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Dokumentenidentifikation DE102006018754A1 25.10.2007
Titel Personenwaage
Anmelder Jene, Reinhard, Dipl.-Ing., 66606 St. Wendel, DE
Erfinder Jene, Reinhard, Dipl.-Ing., 66606 St. Wendel, DE
Vertreter Dr.-Ing. W. Bernhardt u. Dipl.-Phys. Dr. R. Bernhardt, 66123 Saarbrücken
DE-Anmeldedatum 22.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006018754
Offenlegungstag 25.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.10.2007
IPC-Hauptklasse G01G 19/44(2006.01)A, F, I, 20060422, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Personenwaage mit einem zur Anordnung auf dem Boden vorgesehen Gehäuse, das auf seiner Oberseite eine durch den Benutzer zu belastende Trittplatte (2) aufweist. Erfindungsgemäß ist die Trittplatte zur Aufnahme nur eines der beiden Füße des Benutzers bemessen. Die Trittplatte kann zur Auflage auch nur eines Teils der Fußsohle bemessen sein, z. B. des Ballens und ggf. der Zehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Personenwaage mit einem zur Anordnung auf dem Boden vorgesehenen Gehäuse, das auf seiner Oberseite eine durch den Benutzer zu belastende Trittplatte aufweist.

Durch Benutzung sind solche, im Umriss etwa plattenförmige Personenwaagen bekannt. Die Trittplatte dieser Personenwaage bildet eine beide Füße des Benutzers aufnehmende Trittfläche.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, weitere Nutzungsmöglichkeiten für Personenwaagen der eingangs genannten Art zu erschließen.

Die diese Aufgabe lösende Personenwaage nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Trittplatte zur Aufnahme nur eines der beiden Füße des Benutzers bemessen ist.

Vorteilhaft kann eine Personenwaage nach der Erfindung deutlich kleiner als herkömmliche solche Waagen und damit leichter transportierbar sein. Z.B. lässt sie sich problemlos im Reisegepäck mitführen und ermöglicht eine Fortführung der Gewichtskontrolle auch auf Reisen.

Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass das Stehen auf einer Waage mit nur einem Bein zwar nicht sehr bequem ist, für eine zuverlässige Gewichtsermittlung aber kein Hindernis darstellt.

In einer besonders kleinen Ausführungsform der Personenwaage kann die Trittplatte zum Betreten nur mit einem Teil der Fußsohle bemessen sein.

Es ist sogar möglich, dass die Trittplatte nur den Ballen und ggf. die Zehen des Fußes aufnimmt.

In einer Ausführungsform der Erfindung können zwei Gehäuseteile mit einer zur Aufnahme je eines Fußes des Benutzers bemessenen Trittplatte vorgesehen sein, z.B. zwei kleine, jeweils nur den Fußballen aufnehmende Gehäuse.

Vorteilhaft sind die beiden Gehäuseteile mechanisch oder/und elektrisch miteinander verbunden oder verbindbar, wobei z.B. in einem der Gehäuse elektrische Schaltungen untergebracht und elektrische Verbindungsleitungen von den Schaltungen zu Kraftsensoren in dem anderen Gehäuse geführt sind.

Insbesondere erlaubt es eine mechanische Scharnierverbindung, die Gehäuseteile zu einem kleinen Paket zusammen zu klappen.

Zweckmäßig ist eine Rechnereinheit vorgesehen, die aus dem Messsignal von wenigstens einem durch die Trittplatte bzw. Trittplatten beaufschlagten Kraftsensor einen digitalen Gewichtswert ermittelt und eine Einrichtung zur Anzeige des Gewichtswertes ansteuert.

Die Trittplatte bzw. Trittplatten ist bzw. sind zweckmäßig über mehrere, vorzugsweise in deren Randbereich angeordnete Kraftsensoren gegen eine Grundplatte abgestützt, wobei die Rechnereinheit aus den Messsignalen aller Kraftsensoren den Gewichtswert ermittelt. So lässt ein sich vom jeweiligen Angriffspunkt der resultierenden Gesamtgewichtskraft auf der Trittfläche unabhängiger Gewichtswert ermitteln.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung bestimmt die Rechnereinheit den Gewichtswert laufend und bringt ihn dann zur Anzeige, wenn er sich über einen vorbestimmten Zeitraum nicht mehr geändert hat. So können durch Bewegungen des Benutzers verursachte Änderungen der auf die Trittplatte einwirkenden Kraft, insbesondere Bewegungen, die er durchführt um das Gleichgewicht zu halten, das Messergebnis nicht verfälschen.

Vorteilhaft zeigt die Rechnereinheit den Gewichtswert über die Dauer des Wägevorgangs hinaus an. So kann ein auf der knapp bemessenen Trittfläche vorgesehenes Anzeigefeld während des Wägevorgangs durch den Fuß verdeckt bleiben. Der Benutzer erhält das Ergebnis nach Freigabe der Trittfläche.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der beiliegenden, sich auf diese Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigen:

1 eine Personenwaage nach der Erfindung in einer Draufsicht,

2 eine geschnittene Seitenansicht der Personenwaage von 1 gemäß Schnittlinie I-I,

3 eine schematische Darstellung einer in der Personenwaage von 1 und 2 verwendeten elektrischen Schaltung, und

4 ein zweites Ausführungsbeispiel für eine Personenwaage nach der Erfindung.

Eine in der Draufsicht quadratische, zur Auflage auf einem Fußboden 1 vorgesehene Personenwaage weist auf ihrer Oberseite eine Trittplatte 2 auf. Die Trittplatte 2 ist über vier in deren Eckbereichen angeordnete Kraftsensoren 3 bis 6 auf einer Grundplatte 7 abgestützt. Eine umlaufende Randabdichtung 8 schließt einen zwischen den Platten 2 und 7 gebildeten Raum 9 rundum ab. Die Grundplatte 7 weist auf ihrer Unterseite einen weichen Belag 10 zum Ausgleich von Bodenunebenheiten auf.

In dem Zwischenraum 9 ist eine (in den 1 und 2 nicht gezeigte) in dem Zwischenraum 9 untergebrachte Rechnereinheit 11 untergebracht, welche mit den vier Kraftsensoren 3 bis 6 sowie einer Anzeigeeinrichtung 12 in elektrischer Verbindung steht.

Die im Umriss plattenförmige Personenwaage weist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Seitenlänge L von nur 8 cm auf. Die Trittfläche 13 der etwa quadratischen Trittplatte 2 reicht aus, um den Ballen und die Zehen eines Fußes aufzunehmen.

Bei Gebrauch der Personenwaage muss der Benutzer, mit dem Ballen des rechten oder linken Fußes stehend, einen Moment lang das Gleichgewicht halten. Ggf. stützt er sich, ohne dabei die auf die Trittplatte 2 einwirkende Schwerkraft zu beeinflussen, seitlich, z.B. an einer Wand, ab.

Die Rechnereinheit 11 verarbeitet unter Ermittlung eines digitalen Gewichtswerts die Messsignale aller vier Kraftsensoren 3 bis 6. Der ermittelte Gewichtswert wird nach dem Wägevorgang, nachdem die Trittfläche 13 freigegeben und die Anzeigeeinrichtung 12 sichtbar ist, noch eine Weile angezeigt.

4 zeigt eine Personenwaage mit zwei, über ein Gelenk 14 miteinander verbundenen Gehäuseteilen 15 und 16, die sich gemäß Pfeil 17 gegeneinander verschwenken lassen und platzsparend zusammenlegbar sind. Jedes der Gehäuseteile weist wie die Personenwaage nach 1 bis 3 eine Trittplatte 2a bzw. 2a' und eine Grundplatte 7a bzw. 7a' auf. Eine Rechnereinheit und eine Anzeigeeinrichtung (nicht gezeigt) sind nur in einem der beiden Gehäuseteile vorgesehen. Leitungen 18 verbinden die Rechnereinheit mit in dem anderen Gehäuseteil untergebrachten Kraftsensoren (nicht gezeigt).

Die Gehäuseteile 15 und 16 können Trittflächen 13a und 13a' aufweisen, deren Größe der Trittfläche 13 des vorangehenden Ausführungsbeispiels entspricht. Die Trittflächen könnten aber auch länglich und zur Aufnahme jeweils der gesamten Fußsohle ausgebildet sein.


Anspruch[de]
Personenwaage mit einem zur Anordnung auf dem Boden (1) vorgesehenen Gehäuse, das auf seiner Oberseite eine durch den Benutzer zu belastende Trittplatte (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittplatte (2) zur Aufnahme nur eines der beiden Füße des Benutzers bemessen ist. Personenwaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittplatte (2) zum Betreten nur mit einem Teil der Fußsohle bemessen ist. Personenwaage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittplatte zum Betreten nur mit dem vorderen, den Ballen und ggf. die Zehen umfassenden Teil der Fußsohle bemessen ist. Personenwaage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Gehäuseteile (15, 16) mit einer zur Aufnahme je eines Fußes des Benutzers bemessenden Trittplatte (2a, 2a') vorgesehen sind. Personenwaage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gehäuseteile (15, 16) mechanisch und/oder elektrisch miteinander verbunden oder verbindbar sind. Personenwaage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gehäuseteile (15, 16) zusammenlegbar oder zusammenklappbar sind. Personenwaage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rechnereinheit (11) vorgesehen ist, die aus dem Messsignal von wenigstens einem durch die Trittplatte (2) bzw. Trittplatten (2a, 2a') beaufschlagten Kraftsensor (3-6) einen digitalen Gewichtswert ermittelt und eine Einrichtung (12) zur Anzeige des Gewichtswertes ansteuert. Personenwaage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittplatte (2) bzw. Trittplatten (2a, 2a') über mehrere, vorzugsweise in deren Randbereich angeordnete Kraftsensoren (3-6) gegen eine Grundplatte (7) abgestützt ist/sind und dass die Rechnereinheit (11) aus den Messsignalen aller Kraftsensoren (3-6) den Gewichtswert ermittelt. Personenwaage nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rechnereinheit (11) den Gewichtswert laufend ermittelt und dann zur Anzeige bringt, wenn er über einen vorbestimmten Zeitraum konstant geblieben ist. Personenwaage nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rechnereinheit (11) den Gewichtswert über die Dauer des Wägevorgangs anzeigt.






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