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Dokumentenidentifikation DE60220919T2 18.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001409778
Titel WEBMASCHINE
Anmelder IRO AB, Ulricehamn, SE
Erfinder de Zwart, Gijsbertus, 5753 PM Deurne, NL
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60220919
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.07.2002
EP-Aktenzeichen 027439868
WO-Anmeldetag 04.07.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/NL02/00437
WO-Veröffentlichungsnummer 2003008684
WO-Veröffentlichungsdatum 30.01.2003
EP-Offenlegungsdatum 21.04.2004
EP date of grant 27.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse D03D 47/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D03D 47/36(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Webvorrichtung mit einer Fadenvorspeichervorrichtung mit einer Fadenliefertrommel, auf welcher von einer Versorgungsspule zugeführter Faden zeitweilig gespeichert wird, ehe er an eine Fadenverarbeitungsvorrichtung weitergegeben wird, wobei die Fadenliefervorrichtung ein Stoppelement aufweist, das relativ zu der Trommeloberfläche beweglich ist, und welches Stoppelement das Abspulen des Fadens zu gewünschten Zeitpunkten blockieren kann, wobei die Fadenliefervorrichtung ferner Mittel aufweist zum Messen der Kraft in dem Faden zumindest während eines oder mehrerer Unter-Intervalle des Schussfaden-Eintragprozesses, welche Mittel die erhaltenen Werte an eine Auswertevorrichtung transferieren, die diese Werte zumindest an eine Display-Vorrichtung transferiert.

Webvorrichtungen der oben beschriebenen Art sind bekannt, beispielsweise aus der internationalen Patentanmeldung WO 00/56964.

In der bekannten Vorrichtung wird der Schussfaden nach dem Verlassen der Liefertrommel durch eine Bremsvorrichtung und danach durch eine Fadenspannungs-Messvorrichtung durchgeführt, welche die Fadenspannung kontinuierlich misst und welche die gemessenen Werte an eine Auswertungsvorrichtung transferiert, welche ihrerseits das Signal an eine Display-Vorrichtung transferiert, auf welcher die Entwicklung der Fadenspannung des Schussfaden-Eintragprozesses so visualisiert wird, dass ein Benutzer diese feststellen und auf deren Basis möglicherweise Parameter einstellt.

Um dies zu ermöglichen, verwendet die bekannte Vorrichtung ein zusätzliches Element, nämlich die Fadenspannungs-Messvorrichtung, was zusätzliche Kosten mit sich bringt, wie natürlich auch zusätzliche Reibung und Fadenverschleiß, und die deshalb einen nachteiligen Effekt auf den Webprozess hat.

Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung dieser Art anzugeben, in welcher es nicht notwendig ist, die Vorrichtung mit einem zusätzlichen Element auszustatten, um Informationen zu der Fadenspannung zu beschaffen.

Die Erfindung basiert auf der Idee, dass zum Beschaffen einer ordnungsgemäßen Übersicht über die Entwicklung der Fadenspannung während des Schussfaden-Eintragprozesses es tatsächlich ausreicht, die Fadenspannung zu kennen und diese für bestimmte kritische Intervalle des Schussfaden-Eintragprozesses zu visualisieren. Diese kritischen Punkte sind allgemein die Startphase, die Bremsphase, die Stoppphase und die Abschneidephase.

Um diesen Gegenstand zu erreichen, ist die Webvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Stoppelement erste Kraftmessmittel inkludiert, welche die Kraft messen, die durch den Faden während derjenigen Intervalle des Schussfaden-Eintragprozesses auf das Stoppelement ausgeübt wird, in welchen der Faden mit dem Stoppelement in Kontakt ist, und welche die gemessenen Daten an die Auswertevorrichtung transferieren. Auf diese Weise werden Informationen zu der Fadenspannung in Intervallen erhalten, welche für den Schussfaden-Eintragprozess kritisch sind, d.h., für die Startphase, die Stoppphase und die Abschneidephase, wobei ein Element verwendet wird, das in der Vorrichtung bereits für eine andere Funktion vorhanden ist. Um die Messung der durch den Faden ausgeübten Kräfte zu ermöglichen, ist das Stoppelement mit Drucksensoren, beispielsweise, ausgestattet, welche die Kräfte messen, welche ausgeübt werden und welche die gemessenen Werte an die Auswertevorrichtung transferieren.

Um Informationen über die Fadenspannung auch während der Bremsphase zu beschaffen, weist eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weiterhin eine Fadenbremsvorrichtung auf, die zwischen der Fadenliefervorrichtung und der Fadenverarbeitungsvorrichtung angeordnet ist, und welche Fadenbremsvorrichtung zweite Kraftmessmittel zum Messen der Fadenspannung während des Intervalls des Schussfaden-Eintragprozesses aufweist, innerhalb dessen der Faden mit dem beweglichen Bremselement in Kontakt ist, wobei diese Mittel die gemessenen Signale zumindest an die vorerwähnte Auswertevorrichtung liefern, welche ihrerseits diese Signale an die Display-Vorrichtung weitergeben.

Auf diese Weise erhält der Anwender eine gute Übersicht über die Entwicklung der Fadenspannung während der vorerwähnten, kritischen Intervalle des Schussfaden-Eintragprozesses.

Entsprechend einer anderen Ausführungsform der Webvorrichtung gemäß der Erfindung ist die Auswertevorrichtung auch in Kommunikation mit dem Steuerprozessor der Webvorrichtung, was es ermöglicht, dass der Steuerprozessor bestimmte Steueraktivitäten auf der Basis von Signalen ausführt, die von der Auswertevorrichtung erhalten wurden.

Die Erfindung wird detaillierter nachstehend unter Bezug auf die beigefügte Zeichnung erklärt, welche eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Webvorrichtung zeigt.

1 zeigt schematisch eine Anordnung einer Webvorrichtung;

2 zeigt schematisch die Entwicklung der Fadenspannung während des Schussfaden-Eintragprozesses;

3 ist eine schematische Schnittansicht des Stoppelementes, wie es in der in

1 gezeigten Webvorrichtung verwendet wird;

4 zeigt schematisch eine Eintragbremse wie diejenige, die in der in 1 gezeigten Webvorrichtung verwendet werden kann.

In 1 zeigt die Bezugsziffer 1 eine Fadenvorratsspule. Ein Faden 5 erstreckt sich von der Spule zu einer Fadenliefervorrichtung mit einer Trommel 3, auf welcher der Faden in mehreren Windungen gespeichert ist, und von welcher Trommel der Faden einer Fadenverarbeitungsvorrichtung in der Form eines Webstuhls 4 geliefert wird. Der Faden 5 geht ferner durch eine Eintragbremse 6 hindurch, die zwischen der Fadenliefertrommel 3 und dem Webstuhl 4 angeordnet ist.

Gegenüberliegend zu der Umfangsoberfläche der Fadenliefertrommel 3 ist ein Stoppelement 7 vorgesehen, das wie in 3 gezeigt, konfiguriert sein kann. Wie in dieser Figur gezeigt ist, ist das Stoppelement mit einem Gehäuse 8 aufgebaut, das eine elektrische Spule 9 enthält, welche mit einer Spannungsquelle (nicht gezeigt) verbunden werden kann und welche mit einem Anker 10 zusammenwirkt, der unter dem Einfluss der durch die Spule 9 ausgeübten Kräfte aufwärts und abwärts bewegt werden kann, und der, in der Position, in welcher er zu der Trommel bewegt worden ist, verhindert, dass der Faden 5 von der Liefertrommel 3 abgewickelt wird. Der Anker 10 ist mit einem Stoppstift 11 versehen, welcher, wie bereits erwähnt, zu der Trommel bewegt werden kann. Der Stoppstift 11 ist in einem Lager 12 geführt, welches mit einem Drucksensor 13 ausgestattet ist, mittels welchem die Kraft gemessen werden kann, die von dem Faden 5 auf den Stoppstift 11 ausgeübt ist. Das Signal von dem Drucksensor 13 wird über eine Leitung 14 an eine Auswertevorrichtung 15 transferiert, welche ihrerseits über eine Leitung 16 das Signal an ein Display-Paneel 17 transferiert.

Wie in 4b detaillierter gezeigt ist, ist die Bremse 6, welche zum Verzögern des Fadens 5 während einer bestimmten Periode des Schussfaden-Eintragprozesses funktioniert, mit einem beweglichen Bremselement 18 versehen, welches, wie detaillierter in 4b gezeigt ist, beispielsweise ein Hebel sein kann, der auf der Welle eines Elektromotors 19 montiert ist, der so ausgelegt ist, dass er den Arm 18 zu unterschiedlichen Positionen bewegt, um unterschiedliche Bremsungseffekte zu erzielen, wobei die durch den Motor ausgeübte Kraft ein Maß für die Fadenkraft ist. Durch Messen der des dem Motor zugeführten Stroms und der Position des beweglichen Elementes kann ein Maß der Kraft erhalten werden, welche der Hebel 18 auf den Faden 5 ausübt, und, demzufolge, ein Maß für die Spannung in dem Faden. Der Wert dieser Spannung wird in ähnlicher Weise über die Leitung 30 der Auswertevorrichtung 15 zugeführt, welche ihrerseits den Wert über die Leitung 16 an das Display-Paneel 17 transferiert, auf welchem diese Spannung nachfolgend visualisiert werden kann.

Während des Webprozesses tritt eine Vielzahl Phasen auf, welche Phasen aufeinanderfolgend in 2 gezeigt sind. Während der Startphase 1 ist der Faden 5 nach wie vor mit dem Stoppelement 7 in Kontakt, und wird die durch den Faden 5 auf das Stoppelement ausgeübte Kraft als eine aufsteigende Linie 31 während dieser Phase auf dem Display-Paneel dargestellt. Nach der Startphase 1, in welcher durch den Hauptinjektor eine spezielle Fadenspannung realisiert ist, folgt eine Periode, während welcher der Faden mit einer nahezu konstanten Geschwindigkeit durch den Webstuhl 4 hindurchgeführt wird, und nach welcher eine Bremsphase II beginnt, und zwar an dem Moment, wenn der Faden 5 das Ende des Faches nahezu erreicht hat, an welchem Punkt die Bremse 6 in Eingriff kommt und durch das Bremselement 18 eine Bremskraft auf den Faden 5 ausgeübt wird, und, als eine Reaktion davon, auf das Bremselement 18 eine Fadenkraft ausgeübt wird. Diese Fadenkraft wird durch die Bremse 18 gemessen, wobei der gemessene Wert an die Auswertevorrichtung 14 transferiert wird, welche nachfolgend diesen auf dem Display-Paneel 17 in der Form eines Gipfels 32 visualisiert, welcher die Entwicklung der Fadenspannung während der Bremsphase 2 repräsentiert. Am Ende der Bremsphase beginnt die Stoppphase III, in welcher das Stoppelement 11 gegen die Trommeloberfläche 3 gepresst ist, so dass ein weiteres Abziehen des Fadens verhindert wird, und der Faden eine Fadenkraft auf das Stoppelement 11 ausübt, welche Fadenkraft durch den Drucksensor 13 gemessen wird, wobei der gemessene Wert an die Auswertevorrichtung 15 transferiert wird, welche diese Fadenkraft als eine Linie 33 auf dem Display-Paneel 17 darstellt. Am Ende der Stoppphase III wird der Faden abgeschnitten und tritt eine Abschneidephase IV auf, in welcher der Faden 5 nach wie vor mit dem Stoppelement 11 in Kontakt ist, welches die Spannung in dem Faden in diesem Moment misst und den gemessenen Wert zu der Auswertevorrichtung 15 transferiert, welche erneut diese Fadenspannung als eine Linie 34 während dieser Phase auf dem Display-Paneel 17 darstellt. Auf diese Weise wird eine gute Darstellung der Fadenspannung erhalten, und zwar auf jedem Fall für die kritischen Phasen I, II, III und IV, wie in 2 gezeigt ist. Der Anwender kann zu jeder Zeit die Entwicklung der Spannung in dem Faden während dieser kritischen Phasen feststellen. Der Anwender kann in der Vorrichtung Einstellungen auf der Basis der beschafften Informationen verändern. Die Veränderungen der Vorrichtungseinstellungen können auch automatisch stattfinden, in dem die Auswertevorrichtung 15 mit dem Steuerprozessor 42 des Webstuhls und/oder der Webvorrichtung über die Leitungen 40 und 41 kommuniziert.

Erfindungsgemäß ist es demzufolge auf die oben beschriebene Weise möglich, während kritischer Phasen des Schussfaden-Eintragprozesses Informationen über die Fadenspannung zu sammeln, und zwar mittels Elementen, die in einer Webvorrichtung bereits vorhanden sind.


Anspruch[de]
Webvorrichtung, die mit einer Fadenliefervorrichtung (2) ausgestattet ist, welche eine Fadenliefertrommel (3) aufweist, auf welcher von einer Fadenvorratsspule (1) zugeführter Faden (5) temporär gespeichert wird, ehe er an eine Fadenverarbeitungsvorrichtung (4) weitergegeben wird, wobei die Vorrichtung ein Stoppelement (7) aufweist, das relativ zu der Trommeloberfläche beweglich ist und welches Stoppelement (7) das Abwickeln des Fadens (5) zu gewünschten Zeitpunkten blockieren kann, und wobei die Vorrichtung weiterhin Mittel aufweist zum Messen der Kraft in dem Faden zumindest während eines oder mehrerer Unter-Intervalle des Schussfaden-Eintragprozesses, welche Mittel die erhaltenen Werte an eine Auswertevorrichtung (15) transferieren, welche zumindest diese Werte an eine Display-Vorrichtung (17) transferiert, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoppelement (7) erste Kraftmessmittel inkludiert, welche die Kraft messen, die durch den Faden während derjenigen Intervalle des Schussfaden-Eintragprozesses auf das Stoppelement ausgeübt wird, während welcher der Faden mit dem Stoppelement in Kontakt ist, und welche die gemessenen Daten an eine Auswertevorrichtung (15) transferieren, welche diese Signale zumindest an die Display-Vorrichtung (17) weitergibt. Webvorrichtung gemäß Anspruch 1, weiterhin aufweisend eine zwischen der Fadenliefervorrichtung (2) und der Fadenverarbeitungsvorrichtung (4) angeordnete Faden-Eintragbremse (6), durch welche der Faden (5) hindurchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenbremsvorrichtung (6) zweite Kraftmessmittel aufweist zum Messen der Fadenspannung während des Intervalls des Schussfaden-Eintragprozesses, während welchem der Faden (5) mit der Bremse (6) in Kontakt ist, welche Mittel ein korrespondierendes Signal zumindest an die vorerwähnte Auswertevorrichtung (15) liefert, welche die Signale an die Display-Vorrichtung (17) weitergibt. Webvorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertevorrichtung (15) auch Signale erhält von und Signale transferiert an einen Steuerprozessor (42) der Webvorrichtung.






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