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Dokumentenidentifikation DE202007009487U1 25.10.2007
Titel Lüftungsgerät mit unterdrückbarer Wärmerückgewinnung
Anmelder Koops, Erich, 22147 Hamburg, DE
DE-Aktenzeichen 202007009487
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.10.2007
Registration date 20.09.2007
Application date from patent application 03.07.2007
IPC-Hauptklasse F24F 12/00(2006.01)A, F, I, 20070703, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24F 13/30(2006.01)A, L, I, 20070703, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Lüftungsgeräte mit hoher Energieeffizienz bestehen aus einem Gehäuse, je einem Zu- und Abluftventilator mit getrennten Kammern sowie Anschlüssen für die Luftleitungen und einem Wärmetauscher, in dem die Abluft und die Zuluft durch eine Vielzahl voneinander getrennter Strömungskanäle so aneinander vorbei geführt werden, dass ein Maximum an Wärme vom warmen an den kalten Luftstrom übertragen wird. Der Wärmetauscher kann zu Wartungs- und Reinigungszwecken leicht ausgebaut werden. Die Feinkonditionierung auf die gewünschte Raumtemperatur kann durch im Strömungsweg der Zuluft nachgeschaltete Heiz- oder Kühlregister erfolgen. Zur Reinigung der Luft sind im Gerät Filter eingebaut. Wenn die Lufttemperatur in den mit diesem Lüftungsgerät versorgten Räumen über das gewünschte Maß hinaus ansteigt, zum Beispiel im Sommerbetrieb, dann ist der Wärmerückgewinn unerwünscht, weil die Zuluft erwärmt wird, obwohl Kühlung erwünscht ist. Es ist bekannt, in Zeitperioden, in denen die Wärmerückgewinnung unerwünscht ist. Den Luftstrom durch einen außerhalb des Gerätes angeordneten Beipass mit Umschaltelementen am Wärmetauscher vorbei zu führen und so die Erwärmung der Zuluft zu unterdrücken. Dieser Beipass samt Umschaltelementen nimmt jedoch einen erheblichen Raum in Anspruch.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zu schaffen, das in der Zeitperiode, in der Beheizung erwünscht ist, den Wärmeaustausch ermöglicht und in der Zeitperiode, in der keine Beheizung erwünscht ist, den Wärmeaustausch unterbindet, ohne dass ein außen liegender Beipass mit Umschaltelementen benötigt wird. Die Lösung wird in den im Schutzanspruch 1 beschriebenen Merkmalen beschrieben.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass mit geringem Aufwand das Lüftungsgerät vom Betrieb mit Wärmetauscher auf den Betrieb ohne Wärmetauscher umgestellt werden kann, ohne dass im Aufstellbereich Platz für Beipassleitungen und Umschaltelemente benötigt wird.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der 1 dargestellt. Darin sind der Abluftventilator 1, der Zuluftventilator 2, der Wärmetauscher 7 und die Filter 8 und 9 zu erkennen. Ferner die Anschlussstutzen 3 für die Außenluftleitung, 4 für die Fortluftleitung, 5 für die Abluftleitung und 6 für die Zuluftleitung. Die leicht demontierbare Frontplatte des Gerätes ist hier nicht dargestellt um einen Einblick in das Gerät zu ermöglichen.

Der Wärmetauscher ist im Bereich der Trennwände zwischen dem Zuluftstrom und dem Abluftstrom doppelwandig ausgebildet und die Zwischenräume sind druckdicht miteinander verbunden. Beim Betrieb mit Wärmerückgewinnung ist der Zwischenraum mit einem gut wärmeleitendem Fluid gefüllt und die Wärme wird optimal übertragen. Wird keine Wärmeübertragung gewünscht, dann wird das gut wärmeleitende Fluid durch ein schlecht wärmeleitendes Trennmedium verdrängt und die Wärmeübertragung reduziert. Wird danach wieder Wärmerückgewinnung gewünscht, so lässt man das schlecht wärmeleitende Trennmedium abströmen und das gut wärmeleitende Fluid wieder in den Zwischenraum strömen.

Das gut wärmeleitende Fluid kann im einfachsten Fall Wasser sein, dem je nach Standort und meteorologischen Erfahrungen ein Frostschutzmittel beigemischt ist. Das schlecht wärmeleitende Trennmedium kann Luft oder ein nicht mit Wasser und Frostschutzmitteln reagierendes Gas sein.

Das Trennmedium kann das gut wärmeleitende Fluid von oben nach unten in einen Vorratsbehälter verdrängen, der als Membranausdehnungsgefäß ausgebildet sein kann. Die für das Verdrängen erforderliche Druckerhöhung kann durch einen Kompressor bewerkstelligt werden, die Druckabsenkung durch ein Abströmventil. Kann bei geöffnetem Abströmventil das schlecht wärmeleitende Trennmittel nach oben entweichen, dann strömt durch den Vordruck unter der elastischen Membrane im Ausdehnungsgefäß angetrieben das gut wärmeleitende Fluid in den Zwischenraum zurück bis das Abströmventil schließt. Wird ein anderes Trennmedium als Luft verwendet, dann wird das bei geöffnetem Abströmventil abströmende Medium in einem Gas-Vorratsbehälter mit entsprechend geringerem Druck aufgefangen und bei Bedarf dem Kompressor wieder zur Verfügung gestellt. Die Drucksteuerung für den Zwischenraum mit den Stufen maximaler Druck (bei vollständiger Füllung des Zwischenraumes mit schlecht wärmeleitendem Trennmittel) und minimaler Druck (bei vollständiger Füllung des Zwischenraumes mit gut wärmeleitendem Fluid) werden durch Drucksensoren überwacht, die das Abströmventil öffnen bzw. schließen und den Kompressor ein- bzw. ausschalten. Ein Umschalter außen am Lüftungsgerät ermöglicht die Einstellung der beiden Druckstufen und somit Betriebsarten. Fluid-Auffangbehälter, Gas-Vorratsbehälter, Kompressor, Drucksensoren und Abströmventil können in den Luftkammern innerhalb des Gerätes untergebracht sein.

Um den Wärmetauscher zur Reinigung oder Wartung ausbauen zu können, weist er auf der der Zugangsebene abgewandten Seite Steckverbindungen für die Anschlussleitungen für das gut wärmeleitende Fluid und das schlecht wärmeleitende Trennmedium auf.


Anspruch[de]
Lüftungsgerät mit Zuluftventilator, Abluftventilator sowie Anschlüssen für die Ab-, Zu-, Außen- und Fortluftleitungen und einem leicht demontierbaren Wärmetauscher, in dem die Abluft und die Zuluft durch eine Vielzahl voneinander getrennter Strömungskanäle so aneinander vorbei geführt werden, dass ein Maximum an Wärme vom warmen an den kalten Luftstrom übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher im Bereich der Trennwände zwischen dem Zuluftstrom und dem Abluftstrom doppelwandig ausgeführt und die Zwischenräume druckdicht miteinander verbunden sind. Lüftungsgerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenräume mit einem gut wärmeleitendem Fluid gefüllt werden können, das in einen darunter angeordneten Fluid-Auffangbehälter verdrängt werden kann. Lüftungsgerät nach den Ansprüchen 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass das gut wärmeleitende Fluid Wasser ist, dem je nach Standort und meteorologischen Erfahrungen ein Frostschutzmittel beigemischt ist. Lüftungsgerät nach den Ansprüchen 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Fluid-Auffangbehälter aus einem Membran-Ausdehnungsgefäß besteht mit einem Vordruck unter einer elastischen Membrane. Lüftungsgerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenräume mit einem schlecht wärmeleitendem Trennmedium gefüllt werden können. Lüftungsgerät nach den Ansprüchen 1 und 5 dadurch gekennzeichnet, dass das schlecht wärmeleitende Trennmedium Luft ist. Lüftungsgerät nach den Ansprüchen 1 und 5 dadurch gekennzeichnet, dass das schlecht wärmeleitende Trennmedium ein nicht mit Wasser und Frostschutzmitteln reagierendes Gas ist. Lüftungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass das schlecht wärmeleitende Trennmedium von einem Kompressor in die Zwischenräume gedrückt wird und das gut wärmeleitende Fluid nach unten in den Fluid-Auffangbehälter verdrängt. Lüftungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass das schlecht wärmeleitende Trennmedium über ein öffenbares Abströmventil entweichen kann. Lüftungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 5 und 7 dadurch gekennzeichnet, dass das schlecht wärmeleitende Trennmedium über ein öffenbares Abströmventil in einen Gas-Vorratsbehälter mit geringerem Druck strömen kann, aus dem der Kompressor nach Anspruch 8 das Medium bei Bedarf ansaugt. Lüftungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, dass Fluid-Auffangbehälter, Trennmedium-Vorratsbehälter, Kompressor und Abströmventil in den Luftkammern innerhalb des Gerätes untergebracht sind. Lüftungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher auf der der Zugangsebene abgewandten Seite Steckverbindungen für die Anschlussleitungen für das gut wärmeleitende Fluid und das schlecht wärmeleitende Trennmedium aufweist.






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