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Dokumentenidentifikation DE60213611T2 18.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001414221
Titel Aufgeteilte Batterieversorgung
Anmelder Sony Ericsson Mobile Communications AB, Lund, SE
Erfinder Rydgren, Ake, 247 34 Södra Sandby, SE;
Westholm, Robert, 226 49 Lund, SE
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Aktenzeichen 60213611
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.10.2002
EP-Aktenzeichen 024451387
EP-Offenlegungsdatum 28.04.2004
EP date of grant 02.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse H04M 1/05(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04M 1/60(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine aufgeteilte Batterieversorgung für ein drahtloses Headset für den drahtlosen Datenaustausch mit einer Datenübertragungs-Station. Insbesondere bezieht sie sich auf ein Headset-System, welches ein derartiges Headset aufweist, und eine Headset-Tragevorrichtung, ein Headset zur Verwendung in einem derartigen System und auf eine Headset-Tragevorrichtung zur Verwendung in einem derartigen System.

Hintergrund

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts hat das Mobiltelefon-Gewerbe in der Welt eine enorme Entwicklung durchlaufen. Von den anfänglichen analogen Systemen, wie etwa solchen, die durch die Standards AMPS (Abk. für „Advanced Mobile Phone System") und NMT (Abk. für „Nordic Mobile Telephone") definiert werden, hat sich die Entwicklung in den letzten Jahren fast ausschließlich auf Standards für digitale Lösungen für Mobilfunk-Systeme fokussiert, wie etwa D-AMPS (wie beispielsweise in EIA/TIA-IS-54-B und IS-136 spezifiziert) und GSM (Abk. für „Global System for Mobile Communications"). In verschiedenen Systemen werden unterschiedliche digitale Übertragungsschemata verwendet, z.B. TDMA (Abk. für „Time Division Multiple Access") oder CDMA (Abk. für „Code Division Multiple Access"). Gegenwärtig geht die Mobilfunktechnologie in die so genannte 3te Generation über, die mehrere Vorteile gegenüber den Digitalsystemen der früheren 2ten Generation bereitstellt, auf die oben Bezug genommen wurde. Einer dieser Vorteile umfasst die Bereitstellung einer erhöhten Bandbreite, die einen wirksamen Datenaustausch von komplexeren Daten ermöglicht. Die 3te Generation von Mobilfunksystemen umfasst das UMTS (Abk. für „Universal Mobile Telephony System") in Europa und das CDMA2000 in den USA und ist in Japan bereits zum Teil implementiert. Ferner wird weitgehend angenommen, dass die erste Generation von PCNs (Abk. für „Personal Communication Networks"), welche kostengünstige, taschengroße kabellose Telefone verwenden, die komfortabel getragen und verwendet werden können, um zu Hause, im Büro, auf der Straße, im Wagen usw. Anrufe zu tätigen oder zu empfangen, beispielsweise von Mobilfunkträgern bereitgestellt werden, welche die Infrastruktur der nächsten Generation digitaler Mobilfunksysteme verwenden.

Ferner ist Anstieg in der Verwendung von transportablen Datenübertragungs-Stationen erwünscht, und zwar für einen einfachen und praktischen Betrieb dieser Vorrichtungen. Insbesondere haben sich die Hersteller von zellularen Mobilfunk-Telefonen lange bemüht, einen leistungsfähigen Freisprech-Betrieb bereitzustellen. In Automobilen ist es beispielsweise erwünscht – im Hinblick auf die Sicherheit des Fahrers und den Fahrkomfort – Freisprech-Telefone bereitzustellen. Mittels eines Freisprech-Betriebs kann der Fahrer eines Fahrzeugs beide Hände zur Steuerung des Automobils verwenden.

Ein Verfahren des Freisprech-Betriebs kann durch einfaches Erhöhen der Verstärkung des Mikrophons und des Lautsprechers des Telefons realisiert werden, um einem Anwender zu ermöglichen, über eine gewisse Distanz von der Einheit zu sprechen und zu hören. Ein derartiges Telefon wird allgemein als Lautsprechertelefon bezeichnet. Jedoch sind mehrere Probleme mit einem auf diese Weise aufgebauten System verbunden. Beispielsweise machen es eine durch Umgebungsgeräusche bedingte Rückkopplung und Empfangsstörung oft schwer die Worte des Anwenders klar zu verstehen. Um Offset-Problemen in Folge von Umgebungsgeräuschen entgegen zu wirken, kann die Mikrophonverstärkung durch Anordnen eines externen Mikrophons nahe dem Mund des Anwenders verringert werden, welches über einen Draht mit dem Hauptkörper des Funktelefons verbunden ist. Nichts desto trotz muss der Telefon-Lautsprecher noch mit einer hohen Lautstärke betrieben werden, wodurch die Ungestörtheit des entgegengenommenen Anrufs herabgesetzt wird.

Eine andere Lösung umfasst ein Headset mit einem Mikrophon und einem Lautsprecher, wobei ein Kabel das Headset mit der Haupt-Telefonvorrichtung verbindet. Obwohl so eine verbesserte Leistungsfähigkeit und Ungestörtheit bereitgestellt werden, muss das Headset noch mit der Funktelefon-Einheit verdrahtet werden. Drahtverbindungen sind insbesondere für die Verwendung mit einem transportablen Funktelefon unbequem.

Aus diesem Grunde wurden kabellose Headsets entwickelt, die drahtlos mit Datenübertragungs-Stationen Daten austauschen. In heutigen kabellosen Headset-Systemen kann ein Datenaustausch beispielsweise durch Infrarotstrahlung oder Funkübertragung realisiert werden. Es wurden auch Headsets, umfassend Bluetooth-Technik für den Funk-Datenaustausch über eine kurze Reichweite mit einer Datenübertragungs-Station, wie einem Mobiltelefon offenbart.

Um kabellose oder drahtlose Headsets zu betreiben ist eine Stromversorgungseinheit erforderlich. Da kein Kabel verwendet wird, ist die Stromversorgungseinheit, normalerweise in der Ausführungsform einer Batterie, in dem Headset aufzunehmen, was zudem bedeutet, dass die Batterie bei Verwendung des Headsets von dem Anwender getragen werden muss. Folglich weisen transportable kabellose Vorrichtungen im allgemeinen und kabellose Headsets im besonderen starke und etwas widerstreitende Marktanforderungen auf: Sie sollen so klein und leicht gewichtig sein wie möglich, und die Batterie soll so lange halten wie möglich. Jedoch ist es dem Fachmann bekannt, dass lang haltende Batterien größer und/oder schwerer sind als nur kurz haltende Batterien, und die Hersteller werden immer danach streben, ihre Produkte kleiner und kleiner zu machen, um mehr Konsumenten anzuziehen. Offensichtlich wird ein Hersteller, der eine Lösung findet, wie das kleinste Produkt mit der höchsten Batteriezeit zu kombinieren ist, einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil haben, obwohl sehr wahrscheinlich in einem gewissen Ausmaß immer ein Kompromiss zwischen Größe/Gewicht und Batteriezeit vorhanden sein wird.

Ein Ansatz die Nachteile herkömmlicher Headset-Lösungen zu überwinden ist in USA Patent 5,590,417 von Rydbeck offenbart, worauf hierin Bezug genommen wird und welches ein drahtloses Mittel zum Datenaustausch zwischen einem Headset und einer transportablen Funktelefon-Einheit vorschlägt. Ferner arbeitet das Headset in zwei Moden. Gemäß einem ersten Modus kann das Headset an dem Funktelefon befestigt werden, wo es als ein Lautsprecher und Mikrophon dient. Das Headset kann auch von dem Körper des Funktelefons getrennt werden und an dem Kopf des Anwenders angeordnet werden. Bei diesem Betriebsmodus empfängt das Headset während eines Anrufs Kommunikationssignale von dem Körper des Funktelefons und überträgt Kommunikationssignale zu diesem, wodurch ein Freihand-Betrieb bereitgestellt wird. Sofern das Headset an dem Funktelefon befestigt ist, kann eine Batterie in dem Headset von dem Funktelefon geladen werden. Ein Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass das Headset angebracht an dem Telefon zu verstauen ist. Eine der Grundideen mit kabellosen Headsets besteht darin, dass die Datenübertragungs-Station, wie etwa ein Mobiltelefon, z.B. in einer Tasche oder Jackentasche aufbewahrt werden kann, wobei das Headset irgendwo anders untergebracht ist, wo es bei Bedarf leicht erreicht werden kann.

WO 02/39600 A2 offenbart eine Datenübertragungs-Station, z.B. ein Mobiltelefon, und ein Headset, das zum Datenaustausch an die Datenübertragungs-Station anschließbar ist. Das Headset ist zum Laden direkt an das erste Datenübertragungsmodul anschließbar, und zwar unter Verwendung der Batterie des ersten Datenübertragungsmoduls als Stromversorgung.

GB 2277422 A offenbart ein Headset-Zubehör für ein Mobiltelefon, wobei eine Basiseinheit für das Headset an einer Basisstation für das Mobiltelefon angebracht ist. Die Basisstation nimmt eine Stromversorgungsmanagement-Anordnung auf, die wirkend dazu ausgebildet ist, das Headset entweder von der Batterie des Mobiltelefons oder einer Hilfsbatterie für ein Fahrzeugs zu laden, in dem die Basisstation angeordnet ist.

WO 01/08386 A1 bezieht sich auf ein Zubehörteil für ein Mobiltelefon, das einen Zubehöranschluss zum Anbringen des Telefons und zum Ermöglichen der Datenübertragung zu dem Telefon und ein Ohrteil aufweist, welches bei Verwendung getragen wird. Der Anschluss ist verwendbar, um das Telefon zu laden, und umfasst ferner einen Anschluss zum Anbringen des Ohrteils für das gleichzeitige Laden desselben.

Demnach besteht nach wie vor ein Bedarf an Verbesserungen der Technik von kabellosen Headsets, um die Marktanforderungen an Größe, Batteriezeit und einfacher Verwendung zu erfüllen.

Zusammenfassung der Erfindung

Folglich ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben dargelegten Mängel des Stands der Technik zu überwinden.

Gemäß einem ersten Aspekt wird diese Aufgabe gelöst durch ein Headset-System und eine Headset-Tragevorrichtung gemäß der Ansprüche. Auf diese Weise kann ein geringes Gewicht für das Headset bereitgestellt werden, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer langen Batteriezeit durch Verstauen des Headsets in der Headset-Tragevorrichtung, wenn es nicht verwendet wird. Ferner muss mit dieser Lösung die Datenübertragungs-Station, z.B. ein Telefon, ein Computer oder andere Vorrichtungen, die zum Datenaustausch an das Headset anschließbar sind, nicht erreicht werden, falls nur Funktionen des Headsets, hautsächlich Sprechverbindung, zu verwenden sind. Auch, da die Headset-Tragevorrichtung nicht notwendigerweise andere Elemente aufweisen muss als das Ladegerät und Mittel zum Tragen und eventuellen Schützen des Headsets, kann es geeignet für diesen Zweck ausgebildet sein. Ferner wird es der Datenübertragungs-Station keine Leistung entnehmen, was unerwünscht ist, da die Station im allgemeinen auch ohne das Headset betrieben werden kann. Ein anderer durch die Erfindung erzielter Vorteil besteht darin, dass das Headset und das Ladegerät des Headsets nicht mit einer bestimmten Station verbunden werden müssen. Wenn Sende/Empfangs-Mittel, geeignet für den Datenaustausch mit unterschiedlichen Stationen, in das Headset aufgenommen werden, wie etwa bei Verwendung von Bluetooth, ist es selbstverständlich nicht sehr praktisch, das Headset von einer dieser Stationen laden zu müssen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorliegende Erfindung wird nun detaillierter in Bezug auf die bevorzugten Ausführungsformen beschrieben, die nur beispielhaft sind und in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind, in denen:

1 schematisch ein drahtloses Datenübertragungssystem und ein drahtloses Headset für eine Funk-Datenübertragungsstation gemäß einer Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht;

2 schematisch ein kabelloses Headset gemäß einer Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht;

3 schematisch eine Headset-Tragevorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht;

4 und 5 schematisch das Headset aus 2, welches in der Headset-Tragevorrichtung der 3 angeordnet ist veranschaulichen;

6 schematisch die Verwendung eines kabellosen Headsets für unterschiedliche Datenübertragungs-Station veranschaulicht;

7 schematisch den Schaltkreis eines Headsets gemäß einer Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht;

8 schematisch eine Headset-Tragevorrichtung zur Fahrzeuginstallation gemäß einer Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht;

9 schematisch eine Headset-Tragevorrichtung gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung mit einem darin angeordneten Headset veranschaulicht;

10 schematisch das Headset und die Headset-Tragevorrichtung der 9 bei Anordnung in einem Arbeitsflächen-Modus veranschaulicht; und

11 schematisch die Headset-Tragevorrichtung der 9 in einem Arbeitsflächen-Modus ohne das Headset veranschaulicht.

Detaillierte Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen

Die vorliegende Beschreibung bezieht sich auf kabellose Headsets zur Verwendung als oder mit Datenübertragungs-Stationen. Mit Headset ist eine Vorrichtung zu verstehen, die dazu ausgebildet ist, von einem Anwender als ein Datenaustausch-Interface verwendet zu werden, umfassend mindestens einen Lautsprecher, ein Mikrophon und Mittel zum Datenaustausch mit einer Datenübertragungs-Station durch drahtlose Übertragung von Audiodaten. Ferner ist das Headset mit einigen Formen von Anbring-Mitteln ausgebildet, um das Headset in einer bevorzugten Position an dem Anwender zu positionieren und zu halten, wobei der Lautsprecher im wesentlichen an dem Ohr des Anwenders und das Mikrophon in der Umgebung des Munds des Anwenders angeordnet ist. Das Headset kann folglich all die Merkmale für eine Datenübertragungs-Station, wie etwa ein Mobiltelefon aufweisen, kann jedoch alternativ nur das Audio-Interface für den Anwender bilden. Die folgende Beschreibung ist auf die letztere Ausführungsform gerichtet, doch der Fachmann wird erkennen, dass die vorliegende Erfindung gleichermaßen auch auf die erste Ausführungsform anwendbar ist.

Bezug nehmend auf die 2 und 7 ist ein kabelloses Headset 1 dargestellt. Ein Gehäuse 11 trägt die notwendige Elektronik und umfasst oder ist verbunden mit einem länglichen Element 7, welches gestaltet ist, um ein Mikrophon 4 zu tragen. Ein Lautsprecher 6 ist in dem Gehäuse 11 gehalten, obwohl in 2 nicht dargestellt. Das Headset umfasst ein Mittel 8 zum Anbringen an einen Anwender, in der dargestellten Ausführungsform in der Form eines Ohrbügels 8, gestaltet, um hinter die Ohrmuschel eines Anwenders zu passen. Es sei angemerkt, dass die besondere Einführung des Mittels zum Anbringen des Headsets an dem Anwender nicht entscheidend für die Erfindung ist, wobei das dargestellte Beispiel eine bevorzugte Ausführungsform kennzeichnet. Bänder oder andere Mittel zum Anbringen des Headsets 1 an dem Kopf können optional verwendet werden.

Das Headset 1 wird in Kombination mit mindestens einer Datenübertragungs-Station verwendet. Hierin werden die Merkmale der Erfindung hauptsächlich in Verbindung mit einem Headset 1 beschrieben, welches mit einer transportabeln Funkverbindungsstation, wie etwa einem Mobiltelefon, verwendbar ist. Jedoch umfasst der Begriff Verbindungsstation jegliche Mobil-Einrichtung, die für die Funkverbindung mit einer Funkstation gestaltet ist, wobei die Funkstation auch eine mobile Station oder z.B. eine stationäre Basisstation sein kann. Folglich umfasst der Begriff Funkstation Mobiltelefone, Mobilfunkempfänger, Sprechanlagen, elektronische Organizer, Smartfones, PDAa (Abk. für „Personal Digital Assistants"), am Fahrzeug befestigte Funkverbindungs-Vorrichtungen oder dergleichen, als auch transportable Laptop-Computer, gestaltet z.B. für den drahtlosen Datenaustausch in einem WLAN (Abk. für „Wireless Local Area Network"). Ferner sollte der Begriff Funkstation auch dahingehend verstanden werden, dass er irgendeine stationäre Vorrichtung umfasst, die für eine Funkverbindung ausgebildet ist, wie etwa eine mobile Beta-Netzwerk-Station, ein PSTN(Abk. für „Public Switched Telephone Network")-Telefon, ein IP-Telefon, ein Tischcomputer, Drucker, Faxgeräte usw., gestaltet, um eine Funkverbindung untereinander oder einigen anderen Funkstationen herzustellen, wobei ein Audio-Interface zum Sprechen oder Hören verwendbar ist. Die Übertragung zwischen dem Headset und der Datenübertragungs-Station kann selbstverständlich in Form irgendeiner drahtlosen Anwendung vorliegen, welche neben Funk z.B. Infrarot-Licht umfasst. Ferner sollte betont werden, dass die Begriffe „aufweisen" und „umfassen" bzw. „weist auf" und „umfasst", wenn sie in dieser Beschreibung und in den beigefügten Ansprüchen verwendet werden, um enthaltene Merkmale, Elemente oder Schritte zu kennzeichnen, in keinster Weise dahingehend zu interpretieren sind, dass sie das Vorhandensein anderer als der ausdrücklich angegebenen Merkmale, Elemente oder Schritte ausschließen.

7 veranschaulicht den Schaltkreis des Headsets 1, obwohl andere Elemente als die so offenbarten eingesetzt werden können. Für die drahtlose Übertragung und den drahtlosen Empfang von Audiodaten ist eine Sende/Empfangs-Vorrichtung 2 vorgesehen. Für den Fall eines Headsets 1 mit Funkübertragung und Funkempfang weist die Sende/Empfangs-Vorrichtung 2 eine Antenne 5 auf oder ist mit dieser verbunden. Bei einer Ausführungsform, die Infrarot-Übertragung (nicht dargestellt) verwendet, wird der Sender/Empfänger vorzugsweise mit einem Lichtemitter und einem Lichtdetektor, z.B. einer Licht emittierenden Diode, also einer LED, und einer Photodiode verbunden. Die Audiodaten werden zwischen einer Datenübertragungs-Station und dem Headset 1 übertragen, im allgemeinen als moduliertes Trägersignal, z.B. in Form von Funk oder Infrarot. Daher ist ferner ein Audiowandler in der Sende/Empfangs-Vorrichtung 2 des Headsets 1 vorgesehen, um Audiodaten in Audiosignale, wie Sprache umzuwandeln und umgekehrt. Die Sende/Empfangs-Vorrichtung 2 ist mit einem Lautsprecher 6 und einem Mikrophon 4 verbunden. Eine Stromversorgungseinheit 3 versorgt die Elektronik des Headsets 1 mit elektrischer Energie. Um es zu ermöglichen, die Stromversorgungseinheit aufzuladen, sind Anschlüsse 9, 10 an die Stromversorgungseinheit 3 angeschlossen, und vorzugsweise von außerhalb des Gehäuses 11 zugänglich. Wie unten weiter beschrieben kann die Stromversorgungseinheit 3 wieder aufgeladen werden, wenn das Headset an ein separates Ladegerät angebracht wird. Als eine Alternative zu einer direkten elektrischen Verbindung durch die Anschlüsse 9, 10 können Mittel bereitgestellt werden, um induktiv Energie auf die Stromversorgungseinheit 3 zu übertragen. Derartige induktive Übertragungsvorrichtungen sind wohl bekannt und werden in vielen wiederaufladbaren Produkten verwendet, um den direkten elektrischen Kontakt zu vermeiden. Ein induktiver Übertrager kann erwünscht sein, da so die Möglichkeit des Kontaktfehlers, entweder mechanischer Natur oder infolge von Umgebungskontamination, vermieden werden kann. Die Stromversorgungseinheit 3 ist vorzugsweise eine wiederaufladbare Batterie, kann jedoch auch ein Kondensator sein.

Bei einer Ausführungsform umfasst die Sende/Empfangs-Vorrichtung 2 des Headsets 1 einen Sender und einen Empfänger, die einen Duplex-Datenaustausch mit einer Datenübertragungs-Station ermöglichen. Das Headset 1 umfasst auch ein Sende- und Empfangselement, wie etwa die Antenne 5, um von der Datenübertragungs-Station Signale zu empfangen und zu dieser zu übertragen. Für RF(Radiofrequenz)-Signale kann die Antenne eine schmale Spule oder ein Draht sein oder eine flache Struktur aus leitendem Material, angeordnet innerhalb des Körpers des Headsets, oder sie kann in dem Ohrbügel 8 angeordnet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform können die Sende/Empfangs-Vorrichtung 2 und die Antenne 5 gemäß der Bluetooth-Technik gestaltet sein, für eine Funkverbindung mit kleiner Reichweite. Der Empfänger detektiert und demoduliert das Signal von der Antenne, um ein Audiosignal zu erzeugen. Mehrere Modulationsarten können verwendet werden, umfassend Frequenzmodulation (FM), Pulsbreitenmodulation (PWM), Amplitudenmodulation (AM), Einseitenband AM, Quadraturphasenumtastung (QPSK), usw. Das von dem Empfänger erzeugte Audiosignal wird einem Audioverstärker und dem Lautsprecher 6 zugeführt. Das Mikrophon 4 wandelt von einem Anwender des Headsets 1 geäußerte Sprache in elektrische Signal um, die vorzugsweise einem Bandpassfilter der Sende/Empfangs-Vorrichtung 2 zugeführt werden, um Nebengeräusche zu reduzieren. Die Ausgabe des Filters kann durch einen geeigneten Verstärker verstärkt werden, wobei die Ausgabe des Verstärkers dem Sender der Sende/Empfangs-Vorrichtung 2 bereitgestellt wird. Der Sender 2 moduliert ein RF-Trägersignal mit verstärkter Ausgabe. Es ist ersichtlich, dass der Sender 2 auch geeignete Audio-Eingabekomponenten aufweisen kann. In jeder Ausführungsform ist ein moduliertes Trägersignal an die Antenne 5 gekoppelt, die zum Empfang in einer Datenübertragungs-Station strahlt.

Es sei hervorgehoben, dass die vorliegende Erfindung ebenso auch für ein Headset verwendbar ist, das nur für die Übertragung gestaltet ist und nur ein Mikrophon, aber keinen Lautsprecher trägt, und entsprechend für ein Headset verwendbar ist, das nur für den Empfang gestaltet ist und nur einen Lautsprecher, aber kein Mikrophon trägt.

1 veranschaulicht eine typische Arena für die vorliegende Erfindung, wobei ein Headset 1 zur Übertragung von Audiodaten zu und von einem Funktelefon 30 über einer ersten Typ einer Übertragungsverbindung 36 verwendbar ist. Ein derartiges Funktelefon 30 tauscht mit Basisstationen 38 eines Mobil-Telefonsystems Daten über einen zweiten Typ einer Übertragungsverbindung aus. Die Datenübertragungs-Station ist in der Ausführungsform eines Mobiltelefons 30 offenbart, das für Funkverbindung gestaltet ist. Die Station 30 weist ein Chassis oder Gehäuse 34 auf, das eine Anwender-Audioeingabe in der Form eines Mikrophons 32 und eine Anwender-Audioausgabe in der Form eines Lautsprechers 33 oder eines Anschlussteils an einem Ohrteil (nicht dargestellt) trägt. Ein Satz von Tasten, Knöpfen oder dergleichen bildet ein Dateneingabe-Interface 35 und ist z.B. zum Wählen in der aus dem Stand der Technik bekannten Art und Weise verwendbar. Ferner ist ein Datenausgabe-Interface, welches ein Display 31 aufweist, vorgesehen, und das gestaltet ist, um Verbindungsinformationen, Adresslisten usw. auf eine Weise darzustellen, die dem Fachmann wohl bekannt ist. Die Funk-Datenübertragungsstation 30 umfasst Elektroniken für die Funkübertragung und den Funkempfang (nicht dargestellt) und ist mit einer Antenne, wie etwa einer traditionellen Stichleitungsantenne oder einer eingebauten, schwach profilierten Antennenvorrichtung innerhalb des Gehäuses 34 gestaltet, und zwar zum Datenaustausch mit einer Basisstation 38 über ein Luftinterface, das z.B. durch GSM, UMTS oder CDMA2000 gebildet wird. In der dargestellten Ausführungsform ist die Station 30 ohne das Headset 1 vollständig betriebsbereit, da sie ihr eigenes Audiointerface 32, 33 trägt. Bei einer alternativen Ausführungsform kann die Station keinen Lautsprecher 33 oder kein Mikrophon 32 aufweisen, oder beides nicht ausweisen, wobei sie nur zur Übertragung von Audiosignalen unter Verwendung des Headsets 1 verwendbar ist.

Der Datenaustausch zwischen dem Headset 1 und der Station 30 wird vorzugsweise durch ein Übertragungs-Interface realisiert, das sich von dem des Datenaustauschs zwischen der Station 30 und den Netz-Basisstationen 38 unterscheidet.

Bluetooth wurde als eine Ausführungsform erwähnt, die ein separates Funkband für eine Verbindung mit kurzer Reichweite verwendet. Andere Interface-Typen für den drahtlosen Datenaustausch können verwendet werden, obwohl deren Details für das Verständnis oder die Umsetzung der vorliegenden Erfindung nicht wichtig sind.

Für eine geeignete Verwendung sollte das Headset so klein und leicht gewichtig sein wie möglich. Vor dem Hintergrund dieses Ziels schlägt die vorliegende Erfindung die Verwendung einer aufgeteilten Batteriekonfiguration des Headsets 1 vor, wie in den 2-5 und 8-11 dargestellt. Eine kleine, wiederaufladbare Stromversorgungseinheit 3 mit geringer Kapazität ist in dem Headset 1 realisiert, wie zuvor in Verbindung mit 7 beschrieben. Eine zweite Stromversorgungseinheit 41 ist in einer separaten Headset-Tragevorrichtung 40 realisiert. Die zweite Stromversorgungseinheit 41 ist vorzugsweise auch wiederaufladbar, ist jedoch auch als ein Ladegerät für die erste Stromversorgungseinheit 3 des Headsets 1 gestaltet. Bei einer alternativen Ausführungsform wird eine normale Primärzellen-Batterie als die zweite Stromversorgung, d.h. dass Ladegerät verwendet. Derartige Primärzellen sind in Geschäften wie Supermärkten und Tankstellen einfach erhältlich. Dank der aufgeteilten Batterieversorgung kann eine minimales Batteriegewicht in dem Headset 1 realisiert werden, wodurch das Gewicht minimiert wird, dass an dem Kopf des Anwenders während der Verwendung zu tragen ist. Wenn es nicht verwendet wird, wird das Headset 1 in der Headset-Tragevorrichtung 40 verstaut, worin das Headset 1 durch das Ladegerät 41 aufgeladen wird. Aus diesem Grund weist die Headset-Tragevorrichtung 40 Ladekontakte 42, 43 auf, um einen elektrischen Kontakt mit den zusammenwirkenden Kontakten 9, 10 der Stromversorgungseinheit 19 herzustellen.

Alternativ kann, wie bereits erwähnt, anstelle einer Anordnung mit direktem elektrischen Kontakt eine Induktionslösung vorgesehen sein. Die zweite Leistungsversorgungseinheit oder das Ladegerät 41 ist vorzugsweise eine wiederaufladbare Batterie, kann jedoch auch ein Kondensator mit einer großen Kapazität sein.

Das Ladegerät 41 der Headset-Tragevorrichtung 40 ist vorzugsweise an andere Mittel anschließbar, um das Ladegerät 41 wieder aufzuladen, beispielsweise durch Anschluss an einen Versorgungsnetz-Ausgang. Die Verbindung kann durch Drahtverbindung oder z.B. durch eine an ein Versorgungsnetz angeschlossene Andockstation realisiert werden, in der die Headset-Tragevorrichtung 40 zum Wiederaufladen angeordnet wird.

3 veranschaulicht eine Ausführungsform der Headset-Tragevorrichtung 40 selbst, die auch das eingebaute Ladegerät 41 kenntlich macht. 4 und 5 veranschaulichen in einer Schnittansicht die Headset-Tragevorrichtung 40 wenn sie ein Headset 1 trägt. In diesen beiden Zeichnungen wurde das Ladegerät 41 ausgelassen, um die Figuren deutlicher bzw. verständlicher zu gestalten. Wie durch die Zeichnungen kenntlich gemacht, weist die Headset-Tragevorrichtung 40 vorzugsweise ein schützendes Gehäuse auf. In den offenbarten Ausführungsformen umfasst das schützende Gehäuse einen Behälter 47 mit einem Deckel 48, der drehbar an dem Behälter angelenkt ist. Das innere des schützenden Gehäuses umfasst ferner Halteabschnitte 44, 45, geformt, um ein darin verstautes Headset zu halten und zu schützen. Eine Längsbohrung 46 ist ausgebildet, um das längliche Element 7 des Headsets 1, welches das Mikrophon 4 trägt, aufzunehmen. Die Halteabschnitte sind ferner geformt, um den Ohrbügel 8 aufzunehmen. Falls nicht ausschließlich durch Verbindung zwischen den zusammenwirkenden Anschlüssen 9, 10, 42, 43 zwischen der Headset-Stromversorgung 3 und dem Ladegerät 41 bereitgestellt, können Headset-Haltemittel, um das verstaute Headset an seiner Position zu halten, separat realisiert werden. Die Headset-Haltemittel können auch durch geformte Abschnitte bereitgestellt sein, welche einen „Klick"-Verschluss bilden, vorzugsweise durch Eingriff zwischen dem Headset-Gehäuse 11 und den Halteabschnitten 44, 45, auf eine Weise ähnlich zu der Verbindung zwischen einem Füller und seiner Kappe. Die Headset-Tragevorrichtung 40 kann auch ein Mittel aufweisen, um sie an einem Anwender anzubringen, beispielsweise einen Gürtelklipp (nicht dargestellt).

In Abhängigkeit davon wie das Headset verwendet wird können unterschiedliche Größen und Kapazitäten der Stromversorgungseinheit 3 ausgewählt werden. Bei einer Ausführungsform ist eine Stromversorgungseinheit 3, die eine Batteriezeit aufweist, die ca. einem durchschnittlichen Telefonanruf entspricht, in dem Headset 1 realisiert. Natürlich variiert zwischen den Anwendern die Durchschnittszeit für einen Anruf, und gemäß der Erfindung kann ein Anwender die kleinstmögliche Batterie für seine oder ihre Erfordernisse einsetzen. Wenn es nicht verwendet wird, wird das Headset in der Headset-Tragevorrichtung 40 verstaut und wieder aufgeladen. Die Kombination eines Ladegeräts und eines schützendes Gehäuses in der Headset-Tragevorrichtung 40 ist vorteilhaft, da das Headset allgemein irgendwo angeordnet oder verstaut werden muss, wenn es nicht verwendet wird. Ferner, wenn gestaltet, um mit mobilen Datenübertragungs-Stationen oder mit unterschiedlichen Datenübertragungs-Stationen, die sich an unterschiedlichen Standorten befinden, verwendet zu werden, ist irgendeine Art einer Klipplösung erwünscht, um das Headset 1 zu tragen, wenn es nicht verwendet wird. Eine derartige Klipplösung wird, sofern mit dem Headset integriert, das Headset sowohl größer als auch schwerer machen.

8 veranschaulicht eine unterschiedliche Ausführungsform der Headset-Tragevorrichtung gemäß der Erfindung. Die Headset-Tragevorrichtung 80 ist für die Fahrzeugverwendung, wie beispielsweise in einem Auto, ausgebildet, wo sie in geeigneter Weise, beispielsweise an dem Armaturenbrett durch Verwendung eines Anbring-Mittels 81 angebracht werden kann. Die äußere, vorzugsweise ebene Fläche des Anbring-Mittels 81 kann mit einer adhäsiven Schicht oder einem Magneten beschichtet sein. Alternativ kann das Anbring-Mittel 81 ein Paar von zusammenwirkenden Elementen aufweisen, wobei eines davon hautsächlich dauerhaft in dem Fahrzeug befestigt ist und das andere Element an der Headset-Tragevorrichtung 80 befestigt wird, derart, dass die Headset-Tragevorrichtung 80 von dem Fahrzeug gelöst werden kann. Bei einer derartigen Ausführungsform kann die Headset-Tragevorrichtung 80 auch ein schützendes Gehäuse aufweisen, obwohl in 8 keines dargestellt ist. Die Headset-Tragevorrichtung 80 verwendet die vorliegende Stromversorgung des Fahrzeugs, z.B. die Fahrzeugbatterie 82 oder die Lichtmaschine, um die zweite Stromversorgung oder das Ladegerät 86 zu laden. 8 veranschaulicht eine typische Ausführungsform wo die Headset-Tragevorrichtung 80 über eine Drahtverbindung 85 an die beide Polen 83, 84 der Fahrzeugbatterie 82 angeschlossen ist. Die Drahtverbindung 85 kann eine direkte Verbindung sein, alternativ ist die Headset-Tragevorrichtung 80 jedoch auch durch eine Art eines lösbaren Anschlusses (nicht dargestellt) an die Autobatterie anschließbar. Dieser Anschluss kann beispielsweise an einen Standard 12 Volt Zigarettenanzünder-Ausgang anbringbar sein. Bei dieser Fahrzeug angepassten Ausführungsform kann die zweite Stromversorgung 86 auch einen Spannungswandler 86 aufweisen, derart, dass eine geeignete Ladespannung für die zweite Stromversorgungseinheit bereitgestellt wird. Natürlich kann die Ausführungsform der 8 ebenso für andere Fahrzeugtypen verwendet werden, die eine elektrische Stromversorgung aufweisen, wie etwa Boote, Flugzeuge usw.

Die 9-11 veranschaulichen noch eine andere Ausführungsform der Erfindung. Bei dieser ist eine Headset-Tragevorrichtung 90 vorgesehen, ähnlich zu der in 3. Ferner umfasst die Headset-Tragevorrichtung 90 ebenfalls eine Stromversorgung, Leiter und Anschlüsse, wie in 3 dargestellt und hierauf bezugnehmend beschrieben, wobei diese Elemente in den 9-11 der Klarheit willen weggelassen sind. Die Headset-Tragevorrichtung 90 umfasst das weitere Merkmal, dass sie in einen Arbeitsflächenmodus faltbar ist, in der sie geeignet auf einer flachen horizontalen Fläche, wie einem Tisch angeordnet werden kann. Dieses Merkmal ist in 10 veranschaulicht, mit einem in der Headset-Tragevorrichtung 90 angeordneten Headset 1, und in 11, die nur die Headset-Tragevorrichtung 90 zeigt. Gemäß der dargestellten Ausführungsform wird der Arbeitsflächenmodus durch vollständiges Öffnen des schwenkbaren Deckels 91 des Behälters 92 bereitgestellt, derart, dass die obere Fläche des Deckels 91 eine Stützfläche für die Headset-Tragevorrichtung 90 wird. Optional kann die zweite Stromversorgung, d.h. das Ladegerät, das in der Headset-Tragevorrichtung 90 eingesetzt wird, an einen Netzversorgungs-Ausgang, vorzugsweise über eine Leitung, anschließbar sein. Auf diese Weise kann auch bei Anordnung im Arbeitsflächenmodus die zweite Stromversorgung auf geeignete Weise geladen werden.

Gemäß der Erfindung bezieht sich die vorliegende Erfindung folglich auf ein Headset-System, umfassend ein Headset 1 und eine Headset-Tragevorrichtung 40, wobei die Stromversorgungs-Kapazität zwischen beiden aufgeteilt ist. Die Headset-Tragevorrichtung 40 ist vorzugsweise mit Anbring-Mitteln gestaltet, die an dem Körper eines Anwenders getragen werden können, wie etwa einem Gürtelklipp, einem Halsband oder einem Klipp, der an die Kleidung anzubringen ist. Alternativ kann die Headset-Tragevorrichtung gestaltet sein, um an einem anderen Gegenstand angeordnet oder befestigt zu werden. Da das Headset 1, für welches die vorliegende Erfindung realisiert werden kann, für den Datenaustausch über viele unterschiedliche Datenübertragungs-Stationen verwendet werden kann – in dem Fall der Bluetooth-Implementierung mit irgendeiner Datenübertragungs-Station, die das relevante Bluetooth-Profil unterstützt – ist es vorteilhaft, keine Batterie-Ladefunktion 41 zu haben, die auf eine dieser Datenübertragungs-Stationen beschränkt ist. 6 veranschaulicht einen Anwender 60, der ein Headset 1 mit Bluetoothübertragungs-Fähigkeiten trägt. Das Headset 1 ist zum Datenaustausch über Bluetooth an ein Mobiltelefon 30 anschließbar, und zwar für den weiteren Datenaustausch über ein Mobiltelefon-Netz. Ferner ist das gleiche Headset 1 zum Datenaustausch über Bluetooth an ein PSTN oder IP Telefon 61 z.B. im Büro oder der Wohnstätte des Anwenders anschließbar. Dementsprechend kann das Headset 1 an mehrere andere Datenübertragungs-Stationen anschließbar sein, mobile oder stationäre. Jedoch, wie einem Fachmann ersichtlich, braucht ein Headset, das zum Datenaustausch an unterschiedliche Stationen anschließbar ist, nicht das gleiche Übertragungsinterface gegenüber solchen unterschiedlichen Stationen zu verwenden. Trotzdem ist ein Headset-System gemäß der Erfindung durch Bereitstellen einer besonderen Headset-Tragevorrichtung 40, die von der Datenübertragungs-Station getrennt ist, und die vorzugsweise ein schützendes Gehäuse oder eine Struktur 47 aufweist, geeignet für eine einfache Verwendung ausgebildet, bedingt durch das geringe Gewicht des Headsets 1, die sichere und einfache Aufbewahrung bei Nicht-Verwendung und Transport und eine lange Batteriezeit. Die Stromversorgungseinheit des Headsets ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie mindestens für eine kurze Verwendungs-Zeitdauer für den Datenaustausch von Audiodaten, die Umwandlung zwischen Audiodaten und Audiosignalen und die Übertragung von Audiosignalen hält, bevor ein Wiederaufladen notwendig ist. Die Headset-Sprechzeit kann zwischen null und zwei Stunden betragen, vorzugsweise sollte das Headset jedoch eine Sprechzeit im Bereich von ca. dreißig bis sechzig Minuten aufweisen. Diese kurze Zeitdauer wird in den meisten Fällen ausreichend sein, um mindestens für ein Telefongespräch auszureichen, bevor ein Wiederaufladen der Stromversorgungseinheit erforderlich ist, jedoch nicht viel länger. Auf diese Weise kann die Stromversorgungseinheit sehr klein und mit einem geringen Gewicht ausgebildet werden. Vorzugsweise sollte es der Headset-Tragevorrichtung möglich sein, die Headset-Stromversorgung mindestens zehnmal aufzuladen bevor die zweite Stromversorgung der Headset-Tragevorrichtung geladen oder ersetzt werden muss. Folglich ist es der Headset-Tragevorrichtung vorzugsweise möglich dem Headset ca. 600 Minuten Sprechzeit bereitzustellen.

Vorhergehend wurden die Prinzipien, bevorzugte Ausführungsform und Betriebsmoden der vorliegenden Erfindung beschrieben. Jedoch soll die Erfindung nicht dahingehend verstanden werden, dass sie auf die besonderen, oben beschriebenen Ausführungsformen beschränkt ist. Beispielsweise kann die Headset-Tragevorrichtung 40 einfach das Ladegerät 41 und Mittel zur Verbindung des Headsets 1 mit der Headset-Tragevorrichtung 40 aufweisen, und zwar ohne irgendein besonderes schützendes Gehäuse. Die Headset-Tragevorrichtung 40 einer derartigen Ausführungsform kann selbstverständlich kleiner sein als die der Zeichnungen und z.B. in einem Halsband bereitgestellt sein. Folglich sollten die oben beschriebenen Ausführungsformen eher veranschaulichend als einschränkend betrachtet werden, und es sollte verstanden werden, dass Variationen in derartigen Ausführungsformen durch Fachleute vorgenommen werden können ohne sich aus dem Schutzbereich der vorliegenden Erfindung, wie er durch die nachfolgenden Ansprüchen definiert wird, zu entfernen.


Anspruch[de]
Headset-System, mit einem Headset (1) für einen direkten drahtlosen Datenaustausch von Audiodaten mit einer Datenübertragungs-Station (30), wobei das Headset eine erste Stromversorgungseinheit (3) aufweist und das System ferner eine Headset-Tragevorrichtung (40) und ein Ladegerät zum Aufladen der ersten Stromversorgungseinheit durch eine zweite Stromversorgungseinheit (41) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Headset-Tragevorrichtung das Ladegerät und die zweite Stromversorgungseinheit aufweist, und wobei die Headset-Tragevorrichtung von der Datenübertragungs-Station getrennt ist. Headset-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Headset-Tragevorrichtung ein schützendes Gehäuse (47, 48) für ein darin verstautes Headset aufweist. Headset-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Headset-Tragevorrichtung ein Anbring-Mittel aufweist, zum Anbringen an dem Körper oder der Kleidung eines Anwenders. Headset-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Headset-Tragevorrichtung Anbring-Mittel aufweist, um die Headset-Tragevorrichtung mechanisch an einem Fahrzeug anzubringen, und, um das Ladegerät der Headset-Tragevorrichtung elektrisch an einer Stromversorgung des Fahrzeugs anzubringen. Headset-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Stromversorgungseinheit (3) eine wiederaufladbare Batterie ist. Headset-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Stromversorgungseinheit (3) ein Kondensator ist. Headset-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ladegerät eine wiederaufladbare Batterie ist, welche die zweite Stromversorgungseinheit (41) bildet. Headset-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ladegerät ein Kondensator ist, der die zweite Stromversorgungseinheit (41) bildet. Headset-System nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Ladegerät an eine Fahrzeugbatterie (82) anschließbar ist, um das Ladegerät wieder aufzuladen. Headset-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ladegerät eine Primärzellen-Batterie ist, welche die zweite Stromversorgungseinheit (41) bildet. Headset-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Stromversorgungseinheit dimensioniert ist, um für eine kurze Zeitdauer zur Verwendung für die Datenübertragung von Audiodaten, die Umwandlung zwischen Audiodaten und Audiosignalen und die Übertragung von Audiosignalen zu halten, bevor ein Wiederaufladen notwendig ist. Headset-System nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die kurze Zeitdauer innerhalb des Bereichs von null bis zwei Stunden liegt. Headset-System nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die kurze Zeitdauer innerhalb des Bereichs von dreißig Minuten bis zu einer Stunde liegt. Headset-Tragevorrichtung (40) zum Tragen eines Headsets, wenn das Headset nicht verwendet wird, mit einem elektrischen Ladegerät und Mitteln (42, 43) zur Bildung eines elektrischen Kontakts zwischen dem Ladegerät und einer ersten Stromversorgungseinheit (3) eines von der Headset-Tragevorrichtung getragenen Headsets (1), um die erste Stromversorgungseinheit durch eine zweite Stromversorgungseinheit (41) zu laden, dadurch gekennzeichnet, dass die Headset-Tragevorrichtung die zweite Stromversorgungseinheit aufweist und von einer Datenübertragungs-Station getrennt ist, mit der zum Datenaustausch eine Verbindung zu dem Headset herstellbar ist. Headset-Tragevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein schützendes Gehäuse (47, 48) für ein darin verstautes Headset aufweist. Headset-Tragevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, sie ein Gehäuse aufweist, umfassend einen Behälter (92) mit einem Deckel (91) zur Verstauung eines Headsets, wobei der Deckel in eine Öffnungsposition schwenkbar ist, wo eine obere Fläche des Deckels in eine Stützfläche für die Headset-Tragevorrichtung umgewandelt wird, um diese auf einer horizontalen Fläche anzuordnen. Headset-Tragevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Anbring-Mittel aufweist, zum Anbringen der Headset-Tragevorrichtung an dem Körper oder der Kleidung eines Anwenders. Headset-Tragevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, das sie Anbring-Mittel aufweist, um die Headset-Tragevorrichtung mechanisch an einem Fahrzeug anzubringen, und, um das Ladegerät der Headset-Tragevorrichtung elektrisch an einer Stromversorgung des Fahrzeugs anzubringen. Headset-Tragevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Headset-Haltemittel (45) aufweist, um ein in der Headset-Tragevorrichtung aufbewahrtes Headset zu halten. Headset-Tragevorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Headset-Haltemittel gestaltet ist, um einen elektrischen Kontakt zwischen zusammenwirkenden Kontaktmitteln des Ladegeräts und der ersten Stromversorgungseinheit aufrechtzuerhalten. Headset-Tragevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Halsband aufweist, gestaltet, um von einem Anwender getragen zu werden.






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