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Dokumentenidentifikation DE102004012354B4 31.10.2007
Titel Elektrischer Gurtwickler
Anmelder ProVita GmbH, 63584 Gründau, DE
Erfinder Lott, Oswald, 63584 Gründau, DE
Vertreter Staudt, A., Dipl.-Ing. Univ., Pat.-Anw., 63674 Altenstadt
DE-Anmeldedatum 11.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004012354
Offenlegungstag 30.09.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse E06B 9/68(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E06B 9/88(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen elektrischen Gurtwickler, umfassend ein Basismodul in Kombination mit einem Tastaturmodul, wobei das Basismodul einen Träger aufweist, an dem ein an einer Spannungsquelle elektrisch angeschlossener Motor, eine Aufwickelspule zum Aufwickeln des Gurts, und ein mit der Aufwickelspule verbundenes Schneckenrad, das über eine Antriebsschnecke mit einem zum Motor kuppelnden Untersetzungsgetriebe in Antriebsverbindung steht, befestigt sind, und wobei das Tastaturmodul Bedienelemente zum Schalten des Motors trägt.

Im Zuge der Automatisierung im Haushaltsbereich werden in den letzten Jahren zunehmend handbetätigte Rollladengurtwickler durch elektrische Gurtwickler ersetzt. Häufig sind die vorhandenen Gurtwickler in Einbaukästen untergebracht, deren Abmessungen genormt sind. Derzeit sind vier verschiedene Unterputz-Einbaukästen für Rollladengurtwickler mit den Typenmaßen 105, 135, 160 und 185 mm im Einsatz, die für die Unterbringung von Gurtlängen von etwa 3,5 bis 12 m geeignet sind. Der aus dem Einbaukasten herausragende Teil des Gurtwicklers ist mit einer an der Wand anliegenden Abdeckung versehen. Um bei Unterputz-Gurtwicklern eine gefällige Anmutung zu erreichen, wird eine möglichst flache und insgesamt kleine Abdeckung angestrebt.

Zu diesem Zweck wird in der EP 0 924 379 A2 ein Gurtwickler für eine Verdunkelungseinrichtung gemäß der eingangs genannten Gattung vorgeschlagen, der im Wesentlichen aus einem in eine vorhandene Wandausnehmung passenden Gehäuse besteht, das mit einer Frontblende nach außen abgeschlossen ist. Innerhalb des Gehäuses finden eine Aufwickelspule zum Aufwickeln des Gurts, ein Schneckenrad, das über eine Antriebsschnecke mit einem Antriebsrad eines Untersetzungsgetriebes und damit mit dem Motor in Antriebsverbindung steht sowie der Motor selbst Platz. Der Motor ist als hoch kompakter Elektromotor ausgeführt, der über eine elektronische Gleichrichterschaltung direkt an Netzspannung anschließbar ist. Mittels Bedienelementen, die in der am Gehäuse fixierbaren Frontblende von außen zugänglich sind, ist der Motor schaltbar.

Der Austausch eines vorhandenen Gurtwicklers durch einen neuen Gurtwickler kann einen Eingriff in die Bausubstanz erfordern. Um diesen Eingriff so gering wie möglich zu halten, sollte der neue Gurtwickler für eine Umrüstung vorhandener Gurtantriebe unterschiedlicher Maße – seien diese manuell oder elektrisch betrieben – geeignet sein. Der bekannte Gurtwickler kann dies nur gewährleisten, wenn die vorhandene Wandausnehmung zu den vorgegebenen Maßen des Gehäuses passt. Weiterhin stellt der Anschluss des im Gehäuse angeordneten Motors an die Haus-Netzspannung eine gewisse Gefahrenquelle dar, welche die Montage des Gurtwicklers sowie Wartungsarbeiten bei Störfällen durch einen Laien erschwert.

Beim Einsatz elektrischer Gurtwickler ergibt sich im Übrigen allgemein das Problem, dass derartige Geräte in der Lage sein müssen, die zum Teil erheblichen Gewichte der verschiedenen Rollladenpanzer in möglichst kurzer Zeit auf und ab zu bewegen. Im Sinne einer hohen Betriebssicherheit sind zudem Schlupf und Verhaken des Rollladengurts möglichst zu vermeiden und Störungen sollten gegebenenfalls ohne großen Aufwand beseitigt werden können.

Die EP 924 379 A2 beschreibt einen elektrischen Gurtwickler der eingangs genannten Gattung, bei dem der Motor als Gleichstrom-Kollektormotor ausgeführt ist, der über eine elektronische Gleichrichterschaltung direkt an die Wechselstrom-Netzspannung von 220 V bis 240 V anschließbar ist. Die elektronische Gleichrichterschaltung für die Stromversorgung des Motors und für die Steuerelektronik ist auf einer Leistungsplatine vorgesehen, die innerhalb des Gurtwickler-Gehäuses angeordnet ist und die über eine Steckverbindug mit einer Steuerplatine für die Steuerelektronik verbunden ist. Nach dem Lösen dieser Steckverbindung ist zwar die Steuerplatine spannungsfrei, jedoch nicht die Leistungsplatine.

In der DE 36 36 855 A1 geht es um ein Getriebe für einen Gurtwickler. Ein Ausführungsbeispiel zeigt einen Gurtwickler in einem Unterputz-Gurtkasten, in dem der Motor, das Getriebe und ein Transformator angeordnet sind. Die wandseitige Gurtkastenöffnung ist von einer Abdeckung abgedeckt, von der ein Anschlusskabel abgeht, das offenbar zum Transformator durchgeführt ist. Über den Verlauf des Stromanschlusses werden keine Angaben gemacht.

Aus der DE 32 14 235 C3 ist ein weiterer Gurtwickler der eingangs genannten Gattung bekannt. Der Motor ist als Gleichstrommotor ausgeführt, der entweder über einen Transformator oder einen Gleichrichter direkt an Netzspannung angeschlossen ist, oder dessen Energieversorgung bei netzfreiem Betrieb über einen Akkumulator erfolgt, der innerhalb des Gurtkastens angeordnet ist, und der mittels Solarzellen aufgeladen wird, welche auf der Gurtkastenabdeckung angeordnet sind.

Weiterhin ist in der DE 101 40 961 A1 ein Gurtwickler beschrieben, mit einem Motor und einer Steuereinheit. Der Motor ist in einem Gurtwicklergehäuse untergebracht, und die Steuereinheit ist als eine von dem Gehäuse abnehmbare Steuereinrichtung ausgebildet und über eine elektrische Steckverbindung mit dem Motor verbunden. Zum Betrieb der elektronischen Bauteile der abnehmbaren Steuereinheit verfügt dieses über eine eigene Stromversorgung in Form einer wiederaufladbaren Batterie.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen preisgünstigen elektrischen Gurtwickler bereitzustellen, der sich durch hohe Betriebssicherheit auszeichnet und der insbesondere auch von einem Laien gefahr- und problemlos installiert und gewartet werden kann.

Diese Aufgabe wird ausgehend von dem eingangs genannten elektrischen Gurtwickler erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der elektrische Anschluss zu der Spannungsquelle eine lösbare elektrische Verbindung zwischen einem ersten, am Tastaturmodul angeordneten Kontaktelement und einem zweiten, am Basismodul angeordneten Kontaktelement umfasst, wobei diese elektrische Verbindung beim Entfernen des Tastaturmoduls vom Basismodul selbsttätig unterbrochen wird, so dass das Basismodul spannungsfrei wird.

Beim erfindungsgemäßen Gurtwickler erfolgt die Stromversorgung für den Elektromotor über das Tastaturmodul. Hierzu ist ein am Tastaturmodul angeordnetes, erstes Kontaktelement – aber nicht der Motor direkt, wie bei dem bekannten Gurtwickler – mit dem elektrischen Anschluss zu der Netzspannung verbunden. Das am Tastaturmodul angeordnete, erste Kontaktelement bildet in elektrischem Kontakt mit einem zweiten Kontaktelement, das am Basismodul angeordnet ist, eine elektrische Verbindung, die Teil der Stromversorgung des Motors ist. Basismodul und Tastaturmodul sind lösbar miteinander verbunden. Die elektrische Verbindung und damit die Stromversorgung für den Motor wird hergestellt, wenn das Tastaturmodul mit dem Basismodul verbunden, und dadurch der Kontakt zwischen dem ersten und dem zweiten Kontaktelement hergestellt ist. Die elektrische Verbindung und damit die Stromversorgung für den Motor wird unterbrochen, sobald das Tastaturmodul von dem Basismodul gelöst, und damit die elektrische Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Kontaktelement unterbrochen ist.

Dadurch wird gewährleistet, dass bei abgenommenem Tastaturmodul alle übrigen Teile des Gurtwicklers spannungsfrei sind.

Die modulare Bauweise des erfindungsgemäßen Gurtwicklers, also das Basismodul und das mit diesem lösbar verbundene Tastaturmodul, in Verbindung mit der Art und Weise der Herstellung des Stromanschlusses führt dazu, dass der elektrische Stromkreis von der Spannungsquelle zum Elektromotor hin erst dann geschlossen wird, wenn das Tastaturmodul mit dem Basismodul verbunden wird. Die Netzspannung liegt daher erst nach Abschluss der Installationsarbeiten an, die im Wesentlichen in der Montage des Basismoduls und dem Einrichten und Fixieren des Gurts bestehen. Dadurch werden die mit dem elektrischen Anschluss des Gurtwicklers und die mit dem mit hohen Umdrehungszahlen drehenden Motor einhergehenden Verletzungsgefahren ausgeschlossen, so dass auch ein Laie die Erstmontage oder nachträgliche Wartungsarbeiten am Basismodul gefahrlos ausführen kann.

Darüber hinaus ermöglicht diese Bauweise eine Ausbildung des Basismoduls ohne ein die wesentlichen Teile umgebendes Schutzgehäuse, das ansonsten bei einem nicht spannungsfreien Basismodul aus Sicherheitsgründen vorhanden sein sollte. Diese Gehäusefreiheit des Basismoduls hat wiederum Vorteile im Hinblick auf Montage, Wartung und Preis des Gurtwicklers.

Daher ist der erfindungsgemäßen Gurtwickler beim Einsatz für die Unterputzmontage vorteilhafterweise mit einem gehäusefreien Basismodul ausgebildet.

Infolge der Gehäusefreiheit können die Vorgaben durch die Installation jedes vorhandenen Gurtwicklers, die sich im Wesentlichen aus den Abmessungen der Maueröffnung und aus der Gurtlänge und -breite ergeben, problemlos übernommen werden. Weder ist eine Anpassung der Maueröffnung an ein Gehäuse erforderlich, noch eine – in der Regel nicht zu realisierende – Anpassung eines vorhandenen Gehäuses an einen zu langen oder zu breiten Gurt. Der erfindungsgemäße Gurtwickler mit gehäusefreiem Basismodul vereinfacht es, die vorher vorhandene Installation nachzubilden, so dass aufwändige Umbauarbeiten entfallen. Darüber hinaus ist die Mechanik bei einem gehäusefreien Basismodul leichter zugänglich und die Kosten für ein Gehäuse werden eingespart.

Dabei hat es sich auch als vorteilhaft erwiesen, wenn zum Einlegen des Gurts die Aufwickelspule aus der Antriebsverbindung zum Untersetzungsgetriebe lösbar ist.

Infolge der Spannungsfreiheit des Basismoduls kann beim erfindungsgemäßen Gurtwickler der Gurt gefahrlos von Hand in die Aufwickelspule eingelegt werden. Das Einlegen des Gurtes von Hand erfordert eine oder mehrere Drehungen der Aufwickelspule um ihre Drehachse. Das Untersetzungsgetriebe ist jedoch aufgrund gesetzlicher Vorschriften selbsthemmend ausgebildet, und ein Motorantrieb ohne aufgesetztes Tastaturmodul ist nicht möglich. Erfindungsgemäß ist deshalb vorgesehen, dass die Aufwickelspule aus der Antriebsverbindung zum Untersetzungsgetriebe lösbar ist. Nach dem Lösen ist die Aufwickelspule auch ohne Stromversorgung von Hand drehbar, so dass der Gurt gefahrlos eingelegt werden kann – vergleichbar mit dem Einlegen eines Films in einen Fotoapparat. Dabei kann auch sofort die ordnungsgemäße Funktion der Wicklung überprüft werden. In diesem Zusammenhang und insbesondere auch im Hinblick auf eine geringe Bauhöhe hat es sich als günstig erwiesen, wenn die Aufwickelspule mit dem Schneckenrad verbunden ist.

Aufwickelspule und Schneckenrad bilden eine gemeinsame, unmittelbar durch das Schneckenrad angetriebene Baueinheit und sind fest oder zumindest in Drehrichtung formschlüssig miteinander verbunden. In der zuletzt genannten Ausführungsform kann die Aufwickelspule einfach von dem Schneckenrad abgenommen werden, was das Einlegen des Gurtes erleichtert. Hierfür ist es weder notwendig, das Schneckenrad von dem Getriebe zu entkoppeln, noch ein Getriebeteil aus seiner Verzahnung zu lösen. Durch ein großes Schneckenrad können Getriebestufen eingespart und die Bauhöhe vermindert werden.

Im Hinblick auf eine hohe Betriebssicherheit hat es sich jedoch auch bewährt, wenn Aufwickelspule und Schneckenrad einstückig ausgebildet sind.

In dem Fall ist die Kombination von Aufwickelspule und Schneckenrad aus dem Untersetzungsgetriebe lösbar, so dass das Einlegen des Gurtes erleichtert wird. Außerdem wird ein gegenseitiges Verdrehen und damit ein unbeabsichtigter Schlupf des Gurtes oder ein Abrutschen des Rollladenpanzers verhindert.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Aufwickelspule eine die Spulenachse umgebende Innenhülse auf, die von einer Halbschale unter Bildung eines seitlich offenen und einen Teilkreis umspannenden Ringspalts für die Aufnahme des Gurts umgeben ist.

Die Aufwickelspule weist einen seitlich offenen Ringspalt auf, der die Spulenachse teilweise umgibt, und der zum Einlegen des Gurtes dient. Der Ringspalt ist zwischen einer Innenhülse und einer äußeren Hülse ausgebildet, die einen Teil der Innenhülse halbschalenförmig (vorzugsweise mehr als 180 Winkelgrad) umgibt. Im Bereich der beiden freien Enden der äußeren halbschalenförmigen Hülse weist der Ringspalt einen Einlass-Schlitz für den Gurt und einen Auslass-Schlitz auf. Infolge seiner gekrümmten Führung in dem kreisförmigen Ringspalt wird der Gurt in der Aufwickelspule eingeklemmt, so dass ein Abrutschen verhindert wird. Diese Klemmwirkung wird noch verstärkt, wenn im Bereich von Einlass-Schlitz und/oder Auslass-Schlitz eine zwangsweise Umlenkung des Gurtes bewirkt wird, beispielsweise durch eine in Richtung der Spulenachse verlaufende Längsrippe auf der Außenmantelfläche der Innenhülse in diesem Bereich.

Vorzugsweise ist die elektrische Verbindung als Steckverbindung ausgeführt, mittels der Basismodul und Tastaturmodul elektrisch miteinander verbunden werden. Das Steckelement auf Seiten des Tastaturmoduls bildet hierbei das erste Kontaktelement im Sinne der Erfindung, und das Gegenstück auf der Seite des Basismoduls bildet das zweite Kontaktelement.

Eine Steckverbindung ist wenig fehleranfällig, lässt sich daher auch von einem Laien einfach herstellen, und verbessert insofern auch die Betriebssicherheit des erfindungsgemäßen Gurtwicklers. Beispielsweise ist das erste Kontaktelement auf Seiten des Tastaturmoduls als berührungssichere Buchse ausgelegt, die einen elektrischen Kontakt mit einem Gegenstück auf Seiten des Basismoduls in Form eines Stiftes bildet. Die elektrische Steckverbindung kann gleichzeitig zur mechanischen Verbindung der beiden Module beitragen.

Aus Sicherheitsgründen wird eine Steckverbindung bevorzugt, die einen vorauseilenden Massekontakt aufweist.

Beim Schließen des Steckkontaktes verbindet der vorauseilende Massekontakt zuerst die Masse und erst dann die Pole der Spannungsquelle miteinander. Dadurch wird gewährleistet, dass erst dann ein Strom fließen kann, wenn eine Erdung vorhanden ist. Umgekehrt wird beim Lösen der Steckverbindung die vorauseilende Masse-Verbindung erst gelöst, wenn die Pole der Spannungsquelle getrennt sind.

Eine weitere Verbesserung im Hinblick auf die Betriebssicherheit der erfindungsgemäßen Gurtwicklers wird erreicht, wenn das Tastaturmodul mit einem Gehäuse aus elektrisch isolierendem Material gemäß der elektrischen Schutzklasse 2 nach VDE 0110/160 ausgeführt ist.

Abgesehen von der Ausbildung des Gehäuses aus elektrisch isolierendem Material bedeutet dies unter anderem auch, dass die im Tastaturmodul vorgesehenen elektrischen Bauteile nicht ohne weiteres von außen zugänglich sein dürfen. Zu diesem Zweck ist das Tastaturmodul-Gehäuse allseitig geschlossen ausgebildet, wobei etwaige Gehäusedurchlässe für Sensoren und dergleichen für einen Prüffinger (Normfinger) nicht passierbar sind.

Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Träger eine Befestigungsschiene zur Befestigung des Basismoduls an einem Einbaukasten, mindestens zwei sich im Einbaukasten mit ihren Flachseiten gegenüberliegende Lagerstege für die Lagerung des Motors sowie zwei sich senkrecht zu den Flachseiten der Lagerstege erstreckende und sich im Einbaukasten mit ihren Flachseiten gegenüberliegende Lagerplatten für die Lagerung der Aufwickelspule aufweist, wobei die Befestigungsschiene beidseitig der Schmalseiten einer länglichen Einbauöffnung mit einem Lochmuster versehen ist, mit Lochabständen, die für Einbaukästen mit den Typenmaßen 105 mm, 135 mm, 160 mm und 185 mm geeignet sind.

Der Träger besteht dabei aus einer einfachen Baueinheit, die einerseits zur Befestigung des Basismoduls an einem vorhandenen Einbaukasten dient, und die andererseits Lagerelemente aufweist, unter anderem für die Lagerung von Motor und Aufwickelspule. Auf ein Gehäuse, wie es aus dem Stand der Technik bekannt ist, kann dabei verzichtet werden. Die oben erläuterten Nachteile, die ein Gehäuse mit sich bringt, wenn es nicht zu einer vorhandenen Installation passt, werden dadurch vermieden. Außerdem sind die am Träger gehaltenen Bauteile des Gurtwicklers einfacher zugänglich, was sich insbesondere beim Einlegen des Gurts im Rahmen der Erstmontage und bei Wartungsarbeiten vorteilhaft auswirkt.

Das Lochmuster der Befestigungsschiene gewährleistet einen vielfältigen und problemlosen Einsatz des erfindungsgemäßen Gurtwicklers, indem das Basismodul in den derzeit gängigen Einbaukästen ohne Eingriffe in die Bausubstanz montiert werden kann. Diese Maßnahme erleichtert die Montage durch einen Laien und trägt insoweit weiter zur Verbesserung der Handhabbarkeit und der Betriebssicherheit des Gurtwicklers bei. Das Lochmuster ist in der Regel durch eine einreihige Bohrungsreihe oder durch paarweise nebeneinander angeordnete Bohrungen ausgeführt.

In diesem Zusammenhang hat es sich besonders bewährt, wenn das Lochmuster auf derjenigen Schmalseite der Einbauöffnung, die dem in den Einbaukasten einlaufenden Gurt abgewandt ist, Lochpaare für mindestens zwei, vorzugsweise drei, unterschiedliche Lochabstände aufweist.

Bei einem von oben in den Einbaukasten einlaufenden Gurt handelt es sich bei derjenigen Schmalseite der Einbauöffnung, die dem einlaufenden Gurt abgewandt ist, um die Unterseite des Gurtwicklers. Dort weist das Lochmuster der Befestigungsschiene eine Reihe von mindestens zwei, vorzugsweise drei, Lochungen auf, so dass diese in Kombination mit einer Lochung auf der anderen Seite der Einbauöffnung mindestens drei, vorzugsweise vier, unterschiedliche Lochabstände bilden. Diese Lochabstände sind an die erwähnten Standard-Einbaukästen angepasst, so dass die Erstmontage oder das Nachrüsten des Gurtwicklers vereinfacht sind. Die Vielzahl der Lochungen gerade auf der Unterseite des Basismoduls vereinfacht den Einbau des Gurtwicklers in Standard-Einbaukästen.

Besonders vorteilhaft wird eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gurtwicklers eingesetzt, bei der die Lagerplatten jeweils eine erste Bohrung für die Aufnahme eines auswechselbaren Achsbolzens zur Lagerung des Schneckenrades mit einem ersten, kleineren Außendurchmesser, und eine davon beabstandete zweite Bohrung für die Aufnahme des Achsbolzens zur Lagerung des Schneckenrades mit einem zweiten, größeren Außendurchmesser aufweisen.

Die Besonderheit bei dieser Ausführungsform besteht darin, dass das Schneckenrad und die mit dem Schneckenrad verbundene Aufwickelspule unterschiedliche Positionen einnehmen können. Ein Umsetzen der Aufwickelspule von der einen Position zur anderen ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn bei einem besonders langen Gurt die Gefahr besteht, dass die Gurt-Wicklung am Träger anstößt. Der Versatz der Aufwickelspule erfordert eine Anpassung des Außendurchmessers des mit ihr verbundenen Schneckenrades, damit dieses in Eingriff mit der Antriebsschnecke bleibt. Zum Auswechseln der Schneckenrad-Aufwickelspule-Kombination wird der zur Lagerung dienende Achsbolzen aus der ersten Bohrung entfernt und zusammen mit einer größeren Schneckenrad-Aufwickelspule-Kombination mit größerem Schneckenrad in die von der Schnecke weiter entfernte, zweite Bohrung wieder eingesetzt. Die Auswechselbarkeit des Schneckenrades ermöglicht somit eine einfache Anpassung des Gurtwicklers an vorhandene Gurtlängen und verhindert so Betriebsstörungen.

Vorteilhafterweise weist der Motor eine Motorachse auf, die sich entlang und in Höhe der Einbauöffnung der Befestigungsschiene erstreckt.

Die Motorachse ist dabei in etwa auf der Höhe der Wandfläche angeordnet. Die Hälfte des Motors sowie die übrigen mechanischen Bauteile sind dabei Unterputz, d.h. innerhalb der Wand, eingeordnet. Dadurch ergibt sich eine geringe Bauhöhe der Abdeckung des Gurtwicklers. Diese Abdeckung wird vollständig oder im Wesentlichen durch das Tastaturmodul gebildet. Darüber hinaus sitzt die Motorachse hierbei in Höhe der Befestigung des Trägers an der Maueröffnung, was sich auf die Motordynamik vorteilhaft auswirkt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gurtwicklers sind eine mit der Aufwickelspule drehende Signalscheibe und ein die Signalscheibe abtastender Sensor vorgesehen.

Die Signalscheibe dreht sich, sobald sich die Aufwickelspule dreht. Der die Signalscheibe abtastende Sensor hat die Aufgabe, über die Anzahl der empfangenen Impulse den Abstand zwischen oberer und unterer Endlage des Rollladenpanzers festzustellen, und gegebenenfalls ein Abschalten des Motors zu bewirken. Dadurch wird die Betriebssicherheit des elektrischen Gurtwicklers weiter verbessert.

Dabei hat es sich besonders bewährt, wenn die Signalscheibe eine Drehachse und ein um die Drehachse drehendes Markierungselement aus einem magnetischen oder paramagnetischen Material aufweist, und dass der Sensor als Hall-Sensor oder Magnetfeldsensor ausgebildet ist.

Das Markierungselement befindet sich außerhalb der Drehachse. Der Hall- oder Magnetfeldsensor ist auf die Signalscheibe gerichtet und registriert jeden Durchgang des Markierungselementes durch seinen Erfassungsbereich und damit jede Drehung der Signalscheibe. Die Messgenauigkeit wird verbessert, wenn mehrere Markierungselemente um den Umfang der Signalscheibe verteilt sind. Eine Beeinträchtigung des Signals durch Verschmutzungen, Temperatur oder dergleichen ist nicht zu befürchten. Besondere Vorkehrungen für Einstellung oder Justage von Signalscheibe und Sensor sind nicht erforderlich, so dass trotz einfacher Montage eine hohe Betriebssicherheit des Gurtwicklers erreicht wird.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gurtwicklers zeichnet sich dadurch aus, dass ein Steuerhebel vorgesehen ist, der um eine parallel zur Gurt-Flachseite verlaufende Drehachse drehbar gelagert ist, wobei der Steuerhebel einen am Gurt anliegenden und in Abhängigkeit von der Gurtspannung sich bewegenden Zapfen aufweist, und der mit einer Einrichtung zum Schalten der Stromversorgung des Motors in Wirkverbindung steht.

Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist ein am Gurt anliegender Steuerhebel vorgesehen, der im Falle eines Hindernisses beim Herablassen des Rollladenpanzers eine Abschaltung oder Umkehrung des Motorantriebs bewirkt und damit Verletzungen von Personen oder Schäden am Gurtwickler verhindert. Hierzu ist der Steuerhebel um eine Drehachse drehbar gelagert, und er weist einen am Gurt anliegenden Zapfen auf, der entweder den Gurt seitlich umgreift oder der durch Federkraft gegen den Gurt gepresst wird. In jedem Fall ist gewährleistet, dass sich der Zapfen je nach dem aktuellen Spannungszustand des Gurtes hin- und her bewegen kann. Bei Überschreiten einer vorgegebenen Amplitude der Zapfenbewegung wird eine Einrichtung zum Um- oder Ausschalten der Stromversorgung des Motors betätigt.

In einer ersten, bevorzugten Ausführungsform umfasst die Einrichtung zum Schalten der Stromversorgung ein im Schneckenrad ausgebildetes Rastelement, in das der Steuerhebel einrastbar ist, wobei ein Stromsensor vorgesehen ist, der bei Überschreitung eines Strom-Schwellenwerts die Stromversorgung des Motors unterbricht oder die Motor-Drehrichtung umkehrt.

Bei dieser Ausführungsform rastet der Steuerhebel bei nachlassender Spannung des Gurtes in ein Rastelement ein, das am Schneckenrad ausgebildet ist. Das Schneckenrad wird dabei blockiert und der dadurch verursachte Stromanstieg unterbricht die Stromversorgung des Motors oder ändert die Drehrichtung des Motors, so dass der Rollladenantrieb entweder schlagartig stehenbleibt oder die Wickelrichtung (kurzzeitig) umkehrt. Die Betriebssicherheit des erfindungsgemäßen Gurtwicklers wird hierdurch deutlich verbessert.

In einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gurtwicklers umfasst die Einrichtung zum Schalten der Stromversorgung ein in Reichweite des Steuerhebels angeordnetes und vom Steuerhebel betätigbares Schaltelement, insbesondere einen Polwender, wobei im Schaltfall die Stromversorgung des Motors unterbrochen oder die Motor-Drehrichtung umgekehrt wird.

Bei dieser Ausführungsform ist in Reichweite des Steuerhebels ein Schaltelement vorgesehen, das von dem Steuerhebel geschaltet wird, sobald die Gurtspannung einen vorgegebenen Mindestwert unterschritten und damit die Bewegungsamplitude des am Gurt anliegenden Zapfens den vorgegebenen Grenzwert überschritten hat.

In einer bevorzugten Ausführungsform liegt der Zapfen gegen eine Flachseite des Gurtes federnd an.

Gegenüber einem den Gurt seitlich umgreifenden Zapfen hat diese Ausführungsform den Vorteil, dass der Gurt dem daran anliegenden Zapfen weder ausweichen noch darin verkanten kann. Darüber hinaus lässt sich ein federndes Anliegen des Zapfens gegen eine der Flachseiten des Gurtes einfach realisieren, zum Beispiel durch den Einsatz einer an der Drehachse gehaltenen Drehfeder, so dass sich diese Ausführungsform durch eine geringe Fehleranfälligkeit auszeichnet.

Im Hinblick hierauf hat es sich auch besonders bewährt, wenn eine Umlenkrolle für den Gurt vorgesehen ist, die eine Rotationsachse aufweist, welche mit der Drehachse des Steuerhebels übereinstimmt.

Die Umlenkrolle für den Gurt und der Steuerhebel haben hierbei eine gemeinsame Achse, wodurch sich eine kompakte und wenig fehleranfällig Konstruktion ergibt. Die Umlenkrolle kann gleichzeitig die oben erwähnte Signalscheibe zur Ermittlung der Rollladenposition antreiben.

Der erfindungsgemäße Gurtwickler ist sowohl für eine Aufputzmontage, als auch für Unterputzmontage geeignet.

Bei Aufputzmontage hat es sich als günstig erwiesen, wenn das Basismodul ein Gehäuse aufweist, welches den Träger umgibt und das symmetrisch in Bezug auf eine senkrecht zur Motordrehachse verlaufende Spiegelebene ausgebildet ist.

Das Gehäuse verhindert bei Aufputzmontage einen versehentlichen Eingriff in die Mechanik des Gurtwicklers, vermindert so die Verletzungsgefahr und erhöht die Betriebssicherheit. Der erfindungsgemäße Gurtwickler hat den zusätzlichen Vorteil, dass er – abgesehen von dem zusätzlichen Gehäuse bei der Aufputzversion – ohne weitere Umbaumaßnahmen gleichermaßen für beide Einsatzvarianten (Unterputz und Aufputz) geeignet ist. Die spiegelsymmetrische Ausbildung des Gehäuses erlaubt einen Einsatz für links und rechts zum Rolladen angeordnete Gurtwickler.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Aufputzversion des erfindungsgemäßen Gurtwicklers wird das Gehäuse horizontal verschiebbar an einem an einer Wand befestigten Haltebügel gehalten.

Mittels des Haltebügels wird das Gehäuse an der Wand fixiert und es ist darin gleichzeitig parallel zur Wand horizontal verschiebbar, beispielsweise zum Öffnen eines Fensters.

Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn benachbart zum Tastaturmodul mindestens ein mit diesem mechanisch verbundenes Funktionsmodul angeordnet ist. Bei dem Funktionsmodul kann es sich um ein Funk- oder IR-Empfangsmodul, ein Dämmerungsmodul, ein Sonnenmodul, eine Alarmeinrichtung, einen Bewegungssensor, einen Temperatursensor und/oder eine Funkuhr handeln. Die Funktionsmodule sind äußerlich dem Gehäuse des Gurtwicklers angepasst und vorteilhafterweise mittels Steckverbindung mit der Motorelektronik verbunden.

Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gurtwicklers umfasst das Untersetzungsgetriebe ein Zugmittelgetriebe.

Das Zugmittelgetriebe ersetzt das Untersetzungsgetriebe ganz oder teilweise. Zugmittelgetriebe sind als Bandgetriebe oder in Bauformen mit Riemen- oder Kettenantrieb bekannt. Die Zugmittel sind als mehr oder weniger flexible Riemen (beispielsweise Zahnriemen, Keilriemen, Rippenriemen, Flachriemen), Ketten, Bänder, Seile, Drähte o.ä. ausgebildet. Beim erfindungsgemäßen Gurtwickler ersetzt das flexible Zugmittel genau aufeinander angepasste, starre Getriebeteile, wie etwa zwei ineinander greifende Zahnräder oder eine mit einem Schneckenrad kämmende Schnecke. Dadurch wird eine gewisse Entkopplung von Motor und dem restlichen Untersetzungsgetriebe erreicht, die zu einer Geräuschminderung führt. Darüber hinaus zeigt sich ein Zugmittelgetriebe vergleichsweise tolerant gegenüber Maßabweichungen der Getriebeteile und gegenüber etwaigen Wellenverlagerungen während des Betriebes. Daher führt der Ersatz von starren Getriebeteilen durch ein flexibles Zugmittelgetriebe auch zu einem geringeren Fertigungsaufwand und somit zu einer Kostensenkung.

Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das Zugmittelgetriebe ein umlaufendes flexibles Zugmittel umfasst, das über eine mit der Motorachse verbundene Scheibe mit kleinerem Durchmesser und über eine dem Untersetzungsgetriebe zuzuordnende Scheibe mit größerem Durchmesser verläuft.

Die notwendige Untersetzung des Motorantriebs wird hierbei ganz oder teilweise mittels des Zugmittelgetriebes erreicht. Im einfachsten Fall handelt es sich bei dem flexiblen Zugmittel um einen über zwei Zahnscheiben geführten Zahnriemen. Derartige Zahnriemen zeichnen sich durch hohe Festigkeit und hohe Betriebssicherheit aus.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend näher erläutert. In der Zeichnung zeigen im einzelnen

1 eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gurtwicklers in einer Seitenansicht, wobei auch Wandausnehmungen und Einbaukästen mit drei unterschiedlichen Einbaumaßen und eine Steckverbindung für den elektrischen Anschluss schematisch angedeutet sind,

2 eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gurtwicklers in einer Seitenansicht (2A) und in einer Draufsicht (2B)

3 die Ausführungsform des Gurtwicklers gemäß 1 in einer Draufsicht auf Basismodul und darauf aufgesetztes Tastaturmodul,

4 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gurtwicklers für Aufputzmontage in einer Seitenansicht (4A) und in einer Draufsicht (4B),

5 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gurtwicklers für Aufputzmontage mit horizontal entlang einer Wand verschiebbarem Gehäuse in einer Seitenansicht (5A) und in einer Draufsicht (5B), und

6 eine Steckkarte als Teil einer Steckverbindung für die elektrische Verbindung von Basismodul und Tastaturmodul miteinander in einer Seitenansicht und in vergrößerter Darstellung im Schnitt.

Der Gurtwickler gemäß 1 besteht im Wesentlichen aus einem Basismodul 1 in Form einer Trägerplatine, der insgesamt die Bezugsziffer 42 zugeordnet ist und einer Abdeckung 24. An der Trägerplatine 42 sind die mechanischen Teile für die Gurtaufwicklung befestigt, die im Einbauzustand fast vollständig in dem im Mauerwerk eingesetzten Einbaukasten verschwinden.

Die Abdeckung 24 trägt die Tastatur 22 für die Motorsteuerung und eine Anschlussleitung für den Anschluss an die 230-Volt-Arbeitsspannung, die in 1 durch den Stecker 34 angedeutet ist. Die Abdeckung 24 ist mit einem Gehäuse aus elektrisch isolierendem Material gemäß der elektrischen Schutzklasse 2 nach VDE 0110/160 ausgeführt. Innerhalb des allseitig geschlossenen Gehäuses befinden sich die erforderlichen elektronischen und elektrischen Bauteile. Die Oberseite der Abdeckung 24 weist lediglich Durchlässe für die Tastatur 22 auf, und die Unterseite 45 einen Durchlass für einen Hall-Sensor 25 (der weiter unten noch beschrieben wird) und für eine elektrische Steckverbindung 29, mittels der die elektrische Verbindung zwischen der Abdeckung 24 und Basismodul 1 hergestellt wird. Im Einbauzustand ist die Abdeckung 24 mittels Schrauben 33 auf dem Basismodul 1 befestigt, wobei gleichzeitig die Steckverbindung 29 zwischen Trägerplatine 42 und Abdeckung 24 für den Stromanschluss des Elektro-Motors 2 geschlossen ist. Die Steckverbindung 29 wird weiter unten anhand 6 näher beschrieben.

Die Trägerplatine 42 besteht aus einer an der Wand anliegenden Befestigungsschiene 35, die eine länglich-rechteckige Einbauöffnung 43 (siehe 2b) umschließt. Stirnseitig der Einbauöffnung 43 weist die Befestigungsschiene 35 jeweils Bohrungen auf, die ein Lochmuster bilden, das alle Lochabständen für die Standard-Einbaukästen mit den Typenmaßen 105 mm, 135 mm, 160 mm und 185 mm vorgibt. Das Lochmuster, das in 1 durch die Schrauben 36 symbolisiert ist, zeichnet sich auch dadurch aus, dass auf der dem einlaufenden Gurt 32zugewandten Seite der Einbauöffnung 43 zwei und auf der gegenüberliegenden Seite drei Bohrungen vorgesehen sind. Die Einbauöffnung 43 und das beschriebene Lochbild sind in 2b deutlicher zu erkennen.

Die Einbauöffnung 43 wird von einem beidseitig offenen Hohlprofil mit Rechteckquerschnitt begrenzt, das mit der Befestigungsschiene 35 fest verbunden ist, und das sich ausgehend von diesem in einem rechten Winkel in die Wandausnehmung erstreckt. Das Hohlprofil bildet zwei Lagerstege 37 und zwei Lagerplatten 38, die sich jeweils mit ihren Flachseiten innerhalb der Wandausnehmung gegenüberliegen. Im Folgenden werden die an den Lagerstegen 37 und den Lagerplatten 38 der Trägerplatine 42 gehaltenen Bauteile näher beschrieben.

Der Motor 2, der zwischen den Lagerstegen 37 gelagert ist, treibt über ein Untersetzungsgetriebe 5 und eine Schnecke 8 ein Schneckenrad 9 an, an dem eine Aufwickelspule 14 für den Rollladengurt 32 befestigt ist. Das Untersetzungsgetriebe 5 greift in das Ritzel 6 der Schneckenwelle 7 ein und treibt diese an. Die selbsthemmende Schnecke 8 kämmt mit dem Zahnkranz des Schneckenrades 9, welches auf einem Stehbolzen 10 drehbar gelagert ist. Der Stehbolzen 10 erstreckt sich zwischen den Lagerplatten 38 und ist mit diesen lösbar verbunden. Ein Teil des Untersetzungsgetriebes 5 ist als Zahnriemenantrieb ausgeführt. Hierzu ist das auf der Motorwelle befestigte Antriebsritzel als Zahnscheibe 5b für einen Zahnriemen 5a ausgebildet ist, der über eine weitere Zahnscheibe 5c geführt ist, die mit dem restlichen Untersetzungsgetriebe 5 verbunden ist.

Für den Stehbolzen 10 sind alternative Positionen vorgesehen, die in 1 durch die Zusatzbohrungen 39 der Lagerplatten 38 gekennzeichnet sind. Die alternative Position des Stehbolzens 10 dient zur Lagerung eines dem Gurtwickler-Set beim Verkauf beigefügten Wechsel-Schneckenrades mit größerem Außendurchmesser, das in 1 durch die gestrichelte Linie 40 angedeutet ist. Das Wechsel-Schneckenrad wird eingesetzt, wenn das vollständige Aufwickeln des Gurtes auf der Gurthaspel 14 eine Wicklung mit einer Höhe bilden würde, die an Teile des Basismoduls 1 anstößt.

Auch die Schneckenwelle 7, die Achsen des Untersetzungsgetriebes 5 und die Achse 11 der Umlenkrolle 12 sind an der Trägerplatine 42 gelagert. Die Achse 11 bildet gleichzeitig die Drehachse für einen daran drehbar gelagerten Steuerhebel 13 und für eine Signalscheibe 4. Am Außenumfang der Signalscheibe 4 sind vier um den Umfang gleichmäßig verteilte Permanentmagnete 4a eingelassen, die bei jeder Viertelumdrehung der Signalscheibe 4 in oberen Position in dem an der Leiterplatte 21 angeordneten Hall-Sensor 25 einen zählbaren Impuls erzeugen, der für die Ermittlung der aktuellen Lage des Rollladenpanzers ausgewertet werden kann. Ergänzend hierzu wird die Rollladenposition mittels eines (in der 1) nicht dargestellten Optokopplers überwacht, der auf die Signalscheibe 4 gerichtet ist und der die Permanentmagnete 4a als optische Markierungen erfasst und auswertet.

Die Gurthaspel 14 ist in mit dem Schneckenrad 9 fest verbunden (einteilige Ausführung). Zum Einlegen des Gurtes 16 wird die Kombination von Gurthaspel 14 und Schneckenrad 9 auf der Wickelachse 10 verschoben bis das Schneckenrad 9 frei drehbar ist. In einen seitlich offenen Schlitz 15 der Gurthaspel 14 wird das Gurtende 16 eingelegt und über die Umlenkrolle 12 geführt. Das Einlegen des Gurtes 32 wird weiter unten anhand 3 noch näher erläutert.

Die ebenfalls auf der Achse 11 gelagerte Drehfeder 17 drückt den Steuerhebel 13 mit dem Zapfen 18 im Uhrzeigersinn an den Gurt 32. Beim Anheben des Rollladenpanzers wird die Gurthaspel 14 im Gegenuhrzeigersinn gedreht und der Gurt 32 gespannt. Bei der Abwärtsbewegung wird der Rollladenpanzer beim Auftreffen auf ein Hindernis angehalten – der Gurt 32 wird dadurch schlaft und die Drehfeder 17 vermag dann den Steuerhebel 13 im Uhrzeigersinn zu drehen, so dass dieser – wie durch die gestrichelte Umrisslinien des Steuerhebels 13 dargestellt – mit seinem Ausleger 19 in eine Hinterrastung 20 des Schneckenrades 9 einrastet, wodurch dieses blockiert. Der dadurch verursachte Stromanstieg unterbricht die Stromversorgung des Motors 2, weshalb der Rollladenantrieb schlagartig stehenbleibt, eine Wiederinbetriebnahme ist durch Betätigen der Taste „Heben", die auf der Tastatur 22 vorgesehen ist, ermöglicht.

In 1 ist des weiteren die Leiterplatte 21 für die Tastatur 22 sowie die Leiterplatte 23 für Steuerung und Stromversorgung innerhalb der Abdeckung 24 dargestellt. Auf der Leiterplatte 21 befindet sich auch der Hall-Sensor 25 unmittelbar gegenüberliegend der mit der Umlenkrolle 12 drehenden Signalscheibe 4. Der Hall-Sensor 25 ist auf die Mantelfläche der Signalscheibe 4 gerichtet, in welche die Permanentmagnete 4a eingelassen sind. Dieser erzeugen beim Durchgang durch die obere Lage in dem Hall-Sensor 25 einen Impuls, der als aufgewickelte oder abgewickelte Gurtlänge ausgewertet wird.

Sofern in den 2 bis 5 dieselben Bezugsziffern wie in 1 verwendet sind, so sind damit baugleiche oder äquivalente Bauteile und Bestandteile bezeichnet, wie sie oben anhand der Beschreibung der ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gurtwicklers näher erläutert sind. Insbesondere ist bei allen im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gurtwicklers die jeweilige Abdeckung 24 mit einem allseitig geschlossenen Gehäuse aus elektrisch isolierendem Material gemäß der elektrischen Schutzklasse 2 nach VDE 0110/160 ausgeführt, auch wenn diese Ausführung des Gehäuses im Einzelfall nur schematisch angedeutet ist.

1 zeigt schematisch anhand der Schrauben 34 drei der vier Standardmaße für Einbaukästen, so dass die Befestigung des erfindungsgemäßen Gurtwicklers in der Wand deutlich wird. Auf der linken Seite ist eine Befestigungsschraube nur durch ihre Mittellinie angedeutet, die für die Befestigung im vierten bauseits vorkommende Standard-Einbaukasten benötigt wird, wie in 2 schematisch dargestellt. Dieser besitzt die kleinste, vorderseitige Einbauöffnung 43, in die der verwindungsstseife Korpus des Gurtwicklers gerade noch hineinpasst. Für diesen Fall ist die oben beschriebene Verteilung der Bohrungen des Lochmusters (zwei auf der einen, drei auf der anderen Seite der Einbauöffnung) besonders nützlich. In der Seitenansicht von 2A sind beiden erforderlichen Befestigungsschrauben erkennbar und in der Draufsicht von 2B die beiden Befestigungsschrauben 36 sowie die Lochabstände der Bohrungen für die Befestigung des Gurtwicklers in den übrigen Standard-Einbaukästen. Durch den Austausch der Gurthaspel-Schneckenrad-Kombination (14; 9) ist ein Anpassen bis zu den längsten Gurtlängen und größte Einbaukästen möglich.

Bei der Ausführungsform des Gurtwicklers nach 2 ist für die Abschaltung des Motorstroms beim Auftreffen des Rollladenpanzers auf ein Hindernis ein Polwender 26 vorgesehen. Dieser wird vom Steuerhebel 13 beim Erschlaffen des Gurtes 32 betätigt und schaltet die Drehrichtung des Motors um.

In der Draufsicht gemäß 2b auf das Basismodul 1 (mit abgenommener Abdeckung) sind die Einbauöffnung 43 und das oben näher beschriebene Lochmuster sowie die durch das Lochmuster realisierten Lochabstände ersichtlich.

In 3 ist eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Gurtwicklers dargestellt. Daraus ist deutlich zu erkennen, wie das Gurtende 16 um die Gurthaspel 14 geschlungen ist. Der spannungslose Zustand des Basismoduls 1 bei der Montage ermöglicht ein gefahrloses Einlegen des Gurtes 14 von Hand. Zum Einlegen ist es erforderlich, die Gurthaspel 14 und das mit ihr verbundene Schneckenrad 9 außer Eingriff der Schnecke 8 zu bringen, um sie aus dem selbsthemmenden Getriebe 5 zu lösen.

Zu diesem Zweck wird die Gurthaspel-Schneckenrad-Kombination (14; 9) in Pfeilrichtung um den Weg „X" entgegen der Kraft der Feder 41 über den Achsbolzen 10 verschoben und so in eine Position ohne Getriebeeingriff gebracht. Diese Position ist in 3 durch die Darstellung der Gurthaspel-Schneckenrad-Kombination (14; 9) anhand gestrichelter Linien angezeigt. In dieser Position kann die Gurthaspel-Schneckenrad-Kombination (14; 9) manuell um den Stehbolzen 10 gedreht werden; sie kann auch vollständig von diesem abgezogen werden. Das Gurtende 16 wird in den seitlichen Längsschlitz der Gurthaspel 14 eingelegt und darin kraftschlüssig fixiert.

In 4 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gurtwicklers für eine Aufputzmontage dargestellt. Dabei wird die gleiche Trägerplatine 42 (Basismodul 1) und die gleiche Abdeckung 24 wie für die Unterputzanordnung eingesetzt. Für die Aufputzmontage wird die Trägerplatine 42 zusätzlich mit einem Gehäuse 27versehen, und an diesem mittels Schrauben 28 befestigt. Das Gehäuse 27 ist spiegelsymmetrisch in Bezug auf die Spiegelebene 44 ausgebildet. Aufgrund der Symmetrie des Gehäuses 27 ist diese Ausführungsform sowohl für linke als auch für rechte Anordnung geeignet.

Schließlich ist in 5 eine miniaturisierte Aufputzvariante dargestellt. Die Seitenansicht von 5a zeigt schematisch das symmetrische Gehäuse 27, das beidseitig mit Rippen 30 ausgestattet ist. Zur Befestigung auf der Wand dient ein über die Rippen 30 greifender U-Bügel 31, der aus der Draufsicht von 5b besser erkennbar ist. Diese Befestigung ermöglicht es, den in einer Fensternische angebrachten Gurtwickler kurzzeitig während des Fensteröffnens aus dem Schwenkbereich des Fensterflügels horizontal entlang der Wand zu schieben. Die Abdeckung 24 mit dem Tastaturfeld 22 ist dabei auf der Seite der Gurteinführung angeordnet.

6 zeigt den Teil der Steckverbindung 29, der an dem Basismodul 1 befestigt ist. Es handelt sich dabei um eine mit Kupfer beschichtete Steckkarte, die Anschlüsse 61, 62 für die beiden Pole der Spannungsquelle, sowie einen Kontakt 63 für die Masse aufweist. Der Masse-Kontakt 63 ist aus Sicherheitsgründen den Strom-Anschlüssen 61, 62 vorauseilend ausgebildet. Das bedeutet, dass beim Schließen der Steckverbindung 29 zuerst die Masse und erst dann die Pole 61, 62 der Spannungsquelle miteinander verbunden werden. Die vorauseilende Strecke des Messe-Kontaktes beträgt 1,5 mm. Die Dicke der einzelnen Kontakte 61, 62, 63 – entsprechend der die Stärke der Steckkarte – beträgt 0,8 mm. Das Gegenstück zu der Steckkarte 60 ist eine dazu korrespondierende Buchse, die am Tastaturmodul 24 befestigt ist.


Anspruch[de]
Elektrischer Gurtwickler, umfassend ein Basismodul (1) in Kombination mit einem Tastaturmodul (24), wobei das Basismodul (1) einen Träger (42; 35; 37; 38) aufweist, an dem ein an einer Spannungsquelle elektrisch angeschlossener Motor (2), eine Aufwickelspule (14) zum Aufwickeln des Gurts (32), und ein Schneckenrad (9), das über eine Antriebsschnecke (8) mit einem zum Motor kuppelnden Untersetzungsgetriebe (5) in Antriebsverbindung steht, befestigt sind, und wobei das Tastaturmodul (24) Bedienelemente (22) zum Schalten des Motors (2) trägt, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Anschluss (34) des Motors zur Spannungsquelle eine lösbare elektrische Verbindung zwischen einem ersten, am Tastaturmodul (24) angeordneten und mit der Spannungsquelle verbundenen Kontaktelement und einem zweiten, am Basismodul (1) angeordneten Kontaktelement umfasst, wobei diese elektrische Verbindung beim Entfernen des Tastaturmoduls (24) vom Basismodul (1) selbsttätig unterbrochen wird, so dass das Basismodul (1) spannungsfrei wird. Gurtwickler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einlegen des Gurts (32) die Aufwickelspule (14) aus der Antriebsverbindung zum Untersetzungsgetriebe (5) lösbar ist. Gurtwickler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufwickelspule (14) mit dem Schneckenrad (9) verbunden ist. Gurtwickler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufwickelspule (14) und das Schneckenrad (9) einstückig ausgebildet sind. Gurtwickler nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufwickelspule (14) eine die Spulenachse (10) umgebende Innenhülse (14a) aufweist, die von einer Halbschale (14b) unter Bildung eines seitlich offenen und einen Teilkreis umspannenden Ringspalts (15) für die Aufnahme des Gurts (16) umgeben ist. Gurtwickler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Unterputzmontage das Basismodul (1) gehäusefrei ausgebildet ist. Gurtwickler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Verbindung als Steckverbindung (29) ausgeführt ist. Gurtwickler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindung (29) einen vorauseilenden Massekontakt (63) aufweist. Gurtwickler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tastaturmodul (24) mit einem Gehäuse aus elektrisch isolierendem Material gemäß der elektrischen Schutzklasse 2 nach VDE 0110/160 ausgeführt ist. Gurtwickler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (42; 35; 37; 38) eine Befestigungsschiene (35) zur Befestigung des Basismoduls (1) an einem Einbaukasten, sowie mindestens zwei sich im Einbaukasten mit ihren Flachseiten gegenüberliegende Lagerstege (37) für die Lagerung des Motors (2) sowie zwei sich senkrecht zu den Flachseiten der Lagerstege (37) erstreckende und sich im Einbaukasten mit ihren Flachseiten gegenüberliegende Lagerplatten (38) für die Lagerung der Aufwickelspule (14) aufweist, wobei die Befestigungsschiene beidseitig der Schmalseiten einer länglichen Einbauöffnung mit einem Lochmuster (36) versehen ist, mit Lochabständen, die für Einbaukästen mit den Typenmaßen 105 mm, 135 mm, 160 mm und 185 mm geeignet sind. Gurtwickler nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Lochmuster (36) auf derjenigen Schmalseite der Einbauöffnung, die dem in den Einbaukasten einlaufenden Gurt (32) abgewandt ist, Lochungen für mindestens zwei, vorzugsweise drei, unterschiedliche Lochabstände aufweist. Gurtwickler nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatten (38) jeweils eine erste Bohrung für die Aufnahme eines auswechselbaren Achsbolzens (10) zur Lagerung des Schneckenrades (9) mit einem ersten, kleineren Außendurchmesser, und eine davon beabstandete zweite Bohrung (39) für die Aufnahme des Achsbolzens (10) zur Lagerung des Schneckenrades (40) mit einem zweiten, größeren Außendurchmesser aufweisen. Gurtwickler nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (2) eine Motorachse aufweist, die sich entlang und in Höhe der Einbauöffnung der Befestigungsschiene (35) erstreckt. Gurtwickler nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der Aufwickelspule drehende Signalscheibe (4) und ein die Signalscheibe (4) abtastender Sensor (25) vorgesehen sind. Gurtwickler nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalscheibe eine Drehachse und ein um die Drehachse drehendes Markierungselement aus einem magnetischen oder paramagnetischen Material aufweist, und dass der Sensor als Hall-Sensor oder Magnetfeldsensor ausgebildet ist. Gurtwickler nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuerhebel (13) vorgesehen ist, der um eine parallel zur Gurt-Flachseite verlaufende Drehachse (11) drehbar gelagert ist, der einen am Gurt (32) anliegenden und in Abhängigkeit von der Gurtspannung sich bewegenden Zapfen (18) aufweist, und der mit einer Einrichtung (19, 20, 26) zum Schalten der Stromversorgung des Motors (2) in Wirkverbindung steht. Gurtwickler nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Schalten der Stromversorgung ein im Schneckenrad ausgebildetes Rastelement (20) umfasst, in das der Steuerhebel (13) einrastbar ist, und dass ein Stromsensor vorgesehen ist, der bei Überschreitung eines Strom-Schwellenwerts die Stromversorgung des Motors (2) unterbricht oder die Motor-Drehrichtung umkehrt. Gurtwickler nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Schalten der Stromversorgung ein in Reichweite des Steuerhebels (13) angeordnetes und vom Steuerhebel (13) betätigbares Schaltelement (26) – insbesondere einen Polwender – umfasst, das im Schaltfall die Stromversorgung des Motors (2) unterbricht oder die Motor-Drehrichtung umkehrt. Gurtwickler nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (13) gegen eine Flachseite des Gurtes (32) federnd anliegt. Gurtwickler nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umlenkrolle (12) für den Gurt (32) vorgesehen ist, die eine Rotationsachse aufweist (11), welche mit der Drehachse des Steuerhebels (13) übereinstimmt. Gurtwickler nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Aufputzmontage das Basismodul (1) ein Gehäuse (27) aufweist, welches der Träger (42; 35; 37; 38) umgibt und das symmetrisch in Bezug auf eine senkrecht zur Motordrehachse verlaufende Spiegelebene (44) ausgebildet ist. Gurtwickler nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (27) horizontal verschiebbar an einem an einer Wand befestigten Haltebügel (31) gehalten wird. Gurtwickler nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein benachbart zum Tastaturmodul (24) angeordnetes und mit diesem mechanisch verbundenes Funktionsmodul. Gurtwickler nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionsmodul als Funk- oder IR-Empfangsmodul, Dämmerungsmodul, Sonnenmodul, Alarmeinrichtung, Bewegungssensor, Temperatursensor und/oder als Funkuhr ausgebildet ist. Gurtwickler nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Untersetzungsgetriebe (5) ein Zugmittelgetriebe umfasst. Gurtwickler nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittelgetriebe einen umlaufenden Riemen (5a) umfasst, der über eine mit der Motorachse verbundene Scheibe (5b) mit kleinerem Durchmesser und über eine dem Untersetzungsgetriebe (5) zugeordnete Scheibe (5c) mit größerem Durchmesser verläuft.






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