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Dokumentenidentifikation DE202007010007U1 18.10.2007
Titel Lackmischwaage
Anmelder Sartorius AG, 37075 Göttingen, DE
DE-Aktenzeichen 202007010007
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.10.2007
Registration date 13.09.2007
Application date from patent application 18.07.2007
IPC-Hauptklasse G01G 21/30(2006.01)A, F, I, 20070718, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01G 21/22(2006.01)A, L, I, 20070718, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lackmischwaage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Zur exakten Mischung von Lacken, wie dies z.B. in Lackierbetrieben erforderlich ist, werden Lackmischwaagen verwendet. Diese Geräte bestehen aus einer relativ genauen Waage, die mit einer elektronischen Bedieneinheit mit Anzeige verbunden ist. Einfache Geräte verfügen lediglich über eine einzeilige Digitalanzeige sowie einige wenige Funktionstasten, während anspruchsvolle Lackmischwaagen einen Bildschirm und eine vollwertige Tastatur besitzen und mit einem Computer verbunden werden können. Damit ist es möglich, die für einen bestimmten Lack erforderlichen Rezepturen einzulesen die erforderlichen Lackanteile genau zu definieren und zuzuwiegen.

Nach dem Stand der Technik sind so genannte Kompaktgeräte bekannt, die aus einem den Messwandler aufnehmenden Waagengehäuse mit Lastschale, einem Stativ und einer Anzeige- und Bedieneinheit bestehen und auf einer Tischfläche aufgestellt werden können. Beim Zuwiegevorgang wird ein Mischbehälter auf die Lastschale gestellt und dieser entsprechend den angezeigten Anteilen mit den verschiedenen Lacken von Hand befüllt. Beim Umgang mit Lacken ist es kaum zu vermeiden, das Gerät durch Spritzer oder heruntertropfende Flüssigkeit zu verschmutzen. Da die Geräte nach dem Stand der Technik ungeschützte Gehäuse aus Kunststoff oder Metall besitzen, lassen sich diese Verunreinigungen nur schwer wieder entfernen. Dies ist besonders lästig, falls Tastatur oder Display der Anzeige- und Bedieneinheit betroffen sind. Viele Anwender versuchen deshalb, sich zu behelfen und überziehen das Gehäuse mit hüllenförmig ausgebildeten Klarsichtfolien, wodurch allerdings die Bedienung erschwert wird.

Im Hinblick auf den zuvor beschriebenen Stand der Technik besteht die Aufgabe darin, einen neuen Typ einer Lackmischwaage zu entwickeln, welcher die genannten Probleme löst und dem Benutzer unnötige Arbeit erspart.

Die Erfindung betrifft eine elektronische Lackmischwaage, bestehend aus einem den Messwandler aufnehmenden Waagengehäuse mit Lastschale, einem Stativ sowie einer Anzeige- und Bedieneinheit. Zum Schutz der verschmutzungsgefährdeten Flächen, ist eine hochtransparente Schutzfolie vorgesehen, die leicht abnehmbar ist. Der wesentliche Vorteil der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik besteht darin, dass die Schutzfolie genau den Gehäusebauteilen angepasst ist und bei Verschmutzung durch den Benutzer ohne Werkzeug leicht gegen eine neue Folie ausgetauscht werden kann. Weiterhin ist vorteilhaft, dass sich derartige Folien sehr kostengünstig herstellen lassen und auch bei der Entsorgung keine Probleme darstellen.

Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele darstellen, näher erläutert.

Es zeigt 1 eine erfindungsgemäße Lackmischwaage in einer Ansicht schräg von oben. Eine Lastschale 1 ruht auf einem den Messwandler aufnehmenden Waagengehäuse 2, der mit einem Stativ 3 verbunden ist. Dieses trägt eine Anzeige- und Bedieneinheit 4 mit Anzeige 5 und Tastatur 6. Die der Lastschale 1 zugewandte Fläche des Stativs 3 und der Anzeige- und Bedieneinheit 4 trägt eine transparente Schutzfolie 7, deren Breite mindestens der des Stativs entspricht, welche mittels angeformter Klemmleisten 8, 8' in entsprechend dimensionierten Nuten 9, 9' befestigt wird.

2 zeigt eine erfindungsgemäße Lackmischwaage gemäß 1 in einer Detailansicht. Die Art und Befestigung der Schutzfolie 7 mit Klemmleiste 8 in der Nut 9 ist in dieser Abbildung vergrößert dargestellt. Die mit der Schutzfolie 7 einstückig verbundene, flexible Klemmleiste 8 besitzt eine Verdickung 10 im vorderen Bereich, die vorzugsweise mit Widerhaken 11 versehen ist, um einen festen Sitz in der Nut 9 zu gewährleisten.

In 3 ist eine erfindungsgemäße Lackmischwaage gemäß 1 in einer Detailansicht dargestellt. Diese Ansicht zeigt, wie eine erfindungsgemäße Schutzfolie 7 am unteren Bereich des Stativs 3 befestigt wird. Die einstückig mit der Schutzfolie verbundene, flexible Klemmleiste 8 ist nicht an deren Ende, sondern in hinreichender Distanz zu diesem angeordnet. So wird erreicht, dass der überstehende Teil der Schutzfolie 7 geteilt werden kann und mit den beiden seitlichen Überständen 12, 12' die im Wesentlichen senkrechte Fläche 13 des Stativs geschützt wird. Der mittlere Überstand 14 deckt die horizontale Fläche 15 ab.

4 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Lackmischwaage mit einer größeren Schutzfolie. Diese Lackmischwaage gemäß 1 besitzt eine Schutzfolie 8, welche die vertikale Fläche des Stativs 3 und auch die horizontale Fläche im Bereich der Lastschale 1 abdeckt.

In 5 wird eine erfindungsgemäße Lackmischwaage in einer weiteren Ausführungsform gezeigt. Eine Lastschale 16 ruht auf einem den Messwandler aufnehmenden Waagengehäuse 17, der mit einem Stativ 18 verbunden ist. Dieses trägt eine Anzeigeeinheit 19. Vor der Lastschale 16 befindet sich eine Tastatur 20 als Eingabemedium. Eine transparente Schutzfolie 21, deren Breite mindestens der des Stativs entspricht, erstreckt sich von der Oberkante der Anzeigeeinheit 19 bis zur Vorderkante der Tastatur 20 und wird dabei unter der Lastschale 16 hindurchgeführt. Sie wird mittels Adhäsionsstreifen 22, 22', 22'' an den Bauteilen der Lackmischwaage lösbar befestigt. Im Bereich der auf das eigentliche Wägesystem wirkenden Krafteinleitungspunkte besitzt die Schutzfolie 21 zur Vermeidung von Kraftnebenschlüssen hier nicht dargestellte Ausschnitte.


Anspruch[de]
Lackmischwaage mit Lastschale (1, 16), Anzeige (5) und Tastatur (6), dadurch gekennzeichnet, dass eine transparente Schutzfolie (7, 21) vorhanden ist, welche mit den der Lastschale zugewandten Flächen der Lackmischwaage lösbar verbunden ist und diese gegen Verschmutzung schützt. Lackmischwaage mit Lastschale (1, 16) und Anzeige- und Bedieneinheit (4), dadurch gekennzeichnet, dass eine transparente Schutzfolie (7, 21) vorhanden ist, welche mit den der Lastschale zugewandten Flächen der Lackmischwaage lösbar verbunden ist und diese gegen Verschmutzung schützt. Lackmischwaage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine vorzugsweise horizontal verlaufende Nut (9) vorhanden ist, in welcher eine Schutzfolie (7) mit mindestens einer Klemmleiste (8) lösbar befestigbar ist. Lackmischwaage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schutzfolie (7) mit Klemmleiste (8) vorhanden ist, welche einen freien Schenkel mit einer Verdickung (10) besitzt, die vorzugsweise mit Widerhaken (11) versehen ist. Lackmischwaage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei horizontal verlaufende Nuten (9) vorhanden sind, in welchen eine Schutzfolie (7) mit zwei Klemmleisten (8) lösbar befestigbar sind, wobei die Schutzfolie (7) partiell eingeschnitten ist, um sowohl vertikale als auch horizontale Flächen abdecken zu können. Lackmischwaage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine transparente Schutzfolie (21) mittels Adhäsionsstreifen (22) lösbar mit den der Lastschale (16) zugewandten Flächen der Lackmischwaage verbindbar ist.






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