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Dokumentenidentifikation DE602004005877T2 18.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001662945
Titel Verfahren zum Entfernen überschüssigen Kohlendioxids aus alkoholischen Getränken
Anmelder Stecca, Luigi, Costa Di Rovigo, IT
Erfinder Stecca, Luigi, 45023 Costa Di Rovigo, IT
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336 München
DE-Aktenzeichen 602004005877
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.08.2004
EP-Aktenzeichen 047691142
WO-Anmeldetag 05.08.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/IB2004/002559
WO-Veröffentlichungsnummer 2005120306
WO-Veröffentlichungsdatum 22.12.2005
EP-Offenlegungsdatum 07.06.2006
EP date of grant 11.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse A47G 19/22(2006.01)A, F, I, 20070213, B, H, EP

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen überschüssigen Kohlendioxids aus alkoholischen Getränken mit hohem Kohlendioxidgehalt wie beispielsweise Bier.

Wie bekannt, ist es im Fall von Wein angebracht, das Getränk vor dem Verzehr einer mechanischen Behandlung zu unterziehen, indem das Glas gedreht und/oder geschwenkt wird, damit die Flüssigkeit eine bestimmte Menge Luft und damit Sauerstoff aufnehmen kann.

Aus den Dokumenten EP 1210890 A1 oder WO 00/41602 ist bekannt, dass die Sauerstoffanreicherung des Weins, die durch die mittels Drehen des Glases ausgeübte mechanische Behandlung erhalten wird, durch das Vorhandensein von Rippen oder Hohlräumen, die im Glas angeordnet sind, begünstigt wird.

Durch die Sauerstoffaufnahme werden besondere Eigenschaften des Weines wie Aroma und Geschmack angereichert.

Diese Behandlung, ebenso wie die genannte Sauerstoffanreicherung, verfolgt in einigen Fällen auch den Zweck, den Gehalt an Kohlendioxid zu senken, welches, falls in zu großer Menge vorhanden, unerwünschte und gesundheitsschädliche Wirkungen in alkoholischen Getränken hervorrufen kann. Zum Einen erhöht Kohlendioxid die Aufnahmefähigkeit des menschlichen Körpers für alkoholische Erzeugnisse und bildet damit ein wirksames Transportmittel für Alkohol.

Zum Anderen besitzt das Gas Eigenschaften, welche die Geschmacksknospen betäuben und damit die Fähigkeit des Verbrauchers zur Geschmacksempfindung beeinträchtigen.

Stand der Technik

Wie bekannt, besteht die oben genannte Behandlung in vorbestimmten Ausschenktechniken und, wie oben aufgeführt, in einer Dreh- und Schwenkbewegung der Gläser während und nach dem Füllen.

Allerdings erlauben diese Methoden weder eine Sauerstoffanreicherung, die dazu geeignet ist, in angemessener Weise Aroma und Geschmack zu verstärken, noch eine deutliche Senkung des Kohlendioxidgehalts.

Wie bekannt, entsteht bei der Bierherstellung Kohlendioxid spontan während der Gärung. Anschließend wird bei der Abfüllung weiteres Kohlendioxid künstlich hinzugefügt, um die Halbarbeitsdauer des Erzeugnisses zu verlängern.

Daher ist offensichtlich das Bedürfnis, den Gehalt des im Getränk gelösten Kohlendioxids zu reduzieren, bei Bier noch stärker und vordringlicher als bei Wein.

Schließlich ist sowohl bei Wein als auch bei Bier ein starkes Bedürfnis vorhanden, eine gute Sauerstoffanreicherung zu erzielen und gleichzeitig den in diesen Getränken enthaltenen überschüssigen Kohlendioxidgehalt zu verringern, um die oben beschriebenen vorteilhaften Wirkungen zu erhalten, und genauer gesagt die Begrenzung der Fähigkeit des menschlichen Körpers zur Aufnahme alkoholischer Erzeugnisse und die Verbesserung von Aroma und Geschmack der Getränke.

Darstellung der Erfindung

Zweck der vorliegenden Erfindung ist es daher, die genannten Nachteile zu beseitigen, indem ein Verfahren zum Entfernen überschüssigen Kohlendioxids aus alkoholischen Getränken, wie beispielsweise Bier, bereitgestellt wird, wie in dem nachfolgenden ersten Patentanspruch beschrieben.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die technischen Merkmale der Erfindung im Hinblick auf die oben genannten Ziele sind deutlich in den nachfolgenden Patentansprüchen beschrieben und ihre Vorteile werden in der nachfolgenden detaillierten Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen dargelegt, die ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellen, ohne den allgemeinen Anwendungsbereich einzuschränken. Hierbei zeigen:

1 bis 3 und 5 bis 9 perspektivische Vorderansichten mehrerer Ausführungsformen des für die Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens angepassten Glases;

4 eine Draufsicht des in 1 dargestellten Glases;

10 bis 13 vergrößerte perspektivische Ansichten vier alternativer Ausführungsformen eines Detail des in 1 bis 9 dargestellten Seidels.

Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung

Mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen bezeichnet die Nummer 1 im Allgemeinen ein Glas oder Seidel für den Verzehr und das Verkosten von Getränken wie Wein und Bier.

Im Einzelnen zeigen die 1 bis 5, jeweils mit Kennzeichnung 2, 3, 4 und 5, kegelförmige Säulengläser mit einer weiten Öffnung 6, wie sie insbesondere für das Verkosten von Bier verwendet werden, während die 6 bis 9, jeweils mit Kennzeichnung 7, 8, 9 und 10, kelchförmige Gläser zeigen, also Gläser in Form eines kugelförmigen Kelchs mit einem Stiel 11 und einem Fuß 12.

Erfindungsgemäß weist die Innenoberfläche 13 der Gläser 1 mehrere erhöhte Rippen 14 auf, die gleichmäßig verteilt sind und sich vom Boden 15 zur Öffnung 6 der Gläser 1 erstrecken.

Bei dem in den 1 und 4 dargestellten Glas 2 sind die genannten Rippen 14 im Wesentlichen parallel zueinander, während sich bei den Gläsern 3 und 4 die Rippen 14 vom Boden 15 zur Öffnung 6 des Glases 1 hin mit wendel- oder spiralförmigem Verlauf, jeweils im Uhrzeigersinn und gegen den Uhrzeigersinn, erstrecken.

Bei dem in 5 dargestellten Glas 5 sind die Rippen 14 auf einen ersten und einen zweiten Rippensatz mit einander entgegengesetztem wendel- oder spiralförmigem Verlauf verteilt.

Das Glas 7 in 6 weist an der inneren Oberfläche 13 des entsprechenden Kelchs eine Reihe von Rippen 14 auf, die sich radial vom Boden 15 zur Öffnung 6 hin erstrecken.

Bei den Gläsern 8 und 9 erstrecken sich die Rippen 14 vom Boden 15 zur Öffnung 6 des Glases 1 mit wendel- oder spiralförmigem Verlauf, jeweils gegen den Uhrzeigersinn und im Uhrzeigersinn.

Schließlich sind bei dem Glas 10 in 9 die Rippen 14 auf einen ersten und einen zweiten Rippensatz mit einander entgegengesetztem wendel- oder spiralförmigem Verlauf verteilt.

Wie insbesondere in 10 und 12 dargestellt, weisen die Rippen 14 im Querschnitt eine abgerundete Form und unterschiedliche Stärken auf.

In den 11 und 13 weisen die Rippen 14 im Querschnitt eine jeweils scharfkantige Dreiecksform bzw. eine vieleckige Form mit zwei scharfen Kanten auf.

In der Praxis beträgt im Querschnitt die Größe der Rippen 14 zwischen 0,5 und 3,5 mm.

Im Gebrauch und im Falle von Bier hält der Verbraucher bei Verwendung eines der abgebildeten Gläser 1 beim Füllen das Glas 1 in einem bestimmten Winkel, so dass der Flüssigkeitsstrom durch die Rippen 14 mit einer wirbelnden Bewegung abgelenkt wird, welche das Kohlendioxid nach oben leitet.

Gleichzeitig und am Ende des Füllvorgangs lässt der Verbraucher das Glas einige Drehungen ausführen, damit wiederum durch die Rippen 14 eine turbulente Bewegung des Biers erzeugt wird, welche die Beseitigung von überschüssigem Kohlendioxid bewirkt. Allerdings werden durch diese Drehbewegung die Eigenschaften des Biers nicht beeinträchtigt, sondern vielmehr die Aroma- und Geschmacksmerkmale begünstigt.

Je nachdem, ob der Verbraucher Rechts- oder Linkshänder ist, kann es empfehlenswert sein, das jeweils geeignete Glas 1 unter den in 2, 3, 7 und 8, bzw. in 5 und 9 abgebildeten Modellen für Rechts- und Linkshänder auszuwählen. Im Falle von Wein und insbesondere bei Verwendung von einem Glas 1, wie es in den Fig. von 6 bis 9 abgebildet ist, lässt der Verbraucher das gefüllte Glas 1 Drehbewegungen ausführen, damit die entsprechenden Rippen 14 eine turbulente Bewegung erzeugen, die dem Zweck dient, die Aufnahme einer bestimmten Menge von Luft und demzufolge Sauerstoff durch die Flüssigkeit zu ermöglichen.

Durch die genannte Sauerstoffaufnahme werden bestimmte Eigenschaften des Weines wie Aroma und Geschmack verstärkt.

Daher erlaubt die genannte Anreicherung mit Sauerstoff eine Verstärkung der organoleptischen Merkmale des Weines sowie eine teilweise Beseitigung des im Wein enthaltenen Kohlendioxids, wodurch ebenfalls die Duftnote verbessert wird.

Schließlich ist zu beachten, dass eine weitere Auswirkung der Form der Gläser 1 mit den genannten Rippen 14 darin besteht, dass ebenfalls beim Wein eine geringe Senkung des Alkoholgehaltes erreicht wird, da ein Teil des Alkohols dazu neigt, infolge der wirbelnden Bewegung des Getränks freigesetzt zu werden. Darüber hinaus erzeugt die erfindungsgemäße Bewegung des Weines in einem Glas 1 angenehme musikalische Klänge.

Die beschriebene Erfindung ist offensichtlich zur industriellen Anwendung geeignet. Sie kann außerdem zahlreiche Veränderungen und Varianten zulassen, die alle in den Bereich des erfinderischen Gedankens fallen. Ferner können alle Einzelheiten durch technisch gleichwertige Elemente ersetzt werden und die Gläser 1 können selbstverständlich in jeder beliebigen Form und aus jedem beliebigen Material gefertigt sein.


Anspruch[de]
Verfahren zum Entfernen überschüssigen Kohlendioxids aus alkoholischen Getränken, dadurch gekennzeichnet, dass es folgende Schritte beinhaltet: Nehmen eines Glases (1) mit mehreren erhöhten Rippen (14), die gleichmäßig darin verteilt sind und sich vom Boden (15) zur Öffnung (6) des Glases (1) hin erstrecken; Drehen des Glases (1) während und/oder nach dem Füllen; sowie Positionieren des Glases (1) in einem bestimmten Winkel, während der Füllung und Drehung, die es erlaubt, dass die Rippen (14) wirbelnde und/oder turbulente Bewegungen des alkoholischen Getränks erzeugen, und somit den Gehalt an Kohlendioxid senken, welches die Aufnahmefähigkeit des menschlichen Körpers für alkoholische Erzeugnisse erhöht. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte alkoholische Getränk Bier ist. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wirbelnden und/oder turbulenten Bewegungen des alkoholischen Getränks durch die Rippen (14) erhalten werden, die sich radial vom Boden (15) zur Öffnung des Glases (1) hin erstrecken. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wirbelnden und/oder turbulenten Bewegungen des alkoholischen Getränks durch die Rippen (14) erhalten werden, die sich mit wendel- oder spiralförmigem Verlauf vom Boden (15) zur Öffnung (6) des Glases (1) hin erstrecken. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wirbelnden und/oder turbulenten Bewegungen des alkoholischen Getränks durch die Rippen (14) erhalten werden, die über einen ersten und einen zweiten Rippensatz mit einander entgegengesetztem Verlauf verteilt sind. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wirbelnden und/oder turbulenten Bewegungen des alkoholischen Getränks durch die Rippen (14) erhalten werden, die im Querschnitt mindestens eine scharfe Kante aufweisen. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wirbelnden und/oder turbulenten Bewegungen des alkoholischen Getränks durch die Rippen (14) erhalten werden, die im Querschnitt eine dreieckige oder vieleckige Form aufweisen. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wirbelnden und/oder turbulenten Bewegungen des alkoholischen Getränks durch die Rippen (14) erhalten werden, die im Querschnitt eine abgerundete Form aufweisen. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wirbelnden und/oder turbulenten Bewegungen des alkoholischen Getränks durch die Rippen (14) erhalten werden, deren Größe im Wesentlichen zwischen 0,5 und 3,5 mm beträgt.






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