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Dokumentenidentifikation DE60033253T2 25.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001092684
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Reinigungslösungen
Anmelder KOMORI CORPORATION, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Shinoda, Nobuyoshi, Higashikatsushika, Chiba, JP
Vertreter Uexküll & Stolberg, 22607 Hamburg
DE-Aktenzeichen 60033253
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.10.2000
EP-Aktenzeichen 001213800
EP-Offenlegungsdatum 18.04.2001
EP date of grant 07.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.10.2007
IPC-Hauptklasse C02F 9/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C02F 9/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Behandlung einer Reinigungslösung, die zum Reinigen einer Reinigungswalze benutzt wird, die zum Abwischen von Farbe verwendet wird.

Eine Reinigungswalze zum Abwischen von überschüssiger Farbe, die an Tiefdruckplatten anhaftet, die um einen Tiefdruckzylinder einer Tiefdruckmaschine angeordnet sind, ist teilweise in eine Reinigungslösung eingetaucht, die in einem Reinigungslösungstank enthalten ist, so dass die Farbe, die an dem eingetauchten Bereich anhaftet, in die Lösung dispergiert; und der Vorgang zum Entfernen überschüssiger Farbe von dem Tiefdruckzylinder kann fortgesetzt werden. Wenn eine solche Reinigungslösung, die dispergierte Farbe enthält, entsorgt wird, ohne irgendeine Behandlung zu erfahren, kann durch diese Lösung Umweltprobleme verursacht werden. Daher wurde bereits eine Vielfalt von Maßnahmen für die Behandlung einer solchen gebrauchten Reinigungslösung vorgeschlagen, um ein Recycling der Lösung zu ermöglichen.

Die japanische offengelegte Patentanmeldung (kokai) Nr. 10-85789 offenbart beispielsweise ein Verfahren für die Behandlung einer gebrauchten Reinigungslösung. Bei dem Verfahren wird eine gebrauchte Reinigungslösung in eine transparente Lösung und eine Restlösung unter Verwendung einer Ultrafiltrationsmembran (UF-Membran) getrennt, und die transparente Lösung wird als ein Ausgangsmaterial für eine Reinigungslösung rückgeführt; ein Flockenbildungsmittel (ein Alkalisalz) wird der Restlösung zwecks Ausflockung der Farbkomponenten zugefügt; die resultierende Lösung wird einer Filtration ausgesetzt, um dadurch ein festes Produkt und ein Filtrat zu erzeugen; das feste Produkt wird als Abfall entsorgt, und das Filtrat wird neutralisiert und dann in destilliertes Wasser und eine konzentrierte Salzlösung durch Destillation getrennt; und das destillierte Wasser wird als Ausgangsmaterial der Reinigungslösung rückgeführt, und ein Teil der konzentrierten Salzlösung wird als Flockenbildungsmittel rückgeführt.

Das in der offengelegten japanischen Patentanmeldung (kokai) Nr. 10-85789 offenbarte Verfahren hat jedoch die folgenden Nachteile:

  • (1) da eine Reinigungslösung, die in die Form von Schlamm konzentriert ist, einer Filtration unter Verwendung einer UF-Membran ausgesetzt ist, neigen die Poren der Membran dazu, durch den Schlamm verstopft zu werden, und daher muss die Membran häufig ausgetauscht werden, was zu einem arbeitsintensiven Vorgang führt; und
  • (2) Lösungen, die auf verschiedenen Wegen behandelt werden, um verschiedene Zustände einzunehmen – eine transparente Lösung, die durch Filtration unter Verwendung einer UF-Membran erhalten wird, destilliertes Wasser, etc. – werden als Ausgangsmaterialien für eine Reinigungslösung verwendet, und es ist daher schwierig, eine Reinigungslösung mit konsistenten Eigenschaften herzustellen.

Die US-A-5,855,787 offenbart einen Prozess zur Herstellung einer frischen Reinigungslösung für Tiefdruckmaschinen, bei dem gebrauchte Reinigungslösung zuerst einer Ultrafiltration und dann einer Ausflockung unterworfen wird. Dieser Prozess ist jedoch langwierig und mühsam, da dann, wenn eine Reinigungslösung, die konzentriert wurde und schlammähnliche Eigenschaften bekommen hat, durch eine UF-Membran gefiltert wird, die Membran sehr leicht verstopft, was ein häufiges Austauschen der Membranen erforderlich macht.

Hinsichtlich der vorstehenden Anmerkungen ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung für die Behandlung einer Reinigungslösung zur Verfügung zu stellen, wodurch die Behandlung einer gebrauchten Reinigungslösung erleichtert und die Herstellung einer Reinigungslösung mit konsistenten Eigenschaften ermöglicht wird.

Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach Anspruch 1 sowie eine Vorrichtung nach Anspruch 2.

Um die oben genannten Probleme zu lösen, stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Behandlung einer Reinigungslösung zur Verfügung, mit: Zusetzen eines Flockenbildungsmittels zu einer gebrauchten Reinigungslösung, um das Ausflocken von Farbe zu bewirken, die in der gebrauchten Reinigungslösung enthalten ist; Filtern der gebrauchten Reinigungslösung, um die gebrauchte Reinigungslösung in Schlamm und ein Filtrat zu trennen; Erwärmen des Filtrats, um destilliertes Wasser und eine konzentrierte Lösung zu erzeugen; Zurückführen des destillierten Wassers zwecks Rückführen, um als ein Ausgangsmaterial für eine Reinigungslösung zu dienen; und Erwärmen der konzentrierten Lösung, um die konzentrierte Lösung in Dampf und feste Reststoffe zu trennen.

Um die vorstehend angeführten Probleme zu lösen, stellt die vorliegende Erfindung auch eine Vorrichtung für die Behandlung einer Reinigungslösung zur Verfügung, mit: einem Farb-Ausflockungsmittel zum Ausflocken von Farbe, die in einer gebrauchten Reinigungslösung enthalten ist, durch Zusetzen eines Flockenbildungsmittels zu der gebrauchten Reinigungslösung; einem Feststoff/Flüssigkeit-Trennmittel zum Trennen der gebrauchten Reinigungslösung, die die Farbe enthält, die durch das Farb-Ausflockungsmittel ausgeflockt ist, in Schlamm und ein Filtrat, und zwar durch Filtration der gebrauchten Reinigungslösung; einem Produktionsmittel für destilliertes Wasser zum Erzeugen von destilliertem Wasser und einer konzentrierten Lösung, und zwar durch Erwärmen des Filtrats, das durch das Feststoff/Flüssigkeit-Trennmittel getrennt wurde; Wasserrückführmitteln zum Rückführen des destillierten Wassers, das durch das Produktionsmittel für destilliertes Wasser erzeugt wurde, als ein Ausgangsmaterial einer Reinigungslösung; und einem Nachbehandlungsmittel zum Trennen der konzentrierten Lösung in Dampf und einen festen Reststoff, und zwar durch Erwärmen der konzentrierten Lösung, die durch das Produktionsmittel für destilliertes Wasser erzeugt wird.

1 ist eine schematische Darstellung, die eine Ausführungsform der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung zur Behandlung einer Reinigungslösung zeigt; und

2 ist ein Mengen-balanciertes Flussdiagramm von einem Beispiel des Verfahrens der vorliegenden Erfindung zur Behandlung einer Reinigungslösung.

Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens und der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung zur Behandlung einer Reinigungslösung wird nun unter Bezugnahme auf 1beschrieben. 1 ist eine schematische Darstellung, die die Vorrichtung zur Behandlung einer Reinigungslösung zeigt.

Wie in 1 gezeigt, ist eine Reinigungswalze 11, die gegen einen Tiefdruckzylinder 100 einer Tiefdruckmaschine anliegt, in eine Reinigungslösung 1 in einem Reinigungslösungstank 12 eingetaucht. Die Reinigungslösung 1 enthält Wasser 2 und ein Tensid 3, das vorwiegend Natriumhydroxyd (NaOH) und Türkischrotöl (S.C.O.) enthält, um so die Dispersion von Farbe in die Lösung entsprechend der Zusammensetzung oder Menge an Farbe zu erleichtern.

Der Reinigungslösungstank 12 ist mit einem Einlassanschluss von einer Einstell-/Zirkulationsvorrichtung 13 verbunden. Ein Auslassanschluss der Einstell-/Zirkulationsvorrichtung 13 ist mit dem Reinigungslösungstank 12 verbunden. Ein Zuführanschluss der Einstell-/Zirkulationsvorrichtung 13 ist über eine Speisepumpe 14 mit einem Produktionstank 15 verbunden, in dem das Wasser 2 und das Tensid 3 mit einem vorbestimmten Verhältnis gemischt und verrührt werden, um dadurch die Reinigungslösung 1 zu erzeugen. Ein Auslassanschluss der Einstell-/Zirkulationsvorrichtung 13 ist mit einem Tank 16 für gebrauchte Lösung verbunden.

Durch die Einstell-/Zirkulationsvorrichtung 13 wird die Temperatur der Reinigungslösung 1 aufrecht erhalten, die von dem Reinigungslösungstank 12 zugeführt wird, und zwar bei 45–55°C, und die Menge der Lösung 1 und die Konzentration von einem Reinigungsmittel oder von Farbkomponenten gemessen, die in der Lösung 1 enthalten sind. Wenn die Menge an Reinigungslösung 1 in der Vorrichtung 13 nicht ausreichend ist, wird die Speisepumpe 14 betrieben, und dann wird eine frische Reinigungslösung 1 von dem Produktionstank 15 zu der Vorrichtung 13 geleitet. Wenn die Menge einer Reinigungsmittelkomponente in der Reinigungslösung 1 klein ist oder wenn die Menge an Farbkomponenten in der Lösung 1 groß ist, dann wird die gebrauchte Reinigungslösung 1, die in der Vorrichtung 13 zirkuliert, zu dem Tank 16 für gebrauchte Lösung geleitet, und eine frische Reinigungslösung 1 wird von dem Produktionstank 15 zu der Vorrichtung 13 geleitet.

Der Tank 16 für gebrauchte Lösung ist über eine Speisepumpe 17 mit einem ersten Ausflockungstank 18 verbunden, in den ein erstes Flockenbildungsmittel 4a eingeleitet wird, wie zum Beispiel Calciumchlorid (CaCl2). Der erste Ausflockungstank 18 ist mit einem zweiten Ausflockungstank 19 verbunden, in den ein zweites Flockenbildungsmittel 4d geleitet wird, wie zum Beispiel Eisenchlorid (FeCl3). Der zweite Ausflockungstank 19 ist mit einem dritten Ausflockungstank 20 verbunden, in den ein Filtrationsbeschleuniger 4c geleitet wird. Der dritte Ausflockungstank 20 ist über eine Speisepumpe 21 mit einem Tank 22 für ausgeflockte Lösung verbunden. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel bilden die so beschriebenen Speisepumpen 17 und 21, der erste bis dritte Ausflockungstank 1820 und der Tank 22 für ausgeflockte Lösung das Farb-Ausflockungsmittel.

Der Tank 22 für ausgeflockte Lösung ist über eine Speisepumpe 23 mit einem Entwässerungsfilter 24 vom Druck-Typ oder Vakuum-Typ verbunden, der verwendet wird, um die Reinigungslösung 1 zu trennen, die eine Ausflockungsbehandlung in Schlamm 5 und ein Filtrat 6 durchlaufen hat. Ein Filtrat-Auslassanschluss des Entwässerungsfilters 24 ist mit einem Filtrattank 25 verbunden. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel bilden die so beschriebene Speisepumpe 23, der Entwässerungsfilter 24 und der Filtrattank 25 das Feststoff/Flüssigkeit-Trennmittel.

Der Filtrattank 25 ist über eine Speisepumpe 26 mit einem Kondensator (Verdampfer) 27 verbunden. In dem Kondensator 27 wird das Filtrat 6, das von dem Filtrattank 25 zugeführt wird, auf ein Wärmetauscherrohr gesprüht, durch das ein Heizmedium strömt, und wird dann verdampft und gekühlt, um dadurch destilliertes Wasser 7 zu erzeugen. Ein nicht verdampfter Rest wird wiederholt auf das Wärmetauscherrohr gesprüht, um dadurch eine konzentrierte Lösung (Salzlösung) 8 zu erzeugen. Ein Auslassanschluss des Kondensators 27 für destilliertes Wasser ist mit einem Tank 28 für destilliertes Wasser verbunden. Ein Auslassanschluss für konzentrierte Lösung ist mit einem Tank 29 für konzentrierte Lösung verbunden. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel beinhaltet das Produktionsmittel für destilliertes Wasser die so beschriebene Speisepumpe 26, den Kondensator 27, den Tank 28 für destilliertes Wasser und den Tank 29 für konzentrierte Lösung.

Der Tank 28 für destilliertes Wasser ist über eine Speisepumpe 30 mit dem Produktionstank 15 verbunden. Der Tank 29 für konzentrierte Lösung ist über eine Speisepumpe 31 mit einem Trockner (Trommeltrockner) 32 verbunden. In dem Trockner 32 wird die konzentrierte Lösung 8, die von dem Tank 29 für konzentrierte Lösung zugeführt wird, durch einen Sprüher 32b auf die Oberfläche einer Trommel 32a geblasen, deren Innenseite durch Dampf erhitzt wird, um dadurch eine flüssige Komponente zu verdampfen und Dampf 9 durch einen Abgasventilator 32d auszustoßen. Ein festes Salz 10, ein fester Reststoff, das an der Oberfläche der Trommel 32a anhaften, wird durch Verwendung eines Schabers 32c von der Oberfläche abgekratzt und weiterverwertet. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel beinhaltet das Wasserrückführmittel die Speisepumpe 30, und das Nachbehandlungsmittel beinhaltet die Speisepumpe 31 und den Trockner 32.

Das Verfahren zur Behandlung einer Reinigungslösung, bei dem die vorstehend beschriebene Vorrichtung verwendet wird, wird nun beschrieben.

Überschüssige Farbe, die an einer Tiefdruckplatte an dem Tiefdruckzylinder 100 anhaftet, wird durch die Reinigungswalze 11 abgewischt und dann in die Reinigungslösung 1 in dem Reinigungslösungstank 12 dispergiert. Die Reinigungslösung 1 in dem Reinigungslösungstank 12, die die dispergierte Farbe enthält, wird zu der Einstell-/Zirkulationsvorrichtung 13 geleitet. In der Vorrichtung 13 wird die Lösung bei einer konstanten Temperatur gehalten, und die Menge an Lösungsmittel sowie die Konzentrationen des Tensids 3 und der Farbkomponenten werden gemessen. Wenn die Menge an Reinigungslösung in dem Reinigungslösungstank 12 klein ist, wird die Speisepumpe 14 betätigt, und eine frische Reinigungslösung 1 in dem Produktionstank 15 wird zwecks Wiederauffüllung zur Vorrichtung 13 geleitet. Wenn die Konzentration des Tensids 3 in der Reinigungslösung 1 gering ist oder wenn die Menge an Farbkomponenten, die sich in der Lösung 1 befinden, groß ist, wird die Reinigungslösung 1 in dem Reinigungslösungstank 12 in den Tank für gebrauchte Lösung 16 geleitet, und eine frische Reinigungslösung 1 wird von dem Produktionstank 15 zu der Vorrichtung 13 geliefert, so dass die Konzentrationen des Tensids 3 sowie der Farbkomponenten, die in der Reinigungslösung in dem Tank 12 enthalten sind, in einen vorbestimmten Bereich fallen.

Die Reinigungslösung 1, die zu dem Tank 16 für gebrauchte Lösung geleitet wird, wird durch die Speisepumpe 17 von dem Tank 16 zu dem ersten Ausflockungstank 18 geleitet, und ein erstes Flockenbildungsmittel 4a, wie zum Beispiel Calciumchlorid (CaCl2) wird diesem beigemengt. Anschließend wird die resultierende Lösung zu dem zweiten Ausflockungstank 19 geleitet, und ein zweites Flockenbildungsmittel 4b, wie zum Beispiel Eisenchlorid (FeCl3) wird beigemengt. Anschließend wird die gemischte Lösung zu dem dritten Ausflockungstank 20 geleitet, und ein Filtrationsbeschleuniger 4c wird der Lösung beigemengt, und dann wird die Lösung über die Speisepumpe 23 zu dem Tank 22 für ausgeflockte Lösung geleitet. Durch die obige Prozedur werden die Farbkomponenten, die in der Reinigungslösung 1 enthalten sind, ausgeflockt. Es sei angemerkt, dass der Filtrationsbeschleuniger 4c der Reinigungslösung 1 beigemengt wird, wenn eine ölige Substanz, die schwer zu filtern ist, bei der Flockenbildung durch Beimengung der Flockenbildungsmittel 4a und 4b erzeugt wird. Ob der Filtrationsbeschleuniger beigemengt wird oder nicht, oder die Menge des beigemengten Beschleunigers, wird gemäß dem Typ von Farbe bestimmt, die in der Lösung 1 enthalten ist.

Die Reinigungslösung 1, die die Ausflockungsbehandlung durchlaufen hat, wird durch die Speisepumpe 23 vom Tank 22 für ausgeflockte Lösung zum Entwässerungsfilter 24 geleitet und dann in den Schlamm 5 und das Filtrat 6 getrennt. Der Schlamm 5 wird in Fässer oder ähnliche Behälter geladen und dann entsorgt. Das Filtrat 6 wird in den Filtrattank 25 geleitet und dann über die Speisepumpe 26 zum Kondensator 27 geleitet.

Das zu dem Kondensator 27 geleitete Filtrat 6 wird auf das Wärmetauscherrohr gesprüht, durch das ein Heizmedium strömt, und dann verdampft und abgekühlt. Das resultierende Wasser wird als das destillierte Wasser 7 zurückgewonnen (Rückgewinnungsverhältnis: etwa 80%). Der nicht verdampfte Rest wird wiederholt auf das Wärmetauscherrohr gesprüht, um dadurch eine konzentrierte Lösung (Salzlösung) 8 zu erzeugen.

Das so erzeugte destillierte Wasser 7 wird temporär in dem Tank 28 für destilliertes Wasser gespeichert und dann, falls erforderlich, über die Speisepumpe 30 zum Produktionstank 15 geleitet. Das destillierte Wasser 7 wird als Ausgangsmaterial für eine frische Reinigungslösung 1 verwendet, nachdem es mit Wasser 2 und dem Tensid 3 vermischt und in dem Produktionstank verrührt ist. Die konzentrierte Lösung 8 wird zum Tank 29 für konzentrierte Lösung geleitet und dann durch die Speisepumpe 31 zum Trockner 32 geleitet.

Die konzentrierte Lösung 8, die zum Trockner 32 geleitet wird, wird durch den Sprüher 32b auf die Oberfläche der Trommel 32 geblasen, dessen Innenseite durch Dampf erhitzt wird. Auf der Oberfläche der Trommel werden flüssige Komponenten verdampft, und der Dampf 9 wird durch den Abgasventilator 32b ausgestoßen. Die Komponenten des Dampfes 9 sind ähnlich jenen des Abgases aus einem Meerwasserverdampfungssystem, und dadurch hat das System kaum schädliche Einflüsse auf die Umwelt. Das übrige feste Salz 10, das an der Oberfläche der Trommel 32 anhaftet, wird durch Verwendung eines Schabers 32c abgekratzt und dann in Fässer oder ähnliche Behälter rückgeführt.

Daher ist die gebrauchte Reinigungslösung 1 nach Ausflockung der Farbkomponenten Gegenstand von Filtration, und das resultierende Filtrat wird erhitzt und verdampft, um dadurch destilliertes Wasser 7 zu erzeugen. Nur das destillierte Wasser wird als Ausgangsmaterial der frischen Reinigungslösung 1 rückgeführt.

Daher findet in dem Entwässerungsfilter 24 kein Verstopfen statt, und eine Reinigungslösung mit konsistenten Eigenschaften kann auf einfache Weise in dem Produktionstank 15 hergestellt werden.

Folglich kann die gebrauchte Reinigungslösung 1 auf einfache Weise behandelt werden, und auch dann, wenn das in der gebrauchten Reinigungslösung enthaltene Wasser rückgeführt wird, kann auf einfache Weise eine Reinigungslösung mit konsistenten Eigenschaften hergestellt werden.

Das Verfahren und die Vorrichtung zur Behandlung einer Reinigungslösung gemäß der vorliegenden Erfindung werden anschließend anhand eines Beispiels unter Bezugnahme auf 2 beschrieben. 2 ist ein Mengen-balanciertes Flussdiagramm von dem Verfahren zur Behandlung einer Reinigungslösung gemäß dem Beispiel der vorliegenden Erfindung.

Wenn, wie in 2 gezeigt, vier Tiefdruckpressen verwendet werden, dann wird in einer Reinigungslösung Farbe in einer Menge von 2400 kg/Tag dispergiert. Wenn eine Reinigungslösung in einer Menge von 21600 kg/Tag verwendet wird, dann beträgt die Konzentration von Farbe, die in der Reinigungslösung enthalten ist, 10 Gewichtsprozent, und die Menge an gebrauchter Reinigungslösung beträgt 24000 kg/Tag.

Ein Flockenbildungsmittel wird der benutzten Reinigungslösung beigemengt, um die Farbe auszuflocken, und dann wird die resultierende Lösung einer Filtration und Separation in Schlamm (Wassergehalt: 50%) (4800 kg/Tag) und Filtrat (Salzgehalt: 2%) (19200 kg/Tag) unterworfen. Das Filtrat wird auf 1/10 konzentriert, um dadurch destilliertes Wasser (17280 kg/Tag) und eine konzentrierte Lösung (Salzgehalt: 20%) (1920 kg/Tag) zu erzeugen.

Wenn die Prozentanteile von Natriumhydroxid und Türkischrotöl in einer frischen Reinigungslösung auf 0,8 Gewichtsprozent eingestellt sind und das zuvor produzierte destillierte Wasser als ein Ausgangsmaterial der Reinigungslösung rückgeführt wird, dann betragen die Mengen an Natriumhydroxid (30% wässrige Lösung) und Türkischrotöl (50% wässrige Lösung), die zur Herstellung der Reinigungslösung verwendet werden, 576 kg/Tag bzw. 346 kg/Tag. In diesem Fall beträgt die Menge an verwendetem Wasser für die Wiederauffüllung 3398 kg/Tag. Daher kann Wasser mit einem Rückgewinnungsverhältnis von 80% zurückgeführt werden.

Wenn die konzentrierte Lösung durch Erwärmung getrocknet wird, dann wird Dampf (1440 kg/Tag) und festes Salz (480 kg/Tag) erzeugt. Folglich beträgt die Menge an Abfall, der den Schlamm und das feste Salz enthält, 5280 kg/Tag; d.h. die Menge an Abfall kann reduziert werden.

Bei dem Verfahren und der Vorrichtung zur Behandlung einer Reinigungslösung gemäß der vorliegenden Erfindung wird die benutzte Reinigungslösung einer Filtration nach Ausflockung der Farbkomponenten, die in der Lösung enthalten sind, unterzogen; das resultierende Filtrat wird erhitzt und verdampft, um dadurch destilliertes Wasser zu erzeugen; und nur das destillierte Wasser wird als ein Ausgangsmaterial für eine frische Reinigungslösung rückgeführt. Daher findet während der Filtration kein Verstopfen statt, und eine Reinigungslösung mit konsistenten Eigenschaften kann auf einfache Weise hergestellt werden. Daher kann die benutzte Reinigungslösung auf einfache Weise behandelt werden, und auch wenn das in der benutzten Reinigungslösung enthaltene Wasser rückgeführt wird, kann eine Reinigungslösung mit konsistenten Eigenschaften auf einfache Weise hergestellt werden


Anspruch[de]
Verfahren zur Behandlung einer Reinigungslösung, gekennzeichnet durch:

Zusetzen eines Flockenbildungsmittels (4a, 4b) zu einer gebrauchten Reinigungslösung (1), die durch ein Waschreinigungseinrichtung (11) aus einer Reinigungslösung erzeugt worden ist und die keiner Ultrafiltration unterzogen wurde, um dadurch das Ausflocken von Farbe zu bewirken, die in der gebrauchten Reinigungslösung enthalten ist;

Filtern der gebrauchten Reinigungslösung mit der ausgeflockten Farbe zur Trennung der gebrauchten Reinigungslösung in Schlamm (5) und ein Filtrat (6);

Erwärmen des Filtrats zur Erzeugung von destilliertem Wasser (7) und einer konzentrierten Lösung (8);

Zurückführen von lediglich dem destillierten Wasser von allen Bestandteilen, die in der gebrauchten Reinigungslösung enthalten sind, für ein Rückführen, um als Ausgangsmaterial für eine Reinigungslösung zu dienen und um dadurch eine frische Reinigungslösung zu erzeugen, die beim Waschen in dem Reinigungseinrichtung (11) verwendbar ist; und Zuführen der konzentrierten Lösung (8) auf eine

Heiztrommel (32a) und Erwärmen der konzentrierten Lösung, um dadurch Dampf (9) durch Verdampfen der Flüssigkeitsbestandteile zu erzeugen, die in der konzentrierten Lösung enthalten sind, und um gleichzeitig zuzulassen, dass feste Reststoffe, die in der konzentrierten Lösung enthalten sind, auf einer Oberfläche der Heiztrommel (32a) abgelagert werden, um die konzentrierte Lösung in Dampf (9) und einen festen Reststoff zu trennen.
Vorrichtung zur Behandlung einer Reinigungslösung, gekennzeichnet durch:

mindestens einen Ausflockungstank (18, 19) für ausflockende Farbe, die in einer gebrauchten Reinigungslösung (1) enthalten ist, durch den Zusatz eines Ausflockungsmittels (4a, 4b) zu der gebrauchten Reinigungslösung, wobei die Reinigungslösung (1) keiner Ultrafiltration unterworfen wurde;

ein Entwässerungsfilter (24) zum Trennen in Schlamm (5) und ein Filtrat (6) der gebrauchten Reinigungslösung, die den Farbstoff enthält, der von dem Ausflockungstank durch Filtration der gebrauchten Reinigungslösung flockig gemacht wurde;

einen Kondensator (27) zum Erzeugen von destilliertem Wasser (7) und einer konzentrierten Lösung (8) durch Erwärmen des Filtrats, das von dem Entwässerungsfilter (24) separiert worden ist;

Wasserrückführmittel zum Rückführen von lediglich dem destilliertem Wasser von allen Bestandteilen, die in der gebrauchten Reinigungslösung enthalten sind, welche von dem Erzeugungsmittel für destilliertes Wasser als Ausgangsstoff einer Reinigungslösung erzeugt wird; und

eine Heiztrommel (32a) zum Trennen der konzentrierten Lösung in Dampf (9) und einen festen Reststoff durch Erwärmen der konzentrierten Lösung, die von dem Kondensator (27) erzeugt wird.
Vorrichtung zur Behandlung einer Reinigungslösung nach Anspruch 2, ferner mit:

einem Reinigungslösungstank (12) zum Aufnehmen der Reinigungslösung (1) für das Waschen der Reinigungseinrichtung (11);

einer Einstell-/Zirkulationsvorrichtung (13), die an den Reinigungslösungstank (12) angeschlossen ist, um die Reinigungslösung aufzunehmen, die von dem Reinigungstank (12) übertragen wird, und um die Reinigungslösung zu dem Reinigungstank (12) zu leiten, um dadurch die Reinigungslösung umzuwälzen;

einen Tank (16) für gebrauchte Lösung, der an die Einstellungs-/Zirkulationsvorrichtung (13) angeschlossen und so gestaltet ist, dass er die davon zugeführte Reinigungslösung aufnimmt; und

eine Speisepumpe (17) zum Einspeisen der Reinigungslösung, die in dem Tank (16) für gebrauchte Lösung enthalten ist, in den Ausflockungstank;

wodurch die gebrauchte Reinigungslösung, die in dem Reinigungslösungstank enthalten ist, in den Ausflockungstank gespeist wird.
Vorrichtung zur Behandlung einer Reinigungslösung nach Anspruch 2 oder 3, wobei der Ausflockungstank aufweist:

einen ersten Ausflockungstank (18), in den ein erstes Ausflockungsmittel (4a) eingespeist wird;

einen zweiten Ausflockungstank (19), in den ein zweites Ausflockungsmittel (4b) eingespeist wird, wobei der zweite Ausflockungstank (19) an den ersten Ausflockungstank (18) angeschlossen ist;

einen dritten Ausflockungstank (20), dem ein Filtrationsbeschleuniger (4c) zugeführt wird, wobei der dritte Ausflockungstank (20) an den zweiten Ausflockungstank (18) angeschlossen ist.
Vorrichtung zur Behandlung einer Reinigungslösung nach Anspruch 4, ferner mit:

einem Tank (22) für ausgeflockte Lösung, der an den dritten Ausflockungstank (20) angeschlossen ist und der so gestaltet ist, dass er die gebrauchte Reinigungslösung mit der ausgeflockten Farbe aufnimmt;

einer Speisepumpe (21) zum Einspeisen der gebrauchten Reinigungslösung aus dem dritten Ausflockungstank (20) in den Tank (22) für ausgeflockte Lösung;

eine Speisepumpe (23) zum Einspeisen der gebrauchten Reinigungslösung von dem Tank (22) für ausgeflockte Lösung in das Entwässerungsfilter (24);

einen Filtrattank (25) zum Aufnehmen des Filtrats, das durch das Entwässerungsfilter (24) separiert worden ist; und

eine Speisepumpe (26) zum Einleiten des Filtrats aus dem Filtrationstank in den Kondensator (27).
Vorrichtung zur Behandlung einer Reinigungslösung nach Anspruch 5, ferner mit:

einem Tank (28) für destilliertes Wasser, der an den Kondensator (27) angeschlossen und der so gestaltet ist, dass er das destillierte Wasser aufnimmt, das durch den Kondensator (27) separiert worden ist;

einen Produktionstank (15), der an die Einstell-/Zirkulationsvorrichtung (13) angeschlossen ist, um die frische Reinigungslösung zu erzeugen; und

eine Speisepumpe (14) zum Einspeisen der frischen Reinigungslösung, die in dem Produktionstank (15) erzeugt wurde, zu der Einstell-/Zirkulationsvorrichtung (13);

wodurch aufgrund der Tatsache, dass das Wasserrückführmittel eine Speisepumpe (30) zum Einspeisen des destillierten Wassers ist, das in dem Tank für destilliertes Wasser enthalten ist, lediglich das destillierte Wasser von allen Bestandteilen die in der gebrauchten Reinigungslösung enthalten ist, einem Recycling als Ausgangsmaterial für die Erzeugung einer frischen Reinigungslösung in den Produktionstank unterworfen wird.
Vorrichtung zur Behandlung einer Reinigungslösung nach Anspruch 5 oder 6, wobei

der Trockner eine Heiztrommel (32a) umfasst;

und die Vorrichtung ferner aufweist:

einen Tank (29) für konzentrierte Lösung, der an den Kondensator angeschlossen und der so gestaltet ist, dass er die in dem Kondensator (27) abgetrennte konzentrierte Lösung aufnimmt;

einen Sprüher (32b), der an einem Konzentrationstank angeschlossen und der so gestaltet ist, dass er die konzentrierte Lösung auf die Trommeloberfläche der Heiztrommel (32a) sprüht;

eine Speisepumpe (31) zum Einspeisen der konzentrierten Lösung, die in dem Tank (29) für konzentrierte Lösung enthalten ist, zu dem Sprüher (32b);

einen Abgasventilator (32d) zum Ausstoßen des Dampfs, der von der Heiztrommel (32a) erzeugt worden ist; und

einen Schaber (32d) zum Entfernen des festen Restes, der auf der Oberfläche der Heiztrommel (32a) abgelagert ist, durch Abkratzen.






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