Bereich entspricht, durch ein Langloch der Verbindungsschiene greift.

In Abhängigkeit von der Größe des Langloches in der Verbindungsschiene können Bewegungen der Verbindungsschiene und damit der daran gehaltenen Paneele nach beiden Seiten aufgefangen werden, ohne dass bei Schrumpfungen der Paneele die Trennfugen sichtbar werden oder bei Dehnungen die Gefahr besteht, dass sich die Paneele wölben oder gar beschädigt werden.

In Weiterbildung der Erfindung hat wenigstens eine der beiden Endplatten jedes Gleitknopfes eine Form, die der Form des Langloches entspricht, dessen Längsachse rechtwinklig zur Trennfuge verläuft. Damit ist es möglich, die erwähnte Endplatte des Gleitknopfes vor der Montage durch das Langloch zu stecken und anschließend um etwa 90 Grad zu drehen, sodass nach der Befestigung an der Tragkonstruktion, beispielsweise einer Wand, eine sichere Halterung gewährleistet wird.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung hat die Verbindungsschiene einen leistenförmigen Vorsprung, an den sich zu wenigstens einer Seite ein Aufnahmesitz für den formschüssigen Eingriff der jeweiligen Paneelkante anschließt. Bei dieser Lösung wird das jeweilige Paneel von einer Seite in den Aufnahmesitz eingeführt und anschließend in eine parallel zur Wand oder Tragkonstruktion verlaufende Lage geschwenkt.

Wenn in den leistenförmigen Vorsprung eine Längsnut eingearbeitet ist, kann diese als Sitz für den Rasteingriff einer Abdeckleiste dienen, welche dazu dient, eine Trennfuge zu überbrücken, die in regelmäßigen Abständen zwischen den Paneelen vorgesehen ist, beispielsweise nach jeweils sechs Paneelen.

Die Erfindung ist nachstehend an Ausführungsbeispielen erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigen:

1 einen schematischen Horizontalschnitt durch eine Wandverkleidung gemäß der Erfindung,

2 eine Variante der 1 mit einer Unterkonstruktion,

3 einen Schnitt durch eine breitere Trennfuge, die durch eine Abdeckleiste überbrückt ist,

4 einen Schnitt durch eine Außenecke einer Wandverkleidung,

5 in vergrößerter Darstellung einen Längsschnitt durch eine Verbindungsschiene mit Gleitknopf,

6 die schematische Querschnittsdarstellung einer Verbindungsschiene mit Gleitknopf in der Ebene VI-VI der 7,

7 eine Vorderansicht der Verbindungsschiene in Richtung des Pfeiles VII der 6,

8 in vergrößerter Darstellung die Ansicht eines Gleitknopfes gemäß der Erfindung,

9 in vergrößerter Darstellung einen der 3 entsprechenden Horizontalschnitt einer Verbindungsschiene mit Abdeckleiste und

10 in vergrößertem Maßstab einen der 4 entsprechenden Schnitt durch eine Verbindungsschiene für eine Außenecke.

1 zeigt im Horizontalschnitt eine Reihe nebeneinander verlegter Paneele 10, die paarweise durch eine Verbindungsschiene 12 miteinander verbunden sind. Die Verbindungsschiene 12 ist an einer Tragkonstruktion 14, beispielsweise einer Wand angebracht.

Im Ausführungsbeispiel haben die Paneele 10 eine Breite von 100 cm und eine Plattenstärke von etwa 10 bis 13 mm. Je nach dem Einbauzweck können die Paneele 10 aus Holz oder aus einem nicht brennbaren Faserzement der Baustoffklasse A2 hergestellt sein. Im zuletzt genannten Fall können die Paneele 10 mit einem Belag beschichtet sein, der eine Stärke von etwa 0,5 mm hat und schwer entflammbar ist (Baustoffklasse B1). Die Verbindungsschienen 12 sind vorzugsweise Strangpressprofile aus Aluminium.

2 zeigt eine Variante der 1, bei der die Paneele 10 über die Verbindungsschienen 12 an einer Tragkonstruktion 14 befestigt sind, die ihrerseits an einer Wand 14' angebracht ist. Die Unterkonstruktion besteht hier aus C-Profilschienen, an denen die Verbindungsschienen 12 angebracht sind, und aus einer Dämmschicht 16.

Die 5 bis 8 zeigen die wesentlichen Einzelheiten der Erfindung, wie sie in den Beispielen der 1 und 2 zur Anwendung kommt. In 5 ist im Schnitt eine Verbindungsschiene 12 für zwei nebeneinander verlegte Paneele 10 zu sehen. Die Verbindungsschiene 12 hat einen leistenförmigen Vorsprung 18, an den sich zu beiden Seiten ein Aufnahmesitz 20 (vgl. 6) für den formschlüssigen Eingriff der dem Sitz 20 entsprechenden Paneelkante 22 anschließt. In den leistenförmigen Vorsprung 18 ist eine Längsnut 24 eingearbeitet, in die eine Kederleiste eingerastet werden kann, die ähnlich der in 4 gezeigten Abdeckleiste 26 ausgebildet ist, sofern die Trennfuge 28 breiter als in 5 dargestellt ist.

Aus 7 ergibt sich, dass die Verbindungsschiene 12 über die Länge verteilt eine Reihe von Langlöchern 30 hat, deren Längsachse jeweils rechtwinklig zur Längskante 32 und damit zur Trennfuge 28 zwischen zwei Paneelen 10 verläuft. In jedes Langloch 20 ist ein in 8 gezeigter Gleitknopf 34 eingesetzt, der aus Kunststoff hergestellt ist. Der Gleitknopf 34 hat im Querschnitt ein H-förmiges Profil mit einem mittleren, etwa zylindrischen Schaft 36 und zwei damit verbundenen Endplatten 38, 40. Die Länge des Schaftes 36 entspricht der Dicke der Verbindungsschiene 12 in dem Bereich der Langlöcher 30.

Durch den Schaft 36 des Gleitknopfes 34 hindurch verläuft eine Durchsteckbohrung 42 für eine nicht dargestellte Befestigungsschraube, mit der die Gleitknöpfe 34 an der Tragkonstruktion 14, beispielsweise einer Wand, angebracht werden können.

Um die Verbindungsschiene 12 an der Tragkonstruktion 14 zu befestigen, werden zunächst die Gleitknöpfe 24 in den Langlöchern 30 fixiert, wozu beim Beispiel der 7 die Endplatten 38, die etwas kleiner als die Endplatten 40 sind und deren Form der Form der Langlöcher 30 entspricht, in diese eingesteckt und anschließend bajonettartig um 90 Grad gedreht. Anschließend kann die Verbindungsschiene 12 über die erwähnten Befestigungsschrauben, welche durch die Bohrungen 42 der Gleitknöpfe 34 hindurchgeführt werden, an der Tragkonstruktion 14 befestigt werden.

Im Anschluss daran werden die Paneele 12 eingehängt, wozu sie mit ihren Paneelkanten 22 in den jeweiligen Aufnahmesitz 20 der Verbindungsschiene 12 eingeschwenkt werden.

In der Praxis hat es sich bewährt, jeweils sechs Paneele 10 mit einer Breite von 1 m in der erläuterten Weise anzubringen, wobei aufgrund der Langlöcher 30 die gesamte Konstruktion Verschiebebewegungen ausführen kann. Bei Wandbewegungen bis 3 mm je Paneel 10 behält dabei die Trennfuge 28 ihre in 5 gezeigte, lückenlose Passgenauigkeit.

Im Anschluss an jedes sechste Paneel 10 ist in der Praxis eine in 3 angedeutete, breitere Trennfuge 28' eingeplant, die durch eine im Querschnitt T-förmige Abdeckleiste 26 (vgl. auch 9) überbrückt ist. Der sägezahnartige Fuß 44 der T-förmigen Abdeckleiste 26 ist formschlüssig in eine Längsnut 24 eingesteckt und dort in der gewünschten Endstellung mit Rasteingriff gehalten. Die Längsnut 24 ist ähnlich wie beim Beispiel der 5 in den leistenförmigen Vorsprung 18 der Verbindungsschiene 12 eingearbeitet, die hier einen L-förmigen Querschnitt hat und ebenfalls über Langlöcher 30 an der Tragkonstruktion 14 befestigt werden kann.

Die 4 und 10 zeigen die erfindungsgemäß ausgebildete Wandverkleidung an einer Außenecke. Hier ist die Verbindungsschiene 12 als Winkelprofil ausgebildet, das in der beschriebenen Weise an der Tragkonstruktion 14 befestigt ist. Die Paneelkanten 22 der beiden rechtwinklig aneinander angrenzenden Paneele 10 sind in den Aufnahmesitz 20 zu beiden Seiten des leistenförmigen Vorsprungs 18 eingesetzt, der hier von der Winkelecke der Verbindungsschiene 12 absteht. In die Längsnut 24 ist der Fuß 44 der Abdeckleiste 26 formschlüssig eingerastet.


Anspruch[de]
Wandverkleidung mit einer Reihe nebeneinander verlegter Paneele, wobei im Bereich jeder Trennfuge (28) zwischen zwei aneinander angrenzenden Paneelen (10) eine Verbindungsschiene (12) angeordnet ist, der Befestigungselemente zum Anbringen an einer Tragkonstruktion (14) zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente aus im Querschnitt H-förmigen Gleitknöpfen (34) bestehen, von denen jeder einen mittleren Schaft (36) und zwei damit verbundene Endplatten (38, 40) hat, wobei der Schaft (36), dessen Länge der Dicke der Verbindungsschiene (12) in diesem Bereich entspricht, durch ein Langloch (30) der Verbindungsschiene greift. Wandverkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der beiden Endplatten (38) jedes Gleitknopfes (34) der Form des Langloches (30) entspricht, dessen Längsachse rechtwinklig zur Trennfuge (28) verläuft. Wandverkleidung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (36) jedes Gleitknopfes (34) eine Durchsteckbohrung (42) für eine Wandbefestigungsschraube oder dergleichen hat. Wandverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsschiene (12) einen leistenförmigen Vorsprung (18) hat, an den sich zu wenigstens einer Seite ein Aufnahmesitz (20) für den formschlüssigen Eingriff der jeweiligen Paneelkante (22) anschließt. Wandverkleidung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den leistenförmigen Vorsprung (18) eine Längsnut (24) eingearbeitet ist. Wandverkleidung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsnut (24) als Sitz für den Rasteingriff einer die Trennfuge (28') überbrückenden, im Querschnitt T-förmigen Kederleiste oder Abdeckleiste (26) ausgebildet ist.






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