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Dokumentenidentifikation DE69836297T2 18.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000886158
Titel Verteiler mit hoher Dichte und Aufnahmefähigkeit, insbesondere für optische Fasern
Anmelder Fahrenheit Thermoscope LLC, Las Vegas, Nev., US
Erfinder Laniepce, Sylvie, 14350 La Graverie, FR;
Blanchard, Anne-marie, 22560 Pleumeur Bodou, FR;
Gueguen, Jean-Jacques, 22700 St. Quay-Perros, FR
Vertreter Kohler Schmid Möbus, 72764 Reutlingen
DE-Aktenzeichen 69836297
Vertragsstaaten DE, GB
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 11.06.1998
EP-Aktenzeichen 984014100
EP-Offenlegungsdatum 23.12.1998
EP date of grant 02.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse G02B 6/44(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Verteiler mit hoher Dichte und Aufnahmefähigkeit, insbesondere für optische Fasern, der als optischer Verteiler optischer Fasern von Teilnehmern verwendbar ist oder auch als Unterverteiler.

Ein optischer Verteiler ist eine Vorrichtung, die im Wesentlichen eine änderbare und vollkommen flexible optische Kontinuität zwischen Enden erster optischer Fasern, beispielsweise optischer Fasern, die aus Kabeln erdverlegter Netze stammen, und Enden zweiter optischer Fasern, die beispielsweise aus Teilnehmereinrichtungen einer Telephonzentrale stammen, sicherstellt. Der Verteiler erlaubt so, Faser für Faser und ohne Einschränkung der Kombinationsmöglichkeiten Zuordnungen von ersten Fasern zu zweiten Fasern zu ändern, die bei der ersten Verkabelung festgelegt wurden (Mischfunktion), und vorübergehend oder endgültig diese Zuordnungen aufzuheben (Wartefunktion). Im Rahmen der Ausbreitung optischer Fasern in Verteilungsnetzen ist es erforderlich, optische Verteiler großer Aufnahmefähigkeit zu entwickeln und im optischen Bereich Dichten zu erreichen, die denen vergleichbar sind, die herkömmliche Verteiler für Telephonleitungen aus Kupfer aufweisen.

In einem optischen Verteiler mit matrixförmigem Aufbau sind Verbindungsmodule, auch Verbinder genannt, in Form einer ebenen Matrix verteilt. Die Enden der ersten optischen Fasern werden in eine der Seiten des Verteilers bleibend eingeführt. Die Enden der zweiten optischen Fasern können beim Mischen auf der anderen Seite des matrixförmigen Verteilers versetzt werden (japanische Patentanmeldungen von NTT JP-A-07-318820, JP-A-07-244225, JP-A-07-333530 und JP-A-07-333531).

Es gibt zwei Varianten matrixförmiger Verteiler, eine einstufige Variante und eine zweistufige Variante.

In der einstufigen Variante wird eine Seite der Matrix durch die ersten Fasern versorgt, bei denen es sich beispielsweise um Netzfasern handelt, und die andere Seite der Matrix wird durch die zweiten Fasern versorgt, bei denen es sich beispielsweise um Fasern von Teilnehmerausrüstungen handelt. Beim Mischen sind die Enden entweder der Netzfasern oder der Ausrüstungsfasern beweglich, d. h. können aus den Verbindungsmodulen entfernt und in diese eingeführt werden.

In der zweistufigen Variante bilden zwei Matrizen die Stufen. Eine der Seiten jeder Matrix nimmt die Netzfasern auf oder die Fasern von Teilnehmereinrichtungen. Die optische Kontinuität zwischen den Netzfasern und den Fasern von Einrichtungen wird durch eine zusätzliche Faser sichergestellt, die Verbindungsfaser genannt wird und sich zwischen den beiden Matrizen erstreckt. Die Verbindungsfasern werden bei den Mischvorgängen versetzt.

Die Verbindungsmatrix kann mit einer Organisationstafel verbunden sein oder mit einer Ausrichtungsschiene, die die ankommenden optischen Fasern auf der Matrixseite räumlich, aber in der Zeit nicht änderbar, unabhängig von den späteren Mischvorgängen organisiert. Die Tafel trägt eine Matrix von Löchern, die jeweils von den optischen Fasern durchquert werden. Die mit den Mischvorgängen verbundenen Versetzungen optischer Fasern und die mit diesen verbundenen Kreuzungen finden zwischen der Organisationstafel und der Verbindungsmodulmatrix statt.

Ein Mischvorgang erfolgt im Wesentlichen in drei aufeinanderfolgenden Einzelvorgängen:

  • – Lösen eines Endes einer optischen Faser in einem Verbindungsmodul in Höhe der Seite der Matrix;
  • – Entnehmen der optischen Faser aus der Organisationstafel durch Ziehen durch die Masse gekreuzter Fasern, die sich zwischen der Verbindungsmodulmatrix und der Organisationstafel erstreckt, wobei diese letztgenannte die Aufgabe hat, das Auffinden der zu entnehmenden optischen Faser zu ermöglichen; und
  • – Ziehen der entnommenen optischen Faser von der Organisationstafel zum anzuschließenden Verbindungsmodul über die vorhandene Masse gekreuzter optischer Fasern.

In diesen bekannten Verteilern erschwert die matrixförmige Organisation der Verbindungsmodule den Zugang zu diesen, da es zum Erreichen eines Verbindungsmoduls erforderlich ist, die Hand oder ein Werkzeug durch den Vorhang der Faserenden zu schieben, die in der Matrix ankommen. Dieser Vorgang ist umso schwieriger, je höher die Dichte der Verbindungsmodule ist. Dieses Einschieben durch den Vorhang aus Faserenden ist ebenfalls für die Wartung der Verbindungsmodule erforderlich.

Außerdem erfordert die Anwesenheit der Organisationstafel, eine zu lösende oder zu lösende/anzuschließende optische Faser durch die ganze Masse optischer Fasern zu ziehen, die sich zwischen der Matrix und der Organisationstafel erstreckt und gegebenenfalls danach eine andere optische Faser von und durch die Organisationstafel zu ziehen und dann durch alle anderen umgebenden optischen Fasern zwischen der Tafel und der Matrix. Da die Fasern während des Mischens weder ausgewechselt, noch in der Länge angepasst werden, müssen diese Fasern ausreichend lang sein, um ohne Unterschied Faserenden anzuschließen, die zu Verbindungsmodulen gehören, die in der Matrix nahe beieinander liegen bzw. sehr weit weg.

Außerdem haben die optischen Verbindungsfasern in einem Verteiler geringer Dichte oft viel zu große und zu unterschiedliche Längen, was keine Austauschbarkeit der optischen Verbindungsfasern beim Mischen zulässt. Diese Unterschiedlichkeit ist umso stärker ausgeprägt, wenn die Verbindungsmodule voneinander relativ weit entfernt sind, d. h. ihre Dichte ist relativ gering und die Matrizen haben immer größere Abmessungen, um ihre Aufnahmefähigkeit zu erhöhen.

Ein Verteiler für optische Fasern, wie er im Oberbegriff des Patentanspruches 1 definiert ist, wird im Patent US 5 402 515 beschrieben. Dieser Verteiler für optische Fasern umfasst Platten, die parallel zueinander angeordnet und jeweils in einer Ecke einer Kassette eines Verbindungsmoduls durch ein Kippsystem angelenkt sind, das aus einer Schraube besteht, die bewegliche Haken durchquert. Jede Platte trägt zueinander parallele Verbinder, um eingehende optische Fasern mit Verbindungsfasern zu verbinden.

Die Platten jedoch tragen Wickelbereiche für optische Fasern, sowie Verbinderadapter, die an der Oberfläche der Platten angeordnet sind und in Löcher der Platten einrasten können. Auf diese Weise sind die Platten sehr umfangreich.

Die Erfindung hat zum Ziel, einen Verteiler für optische Fasern zu schaffen, in dem die Enden der zu mischenden optischen Fasern leichter zugänglich sind, als in den bekannten matrixförmigen Verteilern, und die Träger der Verbindungsmodule weniger groß sind, dabei aber ihre Steifigkeit bewahren.

Zu diesem Zweck ist ein Verteiler für optische Fasern mit Verbindungsmodulen, die zur Verbindung von Enden erster optischer Fasern mit Enden zweiter optischer Fasern in einer Matrix angeordnet sind, und mit Trägern, die jeweils Reihen von Verbindungsmodulen tragen, die sich parallel zu zwei Seiten der Matrix erstrecken, und die erste Enden aufweisen, die um eine zu den beiden anderen Seiten der Matrix parallele Rotationsachse drehbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass er parallele Führungen in Form von um die Rotationsachse zentrierten Kreisbögen aufweist, um zweite Enden der Träger in Form von Verbindungsschienen zwischen zwei Anschlägen zu führen.

Der erfindungsgemäße Verteiler weist so die Form einer Matrix auf, die durch die Reihen von Verbindungsmodulen um die Rotationsachse gebildet werden, die in der Praxis Spalten der Matrix bilden, die voneinander unabhängig sind. Ein Verbindungsmodul-Träger, der ein Verbindungsmodul für Enden zu mischender optischer Fasern trägt, kann durch einfache Drehung um die Rotationsachse aus einer Ruhestellung in eine Arbeitsstellung aus der Ebene der Matrix herausgenommen werden, ohne die optischen Fasern durcheinander zu bringen, die an das Verbindungsmodul angeschlossen sind, das der Träger trägt, und ohne durch die anderen optischen Fasern gestört zu werden, die in die Matrix münden.

Jeder Träger enthält mindestens eine oder zwei Reihen Verbindungsmodule, was einen einfachen Zugang von der Seite zu den Verbindungspunkten erlaubt, in denen die optischen Fasern paarweise angeschlossen sind. Dieser einfache Zugang ist mit der drehbaren Montage der Verbindungsmodul-Träger verbunden, die mit einer Organisation mit hoher Dichte an Miniaturverbindern kompatibel ist, was erlaubt, Montageabstände von einigen Millimetern zwischen Verbindungspunkten zu erreichen.

Um den Verbindungsmodul-Trägern ihre Steifigkeit zu erhalten, führen die parallelen, kreisbogenförmigen, um die Rotationsachse zentrierten Führungen zweite Enden der Verbindungsmodul-Träger, die zwischen zwei Anschlägen, vorzugsweise zu den Führungen im rechten Winkel verlaufenden Querträgern, gleiten. In Variante können die Führungen linear sein. Vorzugsweise liegen der eine der beiden Anschläge und die Rotationsachse im Wesentlichen in einer Seite des Verteilers, die der Arbeitsstellung entspricht, die beispielsweise vertikal ist. Alle Träger stehen auf diese Weise hinter der vertikalen Ebene zurück, außer dem Träger, der durch Drehung um die Rotationsachse aus der Matrix herausbewegt wurde und der sich in der vertikalen Ebene befindet, um ein Anschließen/Lösen von Enden optischer Fasern vorzunehmen oder eine Wartung an einem Verbindungsmodul des genannten Trägers, ohne die anderen, benachbarten optischen Fasern zu stören.

Um noch weiter jegliche Verwirrung optischer Fasern zu vermeiden, die zu benachbarten Trägern gehören, und auch jegliche Verwirrung optischer Fasern vor der Matrix von Verbindungsmodulen, sind an der Struktur des Verteilers Trennwände befestigt oder in einer anderen Ausführung jeweils mit den Verbindungsmodul-Trägern fest verbunden. Die Trennwände sind zwischen Kreisausschnitten vorgesehen, die von den Verbindungsmodul-Trägern überstrichen werden, wenn sie sich um die Rotationsachse drehen.

Der Verteiler weist eine Walze auf, die parallel zur Rotationsachse und in deren Nähe verläuft. Diese Walze ist hauptsächlich vorteilhaft, wenn die zu mischenden optischen Fasern unter dem Verteiler abfallen, insbesondere wenn diese optischen Fasern Verbindungsfasern in einem zweistufigen Verteiler sind. Die Walze vermeidet eine übermäßige Durchbiegung der optischen Fasern unter dem Gewicht der oberen optischen Fasern, indem sie ihnen einen Krümmungsradius bewahrt, der größer ist, als der minimal zulässige Krümmungsradius.

Jedes Verbindungsmodul ist vorzugsweise abnehmbar montiert. In diesem Fall weist jeder Verbindungsmodul-Träger Aufnahmen auf, die senkrecht zur Rotationsachse aufgereiht und dafür geformt sind, jeweils Verbindungsmodule abnehmbar zu befestigen. Die Verbindungsmodule können kleine Einzelverbindungsmodule zum Verbinden von zwei Enden optischer Fasern sein. In einer anderen Variante ist jedes Verbindungsmodul ein Gruppenverbindungsmodul zur paarweisen Verbindung der Enden erster optischer Fasern mit Enden zweiter optischer Fasern, beispielsweise für vier, acht oder zwölf Paare optischer Fasern. Ein derartiger Träger von Verbindungsmodulen ist mit jeder Art von Verbindern kompatibel, mit Einzelverbindern, d. h. Verbindung Faser für Faser, und Gruppenverbindern, d. h. für Gruppen von Fasern, wie etwa Kabel, oder auch Halbgruppenverbindern, d. h. Gruppenverbindern bezüglich einer Seite der Matrix und Einzelverbindern auf der anderen Seite der Matrix.

Die Erfindung betrifft ebenfalls einen Verbinder großer Aufnahmefähigkeit mit zwei Stufen. Ein derartiger Verteiler optischer Fasern umfasst einen ersten Verteiler, der in einer Matrix angeordnete Verbindungsmodule zur Verbindung von Enden erster optischer Fasern mit ersten Enden optischer Verbindungsfasern aufweist, und mit einem zweiten Verteiler, der in einer Matrix angeordnete Verbindungsmodule zur Verbindung von Enden zweiter optischer Fasern mit zweiten Enden der optischen Verbindungsfasern aufweist, wobei jeder der ersten und zweiten Verteiler Verbindungsmodul-Träger aufweist, die jeweils Reihen von Verbindungsmodulen tragen, die sich parallel zu entsprechenden Seiten der Matrix erstrecken, und die erste Enden aufweisen, die um eine parallel zu den beiden anderen Seiten der entsprechenden Matrix ausgerichtete Rotationsachse drehbar angeordnet sind. Der Verteiler optischer Fasern ist dadurch gekennzeichnet, dass jeder der ersten und zweiten Verteiler parallele Führungen in Form um die Rotationsachse zentrierter Kreisbögen aufweist, um zweite Enden der Träger in Form von Verbindungsschienen zwischen zwei Anschlägen zu führen.

Wenn der erste und der zweite Verbinder im Wesentlichen in einer horirzontalen Ebene fern voneinander liegen, wird ein Band zwischen dem ersten und dem zweiten Verteiler im Wesentlichen unter den Rotationsachsen aufgehängt, um die Verbindungsfasern zu tragen.

Außerdem kann der Verteiler eine Arbeitsplattform aufweisen, die vorzugsweise abnehmbar oder längs einer seiner Seiten angelenkt ist, die sich oberhalb des Bandes befindet, das die Verbindungsfasern trägt.

Der Verteiler großer Aufnahmefähigkeit ist als eine Struktur aus Balken, Ständern und Querträgern konstruiert, die im Wesentlichen zwei quaderförmige Blöcke bildet, die den ersten bzw. den zweiten Verteiler enthalten, und einen dritten auf dem Boden stehenden zentralen Quader, in dem die optischen Verbindungsfasern verlaufen und der sich zwischen den beiden genannten Quadern befindet.

Der Verteiler ist in einer Verkleidung mit mindestens einer Tür eingeschlossen, die einen direkten Zugang zu einem Zwischenraum zwischen dem ersten und dem zweiten Verteiler, der die optischen Verbindungsfasern enthält, schafft.

Jeder der ersten und der zweiten Verteiler kann einen Anschlag aufweisen, der ein Ende des Weges der Träger festlegt und der im Wesentlichen koplanar zur Rotationsachse in einer Seite des Verteilers liegt, die vertikal, geneigt oder horizontal sein kann, abhängig von den Zugangsmöglichkeiten zum Verteiler, die bei seiner Installation festgelegt wurden. Die Arbeitsebenen, die den Arbeitsstellungen im ersten und zweiten Verteiler entsprechen, befinden sich beispielsweise einander direkt gegenüber.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden beim Lesen der folgenden Beschreibung mehrerer bevorzugter Ausführungen der Erfindung unter Bezugnahme auf die entsprechenden beigefügten Zeichnungen deutlicher werden. Es zeigen:

1 eine schematische perspektivische Ansicht eines Verteilers mit erfindungsgemäßem erstem und zweitem Elementarverteiler, durch die Vorderseite gesehen,

2 eine perspektivische Vorderansicht des ersten Elementarverteilers für optische Netzfasern, durch die Vorderseite gesehen, nach einer ersten Ausführung der Erfindung,

3 eine perspektivische Rückansicht des ersten Verteilers, durch die Rückseite gesehen.

4 eine perspektivische Detailansicht analog zur 2, die Modulträger in Arbeitsstellung im Inneren des ersten Verteilers zeigt,

5 eine schematische Ansicht, die eine Verbindung zwischen einem Kabel erster optischer Fasern auf der Netzseite und einem Kabel zweiter optischer Fasern auf der Teilnehmeranlagenseite durch Verbindungsmodule im ersten bzw. zweiten Elementarverteiler und optische Verbindungsfasern zeigt,

6 eine Verbindungsfaser mit einrastbaren Verbindungssteckern,

7 eine Ansicht analog zur 2 des ersten Verteilers in einer zweiten Ausführung der Erfindung, mit Trennwänden zur Führung der Fasern zwischen Kreisausschnitten, in denen die Verbindungsmodul-Träger schwenken,

8 eine perspektivische Ansicht analog zur 3 des ersten Verteilers, der mit Trennwänden nach der zweiten Ausführung ausgestattet ist,

9 eine perspektivische Ansicht der Verkleidung des Gesamtverteilers bei geöffneten Türen, und

10 eine schematische perspektivische Ansicht der Ruhe- und der Arbeitsstellung der Verbindungsmodul-Träger in den zweiten und ersten Verteilern nach einer anderen Ausführung.

Wie in 1 zu erkennen, besteht ein Verteiler großer Aufnahmefähigkeit RGC aus einer Metallstruktur aus Balken, Ständern und Querträgern, die im Wesentlichen erste, zweite und dritte quaderförmige Blöcke bilden. Der erste und der zweite Quader der Struktur bilden erfindungsgemäße einstufige matrixförmige Elementarverteiler R1 und R2, die links und rechts der Struktur und in ihrem oberen Bereich angeordnet sind.

Der dritte Quader B3 der Struktur ist in deren zentralem Bereich und niedriger, als der erste und der zweite Verteiler R1 und R2 zwischen diesen angeordnet. Er dient dem Verteiler großer Aufnahmefähigkeit als Bodenauflage. Im Quader B3 sind Verbindungsfasern FL ausgebreitet. Erste Enden FL1 der optischen Verbindungsfasern werden durch den ersten Verteiler R1 hindurch mit Enden erster optischer Fasern aus Kabeln CF1 verbunden, etwa optischen Fasern aus Kabeln eines erdverlegten Netzes optischer Fasern. Zweite Enden FL2 der optischen Verbindungsfasern werden durch den zweiten Verteiler R2 mit Enden zweiter optischer Fasern aus Kabeln CF2 verbunden, etwa optischen Fasern, die einzeln Teilnehmereinrichtungen versorgen. Die Struktur des Verteilers großer Aufnahmefähigkeit RGC weist so eine Symmetrieebene auf, die im dargestellten Ausführungsbeispiel vertikal ist und mit der Quermittelebene des Quaders B3 und des quaderförmigen Raumes ES zusammenfällt, der sich zwischen dem ersten und dem zweiten Elementarverteiler befindet. Als Folge der Symmetrie ist der erste Elementarverteiler R1 identisch mit dem zweiten Elementarverteiler R2 und wird als einziger hierunter im Einzelnen beschrieben.

Wie in den 2, 3 und 4 dargestellt, hat der matrixförmige Elementarverteiler R1 eine quaderförmige Struktur, die üblicherweise vier Balken 10, vier Ständer 11 und vier Querträger 12 umfasst, sowie zwei Stützplatten 13, die auf Seiten angeordnet sind, die im dargestellten Ausführungsbeispiel der Struktur vertikal sind.

Zwischen den beiden Stützplatten 13 sind mehrere Träger von Verbindungsmodulen 2 in Form paralleler Profilstangen angeordnet, deren Länge erheblich geringer ist, als die der Ständer 11 des Verteilers. Die unteren Enden 21 der Träger 2 sind um eine feststehende Rotationsachse 3 angelenkt, die in Höhe des unteren Endes der beiden Ständer 11d der rechten Seite des Verteilers und oberhalb des rechten unteren Querträgers 12id der Struktur des Verteilers nahe dem zentralen Zwischenraumes ES quer zwischen die Stützplatten 13 geklemmt sind. Zweite Enden 22 der Träger 2 werden jeweils gleitend durch parallele Schienen 4 in Form um die Rotationsachse zentrierter Kreisbögen durchquert. Erste Enden 41 der Schienen 4 sind am oberen Querträger 12sd auf der rechten Seite des Verteilers befestigt. Zweite Enden 42 der Schienen 4 sind an einem Zwischenquerträger 12l befestigt, der zwischen den Stützplatten angeordnet ist, geringfügig unterhalb des oberen linken Querträgers 12sg des Verteilers.

Auf diese Weise überstreicht jeder Träger 2 einen Kreisausschnitt, typischerweise von ungefähr 45°, zwischen einer vertikalen Arbeitsstellung PT und einer geneigten Ruhestellung PR. In der Arbeitsstellung PT liegt das zweite Ende 22 des Trägers am oberen rechten Querträger 12sd an. In der Ruhestellung PR liegt das zweite Ende 22 des Trägers am Zwischenquerträger 12l an. In den 2, 3 und 4 beispielsweise befinden sich nur vier Träger in der Arbeitsstellung und liegen so in der Seite des Verteilers R1, die am Raum ES zwischen den Verteilern R1 und R2 liegt.

In jedem Träger 2 sind Löcher 23 ausgebildet, die rechtwinklig zur Rotationsachse 3 aufgereiht und in Längsrichtung zwischen dem zweiten Ende 22 des Trägers bis zu einem unteren Bereich ohne Loch oberhalb des ersten Endes 21 des Trägers gleichmäßig verteilt sind. Jedes Loch 23 ist eine Aufnahme, die einem flachen Verbindungsmodul 5 entsprechend geformt ist, das entsprechend der dargestellten Ausführung T-förmig oder auch rechtwinklig ausgebildet sein kann.

In der in den 5 und 6 dargestellten Ausführung hat der vertikale Strich 51 des T des Moduls 5 die Form eines flachen rechteckigen Stabes, der sich nach links erstreckt, um ein Ende eines Kabels aus ersten optischen Fasern CF1 der Art mit dünnem, flexiblem Mantel aufzunehmen oder in einer anderen Variante ein bandförmiges Kabel erster optischer Fasern. Beispielsweise umfasst jedes Kabel vier, acht oder zwölf optische Fasern. Die beiden waagerechten Striche 52 des T-Profils des Verbindungsmoduls 5 bilden einen dünnen Quader, der in einen Ansatz des vertikalen Striches 51 eingesteckt ist. Die rechte Seite des waagerechten Striches 52 weist Löcher 53 in Längsrichtung auf, um Verbindungsstecker FC1 an den ersten Enden FL1 optischer Verbindungsfasern FL einrastend aufzunehmen. Typischerweise befinden sich die Löcher 53 in einem Abstand von einigen Millimetern voneinander. In Variante kann jedes Verbindungsmodul nur eine erste optische Faser mit einer optischen Verbindungsfaser verbinden. Die Anzahl vebindbarer Verbindungsfasern in einem Verbindungsmodul ist immer gleich der Anzahl erster optischer Fasern, die im Kabel CF1 enthalten sind, die durch die linke Seite des Verbindungsmoduls eindringen. Wie hierunter gezeigt wird, sind Verbindungsstecker FC2 an den zweiten Enden FL2 der Verbindungsfasern ebenfalls in andere Verbindungsmodule 5 eingerastet, die in den zweiten Verteiler R2 eingesteckt werden können, um sie an Kabel zweiter optischer Fasern CF2 anzuschließen, die Teilnehmereinrichtungen versorgen, und so die ersten optischen Fasern aus dem erdverlegten Netz mit zweiten optischen Fasern zu verbinden, die jeweils Teilnehmereinrichtungen versorgen.

Wieder in der in den 2 bis 4 als Beispiel dargestellten Ausführung sind die linken Teile der waagerechten Striche 52 der Verbindungsmodule 5 in die rechteckigen Löcher 23 des Trägers eingesteckt. Wenn alle Träger 2 am oberen rechten Querträger 12sd anliegend angeordnet sind und so eine rechte Seite des Verteilers R1 bilden, oder wenn alle Träger 2 am Zwischenquerträger 12l nach links anliegend angeordnet sind, bildet die Gesamtheit der Verbindungsmodule 5 in den Trägern eine Matrix zum Anschluss der Enden der ersten Netzfasern mit ersten Enden der Verbindungsfasern. Diese Matrix verfügt über horizontale, zur Rotationsachse 3 und zum Querträger 12sd, 12l parallele Zeilen von Modulen und über Spalten von Modulen, die von den bald vertikalen, bald um im Wesentlichen 45° geneigten Trägern 2 gebildet werden.

Wie in 2 zu erkennen, ist kein Loch 23 im unteren Bereich jedes Trägers 2 ausgebildet. Dadurch wird vermieden, eine optische Verbindungsfaser, deren Verbindungsstecker FC1 in ein Loch 23 eingesteckt werden muss, das sich auf einer unteren Matrixzeile im Verteiler R1 befindet, dazu zu zwingen, sich in den Zwischenraum ES zwischen den Verteilern R1 und R2 in einem Bogen zu krümmen, dessen Radius geringer ist, als der minimal zulässige Krümmungsradius optischer Fasern.

Die aus jedem Netzkabel CF1 austretenden optischen Fasern verlaufen in einer Kurve, die den minimalen Krümmungsradius der Fasern berücksichtigt, von einem Befestigungspunkt im unteren Bereich des Trägers so nahe wie möglich an der Rotationsachse 3 ausgehend. Der so unter dem Träger liegende Befestigungspunkt stellt dann einen bei Drehungen der Träger gewissermaßen feststehenden Punkt dar, wodurch vermieden wird, ein „Faserlose" zur Verfügung haben zu müssen, um die Bewegungen der Träger ausführen zu können.

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In der Praxis sind die Enden der ersten optischen Fasern in den Netzkabeln CF1 ein für alle Mal in die entsprechenden Verbindungsmodule 5 eingesteckt, wenn auch das Herausnehmen des Endes einer ersten optischen Faser immer möglich ist, um beispielsweise eine Wartung des entsprechenden Verbindungsmoduls zu vereinfachen. Nur die Verbindungsstecker FC1 an den Enden der optischen Verbindungsfasern FL können entnommen und wieder in Verbindungsmodule eingesetzt werden, um so die Verbindungen zwischen den ersten Fasern und den zweiten Fasern, die Teilnehmereinrichtungen versorgen, zu ändern. Wenn keiner dieser Vorgänge gewünscht ist, sind alle Träger 2 von Verbindungsmodulen in der Ruhestellung PR angeordnet, indem ihre oberen Enden 22 am Zwischenquerträger 12l anliegen. Nachdem er um die Rotationsachse 3 nach rechts gezogen wurde, wie in den 2 und 4 zu erkennen, ist ein Träger 2 an der rechten Seite des Verteilers R1 in der Arbeitsstellung PT angeordnet, um das Lösen und/oder Verbinden mindestens eines Anschlusssteckers für Verbindungsfasern FC1 vorzunehmen. Bei der Drehung des Trägers 2 aus der Ruhestellung PR in die Arbeitsstellung PT oder aus der Arbeitsstellung in die Ruhestellung, wird der Träger 2 durch die Schiene 4 geführt, deren Enden 41 und 42 mit den beiden Anschlagsquerträgern 12sd und 12l fest verbunden sind. Die Schiene verhindert auch jegliches Abknicken des profilierten Trägers, das das Gewicht der Verbindungsmodule herbeiführen könnte.

In einer zweiten in den 7 und 8 dargestellten Ausführung der Erfindung umfasst der Elementarverteiler R1 Trennwände 6, um die von den Verbindungsmodul-Trägern 2 zu überstreichenden Rotationsausschnitte 61 zu trennen. Die Trennwände 6 bilden einen Kamm, dessen Zinken sich ausgehend von der Rotationsachse 3 über einen Kreisausschnitt von im Wesentlichen 45° zwischen den beiden Anschlagsquerträgern 12sd und 12l erstrecken. Die untere Ecke jeder Trennwand wird von der Rotationsachse 3 durchquert. Die beiden oberen Ecken jeder Trennwand sind im dargestellten Ausführungsbeispiel senkrecht zu den Anschlagsquerträgern 12sd und 12l befestigt. In einer anderen Ausführung sind die linken Kanten der Trennwände jeweils an bestimmten Kanten, den rechten oder den linken, der Träger 3 entlang befestigt, indem die Trennwände sich mit den Trägern um die Rotationsachse 3 drehen. Zwei benachbarte Trennwände vermeiden jegliche Verwirrung der Verbindungsfasern, deren Verbindungsstecker FC1 in Module 5 eingesteckt sind, die vom zugehörigen Träger 2 getragen werden, der zwischen den genannten beiden Trennwänden schwenkt, mit Verbindungsfasern, die in die anderen Träger 2 münden, aber auch jegliche Verwirrung der Enden der entsprechenden ersten Fasern CF1.

Eine quer verlaufende Walze 7 ist lose oder fest um eine Achse angebracht, die im unteren Bereich der beiden Ständer 11d der rechten Seite des Verteilers zwischen der Rotationsachse 3 und dem unteren rechten Querträger 12id des Verteilers R1 befestigt ist. Die Oberfläche der Walze 7 ragt auf der rechten Seite des Elementarverteilers R1 ein wenig heraus, um die Verbindungsfasern FL zu stützen und so die Kraft aufgrund des Gewichtes der Verbindungsfasern, die die Verbindungsmodule 5 verlassen, die im Verteiler R1 enthalten sind, aufzunehmen. Außerdem stellt die Walze 7 den minimalen Krümmungsradius der Verbindungsfasern FL am Austritt aus den Verbindungsmodulen sicher, insbesondere derer, die sich im unteren Teil der Träger 2 befinden, die dem Gewicht der anderen Verbindungsfasern ausgesetzt sind. Die Walze stellt ebenfalls die Führung der Verbindungsfasern sicher.

Wiederum in 1 ist zu erkennen, dass der dritte quaderförmige Block B3, der sich im unteren Teil des Verteilers großer Aufnahmefähigkeit RGC befindet, ein biegsames Band BA enthält, dessen Enden an den unteren Querträgern 12id der Verteiler R1 und R2 befestigt sind, damit das Band zwischen den Verteilern R1 und R2 bis in Bodennähe hängt. Das biegsame Band BA, das ein Band aus Gummi, ein Netz oder ein Band aus Stoff sein kann, bildet eine „Hängematte" zur Aufnahme der Verbindungsfasern FL, die seine Form annehmen. Das aufgehängte Band BA stützt ebenfalls die für die Mischvorgänge erforderlichen Längen der Verbindungsfasern, sowie alle Verbindungsfasern, die darauf warten, angeschlossen zu werden.

Beispielsweise umfasst ein Elementarverteiler R1 (oder R2) zum Anschluss von 10.080 ersten optischen Fasern in Netzkabeln CF1 (oder zweiten Fasern in Kabeln von Teilnehmereinrichtungen CF2) an Verbindungsfasern FL ungefähr 84 Träger 2, die mit 15 Verbindungsmodulen ausgestattet sind, um 8 Verbindungsfasern anzuschließen, d. h. maximal 120 Verbindungspunkte pro Träger. Der Elementarverteiler hat eine Höhe von 90 cm, eine vordere Länge von 65 cm und eine Seitenlänge von 1,25 m. Der Verteiler RGC hat eine Länge von 2,5 m und eine Höhe von 1,90 m. Der Zwischenraum ES zwischen den Verteilern R1 und R2 oberhalb des die Verbindungsfasern FL tragenden Bandes im Quader B3 der Höhe 1 m hat dann eine Länge von ungefähr 1,2 m.

Wie in 9 dargestellt, ist der Verteiler RGC durch eine Verkleidung aus demontierbaren Metallblechen CT geschützt, die auf der Vorder- und der Rückseite vor dem zentralen Bereich, der aus dem Zwischenraum ES und dem Block B3 besteht, in dem die optischen Verbindungsfasern FL ausgebreitet sind, eine Tür mit zwei Flügeln V1 und V2 aufweist. Diese Verkleidung sichert den Verteiler, schützt die optischen Fasern und verringert die Gefahr der Verschmutzung der Verbindungen der Enden optischer Fasern in den Verteilungsmodulen 5 aus der Umgebung.

Die Oberseite des Blockes B3 ist mit einer abnehmbaren Platte PL bedeckt, deren Enden mit den unteren Querträgern 12id der Verteiler R1 und R2 rechteckige Löcher TR bilden, um die Verbindungsfasern FL durchtreten zu lassen. Die Platte PL dient als Tisch, um verschiedene Arbeiten an den Enden der optischen Fasern vorzunehmen, und schützt ebenfalls die optischen Verbindungsfasern FL. Die Platte PL ist längs und oberhalb der beiden oberen horizontalen Balken PO angelenkt, die den Zwischenraum ES relativ zum Block B3 begrenzen.

Ein „Mischen" optischer Fasern im erfindungsgemäßen Verteiler großer Aufnahmefähigkeit RGC erfolgt in folgender Weise.

Zunächst sind zur Kennzeichnung eines Verbindungspunktes zweier optischer Fasern in der Matrix von Verbindungsmodulen des ersten Verteilers R1 oder des zweiten Verteilers R2 drei Nummern vorgesehen: Eine Nummer des Verbindungsmodul-Trägers 2, eine Nummer des Verbindungsmoduls 5, die in der Nähe des Loches 23 eingetragen ist, das dieses im Träger 2aufnimmt, und eine Nummer der ersten Faser im Kabel CL1 oder der zweiten Faser in einem Kabel CL2, die in der Nähe des entsprechenden Loches 53 im Verbindungsmodul 5 eingeschrieben ist, das das Ende der ersten oder der zweiten Faser aufnimmt.

Beispielsweise (siehe 1) wird angenommen, dass das „Mischen" dem Ersetzen der Verbindung einer ersten gegebenen Faser des Kabels CF1 mit einer Teilnehmereinrichtung A durch eine Verbindung der ersten gegebenen Faser CF1 mit einer Teilnehmereinrichtung B entspricht, was bedeutet, die Verbindungsfaser FLA, die ursprünglich die Einrichtung A versorgt, mit der Einrichtung B zu „mischen" oder mit einer Verbindungsfaser, die die Einrichtung B versorgt.

Im zweiten Verteiler R2 wird das Ende der Verbindungsfaser FLA durch das Triplett der oben genannten Nummern aufgefunden. Der Träger 2, der das Verbindungsmodul 3 enthält, in das die so bestimmte Faser FLA mündet, wird aus der geneigten Ruhestellung PR in die vertikale Arbeitsstellung PT anliegend am oberen Querträger 12sd gekippt. Der Verbindungsstecker FC2 der Verbindungsfaser FLA wird aus dem bestimmten Verbindungsmodul 3 gezogen und oberhalb des oberen Endes des Stützbandes BA der Verbindungsfasern losgelassen und fällt auf dieses. Der Träger 2, der das bestimmte Verbindungsmodul 3 enthält, aus dem der Verbindungsstecker der optischen Faser FC2 gezogen wurde, wird im zweiten Verteiler R2 aus der Arbeitsstellung in die Ruhestellung gekippt.

Dann, wird die gegebene erste Faser in der Matrix aus Verbindungsmodulen im ersten Verteiler R1 bestimmt. Der der gegebenen ersten Faser entsprechende Träger 2 wird aus der geneigten Ruhestellung PR nach rechts in die vertikale Arbeitsstellung PT gekippt. Die Verbindungsfaser FLA, die mit der gegebenen ersten Netzfaser verbunden ist, wird der Gesamtheit der Verbindungsfasern entnommen, im Wesentlichen vom entsprechenden, so bestimmten Verbindungsmodul 5, ohne den ersten Verbindungsstecker FC1 der Verbindungsfaser FLA des genannten Moduls zurückzuziehen, bis zum Erreichen des Verbindungssteckers FC2 der vorher aus dem zweiten Verteiler gezogenen Verbindungsfaser FLA. Ohne den Verbindungsstecker FC2 der Verbindungsfaser FLA, die gerade gemischt wird, an der Seite des zweiten Verteilers R2 loszulassen, wird der Träger 2 im ersten Verteiler R1, der das Verbindungsmodul enthält, das die gegebene erste Faser betrifft, aus der Arbeitsstellung in die Ruhestellung gekippt.

In der Matrix von Verbindungsmodulen des zweiten Verteilers R2 wird nach Bestimmung des Endes der zweiten optischen Faser des Kabels CF2, die mit der Teilnehmereinrichtung B verbunden ist, der Träger 2, der das Verbindungsmodul 5 am Ende dieser zweiten Faser trägt, im Verteiler R2 aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung gekippt. Der noch gehaltene Verbindungsstecker FC2 der Verbindungsfaser FLA, die gerade gemischt wird, wird, um jegliche Verwirrung zu vermeiden, über der Masse der anderen Verbindungsfasern, die in den zweiten Verteiler R2 eintreten, in Richtung des entsprechenden Einrastloches 53 im Verbindungsmodul 5 des Trägers 2 in der Arbeitsstellung gebracht. Nach dem Einstecken des Verbindungssteckers FC2 der Verbindungsfaser FLA ins Verbindungsmodul, wird der Träger in die Ruhestellung zurückgesetzt.

In ähnlicher Weise können die verschiedenen oben angeführten Arbeitsschritte auf der Netzseite wiederholt werden, d. h. in Bezug auf ein erstes Ende FL1 einer Verbindungsfaser, die sich im ersten Verteiler R1 befindet, um es von einer gegebenen ersten Kabelfaser CF1 zu lösen und es an eine andere erste Kabelfaser CF1 anzuschließen.

Durch eine Folge ähnlicher Schritte kann das Mischen auch durch vollständige Entnahme der zu mischenden Verbindungsfaser erfolgen. Die Enden der Verbindungsfaser werden dann im ersten und im zweiten Matrixverteiler R1 und R2 gelöst. Die Verbindungsfaser wird durch Herausziehen vom letzten gelösten Ende vollständig aus dem Verteiler RGC entnommen. Die Enden der Verbindungsfaser werden dann wieder angeschlossen, wobei darauf geachtet wird, die Verbindungsfaser über der Masse der Verbindungsfasern anzuordnen, die vom aufgehängten Band BA getragen werden, um jegliche Verwirrung zu vermeiden.

Die vollständige Entnahme einer Verbindungsfaser wird ebenfalls angewandt, um eine optische Kontinuität zwischen einer ersten Netzfaser und einer zweiten Faser zu unterdrücken.

Die Wartung ist im erfindungsgemäßen Verteiler RGC bequem vorzunehmen. Eine Verbindungsfaser FL, die Fehler aufweist, kann vollständig entnommen werden, um durch eine andere Verbindungsfaser ersetzt zu werden. Ein Ende FL1, FL2 einer Verbindungsfaser kann ans Ende einer ersten Faser aus dem Netz oder einer zweiten Faser einer Einrichtung angeschlossen werden, wie oben beschrieben wurde, wobei der Zugang zur Arbeitsplatte PL oberhalb des Tragbandes der Verbindungsfasern und der seitliche Zugang unterhalb dieser Platte zu den Verbindungsfasern nach Öffnen mindestens einer der Türen V1–V2 bequem ist, und auch dank dem Kippen der Träger 2, die um die Rotationsachse 3 drehbar montiert sind.

Die Aufnahmefähigkeit des erfindungsgemäßen Verteilers RGC wird dank seines doppelten Modul-Aspektes durch Hinzufügen von Verbindungsmodulen 5 in die bereits installierten Träger 2 und durch Hinzufügen weiterer Träger zu den Verteilern R1 und R2 leicht erhöht werden.

Andere Anordnungen der ersten und zweiten Verteiler zueinander können vom Fachmann im Rahmen der vorliegenden Erfindung erwogen werden, abhängig von Volumen und Verfügbarkeiten, die der Raum bietet, der den Verteiler großer Aufnahmefähigkeit aufnimmt. Beispielsweise können die ersten und zweiten Verteiler nebeneinander, aneinander oder getrennt voneinander, angeordnet werden; oder auch übereinander in relativ zu einer horizontalen Ebene unsymmetrischer Stellung, oder auch senkrecht zueinander auf einer horizontalen Ebene angeordnet.

In bestimmten dieser Anordnungen haben nicht alle Verbindungsfasern dieselbe Länge. Das Mischen erfolgt dann durch vollständige Entnahme der Verbindungsfaser und danach Einsetzen einer anderen Verbindungsfaser, deren Länge in Abhängigkeit von den Stellungen der Verbindungsmodule gewählt wird, in die die Verbindungsstecker der Verbindungsfaser eingesteckt werden müssen.

Die Arbeitsstellungen der Verbindungsmodul-Träger 2 liegen nicht notwendigerweise in vertikalen Ebenen oder in parallelen Ebenen.

In einer dritten Ausführungsform der Erfindung, wie sie in 10 dargestellt ist, können die geneigten Ruhestellungen Pra der Träger 2 sich zwischen den Ebenen befinden, die im dargestellten Ausführungsbeispiel vertikal sind und durch die Arbeitsstellungen PTa und nicht außerhalb dieser definiert sind.

In dieser dritten Ausführung befinden sich die Verteiler R1a und R2a oberhalb des Quaders B3a, der das aufgehängte Band BA für Verbindungsfasern FL enthält, so dass der Verteiler großer Aufnahmefähigkeit RGCa kompakter ist, als der Verteiler RGC.

Wie bereits erwähnt, betrifft die Erfindung ebenfalls einen Verteiler, der nur eine matrixförmige Stufe von Verbindungsmodulen in Form des Elementarverteilers R1 oder R2 enthält.


Anspruch[de]
Verteiler für optische Fasern (R1) mit Verbindungsmodulen (5), die in einer Matrix zur Verbindung von Enden erster optischer Fasern (CF1) mit Enden zweiter optischer Fasern (FL) angeordnet sind, und mit Trägern (2), die jeweils Reihen von Verbindungsmodulen (5) tragen, die sich parallel zu zwei Seiten (11) der Matrix erstrecken, und die erste enden (21) aufweisen, die drehbar um eine Rotationsachse (3) parallel zu zwei anderen Seiten (12) der Matrix angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass er Führungen (4) aufweist, die parallel zu um die Rotationsachse (3) zentrierte Kreisbogen verlaufen, um zweite Enden (22) der Träger (2) in Form von Verbindungsschienen zwischen zwei Anschlägen (12sd, 12l) zu führen. Verteiler nach Anspruch 1, bei dem der eine (12sd) der Anschläge und die Rotationsachse (3) genau auf einer der Seiten des Verteilers angeordnet sind. Verteiler nach Anspruch 1 oder 2, der Trennwände (6) zwischen Kreisausschnitten (61) aufweist, die von den Trägern (2) überstrichen werden, wenn sie um die Rotationsachse (3) verschwenken. Verteiler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, der eine Walze (7) aufweist, die sich parallel und benachbart zur Rotationsachse (3) erstreckt. Verteiler nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem jeder Träger (2) Aufnahmen (23) aufweist, die senkrecht zur Rotationsachse ausgerichtet und so geformt sind, dass darin Verbindungsmodule (5) lösbar befestigt werden können. Verteiler für optische Fasern (RGC) mit einem ersten Verteiler (R1), der in einer Matrix angeordnete Verbindungsmodule (5) zur Verbindung von Enden erster optischer Fasern (CF1) mit ersten Enden (FL1) von optischen Verbindungsfasern (FL) aufweist, und mit einem zweiten Verteiler (R2), der in einer Matrix angeordnete Verbindungsmodule (5) zur Verbindung von Enden zweiter optischer Fasern (CF2) mit zweiten Enden (FL 2) der optischen Verbindungsfasern (FL) aufweist, wobei jeder der ersten und zweiten Verteiler (R1, R2) Verbindungsmodul-Träger (2) aufweist, die jeweils Reihen von Verbindungsmodule tragen, die sich parallel zu zwei Seiten (11) der Matrix erstrecken, und die erste Enden (21) aufweisen, die um eine parallel zu zweiten Seiten der Matrix ausgerichtete Rotationsachse (3) drehbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der ersten und zweiten Verteiler Führungen (4) aufweist, die parallel zu um die Rotationsachse (3) zentrierte Kreisbogen verlaufen, um zweite Enden (22) der Träger (2) in Form von Verbindungsschienen zwischen zwei Anschlägen (12sd, 12l) zu führen. Verteiler nach Anspruch 6, mit einem Band (BA), das zwischen dem ersten und dem zweiten Verteiler (R1, R2) hängt und genau unter den Rotationsachsen (3) angeordnet ist, um die Verbindungsfasern (FL) zu tragen. Verteiler nach Anspruch 7, mit einer vorzugsweise abnehmbaren oder um eine ihrer Seiten schwenkbaren Arbeitsplattform (GL), die sich unterhalb des Bandes (BA), das die Verbindungsfasern trägt, erstreckt. Verteiler nach einem der Ansprüche 6 bis 8, gekennzeichnet durch eine Tragestruktur (10), Ständern (11) und Querträgern (12), die genau zwei Quader begrenzen, die jeweils die ersten und beiden Verteiler (R1, R2) enthalten, und einen dritten zentralen Quader (B3), der auf dem Boden steht und in dem die Verbindungsfasern (FL) enthalten sind und der zwischen den beiden besagten Quadern angeordnet ist. Verteiler nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass er in einer Verkleidung (CT) eingeschlossen ist mit mindestens einer Tür (V1–V2), die einen direkten Zugang zu einem Zwischenraum (ES, B3) zwischen dem ersten und zweiten Verteiler (R1, R2), der die optischen Verbindungsfasern (FL) enthält, schafft. Verteiler nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der ersten und zweiten Verteiler (R1, R2) einen Anschlag (12sd) aufweist, der ein Ende des Wegs der Träger (2) begrenzt und der exakt koplanar zur Rotationsachse (3) auf einer Seite des Verteilers ist.






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