PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60219734T2 18.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001289239
Titel Mobilendgerät
Anmelder NEC Corp., Tokyo, JP;
NTT DoCoMo Inc., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Miyashita, Yukio, Minato-ku, Tokyo, JP;
Maeda, Fukiko, Chiyoda-ku, Tokyo 100-6150, JP;
Yazaki, Hidetoshi, Chiyoda-ku, Tokyo 100-6150, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 60219734
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.08.2002
EP-Aktenzeichen 020182655
EP-Offenlegungsdatum 05.03.2003
EP date of grant 25.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse H04M 1/73(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04B 1/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Mobilendgerät, in das ein Fingerabdrucksensor eingebaut ist, und insbesondere eine Batteriespartechnik für ein Mobilendgerät.

Zunehmende Bedeutung erlangte in den letzten Jahren die persönliche Verifizierung in vielfältigen Applikationen, beginnend mit kommerziellen elektronischen Transaktionen unter Nutzung eines Mobilendgeräts. Unter den zum Verifizieren von Personen verfügbaren Möglichkeiten hat die Fingerabdruckverifizierung eine hohe Möglichkeit, in einem Mobilendgerät praktisch implementiert zu werden, berücksichtigt man die Kosten von Sensoren und die Größe.

In der bestehenden Technik der Fingerabdruckverifizierung gibt es in Personalcomputer eingebaute Systeme, die eine Anmeldefunktion nutzen, und solche, die anstelle eines Türschlüssels am Eingang zu Wohngebäuden zum Einsatz kommen.

Gleichwohl steht die bestehende Technik vor den nachstehend beschriebenen Problemen. Erstens hat ein Fingerabdrucksensor des Stands der Technik immer noch einen hohen Stromverbrauch, und ein Mobilendgerät, das mit einer Batterie betrieben wird, die nur begrenzte Stromspeicherkapazität hat, kann nur kurze Zeit benutzt werden.

Zweitens haben die meisten Fingerabdrucksensoren des Stands der Technik eine Sensorabdeckung, da sie gegenüber statischer Elektrizität relativ empfindlich sind und keine feste Oberfläche haben, aber die Sensorstromversorgung funktioniert nicht synchron zum Öffnen und Schließen der Sensorabdeckung, so daß Strom auch dann zugeführt wird, wenn die Sensorabdeckung geschlossen ist, und weiter Strom verbraucht wird.

In der JP-U-04-4352 ist eine Technik beschrieben, bei der die Stromversorgung für ein Fingerabdruck-Eingabeteil sowie ein Fingerabdruck-Verifizierungsteil mit einer Sensorabdeckung synchronisiert ist und sich die Stromversorgung nur dann einschaltet, wenn die Sensorabdeckung offen ist, wobei aber ein Problem bestehen bleibt, daß bei Nichtgebrauch des Fingerabdrucksensors, während die Sensorabdeckung offen ist, weiter Strom verbraucht wird. Zudem ist die grundsätzliche Methodik der Fingerabdruckregistrierung und -verifizierung für diese Erfindung nicht beschrieben, und Operationen sind unklar, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl vor Öffnen der Sensorabdeckung, d. h. vor Beginn der Stromversorgung, vorliegt.

Die US-B1-6213403 betrifft eine IC-Karte mit einem Fingerabdrucksensor. Die JP-A-11-134496 betrifft eine Bilderfassungsvorrichtung.

Vor diesem Hintergrund kam die Erfindung mit der Aufgabe zustande, ein Mobilendgerät bereitzustellen, wobei das Öffnen und Schließen einer Sensorabdeckung synchron zu einer Ein/Aus-Steuerung der Stromversorgung für einen Fingerabdrucksensor funktioniert und wobei auch dann, wenn die Sensorabdeckung offen ist, Stromverschwendung durch fortgesetzte Stromversorgung bei Nichtgebrauch des Fingerabdrucksensors innerhalb einer festgelegten Zeitdauer verhindert wird. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist, ein Mobilendgerät bereitzustellen, wobei mit offener Sensorabdeckung auch bei ausgeschalteter Stromversorgung des Fingerabdrucksensors ein Bild in den Fingerabdrucksensor eingelesen werden kann, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl erteilt wird. Als weitere Aufgabe liegt der Erfindung zugrunde, ein Mobilendgerät bereitzustellen, bei dem bei Erteilung eines Fingerabdruckbild-Einlesebefehls, während die Sensorabdeckung geschlossen ist, dieser Befehl aufgehoben wird, was Batteriestromverbrauch vermeidet.

In der Erfindung funktioniert das Öffnen und Schließen einer Sensorabdeckung synchron zum Ein- oder Ausschalten der Stromversorgung für einen Fingerabdrucksensor, und auch wenn die Sensorabdeckung bei Nichtgebrauch des Fingerabdrucksensors offen ist, wird Stromverschwendung verhindert.

Das heißt, die Erfindung arbeitet so, daß die abgelaufene Zeit ab dem Zeitpunkt der Öffnung der Sensorabdeckung, d. h. ab dem Zeitpunkt des Einschaltens der Stromversorgung des Fingerabdrucksensors, gezählt wird, und liegt innerhalb einer festgelegten Zeitdauer kein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl vor, wird die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors ausgeschaltet, so daß man erreicht, daß die Batterie geschont wird, da bei Nichtgebrauch des Fingerabdrucksensors innerhalb einer vorbestimmten Zeitdauer die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors automatisch ausgeschaltet wird.

Ferner arbeitet die Erfindung so, daß auch dann, wenn die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors ausgeschaltet ist, bei Erzeugung eines Fingerabdruckbild-Einlesebefehls die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors eingeschaltet wird, wodurch das Einlesen eines Fingerabdruckbilds beginnen kann. Das heißt, auch bei ausgeschalteter Stromversorgung des Fingerabdrucksensors wird eine Überwachung durchgeführt, um die Existenz oder das sonstige Vorliegen eines Fingerabdruckbild-Einlesebefehls festzustellen, und die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors kann eingeschaltet werden, wenn dieser Befehl vorliegt.

Die Erfindung arbeitet so, daß bei Erzeugung eines Fingerabdruckbild-Einlesebefehls, während die Sensorabdeckung geschlossen ist, dieser Befehl aufgehoben wird, was verhindert, daß der Batteriestromverbrauch aufgrund der Stromversorgung des Fingerabdrucksensors durch einen Bedienungsfehler fortgesetzt wird.

Das heißt, bei der Erfindung handelt es sich um ein drahtloses Mobilendgerät mit einem Fingerabdrucksensor zum Einlesen eines Fingerabdruckbilds und einer den Fingerabdrucksensor abdeckenden Sensorabdeckung, wobei die Sensorabdeckung über dem Fingerabdrucksensor manuell geöffnet oder geschlossen wird.

Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß sie folgendes aufweist: eine Detektionseinrichtung zum Detektieren, ob die Sensorabdeckung offen oder geschlossen ist; eine erste Steuereinrichtung, die gemäß dem durch die Detektionseinrichtung detektierten Ergebnis arbeitet und die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors einschaltet, wenn sich die Sensorabdeckung in einem offenen Zustand befindet, und die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors ausschaltet, wenn sich die Sensorabdeckung in einem geschlossenen Zustand befindet; eine Zähleinrichtung zum Zählen der abgelaufenen Zeit ab dem Zeitpunkt, zu dem detektiert wird, daß die Sensorabdeckung offen ist; eine Fingerabdruckbild-Einlesebefehl-Erzeugungseinrichtung zum Erzeugen eines Fingerabdruckbild-Einlesebefehls als Reaktion auf manuelle Bedienung; eine Überwachungseinrichtung zum Überwachen, ob dieser Fingerabdruckbild-Einlesebefehl erzeugt wird; eine Rücksetz-/Neustarteinrichtung, die die Zählung während des Zählvorgangs zurücksetzt und neustartet, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl erzeugt wird, während die Zählung durchgeführt wird; und eine zweite Steuereinrichtung, die die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors ausschaltet, wenn kein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl innerhalb einer festgelegten Zeitdauer ab dem Zählbeginn durch die Zähleinrichtung vorliegt, auch wenn sich die Sensorabdeckung in einem offenen Zustand befindet.

Somit funktioniert in der Erfindung das Öffnen und Schließen der Sensorabdeckung synchron zum Ein- oder Ausschalten der Stromversorgung für den Fingerabdrucksensor, und wird auch bei offener Sensorabdeckung der Fingerabdrucksensor nicht innerhalb einer festgelegten Zeit verwendet, wird die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors ausgeschaltet, was Stromverschwendung vermeidet.

Vorzugsweise weist die Erfindung eine dritte Steuereinrichtung auf, die die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors einschaltet, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl durch die Fingerabdruckbild-Einlesebefehl-Erzeugungseinrichtung erzeugt wird, obwohl der Strom zum Fingerabdrucksensor ausgeschaltet ist und sich außerdem die Sensorabdeckung in einem durch die zweite Steuereinrichtung detektierten offenen Zustand befindet.

Dies bedeutet, daß ein Bild in den Fingerabdrucksensor eingelesen werden kann, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl erzeugt wird, obwohl die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors ausgeschaltet ist, während sich die Sensorabdeckung in einem offenen Zustand befindet.

Vorzugsweise weist die Erfindung eine Einrichtung auf, um einen Fingerabdruckbild-Einlesebefehl aufzuheben, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl durch die Fingerabdruckbild-Einlesebefehl-Erzeugungseinrichtung zu Zeiten erteilt wird, zu denen das durch die Detektionseinrichtung detektierte Ergebnis anzeigt, daß die Sensorabdeckung geschlossen ist.

Somit arbeitet die Erfindung so, daß bei Erteilung eines Fingerabdruckbild-Einlesebefehls, während die Sensorabdeckung geschlossen ist, dieser Befehl aufgehoben wird, was Batteriestromverbrauch durch einen Bedienungsfehler verhindert.

Im folgenden wird eine Ausführungsform der Erfindung mit Hilfe eines Mobiltelefongeräts als Beispiel für das Mobilendgerät der Erfindung beschrieben. Ein drahtloses Mobiltelefongerät dieser Ausführungsform wird anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:

1 ein Blockdiagramm des Aufbaus des erfindungsgemäßen Mobiltelefongeräts;

2 eine Außenansicht der Vorderseite des erfindungsgemäßen Mobiltelefongeräts;

3 eine Außenansicht der Rückseite des Mobiltelefongeräts und der Anordnung der Sensorabdeckung gemäß der Erfindung;

4 einen Ablaufplan von Verfahrensabläufen zur erfindungsgemäßen Stromversorgungssteuerung für einen Fingerabdrucksensor;

5 eine Perspektivansicht eines ersten Beispiels für die Detektion der Sensorabdeckung als offen oder geschlossen;

6 das erste Beispiel für die Detektion der Sensorabdeckung als offen oder geschlossen, wobei sich die Abdeckung in einem offenen Zustand befindet;

7 das erste Beispiel für die Detektion der Sensorabdeckung als offen oder geschlossen, wobei sich die Abdeckung in einem geschlossenen Zustand befindet;

8 ein zweites Beispiel für die Detektion der Sensorabdeckung als offen oder geschlossen, wobei sich die Abdeckung in einem offenen Zustand befindet;

9 das zweite Beispiel für die Detektion der Sensorabdeckung als offen oder geschlossen, wobei sich die Abdeckung in einem geschlossenen Zustand befindet;

10 ein Schaltbild für das zweite Beispiel für die Detektion der Sensorabdeckung als offen oder geschlossen; und

11 eine Darstellung von Steuerbedingungen für die Sensorstromversorgung.

Gemäß 1 bis 3 weist ein Mobiltelefongerät dieser Ausführungsform einen Fingerabdrucksensor 7 zum Einlesen eines Fingerabdruckbilds und eine den Fingerabdrucksensor 7 abdeckende Sensorabdeckung 6 auf, wobei die Sensorabdeckung 6 über dem Fingerabdrucksensor 7 manuell geöffnet oder geschlossen werden kann.

In dieser Ausführungsform führt ein Steuerteil 3 eine erste Steuerung durch, um zu detektieren, ob die Sensorabdeckung 6 offen oder geschlossen ist, und gemäß dem so detektierten Ergebnis die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors 7 einzuschalten, wenn sich die Sensorabdeckung 6 in einem offenen Zustand befindet, und die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors 7 auszuschalten, wenn sich die Sensorabdeckung 6 in einem geschlossenen Zustand befindet; und das Steuerteil 3 führt eine zweite Steuerung durch, um die abgelaufene Zeit ab dem Zeitpunkt zu zählen, zu dem sich die Sensorabdeckung 6 öffnet, um zu überwachen, ob ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl des Fingerabdrucksensors 7 erzeugt wird, um die Zählung während des Zählvorgangs zurückzusetzen/neuzustarten, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl erzeugt wird, während die Zählung durchgeführt wird, und um gemäß dem Ergebnis dieser Überwachung und dem Ergebnis dieser Zählung die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors 7 auszuschalten, wenn kein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl des Fingerabdrucksensors 7 innerhalb einer festgelegten Zeitdauer ab dem Zählbeginn vorliegt, auch wenn sich die Sensorabdeckung 6 in einem offenen Zustand befindet. Ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl wird durch manuelle Bedienung eines Bedienungsteils 4 erzeugt.

Das Steuerteil 3 führt eine dritte Steuerung durch, um die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors 7 einzuschalten, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl durch das Bedienungsteil 4 erzeugt wird, obwohl durch Betrieb der zweiten Steuerung des Steuerteils 3 der Strom zum Fingerabdrucksensor ausgeschaltet ist und sich außerdem die Sensorabdeckung in einem offenen Zustand befindet.

Ferner wird ein vom Bedienungsteil 4 erzeugter Fingerabdruckbild-Einlesebefehl aufgehoben, wenn das detektierte Ergebnis, ob sich die Sensorabdeckung 6 in einem offenen oder geschlossenen Zustand befindet, darauf verweist, daß die Sensorabdeckung 6 geschlossen ist.

Im folgenden wird diese Ausführungsform der Erfindung näher beschrieben.

Anhand von 1 wird die Konfiguration beschrieben. Eine Antenne 1 und ein Sende-/Empfangsteil 2 sind von der gleichen Art, wie sie für ein gewöhnliches Mobiltelefongerät zum Einsatz kommt. Die Ein/Aus-Steuerfunktion für den Fingerabdrucksensor 7 gehört zum Steuerteil 3, wobei dieses Teil auch die Funktionalität zur Zeitzählung aufweist.

Bei Durchführung einer Fingerabdruckregistrierung oder -verifizierung bedient die das Mobiltelefongerät mit sich führende Person (im folgenden der "Geräteinhaber") das Bedienungsteil 4, während er einen den Bildschirm einer Anzeige 8 betrachtet, und durch Erzeugen eines Fingerabdruckbild-Einlesebefehls zeigt er auf der Anzeige 8 einen Bildschirm an, der ihn zur Eingabe seines Fingerabdrucks auffordert. Legt danach der Geräteinhaber seinen Finger auf die Fingerabdruckbild-Einleseposition des Fingerabdrucksensors 7, wird ein Fingerabdruckbild eingelesen, und die Fingerabdruckinformationen werden dem Steuerteil 3 zugeführt. Allerdings liegt die Sensorabdeckung 6 auf dem Fingerabdrucksensor 7, so daß der Geräteinhaber seinen Finger nicht auf den Fingerabdrucksensor 7 legen kann, ohne zuerst die Sensorabdeckung 6 zu öffnen. Das Bedienungsteil 4 kann bedient werden, um einen Fingerabdruckbild-Einlesebefehl zu erzeugen, nachdem die Sensorabdeckung 6 geöffnet wurde, oder die Sensorabdeckung 6 kann geöffnet werden, nachdem das Bedienungsteil 4 bedient wurde, um einen Fingerabdruckbild-Einlesebefehl zu erzeugen, wobei aber in diesem zweiten Fall der so erzeugte Befehl aufgehoben wird und ein Bildschirm mit der Aufforderung erscheint, die Bedienungen auf der Anzeige 8 nochmals durchzuführen. Das Steuerteil 3 überwacht, um festzustellen, ob sich die Sensorabdeckung 6 in einem offenen oder geschlossenen Zustand befindet.

Das Steuerteil 3 führt die Fingerabdruckregistrierung und -verifizierung durch. Bei Durchführung der Registrierung werden die Fingerabdruckinformationen in einem Speicher 5 gespeichert, und bei Durchführung der Verifizierung werden die im Speicher 5 gespeicherten Fingerabdruckinformationen mit den eingelesenen Fingerabdruckinformationen verglichen, und das Ergebnis wird auf der Anzeige 8 angezeigt.

Im folgenden wird das Aussehen des erfindungsgemäßen Mobiltelefongeräts anhand von 2 und 3 beschrieben. Eine Antenne 1, ein Lautsprecher 12, ein Mikrofon 13, eine Anzeige 8, ein Bedienungsteil 4 und eine Batterie 16 sind jeweils mit den Teilen in einem gewöhnlichen Mobiltelefongerät identisch, so daß sie hier nicht näher erläutert werden. Die Sensorabdeckung 6 wird geöffnet oder geschlossen, indem die Abdeckung so geschoben wird, daß beim Schieben in Abwärtsrichtung der Fingerabdrucksensor 7 sichtbar wird. Gewöhnlich bleibt die Sensorabdeckung 6 geschlossen, um so den Fingerabdrucksensor 7 zu schützen. Der Aufbau des Fingerabdrucksensors 7 sieht eine durchsichtige Platte vor, auf die ein Finger über Sensorelementen zum Einlesen eines Fingerabdruckbilds gelegt wird. Die Position, an der diese durchsichtige Platte am Mobiltelefongerät eingebaut ist, ist die Fingerabdruckbild-Einleseposition. Somit ist die Sensorabdeckung 6 zum Schutz dieser durchsichtigen Platte vor Verunreinigung oder Beschädigung vorgesehen.

Anhand von 4 werden im folgenden die Steuerverfahrensabläufe der Stromversorgung für den Fingerabdrucksensor 7 gemäß dieser Ausführungsform der Erfindung beschrieben. Im erfindungsgemäßen Mobiltelefongerät wird der Zustand der Sensorabdeckung 6 als offen oder geschlossen ständig überwacht (S1), und befindet sich die Sensorabdeckung 6 in einem geschlossenen Zustand (Nein in S1), wird die Überwachung zur Detektion eines offenen oder geschlossenen Zustands fortgesetzt. Bei Detektion, daß sich die Sensorabdeckung 6 in einem offenen Zustand befindet (Ja in S1), wird die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors 7 eingeschaltet (S2). Mit dem Wechsel der Stromversorgung von Aus zu Ein beginnt gleichzeitig das Steuerteil 3, die abgelaufene Zeit zu zählen (S3), und bis eine vorbestimmte Zeitspanne abgelaufen ist (Nein in S4), wartet das Steuerteil 3, um festzustellen, ob ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl erteilt wird, und liegt kein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl vor (Nein in S9), setzt das Steuerteil 3 die Zählung der abgelaufenen Zeit fort. Liegt ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl vor (Ja in S9), wird die Zählung der abgelaufenen Zeit zurückgesetzt und neugestartet (S10), und Fingerabdruck-Registrierungs- oder Verifizierungsvorgänge werden durchgeführt (S11). Nach Abschluß dieser Vorgänge verlagert das Steuerteil 3 die Steuerung, um zu prüfen, ob die festgelegte Zeitspanne abgelaufen ist (S4). Ist nach Zählbeginn der abgelaufenen Zeit eine vorbestimmte Zeitspanne abgelaufen (Ja in S4); wird die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors 7 ausgeschaltet (S5), und das Steuerteil 3 wartet auf einen Fingerabdruckbild-Einlesebefehl, der über das Bedienungsteil 4 durch den Geräteinhaber erzeugt wird (Nein in S6). Bei Erzeugung eines Fingerabdruckbild-Einlesebefehls (Ja in S6) wird der Strom zum Fingerabdrucksensor 7 eingeschaltet (S7), und nach Zählbeginn der abgelaufenen Zeit (S8) werden Fingerabdruck-Registrierungs- oder Verifizierungsvorgänge durchgeführt (S11). Danach verlagert das Steuerteil 3 die Steuerung zur Prüfung der abgelaufenen Zeit anhand der festgelegten Zeitspanne (S4).

Im folgenden werden die Betriebsabläufe des Mobiltelefongeräts dieser Ausführungsform anhand von 1 beschrieben. Die Antenne 1 und das Sende-/Empfangsteil 2 sind die gleichen wie für ein gewöhnliches Mobiltelefongerät, und Senden und Empfangen werden über das Steuerteil 3 gesteuert.

Um Fingerabdrücke zu registrieren, muß der Geräteinhaber zunächst die Sensorabdeckung 6 öffnen. An dieser Stelle erkennt das Steuerteil 3, daß die Sensorabdeckung einen offenen Zustand eingenommen hat, so daß neben dem Umschalten der Stromversorgung des Fingerabdrucksensors von Aus auf Ein das Steuerteil 3 beginnt, die abgelaufene Zeit zu zählen. Durch das Bedienungsteil 4 zum Erzeugen eines Fingerabdruckbild-Einlesebefehls bei Betrachtung der Anzeige 8 ruft als nächstes der Geräteinhaber einen Fingerabdruck-Registrierungsbildschirm auf. Bei dieser Bedienung bestimmt das Steuerteil 3 den am Bedienungsteil 4 eingegebenen Inhalt und zeigt ihn auf der Anzeige an. Sobald eine solche Mitteilung wie z. B. "Finger zur Registrierung auflegen" auf der Anzeige 8 erscheint, positioniert der Geräteinhaber seinen Finger auf dem Fingerabdrucksensor 7.

Am Fingerabdrucksensor 7 eingelesene Fingerabdruckinformationen werden zum Steuerteil 3 geführt, wo Registrierungsvorgänge implementiert werden, bevor die Daten im Speicher 5 gespeichert werden. Die Betriebsabläufe zur Registrierungsverarbeitung sind für die Erfindung irrelevant und werden daher übersprungen (z. B. das Bestätigen, daß das Fingerabdruckbild normal ist).

Sobald die Fingerabdruckinformationen im Speicher 5 gespeichert oder registriert sind, wird eine solche Mitteilung wie "Registrierung abgeschlossen, Abdeckung schließen" auf der Anzeige 8 angezeigt, wonach der Geräteinhaber die Sensorabdeckung 6 schließt. Sobald die Sensorabdeckung 6 geschlossen ist, wird die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors 7 ausgeschaltet, vergißt aber der Geräteinhaber, die Sensorabdeckung 6 zu schließen, prüft das Steuerteil 3 die abgelaufene Zeit, und ist eine vorbestimmte Zeitspanne vergangen, schaltet das Steuerteil 3 den Strom zum Fingerabdrucksensor 7 aus.

Im folgenden wird der Verifizierungsbetrieb kurz erläutert, bei dem ein eingegebener Fingerabdruck mit einem registrierten Fingerabdruck abgeglichen wird. Die Betriebsabläufe bis zur Erteilung eines Fingerabdruckbild-Einlesebefehls sind die gleichen wie bei Registrierung eines Fingerabdrucks, so daß der Geräteinhaber eine solche Mitteilung wie "Finger zur Verifizierung auflegen" auf der Anzeige 8 über das Bedienungsteil 4 anzeigen läßt und seinen Finger auf den Fingerabdrucksensor 7 legt. Die am Fingerabdrucksensor 7 eingelesenen Fingerabdruckinformationen werden zum Steuerteil 3 geführt, und Verifizierungsvorgänge werden implementiert, bei denen die so eingelesenen Fingerabdruckinformationen mit Fingerabdrücken verglichen werden, die im Speicher 5 gespeichert oder registriert sind. Die Betriebsabläufe zur Verifizierungsverarbeitung sind für die Erfindung irrelevant und werden daher übersprungen. Danach zeigt das Steuerteil 3 das Ergebnis der Verifizierung auf der Anzeige 8 an.

Anhand von 5 bis 10 wird im folgenden ein Beispiel für die Detektion des Öffnens und Schließens der Sensorabdeckung 6 des erfindungsgemäßen Mobiltelefongeräts beschrieben. 5 bis 7 zeigen ein Beispiel für die Nutzung eines Schiebeschalters zur Detektion des Öffnens/Schließens der Sensorabdeckung 6, wobei 5 eine Perspektivansicht der Konfiguration darstellt. 6 und 7 zeigen eine Vorderansicht der Betriebsabläufe des Schiebeschalters beim Öffnen oder Schließen der Sensorabdeckung 6, wobei die Konfiguration veranschaulicht ist, bei der die Sensorabdeckung 6 den Kontakt des Schiebeschalters direkt betätigt.

8 bis 10 zeigen ein Beispiel dafür, daß das Steuerteil 3 elektronisch detektiert, ob die Sensorabdeckung 6 offen oder geschlossen ist, wobei 8 und 9 eine Vorderansicht der Konfiguration zeigen. 10 ist ein Schaltbild der Grundsätze, wie das Öffnen oder Schließen der Sensorabdeckung 6 detektiert wird, wobei in dem Fall, daß das elektrische Potential eines Auf/Zu-Detektionsanschlusses die Stromversorgungsspannung ist, ein "geschlossener Zustand" detektiert wird, und in dem Fall, daß das elektrische Potential des Auf/Zu-Detektionsanschlusses Masse- (GND) Potential über Kontakt mit der Sensorabdeckung 6 hat, detektiert wird, daß sich die Abdeckung in einem "offenen Zustand" befindet.

Im folgenden werden Steuerbedingungen für die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors 7 anhand von 11 beschrieben. Gemäß 11 gibt es drei Bedingungen, die für die Steuerung der Stromversorgung des Fingerabdrucksensors 7 relevant sind, d. h. "Sensorabdeckung offen/geschlossen", "festgelegte Zeit abgelaufen/nicht abgelaufen" und "Fingerabdruckbild-Einlesebefehl liegt vor/liegt nicht vor". Liegt "geschlossen" für die erste Bedingung "Sensorabdeckung offen/geschlossen" vor, wird die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors 7 ohne Rücksicht auf die beiden anderen Bedingungen ausgeschaltet. Liegt "offen" für die Bedingung "Sensorabdeckung offen/geschlossen" vor, wird die nächste Bedingung "festgelegte Zeit abgelaufen/nicht abgelaufen" geprüft. Lautet das Ergebnis "festgelegte Zeit nicht abgelaufen", wird die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors 7 ohne Rücksicht auf die nächste Bedingung "Fingerabdruckbild-Einlesebefehl liegt vor/liegt nicht vor" eingeschaltet. Liegt schließlich "festgelegte Zeit abgelaufen" für die zweite Bedingung "festgelegte Zeit abgelaufen/nicht abgelaufen" vor, wird die letzte Bedingung "Fingerabdruckbild-Einlesebefehl liegt vor/liegt nicht vor" geprüft. Lautet das Ergebnis "liegt vor", wird die Stromversorgung eingeschaltet, während beim Ergebnis "liegt nicht vor" die Stromversorgung ausgeschaltet ist.

Beschreibungsgemäß funktioniert in der Erfindung das Öffnen und Schließen einer Sensorabdeckung synchron zur Ein/Aus-Steuerung der Stromversorgung für den Fingerabdrucksensor, und auch wenn die Sensorabdeckung offen ist, läßt sich Stromverschwendung durch fortgesetzte Stromversorgung bei Nichtgebrauch des Fingerabdrucksensors innerhalb einer festgelegten Zeitdauer verhindern. Mit offener Sensorabdeckung kann in der Erfindung ferner auch bei ausgeschalteter Stromversorgung des Fingerabdrucksensors ein Bild in den Fingerabdrucksensor eingelesen werden, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl erteilt wird. Wird außerdem in der Erfindung ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl erteilt, während die Sensorabdeckung geschlossen ist, wird dieser Befehl aufgehoben, was Batteriestromverbrauch durch einen Bedienungsfehler vermeidet.


Anspruch[de]
Mobilendgerät mit:

einem Fingerabdrucksensor (7) zum Einlesen eines Fingerabdruckbilds und einer Sensorabdeckung (6), die den Fingerabdrucksensor (7) abdeckt, wobei die Sensorabdeckung (6) über dem Fingerabdrucksensor (7) manuell geöffnet oder geschlossen wird;

einer Detektionseinrichtung zum Detektieren, ob die Sensorabdeckung offen oder geschlossen ist; und

einer ersten Steuereinrichtung (3), die gemäß dem durch die Detektionseinrichtung detektierten Ergebnis arbeitet und die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors (7) einschaltet, wenn sich die Sensorabdeckung (6) in einem offenen Zustand befindet, und die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors (7) ausschaltet, wenn sich die Sensorabdeckung (6) in einem geschlossenen Zustand befindet;

wobei das Mobilendgerät dadurch gekennzeichnet ist, daß es aufweist:

eine Zähleinrichtung (3) zum Zählen der abgelaufenen Zeit ab dem Zeitpunkt, zu dem detektiert wird, daß die Sensorabdeckung (6) offen ist;

eine Fingerabdruckbild-Einlesebefehl-Erzeugungseinrichtung (4) zum Erzeugen eines Fingerabdruckbild-Einlesebefehls als Reaktion auf manuelle Bedienung;

eine Überwachungseinrichtung (3) zum Überwachen, ob ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl erzeugt wird;

eine Rücksetz-/Neustarteinrichtung (3), die die Zählung während des Zählvorgangs zurücksetzt und neustartet, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl erzeugt wird, während die Zählung durchgeführt wird; und

eine zweite Steuereinrichtung (3), die die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors (7) ausschaltet, wenn kein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl innerhalb einer festgelegten Zeitdauer ab dem Zählbeginn durch die Zähleinrichtung vorliegt, auch wenn sich die Sensorabdeckung (6) in einem offenen Zustand befindet.
Mobilendgerät nach Anspruch 1, das ferner eine dritte Steuereinrichtung (3) aufweist, die die Stromversorgung des Fingerabdrucksensors einschaltet, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl durch die Fingerabdruckbild-Einlesebefehl-Erzeugungseinrichtung (4) erzeugt wird, obwohl der Strom zum Fingerabdrucksensor ausgeschaltet ist und sich außerdem die Sensorabdeckung (6) in einem durch die zweite Steuereinrichtung (3) detektierten offenen Zustand befindet. Mobilendgerät nach Anspruch 1 oder 2, das ferner eine Einrichtung (3) aufweist, um einen Fingerabdruckbild-Einlesebefehl aufzuheben, wenn ein Fingerabdruckbild-Einlesebefehl durch die Fingerabdruckbild-Einlesebefehl-Erzeugungseinrichtung (4) zu Zeiten erzeugt wird, zu denen das durch die Detektionseinrichtung detektierte Ergebnis anzeigt, daß die Sensorabdeckung (6) geschlossen ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com