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Dokumentenidentifikation DE202007008050U1 25.10.2007
Titel Salz- oder Gewürzstreuer
Anmelder Kern, Ingo, 10551 Berlin, DE
Vertreter Kietzmann, Vosseberg, Röhnicke Patentanwälte Rechtsanwalt Partnerschaft, 10117 Berlin
DE-Aktenzeichen 202007008050
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.10.2007
Registration date 20.09.2007
Application date from patent application 06.06.2007
IPC-Hauptklasse A47G 19/24(2006.01)A, F, I, 20070606, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Salz- bzw. Gewürzstreuer, der ein visuelles Erkennen des austretenden Salzes oder Gewürzes ermöglicht.

Salz- bzw. Gewürzstreuer bestehen aus einem handlichen Behältnis, gewöhnlich aus Kunststoff, Glas, Keramik oder Metall, dessen oberer Teil mit kleinen Löchern/Schlitzen versehen ist, durch die das Salz oder Gewürz bei entsprechender Haltung des Behälters herausrieseln kann.

Zu einem der ersten Patente betreffend einen Salzstreuer gehört das Deutsche Reichspatent 108173. Das Salz konnte hier durch einen schmalen Schlitz austreten.

Das Grundprinzip des Salzstreuers blieb bei aller seitdem vorgenommen Designarbeit und auch bei den alternativen Salz- bzw. Gewürzmühlen erhalten: Das Salz rieselt aus dem Behältnis heraus, je nach Korngröße mehr oder weniger.

Und da liegt das Problem gerade beim Salzstreuen. Der Nutzer kann aufgrund der kristallinen Struktur des Salzes im Prinzip nicht erkennen, welche Menge gerade heraüsrieselt. Dieses Problem verstärkt sich noch, wenn der Nutzer keine Kenntnis von der Körnung des Salzes hat.

Auch Testschüttungen in die Hand oder auf eine Serviette, wie sie manchmal zu erleben sind, schaffen da nur wenig Abhilfe. Das Ergebnis ist gewöhnlich ein Zuviel an Salz auf der Speise.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Nutzer vor allem eines Salzstreuers die Möglichkeit zu geben, die Menge des aus dem Salzstreuer herausrieselnden Salzes visuell abzuschätzen und so die gewünschte Dosierung händeln zu können.

Gelöst wir diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1, vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Erfindungsgemäß ist bei einem Salz- bzw. Gewürzstreuer bestehend aus einem Behältnis mit einer Standfläche und einer mit einer oder mehreren Öffnungen versehen Ausschüttfläche vorgesehen, dass neben der Ausschüttfläche eine farbige Fläche angeordnet oder anordenbar ist, an der oder über die das aus dem Behältnis herausrieselnde Salz oder Gewürz sich vorbei oder hinweg bewegt, wobei die Farbe der Fläche so ausgewählt ist, das sich das Salz oder Gewürz optisch von der Farbe der Fläche abhebt.

Der Nutzer des Salz- oder Gewürzstreuers kann so die Menge der herausrieselnden Salzes oder Gewürzes visuell wahrnehmen und durch Veränderung der Neigung des Behälters optimal regulieren.

Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die farbige Fläche in Ausschüttposition einen stumpfen Winkel (&agr;) mit der Ausschüttfläche einschließt. Die farbige Fläche steht beim Salzstreuen so nahezu senkrecht zum Tisch mit der Speise.

Zusätzlich von Vorteil ist es, wenn die Ausschüttfläche mit der Standfläche einen spitzen Winkel (&bgr;) einschließt. Diese lässt sich dann zusammen mit der farbigen Fläche optimal durch den Nutzer einsehen.

In einer vorteilhaften Ausführung ist die farbige Fläche Bestandteil eines Verschlussdeckels für die Ausschüttfläche, vorzugsweise innen im Verschlussdeckel angeordnet und mittels eines Scharniers mit dem Verschlussdeckel in Arbeitsstellung zum Sichtbarmachen des herausrieselnden Salzes oder Gewürzes verschwenkbar. Das Scharnier kann dabei parallel zur Ebene der Austrittsfläche oder senkrecht dazu angeordnet sein. Der Verschlussdeckel wird so entweder geklappt oder gedreht.

In einer anderen Ausführung ist die farbige Fläche über ein Verbindungsmittel mit dem Behältnis verbunden oder verbindbar. Das Verbindungsmittel kann ein Aufsteckring auf das Behältnis sein, wobei die farbige Fläche mit dem Aufsteckring verbunden ist.

Bei einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass die Ausschüttfläche und die farbige Fläche Bestandteil einer oberen Abdeckfläche für das Behältnis sind. Die farbige Fläche befindet sich in Arbeitsposition hier nicht mehr „außerhalb" des Streuers. Dies setzt allerdings ein großvolumiges Behältnis voraus, damit die farbige Fläche nicht zu klein ausfällt.

Der verwendete Begriff farbige Fläche im erfindungsgemäßen Sinn schließt ein, dass die farbige Fläche auch eine Leuchtfläche oder eine Spiegelfläche sein kann. Ferner ist der Begriff „farbige Fläche" als farbige Fläche mit einer Unterlage, also als ein räumliches scheibenartiges Gebilde mit einer farbigen Fläche zu verstehen.

Der Salz- bzw. Gewürzstreuer soll an Ausführungsbeispielen beschrieben werden. Es zeigen

1 einen zylinderförmigen Salzstreuer mit Verschlusskappe,

2 die Verbindung von Ausschüttfläche und farbiger Fläche,

3 die Ausschüttposition,

4 die farbige Fläche mit Befestigungsring und

5 die farbige Fläche als Bestandteil der Abdeckfläche für das Behältnis.

1 zeigt einen zylinderförmigen Salzstreuer mit einem Behältnis 1 mit Verschlusskappe 7. Die Verschlusskappe 7 besitzt eine Ausschüttfläche 3 mit Öffnungen 4, wobei die Ausschüttfläche 3 mit der Standfläche 2 einen spitzen Winkel (&bgr;) einschließt. Die farbige Fläche 5 ist Bestandteil des Verschlussdeckels 6 für die Ausschüttfläche 3 und innen im Verschlussdeckel 6 angeordnet. Der Verschlussdeckel 6 und die Verschlusskappe 7 sind durch ein Scharnier 8 miteinander verbunden.

Die Verbindung der Ausschüttfläche 3 als Bestandteil der Verschlusskappe 7 mit der farbigen Fläche 5 als Bestandteil des Verschlussdeckels 6 wird im augeklappten Zustand im Detail nochmals in 2 dargestellt.

Das aus der Ausschüttfläche 3 herausrieselnde Salz bewegt sich an der oder über die farbige Fläche 5 (Pfeilrichtung) vorbei oder hinweg, hebt sich dabei optisch von der Farbe der Fläche 5 ab und wird so gut sichtbar.

Dies wird noch verbessert, wenn wie in 3 gezeigt, die farbige Fläche 5 in Ausschüttposition einen stumpfen Winkel (&agr;) mit der Ausschüttfläche 3 einschließt. Dieser sollte nicht kleiner als 120° sein. Die farbige Fläche 5 nimmt so bei weiterer Neigung des Behältnisses 1 eine dann im wesentlichen senkrecht zum Tisch verlaufende Position ein und ist stets gut einsehbar.

4 zeigt eine farbige Fläche 5 mit Befestigungsring 9 zur Anordnung direkt am Behältnis 1. Auch hier kann die Verbindung Befestigungsring 9/farbige Fläche 5 durch ein verstellbares Scharnier hergestellt sein, um eine optimale Position der farbigen Fläche 5 zur Ausschüttfläche 3 beim Salzstreuen einzustellen.

Bei der Variante in 5 ist die farbige Fläche 5 als Bestandteil der Abdeckfläche 10 des Behältnisses 1 ausgebildet, wobei sich in einem Teilbereich der Abdeckfläche 10 die Öffnungen 4 der Ausschüttfläche 3 befinden. Auch bei dieser Anordnung wird das Prinzip realisiert, dass herausrieselndes Salz sich vorbei oder hinweg über die farbige Fläche 5 bewegt und sich optisch von der Farbe der Fläche 5 abhebt (Pfeilrichtung).

Auch bei dieser Ausführung ist es möglich, dass die farbige Fläche 5 einen stumpfen Winkel (&agr;) mit der Ausschüttfläche 3 einschließt.

1
Behältnis
2
Standfläche
3
Ausschüttfläche
4
Öffnungen
5
farbige Fläche
6
Verschlussdeckel
7
Verschlusskappe
8
Scharnier
9
Befestigungsring
10
Abdeckfläche


Anspruch[de]
Salz- bzw. Gewürzstreuer bestehend aus einem Behältnis (1) mit einer Standfläche (2) und einer mit einer oder mehreren Öffnungen (4) versehen Ausschüttfläche (3), dadurch gekennzeichnet, dass neben der Ausschüttfläche (3) eine farbige Fläche (5) angeordnet oder anordenbar ist, an der oder über die das aus dem Behältnis (1) herausrieselnde Salz oder Gewürz sich vorbei oder hinweg bewegt, wobei die Farbe der Fläche (5) so ausgewählt ist, das sich das Salz oder Gewürz optisch von der Farbe der Fläche (5) abhebt. Salz- bzw. Gewürzstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die farbige Fläche (5) in Ausschüttposition einen stumpfen Winkel (&agr;) mit der Ausschüttfläche (3) einschließt. Salz- bzw. Gewürzstreuer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die farbige Fläche (5) Bestandteil eines Verschlussdeckels (6) für die Ausschüttfläche (3) ist. Salz- bzw. Gewürzstreuer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussdeckel (6) mit farbiger Fläche (5) mit der Ausschüttfläche (3) oder der Verschlussdeckel (6) mit farbiger Fläche (5) mit einer das Behältnis (1) verschließenden Verschlusskappe (7), deren Bestandteil die Ausschüttfläche ist, über ein Scharnier (8) gekoppelt ist. Salz- bzw. Gewürzstreuer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die farbige Fläche (5) über ein Verbindungsmittel (9) mit dem Behältnis (1) verbunden oder verbindbar ist. Salz- bzw. Gewürzstreuer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (9) ein Aufsteckring auf das Behältnis (1) ist. Salz- bzw. Gewürzstreuer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschüttfläche (5) mit der Standfläche (2) einen spitzen Winkel (&bgr;) einschließt. Salz- bzw. Gewürzstreuer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschüttfläche (2) und die farbige Fläche (5) Bestandteil einer oberen Abdeckfläche (10) für das Behältnis (1) sind. Salz- bzw. Gewürzstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die farbige Fläche (5) eine Leuchtfläche ist. Salz- bzw. Gewürzstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die farbige Fläche (5) eine Spiegelfläche ist.






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