PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202007006850U1 25.10.2007
Titel Wandsitz
Anmelder Rumpold, Walter, 46149 Oberhausen, DE
Vertreter Ackmann, Menges & Demski Patentanwälte, 47051 Duisburg
DE-Aktenzeichen 202007006850
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.10.2007
Registration date 20.09.2007
Application date from patent application 10.05.2007
IPC-Hauptklasse A47C 9/06(2006.01)A, F, I, 20070510, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47C 1/126(2006.01)A, L, I, 20070510, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wandsitz zur Montage an einer Gebäudewand oder dergleichen.

Aus DE 103 00 804 A1 ist ein Wandeinbau-Klappsitz insbesondere für Badezimmer und Duschkabinen bekannt, welcher über mit dem Sitz verbundene und seitlich über dessen Ränder hinausragende Gelenkbolzen derart um eine waagerechte Achse drehbar ausgelegt ist, dass er im eingeklappten Zustand mit den umgebenden Wänden flächenbündig ist.

Aus AT 10 43 54 B ist ein an Baumstämmen oder dergleichen aufzuhängender Klappstuhl bekannt, dessen Sitzplatte durch gelenkig an ihr befestigte Zugstreben mit der Rückenlehne verbunden ist, wobei die Rückenlehne Nuten zum Anbringen einer Aufhängevorrichtung aufweist und wobei ferner an der Sitzplatte zur Verhinderung des Gleitens am Baum oder dergleichen Kerben von beliebiger Form eingeschnitten sind.

Aus AT 268592 ist ein Klapptisch oder Klappsitz bekannt, bei dem die Tisch- oder Sitzplatte durch die Auflage eines die seitlichen Begrenzungsflächen der Tischplatte überragenden Abstützteiles an einem z.B. an einer Wand angeordneten, aus einem senkrecht von der Wand vorspringenden Schenkel bestehenden Widerlager in Gebrauchslage gehalten ist, wobei das Widerlager in dem der Wand benachbarten Bereich eine Langlochausnehmung aufweist, in die ein an der Platte befestigter Bolzen ragt, wobei die Sitzplatte aus der Gebrauchslage nach unten weggeklappt werden kann.

Den vorstehend beschriebenen, bekannten Klappsitzen ist gemeinsam, dass insbesondere bei häufigem Gebrauch die verwendeten Gelenkvorrichtungen oder dergleichen Abnutzungserscheinungen zeigen können, welche vor allem auch auf die in der Gebrauchsstellung durch die jeweils zu tragende Person ausgeübten Kräfte zurückzuführen sind.

Vor dem obigen Hintergrund ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Wandsitz bereitzustellen, welcher bei vergleichsweise einfachem Aufbau auch unter häufigem Gebrauch keinem oder nur einem minimalen Verschleiß ausgesetzt ist.

Dieser Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen Schutzansprüche gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Ein erfindungsgemäßer Wandsitz, zur Montage an einer Gebäudewand oder dergleichen, weist ein Sitzteil auf, welches im montierten Zustand des Wandsitzes zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Nichtgebrauchsstellung schwenkbar angeordnet ist. Der erfindungsgemäße Wandsitz ist dadurch gekennzeichnet, dass das Sitzteil in der Gebrauchsstellung und/oder in der Nichtgebrauchsstellung durch zwei separate Anschlagflächen gegen ein Schwenken über die Gebrauchsstellung bzw. Nichtgebrauchsstellung hinaus gesichert ist.

Infolge der Sicherung des Sitzteiles in der Gebrauchsstellung bzw. der Nichtgebrauchsstellung durch zwei separate Anschlagflächen kann eine signifikante Entlastung im Bereich der Schwenkachse, d.h. insbesondere eine Entlastung eines in diesem Bereich typischerweise angeordneten Scharniers oder einer gleichwirkenden Gelenkeinrichtung, erreicht werden, so dass der erfindungsgemäße Wandsitz auch bei häufigerem Gebrauch infolge der verbesserten Ableitung der vor allem im Bereich der Gelenkvorrichtung wirkenden Kräfte einem erheblich geringeren Verschleiß ausgesetzt ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden die separaten Anschlagflächen durch genau zwei Anschlagelemente gebildet. Hierdurch kann die vorstehend erläuterte Entlastung bei einfachem Aufbau besonders effizient gestaltet werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens eines dieser Anschlagelemente durch einen sich im montierten Zustand in vertikaler Richtung erstreckenden Balken ausgebildet.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist im montierten Zustand eine der Anschlagflächen oberhalb der Schwenkachse angeordnet, und die andere Anschlagfläche ist unterhalb der Schwenkachse angeordnet. Die Anordnung der Anschlagflächen oberhalb bzw. unterhalb der Schwenkachse schließt dabei insbesondere auch die Möglichkeit einer im montierten Zustand in horizontaler Richtung (d.h. parallel zur Aufstandsfläche des Wandsitzes im montierten Zustand) relativ zur Schwenkachse versetzten Anordnung der Anschlagelemente ein (bei der dann somit eine Anschlagfläche „vor" und die andere Anschlagfläche „hinter" der Schwenkachse angeordnet ist).

Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist die Schwenkachse derart angeordnet, dass das Sitzteil in der Gebrauchsstellung eine relativ zur vertikalen Richtung nach hinten geneigte Position einnimmt. Hierdurch kann erreicht werden, dass die Sitzfläche in ihrer Nichtgebrauchsstellung bzw. im hochgeklappten Zustand ohne weitere Maßnahmen in diesem Zustand verbleibt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Wandsitz eine Aufhängevorrichtung derart auf, dass eine Mehrzahl von Wandsitzen jeweils nebeneinander an einer Wand hängend montierbar ist. Bei dieser Ausgestaltung wird eine besonders schnelle und effiziente Montage einer Mehrzahl von Wandsitzen geschaffen, wobei diese Einbauweise insbesondere auch in Einbausituationen mit begrenztem zur Verfügung stehenden Raumangebot, z.B. in schmalen Fluren, Kellerbars, Warteräumen etc. vorteilhaft ist. Zugleich kann erforderlichenfalls auch die Demontage von einem oder mehreren Wandsitzen mit wenigen Handgriffen durchgeführt werden, sodass eine individuelle Anpassung möglich ist und beispielweise der Sitzabstand und die Anzahl der Sitze jederzeit variiert werden kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Aufhängevorrichtung wenigstens eine im montierten Zustand relativ zur vertikalen Richtung abgeschrägte Anschlagfläche zur Fixierung durch eine korrespondierende, wandseitige Anschlagfläche auf. Bei dieser Ausgestaltung der Aufhängevorrichtung kann die wandseitige Anschlagfläche (etwa in Form einer Wandkonsole oder dergleichen) zur gleichzeitigen Aufnahme mehrerer Wandsitze dienen, wobei insbesondere auch eine Verschiebung der Wandsitze im montierten Zustand parallel zur Aufstandsfläche zur Veränderung des Abstandes bzw. der Position der einzelnen Wandsitze der Anordnung möglich wird.

Die Erfindung betrifft ferner einen Wandsitz zur Montage an einer Gebäudewand oder dergleichen, mit einem Sitzteil, welches im montierten Zustand des Wandsitzes zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Nichtgebrauchsstellung schwenkbar angeordnet ist, wobei das Sitzteil in der Gebrauchsstellung und in der Nichtgebrauchsstellung jeweils durch zwei separate Anschlagflächen gegen ein Schwenken über die Gebrauchsstellung bzw. Nichtgebrauchsstellung hinaus gesichert ist, wobei die separaten Anschlagflächen sowohl für die Gebrauchsstellung als auch für die Nichtgebrauchsstellung durch insgesamt genau zwei Anschlagelemente gebildet werden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Abbildungen näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines Wandsitzes gemäß einer bevorzugten Ausführungsform in Seitenansicht;

2 eine Vorderansicht des Wandsitzes aus 1 in seiner eingeklappten Nichtgebrauchsstellung; und

3 eine Draufsicht auf den Wandsitz aus 1 in seiner ausgeklappten Gebrauchsstellung.

In 1-3 ist ein erfindungsgemäßer Wandsitz in einer bevorzugten Ausführungsform und in unterschiedlichen Ansichten bzw. Stellungen dargestellt: Der dargestellte Wandsitz 1 ist geeignet zur Montage an einer beliebigen Gebäudewand, wobei insbesondere, wie im Weiteren noch näher erläutert, eine Anordnung einer Mehrzahl nebeneinander montierter Wandsitze in flexibler Weise realisiert werden kann. Besonders vorteilhaft ist insbesondere die Montage in Einbausituationen mit vergleichsweise geringem Platzangebot, z.B. in schmalen Fluren, Kellerbars, Warteräumen oder dergleichen. Der Wandsitz kann ungeachtet des schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels in einer großen Vielfalt von Materialien (z.B. Holz, Kunststoff und/oder Metall) sowie Formen hergestellt werden.

Wie am besten aus der in 1 gezeigten Seitenansicht ersichtlich ist, weist der Wandsitz 1 ein Sitzteil 2 auf, welches im montierten Zustand des Wandsitzes 1 zwischen einer Gebrauchsstellung (in welcher die Sitzfläche des Sitzteils 2 im Wesentlichen horizontal zur – nicht dargestellten- Aufstandsfläche verläuft) und einer Nichtgebrauchsstellung, in welcher das Sitzteil 2 ein- bzw. hochgeklappt ist und die in 1 gestrichelt dargestellt ist, um eine horizontale Schwenkachse (in 3 mit „A" bezeichnet) schwenkbar ist. Zur besseren Handhabung des Schwenkvorganges ist gemäß dem Ausführungsbeispiel an dem Sitzteil 2 ein beliebiger Griff 3 (z.B. als Eingriff, Ausnehmung, Loch oder dergleichen realisierbar) ausgebildet. 2 zeigt den Wandsitz 1 in der hochgeklappten Nichtgebrauchsstellung, und 3 zeigt eine Draufsicht auf den Wandsitz 1 in der ausgeklappten Gebrauchsstellung.

Die schwenkbare Fixierung des Sitzteils 2 erfolgt, wie aus 1 und 3 ersichtlich ist, durch ein Scharnier 4 oder eine beliebige andere Gelenkeinrichtung, über welche das Sitzteil 2 an einem äußeren Rahmen 9 um die horizontale Schwenkachse A schwenkbar gelagert ist.

Gemäß 1 ist das Sitzteil 2 sowohl in der Gebrauchsstellung als auch in der gestrichelt eingezeichneten Nichtgebrauchsstellung durch zwei Anschlagelemente 5 und 6 gesichert, welche im Ausführungsbeispiel als sich im montierten Zustand in vertikaler Richtung erstreckende Balken ausgebildet sind. Dabei ist das Scharnier 4 bzw. die Schwenkachse derart angeordnet, dass das Sitzteil 2 in der gestrichelt eingezeichneten Nichtgebrauchsstellung eine relativ zur vertikalen Richtung nach hinten geneigte Position einnimmt, also auch ohne weitere Maßnahmen im hochgeklappten Zustand verbleibt.

Durch die Anschlagelemente 5 und 6 werden insbesondere zwei separate Anschlagflächen für das Sitzteil 2 in der „hochgeklappten" Nichtgebrauchsstellung bereitgestellt, von denen die eine Anschlagfläche oberhalb der Schwenkachse A bzw. des Scharniers 4 (sowie zur Schaffung der erwähnten, nach hinten geneigten Position) nach hinten versetzt angeordnet ist und von denen die andere Anschlagfläche unterhalb der Schwenkachse A bzw. des Scharniers 4 sowie (zur Schaffung der geneigten Position in Nichtgebrauchsstellung) gegenüber der Schwenkachse A in horizontaler Richtung nach vorne versetzt angeordnet ist.

Der Wandsitz 1 weist ferner eine Aufhängevorrichtung derart auf, dass eine Mehrzahl von Wandsitzen 1 jeweils nebeneinander an der betreffenden Wand hängend montierbar ist. Gemäß 1 weist die Aufhängevorrichtung einen mit einer relativ zur vertikalen Richtung abgeschrägten Anschlagfläche 7a versehenen Querbalken 7 auf, welcher zur hängenden Montage an einer an der jeweiligen Wand zu montierenden und eine korrespondierende wandseitige Anschlagfläche 8a aufweisenden Wandkonsole 8 eingehängt werden kann.

Auf diese Weise können insbesondere auch mehrere Wandsitze 1 an der gleichen Wandkonsole 8 nebeneinander hängend montiert werden, wobei deren relative Position zueinander in flexibler Weise durch Verschieben entlang der Wandkonsole 8 auch im Nachhinein noch variiert werden kann und wobei mit wenigen Handgriffen auch die Demontage von einem oder mehreren Wandsitzen durchgeführt werden kann.

Zusammenfassend ist der Wandsitz bei vergleichsweise einfachem Aufbau auch bei häufigem Gebrauch keinem oder nur einem minimalen Verschleiß ausgesetzt, wobei er zudem unter Gegebenheiten mit begrenztem Platzangebot in flexibler Weise montiert, demontiert und in seiner Position variiert werden kann. Insbesondere können in flexibler Weise Anordnungen aus mehreren Wandsitzen realisiert werden.

1
Wandsitz
2
Sitzteil
3
Griff
4
Scharnier
5
Anschlagelement
6
Anschlagelement
7
Querbalken
7a
Anschlagfläche
8
Wandkonsole
8a
Anschlagfläche
9
Rahmen


Anspruch[de]
Wandsitz, zur Montage an einer Gebäudewand oder dergleichen, mit einem Sitzteil (2), welches im montierten Zustand des Wandsitzes (1) zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Nichtgebrauchsstellung schwenkbar angeordnet ist, wobei das Sitzteil (2) in der Gebrauchsstellung und/oder in der Nichtgebrauchsstellung durch zwei separate Anschlagflächen gegen ein Schwenken über die Gebrauchsstellung bzw. Nichtgebrauchsstellung hinaus gesichert ist. Wandsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese separaten Anschlagflächen durch genau zwei Anschlagelemente (5, 6) gebildet sind. Wandsitz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines dieser Anschlagelemente (5, 6), vorzugsweise beide Anschlagelemente (5, 6), durch sich im montierten Zustand in vertikaler Richtung erstreckende Balken ausgebildet ist bzw. sind. Wandsitz nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass im montierten Zustand eine der Anschlagflächen oberhalb der Schwenkachse des Sitzteils (2) angeordnet ist und die andere Anschlagfläche unterhalb der Schwenkachse angeordnet ist. Wandsitz nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse derart angeordnet ist, dass das Sitzteil (2) in der Nichtgebrauchsstellung eine relativ zur vertikalen Richtung nach hinten geneigte Position einnimmt. Wandsitz nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass dieser eine Aufhängevorrichtung derart aufweist, dass eine Mehrzahl von Wandsitzen (1) an einer Gebäudewand jeweils nebeneinander hängend montierbar ist. Wandsitz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängevorrichtung wenigstens eine im montierten Zustand relativ zur vertikalen Richtung abgeschrägte Anschlagfläche (7a) zur Fixierung durch eine korrespondierende, wandseitige Anschlagfläche (8a) aufweist. Wandsitz, zur Montage an einer Gebäudewand oder dergleichen, mit einem Sitzteil (2), welches im montierten Zustand des Wandsitzes (1) zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Nichtgebrauchsstellung schwenkbar angeordnet ist, wobei das Sitzteil (2) in der Gebrauchsstellung und in der Nichtgebrauchsstellung jeweils durch zwei separate Anschlagflächen gegen ein Schwenken über die Gebrauchsstellung bzw. Nichtgebrauchsstellung hinaus gesichert ist, wobei die separaten Anschlagflächen sowohl für die Gebrauchsstellung als für die Nichtgebrauchsstellung durch insgesamt genau zwei Anschlagelemente (5, 6) gebildet werden.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com