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Dokumentenidentifikation DE60217467T2 25.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001360541
Titel EINZIEHBARE BRILLENFASSUNG MIT ENDOGENEN SCHARNIEREN
Anmelder Tredoulat, Rene, Le Vesinet, FR;
Fratti, Fabio, Mailand/Milano, IT
Erfinder Tredoulat, Rene Antoine Julien, 78110 Le Vesinet, FR;
Fratti, Fabio, 20148 Milano, IT
Vertreter CBDL Patentanwälte, 47051 Duisburg
DE-Aktenzeichen 60217467
Vertragsstaaten DE, FR, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 15.02.2002
EP-Aktenzeichen 027048446
WO-Anmeldetag 15.02.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/FR02/00584
WO-Veröffentlichungsnummer 2002067040
WO-Veröffentlichungsdatum 29.08.2002
EP-Offenlegungsdatum 12.11.2003
EP date of grant 10.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.10.2007
IPC-Hauptklasse G02C 5/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G02C 5/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Brillenfassung umfassend:

  • – zwei Bügel, die jeweils einen Bügelkörper zwischen einem ersten Bügelendabschnitt und einem zweiten Bügelendabschnitt umfassen,
  • – einen Fassungskörper, der eine Aufnahme bildende Mittel aufweist, in denen ein jeder der ersten Bügelendabschnitte gelagert ist und in die ein jeder der Bügelkörper über eine erste Öffnung bzw. eine zweite Öffnung der eine Aufnahme bildenden Mittel eingeführt werden kann, um eine Ruhestellung einzunehmen, wobei die Bügelkörper geeignet sind, aus diesen eine Aufnahme bildenden Mitteln herausgezogen zu werden, um eine Gebrauchsstellung einzunehmen, wobei die eine Aufnahme bildenden Mittel einen ersten Endabschnitt und einen zweiten Endabschnitt aufweisen, die in der Nähe der ersten bzw. zweiten Öffnung gelegen sind, und
  • – Mittel, um einen jeden der ersten Bügelendabschnitte in der Gebrauchsstellung in dem ersten Endabschnitt bzw. zweiten Endabschnitt der eine Aufnahme bildenden Mittel zu halten, wobei die ersten Bügelendabschnitte jeweils einen Halteansatz aufweisen.

Das Patent FR 2 735 878 offenbart eine Brillenfassung dieses Typs mit einziehbaren Bügeln, die eine Aufnahme bildende Mittel umfaßt, welche in der Nähe eines jeden Endabschnitts Gelenkorgane umfassen, die jeweils einen Innenkanal aufweisen, der entsprechend seiner Position mit den eine Aufnahme bildenden Mitteln ausgerichtet werden kann oder nicht. Jeder Kanal ist geeignet, in eine erste Position gebracht zu werden, in welcher der entsprechende einziehbare Bügel unter Durchqueren des Kanals in die eine Aufnahme bildenden Mittel eingeführt werden kann. In einer zweiten Position des Kanals ist jeder Bügel in der Gebrauchsstellung außerhalb der eine Aufnahme bildenden Mittel angeordnet. Jeder Bügel ist ferner mit einem Ansatz versehen, der das Halten des Bügels mit Hilfe einer Stütze an einer Fläche des Gelenkorgans ermöglicht, und jedes Gelenkorgan umfaßt außerdem ein elastisches Organ, das geeignet ist, in den Kanal vorzuspringen, um mit einem an dem Bügel ausgebildeten konkaven Bereich zusammenzuwirken, um den Bügel in seiner herausgezogenen Position festzuklemmen. Das Dokument EP-A-354 051 offenbart eine Brille mit einziehbaren Bügeln.

So sind die Gelenkorgane relativ komplex, da sie mit dem Fassungskörper fest verbunden und gleichzeitig zueinander beweglich sind und da sie aus einer Menge von Teilen bestehen, um zwischen jedem Wechsel Ruhe-/Gebrauchsstellung das Durchführen der Bügel durch sie hindurch zu ermöglichen, wobei die Gelenkorgane ihrerseits nicht in die eine Aufnahme bildenden Mittel eingeführt sind.

Die Gelenkorgane bleiben demnach selbst in der Ruhestellung sichtbar. Um zu vermeiden, daß sie zu sehr sichtbar sind, was dem Design schadet, müssen die Gelenkorgane miniaturisiert werden, was deren Herstellung kompliziert und ihre Kosten erhöht.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile dadurch zu beheben, daß sie Brillenfassungen mit einziehbaren Bügeln vorschlägt, deren Herstellung einfacher ist und die eine geringe Anzahl von Teilen aufweisen.

Erreicht wird dieses Ziel dank der Tatsache, daß ein jeder der Endabschnitte der eine Aufnahme bildenden Mittel wenigstens eine erste Einschnürung aufweist, die geeignet ist, jeden Halteansatz in den eine Aufnahme bildenden Mitteln zu halten, und daß in der Nähe des ersten Bügelendabschnittes jeder Bügelkörper einen flexiblen Bereich aufweist, der eine höhere Flexibilität als ein durchgehender Teil des Bügelkörpers aufweist und der in der Gebrauchsstellung eine Abwinklung bildet, welche geeignet ist, geöffnet zu werden, um in die eine Aufnahme bildenden Mittel einzudringen.

Der flexible Bereich umfaßt in der Gebrauchsstellung eine Abwinklung, welche die ein „endogenes Gelenk" bildenden bekannten Gelenkorgane ersetzt. Somit bleibt in der Ruhestellung lediglich der zweite Bügelendabschnitt sichtbar und ragt aus dem Fassungskörper hervor. Er darf jedoch geringfügig vorspringen und kann, wenn er gebogen ist, an den Seiten der Gläser zu liegen kommen.

Der flexible Bereich weist eine ausreichende Flexibilität auf, damit die Abwinklung sehr leicht durch elastische Verformung verformt werden kann, vorzugsweise nur in der bevorzugten Richtung, die der Bewegung zum Öffnen und Schließen der Abwinklung entspricht.

In diesem Bereich ist die Flexibilität größer als in dem durchgehenden Teil des Bügels, was bedeutet, daß für das Erzielen einer Verformung gleicher Stärke die Kräfte, die in dem flexiblen Bereich ausgeübt werden müssen, sehr viel geringer sind als diejenigen, die in dem durchgehenden Teil des Bügels ausgeübt werden müssen. Aus diesem Grund weist der durchgehende Teil weiterhin eine ausreichende Festigkeit auf. Insbesondere dann, wenn man den Bügel in die eine Aufnahme bildenden Mittel einführen möchte, wird zunächst der durchgehende Teil des Bügels derart bewegt, daß die Abwinklung geöffnet wird, um diesen durchgehenden Teil in die Fluchtlinie der eine Aufnahme bildenden Mittel zu bringen, anschließend wird ein Schub in Längsrichtung des durchgehenden Teils des Bügels ausgeübt. Aufgrund seiner hohen Flexibilität neigt der flexible Teil nicht dazu, seinem Einfahren in die eine Aufnahme bildenden Mittel große Gegenkräfte entgegenzusetzen. Der durchgehende Teil weist seinerseits eine ausreichende Festigkeit auf, um zu vermeiden, daß er unter der Wirkung der Längskraft, die an ihn angelegt wird, nachgibt oder sich durchbiegt.

Darüber hinaus ist die Verformung des flexiblen Bereichs elastisch, was bedeutet, daß sie reversibel ist. Denn sobald dieser flexible Bereich aus den eine Aufnahme bildenden Mitteln ausgetreten ist, nimmt er auf natürliche Weise wieder seine Abwinklungsform an.

Des weiteren ist der flexible Bereich elastisch und flexibel genug, um zwischen einer ersten Endstellung und einer zweiten Endstellung leicht wiederholt verformt werden zu können, ohne zu brechen. Die erste Stellung, in welcher der flexible Bereich auf natürliche Weise zurückgelangt, wenn er keinerlei Beanspruchung erfährt, entspricht einer Position, in welcher der flexible Bereich die Abwinklung bildet, während die zweite Position, die durch Öffnen des Winkels, der in Ruhe die Abwinklung definiert, erhalten wird, der Position entspricht, in welcher der flexible Bereich in die eine Aufnahme bildenden Mittel eindringen kann.

Die eine Aufnahme bildenden Mittel ermöglichen außerdem dem flexiblen Bereich, die Öffnung der Abwinklung, die während der gesamten Dauer der Ruhestellung erforderlich ist, dadurch aufrechtzuerhalten, daß sie – wie weiter unten erläutert – Stützen für den ersten Bügelendabschnitt aufweisen.

Die erste Einschnürung ist in jedem Endabschnitt der eine Aufnahme bildenden Mittel ausgebildet, um den Halteansatz des Bügels beim Herausziehen dessen zu halten. Hierfür weist die erste Einschnürung vorteilhafterweise eine verringerte Abmessung in wenigstens einer ersten Richtung auf. Der Fachmann wird darauf achten, diese Richtung der Einschnürung in Abhängigkeit der Form und der Anordnung des Halteansatzes auszurichten.

Vorteilhafterweise umfaßt ein jeder der Endabschnitte der eine Aufnahme bildenden Mittel ferner in der Nähe jeder ersten Einschnürung eine zweite Einschnürung, die eine verringerte Abmessung in wenigstens einer zweiten Richtung aufweist, wobei die zweite Richtung quer zur ersten Richtung verläuft.

Diese zweite Einschnürung ermöglicht einerseits, eine richtiges Festhalten des Ansatzes sicherzustellen, wenn die erste Einschnürung unzureichend ist, und ermöglicht andererseits, das Ausfedern des Bügels in der Gebrauchsstellung durch Kontakt mit dem ersten Bügelendabschnitt zu verhindern. Denn in dieser Position hält die erste Einschnürung den Halteansatz fest, während die zweite Einschnürung mit dem zwischen dem Ansatz und der Abwinklung gelegenen Bügelteil zusammenwirkt.

Vorteilhafterweise umfaßt ein jeder der Endabschnitte der eine Aufnahme bildenden Mittel ferner – näher der Öffnung, zu der er benachbart ist – eine dritte Einschnürung, die eine verringerte Abmessung in der genannten zweiten Richtung aufweist.

Wenn die dritte Einschnürung der zweiten Einschnürung zugeordnet ist, stütz sich der Bügelendabschnitt, der in der Gebrauchsstellung in den eine Aufnahme bildenden Mitteln verbleibt, gegen die zweite und dritte Einschnürung, wodurch jegliches Ausfedern des Bügels verhindert wird.

Ein jeder der Endabschnitte der eine Aufnahme bildenden Mittel umfaßt ferner vorteilhafterweise eine vierte Einschnürung, die analog zur ersten Einschnürung ist, die sich jedoch näher der Öffnung befindet.

Zusammen betrachtet definieren die vier Einschnürungen acht Stütz- oder Auflagepunkte für die Bügel, die ermöglichen, das Einführen der Bügel in die eine Aufnahme bildenden Mittel durch Bewerkstelligen einer Führung der Bügel zu erleichtern.

Nach einer ersten Ausführungsform sind die eine Aufnahme bildenden Mittel von einer einzigen Röhre gebildet und ist jede Einschnürung an der Röhre ausgebildet, die ein einziges Teil bildet. So werden die Bügel in die gleiche Röhre eingeführt, was ermöglicht, die Dicke der eine Aufnahme bildenden Mittel zu verringern.

Nach einer zweiten Ausführungsform umfassen die eine Aufnahme bildenden Mittel eine Röhre und zwei Hülsen, die an dem ersten bzw. zweiten Endabschnitt der eine Aufnahme bildenden Mittel in die genannte Röhre eingeführt werden.

Wie nachfolgend detaillierter beschrieben wird, können die Gestaltungen der eine Aufnahme bildenden Mittel, die ermöglichen, die Halteansätze der Bügel zu halten, an den Hülsen, insbesondere an Teilen dieser ausgebildet werden, die durch die Röhre verdeckt sind, um nicht von außen sichtbar zu sein.

So ist für einen jeden der Endabschnitte der eine Aufnahme bildenden Mittel die erste Einschnürung vorteilhafterweise von einem Teil der Hülse gebildet, der in den betrachteten Endabschnitt eingeführt ist.

Bei jedem Endabschnitt der eine Aufnahme bildenden Mittel ist die erste Einschnürung vorteilhafterweise durch eine Querschnittsdifferenz zwischen der am betrachteten Endabschnitt in die Röhre eingeführten Hülse und der Röhre gebildet, so daß sie eine Stütz- oder Auflagefläche für den Halteansatz aufweist. Der Halteansatz des Bügels weist seinerseits einen Zwischenquerschnitt zwischen den zwei vorgenannten Querschnitten auf, so daß er geeignet ist, an der Stütz- oder Auflagefläche der Hülse gehalten zu werden. Die oben betrachteten Querschnitte der Hülse, der Röhre und des Ansatzes werden entlang einer gleicher Richtung gemessen.

Vorteilhafterweise ist für jede Hülse die erste Einschnürung an dem Ende der Hülse gebildet, das der Innenseite der Röhre zugewandt ist.

So wird der Halteansatz des Bügels innerhalb der Röhre an der Hülse gehalten, während sich der übrige Teil des Bügels in der Gebrauchsstellung außerhalb erstrecken kann.

Vorteilhafterweise weist das zum Inneren der Röhre gewandte Ende jeder Hülse wenigstens eine Nut auf, in die der Halteansatz des Bügels, der mit der betrachteten Hülse zusammenwirkt, eingefügt werden kann.

Jede Hülse weist eine Nut auf, die in der gleichen Ebene wie diejenige, welche den Haltansatz enthält, ausgerichtet ist, so daß letzterer geeignet ist, während des Wechsels von der Ruhe- in die Gebrauchsstellung und umgekehrt innerhalb der Nut zu gleiten und somit darin durch das Anliegen an den Seiten der Nut gegen ein Drehen festgelegt zu sein. Auf diese Weise wird der betrachtete Bügel durch die Nut daran gehindert, sich in den eine Aufnahme bildenden Mitteln zu drehen.

Vorteilhafterweise weist das innerhalb der Röhre befindliche Ende jeder Hülse zwei Nuten auf, in wenigstens eine dieser der Halteansatz des Bügels, der mit der betrachteten Hülse zusammenwirkt, eingefügt werden kann. Vorteilhafterweise sind die Geometrie des Halteansatzes und die Position der Nuten derart gewählt, daß sich der Halteansatz in der Gebrauchsstellung der Bügel in die zwei Nuten einfügen kann.

Gemeinsam betrachtet für jede Hülse bilden die zwei Nuten, die vorteilhafterweise in einer gleichen diametralen Ebene der Hülse ausgerichtet sind, zusätzliche Stütz- oder Auflagepunkte, die ermöglichen, den betrachteten Bügel in der Gebrauchsstellung gut in den eine Aufnahme bildenden Mitteln festzuhalten. Denn wenn sich der Bügel außerhalb der eine Aufnahme bildenden Mittel erstreckt, ist er den äußeren Beanspruchungen (Bedienung oder Handhabung durch den Benutzer etc.) ausgesetzt, die zu einer Drehung um seine Hauptachse führen können.

Vorteilhafterweise ist bei einem jeden der Endabschnitte der Röhre die zweite Einschnürung von einem Teil der Hülse gebildet.

Die zweite Einschnürung ist direkt an der Hülse ausgebildet, um die Ausbildung der eine Aufnahme bildenden Mittel zu erleichtern. Die Röhre kann nun einen kreisförmigen Querschnitt, insbesondere in der Nähe ihrer Öffnungen aufweisen.

Bei jeder Hülse ist die zweite Einschnürung an dem Ende der Hülse ausgebildet, das der Außenseite der Röhre zugewandt ist.

Wie bei der ersten Ausführungsform bewirkt diese zweite Einschnürung, in Kombination mit der ersten Einschnürung, das Ausfedern des Bügels in der Gebrauchsstellung durch Kontakt mit dem ersten Bügelendabschnitt zu vermeiden. Denn wie bei der ersten Ausführungsform hält in dieser Position die erste Einschnürung den Halteansatz, während die zweite Einschnürung mit dem zwischen dem Ansatz und der Abwinklung gelegenen Bügelteil zusammenwirkt.

Die Fassung umfaßt ferner vorteilhafterweise zwei Kappen, die jeweils einen der Endabschnitte der eine Aufnahme bildenden Mittel bedecken und die von dem jeweiligen Bügel durchgriffen werden.

Die Kappen, welche die Endabschnitte der eine Aufnahme bildenden Mittel bedecken, bedecken insbesondere die zweite Einschnürung, die an der Fassung sichtbar sein kann und die dann als etwas unästhetisch erscheinen kann. Das Vorhandensein dieser Kappen trägt somit dazu bei, dieses Manko zu verdecken und ermöglicht sogar, die Fassung dadurch zu verschönern, daß sie beispielsweise ein dekoratives Aussehen aufweist. Der Boden jeder Kappe weist eine Öffnung auf, um das Durchführen des entsprechenden Bügels zu ermöglichen.

So weisen bei den zwei Ausführungsformen die eine Aufnahme bildenden Mittel wenigstens erste Einschnürungen (eine an jedem Ende) auf, wobei diese Einschnürungen entweder direkt an der Röhre, welche die eine Aufnahme bildenden Mittel bildet, oder durch eine Verminderung des Innenquerschnitts einer solchen Röhre, die durch das Vorhandensein von zwei Hülsen in dieser Röhre bewirkt wird, gebildet werden.

Um die Ausbildung der Brillenfassungen der zwei in Betracht gezogenen Ausführungsformen zu erleichtern, bilden der Bügelkörper und der erste Bügelendabschnitt vorteilhafterweise ein einziges Teil. Tatsächlich ist es der Bügel selbst, der durch den flexiblen Bereich als Gelenk dient, ohne daß es erforderlich ist, ein zusätzliches Verbindungselement anzubringen.

Vorteilhafterweise weist jeder Bügel einen quaderförmigen Querschnitt auf, dessen Seiten sich entlang der ersten bzw. der zweiten Richtung erstrecken, so daß sich keiner der Bügel in den eine Aufnahme bildenden Mittel drehen kann.

Wenn jeder Bügel einen quaderförmigen Querschnitt aufweist, dessen Seiten sich entlang zweier Richtung erstrecken, entscheidet man sich vorteilhafterweise dafür, die reduzierten Abmessungen der ersten und der zweiten Einschnürung entlang der ersten bzw. der zweiten Richtung auszurichten, so daß sich der Bügel nicht in den eine Aufnahme bildenden Mitteln drehen kann.

Vorteilhafterweise weist die Abwinklung einen Krümmungsradius in der Größenordnung von 15 mm auf, der – der sinnvoll an der Röhre beabstandeten ersten und dritten Einschnürung zugeordnet – ermöglicht, den Bügel durch Anlage von Seiten des Bügels an den genannten Einschnürungen in der Gebrauchsstellung richtig zu halten.

Vorteilhafterweise wird jeder Bügel wärmebehandelt, so daß die mechanischen Eigenschaften des Materials, aus dem er besteht, verbessert werden.

Außerdem weist der genannte flexible Bereich vorteilhafterweise einen wärmebehandelten lokalen Bereich auf, so daß die Flexibilität des flexiblen Bereichs im Vergleich zu der Flexibilität des durchgehenden Teils des Bügels erhöht wird.

Die verschiedenen Behandlungen des Bügels können beispielsweise durch Aufbringen einer Muffel auf den Bereichen, die nicht behandelt werden sollen, vollzogen werden.

Der flexible Bereich weist vorteilhafterweise, und eventuell in Ergänzung zu der Wärmebehandlung, einen gegenüber dem durchgehenden Teil des Bügelkörpers verringerten Querschnitt auf, um dessen Flexibilität zu erhöhen. Der verringerte Querschnitt des Bügelkörpers kann vorteilhafterweise durch Streckziehen oder durch maschinelle Bearbeitung erhalten werden.

Die Erfindung sowie ihre Vorteile werden beim Lesen der nachfolgenden detaillierten Beschreibung von Ausführungsformen, die als nicht einschränkend zu verstehende Beispiele dargestellt sind, gut verständlich bzw. hervorgehen.

Die Beschreibung bezieht sich auf die beiliegenden Zeichnungen; in diesen zeigen:

1 eine schematische Ansicht in der Perspektive einer Brillenfassung nach einer ersten Ausführungsform,

2 einen Schnitt entlang der Linie II-II der 1 der Brillenfassung in der Ruhestellung,

3 einen Schnitt ähnlich der 2, mit der Brillenfassung in der Gebrauchsstellung,

4 eine Ansicht der Haltemittel entlang dem Pfeil IV der 3,

5 eine schematische Ansicht in der Perspektive entlang dem Pfeil V der 3, die insbesondere das Prinzip der einzeln betrachteten ersten und zweiten Einschnürung zeigt,

6 eine Ansicht des Details VI des Schnittes der 2, welche die zweite und die dritte Einschnürung mit den Bügeln in der Gebrauchsstellung zeigt,

7 eine schematische Ansicht in der Perspektive einer Brillenfassung ähnlich 1, nach einer zweiten Ausführungsform,

8 einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIII der 7 der Brillenfassung in der Gebrauchsstellung, welcher die Haltemittel zeigt,

9 einen Schnitt entlang der Linie IX-IX der 8, und

10 eine schematischen Ansicht in der Perspektive eines in einer Hülse gehaltenen Bügels, welche insbesondere das Prinzip der ersten und zweiten Einschnürung zeigt.

Die Brillenfassung umfaßt einen Fassungskörper 10, zwei Bügel 12 und 14, die in 1 in durchgezogenen Linien in der Gebrauchsstellung dargestellt sind, sowie zwei Brillengläser 16 und 18. Diese Gläser können, je nach Verwendung der Fassung, Korrektur- und/oder Sonnengläser sein. In dem dargestellten Beispiel sind die Brillengläser 16 und 18 durch geeignete mechanische Elemente 20 befestigt, die am Fassungskörper 10 angebracht sind.

Jeder Bügel 12 bzw. 14 umfaßt einen Bügelkörper 12A bzw. 14A zwischen einem ersten Bügelendabschnitt 12B bzw. 14B und einem zweiten Bügelendabschnitt 12C bzw. 14C. Der Körper 12A bzw. 14A sowie der erste Bügelendabschnitt 12B bzw. 14B sind vorteilhafterweise einstückig ausgebildet.

Nach einer ersten Ausführungsform umfaßt der Fassungskörper 10 eine Aufnahme bildende Mittel, die von einer einzigen einstückig ausgebildeten Röhre 22 gebildet sind. Die ersten Bügelendabschnitte 12B und 14B sind jeweils über eine erste Öffnung 22' bzw. eine zweite Öffnung 22'', die am freien Ende eines ersten Endabschnittes 23' bzw. eines zweiten Endabschnittes 23'' der Röhre 22 angeordnet sind, in die Röhre 22 eingeführt. Nach einem ersten Einführen halten nachfolgend beschriebene Haltemittel die ersten Bügelendabschnitte 12B und 14B in der Röhre.

In der Ruhestellung (die in 1 punktierte Darstellung) ist jeder Bügelkörper 12A bzw. 14A in die Röhre 22 eingeführt.

2 zeigt die Ruhestellung, in welcher die zwei Bügelkörper 12A und 14A in der Röhre 22 aufgenommen sind. Entsprechend der Geometrie der Röhre 22 und dem Querschnitt der Bügel 12 und 14, befinden sich die zwei Bügel 12 und 14, wenn sie diese Ruhestellung einnehmen, entweder nebeneinander, wie in 2 dargestellt, oder übereinander. Um das Einführen der Bügel 12 und 14 in die Röhre 22 zu erleichtern, läuft das freie Ende jedes ersten Bügelendabschnittes 12B und 14B spitz zu. Bei ihrem Einführen in die Röhre 22 lenken sich die zwei Bügel 12 und 14 somit gegenseitig ab, um aneinander zu gleiten. Dieses Gleiten kann erleichtert werden, wenn der erste Bügelendabschnitt 12B bzw. 14B ferner eine Krümmung aufweist, die es ihm ermöglicht, an der Innenwand der Röhre 22 in Anlage zu kommen, wenn der Bügel 12 bzw. 14 in der Ruhestellung ist. In diesem Fall wird sich der eingeführte zweite Bügel nämlich elastisch verformen, um entlang der Krümmung des zuvor eingeführten ersten Bügels zu gleiten.

3 zeigt die Brillenfassung in der Gebrauchsstellung mit den zwei Bügelkörpern 12A und 14A außerhalb der Röhre 22. Die zwei Bügelkörper 12A und 14A besitzen jeweils einen durchgehenden Teil 12D bzw. 14D, der eine durchschnittliche Flexibilität aufweist, die derart ist, daß der Bügelkörper steif genug ist, um im wesentlichen die Festigkeit eines herkömmlichen Bügels zu haben, die es dem Bügelkörper 12A bzw. 14A ermöglicht, seine Funktion zu gewährleisten, die darin besteht, die Brillenfassung im Gesicht des Benutzers an Ort und Stelle zu halten.

Außerdem besitzen die zwei Bügelkörper 12A und 14A jeweils einen flexiblen Bereich 12E bzw. 14E, der eine größere Flexibilität als der jeweilige durchgehende Teil 12D, 14D aufweist. In der Gebrauchsstellung bildet der flexible Bereich 12E bzw. 14E eine Abwinklung 12F bzw. 14F mit einem Krümmungsradius R, der vorzugsweise in der Größenordnung von 15 mm liegt.

Auf der einen Seite ermöglicht das Vorliegen dieser zwei Abwinklungen 12F und 14F den Bügeln 12 und 14, ab dem Augenblick, ab dem die flexiblen Bereiche 12E und 14E über eine ausreichende Länge aus der Röhre 22 herausgezogen sind, ihre Gebrauchsstellung auf natürliche Weise einzunehmen. Denn aufgrund der Krümmung der flexiblen Bereiche 12E und 14E positionieren sich die durchgehenden Teile der Bügel 12D und 14D, sobald diese aus der Röhre 22 heraus sind, im wesentlichen parallel zueinander und im wesentlichen quer zu den Gläsern 16 und 18, wie im Falle einer Brillenfassung mit herkömmlichen Bügeln.

Auf der anderen Seite können die Bügelkörper 12A und 14A, aufgrund der Flexibilität der Bereiche 12E und 14E leicht in die Röhre 22 eingeführt werden, um ihre Ruhestellung einzunehmen. Denn ein einfaches Öffnen des Winkels der Abwinklung 12F bzw. 14F durch manuelles Aufspreizen der Bügel 12 und 14, das darin besteht, die durchgehenden Teile 12D und 14D in die Verlängerung der Röhre 22 zu bringen, ermöglicht, den flexiblen Bereich 12E bzw. 14E derart zu verformen, daß jeder Bügelkörper 12A und 14A gegenüber der jeweiligen Öffnung 22' bzw. 22'' gelangt, um in die Röhre 22 eingeführt werden zu können.

Um den flexiblen Bereich 12E bzw. 14E zu erhalten, wird in mehreren Schritten verfahren. Die Bügel 12 und 14 werden derart in Form gebracht, daß die Abwinklung 12F bzw. 14F geformt wird, anschließend werden sie wärmebehandelt. Hierfür wird vorzugsweise eine Legierung mit hohem Kobaltgehalt, um die 40 %, als Material für die Herstellung der Bügel, beispielsweise Nivaflex, Elgiloy oder Phynox gewählt, das über mehrere Stunden zwischen 350°C und 550°C wärmebehandelt werden kann.

Die Flexibilität, die erforderlich ist, um einen Bereich zu erhalten, der flexibel genug ist, damit die Abwinklung 12F bzw. 14F auf reversible Weise geöffnet werden und wieder in ihre Position zurückgelangen kann, kann durch zwei unterschiedliche Mittel erhalten werden, die, je nachdem, miteinander kombiniert werden können und die vor oder nach der vorgenannten Wärmebehandlung der Bügel 12 und 14 durchgeführt werden können, wobei diese Mittel eine Verringerung des Querschnittes und/oder eine Wärmebehandlung, wie nachfolgend erläutert, umfassen.

Auf diese Weise kann der Flexibilitätsunterschied zwischen dem flexiblen Bereich 12E bzw. 14E und dem durchgehenden Teil 12D bzw. 14D durch Verringerung des Querschnitts des flexiblen Bereichs erhalten werden, die durch Streckziehen oder maschinelle Bearbeitung des flexiblen Bereichs 12E bzw. 14E erzielt wird.

Der verringerte Querschnitt 12E bzw. 14E weist eine gleichmäßige Änderung seiner Maße in wenigstens einer zu seiner Länge querverlaufenden Richtung auf. Während die Höhe des Bügels unverändert bleibt, kann sich beispielsweise seine Dicke zwischen einer Anfangsdicke von 0,40 mm, die bis auf 0,15 mm reduziert wird, anschließend erneut bis auf 0,40 mm erhöht wird, kontinuierlich ändern. So kann man beispielsweise etwa alle 3 mm die folgenden Maße haben: 0,40-0,30-0,20-0,15-0,20-0,30-0,40 mm. Der Querschnitt kann auch in seinen zwei Abmessungen verringert werden.

Es wurde beispielsweise festgestellt, daß durch die Wahl von Bügeln 12 und 14 aus Phynox, die im durchgehenden Teil 12D bzw. 14D einen Querschnitt von 2 mm auf 4 mm aufwiesen, die gewünschten mechanischen Eigenschaften dadurch erhalten wurden, daß diese Bügel 12 und 14 durch Erhitzen auf 500°C unter kontrollierter Atmosphäre für drei Stunden einem Härten unterzogen wurden und daß eine Bearbeitung des flexiblen abgewinkelten Bereichs 12F bzw. 14F dieser Bügel 12 und 14 mit den oben angegebenen Maßänderungen durchgeführt wurde. Der Flexibilitätsunterschied zwischen dem flexiblen Bereich 12E bzw. 14E und dem durchgehenden Teil 12D bzw. 14D kann auch durch eine lokale Wärmebehandlung, eventuell in Ergänzung zu der vorgenannten Verminderung des Querschnitts des flexiblen Bereichs 12E bzw. 14E erzielt werden.

Beispielsweise kann nach Durchführen der Härtebehandlung aller Bügel 12 und 14 und der Verringerung des Querschnitts des flexiblen Bereichs 12E bzw. 14E eine lokale Wärmebehandlung der flexiblen Bereiche 12E und 14E durchgeführt werden. Hierfür können vorteilhafterweise die Teile, die nicht der Behandlung unterzogen werden sollen, durch eine (nicht dargestellte) Muffel geschützt werden, die sinnvollerweise, insbesondere an den durchgehenden Teilen 12D und 14D und den zweiten Bügelendabschnitten 12C und 14C, die weniger flexibel bleiben sollen, angeordnet wird.

Die zweiten Bügelendabschnitte 12C und 14C können mit einem Spatel 24 bzw. 26 ausgestattet sein, der beispielsweise durch bekannte Mittel am Bügelendabschnitt 12C bzw. 14C befestigt ist. Diese Spatel 24 und 26 ermöglichen, die Bügel 12 und 14 zurückzuführen, um sie hinter dem Ohr des Benutzers festzuhalten, für einen guten Halt der Fassung 10, und müssen folglich auf starre Weise an den Bügelendabschnitten 12C und 14C befestigt werden. Die Spatel 24 und 26 können sinnvollerweise gewählt werden, um durch manuelles Verformen an die Morphologie des Benutzers angepaßt zu werden. Es können auch geradlinige Bügel 12 und 14 vorgesehen werden, die den Kopf des Benutzers über den Ohren leicht einklemmen, um die Fassung an Ort und Stelle zu halten. Auch in diesem Fall müssen die zweiten Endabschnitte 12C und 14C hinreichend steif sein.

Die 4 und 5 zeigen im Detail die Haltemittel 28'. Bei der gesamten weiteren Beschreibung wird man sich einzig und allein für den Bügel 12 interessieren, wobei gleichartige Haltemittel 28'' in der Nähe des anderen Endabschnittes 22'' der Röhre 22 vorhanden sind, um den Bügel 14 festzuhalten.

Vorteilhafterweise ist der Querschnitt S12 des Bügels 12 entlang zweier Richtungen D1 und D2 quaderförmig. Die zwei Richtungen D1 und D2 können im wesentlichen senkrecht verlaufen, so daß der Querschnitt des Bügels S12 rechteckig ist, mit Seiten 25A und 25B, die entlang der Richtung D1 im wesentlichen parallel verlaufen und die gleiche Länge aufweisen, sowie mit Seiten 25C und 25D, die entlang der Richtung D2 im wesentlichen parallel verlaufen und die gleiche Länge aufweisen. Wenn die vier Seiten 25A bis 25D die gleiche Länge aufweisen, ist der Querschnitt S12 quadratisch.

Beispielsweise umfassen die Haltemittel 28' – wie in 4 dargestellt – einen Halteansatz 27 der, entlang der Richtung D2 betrachtet, eine Scheibe 27 bildet, die wenigstens einen Durchmesser D27, gemessen entlang der Richtung D1, aufweist, der größer als die Länge L1 des Bügels in der gleichen Richtung ist.

Im allgemeinen weist der Halteansatz 27 in wenigstens einer zur Länge des Bügels 12 querverlaufenden Richtung eine Abmessung auf, die größer als die Abmessung des Bügelkörpers 12A in der gleichen Richtung ist. In der Fortsetzung der Beschreibung wird betrachtet, daß diese Querrichtung D1 ist und daß in dieser Richtung D1 die Abmessungen des Halteansatzes 27 und die Abmessung des Bügelkörpers 12A D27 bzw. L1 sind.

Bei dieser Ausbildung umfassen die Haltemittel 28' ferner eine erste Einschnürung 301, die an der Röhre 22 in dem ersten Endabschnitt 23' der Röhre 22 gebildet ist und die eine reduzierte Abmessung D301 in der ersten Richtung D1 aufweist, wie dies in 4 dargestellt ist. Diese reduzierte Abmessung D301 ist kleiner als die Abmessung D27 des Halteansatzes 27, damit letzterer bei Herausziehen des Bügels 12 aus der Röhre 22 gut gehalten wird, aber sie ist sehr leicht größer als L1, damit der Bügelkörper 12A ohne besondere Kraft wieder in die Röhre 22 hineinfahren kann.

In der Nähe der ersten Einschnürung 301 umfaßt die Röhre 22 eine zweite Einschnürung 302, die eine reduzierte Abmessung D302 aufweist, welche sich entlang der Richtung D2 erstreckt. Entsprechend der beschriebenen Geometrie des Bügels 12 sind die zwei Einschnürungen 301 und 302 folglich im wesentlichen orthogonal, was jedwede Drehung des Bügels 12 in der Röhre 22 verhindert.

In der Gebrauchsstellung bewirkt die zweite Einschnürung 302, die der Krümmung des ersten Bügelendabschnittes 12B zugeordnet ist, eine Begrenzung der Ausfederung des Bügels 12 in der Röhre 22 in einer zur Richtung D1 orthogonalen Ebene. Denn das Ende des Halteansatzes 27 gelangt in Anlage an die Innenwand der Röhre 22, und die Seiten 25A und 25B gelangen ihrerseits in Anlage an die Innenwände der zweiten Einschnürung 302.

Eine dritte Einschnürung 312 und eine vierte Einschnürung 311 sind in dem Endabschnitt 23' der Röhre 22 näher der Öffnung 22' ausgebildet. Die dritte Einschnürung 312, welche analog zur zweiten Einschnürung 302 ist, weist eine reduzierte Abmessung D312 entlang der Richtung D2 auf, während die vierte Einschnürung 311 analog zur ersten Einschnürung 301 ist und eine reduzierte Abmessung D311 entlang der Richtung D1 aufweist.

In der Gebrauchsstellung stützt sich der Bügelendabschnitt 12B, der in der Röhre 22 verbleibt, mit seinen Seiten 25A und 25B an der zweiten Einschnürung 302 und dritten Einschnürung 312 ab, wodurch die mögliche Ausfederung des Bügels 12 noch mehr begrenzt wird, wie dies in 6 dargestellt ist. Die vierte Einschnürung 311, die der ersten Einschnürung 301 zugeordnet ist, ermöglichen ihrerseits, die Ausfederung des Bügels 12 in die andere Richtung, nämlich in einer zur Richtung D2 orthogonalen Ebene, durch Abstützen der Seiten 25C und 25D an den Innenwänden der ersten 301 und der vierten 311 Einschnürung zu verringern.

Wenn die vier Einschnürungen 301, 302, 311 und 312 vorhanden sind, definieren sie zusammen acht Stütz- oder Auflagepunkte, was ermöglicht, das Einführen des Bügels 12 in die Röhre 22 durch Gleiten über diese acht Punkte zu erleichtern.

Die Einschnürungen 301, 302, 311 und 312 werden einfach durch örtlich begrenzte Abschnürungen der Röhre entlang der ersten bzw. der zweiten Richtung D1 bzw. D2 hergestellt.

Um dies zu bewerkstelligen, können beispielsweise die Einschnürung oder Einschnürungen in der zweiten Richtung D2 (zweite Einschnürung 302 und/oder dritte Einschnürung 312) ausgebildet werden, anschließend die Bügel 12 und 14 eingeführt werden, welche die Einschnürungen problemlos durchqueren, da ihr jeweiliger Ansatz 27, 29 in der anderen Richtung D1 liegt, und schließlich können die Einschnürung oder Einschürungen in der ersten Richtung D1 (erste Einschnürung 301 und eventuell vierte Einschnürung 311) ausgebildet werden, so daß das Herausziehen der Bügel 12 und 14 aus der Röhre 22 verhindert wird.

All diese Einschnürungen 301, 302, 311 und 312 können auch nacheinander oder gleichzeitig ausgebildet werden, nachdem zuvor die jeweiligen Ansätze 27 und 29 der Bügel 12 und 14 in die Röhre 22 eingeführt wurden, wobei darauf geachtet wird, daß sie in der Röhre 22 an Ort und Stelle gehalten werden, bis die erste Einschnürung 301 vollendet ist.

Nach einer zweiten Ausführungsform, die in den 7 bis 10 dargestellt ist, sind die eine Aufnahme bildenden Mittel von einer Röhre 122 und zwei Hülsen 132 gebildet, die jeweils in die Röhre 122 über ihre Öffnungen 122' und 122'' eingeführt werden. Die Bezugszeichen bleiben für all die Elemente, die den beiden Ausführungsformen gemein sind, unverändert, insbesondere die Bügel 12 und 14 sind identisch. Bei dieser zweiten Ausführungsform umfassen die Haltemittel 128' die jeweiligen Halteansätze 27 der Bügel 12 und 14.

7 zeigt in durchgezogenen Linien die Gebrauchsstellung, in der die Bügel 12 und 14 aus der Röhre 122 herausgezogen sind. Die Ruhestellung, in der die zwei Bügel 12 und 14 in der Röhre 122 aufgenommen sind, ist in punktierten Linien dargestellt.

Jede Hülse 132 ist wenigstens teilweise in die Röhre 122 über deren erste bzw. zweite Öffnung 122' bzw. 122'' eingeführt, so daß die Hülsen 132 in der Nähe des ersten bzw. des zweiten Endabschnittes 123' bzw. 123'' der eine Aufnahme bildenden Mittel vorliegen.

Eine Kappe 134 ist an jedem der Endabschnitte 123' und 123'' der eine Aufnahme bildenden Mittel angeordnet, so daß eine jede der Hülsen 132 sowie eine jede der Öffnungen 122' bzw. 122'' der Röhre 122, die – insbesondere bei einer feinen Fassung – etwas unschön sein können, bedeckt und verdeckt werden.

Diese Kappen 134, die in den 8 und 9 detaillierter dargestellt sind, sind vorzugsweise zylindrisch und werden auf die Außenkontur der Röhre 122 aufgeschoben. Die Kappen 134 können an der Röhre festgeklebt oder festgeschweißt werden. Der Boden 136 jeder Kappe 134 weist eine durchgehende Öffnung 138 angepaßter Größe auf, um das Durchführen des entsprechenden Bügels 12 und 14 zu ermöglichen.

Die Öffnung 138 jeder Kappe 134 ist vorzugsweise kreisförmig, so daß die Ausbildung einer solchen Kappe 134 sehr einfach ist. Um der Geometrie des Bügels 12 oder 14, der seinerseits einen rechteckigen Querschnitt S12 (der in 10 dargestellt ist) aufweist, möglichst nahe zu sein, ist der Durchmesser D138 dieser Öffnung 138 vorzugsweise geringfügig größer ist als die größte Abmessung des Bügels, im vorliegenden Fall als die Länge L1 der Seiten 25A und 25B entlang der ersten Richtung D1.

Für die gesamte weitere Beschreibung wird ein Endabschnitt 123' der Röhre 122 mit seiner in diesen Endabschnitt 123' eingeführten Hülse 132 betrachtet, wobei der andere Endabschnitt mit seiner anderen Hülse entsprechend ist.

Die erste Einschnürung 1301 ist in dieser zweiten Ausführungsform an der Hülse 132 in der Nähe ihres ersten Endes 132A, das der Innenseite der Röhre 122 zugewandt ist, ausgebildet. Im vorliegenden Fall, in 8, weist die Hülse 132 eine Durchmesserabmessung in der ersten Richtung D1 auf, die kleiner als die Abmessung D27 des Halteansatzes 27 der Haltemittel 128' und dabei größer als die Abmessung L1 des Bügelkörpers 12A ist.

So entspricht die erste Einschnürung 1301 nicht notwendigerweise einem Hülsenteil mit einer im Vergleich zum Innendurchmesser D132 der Hülse 132 verringerten Durchmesserabmessung, sondern sie wird durch die verkleinerte Verjüngung zwischen der Hülse 132 und der Röhre 122, im vorliegenden Fall durch eine Durchmesserabmessung D1301 der Hülse 132 gebildet, die kleiner als der Innendurchmesser der Röhre 122 ist.

Außerdem weist die Hülse 132 zwei diametral gegenüberliegende Nuten 1401 und 1402 auf, die sich in eine Richtung D3, d.h. entlang der Länge der Hülse 132 erstrecken, so daß der Halteansatz 27 in der Gebrauchsstellung gehalten wird. Diese Nuten 1401 und 1402 können beispielsweise gleichzeitig mit Hilfe einer Säge hergestellt werden, die sich in die Richtung D3 bewegt. Diese dritte Richtung D3 bildet vorteilhafterweise mit der ersten und zweiten Richtung D1 und D2 einen im wesentlichen orthogonalen Richtpunkt.

Da der Halteansatz 27 einen Durchmesser D27 aufweist, der größer als der Innendurchmesser D132 der Hülse 132, jedoch deutlich kleiner als der Innendurchmesser D122 der Röhre 122 ist, gelangt der Halteansatz 27 demzufolge am Grund 142 wenigstens einer der zwei Nuten 1401, 1402 in Anlage. Die erste Einschnürung 1301 weist somit entlang der ersten Richtung D1 eine verringerte Abmessung D1301 auf, die im wesentlichen gleich dem Innendurchmesser D132 der Hülse 132 ist.

Die zweite Einschnürung 1302, die vorzugsweise am zweiten Ende 132B der Hülse 132 zur Außenseite der Röhre 122 ausgebildet ist, weist ihrerseits tatsächlich eine verringerte Abmessung D1302 in wenigstens einer Richtung auf. Im vorliegenden Fall mit der zuvor beschriebenen Ausbildung des Halteansatzes 27 ist diese Richtung die zweite Richtung D2.

Diese Abmessung D1302 ist geringer als die Abmessung D132 der Hülse 132, so daß in der Gebrauchsstellung die der Krümmung des ersten Bügelendabschnittes 12B zugeordnete zweite Einschnürung 1302 eine Begrenzung der Ausfederung des Bügels 12 in der Hülse 132 in einer zur ersten Richtung D1 orthogonalen Ebene zur Folge hat. Denn das Ende des Halteansatzes 27 kommt an der Innenwand 142 wenigstens einer Nut 1401, 1402 zur Anlage, während die Seiten 25A und 25B ihrerseits an den Innenwänden der zweiten Einschnürung 1302 zur Anlage kommen.

Vorteilhafterweise weist die zweite Einschnürung 1302 ferner in der ersten Richtung D1 eine Abmessung auf, die größer als die Abmessung des Durchmessers D122 der Röhre 122 ist, und weist die Röhre 122 in der Nähe ihres Endabschnittes 123' zwei Nuten 1441 bzw. 1442 in der zweiten Richtung D2 auf. Diese Nuten 144 ermöglichen, die Hülse 132 durch im wesentlichen permanentes Zusammenwirken der Hülse 132 mit den Wänden und dem Grund der Nuten 1441 und 1442 gut in der Röhre 122 zu halten, nach dem gleichen Prinzip nach dem der Halteansatz 27 in den zuvor beschriebenen, an der Hülse 132 vorhandenen Nuten 1401 und 1402 gehalten wird.

Im vorliegenden Fall wird die zweite Einschnürung 1302 durch die Kappe 134 gegen den Grund 146 wenigstens der zwei Nuten 1441, 1442 der Röhre 122 gedrückt, die dann bestrebt sind, die Hülse 132 zum Inneren dieser zu drücken. Eine Befestigung der Hülse 132 durch Kleben, Schweißen oder jedwedes andere bekannte Befestigungsmittel kann ermöglichen, den richtigen Halt der Hülse 132 in der Röhre 122 zu gewährleisten.


Anspruch[de]
Brillenfassung umfassend:

– zwei Bügel (12, 14), die jeweils einen Bügelkörper (12A, 14A) zwischen einem ersten Bügelendabschnitt (12B, 14B) und einem zweiten Bügelendabschnitt (12C, 14C) umfassen,

– einen Fassungskörper (10; 110), der eine Aufnahme bildende Mittel (22; 122, 132) aufweist, in denen ein jeder der ersten Bügelendabschnitte (12B, 14B) gelagert ist und in die ein jeder der Bügelkörper (12A, 14A) über eine erste Öffnung (22'; 122') bzw. eine zweite Öffnung (22''; 122'') der eine Aufnahme bildenden Mittel (22; 122, 132) eingeführt werden kann, um eine Ruhestellung einzunehmen, wobei die Bügelkörper (12A, 14A) geeignet sind, aus diesen eine Aufnahme bildenden Mitteln (22; 122, 132) herausgezogen zu werden, um eine Gebrauchsstellung einzunehmen, wobei die eine Aufnahme bildenden Mittel (22; 122, 132) einen ersten Endabschnitt (23'; 123') und einen zweiten Endabschnitt (23''; 123'') aufweisen, die in der Nähe der ersten bzw. zweiten Öffnung (22', 22''; 122', 122'') gelegen sind, und

– Haltemittel (28'; 128'), um einen jeden der ersten Bügelendabschnitte (12B, 14B) in der Gebrauchsstellung in dem ersten Endabschnitt (23'; 123') bzw. zweiten Endabschnitt (23''; 123'') der eine Aufnahme bildenden Mittel (22; 122, 132) zu halten, wobei die ersten Bügelendabschnitte (12B, 14B) jeweils einen Halteansatz (27, 29) aufweisen,

dadurch gekennzeichnet, daß ein jeder der Endabschnitte (23', 23''; 123', 123'') der eine Aufnahme bildenden Mittel (22; 122, 132) wenigstens eine erste Einschnürung (301; 1301) aufweist, die geeignet ist, jeden Halteansatz (27, 29) in den eine Aufnahme bildenden Mitteln (22; 122, 132) zu halten, und

dadurch, daß in der Nähe des ersten Bügelendabschnittes (12B, 14B) jeder Bügelkörper (12A, 14A) einen flexiblen Bereich (12E, 14E) aufweist, der eine höhere Flexibilität als ein durchgehender Teil (12D, 14D) des Bügelkörpers (12A, 14A) aufweist und der in der Gebrauchsstellung eine Abwinklung (12F, 14F) bildet, welche geeignet ist, durch elastische Verformung geöffnet zu werden, um in der Ruhestellung in die eine Aufnahme bildenden Mittel (22; 122, 132) einzudringen und die – wenn sie aus den eine Aufnahme bildenden Mitteln (22; 122, 132) herausgezogen wird – auf natürliche Weise durch Elastizität wieder ihre Abwinklungsform (12F, 14F) annimmt, wodurch jeder Bügelkörper (12A, 14A) seine Gebrauchsstellung erhält.
Fassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Einschnürung (301; 1301) eine verringerte Abmessung (D301; D1301) in wenigstens einer ersten Richtung (D1) aufweist. Fassung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein jeder der Endabschnitte (23', 23''; 123', 123'') der eine Aufnahme bildenden Mittel (22; 122, 132) ferner in der Nähe jeder ersten Einschnürung (301; 1301) eine zweite Einschnürung (302; 1302) aufweist, die eine verringerte Abmessung (D302; D1302) in einer zweiten Richtung (D2) aufweist. Fassung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Richtung quer zur ersten Richtung (D1) verläuft. Fassung nach irgendeinem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein jeder der Endabschnitte (23', 23'') der eine Aufnahme bildenden Mittel (22) ferner – näher der Öffnung (22', 22'') – eine dritte Einschnürung (312) umfaßt, die eine verringerte Abmessung (D312) in der zweiten Richtung (D2) aufweist. Fassung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein jeder der Endabschnitte (23', 23'') der eine Aufnahme bildenden Mittel (22) ferner eine vierte Einschnürung (311) umfaßt, die analog zur ersten Einschnürung (301) ist, die sich jedoch näher der Öffnung (22', 22'') befindet. Fassung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Aufnahme bildenden Mittel (122, 132) eine Röhre (122) und zwei Hülsen (132) umfassen, die an dem ersten bzw. zweiten Endabschnitt (123', 123'') der eine Aufnahme bildenden Mittel (122, 132) in die genannte Röhre (122) eingeführt sind. Fassung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß für einen jeden der Endabschnitte (123', 123'') der Röhre (122) die erste Einschnürung (1301) von einem Teil der Hülse (132) gebildet ist, der in den betrachteten Endabschnitt (123', 123'') eingeführt ist. Fassung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Inneren der Röhre (122) gewandte Ende (132A) jeder Hülse (132) wenigstens eine Nut (1401, 1402) aufweist, in die der Halteansatz (27) des Bügels (12, 14), der mit der betrachteten Hülse (132) zusammenwirkt, eingefügt werden kann. Fassung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß das innerhalb der Röhre (122) befindliche Ende (132A) jeder Hülse (132) zwei Nuten (1401, 1402) aufweist, in wenigstens eine dieser der Halteansatz (27) des Bügels (12, 14), der mit der betrachteten Hülse (132) zusammenwirkt, eingefügt werden kann. Fassung nach den Ansprüchen 2 und 7 sowie nach irgendeinem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß für einen jeden der Endabschnitte (123', 123'') der eine Aufnahme bildenden Mittel (122, 132) die zweite Einschnürung (1302) von einem Teil der Hülse (132) gebildet ist. Fassung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner zwei Kappen (134) umfaßt, die jeweils einen der Endabschnitte (123', 123'') der eine Aufnahme bildenden Mittel (122, 132) bedecken und die von dem jeweiligen Bügel (12, 14) durchgriffen werden. Fassung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Aufnahme bildenden Mittel (22) von einer einzigen Röhre (22) gebildet sind und daß jede Einschnürung (301, 302, 311, 312) an der ein einziges Teil bildenden Röhre (22) ausgebildet ist. Fassung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Bügel (12, 14) einen quaderförmigen Querschnitt (S12) aufweist, dessen Seiten (25A, 25B, 25C, 25D) sich entlang der ersten und zweiten Richtung (D1, D2) erstrecken, so daß sich keiner der Bügel (12, 14) in den eine Aufnahme bildenden Mitteln (22; 122, 132) drehen kann. Fassung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügelkörper (12A, 14A) und der erste Bügelendabschnitt (12B, 14B) ein einziges Teil bilden. Fassung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Abwinklung (12F, 14F) einen Krümmungsradius (R) in der Größenordnung von 15 mm aufweist. Fassung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Bügel (12, 14) wärmebehandelt ist. Fassung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Bereich (12E, 14E) einen wärmebehandelten lokalen Bereich (12E, 14E) aufweist. Fassung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Bereich (12E, 14E) ferner einen verringerten Querschnitt (12E, 14E) gegenüber dem durchgehenden Teil (12D, 14D) des Bügelkörpers (12A, 14A) aufweist. Fassung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der verringerte Querschnitt (12E, 14E) des Bügelkörpers (12A, 14A) durch Streckziehen erhalten wird. Fassung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der verringerte Querschnitt (12E, 14E) des Bügelkörpers (12A, 14A) durch maschinelle Bearbeitung erhalten wird.






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