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Dokumentenidentifikation DE60217383T2 18.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001444449
Titel LAGERUNGSVORRICHTUNG ZUM DÄMPFEN UND ABSORBIEREN VON SCHWINGUNGEN VERURSACHT DURCH DEN BETRIEB VON MASCHINEN, INSBESONDERE PRESSEN
Anmelder Progettazioni Innovative di Gandini L. & C. S.a.S., Cesana Brianza-Lecco, IT
Erfinder GANDINI, Angelo, I-23900 Lecco, IT;
GANDINI, Giosuè, I- 23900 Lecco, IT
Vertreter Strehl, Schübel-Hopf & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60217383
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.11.2002
EP-Aktenzeichen 027795590
WO-Anmeldetag 14.11.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/EP02/12758
WO-Veröffentlichungsnummer 2003042570
WO-Veröffentlichungsdatum 22.05.2003
EP-Offenlegungsdatum 11.08.2004
EP date of grant 03.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse F16F 3/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Dämpfung und Absorption von Schwingungen, wie sie durch Maschinen hervorgerufen werden, bei denen mechanische Impulse zyklisch wirken, wie Schwingungen und/oder Stöße, die auf die Maschinen und die Sockelkonstruktion mit negativen Auswirkungen sowohl auf die Sockelabstützkonstruktion als auch auf den guten Betrieb und die Aufrechterhaltung der Effizienz der Maschinen übertragen werden. Ein typischer Fall derartiger Maschinen sind Pressen, bei denen eine Bearbeitung durch plastische Verformung, bei hohen oder tiefen Temperaturen, ausgeführt wird, die durch zyklische Hammerschläge erfolgt, um einem halb bearbeiteten Material schnell und genau eine vorbestimmte Form zu verleihen.

Um die Eigenschaften und Vorteile der Erfindung in Bezug auf den Stand der Technik deutlicher zu machen, werden nun Pressen, unter Bezugnahme auf ihre Anwendung, als Beispiel, also nicht zu beschränkenden Zwecken, beschrieben.

Die Absorption und die Dämpfung von durch Stöße der Presse verursachten Schwingungen erfolgt allgemein durch Aufhängungen oder Lager, die zwischen den Pressen und der Sockelkonstruktion platziert werden, wobei sie dazu benötigt werden, die Funktionen des Absorbierens der kinetischen Energie des Hammerschlags auszuführen oder die Stärke der verursachten Schwingung und eine Dämpfung derselben innerhalb einer kurzen Zeitperiode zu beschränken und um auch die Presse in ihrer vorbestimmten Position zu halten.

Im Stand der Technik (siehe beispielsweise SU-A-1483127) ist eine große Anzahl technischer Lösungen für derartige Funktionen beschrieben, die jedoch bei ihrer praktischen Anwendung nicht zufriedenstellend sind.

Eine Kategorie derartiger Aufhängungen ist eine solche, bei der Aufhängungen oder Lager aus elastomerem Material, Naturkautschuk oder synthetischen Polymeren in Form von Absorptionskörpern zwischen der Presse und der Lagerkonstruktion platziert werden. Aufhängungen aus Kautschuk verfügen im allgemeinen über eine geringe Streckbarkeit und eine kurze Nutzungslebensdauer.

Unter Verwendung von Kautschuk oder Elastomeren mit weicher Konsistenz nehmen die Schwingungen der Presse aufgrund einer unzufriedenstellenden Dämpfung derselben zu. Bei harten Elastomeren ist die Stärke der Schwingungen verringert, jedoch ist die Dämpfung derselben sehr gering. Daher müssen Elastomeraufhängungen mit anderen Dämpfungsvorrichtungen integriert werden, was jedoch der Kosteneffektivität und der Einfachheit der Gesamtaufhängung schadet. Eine andere Kategorie von Lagern oder Aufhängungen ist eine solche, die auf einfachen Schrauben- oder Teleskopfedern beruht. Sie verfügen über eine gute Absorption der Schwingungen, wie sie durch die Schläge der Presse verursacht werden, jedoch führen sie zu erheblichen Gesamtschwingungen an der Maschine, und sie führen hinsichtlich ihrer Verbindung mit der Herstelllinie, beispielsweise einem Rutschen des Förderbands, fehlendem oder ungenauem Greifen des Werkstücks mit dem Transportgreifer, tatsächlich als "Transfer" bekannt, zu beträchtlichen Problemen.

Bei Lagern mit Federn bestehen weitere Probleme, die sich aus der Tatsache ergeben, dass die in der Presse verursachte Schwingung zu einer dynamischen Belastung auf die Lagerkonstruktion mit einer Stärke führt, die dem Gewicht der Presse entspricht, weswegen eine Befestigung am Boden erfolgen muss. Ein weiterer Nachteil liegt im Volumen von Schraubenfederaufhängungen, was zu einem übermäßigen Anheben der Presse führt, weswegen eine Plattform mit Zugangsstufen zur Arbeitsfläche von insgesamt 400–600 mm erforderlich ist, was teuer und gefährlich oder zumindest ungünstig für die Bediener ist.

Im Stand der Technik sind auch andere technische Lösungen für Lager mit öl-hydraulisch-dynamischen, pneumatischen und elektromagnetischen Vorrichtungen, Vorrichtungen mit einer elastischen Folie, die – als solche oder miteinander kombiniert – zwischen ihnen platziert werden, um die Schwingungen zu dämpfen und die kinetische Energie zu absorbieren. Derartige Lösungen werden ebenfalls durch Nachteile hinsichtlich ihres Volumens, der Kosten, der Komplexität und geringen Funktionsvermögens beeinträchtigt.

Der Zweck der Erfindung besteht darin, eine Aufhängung oder ein Lager für Maschinen, insbesondere für Pressen, zu schaffen, die bzw. das die beschriebenen Nachteile bei Lagern gemäß dem Stand der Technik sowohl hinsichtlich der Funktionsfähigkeit als auch hinsichtlich der Zweckdienlichkeit überwindet.

Diesem Zweck ist dadurch genügt, dass eine Lagerplatte gemäß der Erfindung auf Grundlage gekoppelter, elastischer Blattfedern geschaffen ist, wie sie, gemäß ihrer allgemeineren Beschreibung im ersten Anspruch und, gemäß bevorzugten oder alternativen Ausführungsformen, in den abhängigen Ansprüchen definiert ist.

Die Eigenschaften und Vorteile des Antivibrationslagers gemäß der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung, die als Beispiel und nicht zu beschränkenden Zwecken angegeben wird, unter Bezugnahme auf die beigefügten, schematischen Zeichnungen deutlicher werden.

1 ist eine Schnittansicht des grundlegenden Antivibrationselements gemäß der Erfindung, um im wesentlichen dessen Funktion zu erläutern;

2A ist eine Schnittansicht einer Ausführungsform des Lagers gemäß der Erfindung, bei dem zwei Antivibrationselemente verwendet sind, wohingegen die 2B die zugehörige Draufsicht ist;

3A ist eine Schnittansicht einer Ausführungsform des Lager gemäß der Erfindung, bei dem zwei parallele Paare von Antivibrationselementen in Reihe verwendet sind, wohingegen die 3B die zugehörige Draufsicht ist;

3C ist eine Schnittansicht einer Ausführungsform des Lagers gemäß dem konstruktiven Design der 3A, B, wobei individuelle Blattfedern als Antivibrationselemente verwendet sind, die in den Endplatten untergebracht sind und unter Einfügung eines zentralen Zentrierelements, das die axialen Kräfte zwischen den Blattfedern selbst überträgt, mit dem Zentrum verbunden ist, wohingegen die 3D die zugehörige Draufsicht ist;

4A ist eine Schnittansicht einer Ausführungsform des Lagers gemäß der Erfindung, bei dem drei Antivibrationselemente verwendet sind, wohingegen die 4B die zugehörige Draufsicht ist; und

5 ist eine schematische Seitenansicht zum Veranschaulichen, als nicht beschränkendes Beispiel, einer Presse, die auf mehreren Antivibrations-Lagervorrichtungen gemäß der Erfindung gelagert ist.

Die 1 zeigt eine Schnittansicht des Antivibrationselements 1 des Lagers gemäß der Erfindung. Es besteht aus einem zylindrischen oberen Zapfen 2, der die Last C, den Schlag und die Schwingungen, wie sie von der Maschinen darüber herrühren, aufnimmt.

Der zylindrische Zapfen 2 ist in seinem unteren Teil mit einem scheibenförmigen Element 3, um damit auf dem zentralen Teil der oberen elastischen Blattfeder 6s zu ruhen, und einem Zentrierelement oder einem Zentrierstummel 4 in Bezug auf die obere Blattfeder 6s versehen. Die obere elastische Blattfeder 6s ruht ihrerseits an ihren zwei Enden auf den beiden Enden einer unteren elastischen Blattfeder 6I unter ihr und ist an ihr befestigt, was über ein Umfangsstütz- und Positionsstabilisierelement 7 erfolgt. Die untere Blattfeder 6I ruht ihrerseits auf einem zweiten zylindrischen Zapfen 9, der in seinem unteren Teil mit einem scheibenförmigen Element 10, um auf dem zentralen Teil der elastischen unteren Blattfeder 6I zu ruhen, und einem Zentrierelement 11 versehen ist.

Die zwei Zentrierelemente oder Zentrierstummel 4 und 11 an den Innenenden der Zapfen sind in einer passenden Zentrierausnehmung im Zentrum der Blattfedern 6s,I aufgenommen. Der untere Teil 12 überträgt die Last C an die Sockelkonstruktion, nachdem der Schlag und die Schwingungen, wie sie von der darüber liegenden Presse herrühren, gedämpft und absorbiert wurden. Die Kraftübertragungsteile sind absichtlich von oben nach unten hin immer kleiner, um visuell das Fortschreiten der Dämpfung anzuzeigen. Entsprechend dem Fortschreiten der Kräfte, wie sie in der 1 dargestellt sind, wird der von oben kommende Schlag vom Stummel 2 auf die Blattfeder 6s übertragen, und er breitet sich horizontal von der oberen Blattfeder aus, wobei ein wesentlicher Teil derselben frei gelassen ist, um frei von Lagerungsvorgängen auf dem Element 7 zu schwingen. Die Blattfeder schwingt frei, sogar leicht in Resonanz, und sie überträgt, durch ihr Ende, die Schwingung des Elements 7, das sie mittels der unteren Blattfeder 6I, die ihrerseits auf dieselbe Weise wie die obere Blattfeder schwingt, zum Zentrum schickt, wodurch der von oben übertragene Schlag verringert wird.

Beim Antivibrationselement 1 des Lagers gemäß der Erfindung besteht die elastische Dämpfungs- und Absorptionskomponente des Schlags und der Schwingungen, wie sie von oben übertragen werden, aus dem Paar der oberen und der unteren Blattfeder 6s und 6I.

Sie können in der Draufsicht kreisförmig ausgebildet sein, und sie können beide mittels der zwei zylindrischen Zapfen im Zentrum sowie entlang ihren Außenumfängen mit den kreisförmigen Elementen 7 ruhen, wie es bei den Ausführungsformen der folgenden Figuren dargestellt ist, oder andernfalls entsprechend der Form einer herkömmlichen länglichen, segmentierten Blattfeder mit Lagerung im Zentrum und an den beiden Enden. Die obere und die untere elastische Blattfeder 6s und 6I bestehen vorzugsweise aus Materialien mit einem hohen Elastizitätskoeffizienten und Beständigkeit gegen Belastung, beispielsweise aus Federstahl, und sie verfügen über eine Konstruktion aus einem Bündel mehrerer Blattfederblätter.

Die 2A und 2B veranschaulichen eine Ausführungsform des Lagers gemäß der Erfindung mit zwei Antivibrationselementen mit Kreisform am Fuß des Lagers.

Der Fuß des Lagers besteht aus einer rechteckigen Plattenbasis 20, auf die vorzugsweise eine Schicht 21 aus einem Antirutschmaterial, um auf dem Boden zu ruhen, aufgebracht ist. An der entgegengesetzten Seite ist die Lastplatte 22 angebracht, die ebenfalls rechteckig ist, vorzugsweise mit einer Schicht 23 aus einem Antirutschmaterial, das aufgebracht ist, damit die Presse auf dem Lager selbst ruht. Im Innenteil der zwei Platten, also der Basisplatte 20 und der Lastplatte 22, sind Bohrungen 25 bzw. 26 zur Befestigung der zwei Zapfen 2 und 9 der zwei Antivibrationselemente 1 ausgebildet. Die Zapfen 2 und 9 dieser Antivibrationselemente 1 sind von einer Form, die zu der der Bohrungen 25 und 26 passt, damit sie genau positioniert und gekoppelt werden können.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform verfügen die Bohrungen 25 und 26 im Inneren vorzugsweise über ein Gewinde, und die zwei Zapfen 2 und 9 der zwei Antivibrationselemente 1 sind ebenfalls mit passenden Gewinden versehen, um für eine genaue Positionierung und eine Verbindung zwischen den Zapfen und den Platten 20 sowie 22 zu sorgen.

Im Zentrum der beiden Platten 20 und 22, also der Basis- und der Lastplatte, ist zwischen den beiden eine einstellbare Verbindung 30 vorhanden. Bei der in den 2A, B dargestellten Ausführungsform besteht diese aus einer Schraube 31, die mit den zwei Teilen in Eingriff steht. In der Lastplatte 22 ist eine Gewindebohrung 22 ausgebildet, wohingegen in der Basisplatte 20 eine zylindrische Ausnehmung 34 ausgebildet ist, zu der koaxial im Inneren weiter eine kleinere zylindrische Ausnehmung 35 ausgebildet ist, um eine Schulter 36 zu erzeugen, die für die Verbindung zwischen den Teilen sorgt. Die Schraube 31 ist mit einem eingesenkten Kopf 38 versehen, der auf der passenden kegelförmigen Ausnehmung einer Unterlegscheibe 39 ruht, die ihrerseits unter Einfügung einer Dichtung, beispielsweise aus Polyurethankautschuk auf der Schulter 36 ruht. Der korrekte Abstand zwischen den beiden Platten 20 und 22 erfolgt durch einen sperrenden Abstandshalter 40, der zwischen der Unterlegscheibe 39 und der Lastplatte 22 platziert ist. Ein derartiges Abstandshalterelement 40 ist mit einem Rohrsegment ausgebildet, das die Schraube 31 enthält. Im eingesenkten Kopf 38 der Schraube ist ein Sitz 41 ausgebildet, um für die Verbindung zu sorgen, um das Drehmoment der Schraube selbst zu ihrem Ein- und Ausschrauben zu übertragen, beispielsweise mit einem Sechseckschlitz.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verbindungssystem 30 so bemessen und installiert, dass es die Antivibrationselemente 1 mit einer Vorkompression versieht und die zwei Blattfedern 6s und 6I immer unter Spannung und in Eingriff mit den Zapfen 2 und 9, genauer gesagt mit ihren Scheiben 3 und 10, und mit den Elementen 7 hält, um zu vermeiden, dass sie während des Dämpfungsvorgangs und der Schwingungen aufeinander schlagen.

Die 3A und 3B veranschaulichen eine Ausführungsform des Lagers gemäß der Erfindung, das immer noch über eine rechteckige Form des Lagerfußes verfügt, wobei zwei parallele Paare 50 von Antivibrationselementen 1 in Reihe anstelle der zwei individuellen Elementen 1 bei der unter Bezugnahme auf die 2A, B veranschaulichten Ausführungsform verwendet sind. Die Konstruktion der zwei Platten 20 und 22, d. h. der Basis- und der Lastplatte, sowie die Relativverbindungen und Verbindungskonstruktionen sind im wesentlichen dieselben wie bei der unter Bezugnahme auf die 2A, B veranschaulichten Ausführungsform, und es sind dieselben Bezugszahlen beibehalten.

Das zwischen den zwei Antivibrationselementen 1 platzierte Element ist im wesentlichen ein symmetrischer zylindrischer Zapfen 52 mit einer scheibenförmigen Erweiterung 53 an seinem Mittelpunkt, damit darauf das Zentrum der unteren Blattfeder 6I der oberen Antivibrationselemente 1s darauf ruht, und damit die Scheibe 53 selbst auf dem Zentrum der oberen Blattfeder 6s des unteren Antivibrationselements 1I ruht. Die beiden Enden des Zapfens 52 sind in einer passenden Zentrierausnehmung im Zentrum der Blattfedern untergebracht, wie es bereits für die zuvor veranschaulichten Ausführungsformen angegeben wurde.

Die durch die 3A, B veranschaulichte alternative Ausführungsform erlaubt aufgrund der zwei in Reihe angeordneten Antivibrationselemente 1s und 1I eine größere Dämpfungseffizienz bei mäßiger Zunahme der Dicke des Lagers. Wenn die tatsächliche Dicke des Lagers wesentlich ist und eingeschränkt werden muss, kann das Design der Konstruktion des Antivibrationslagers mit doppeltem Antivibrationselement und mit symmetrischem Zentrierzapfen gemäß den 3A, B vereinfacht und mit weniger Volumen in der Höhe realisiert werden, wenn die durch die 3C, D veranschaulichte Ausführungsform verwendet wird.

Bei einer derartigen Ausführungsform besteht das Antivibrationselement 1 aus den beiden individuellen Blattfedern 6s und 6I, die sich mit ihren konkaven Flächen gegenüber stehen und die über eine zentrale Durchgangsbohrung zum Einfügen eines zentralen Zentrierelements (52', 53') verfügen, das die axialen Kräfte zwischen den Blattfedern selbst überträgt. Das zwischen den zwei Antivibrationselementen 1 platzierte Element ist im wesentlichen ein symmetrischer, zylindrischer Zapfen 52' mit scheibenförmiger Erweiterung 53' an seinem Mittelpunkt, damit darauf das Zentrum der oberen Blattfeder 6s des Antivibrationselements ruht, und damit die Scheibe 53' selbst auf dem Zentrum der oberen Blattfeder 6I ruht. Die beiden Enden des Zapfens 52' sind in der Zentrierbohrung im Zentrum der Blattfedern aufgenommen.

Sowohl die obere als auch die untere elastische Blattfeder 6s und 6I ruhen an ihren Enden in zwei Ausnehmungen 57s und 57I, und sie sind durch ihr Einsetzen in diese gebunden, wobei diese Ausnehmungen konkav sind und über eine Form verfügen, die zu den zwei Blattfedern passt, die sie aufnehmen müssen, mit Ausbildung am Innenteil der Basisplatte 20 und der Lastplatte 22. In den Ausnehmungen 57s und 57I ruht die entsprechende Blattfeder, und sie passt in den zugehörigen kreisförmigen Umfangsteil. Der restliche, größte innere Teil der Ausnehmungen ist mit einem größeren Hohlraum in Bezug auf die Konfiguration der aufzunehmenden Blattfeder konfiguriert, damit sich diese bei vertikalen Belastungen frei biegen kann und die Funktion der Dämpfung und Absorption der Schwingungen ausüben kann, ohne tatsächlich auf die Basis der sie aufnehmenden Ausnehmung zu schlagen. Derartige Ausnehmungen 57 führen die Funktion des Umfangselements 7 zur Auflage und zum Beibehalten der Position bei der zuvor veranschaulichten Ausführungsform aus.

Auf dieselbe Weise wie bei den unter Bezugnahme auf die 2A, B sowie 3A, B veranschaulichten Ausführungsformen ist im Zentrum der zwei Platten 20 und 22, also der Basisplatte und der Lastplatte, eine einstellbare Verbindung 30 zwischen den beiden Platten vorhanden, und es sind dieselben Komponenten und Bezugszahlen wie bei den vorigen Figuren verwendet. Sie verfügt über eine Einstellschraube 31, die mit den beiden Teile in Eingriff steht, was es ermöglicht, eine vorbestimmte Vorkompressionskraft auf die Vorrichtung auszuüben, und wodurch ein Endanschlag für die Rückwärtsbewegung der Platten gebildet ist.

Abweichend von den Bohrungen 25 und 26 zur Befestigung der zwei Zapfen 2 bzw. 9 der zwei Antivibrationselemente, wie bereits veranschaulicht, sind im Innenteil der zwei Platten, also der Basisplatte 20 und der Lastplatte 22, im Zentrum der zwei Ausnehmungen 57s und 57I zwei weitere zylindrische Ausnehmungen 58s und 58I ausgebildet, die eine freie Bewegung der zwei Enden des symmetrischen Zapfens 52', ohne Schläge gegen die zwei Platten 20 und 22, selbst dann erlauben, wenn bei der speziellen Ausführungsform die Länge derartiger Enden die Dicke der Blattfeder 6 überschreitet, mit der sie verbunden sind.

Die 4A und 4B veranschaulichen eine weitere alternative Ausführungsform des Lagers gemäß der Erfindung, bei dem Antivibrationselemente 1 in Reihe in Kombination mit Nivellierfedern, entsprechend einer Kreisanordnung in der Draufsicht, verwendet sind. Die Konstruktion der unteren Basis sieht eine Lagerplatte 60 vor, bei der vorzugsweise eine Schicht 61 aus einem Antirutschmaterial aufgetragen ist, um auf dem Boden zu ruhen. An der entgegengesetzten Seite befindet sich eine Einstellplatte 62, ebenfalls kreisförmig in der Draufsicht, die auf der Lastplatte 64 darunter ruht, wobei Einstellschrauben 65 eingefügt sind. Im Zentrum der Einstellplatte 62 ist ein Auflegepunkt der Last C vorgesehen. Im Innenteil zwischen der Basisplatte und der Lastplatte ist das Antivibrationssystem 70 gemäß einer variierenden Ausführungsform der in der 1 dargestellten Konstruktion angeordnet.

Unter der Lastplatte 64 und über der Basisplatte 60 sind Druckzapfen 67s und 67I, d. h. ein oberer bzw. ein unterer, zentral platziert, die auf dem Zentrum der Blattfedern 72I und 72S, einer oberen bzw. einer unteren, ruhen. Im Innenteil der Basisplatte 60 und der Lastplatte 64 sind Bohrungen 68I bzw. 68s zur Befestigung der zwei Stummel oder Zentrierelemente 69I und 69s der Zapfen 67Iund 67s ausgebildet. Diese Stummel sind so geformt, dass sie für ihre genaue Positionierung und Verbindung zu den entsprechenden Bohrungen passen. Die zwei Zapfen 67I und 67s sind im entgegengesetzten Teil mit einem konvexen Element 3 konfiguriert, das auf dem zentralen Teil der elastischen Blattfedern 72I und 72s ruhen soll.

Ein derartiger Typ einer Auflage stellt keine Bindung der zwei Basisplatten 60, 64 dahingehend dar, dass sie in parallelen Ebenen liegen. Die Gesamtkonstruktion der Ausführungsformen der 4A, B erlaubt einen größeren Freiheitsgrad der Anpassung des Lagers an die darunter liegende Lagerkonstruktion.

Diese elastischen Blattfedern sind hohl und dreiblättrig, wie es in der 4B dargestellt ist, so dass einige Winkelsektoren verbleiben, durch die die Nivellierfedern verlaufen können. Der Lagerkörper 73 der Blattfedern 72 besteht aus einem zentralen, rohrförmigen Teil, der an seinen beiden Enden mit Flanschen 74s und 74I versehen ist, die in die Ausnehmungen der dreiblättrigen, elastischen Blattfedern 72I und 72s, die um 120° gegeneinander angeordnet sind, vorstehen. An den Flanschen 74s,I sind in den Platten 60 und 64, der Basisplatte bzw. der Lastplatte, Bohrungen 67s,I ausgebildet, und in den Flanschen 74s,I sind passende Bohrungen 77s,I ausgebildet, um zwischen ihnen zwei Reihen von Nivellierfedern 80 zu montieren, die zwischen dem rohrförmigen Körper 73 und der Basisplatte 60 und der Lastplatte 64 angeordnet werden und für eine Druckkraft sorgen, die die Tendenz zeigt, die Relativposition der Lastplatte 64 zu stabilisieren, wenn sie in Bezug auf die Basisplatte 60 schwingt.

Die in der 4 dargestellte Konfiguration erlaubt es, in der horizontalen Ebene, im wesentlichen unabhängig von der Ausrichtung in dieser, ein größeres Dämpfungs- und Absorptionsvermögen für die Schwingungen zu erzielen.

Die Antivibrations-Lagerungsplatte gemäß der Erfindung bietet wesentliche Vorteile in Bezug auf die Lagerungssysteme gemäß dem Stand der Technik. Darunter verdienen zumindest die folgenden eine Erwähnung. Die Antivibrationsplatte gemäß der Erfindung erlaubt es, eine sehr hohe Dämpfung von Schwingungen zu erzielen, im allgemeinen über 90 % und mehr.

Die Absorption von Schwingungen ist um eine Größenordnung höher als bei den auf dem Markt verfügbaren Lagern. In Bezug auf die spezielle Anwendung bei Pressen bleibt die Vertikalschwingung der Presse innerhalb von 0,3 mm, wohingegen die auf dem Markt vorhandenen Lager nicht unter 3–4 mm herunter gehen. Der Unterschied beim Funktionsvermögen betreffend die Schwingung in der horizontalen Ebene ist noch größer: 0,5 mm bei Lagern gemäß der Erfindung sind mit 5–10 mm bei Lagern auf dem Markt zu vergleichen. Die verringerte Schwingung, insbesondere in der Horizontalebene, macht das Gewicht der Presse praktisch statisch und ermöglicht es, eine Befestigung derselben am Boden zu vermeiden. Der Umfang in der Höhe des Lagers gemäß der Erfindung ist ebenfalls ziemlich klein, im allgemeinen ungefähr 100 mm oder geringfügig mehr, und es erlaubt Zugang zur Arbeitsfläche der Presse über eine Plattform mit Schrittstufe, von geringer Höhe, ohne Probleme für die Bediener. Die Konstruktion der Lagerplatte erlaubt einen ziemlich einfachen Zusammenbau sowie eine einfache und kosteneffektive Wartung und Austausch. Die Absorptions- und Dämpfungseigenschaften betreffend Stöße und Schwingungen können leicht an spezielle Anwendungen angepasst werden, wodurch das gewünschte Funktionsvermögen unter Anpassung der geeignetsten Elemente elastischer Blattfedern erzielt wird. Zu diesem Zweck können die Blattfedern entsprechend der Anwendung der Vorrichtung über verschiedene Dicken verfügen.

Schließlich wird unter Verwendung der Vorrichtung gemäß der Erfindung der wichtige Vorteil erzielt, dass die Übertragung von Schwingungen – auf dieselbe Maschine, an der die Vorrichtung selbst montiert ist –, die von außen her, beispielsweise von einer anderen Maschine oder von einer Eisenbahnlinie, herrühren, beinahe vollständig auf Null gebracht wird.

Nur als nicht beschränkendes Beispiel veranschaulicht die 5 schematisch eine Presse P, die auf mehreren Vorrichtungen oder Antivibrationsfüßen 1, die gemäß der Erfindung ausgebildet sind, montiert ist.


Anspruch[de]
Antivibrations-Lagerungsplatte für den Betrieb von Maschinen, insbesondere mechanischen Pressen, mit einem Basisplattenelement (20, 60) und einem Lastplattenelement (22, 64), zwischen denen wenigstens ein Antivibrationselement angeordnet ist, das eine Dämpfung der Vibrationen und eine Absorption der Schwingungen bewirkt, wobei das Antivibrationselement (1, 50, 70) aufweist:

ein Paar oberer und unterer Blattfedern oder Blattfederbündel (6s, 6I; 72S, 72I), die an ihren Enden auf Ausnehmungen in einer Umfangsstütze und einem positionsstabilisierenden Element (7, 57, 73) oder in den Plattenelementen (20, 22, 60, 64) aufliegen und durch diese geführt sind;

zwei Stifte, zwei Zapfen oder einen doppelendigen Stift (2, 9; 52'; 67I, 67S), die in der Mitte der oberen und unteren elastischen Blattfedern oder Blattfederbündel (6S, 6I; 72S, 72I) aufliegen,

dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen konkav ausgebildet sind, um dem Paar oberer und unterer Blattfedern oder Blattfederbündel (6S, 6I; 72S, 72I) ein freies Verbiegen zu ermöglichen, und um deren Anstoßen an eine Basis der Ausnehmung während der Dämpfung und den Schwingungen zu vermeiden.
Antivibrations-Lagerungsplatte für den Betrieb von Maschinen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen und unteren elastischen Blattfedern (6S, 6I; 72S, 72I) kreisförmig sind und beide in der Mitte auf den zwei zylindrischen Stiften (2, 9; 52', 53'; 67I, 67S) und längs ihres Außenumfangs auf den kreisförmigen Stützelementen (7, 57, 73) aufliegen. Antivibrations-Lagerungsplatte für den Betrieb von Maschinen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils in dem Innenabschnitt der Basis- bzw. Lastplatte (20, 60; 22, 64) die jeweiligen Bohrungen (25, 76I; 26, 76S) zum Anbringen der Stifte (2, 9) oder der Zapfen (69I, 69S) der Antivibrationselemente (1, 70) ausgelegt sind, so dass die Stifte oder Zapfen eine Form aufweisen, die zu der der Bohrungen passt, die diese für deren Präzisionspositionierung und -kopplung aufnehmen. Antivibrations-Lagerungsplatte für den Betrieb von Maschinen gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (25, 76I; 26, 76S) mit einem Innengewinde versehen sind, und die Stifte (2, 9) oder die Zapfen (69I, 60S) der Antivibrationselemente (1, 50, 70) ebenfalls mit passenden Gewinden ausgerüstet sind, um eine präzise Positionierung und Kopplung zwischen den Stiften oder den Zapfen und den Platten (20, 60; 22, 64) zu erreichen. Antivibrations-Lagerungsplatte für den Betrieb von Maschinen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Basis- und der Lastplatte (20, 22) zwei Antivibrationselemente (1) angeordnet sind, und zwischen den zwei Platten (20, 22) eine verstellbare Verbindung (30) eingerichtet ist. Antivibrations-Lagerungsplatte für den Betrieb von Maschinen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Basis- und der Lastplatte (20, 22) wenigstens zwei parallele Paare (50) von Antivibrationselementen (1) in Serie angeordnet sind, dass zwischen den zwei Platten (20, 22) eine verstellbare Verbindung (30) eingerichtet ist, und dass zwischen den in Serie angeordneten Antivibrationselementen ein Verbindungsstift (52) angeordnet ist, damit das Zentrum der unteren Blattfeder (6I) des oberen Antivibrationselements (1S) auf ihr aufliegt, und damit es auf dem Zentrum der oberen Blattfeder (6S) des unteren Antivibrationselements (1I) aufliegt. Antivibrations-Lagerungsplatte für den Betrieb von Maschinen gemäß einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (30) eine Schraube (31) aufweist, die die zwei Platten (20, 22) in Eingriff bringt, sowie einen Sperrabstandshalter (40), der aus einem die Schraube (31) enthaltenden rohrförmigen Segment besteht, wobei die Schraube (31) mit einem Senkkopf (38) ausgerüstet ist, der auf einer passenden konischen Ausnehmung einer Beilagscheibe (39) aufliegt, die wiederum auf einer Schulter (36) unter Zwischenlagerung einer Dichtung, z.B. aus Polyurethan-Gummi, aufliegt. Antivibrations-Lagerungsplatte für den Betrieb von Maschinen gemäß einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungssystem (30) so bemessen und eingerichtet ist, dass es den Antivibrationselementen (1) eine Vorkompression verleiht und die zwei Blattfedern (6S, 6I) unter Spannung und in Eingriff mit den Stiften (2, 9) und mit den Elementen (7) hält, um deren Zusammenstoßen während der Dämpfung und der Schwingungen zu vermeiden. Antivibrations-Lagerungsplatte für den Betrieb von Maschinen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Basis- und der Lastplatte (20, 22) wenigstens zwei Paare oberer und unterer elastischer Blattfedern (6S, 6I) angeordnet sind, dass zwischen den zwei Platten (20, 22) eine verstellbare Verbindung (30) eingerichtet ist, dass zwischen den elastischen Blattfedern ein symmetrischer Verbindungsstift (52') angeordnet ist, der eine scheibenförmige Verbreiterung (53') in seinem Mittelpunkt für das Aufliegen auf der Mitte der oberen Blattfeder (6S) des Antivibrationselements und für das Aufliegen der Scheibe selbst (53') auf der Mitte der unteren Blattfeder (6I) aufweist, und dass die obere und die untere Blattfeder (6S, 6I) an ihren Enden durch ihr Einsetzen in zwei Ausnehmungen (57S, 57I) aufliegen und geführt sind, die in dem Innenabschnitt der Basis- und der Lastplatte (20, 22) hergestellt sind. Antivibrations-Lagerungsplatte für den Betrieb von Maschinen gemäß Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Basis- und der Lastplatte (60, 64) das Antivibrationssystem (70) verbunden mit den Platten durch zentrierte Druckstifte (67S, 67I) angeordnet ist, die in der Mitte der Blattfedern (72S, 72I) aufliegen, wobei Bohrungen (68I, 68S) in den Innenabschnitten der Platten (60, 64) für das Anbringen der Stifte (67I, 67S) hergestellt sind;

dass die Stifte auf dem Mittelabschnitt der elastischen Blattfedern (72I, 72S) ohne Verbindung der beiden Basisplatten (60, 64) aufliegen, um auf parallelen Ebenen zu liegen; dass der rohrförmige Stützkörper (73) der Blattfedern (72S,I) Ausgleichsfedern (80) der Lastplatte (64) trägt.
Antivibrations-Lagerungsplatte für den Betrieb von Maschinen gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Blattfedern (72I, 72S) hohl und dreiblättrig sind, dass der Stützkörper (73) der Blattfedern aus dem rohrförmigen Mittelabschnitt besteht und an seinen beiden Enden mit Rippen (74S, 74I) ausgerüstet ist, die in die Ausnehmungen der elastischen Blattfedern (72I, 72S) vorstehen, und dass an den vorstehenden Rippen (74S,I) zwei Reihen von Ausgleichsfedern (80) befestigt sind, die die relative Position der Lastplatte (64) bezüglich der Basisplatte (60) stabilisieren.






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