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Dokumentenidentifikation EP1829994 18.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001829994
Titel Verfahren zur Herstellung eines gemusterten Gestricks
Anmelder H. Stoll GmbH & Co. KG, 72760 Reutlingen, DE
Erfinder Fabbian, Sandro, 31036 Istrana (TV), IT;
Fischer, Rainer, 72119 Ammerbuch, DE
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 01.03.2006
EP-Aktenzeichen 060041019
EP-Offenlegungsdatum 05.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse D04B 1/10(2006.01)A, F, I, 20070807, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines gemusterten einflächigen Gestricks auf einer Flachstrickmaschine mit mindestens zwei sich gegenüberliegenden Nadelbetten, das Strickreihen aufweist, deren Maschen von einem Grundfaden und von mindestens einem Musterfaden gebildet sind.

Zur Herstellung gemusterter einflächiger Gestricke auf einer Flachstrickmaschine gibt es nach dem Stand der Technik im Wesentlichen zwei Verfahren: die Jacquard-Technik und die Intarsia-Technik.

Bei der Jacquard-Technik wechseln sich auf demselben Nadelbett Nadeln oder Nadelgruppen, die Maschen mit dem Grundfaden bilden, mit Nadeln oder Nadelgruppen, die Maschen mit einem Musterfaden bilden, ab. Dies führt dazu, dass in jeder Strickreihe der Grundfaden als Flottfaden hinter den Maschen, die mit dem Musterfaden gebildet wurden, und der Musterfaden als Flottfaden hinter den Maschen, die mit dem Grundfaden gebildet wurden, liegen. Diese Flottfäden vermindern die für Gestricke charakteristische Querelastizität und dadurch auch den Tragekomfort. Außerdem werden für den Grundfaden und für jeden Musterfaden ein separater Fadenführer und ein separates Strickschloss benötigt. Besteht beispielsweise eine Strickreihe aus drei verschiedenen Fäden, so sind drei Strickschlösser nötig, damit die Strickreihe gebildet werden kann.

Mit der Intarsia-Technik können ebenfalls einflächige Gestricke gebildet werden, die mit unterschiedlichen Fäden hergestellte Maschengruppen aufweisen. Die mit den unterschiedlichen Fäden gebildeten Felder des Gestricks werden an den Rändern miteinander verbunden. Dazu sind jedoch spezielle Intarsia-Fadenführer nötig, die so angesteuert werden können, dass sie nur ausgewählte Nadelbereiche mit Faden versorgen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Möglichkeit zu schaffen, gemusterte einflächige Gestricke herzustellen, die in derselben Strickreihe mit einem Grundfaden gebildete Maschen und mit mindestens einem Musterfaden gebildete Maschen aufweisen, dennoch eine hohe Querelastizität zeigen und zu deren Herstellung auf spezielle Fadenführer verzichtet werden kann.

Die Aufgabe wird mit einem Verfahren zur Herstellung eines gemusterten Gestricks auf einer Flachstrickmaschine mit mindestens zwei sich gegenüberliegenden Nadelbetten, das Strickreihen aufweist, deren Maschen von einem Grundfaden und von mindestens einem Musterfaden gebildet sind, gelöst, das gekennzeichnet ist durch die Schritte:

  1. a) am Beginn des Musterrapports Bilden einer Maschenreihe mit dem Grundfaden und Einlegen von Fanghenkeln mit dem mindestens einen Musterfaden in freie Nadeln des gegenüberliegenden Nadelbetts;
  2. b) mit denjenigen Nadeln, die gemäß des zu bildenden Musters mit dem Grundfaden belegt sein müssen, Bilden einer Maschenreihe mit dem Grundfaden;
  3. c) Umhängen des oder der Fanghenkel vom gegenüberliegenden Nadelbett auf diejenigen Nadeln des ersten Nadelbetts, die gemäß des zu bildenden Musters mit dem mindestens einen Musterfaden belegt sein müssen, und jeweils Abstricken des umgehängten Fanghenkels mit der Masche des Grundfadens, die sich in der übernehmenden Nadel befunden hat;
  4. d) Wiederholung der Schritte b) und c), bis alle Fanghenkel des mindestens einen Musterfadens umgehängt und damit in das Gestrick eingebunden worden sind.

Nach dem Bilden der Strickreihe am Beginn des Musterrapports wird in jeder Strickreihe nur der Fadenführer, der den Grundfaden zuführt, benötigt. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können somit gemusterte Gestricke mit nur einem Strickschloss hergestellt werden. Auf der Gestrick-Rückseite verlaufen keinerlei Flottfäden. Das Gestrick behält somit seine volle Querelastizität. Der oder die Musterfäden werden zunächst als Fanghenkel in Nadeln des Nadelbetts, das dem Nadelbett mit den Grundfaden-Maschen gegenüberliegt, eingelegt und nach und nach über die Höhe des Musterrapports auf die mustergemäßen Nadeln, die Grundfaden-Maschen tragen, umgehängt, um durch Abstricken mit der Masche des Grundfadens in das Gestrick eingebunden zu werden.

Für den Umhängevorgang, bei dem der Fanghenkel eines Musterfadens in den Haken der gegenüberliegenden Nadeln mit einer Masche des Grundfadens gebracht wird, können vorzugsweise zwei Varianten eingesetzt werden.

Bei der ersten Variante werden die Fanghenkel jeweils von der übergebenden zur übernehmenden Nadel dadurch umgehängt und abgestrickt, dass die übergebende Nadel in Übergabeposition ausgetrieben wird, nachdem die Masche des Grundfadens auf der geschlossenen Zunge der übernehmenden Nadel platziert wurde, dann die übernehmende Nadel zwischen die Schenkel des Fanghenkels vorgetrieben wird, bis sich ihr Nadelhaken oberhalb des Fanghenkels befindet, bevor die übergebende Nadel zurückgezogen wird, wodurch der Fanghenkel in den Haken der übernehmenden Nadel gelangt und von dieser durch die Masche des Grundfadens hindurchgezogen wird.

Bei dieser Variante liegt die Masche des Grundfadens also vor der Aufnahme des Fanghenkels in den Nadelhaken der übernehmenden Nadel auf der geschlossenen Zunge der übernehmenden Nadel.

Bei der alternativ einsetzbaren zweiten Variante werden die Fanghenkel jeweils von der übergebenden zur übernehmenden Nadel dadurch umgehängt und abgestrickt, dass die übergebende Nadel in Übergabeposition ausgetrieben wird, die übernehmende Nadel weitestmöglich ausgetrieben und durch die Schenkel des Fanghenkels hindurchgeführt wird, wodurch die Masche des Grundfadens hinter der geöffneten Zunge der übernehmenden Nadel platziert wird, bevor die übergebende Nadel zurückgezogen wird, wodurch der Fanghenkel auf den Schaft der übernehmenden Nadel gleitet und durch eine Rückzugsbewegung der übernehmenden Nadel in deren Nadelhaken gelangt und durch die Masche des Grundfadens hindurchgezogen wird. Hier liegt also die Masche mit dem Grundfaden hinter der geöffneten Zunge der übernehmenden Nadel und schließt die Zunge, sobald der Fanghenkel in den Nadelhaken gelangt ist und die übernehmende Nadel weiter zurückgezogen wird.

Vorzugsweise werden am Beginn des Musterrapports Fanghenkel mit dem mindestens einen Musterfaden in gleicher Zahl wie Maschen mit dem Grundfaden gebildet. Dadurch können jegliche Flottungen des Musterfadens vermieden werden. Außerdem kann der Musterfaden an jeder beliebigen Stelle des Gestricks durch Umhängen und Abstricken als Masche auf die Sichtseite des Gestricks gebracht werden.

Bei mehreren Musterfäden können die Fanghenkel im Wechsel aus den einzelnen Musterfäden gebildet werden. Dies gewährleistet, dass jeder der Musterfäden maximal über ein oder zwei Nadeln geflottet werden muss, d. h. das Gestrick möglichst wenig an Querelastizität verliert.

In an sich bekannter Weise kann das Gestrick mit jeder oder mit jeder zweiten Nadel gebildet werden. Dies ermöglicht die Herstellung von Gestricken unterschiedlicher Festigkeit und auch von Gestricken, die sowohl rechte als auch linke Maschen auf der Sichtseite zeigen. Selbstverständlich kann das Gestrick auf der Sichtseite aber auch nur rechte oder nur linke Maschen aufweisen.

Je nach der gewünschten Musterung des Gestricks kann mindestens ein Musterfaden verwendet werden, der sich in der Farbe und/oder Struktur und/oder Dicke vom Grundfaden unterscheidet. Abhängig von der Wahl des oder der Musterfäden entsteht ein Gestrick mit einem Farbmuster und/oder einem Struktur-Muster.

Die Erfindung betrifft außerdem ein Gestrick, das nach einem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt ist. Dabei kann das Gestrick ein flächiges Gestrick oder ein Schlauchgestrick sein. Zur Herstellung eines Schlauchgestricks wird nur mit jeder zweiten Nadel jedes Nadelbetts gestrickt.

Nachfolgend werden Musterbeispiele erfindungsgemäßer Gestricke, mögliche Umhängeverfahren für die Fanghenkel sowie unterschiedliche Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand der Zeichnung näher beschrieben.

Im Einzelnen zeigen:

Fig. 1a-h
acht Musterbeispiele erfindungsgemäßer Gestricke;
Fig. 2
eine schematische Darstellung einer ersten Variante zum Umhängen eines Fanghenkels nach einem erfindungsgemäßen Verfahren;
Fig. 3
eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung einer zweiten Variante zum Umhängen eines Fanghenkels;
Fig. 4
einen Fadenverlauf eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Gestricks;
Fig.5
einen Fadenverlauf eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Gestricks;
Fig. 6
einen Fadenverlauf eines dritten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Gestricks;
Fig. 7
einen Fadenverlauf eines vierten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Gestricks;
Fig. 8
einen Fadenverlauf eines fünften Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Gestricks;
Fig. 9
einen Fadenverlauf eines sechsten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Gestricks;
Fig. 10
einen Fadenverlauf eines siebten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Gestricks.

Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung verschiedene Anordnungsmöglichkeiten von mit einem Musterfaden gebildeten Maschen in einem nach einem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Gestrick. Alle acht in Fig. 1 gezeigten Varianten sind Gestricke, die mit jeder Nadel eines Nadelbetts gebildet werden. Mit "I" sind die mit dem Grundfaden gebildeten Maschen gekennzeichnet und mit "X" die mit einem Musterfaden gebildeten Maschen. Die Maschen jeder Strickreihe sind mit den Buchstaben A - M, die Start-Strickreihe mit dem Buchstaben S und die weiteren Strickreihen mit den Ziffern 1 - 13 bezeichnet.

Bei dem in Fig. 1a dargestellten Gestrickbeispiel werden die Henkel des Musterfadens in jeder Strickreihe so in das Gestrick eingebunden, dass sich ein "V" ergibt. In Strickreihe 1 übernimmt die Nadel G den Fanghenkel des Musterfadens und strickt diesen über die Masche ab, die sie vor dem Umhängevorgang in ihrem Haken gehalten hatte. In den darauf folgenden Strickreihen übernehmen diese Funktion die Nadeln F und H, dann E und I, dann D und J, C und K, B und L und zuletzt die Nadeln A und M. Bei dieser Anordnung der Maschen des Musterfadens sind die 13 Fanghenkel des Musterfadens nach sieben Strickreihen mit dem Gestrick verbunden.

Beim Beispiel nach Fig. 1b werden die Fanghenkel des Musterfadens in jeder Strickreihe so ins Gestrick eingebunden, dass sich ein auf dem Kopf stehendes "V" ergibt. Der Ablauf des Übernehmens der Fanghenkel des Musterfadens und deren Abstricken mit der Masche des Grundfadens, die sich zuvor in Haken der Nadel befand, ist identisch mit dem Ablauf aus Fig. 1a.

Bei dem Muster gemäß Fig. 1c werden die Fanghenkel des Musterfadens nur in jeder zweiten Strickreihe in das Gestrick eingebunden, wobei sich wieder ein "V" ergibt. Das Einbinden der Fanghenkel erfolgt in den ungeradzahligen Strickreihen. In den geradzahligen Strickreihen werden mit jeder Nadel Maschen mit dem Grundfaden gebildet. Bei diesem Muster sind die 13 Fanghenkel des Musterfadens nach Bildung von 13 Strickreihen mit dem Gestrick verbunden.

In dem in Fig. 1d gezeigten Gestrickbeispiel werden in jeder zweiten Strickreihe die Fanghenkel des Musterfadens so in das Gestrick eingebunden, dass sich ein auf dem Kopf stehendes "V" ergibt. Der Ablauf des Einbindens der Fanghenkel in das Gestrick ist identisch mit dem Ablauf aus Fig. 1b, wobei jedoch nur in den ungeradzahligen Strickreihen Fanghenkel eingebunden werden. In den geradzahligen Strickreihen werden Maschen mit dem Grundfaden gebildet.

Fig. 1e zeigt ein Muster, bei dem die Fanghenkel des Musterfadens so in das Gestrick eingebunden werden, dass ein "V" entsteht, dessen Schenkel zwei Maschen breit sind. Der Ablauf des Einbindens der Fanghenkel ist identisch zum Ablauf der Fig. 1a, wobei jedoch in jeder Strickreihe vier Nadeln Fanghenkel des Musterfadens übernehmen. Bei dieser Anordnung der Maschen des Musterfadens sind die 13 Fanghenkel des Musterfadens bereits nach vier Strickreihen mit dem Gestrick verbunden.

Fig. 1f zeigt ein zum Muster aus Fig. 1e ähnliches Muster, bei dem das "V" jedoch auf dem Kopf steht. Der Ablauf des Einbindens der Fanghenkel ist im Prinzip identisch zum Ablauf der Fig. 1e, wobei lediglich die Reihenfolge der Nadeln, die Fanghenkel des Musterfadens übernehmen, anders ist.

Beim Gestrick nach Fig. 1g werden die Fanghenkel in jeder Strickreihe so ins Gestrick eingebunden, dass schräg verlaufende Geraden entstehen. Die Nadeln, die Fanghenkel des Musterfadens übernehmen, sind nacheinander F+L, E+K, D+J, C+I, B+H und A+G. Die 12 Fanghenkel sind nach Bildung von sechs Strickreihen mit dem Gestrick verbunden.

In Fig. 1h schließlich werden in jeder Strickreihe Fanghenkel des Musterfadens derart in das Gestrick eingebunden, dass vertikal und horizontal verlaufende Geraden entstehen. Bei dieser Anordnung der Maschen des Musterfadens sind die 13 Fanghenkel des Musterfadens nach drei Strickreihen mit dem Gestrick verbunden.

Da für jede Maschen bildende Nadel einer Mustersektion mit der gegenüberliegenden Nadel ein Fanghenkel mit dem Musterfaden gebildet wird und alle Fanghenkel mit dem Gestrick verbunden werden müssen, können für die Musterhöhe so viel Strickreihen gebildet werden wie Musterfaden-Fanghenkel zur Verfügung stehen.

Fig. 2 zeigt eine erste Variante des Übernehmens und Abstrickens eines Musterfaden-Fanghenkels 61. Es sind die übernehmende Nadel 1 und die übergebende Nadel 2 in der Anfangsphase des Umhängevorgangs gezeigt. Im dargestellten Beispiel wird das Gestrick mit Nadeln des vorderen Nadelbetts V gebildet und der Musterfaden in die Nadeln des hinteren Nadelbetts H eingelegt. Daher befindet sich die Übernahmenadel 1 im vorderen Nadelbett V und die Übergabenadel 2 im hinteren Nadelbett H. Die Übergabenadel 2 ist bereits in ihre Übergabeposition ausgetrieben. Der Fanghenkel 61 des Musterfadens 6 liegt an der Brust 24 der Nadel 2 an, und ihre Umhängefeder 25 ist durch einen Schenkel des Fanghenkels 61 hindurchgeglitten. Die Übernahmenadel 1 befindet sich in Vortriebsbewegung, ihr Haken 13 ist kurz vor dem Eindringen in den Zwischenraum, die die Umhängefeder 25 mit dem Nadelschaft 21 der Nadel 2 bildet. Eine Masche 51 eines Gestricks 5 befindet sich auf der geschlossenen Zunge 12 der Übernahmenadel 1. Da der Ablauf des Umhängevorgangs dem Stand der Technik entspricht, wird er hier nicht dargestellt, sondern lediglich beschrieben. Die Übernahmenadel 1 wird soweit vorgetrieben, dass der Haken 13 durch den Zwischenraum, den die Umhängefeder 25 mit dem Nadelschaft 21 bildet, hindurchgleitet und sich der Haken 13 dann oberhalb des Fanghenkels 61 befindet. Die Übergabenadel 2 wird in ihre Grundposition zurückgezogen. Dabei kommt der Fanghenkel 61 in den Haken 13 der Übernahmenadel 1. Anschließend wird die Übernahmenadel 1 soweit zurückgezogen, dass die Masche 51 über den Haken 13 hinweggleitet und auf den Schenkeln des Fanghenkels 61, der sich im Haken 13 befindet, aufliegt.

Fig. 3 zeigt eine zweite Variante des Übernehmens und Abstrickens eines Fanghenkels 61'. Die Übernahmenadel ist mit 1' und die Übergabenadel mit 2' bezeichnet. Der Umhängevorgang entspricht mit Ausnahme der in dieser Figur gezeigten Vortriebsposition der Übernahmenadel 1' dem Stand der Technik. Die Übergabenadel 2' ist in ihre Übergabeposition ausgetrieben. Der Fanghenkel 61' des Musterfadens 6' liegt an der Brust 24' der Nadel 2' an, und ihre Umhängefeder 25' ist durch einen Schenkel des Fanghenkels 61' hindurchgeglitten. Die Übernahmenadel 1' ist in ihre äußerste Vortriebsposition gebracht worden. Dabei ist eine Masche 51' von ihrem Haken 13' über die geöffnete Zunge 12' auf dem Nadelschaft 11' geglitten und befindet sich hinter der geöffneten Zunge 12'. Bei der Rückzugsbewegung der Übergabenadel 2' in ihre Grundposition gleitet sie durch den Fanghenkel 61' hindurch, sodass dieser nur noch auf dem vorderen Bereich des Nadelschafts 11' der Übernahmenadel 1' aufliegt. Durch die Rückzugsbewegung der Übernahmenadel 1' kommt der Fanghenkel 61' in den Haken 13', und die Masche 51' schließt die Zunge 12', damit sie über die geschlossene Zunge 12' und den Nadelhaken 13' hinweggleiten kann. Die Rückzugsbewegung der Übernahmenadel 1' geht soweit, dass die Masche 51' über den Haken 13' gleitet und auf den Schenkeln des Fanghenkels 61', der sich im Haken 13' befindet, aufliegt.

Fig. 4 zeigt die Herstellung des Gestricks gemäß Fig. 1a, wobei das Gestrick mit allen Nadeln des vorderen Nadelbetts V gebildet wird und die Fanghenkel des Musterfadens nach dem in Fig. 2 erläuterten Verfahren in das Gestrick eingebunden werden.

In Reihe R1 werden als Startstrickreihe mit allen Nadeln des vorderen Nadelbetts V mit dem Grundfaden GF Maschen gebildet. Anschließend werden in Reihe R2 mit einem Musterfaden MF Fanghenkel in die Nadeln des hinteren Nadelbetts H eingelegt. In Reihe R3 werden mit dem Grundfaden GF und denjenigen Nadeln, die gemäß dem zu bildenden Muster mit dem Grundfaden belegt sein sollen, Maschen auf dem vorderen Nadelbett V gebildet. Im dargestellten Beispiel sind dies alle Nadeln außer der Nadel G. Die Nadel G macht in Reihe R4 eine Vortriebsbewegung, bis die Masche, die sie zu Beginn der Vortriebsbewegung in ihrem Haken hielt, hinter die geöffnete Zunge gleitet. Die anschließende Rückzugsbewegung der Nadel G erfolgt so weit, bis die Masche auf der geschlossenen Zunge in der Nähe des Nadelhakens liegt, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Anschließend übergibt die Nadel g des hinteren Nadelbetts H den Fanghenkel des Musterfadens MF in den Haken der ihr gegenüberliegenden Nadel G des vorderen Nadelbetts V, wie in Reihe R5 gezeigt ist.

In Reihe R6 wird die Nadel G so weit zurückgezogen, dass die Masche, die sich zuvor auf der geschlossenen Zunge befand, über den Nadelhaken hinweggleitet und auf den Schenkeln des Fanghenkels, der sich im Haken dieser Nadel befindet, aufliegt und somit den Fanghenkel mit dem Aussehen einer Masche ins Gestrick einbindet. Reihe R7 soll verdeutlichen, wie die Größe des zur Masche gewordenen Fanghenkels durch eine definierte Rückzugsbewegung der Nadel G bestimmt wird.

Die Darstellung in Reihe R07 zeigt den Fadenverlauf auf dem vorderen und hinteren Nadelbett V, H, nach denen die Nadel G den Musterfaden MF in der ersten Strickreihe eingebunden hat. Auf den Nadeln a bis f und h bis m des hinteren Nadelbetts H befinden sich weitere Fanghenkel des Musterfadens, die noch mit dem Gestrick verbunden werden müssen.

Reihe R08 zeigt den Fadenverlauf auf dem vorderen und hinteren Nadelbett, nachdem die in den Reihen R3 bis R7 gezeigten Vorgänge für die zweite Strickreihe vollzogen worden sind. Der Musterfaden ist nun mit den Nadeln F und H in das Gestrick eingebunden. In der dritten Strickreihe ist der Musterfaden mit den Nadeln E und I in das Gestrick eingebunden, wie Reihe R09 verdeutlicht.

Der Ablauf, der in den Reihen R3 bis R7 gezeigt ist, wird solange wiederholt, bis alle Fanghenkel des Musterfadens in Gestrick eingebunden sind.

Der Ablauf, wie er in den Reihen R1 bis R7 gezeigt ist, erläutert das Einbinden des Musterfadens in Einzelschritten. Es versteht sich, dass je nach Aufbau des Strickschlosses Einzelschritte zusammengefasst werden können. Der Vorgang der Reihe R7 kann entfallen, wenn das Strickschloss den Fanghenkel übernehmen und gleichzeitig dessen Größe ausbilden kann.

Fig. 5 zeigt das Einbinden mehrerer Musterfäden in ein einflächiges Gestrick, das mit allen Nadeln auf dem vorderen Nadelbett V gebildet wird, wobei das Muster demjenigen in Fig. 1a entspricht und das Einbinden der Fanghenkel der Musterfäden entsprechend dem Verfahren aus Fig. 2 erfolgt.

In der Startstrickreihe R1 bildet der Grundfaden GF mit jeder Nadel des vorderen Nadelbetts V Maschen. Anschließend werden mit einem Musterfaden MF1 Fanghenkel in jede zweite Nadel des hinteren Nadelbetts H eingelegt, wie in Reihe R2 verdeutlicht ist. Die noch freien Nadeln des hinteren Nadelbetts H werden in Reihe R3 mit Fanghenkeln eines zweiten Musterfadens MF2 belegt.

Ab Reihe R4 wird das abwechselnde Einbinden der Musterfäden MF1 und MF2 beschrieben. In Reihe R4 bilden alle Nadeln außer der Nadel G des vorderen Nadelbetts Maschen mit dem Grundfaden GF. In den Reihen R5 bis R8 ist dargestellt, wie die Nadel g den Fanghenkel des Musterfadens MF1 an die Nadel G übergibt und diese den Fanghenkel durch die auf ihr befindliche Masche hindurchzieht und dabei die Größe der durch den Fanghenkel gebildeten Masche bestimmt.

Die Reihe R08 zeigt den Fadenverlauf auf dem vorderen und hinteren Nadelbett, nachdem die Nadel G den Musterfaden MF1 in der ersten Strickreihe eingebunden hat. In Reihe R9 bilden alle Nadeln, bis auf die Nadeln F und H mit dem Grundfaden Maschen auf dem vorderen Nadelbett. Anschließend werden in den Reihen R10 bis R13 zwei Fanghenkel des Musterfadens MF2 an die Nadeln F, H übergeben und von diesen auf gleiche Weise wie der Fanghenkel des ersten Musterfadens MF1 in das Gestrick eingebunden. Es ergibt sich dann der in Reihe R013 dargestellte Fadenverlauf.

Die Abläufe der Reihen R4 bis R13 werden solange wiederholt, bis alle Fanghenkel der beiden Musterfäden MF1 und MF2 in das Gestrick eingebunden sind. Der Wechsel der Musterfäden geschieht nach jeder Strickreihe.

Fig. 6 zeigt den Fadenverlauf zur Herstellung eines Gestricks, bei dem ein Musterfaden nach dem Verfahren aus Fig. 2 eingebunden wird und das nur mit jeder zweiten Nadel auf dem vorderen Nadelbett V gebildet wird.

In Reihe R1 bildet der Grundfaden GF mit jeder zweiten Nadel des vorderen Nadelbetts V eine Masche. Anschließend werden auf den gegenüberliegenden Nadeln des hinteren Nadelbetts H mit einem Musterfaden MF Fanghenkel eingelegt. In Reihe R3 werden mit allen bereits in Reihe R1 strickenden Nadeln des vorderen Nadelbetts mit Ausnahme der Nadel G Maschen mit dem Grundfaden gebildet. Die Nadel G übernimmt einen Fanghenkel des Musterfadens MF von der gegenüberliegenden Nadel g des hinteren Nadelbetts H, wie in den Reihen R4 bis R7 dargestellt ist. Dieser Vorgang entspricht demjenigen aus Fig. 4. Es ergibt sich dann der in Reihe R07 dargestellte Fadenverlauf.

Die Abläufe der Reihen R3 bis R7 werden solange wiederholt, bis alle Fanghenkel des Musterfadens MF in das Gestrick eingebunden sind.

In Fig. 7 ist die Herstellung eines Gestricks mit der Möglichkeit zum Bilden von rechten und linken Maschen dargestellt, bei dem ein Musterfaden nach dem in Fig. 2 gezeigten Verfahren in das Gestrick eingebunden wird.

In Reihe R1 werden mit jeder zweiten Nadel des vorderen Nadelbetts V und dem Grundfaden GF Maschen gebildet. Anschließend werden in Reihe R2 in jede zweite Nadel des hinteren Nadelbetts H mit dem Musterfaden MF Fanghenkel eingelegt, wobei diese Nadeln des hinteren Nadelbetts H leeren Nadeln des vorderen Nadelbetts V gegenüberliegen. Durch diese Anordnung des Musterfadens MF liegt jeder Maschen tragenden Nadel des vorderen Nadelbetts V eine leere Nadel gegenüber, auf der eine linke Masche gebildet werden kann.

In Reihe R3 wird das hintere Nadelbett H in seine Grundposition versetzt. Die Nadeln des vorderen Nadelbetts, die bereits in Reihe R1 Maschen gestrickt haben, mit Ausnahme der Nadel G bilden Maschen mit dem Grundfaden GF. Anschließend wird in den Reihen R4 bis R7 die Übergabe des Fanghenkels von der Nadel g auf die Nadel G und sein Einbinden in das Gestrick beschrieben, wobei dieser Vorgang demjenigen aus Fig. 4 mit Ausnahme einer Versatzbewegung des hinteren Nadelbetts um eine Nadel nach links in Reihe R5 entspricht. Der sich dann ergebende Fadenverlauf ist in Reihe R07 gezeigt. Die Abläufe der Reihen R3 bis R7 werden solange wiederholt, bis alle Fanghenkel des Musterfadens im Gestrick eingebunden sind.

In Fig. 8 ist die Herstellung eines gemusterten Gestricks gezeigt, bei dem sich Bereiche von Rechtsmaschen mit Bereichen von Linksmaschen abwechseln und bei dem der Musterfaden nach dem Verfahren gemäß Fig. 2 in das Gestrick eingebunden wird.

In der Startstrickreihe R1 bilden die Nadeln A bis E und K bis O des vorderen Nadelbetts Rechtsmaschen und die Nadeln f bis j des hinteren Nadelbetts Linksmaschen mit dem Grundfaden GF. Anschließend werden in Reihe R2 auf den in Reihe R1 nicht strickenden Nadeln des vorderen und hinteren Nadelbetts Fanghenkel mit dem Musterfaden MF eingelegt. In Reihe R3 werden dann mit allen Nadeln, die bereits in Reihe R1 Maschen gebildet haben, mit Ausnahme der Nadeln C, h und M Maschen mit dem Grundfaden gebildet. In den Reihen R4 bis R7 wird dann beschrieben, wie die Nadeln C, h und M Fanghenkel von den jeweils gegenüberliegenden Nadeln übernehmen und in das Gestrick einbinden. Es ergibt sich dann der in Reihe R07 gezeigte Fadenverlauf. Die Nadeln C und M tragen Rechtsmaschen mit dem Musterfaden und die Nadel h eine Linksmasche mit dem Musterfaden. Die anderen Nadeln sind mit Rechts- bzw. Linksmaschen des Grundfadens belegt.

Der Ablauf der Reihen R3 bis R7 wird solange wiederholt, bis alle Fanghenkel des Musterfadens im Gestrick eingebunden sind.

Fig. 9 illustriert die Herstellung eines gemusterten Schlauchgestricks, wobei der Musterfaden gemäß dem in Fig. 2 gezeigten Verfahren in die Vorderseite des Gestricks eingebunden wird.

In der Startstrickreihe R1 werden mit jeder zweiten Nadel des vorderen und hinteren Nadelbetts V, H und mit dem Grundfaden GF Maschen gebildet. Anschließend werden in Reihe R2 in die freien Nadeln des hinteren Nadelbetts H Fanghenkel mit dem Musterfaden MF eingelegt. In Reihe R3 werden mit den Nadeln des vorderen Nadelbetts mit Ausnahme der Nadel H Maschen mit dem Grundfaden gebildet. Die Nadel H übernimmt im Folgenden einen Fanghenkel des Musterfadens von der gegenüberliegenden Nadel h, wie in den Reihen R4 bis R10 gezeigt ist. In Reihe R4 wird das hintere Nadelbett H um eine Nadel nach links versetzt. Alle Fanghenkel des Musterfadens werden auf ihre gegenüberliegenden Nadeln des vorderen Nadelbetts V umgehängt. In Reihe R5 bilden die Nadeln des hinteren Nadelbetts mit dem Grundfaden GF Maschen, bevor in Reihe R6 die Fanghenkel des Musterfadens wieder auf ihre Ursprungsnadeln des hinteren Nadelbetts zurückgehängt werden. In Reihe R7 wird das hintere Nadelbett wieder in seine Grundposition zurückversetzt. Es erfolgt dann bis zur Reihe R10 das Übergeben und Abstricken des Fanghenkels von der Nadel h in der bereits zu Fig. 4 beschriebenen Art und Weise. Der sich ergebende Fadenverlauf ist in Reihe R010 gezeigt. Das Schlauch-Rund-Gestrick weist auf seiner Vorderseite bei der Nadel H eine vom Musterfaden gebildete Rechtsmasche auf.

Die Abläufe der Reihen R3 bis R10 werden solange wiederholt, bis alle Fanghenkel des Musterfadens im Gestrick eingebunden sind.

Fig. 10 zeigt die Herstellung eines Gestricks mit dem Muster aus Fig. 1a, bei dem der Musterfaden gemäß dem Verfahren nach Fig. 3 in das Gestrick eingebunden wird.

In Reihe R1 werden mit allen Nadeln des vorderen Nadelbetts V und dem Grundfaden GF Maschen gebildet, bevor in Reihe R2 in allen Nadeln des hinteren Nadelbetts mit dem Musterfaden MF Fanghenkel eingelegt werden. In Reihe R3 bilden alle Nadeln des vorderen Nadelbetts mit Ausnahme der Nadel G Maschen mit dem Grundfaden. Dann übergibt die Nadel g des hinteren Nadelbetts den Fanghenkel des Musterfadens auf die gegenüberliegende Nadel G des vorderen Nadelbetts. Die Nadel G wird dabei soweit ausgetrieben, dass die Masche, die sich in ihrem Haken befand, hinter die geöffnete Zunge gleitet. In Reihe R5 wird die Nadel G soweit zurückgezogen, dass die Masche, die sich hinter der Zunge befand, die Zunge schließt und über den Nadelhaken hinweggleitet und auf den Schenkeln des Fanghenkels, der sich im Haken dieser Nadel befindet, aufliegt und somit den Fanghenkel mit dem Aussehen einer Masche ins Gestrick einbindet. Die Größe des zur Masche gewordenen Fanghenkels wird durch eine definierte Rückzugsbewegung der Nadel G bestimmt, wie in Reihe R6 gezeigt ist.

Den sich danach ergebenden Fadenverlauf zeigt die Reihe R06. Die Abläufe der Reihen R3 bis R6 werden solange wiederholt, bis alle Fanghenkel des Musterfadens im Gestrick eingebunden sind. Der in Reihe R6 gezeigte Vorgang kann entfallen, wenn das Strickschloss den Fanghenkel übernehmen und gleichzeitig dessen Größe ausbilden kann.

Bei der in Fig. 3 gezeigten und bei der Herstellung des Gestricks gemäß Fig. 10 eingesetzten Variante des Übernehmens und Abstrickens eines Fanghenkels des Musterfadens kommt die Masche, die sich im Haken der Übernahmenadel befindet, während des Übernahmevorgangs hinter die Nadelzunge, weshalb keine gesonderte Nadel-Vortriebsbewegung wie bei den Gestrick-Beispielen aus den Fig. 4 bis 9 nötig ist. Alle in den Fig. 4 bis 9 dargestellten Gestricke können auch unter Verwendung des Verfahrens gemäß Fig. 3 anstelle des Verfahrens nach Fig. 2 hergestellt werden.


Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung eines gemusterten Gestricks auf einer Flachstrickmaschine mit mindestens zwei sich gegenüberliegenden Nadelbetten (V, H), das Strickreihen aufweist, deren Maschen von einem Grundfaden (GF) und von mindestens einem Musterfaden (MF) gebildet sind, gekennzeichnet durch die Schritte: a) am Beginn des Musterrapports Bilden einer Maschenreihe mit dem Grundfaden (GF) und Einlegen von Fanghenkeln mit dem mindestens einen Musterfaden (MF) in freie Nadeln des gegenüberliegenden Nadelbetts; b) mit denjenigen Nadeln, die gemäß des zu bildenden Musters mit dem Grundfaden (GF) belegt sein müssen, Bilden einer Maschenreihe mit dem Grundfaden (GF); c) Umhängen des oder der Fanghenkel vom gegenüberliegenden Nadelbett auf diejenigen Nadeln des ersten Nadelbetts, die gemäß des zu bildenden Musters mit dem mindestens einen Musterfaden (MF) belegt sein müssen, und jeweils Abstricken des umgehängten Fanghenkels mit der Masche des Grundfadens (GF), die sich in der übernehmenden Nadel befunden hat; d) Wiederholung der Schritte b) und c), bis alle Fanghenkel des mindestens einen Musterfadens (MF) umgehängt und damit in das Gestrick eingebunden worden sind. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fanghenkel (61) jeweils von der übergebenden (2) zur übernehmenden Nadel (1) dadurch umgehängt und abgestrickt werden, dass die übergebende Nadel (2) in Übergabeposition ausgetrieben wird, nachdem die Masche (51) des Grundfadens (GF) auf der geschlossenen Zunge (12) der übernehmenden Nadel platziert wurde, dann die übernehmende Nadel (1) zwischen die Schenkel des Fanghenkels (61) vorgetrieben wird, bis sich ihr Nadelhaken (13) oberhalb des Fanghenkels (61) befindet, bevor die übergebende Nadel (2) zurückgezogen wird, wodurch der Fanghenkel (61) in den Haken (13) der übernehmenden Nadel (1) gelangt und von dieser durch die Masche (51) des Grundfadens (GF) hindurchgezogen wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fanghenkel (61') jeweils von der übergebenden (2') zur übernehmenden Nadel (1') dadurch umgehängt und abgestrickt werden, dass die übergebende Nadel (2') in Übergabepositionen ausgetrieben wird, die übernehmende Nadel (1') weitestmöglich ausgetrieben und durch die Schenkel des Fanghenkels (61') hindurchgeführt wird, wodurch die Masche (51') des Grundfadens (GF) hinter der geöffneten Zunge (12') der übernehmenden Nadel (1') platziert wird, bevor die übergebende Nadel (2') zurückgezogen wird, wodurch der Fanghenkel (61') auf den Schaft der übernehmenden Nadel (1') gleitet und durch eine Rückzugsbewegung der übernehmenden Nadel (1') in deren Nadelhaken (13') gelangt und durch die Masche (51') des Grundfadens (GF) hindurchgezogen wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Beginn des Musterrapports Fanghenkel mit dem mindestens einen Musterfaden (MF) in gleicher Zahl wie Maschen mit dem Grundfaden (GF) gebildet werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren Musterfäden (MF1, MF2) die Fanghenkel im Wechsel aus den einzelnen Musterfäden gebildet werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestrick mit jeder oder mit jeder zweiten Nadel gebildet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Sichtseite des Gestricks rechte und/oder linke Maschen erzeugt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Musterfaden (MF) verwendet wird, der sich in der Farbe und/oder Struktur und/oder Dicke vom Grundfaden unterscheidet. Gestrick, hergestellt nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8. Gestrick nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass es ein flächiges Gestrick oder ein Schlauchgestrick ist.






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