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Dokumentenidentifikation DE202007009466U1 25.10.2007
Titel Vorrichtung für das Festlegen plattenförmiger Bauteile an einer Wand
Anmelder Hornig, Hendrik, 32657 Lemgo, DE
Vertreter Eikel & Partner GbR, 32760 Detmold
DE-Aktenzeichen 202007009466
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.10.2007
Registration date 20.09.2007
Application date from patent application 05.07.2007
IPC-Hauptklasse E04F 21/18(2006.01)A, F, I, 20070705, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für das Festlegen plattenförmiger Bauteile an einer Wand durch ein Verspannen des Bauteils gegen einen Boden.

Längenveränderbare Stützen sind in vielfältigen Ausführungsformen bekannt und bewährt. Insbesondere kommen längenverstellbare Stützen, beispielsweise in der DE 39 10 344 A1 oder der DE 42 11 115 C2 erläutert, im Baugewerbe zum Einsatz. Regelmäßig sind jedoch derartige Stützen nur dafür vorgesehen, vertikale Kräfte, beispielsweise bei einer Schalung für eine Betondecke, aufzufangen.

Aus der DE OS 25 07 577 ist eine in der Länge einstellbare Stütze für eine Mauerwerksschalung bekannt geworden, bei der eine schräge und eine horizontal sich erstreckende Strebe an einer vertikalen Stütze der Schalung anhängbar sind. Die Streben stützen sich andernends gegen einen in die Erde eingetriebenen Pfahl ab.

Die in dem Baugewerbe regelmäßig verwendeten Stützen und Streben sind ausreichend robust, um die dort auftretenden großen Lasten aufzufangen. Entsprechend schwer und unhandlich ausgebildet sind sie wenig geeignet, bei einem Innenausbau beispielsweise ein plattenförmiges Bauteil an einer Wand festzulegen, beispielsweise eine Fliese, ein Edelstahlblech oder dergleichen, indem eine solche Stütze zwischen einem Boden und dem Bauteil verspannt wird.

Vor diesem technischen Hintergrund macht die Erfindung es sich zur Aufgabe, die eingangs erläuterte Vorrichtung derart zu gestalten, dass sie in einfacher Weise durch eine Person mit einer Hand handhabbar ist.

Gelöst wird die technische Problematik bei einer Vorrichtung für das Festlegen plattenförmiger Bauteile an einer Wand durch ein Verspannen des Bauteils gegen einen Boden gemäß des Anspruchs 1 durch die Merkmale, dass zwei Profile in einem Hohlprofil geführt vorgesehen sind, dass die dem Hohlprofil vorstehenden, freien Enden der Profile mit scharfkantigen, gegenläufigen Abschrägungen versehen sind und dass die Profile in einer Gebrauchslage mittels einer Spreizvorrichtung voneinander entfernbar sind.

Durch das Führen zweier Profile in einem Hohlprofil wird in einfacher Weise eine Längenveränderung der Vorrichtung nach der Erfindung gewährleistet, bei der ein Auswandern des einen oder anderen Profils gegenüber dem Hohlprofil sicher unterbunden ist. Die Abschrägungen der freien Enden, die scharfkantig ausgebildet sind, beispielsweise einfach sägerau, werden in aller Regel aufgrund der entstehenden Reibungskraft auch auf glatten Oberflächen Halt finden. Insbesondere sind jedoch die Profile in der Gebrauchslage mittels einer Spreizvorrichtung voneinander entfernbar, mithin die Vorrichtung nach der Erfindung auch in der Gebrauchslage verspannbar. Dies kann zweckmäßigerweise mit nur einer Hand erfolgen.

In konstruktiver Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Profile einen rechteckigen, insbesondere einen quadratischen Querschnitt aufweisen. Solche Profile sind handelsüblich und vorzugsweise aus einem Edelstahl gefertigt. Ein leichtes Abgleiten der Profile in dem Hohlprofil sowie eine leichte Reinigung der Vorrichtung insgesamt wird damit gewährleistet.

Bei den Abschrägungen hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn diese einen Winkel zwischen 30° und 50° aufweisen, insbesondere 45°. Ein einfaches Ansetzen der Vorrichtung und Verspannen ist in diesem Winkelbereich sichergestellt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung ist vorgesehen, dass in den Profilen an ihren gegenüberliegenden Enden innerhalb des Hohlprofils jeweils ein Riegel angeordnet ist, dass die Riegel mit gegenüberliegenden Gewindebohrungen versehen sind, dass eine Rändelmutter mit zwei Gewindestangen versehen in die Gewindebohrungen eingreift und eine Durchbrechung des Hohlprofils teilweise durchsetzt.

Eine derartig ausgebildete Spreizvorrichtung kann, bei Umgreifen des Hohlprofils, mittels eines Zeigefingers leicht bedient werden, indem die Rändelmutter gedreht wird. Eine einfache Einhand-Bedienung der Vorrichtung ist damit gewährleistet. Zweckmäßigerweise werden die Gewindebohrungen außermittig angeordnet sein, so dass die Rändelmutter lediglich auf einer Seite des Hohlprofils vorsteht.

Dabei hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Durchbrechung und die Abschrägung in eine Richtung weisen. Es kann dann die Vorrichtung zwischen einem Boden und einer vertikalen aufgehenden Wand mit einer Hand angesetzt und die Spreizvorrichtung betätigt werden, indem die dann unterseitig angeordnete Rändelmutter gedreht wird.

Bei sehr glatten Böden bzw. an einer Wand festzulegenden Bauteilen kann es ferner zweckmäßig sein, dass an wenigstens einem der voneinander entfernten Enden der Profile ein Vakuumhalter vorgesehen ist, der grundsätzlich z.B. für den Transport von großen Glasscheiben bekannt ist. Ein solcher Vakuumhalter wird, zumindest einseitig, die Vorrichtung sicher auch an glatten Oberflächen festlegen. Hierbei hat es sich in weiterer Ausgestaltung als vorteilhaft erwiesen, wenn der Vakuumhalter zwei voneinander beabstandete Saugnäpfe aufweist und dass an einem die Saugnäpfe verbindenden Halter das Profil festgelegt ist, mithin ein Profil etwa mittig zwischen den beiden Saugnäpfen von dem Vakuumhalter festgelegt wird.

Die Vorrichtung nach der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, in der lediglich ein Ausführungsbeispiel schematisch und nicht maßstabsgerecht dargestellt ist. In der Zeichnung zeigt:

1: eine Draufsicht auf eine Vorrichtung nach der Erfindung mit einer Durchbrechung und endseitigen Abschrägungen der Profile,

2: eine Ansicht gemäß Pfeil II in 1,

3: die Anwendung der Vorrichtung nach der Erfindung und

4: ausschnittsweise eine Ansicht gemäß des Pfeils IV in 3.

Die in der Zeichnung beispielhaft dargestellte Vorrichtung 1 nach der Erfindung weist zwei etwa gleichlange, in einem Querschnitt quadratische Profile 2, 3 auf, die in einem Hohlprofil 4 längsverschiebbar geführt sind. Die dem Hohlprofil 4 vorstehenden freien Enden der beiden Profile 2, 3 sind mit scharfkantigen, gegenläufigen Abschrägungen 5, 6 versehen, wie sie beispielsweise nach einem einfachen Sägeschnitt entstehen, der nicht entgratet wurde.

Die Abschrägungen weisen einen Winkel zwischen 30° und 50°, hier 45° auf. Zweckmäßigerweise sind die Profile 2, 3 und auch das Hohlprofil 4 aus einem Edelstahl gefertigt.

Mittels einer Spreizvorrichtung 7 können die Profile 2, 3 innerhalb des Hohlprofils 4 voneinander entfernt werden, um unter einem Winkel von 45° ein plattenförmiges Bauteil 8 zwischen einer vertikal aufgehenden Wand 9 und einem Boden 10 zu verspannen, vergleiche 3.

Für die Spreizvorrichtung 7 sind innerhalb der Profile 2, 3 an deren gegenüberliegenden Enden innerhalb des Hohlprofils 4 Riegel 11, 12 angeordnet. Diese Riegel 11, 12 sind mit außermittigen, jedoch gegenüberliegenden Gewindebohrungen versehen, in die zwei Gewindestangen 13, 14 eingreifen, die durch eine Rändelmutter 15 verbunden und verdrehbar sind.

Die Rändelmutter 15 durchsetzt eine Durchbrechung 16 in einer Seite 17 des Hohlprofils 4 und steht dieser Seite 17 vor, vergleiche 2.

2 zeigt ferner, dass die Durchbrechung 16 und die Abschrägungen 5, 6 in eine Richtung weisen, so dass die Vorrichtung 1 nach der Erfindung mit einer Hand an dem Hohlprofil 4 gefasst in eine Position gemäß 3 gebracht und verspannt werden kann.

Sind die Oberflächen eines plattenförmigen Bauteils 8 bzw. eines Bodens 10 sehr glatt, kann es zweckmäßig sein, an den voneinander entfernten Enden der Profile 2, 3 Vakuumhalter 18, 19 vorzusehen. Ein Verrutschen der Vorrichtung 1 wird damit ausgeschlossen. Zweckmäßigerweise ist der Vakuumhalter mit zwei voneinander beabstandeten Saugnäpfen 20, 21 versehen, die von Haltern 22, 23 verbunden sind. Die Halter 22, 23 sind selbst wieder durch eine Handhabe 24 miteinander verbunden.

Das Profil 2 stützt sich mit der Abschrägung 5 auf dem Boden 10 ab und ist mittels des Halters 24 festgelegt, so dass ein verrutschen der Vorrichtung 1 ausgeschlossen ist.

1
Vorrichtung
2
Profil
3
Profil
4
Hohlprofil
5
Abschrägung
6
Abschrägung
7
Spreizvorrichtung
8
Bauteil
9
Wand
10
Boden
11
Riegel
12
Riegel
13
Gewindestange
14
Gewindestange
15
Rändelmutter
16
Durchbrechung
17
Seite
18
Vakuumhalter
19
Vakuumhalter
20
Saugnapf
21
Saugnapf
22
Halter
23
Halter
24
Handhabe


Anspruch[de]
Vorrichtung für das Festlegen plattenförmiger Bauteile an einer Wand durch ein Verspannen des Bauteils gegen einen Boden, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Profile (2, 3) in einem Hohlprofil (4) geführt vorgesehen sind, dass die dem Hohlprofil (4) vorstehenden, freien Enden der Profile (2, 3) mit scharfkantigen, gegenläufigen Abschrägungen (5, 6) versehen sind und dass die Profile (2, 3) in einer Gebrauchslage mittels einer Spreizvorrichtung (7) voneinander entfernbar sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Profile (2, 3) einen rechteckigen Querschnitt aufweisen. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschrägung (5, 6) zwischen 30° und 50° beträgt. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profile (2, 3) aus einem Edelstahl sind. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Profilen (2, 3) an ihren gegenüberliegenden Enden innerhalb des Hohlprofils (4) jeweils ein Riegel (11, 12) angeordnet ist, dass die Riegel (11, 12) mit gegenüberliegenden Gewindebohrungen versehen sind, dass eine Rändelmutter (15) mit zwei Gewindestangen (13, 14) versehen in die Gewindebohrungen eingreift und eine Durchbrechung (16) des Hohlprofils (4) teilweise durchsetzt. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechung (16) und die Abschrägungen (5, 6) in eine Richtung weisen. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem der voneinander entfernten Enden der Profile (2, 3) ein Vakuumhalter (18, 19) vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Vakuumhalter (18) zwei voneinander beabstandete Saugnäpfe (20, 21) aufweist und dass an einem die Saugnäpfe (20, 1) verbindenden Halter (23) das Profil (2) festgelegt ist.






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