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Dokumentenidentifikation DE60126839T2 25.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001395486
Titel SCHIFFSANTRIEBSANORDNUNG UND -VERFAHREN
Anmelder ABB Oy, Helsinki, FI
Erfinder YLITALO, Jari, FIN-01520 Vantaa, FI
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 60126839
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.06.2001
EP-Aktenzeichen 019453679
WO-Anmeldetag 14.06.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/FI01/00565
WO-Veröffentlichungsnummer 2002102659
WO-Veröffentlichungsdatum 27.12.2002
EP-Offenlegungsdatum 10.03.2004
EP date of grant 21.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.10.2007
IPC-Hauptklasse B63H 21/17(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B63H 5/125(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung einer solchen Schiffsantriebs- und/oder Steuereinheit, die zumindest teilweise von Wasser umgeben ist, die einen Elektromotor in einer im Wesentlichen versiegelten, durch Wände der Einheit ausgebildeten Kammer und eine mit dem Elektromotor verbundene Schraubenwelle umfasst, die eine außerhalb der Kammer angebrachte Schraube oder eine ähnliche Einrichtung hat, um die Leistung des Elektromotors als Bewegungsenergie in das umgebende Wasser zu übertragen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich ferner auf ein Verfahren um Fluidflüsse in der oben gezeigten Schiffsantriebs- und/oder Steuereinheit zu verwalten.

Vorbekannt sind Schiffsantriebseinheiten oder ähnliche Einrichtungen, die an einer Wasseroberfläche betrieben werden, wobei die Einrichtungen außerhalb des eigentlichen Rumpfs eine im Wesentlichen versiegelte Kammer umfassen, in der in den meisten Fällen ein Elektromotor angeordnet ist. Die Motorwelle arbeitet entweder direkt oder mittels eines passenden Getriebes als eine Schraubenwelle, an der außerhalb der Kammer eine Schraube angebracht ist, um die Motorleistung in einen Wasserfluss zu wandeln, der das Schiff antreibt. Zusätzlich ist in den meisten modernen Anordnungen diese Art Kammer um die vertikale Welle verschwenkbar angebracht, in welchem Falle die Einrichtung gleichzeitig als Schiffsantrieb und als Steuerungseinheit fungiert. Die Anmelderin stellt Einrichtungen dieser Art mit dem Markennamen AzipodTM bereit.

Solche so genannten „Pods" sind, zumindest was deren wesentlichen Teil betrifft, unterhalb der Wasseroberfläche gelegen, und üblicherweise ist dort mittels einem vertikalen Wellenrohr oder ähnlichem eine Verbindung zur Innenseite der Hülle angeordnet. Zumindest wenn das Schiff im Wasser ist, erfolgt der Eingang, beispielsweise für die Instandhaltung, über diese Verbindung, was oft ziemlich beschwerlich ist. Da jedoch eine Unterwasserwellenanordnung mit der (Anordnung verbunden ist, wobei in der Anordnung ein Teil der Welle innerhalb der Kammer und der andere Teil außerhalb ist, ist dort immer eine gewisse Möglichkeit der Undichtheit, in welchem Falle diese Art der Undichtheit erkannt und das mögliche Steigen des Wasserniveaus in der Kammer gestoppt werden muss. Da die Kammer oft in einem im wesentlichen kalten Wasser angeordnet ist, ist dort gleichzeitig ein Risiko vorhanden, dass beispielsweise Feuchtigkeit in der abkühlenden Luft an den Kammerwänden kondensiert, was ebenfalls in sich auf dem Boden der Kammer sammelndem Wasser resultiert. Aufgrund dieser Ursachen hat die Anordnung diese sehr benötigten speziellen Steuer- und Pumpanordnungen, die in der Kammer angeordnet werden.

In gleicher Weise ist es auch während des Betriebs notwendig, in der Kammer verschiedene Instandhaltungsmessungen durchzuführen, die mit der Motorfunktion und dem Rest der Anlage verknüpft sind, wobei deren Grund einerseits eine Gewährleistung der Versiegelung und andererseits eine andauernde Instandhaltung der verschiedenen Schmierungen und ähnlichen Funktionen ist.

Weiterhin sind Motoranordnungen, die eine Struktur des vorgenannten Typs haben, entwickelt worden, in denen die durch den Elektromotor erzeugte Wärme, zumindest in den wesentlichen Teilen, direkt in das umgebende Wasser geleitet wird. In solch einer Struktur fungiert der Motorkörper als ein zwischengeschaltetes Hilfsmittel zur Übertragung von Wärme, in welchem Fall die Oberfläche des Pods wiederum als ein Kühler fungiert. In diesem Fall beinhaltet eines der Probleme eine unzureichende Wärmeübertragung vom Stator in den Motorkörper und von dort weiter in das Pod-Gehäuse.

Um die vorgenannten Nachteile zu beseitigen und eine einfache, zuverlässige und leicht zu bedienende Verwaltungsanordnung der Betriebsbedingungen einer Antriebseinrichtung zu erhalten, ist eine Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung entwickelt worden, wobei die charakteristischen Merkmale in den anhängigen Ansprüchen und im Besonderen im charakterisierenden Teil der unabhängigen Ansprüche offenbart sind. Daher,)

Anordnung verbunden ist, wobei in der Anordnung ein Teil der Welle innerhalb der Kammer und der andere Teil außerhalb ist, ist dort immer eine gewisse Möglichkeit der Undichtheit, in welchem Fall diese Art der Undichtheit erkannt und das mögliche Steigen des Wasserniveaus in der Kammer gestoppt werden muss. Da die Kammer oft in einem im Wesentlichen kalten Wasser angeordnet ist, ist dort gleichzeitig ein Risiko, dass beispielsweise Feuchtigkeit in der abkühlenden Luft an den Kammerwänden kondensiert, was ebenfalls in sich auf dem Boden der Kammer sammelndem Wasser resultiert. Aufgrund dieser Ursachen hat die Anordnung diese sehr benötigten speziellen Steuer- und Pumpanordnungen, die in der Kammer angeordnet werden.

In gleicher Weise ist es auch während des Betriebs notwendig, in der Kammer verschiedene Instandhaltungsmessungen durchzuführen, die mit der Motorfunktion und dem Rest der Anlage verknüpft sind, wobei deren Grund einerseits eine Gewährleistung der Versiegelung und andererseits eine andauernde Instandhaltung der verschiedenen Schmierungen und ähnlichen Funktionen ist.

Weiterhin sind Motoranordnungen, die eine Struktur des vorgenannten Typs haben, entwickelt worden, in denen die durch den Elektromotor erzeugte Wärme, zumindest in den wesentlichen Teilen, direkt in das umgebende Wasser geleitet wird. In solch einer Struktur fungiert der Motorkörper als ein zwischengeschaltetes Hilfsmittel zur Übertragung von Wärme, in welchem Fall die Oberfläche des Pods wiederum als ein Kühler fungiert. In diesem Fall beinhaltet eines der Probleme eine unzureichende Wärmebertragung vom Stator in den Motorkörper und von dort weiter in das Pod-Gehäuse.

Die EP 0 590 867 offenbart eine Antriebseinheit, die einen Innenraum hat. In der EP 0 590 867 A1 ist der gesamte Innenraum geschlossen und wird unter einem Druck gehalten, der größer ist als der höchste Druck des umgebenden Wassers, um sicherzustellen, dass das Wasser nicht in den Innenraum gelangen kann.

Um die vorgenannten Nachteile zu beseitigen und eine einfache, zuverlässige und leicht zu bedienende Verwaltungsanordnung der Betriebsbedingungen einer Antriebseinrichtung zu erhalten, ist eine Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung entwickelt worden, wobei die charakteristischen Merkmale in den anhängigen Ansprüchen und im Besonderen im charakterisierenden Teil der unabhängigen Ansprüche offenbart sind. Daher ist die Antriebs- und/oder Steuereinheit gemäß der vorliegenden Erfindung durch die Tatsache charakterisiert, dass sie Mittel beinhaltet, um die im Wesentlichen versiegelte Kammer mit Luft, oder einem ähnlichen, im speziellen gasförmigen Medium, mit Druck zu beaufschlagen, wobei dessen thermische Leitfähigkeit zusammen mit der Druckbeaufschlagung ansteigt. Dementsprechend ist die Methode gemäß der vorliegenden Erfindung die Fluidflüsse zu verwalten durch die Tatsache charakterisiert, dass die im Wesentlichen versiegelte Kammer einerseits gegen den Wasserdruck der Außenseite und andererseits gegen andere Abteile des Schiffs versiegelt ist, dass die Kammer mit einem gasförmigen Medium mit Druck beaufschlagt wird, dass eine Überwachung des Drucks in der Kammer ausgeführt wird und dass die Zusammensetzung von jedem Medium überwacht wird, welches in einer gesteuerten Weise aus der Kammer infolge des Drucks entweicht.

Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung mit beispielhafter Bezugnahme auf eine Ausführungsform und auf eine schematische Zeichnung, welche die Erfindung darstellt, detaillierter beschrieben.

Wie in der Figur gezeigt, ist eine Antriebseinheit 3, die im Wesentlichen von Wasser umgeben ist, auf der Außenseite eines Schiffsrumpfs 1 angeordnet, wobei die Antriebseinheit eine Kammer 4 umfasst, welche im Wesentlichen zumindest gegen die umgebende Masse des Wassers 2 versiegelt ist, wobei die Kammer einen Elektromotor oder eine ähnliche Leistungseinheit hat, die vorgesehen ist, um das hier nicht detaillierter beschriebene Schiff anzutreiben. Wie ziemlich schematisch in der Figur gezeigt ist, sind an einer Welle 7, die in den Lagern 6 mittels des Elektromotors 5 rotiert, ein oder mehrere Propellerelemente 8 angebracht, die per se bekannt und die ebenfalls nur schematisch gezeigt sind. Die Schraubenelemente 8 wandeln die Rotationsenergie, die durch den Motor 5 auf die Welle übertragen wird, in einen Wasserfluss, der das Schiff in einer Weise antreibt, die se bekannt ist.

Die Antriebseinheit 3 ist vorteilhafterweise an der Hülle 1 angebracht, so dass sie mittels einer vertikalen Welle, die in Verbindung mit einem oberen Körper 9 ausgebildet ist, gedreht werden kann, in welchem Fall der Schraubenfluss gleichzeitig durch Drehen der Antriebseinheit seitlich gerichtet werden kann, wobei aufgrund dessen eine Richtungsänderung der Antriebskraft genutzt werden kann, um das Schiff zu manövrieren. Diese Struktur ist per se bekannt, jedoch im Wesentlichen nicht mit Bezug auf die vorliegende Erfindung, und die erfindungsgemäße Anordnung kann ebenfalls auf zum Beispiel nicht drehende Antriebsanordnungen angewandt werden. Diese haben jedoch die Tatsache gemeinsam, dass die Antriebsanordnung eine separate Kammer 4 ausbildet, von der ein wesentlicher Teil üblicherweise unter der Wasseroberfläche im Wasser 2 lokalisiert ist.

Aufgrund dessen dass die Einrichtungen 5, 6, 7 in der Kammer 4 trocken bleiben sollen, ist eine Wellendichtung 10 in Verbindung mit der Welle 7 angebracht, um zu verhindern, dass Wasser aus der umgebenden Masse des Wassers 2 entlang des Schafts 7 in die Kammer 4 gelangt. In der Praxis ist es schwierig durch solch eine Wellendichtung 10 eine perfekte Versiegelung zu erreichen, da sich in solch einer Versiegelung feste Wände oder ähnliche Strukturen der Kammer 4 mit einer rotierenden Welle 7 verbinden, so dass sie miteinander verknüpft sind. Deshalb kommt, zumindest durch Abnutzung, in der Wellendichtung 10 ein gewisser Spielraum vor, welcher gleichzeitig einen Zugang in die Kammer 4 für das Wasser außerhalb der Kammer in einer Weise bereitstellt, dass das Wasser allmählich am Grund der Kammer 4 gesammelt wird und dieses Wasser durch eine spezielle Anordnung entfernt werden muss. Dementsprechend ist die Schmierung der Lager 6 um sie langfristig perfekt zu versiegeln schwierig auszuführen, da in diesem Fall das Schmiermittel von den Lagern mit der Zeit abtropft und solches Schmiermittel ebenfalls aus der Kammer entfernt werden muss.

Mittels einer erfindungsgemäßen Anordnung sind beide Probleme, die gewissermaßen aufgrund ungenügender Versiegelung entstanden sind, einfach und zuverlässig gelöst worden. In der Praxis heißt dies, dass ein Überdruck in der Kammer künstlich bereitgestellt wird, wobei der Druck in einer optimalen Situation mindestens dem äußeren Druck entspricht, speziell dem außerhalb 2 der Kammer 4 vorherrschenden Druck, und in einigen vorteilhaften Fällen auch dem in dem Druckschmierungssystem der Lager 6 vorherrschenden Druck (nicht speziell in der Figur gezeigt). Vorteilhafterweise ist der zuletzt genannte Druck dem durchschnittlichen Wasserdruck entsprechend angeglichen, der außerhalb der Kammer 4 auf einem Niveau der Wellenversiegelung 10 vorherrscht. In dieser Weise, durch passende Druckbeaufschlagung der Kammer 4, kann in der Praxis jedwedes Hindurchgelangen von Wasser über die Wellendichtung 10 in die Kammer 4 beseitigt werden. Wenn die Drücke ausgeglichen werden, verhindert die Anordnung gleichzeitig, dass beispielsweise Schmieröl der Lager 6 in das umgebende Wasser gelangt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung verbessert das Druckbeaufschlagen der Kammer 4 die Wärmeleitung von dem Bereich des Statorwicklungsspulenkopfs signifikant. Ein gasförmiges Medium unter Druck leitet die Wärme wesentlich effizienter in den Körper des Motors 5. Wenn der Körper des Motors 5 in dieser Struktur vorzugsweise in direktem Kontakt mit den Wänden der Kammer 4 ist, wird die Wärme effizient in dieser Weise an das umgebende Wasser geleitet. In dieser Weise können bislang verwendete Wärmetauscheranordnungen vermieden und gleichzeitig die Relativeffizienz des Motors 5 gesteigert werden.

In der Praxis kann die Druckbeaufschlagung der Kammer 4 auf verschiedene Arten bewerkstelligt werden, von denen die Figur eine vorteilhafte Ausführungsform zeigt. Die in der Figur offenbarte Anordnung umfasst daher Druckquellenmittel, die in einem separaten Einrichtungsabteil 11 passend vorgesehen sind, wobei diese Mittel einen Kompressor, einen Druckcontainer oder ähnliche bekannte Mittel umfassen können, die durch eine Steuereinheit 13 in einer gesteuerten Weise gesteuert werden. Verfahrenshilfsmittel 14, wie beispielsweise ein Wasserabscheider oder ähnliches, die, falls notwendig, für ein fließendes Medium benutzt werden können, wie beispielsweise Luft oder anderes Gas, welches durch die Druckquelle 12 mit Druck beaufschlagt wird, sind vorzugsweise mit der Druckquelle verbunden. Während üblicherweise eine gasförmige Substanz als das am meisten bevorzugte fließende Medium angesehen wird, kann die Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung in manchen Spezialfällen auch mittels flüssigen Medien, wie zum Beispiel gewissen Ölen, Kühlflüssigkeiten oder dergleichen, oder durch einen kombinierten Gebrauch von Gas und Flüssigkeit angewendet werden. Charakteristisch für die vorliegende Erfindung ist jedoch, dass das gesamte versiegelte Innere der Kammer 4 mittels des fraglichen Mediums mit Druck beaufschlagt wird, welches daher zumindest einen wesentlichen Teil der Kammer füllt. Gemäß einer Ausführungsform wird die Druckbeaufschlagungsanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung ebenfalls als Teil eines Feuerlöschsystems benutzt.

Vorteilhafterweise ist der Druck eines Mediums, wie beispielsweise Luft oder anderes Gas, in der Kammer höher als der Atmosphärendruck in dem Abteil 15 des Schiffs über der Kammer, bevorzugt zumindest im Wesentlichen der Gleiche wie der Druck des umgebenden Wassers 2 auf dem Niveau der Schraubenwelle 7. Dieser Druck ist üblicherweise deutlich höher als jeder Druck, der zur Aufrechterhaltung des Luftflusses zur Kühlung eines möglichen Luft gekühlten Elektromotors gebraucht wird. Üblicherweise ist der Druck, der durch die Druckbeaufschlagung verursacht wird, höher als der hydrostatische Druck zwischen dem Boden der Kammer 4 und dem Niveau des Schiffsinneren 15, vorteilhafterweise höher als der hydrostatische Druck des die Kammer 4 umgebenden Wassers, und vorzugsweise höher als der dynamische, auf dem Niveau des Bodens der Kammer gemessene Druck des umgebenden Wassers. Üblicherweise ist diese Art Druck in der Größenordnung von 0,1 bis 1 bar größer als der Druck, der dem hydrostatischen Druck in der Nähe der Wellendichtung 10 entspricht. Der Überdruck, der durch einen hydrostatischen Druck in einer Tiefe von beispielsweise 4 m benötigt wird, würde daher gemäß der vorliegenden Erfindung im Vergleich zum Atmosphärendruck in der Größenordnung von 0,5 bis 1,4 bar liegen.

In der Praxis ist die Kammerversiegelung für das Ermöglichen des Ausbildens des Überdrucks vorzugsweise mittels einer separaten Druckwand 16 vorgesehen, welche üblicherweise die notwendigen Schächte hat, um den Zugriff für die Instandhaltung zu erlauben (nicht gezeigt). Mittels dieser Druckwand 16 kann das Abteil, das durch die Kammer 4 gebildet wird, in einer Weise geschlossen werden, dass der Überdruck in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung in einem normalen Fall durch einen ziemlich niedrigen Energieverbrauch aufrechterhalten werden kann. Für erläuternde Zwecke ist die Druckwand 16 in der Figur so gezeigt, dass sie in der Mitte eines oberen Körperabschnitts 9 angeordnet ist, in welchem Fall der mit Druck beaufschlagte Abschnitt der Kammer 4 mittels der gedruckten Rasterung gezeigt ist.

Vorteilhafterweise ist die Druckwand 16 in der Praxis an der Grenzlinie zwischen der Hülle 1 und dem oberen Körperabschnitt 9 angeordnet, was sich von dem in der Figur offenbarten unterscheidet, aber die Druckwand kann ebenfalls weiter unten angeordnet werden, beispielsweise über dem Motor 5, oder alternativ weiter oben, beispielsweise in Verbindung mit der Wand des Einrichtungsabteils 11. Wie in der Figur gezeigt, wird eine sich von der Druckquelle 12 erstreckende Zuführleitung 17 durch die Druckwand 16 in die Kammer 4 geführt.

Die Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung ermöglicht auch das Entfernen jeglicher Feuchtigkeit aus der Kammer, die sich möglicherweise in der Kammer, beispielsweise an deren Boden, sammelt, indem man sich den überschüssigen Druck, beispielsweise mittels einer Verlängerung 19 eines Ablassrohrs 18, das an den Boden geführt wird, wie es in der Figur durch die gestrichelte Linie angezeigt ist, zunutze macht. In Verbindung mit diesem Ablassrohr 18 kann ebenfalls beispielsweise ein Notfallpumpmittel (nicht gezeigt) für die Kammer 4 und Mittel 20 zum Analysieren der entweichenden Substanz, für das Erkennen einer Undichtheit, ebenso wie Ventilmittel 26, zum Schließen des Rohrs, um den Druck in der Kammer 4 aufrechtzuerhalten, entsprechend angeordnet werden. Gemäß einer Ausführung der vorliegenden Erfindung (nicht im speziellen gezeigt) ist das Ablassrohr 18, 19 angeordnet, um Teil eines Zirkulationssystems für das mit Druck beaufschlagte Medium zu sein, in welchem Fall die Feuchtigkeit, beispielsweise von einem zirkulierenden, mit Druck beaufschlagten Gas durch Behandlungsmittel 14 andauernd entfernt wird, während gleichzeitig die Versiegelung der Kammer 4 überwacht wird, so dass in dem mit Druck beaufschlagten, zirkulierenden Medium jedes sich möglicherweise zeigende Wasser oder Öl erkannt wird. Genauso ist es üblicherweise wichtig, dass der Betrieb des mit-Druck-Beaufschlagens als solcher überwacht wird, wie es schematisch in der Figur durch das Druckanzeigeinstrument 21 und eine Alarmsignalausgabe 22 gezeigt ist.

Eine höhere Redundanz wird durch eine Wellendichtungsanordnung erreicht, die in der Figur offenbart ist, wobei die Anordnung ein überzähliges Ölreservoir 23 umfasst. Dieses Ölreservoir ist vorzugsweise mittels desselben Druckbeaufschlagungssystems mit Druck beaufschlagt, welches üblicherweise die Kammer 4 mit Druck beaufschlagt, in welchem Fall das Öl zu der Wellendichtung 10 besonders zugeführt wird 25. In gewissen Fällen ermöglicht dies jemandem durch die Mittel der Druckbeaufschlagung, und im Besonderen durch Benutzen von Gas, welches leichter als Luft ist, zur Reduktion von Abnutzungsverlusten, im Besonderen in der Wellendichtung 10 mitzuwirken. Durch Druckbeaufschlagung eines Gravitationsölreservoirs 23 mit demselben Druck, der in der Kammer 4 herrscht, wird ein Überdruck für die Wellendichtung 10 in Bezug auf sowohl die Kammer 4, als auch zur Wassermasse 2 erreicht. Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung wiederum so, dass das Zuführen eines mit Druck beaufschlagten Mediums, zumindest für einige Teile, in Verbindung mit einzelnen, zu schmierenden Objekten angeordnet ist, in welchem Fall es möglich ist, einen Ölnebel über das System in die Dichtung 10 oder zu einem anderen Objekt in der Kammer 4 zu lenken.

In einer weiteren anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung (nicht gezeigt) ist die Anordnung zusätzlich so, dass das mit Druck Beaufschlagen, gemäß den oben aufgezeigten Prinzipien, aktiv benutzt wird um andere Funktionen, wie beispielsweise einen Ölwechsel für die Lager 6 auszuführen. In diesem Fall wird das Lageröl aufwärts zu dem Einrichtungsabteil 11 entfernt, beispielsweise über separates Pumpen mittels der Druckbeaufschlagung. Dementsprechend kann das Füllen entweder durch Benutzung eines mit Druck beaufschlagten Öls oder beispielsweise durch Entfernen der Druckbeaufschlagung von der Kammer 4 durchgeführt werden, in welchem Fall das Öl durch Gravitation nachgefüllt werden kann.

Es wurde oben eine Anordnung erläutert, in welcher lediglich ein Schraubenmittel 8 mit der Kammer 4 verbunden ist, aber es muss verstanden werden, dass die Erfindung ebenfalls in solchen Anordnungen angewendet werden kann, in denen die Anzahl der Schrauben höher ist, beispielsweise in einer Weise, dass dort an beiden Enden der Welle 7 eine Schraube ist. In einer entsprechenden Weise kann die Erfindung in verschiedenen anderen Arten innerhalb des Schutzbereichs der angehängten Ansprüche modifiziert werden.


Anspruch[de]
Anordnung eines zumindest teilweise von Wasser umgebenen Schiffantriebs und/oder einer Steuereinheit, wobei die Anordnung umfasst

einen elektrischen Motor (5) in einer im Wesentlichen versiegelten, durch die Wände der Einheit ausgeformten Kammer, und

eine mit dem elektrischen Motor (5) verbundene Schraubenwelle (7), die eine außerhalb der Kammer (4) angebrachte Schraube oder eine ähnliche Einheit (8) hat, in der Mittel (12, 17) in Verbindung mit der Anordnung vorgesehen sind um die im Wesentlichen versiegelte Kammer (4) mit Luft oder einem anderen gasförmigen Druckmittel mit Druck zu beaufschlagen,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Anordnung Mittel (18, 19) beinhaltet, um das gasförmige Druckmittel über zumindest einen Teil der Kammer (4) und zurück zur Außenseite der Kammer (4) in einem Rückumlauf umzuwälzen, und

dass die Anordnung Mittel (20) beinhaltet, um in dem gasförmigen Druckmittel im Rückumlauf Fremdsubstanzen, die eventuell mit dem gasförmigen Druckmittel in dem Rückumlauf vermischt wurden, zu ermitteln und um solche Fremdsubstanzen aus dem gasförmigen Druckmittel in dem Rückumlauf geeignet zu trennen.
Anordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck in der Kammer (4) höher ist als der Druck eines über der Kammer (4) angeordneten Schiffraums (15), entsprechend höher als der zwischen dem Boden der Kammer (4) und dem Niveau des im Inneren (15) des Schiffs angeordneten Auslaufrohrs (18) vorherrschende hydrostatische Druck, entsprechend zumindest im Wesentlichen dem Gleichen wie der hydrostatische Druck des Wassers (2), das die Kammer (4) auf dem Niveau der Schraubenwelle (7) umgibt, und vorzugsweise 0,1 bis 1 bar höher und/oder höher als der dynamische Druck des umgebenden Wassers (2), wie er auf dem Niveau des Bodens der Kammer (4) gemessen wird. Anordnung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ihr eine Druckquelle (12) zugeordnet ist, die mittels einer Drucksteuereinheit (13) und/oder Mittel, um einen Druck in dem Medium bereitzustellen, und Mittel (17), um den Druck/das Medium in die Kammer (4) zu leiten, sowie Mittel (16, 26), um die Kammer (4) gegenüber anderen Räumen (11, 15) des Schiffs druckfest zu verschließen, gesteuert wird. Anordnung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung Mittel beinhaltet, um einen durch Fremdsubstanzen verursachten Alarm auszulösen. Anordnung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung Mittel (19, 23, 24, 25) umfasst, die vorteilhaft mit der Druckbeaufschlagung zusammenwirken, um auch andere Substanzen, im Besonderen flüssige oder gasförmige Substanzen, wie Öl, Gas, Benzin, Wasser und/oder Kühlsubstanzen oder ähnliches in einer gesteuerten Weise in die versiegelte Kammer (4) und/oder zu darin angeordnete Vorrichtungen (10) zuzuführen, und/oder entsprechend um solche Substanzen daraus zu entfernen. Anordnung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhr (25) des Druckmittels besonders an einem solchen Punkt oder nahe an einem solchen Punkt angeordnet ist, an dem eine betriebsbereite Versiegelung zwischen der Kammer (4) und dem umgebenden Wasser (2) eingebaut ist, speziell in Verbindung mit einer Druckversiegelung (10) der Schraubenwelle (7) und vorzugsweise in einer solchen Weise, dass das Druckmittel als solches und/oder durch Mittel einer ihm zugefügten Substanz zur Versiegelung und/oder zu der Funktion der Dichtung beiträgt. Verfahren um Fluidflüsse in einer Anordnung eines zumindest teilweise von Wasser umgebenen Schiffantriebs und/oder einer Steuereinheit zu überwachen, welche zumindest teilweise von Wasser umgeben ist, wobei die Einheit einen elektrischen Motor (5) beinhaltet, der in einer im Wesentlichen versiegelten, durch die Wände der Einheit geformten Kammer (4) angeordnet ist, eine mit dem elektrischen Motor verbundene Schraubenwelle (7), die eine außerhalb der im Wesentlichen versiegelten Kammer (4) angebaute Schraube oder eine ähnliche Einheit (8) hat, in dem die im Wesentlichen versiegelte Kammer (4) einerseits gegen den Wasserdruck der Außenseite und andererseits entsprechend gegen andere Räume (11, 15) des Schiffs versiegelt ist (10, 16, 26), so dass die Kammer durch Mittel eines fließenden, gasförmigen Mittels mit Druck beaufschlagt wird, so dass eine Überwachung des Drucks in der Kammer (4) ausgeführt wird (13, 21), dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung des fließenden, gasförmigen Mediums, das in einer gesteuerten Weise aus der Kammer (4) infolge des überwachten (20) Drucks entweicht, überwacht wird. Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kammer (4) ein Druck aufrechterhalten wird, wobei der Druck als solcher geeignet ist, mittels Auslassmitteln (18, 19) in der Kammer angesammelte Fluide und/oder in diese zugeführte Fluide aus der Kammer (4) und/oder aus darin angeordneten Einheiten, speziell aus den Lagern (6), zu drücken. Verfahren gemäß Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck auf ein System (23), das ein anderes Medium enthält, wie beispielsweise Öl oder etwas ähnliches, in einer solchen Weise zugeführt wird (24), dass das fragliche Medium in einer erhöhten Weise zu einem gewünschten Objekt (10) in der Kammer (4) transportiert wird.






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