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Dokumentenidentifikation DE202007010429U1 25.10.2007
Titel Rohr- oder stabförmiges Verbundglaselement
Anmelder Weinmayer, Bernd, Mariastein, AT
Vertreter Andrae Flach Haug, 83022 Rosenheim
DE-Aktenzeichen 202007010429
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.10.2007
Registration date 20.09.2007
Application date from patent application 26.07.2007
IPC-Hauptklasse F21V 33/00(2006.01)A, F, I, 20070726, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 25/00(2006.01)A, L, I, 20070726, B, H, DE   F21V 15/01(2006.01)A, L, I, 20070726, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein rohr- oder stabförmiges Verbundglaselement gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 9 sowie einen Handlauf für ein Geländer mit einem derartigen Verbundglaselement.

Es sind Verbundglasrohre mit einem äußeren Glasrohr, mit einem inneren Glasrohr sowie einer die beiden Glasrohre verbindenden Zwischenschicht bekannt. Durch einen derartigen mehrlagigen Verbundaufbau kann die Festigkeit, insbesondere Druck- und Biegefestigkeit, von Glasrohren bedeutend erhöht werden. Derartige Glasverbundrohre können daher auch als Trag- und Stützelemente verwendet werden.

Ausgehend hiervon, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein rohr- oder stabförmiges Verbundglaselement zu schaffen, das auf besonders dekorative Weise für rohr- oder stabförmige Produkte wie Geländer, Handläufe, Randbegrenzungen, Säulen oder ähnliche Produkte einsetzbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verbundglaselement mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und 9 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.

Bei dem Verbundglaselement gemäß Anspruch 1 sind in dem vom inneren Glasrohr umschlossenen Hohlraum mit einer elektrischen Spannungsquelle in Verbindung bringbare Leuchtelemente angeordnet. Durch diese Leuchtelemente, die vorzugsweise aus LED's bestehen, jedoch alternativ oder zusätzlich auch andere Leuchtmittel umfassen können, kann beim erfindungsgemäßen Verbundglaselement eine ganz spezielle, sehr dekorative Leuchtwirkung erzielt werden, wobei durch den mehrschichtigen, jedoch transparenten Aufbau des Verbundglaselements und den damit verbundenen Lichtreflexionen und -brechungen sehr reizvolle Lichtwirkungen erzielt werden können.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind im Hohlraum kristallartige Elemente angeordnet. Das von den Leuchtelementen abgesandte Licht wird hierdurch in einer für Kristalle charakteristischen, vielfältigen Weise gebrochen und reflektiert, wodurch die dekorative Wirkung, insbesondere bei Dämmerung und in der Nacht, nochmals erhöht werden kann.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Lichtelemente an einem Stab- oder Seilelement gehaltert, das innerhalb des Hohlraums angeordnet ist. Hierdurch lassen sich die Leuchtelemente auf besonders einfache und gleichmäßige Weise, insbesondere auch zentral längs der Längsachse des Verbundglaselements, oder um diese Längsachse herum, anordnen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform besteht das Stab- oder Seilelement aus einem die Glasrohre axial vorspannenden Spannelement. Eine derartige Vorspannung der Glasrohre erhöht, wie grundsätzlich bereits bekannt ist, nochmals die Festigkeit des Verbundglaselements, so dass dieses auf vielfältigste Weise auch dort eingesetzt werden kann, wo erhöhte Belastungen auftreten. Insbesondere ist es denkbar, derartige Verbundglaselemente für die Verwendung von Geländern, insbesondere für Handläufe bei Geländern, einzusetzen. Wo keine all zu hohen Belastungen auftreten, ist es auch denkbar, Geländerhandläufe aus erfindungsgemäßen Verbundglaselementen herzustellen, die keine derartigen Spannelemente aufweisen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform bestehen die Leuchtelemente aus LED's, wobei insbesondere LED-Bänder oder LED-Schläuche verwendet werden können. Hierdurch lässt sich auf relativ einfache und kostengünstige Weise eine effektvolle Beleuchtung der Verbundglaselemente erzielen. Die Beleuchtung erfolgt vorzugsweise über die gesamte Länge der Verbundglaselemente, kann jedoch abschnittsweise vorgesehen werden. LED-Bänder und LED-Schläuche haben weiterhin den Vorteil, dass sie auf einfache Weise an den gegebenenfalls vorhandenen Stab- oder Seilelementen befestigt oder – im Fall von LED-Schläuchen – auf diese aufgeschoben werden können.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist das äußere und innere Glasrohr stirnseitig durch mindestens ein Abschlussstück begrenzt, welches eine Kabeldurchführung aufweist, die sich vom Hohlraum zur Außenseite des Abschlussstücks erstreckt. Die Zuführung der Elektrokabel, über welche die Leuchtelemente mit Strom versorgt werden, erfolgt somit stirnseitig. Ist das Verbundglaselement mittels eines Stab- oder Seilelements vorgespannt, besteht das Abschlussstück zweckmäßigerweise aus einem Spannring, durch den das Spannelement hindurchgeführt ist und der ein Lager zum Spannen der Stab- oder Seilelemente darstellt.

Die Aufgabe wird weiterhin durch ein stabförmiges Verbundglaselement mit einem äußeren Glasrohr, einem inneren Glasstab sowie einer insbesondere aus Gießharz bestehenden Verbindungsschicht gelöst, welche das äußere Glasrohr mit dem inneren Glasstab verbindet, wobei das Verbundglaselement dadurch gekennzeichnet ist, dass an mindestens einer der beiden Stirnseiten des Glasstabs ein mit einer elektrischen Spannungsquelle in Verbindung bringbares Leuchtelement angeordnet ist, mit dem Licht in den Glasstab einleitbar ist. Der innere Glasstab wirkt damit als Lichtleiter, wodurch ebenfalls ein äußerst dekorativer Effekt erzielt werden kann.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:

1 : einen Querschnitt durch ein rohrförmiges Verbundglaselement gemäß der Erfindung,

2 : einen Längsschnitt durch einen Endabschnitt des Verbundglaselements von 1,

3 : eine verkürzte Seitenansicht des gesamten rohrförmigen Verbundglaselements,

4 : einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform der Erfindung in Form eines stabförmigen Verbundglaselements,

5 : eine verkürzte Seitenansicht des Verbundglaselements von 4, und

6 : einen Handlauf eines Geländers unter Verwendung des stabförmigen Verbundglaselements von 5.

Aus den 1 bis 3 ist ein rohrförmiges Verbundglaselement 1 mit einem äußeren Glasrohr 2 und einem inneren Glasrohr 3 ersichtlich. Beide Glasrohre 2, 3 sind zylinderförmig und haben, wie aus 1 ersichtlich, einen kreisringförmigen Querschnitt. Das innere Glasrohr 3, das koaxial im Inneren des äußeren Glasrohrs 2 angeordnet ist, weist einen geringfügig kleineren Außendurchmesser als der Innendurchmesser des äußeren Glasrohrs 2 auf und ist mit einer insbesondere aus Gießharz bestehenden, transparenten Verbindungsschicht 4 mit dem äußeren Glasrohr 2 fest verbunden.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist, wie aus 2 ersichtlich, das Verbundglaselement 1 in Axialrichtung mittels eines Stabelements 5 vorgespannt, das mittig in dem vom inneren Glasrohr 3 umgebenden Hohlraum 6 längs des Verbundglaselements 1 verläuft und an beiden Enden des Verbundglaselements 1 angeordnete Abschlussstücke 7 in der Form von stählernen Spannringen durchdringt. Die beiden Enden des Stabelements 5 durchdringen die Abschlussstücke 7 und weisen ein Außengewinde 8 auf, auf das eine Spannmutter 9 aufgeschraubt ist. In den radial äußeren Bereichen stützen sich die Abschlussstücke 7 an den Stirnseiten der beiden Glasrohre 2, 3 ab. Durch Aufschrauben der Spannmuttern 9 auf die Außengewinde 8 können somit die beiden gegenüberliegenden Abschlussstücke 7 zusammengezogen werden, so dass die Glasrohre 2, 3 axial auf Druck vorgespannt werden. Hierdurch kann die Festigkeit des Verbundglaselements 1 bedeutend erhöht werden.

Das Stabelement 5 dient darüber hinaus zur Halterung einer Mehrzahl von Leuchtelementen 10 in der Form von LED's. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Leuchtelemente 10 an einem schlauchartigen Träger befestigt, der das Stabelement 5 umgibt. Die Leuchtelemente 10 sind dabei über die gesamte Länge des Verbundglaselements 1 verteilt.

Die Leuchtelemente 10 werden über nicht näher dargestellte Elektroleitungen mit Strom versorgt und sind über ein ebenfalls nicht dargestelltes Kabel mit einer externen Spannungsquelle verbindbar. Das Elektrokabel wird durch eine Kabeldurchführung 11 hindurchgeführt, die sich durch zumindest eines der beiden Abschlussstücke 7 hindurch erstreckt und den Hohlraum 6 mit der äußeren Umgebung verbindet.

Die Leuchtelemente 10 müssen nicht in Form eines Schlauches vorliegen, sondern können auch in anderer Weise am Stabelement 5 gehaltert werden. Beispielsweise können LED-Bänder oder auch nur einzelne Elektroleitungen vorliegen, an denen die Leuchtelemente 10 befestigt sind. Anstelle des Stabelements 5 kann auch ein Seil verwendet werden, um die notwendige Zugspannung zwischen den beiden gegenüberliegenden Abschlussstücken 7 und damit die gewünschte axiale Vorspannung auf das Verbundglaselement 1 aufzubringen oder auch nur um als Halteorgan für die Leuchtelemente zu dienen. Weiterhin ist es auch möglich, auf Vorspann oder Halteelemente wie beispielsweise das Stabelement 5 vollkommen zu verzichten.

Wie aus den 1 und 2 ersichtlich, sind die Leuchtelemente 10 in radialer Richtung zur Innenumfangsfläche des inneren Glasrohrs 3 noch bedeutend beabstandet, so dass ein Freiraum vorhanden ist, in den spezielle, nicht dargestellte Materialien wie beispielsweise glasartige Kristallelemente oder Glasperlen eingefüllt werden können. Das durch die Leuchtelemente 10 ausgestrahlte Licht wird dann auf sehr dekorative Weise durch diese Kristallelemente oder Glasperlen gebrochen und reflektiert, bevor es durch das transparente Verbundglaselement 1 nach außen tritt.

Wie aus 2 ersichtlich, weisen die Abschlussstücke 7 einen umlaufenden, ringförmigen Steg 12 auf, der sich in Axialrichtung des Verbundglaselements 1 nach außen erstreckt und ein Außengewinde 13 aufweist. Auf dieses Außengewinde 13 ist ein Haltekopf 14 aufschraubbar, der zur Befestigung des Verbundglaselements 1 an umgebenden Teilen, beispielsweise an Auflage- oder Stützelementen für einen Geländerhandlauf, dient. Der Haltekopf 14 weist hierzu einen hohlzylinderförmigen Abschnitt 15 auf, dessen Außendurchmesser zumindest im Wesentlichen dem Außendurchmesser des Abschlussstücks 7 und des äußeren Glasrohrs 2 entspricht. Der hohlzylinderförmige Abschnitt 15 umschließt einen Hohlraum 16, der zur Aufnahme eines Trockenmittels dienen kann.

Vom hohlzylinderförmigen Abschnitt 15 erstreckt sich ein zentraler, stabförmiger Abschnitt 17 mit einem wesentlich geringeren Außendurchmesser in Axialrichtung nach außen. Dieser stabförmige Abschnitt 17 kann beispielsweise in einem kugelförmigen Endabschnitt 18 enden. Der stabförmige Abschnitt 17 dient zur Auflage des Verbundglaselements 1 an den nicht dargestellten, bereits erwähnten Stütz- oder Auflagerelementen, an denen das Verbundglaselement 1 befestigt werden soll. Weiterhin weist der Haltekopf 14 eine axiale Kabeldurchführung 19 auf.

Anhand der 4 bis 6 wird im Folgenden ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen wie beim ersten Ausführungsbeispiel versehen. Das stabförmige Verbundglaselement 1' weist ein äußeres Glasrohr 2 auf, das einen inneren Glasstab 3' umgibt, welcher mittels einer insbesondere aus einem transparenten Gießharz bestehenden Verbindungsschicht 4 am Glasrohr 2 befestigt ist. Hierdurch wird somit ein massiver Glasstab ohne Hohlraum geschaffen. Bei dieser Ausführungsform ist, wie aus 6 ersichtlich, ein Leuchtelement 10 stirnseitig derart am Verbundglaselement 1' angeordnet, dass das vom Leuchtelement 10 ausgesandte Licht stirnseitig in den Glasstab 3' eintreten kann. Der Glasstab 3' leitet in diesem Fall in ähnlicher Weise, wie dies bei der Glasfaser-Lichtleittechnik der Fall ist, das Licht axial durch das Verbundglaselement 1' hindurch, wodurch das Verbundglaselement 1' als ein von innen heraus leuchtendes Stabobjekt wirkt.

Das stabförmige Verbundglaselement 1' kann, wie aus 6 ersichtlich, besonders vorteilhaft für einen Handlauf eines Geländers eingesetzt werden. Hierbei können mehrere gerade oder auch gebogene Verbundglaselemente 1' mittels hülsenförmiger Muffen 20, insbesondere Metallmuffen, aneinander gefügt werden. Die Muffen 20 weisen an ihrer Innenumfangsfläche radial nach innen vorstehende Stege 21 auf, welche als Anschläge für die Stirnflächen der Verbundglaselemente 1' dienen. Weiterhin können diese Muffen 20, wie aus der vergrößerten Einzeldarstellung in 6 ersichtlich, auch zur Aufnahme und Halterung des Leuchtelements 10 dienen.

Es ist zu beachten, dass nicht nur das stabförmige Verbundglaselement 1' der 4 und 5 für Handläufe, wie in 6 dargestellt, verwendet werden kann, sondern auch die anhand der 1 bis 3 beschriebenen rohrförmigen Verbundglaselemente 1.


Anspruch[de]
Rohr- oder stabförmiges Verbundglaselement mit einem äußeren Glasrohr (2), einem inneren Glasrohr (3) sowie einer insbesondere aus Gießharz bestehenden Verbindungsschicht (4), welche das äußere Glasrohr (2) und das innere Glasrohr (3) verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass in dem vom inneren Glasrohr (3) umschlossenen Hohlraum (6) mit einer elektrischen Spannungsquelle in Verbindung bringbare Leuchtelemente (10) angeordnet sind. Verbundglaselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Hohlraum (6) kristallförmige Füllelemente angeordnet sind. Verbundglaselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtelemente (10) an einem Stab- oder Seilelement (5) gehaltert sind, das innerhalb des Hohlraums (6) angeordnet ist. Verbundglaselement nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stab- oder Seilelement (5) aus einem die Glasrohre (2, 3) axial vorspannenden Vorspannelement besteht. Verbundglaselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtelemente (10) aus LED's bestehen. Verbundglaselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtelemente (10) aus LED-Bändern bestehen. Verbundglaselement nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtelemente (10) aus LED-Schläuchen bestehen, welche die Stab- oder Seilelemente (5) umgeben. Verbundglaselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere und innere Glasrohr (2, 3) stirnseitig durch mindestens ein Abschlussstück (7) begrenzt sind, welches eine Kabeldurchführung (11) aufweist, die sich vom Hohlraum (6) zur Außenseite des Abschlussstücks (7) erstreckt. Rohr- oder stabförmiges Verbundglaselement mit einem äußeren Rohr (2), einem inneren Glasstab (3') sowie einer insbesondere aus Gießharz bestehenden Verbindungsschicht (4), welche das äußere Glasrohr (2) und den inneren Glasstab (3') verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer der beiden Stirnseiten des Glasstabs (3') ein mit einer elektrischen Spannungsquelle in Verbindung bringbares Leuchtelement (10) angeordnet ist, mit dem Licht in den Glasstab (3') einleitbar ist. Handlauf für ein Geländer, umfassend mindestens ein Verbundglaselement (1, 1') nach einem der vorhergehenden Ansprüche.






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