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Dokumentenidentifikation DE102006019458A1 31.10.2007
Titel Durchlaufwaschmaschine und Waschverfahren
Anmelder Jensen-Senking GmbH, 31177 Harsum, DE
Erfinder Pillsticker, Dirk, 31028 Gronau, DE
Vertreter Grosse, Bockhorni, Schumacher, 80687 München
DE-Anmeldedatum 26.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006019458
Offenlegungstag 31.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse D06F 31/00(2006.01)A, F, I, 20060426, B, H, DE
Zusammenfassung In einer Durchlaufwaschmaschine ist eine Trommel (2), die in Längsrichtung (4) nebeneinander liegende, voneinander getrennte Waschkammern (12) aufweist, durch die hindurch zu waschende Wäschestücke (22) in Längsrichtung der Trommel (2) förderbar sind, um ihre Längsachse (4) in zwei entgegengesetzte Drehrichtungen (B, C) drehbar antreibbar ist, wobei eine erste Drehrichtung (C) einem Waschbetrieb und die zweite Drehrichtung (B) einem Förderbetrieb entspricht. In den Waschkammern (12) sind sich nach außen zur Innenwandung der Trommel (2) hin erstreckende und mit Trommel (2) drehfest verbundene Mitnehmereinrichtungen (14) angeordnet, die Wäschestücke (22) und Behandlungsflüssigkeit (20) bei Rotation der Trommel (2) im Waschbetrieb mitnehmen. Die voneinander getrennten Waschkammern (12) sind von einer Wendel (6) gebildet, die entlang ihrer Außenkante (8) mit der Trommel (2) verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Durchlaufwaschmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Waschverfahren bei einer solchen Durchlaufwaschmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15 bzw. 16.

Durchlaufwaschmaschinen arbeiten nach dem schwenkenden oder rotierenden Waschprinzip. Der Wäschetransport erfolgt am Trommelmantel oder durch die Trommelmitte.

Eine Durchlaufwaschmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist beispielsweise aus der DE 199 41 073 A1 bekannt. Hierbei sind die in Längsrichtung der Trommel nebeneinander liegenden Waschbereiche als Waschkammern ausgebildet, die von scheibenförmigen Trennwänden definiert sind, die in der Trommel senkrecht zur Längsachse der Trommel angeordnet sind und mit ihren Außenrändern mit der Trommel verschweißt sind. Zum Fördern der Wäschestücke von einer Waschkammer in die benachbarte Waschkammer sind in den Trennwänden mittige kreisrunde Öffnungen vorgesehen, denen jeweils ein schaufelartiger Einbau vorgeschaltet ist, der auch ein Trennblech umfasst.

Beim Drehen der Trommel im Waschbetrieb werden bei diesem Stand der Technik die Wäschestücke bei jeder Trommelumdrehung mittels eines Mitnehmer- bzw. Trennblechs angehoben und anschließend von oben in die Behandlungsflüssigkeit hinein fallen gelassen. Wird die Drehrichtung der Trommel zum Zwecke des Förderns der Wäschestücke in die nächste Waschkammer umgekehrt, so werden die Wäsche und zumindest ein Teil der Behandlungsflüssigkeit mittels des schaufelartigen Einbaus der Öffnung in der Trennwand und von hier aus der in Förderrichtung benachbarten Waschkammer zugeführt.

Ein Nachteil dieser bekannten Durchlaufwaschmaschine besteht darin, dass das Material insbesondere der viele Meter langen Trommel einer hohen mechanischen Belastung unterliegt, wobei die hier vorhandenen geraden, ebenen Trennwände zu keinerlei Erhöhung der Festigkeit der Trommel führen. Die hohe mechanische Belastung erfordert des Weiteren eine vergleichsweise große Materialstärke der Trommel, was zum einen zu erhöhte Herstellungskosten und zum anderen zu einem erhöhten Energieaufwand beim Antrieb der Trommel führt.

Ein weiterer Nachteil der bekannten Durchlaufwaschmaschine besteht darin, dass beim Transport der Wäschestücke von einer Kammer zur benachbarten Kammer durch die Öffnung bzw. den Transportkanal in der entsprechenden Trennwand hindurch die Gefahr einer Verstopfung der Öffnung auftritt. Diese Verstopfungsgefahr ist erheblich, wenn man berücksichtigt, dass die Trommel in der Regel eine Vielzahl von in Längsrichtung der Trommel hintereinander liegenden Waschkammern aufweist und die Wäschestücke daher bei einem einzigen Durchlauf durch die Anlage durch eine Vielzahl von Öffnungen hindurchgeführt werden müssen.

Bei einer anderen Bauart einer Durchlaufwaschmaschine z. B. nach DE 364 763 ist innerhalb einer wahlweise in die eine oder in die andere Richtung rotierbaren Trommel eine mit der Trommel drehfest verbundene und entlang ihrer Außenkante mit der Innenseite der Trommel fluiddicht verbundene archimedische Wendel bzw. Schnecke angeordnet. Der Aufbau dieser Anordnung entspricht grundsätzlich demjenigen eines Schneckenrohrförderers. Zwischen zwei benachbarten Windungen einer Wendel ist jeweils eine Waschkammer definiert, entsprechend einer Waschkammer beim weiter oben genannten Stand der Technik. Zum Fördern der Wäschestücke von einer Waschkammer in die andere Waschkammer wird die Trommel samt Wendel um 360° rotiert, wodurch entsprechend der bekannten Arbeitsweise eines Schneckenrohrförderers die in der Behandlungsflüssigkeit liegenden Wäschestücke samt der Behandlungsflüssigkeit in Förderrichtung um eine Strecke entsprechend der Breite einer Waschkammer weitertransportiert werden. Während des Waschzykluses wird die Trommel samt Wendel intermittierend in die eine und in die andere Richtung, also hin und her bewegt und hierdurch die erforderliche Waschmechanik erzeugt.

Durch den Einbau der Wendel bzw. Schnecke wird die Trommel konstruktiv besonders ausgesteift, so dass geringere Materialstärken zur Erlangung der erforderlichen Festigkeit ausreichen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Durchlaufwaschmaschine zu schaffen, die mechanisch besonders stabil ist, bei der Verstopfungen während des Förderns von Wäschestücken weitgehend vermieden werden und die trotzdem rotierend waschen kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im Wesentlichen durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Im Falle der Erfindung ist somit einerseits zwar der grundsätzliche Aufbau eines Schneckenrohrförderers bzw. einer archimedischen Wendel vorgesehen, andererseits wird jedoch, wenn die Anlage im Waschbetrieb arbeitet, ein Weitertransportieren der Wäschestücke in axialer Richtung durch die Mitnehmereinrichtung unterbunden, so dass während eines Waschzyklus stets im gleichen Waschbereich gewaschen wird, obwohl sich die Trommel samt Wendel kontinuierlich dreht.

Die erfindungsgemäße Durchlaufwaschmaschine weist die folgenden Vorteile auf:

Zum einen zeichnet sich die erfindungsgemäße Durchlaufwaschmaschine durch eine große Stabilität aus, nachdem sie grundsätzlich nach dem Prinzip eines Schneckenrohrförderers aufgebaut ist, bei dem die in der Trommel angeordnete und mit der Trommel verbundene Schnecke bzw. Wendel die Gesamtkonstruktion mechanisch stabilisiert, so dass aufgrund einer relativ leichtgewichtigen Konstruktion dennoch die erforderliche mechanische Stabilität erzielt werden kann und im Betrieb eine vergleichsweise niedrige Antriebsenergie ausreicht.

Auch kann mit der erfindungsgemäßen Durchlaufwaschmaschine die Gefahr einer Verstopfung aufgrund des Transports der Wäschestücke in Förderrichtung von Kammer zu Kammer praktisch ausgeschlossen werden, nachdem die Wäschestücke nicht mehr durch Öffnungen in den Kammerwandungen (den Transportkanal) hindurch transportiert werden müssen, sondern vielmehr entlang des Gangs der Schnecke bzw. Wendel über eine Schaufel transportiert werden.

Die Wäschestücke und die Flotte werden während des Waschbetriebs von der schaufelartigen Mitnehmereinrichtung angehoben und von oben wieder in die gleiche Waschkammer fallen gelassen. Bei diesem sich während eines Waschzyklus vielfach wiederholenden Vorgang wird das Gewebe der Wäschestücke von der Bearbeitungsflüssigkeit durchströmt, da diese dem Gewebe voreilt und die Wäsche danach in die Bearbeitungsflüssigkeit fällt. Die Fasern des Gewebes werden gestreckt und wieder gestaucht, was das Durchströmen des Gewebes fördert.

Die erfindungsgemäße Durchlaufwaschmaschine kann in vorteilhafter Weise im Waschbetrieb wahlweise entweder rotierend als auch hin und her schwenkend betrieben werden.

Im Förderbetrieb der erfindungsgemäßen Durchlaufwaschmaschine wird die Wäsche einerseits mittels der Wendel in Förderrichtung gefördert und andererseits mittels der Mitnehmereinrichtung zunächst angehoben und dann bei weiterer Drehung der Trommel von der Mitnehmereinrichtung nach unten fallen gelassen. Die Behandlungsflüssigkeit kann grundsätzlich den gleichen Weg nehmen.

Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen im Zusammenhang mit der nachfolgenden Beschreibung.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.

In den Zeichnungen zeigen:

1 eine schematisierte Seiten-Teilansicht einer erfindungsgemäßen Durchlaufwaschmaschine,

2 eine Schnittansicht der Durchlaufwaschmaschine nach 1 senkrecht zur Darstellung gemäß 1,

3a bis 3e schematisierte Schnittansichten der Durchlaufwaschmaschine nach 1 in verschiedenen Winkellagen im Waschbetrieb,

4a bis 4e schematisierte Schnittansichten der Durchlaufwaschmaschine nach 1 in verschiedenen Winkellagen im Förderbetrieb,

5 eine weitere schematisierte Schnittansicht der erfindungsgemäßen Durchlaufwaschmaschine nach 1, welche die Rippen am Mitnehmerblech, an der Wendel sowie an der Innenseite der Trommel zeigt.

Soweit im Vorstehenden und im Folgenden von „Waschbetrieb", „Waschbereich", „Waschkammer" usw. die Rede ist, sind hierunter auch andere in einer Waschmaschine der hier in Rede stehenden Art üblicherweise stattfindenden Behandlungen zu subsumieren, also insbesondere auch das Spülen und ggf. auch das Ausrüsten, so dass insbesondere auch ein „Spülbetrieb", „Spülbereich", „Spülkammer" usw. mit umfasst sein sollen.

Es wird zunächst auf 1 und 2 Bezug genommen. Eine im Übrigen nicht näher dargestellte Durchlaufwaschmaschine umfasst eine zylindrische Trommel 2 bzw. Innentrommel 2, die um ihre Längsachse 4 mittels an sich bekannter und daher nicht näher dargestellter Antriebsmittel wahlweise in eine der beiden möglichen Antriebsrichtungen antreibbar ist. Innerhalb der Trommel 2 ist eine Schraube 6 bzw. Wendel 6 angeordnet, z. B. die aus abgekanteten Blech bestehen können und die mit ihrer außenliegenden spiralförmigen Außenkante 8 mit der Innenwandung der Trommel 2 verbunden, insbesondere verschweißt ist. Die Wendel 6 weist hier nicht näher dargestellte, sich in radialer Richtung erstreckende Wendelabkantungen oder Verstärkungsrippen auf. Die Anordnung aus drehbar gelagerter Trommel 2 samt hierin angeordneter und mit der Trommel 2 drehfest verbundener Wendel 6 entspricht derjenigen eines Schneckenrohrförderers.

Die zu behandelnden Wäschestücke werden in die Trommel 2 in nicht näher dargestellter Weise in der Darstellung gemäß 1 von links beispielsweise mittels eines Eingabetrichters eingegeben und die behandelten Wäschestücke werden in ebenfalls nicht näher dargestellter Weise in der Darstellung gemäß 1 nach rechts beispielsweise mittels einer Ausgaberutsche aus der Durchlaufwaschmaschine heraustransportiert und anschließend beispielsweise einer Entwässerungseinrichtung, beispielsweise einer Entwässerungspresse zugeführt. Der Transport der Wäschestücke durch die Trommel 2 hindurch in allgemeiner Förderrichtung A erfolgt im Förderbetrieb durch Rotation der Trommel 2 samt Wendel 6 in Drehrichtung B entgegen dem Uhrzeigersinn.

Zwischen je zwei sich gegenüberliegenden Wendelabschnitten 10 der Wendel 6 ist jeweils ein als Waschkammer 12 dienender Raum definiert. In jeder Waschkammer 12 ist eine Mitnehmereinrichtung 14 in Form eines Mitnehmerblechs 14 angeordnet, welches unter anderem dazu dient, die Wäschestücke bei Rotation von Trommel 2 und Wendel 6 im Waschbetrieb mitzunehmen, d. h. anzuheben usw., vgl. weiter unten. Jedes Mitnehmerblech 14 ist seitlich mit den benachbarten Wendelabschnitten 10 fluiddicht verbunden, insbesondere verschweißt, und erstreckt sich von einer in etwa mittigen Lage zwischen Längsachse 4 und Innenwandung der Trommel 2 nach außen hin zur Innenwand der Trommel 2, mit der es ebenfalls fluiddicht verbunden, insbesondere verschweißt ist. Jedes Mitnehmerblech 14 ist um die Längsachse 4 spiralförmig gekrümmt, wie insbesondere aus 2 deutlich wird, wobei der Krümmungsradius in Bezug auf die Längsachse 4 von innen nach außen zunimmt. Alle Mitnehmerbleche 14 sind innerhalb der Trommel 2 vorzugsweise in jeweils der gleichen Orientierung ausgerichtet.

Wird nun die Trommel 2 samt Wendel 6 in Drehrichtung C rotiert, so gelangen im Laufe der Drehung die Wäschestücke samt der Behandlungsflüssigkeit in den in etwa dreieckförmigen bzw. sich sichelförmig verengenden Raum 16 zwischen dem Mitnehmerblech 14 und der diesem gegenüberliegenden Innenwandung der Trommel 2 und werden bei der weiteren Rotation in diesem Raum 16 nach oben befördert, bis bei der weiteren Rotation dieser Raum 16 entleert wird, wobei in einer ersten Phase zunächst in erster Linie ein Teil der Behandlungsflüssigkeit über- bzw. ausläuft und sich am Boden des Waschbereichs 12 sammelt und in einer zweiten Phase die Wäschestücke samt der verbleibenden Behandlungsflüssigkeit in die am Boden befindliche Behandlungsflüssigkeit fallen.

Wesentlich hierbei ist, dass aufgrund der Mitnehmerbleche 14 verhindert wird, dass bei Rotation der Trommel 2 im Waschbetrieb in Drehrichtung C ein Transport der Wäschestücke (und der Behandlungsflüssigkeit) entlang der Längsachse 4 stattfindet, wie dies im Falle eines Schneckenrohrförderers an sich der Fall wäre. Vielmehr werden die Wäschestücke samt Behandlungsflüssigkeit während eines gesamten Waschzyklus, während dem sich die Trommel kontinuierlich in Drehrichtung C dreht, in ein und derselben Waschkammer 12 gehalten.

Wird nun nach Beendigung eines Waschzyklus die Drehrichtung der Trommel 2 umgekehrt und die Trommel 2 samt Wendel 6 in Drehrichtung B angetrieben, so wird die Wäsche, ggf. zusammen mit der Behandlungsflüssigkeit, in Längsrichtung 4 der Trommel von einer Waschkammer 12 zur benachbarten Waschkammer 12 gefördert, wie dies dem üblichen Betrieb eines Schneckenrohrförderers entspricht. Allerdings werden die Wäschestücke mittels des Mitnehmerblechs 14 während der Rotation zusätzlich in zunehmendem Maße angehoben und fallen schließlich über die freie Kante des Mitnehmerblechs 14 nach unten auf den Boden derjenigen Waschkammer 12, die der vorhergehenden ursprünglichen Waschkammer 12 benachbart ist.

Es wird nun auf die 3a bis 3e sowie 4a bis 4e Bezug genommen, in denen verschiedene Phasen des Waschbetriebs bzw. des Förderbetriebs in jeweils 90°-Schritten der Rotation der Trommel 2 veranschaulicht sind:

Im Waschbetrieb gemäß 3a bis 3e wird die Trommel 2 kontinuierlich in Drehrichtung C angetrieben. Ausgegangen sei von der Situation gemäß 3a. Die Behandlungsflüssigkeit 20 hat sich in der Kammer 12 am Boden der Trommel 2 gesammelt, die Wäschestücke 22 liegen bzw. schwimmen in der Behandlungsflüssigkeit 20. Das Mitnehmerblech 14 ist im Wesentlichen oberhalb der Behandlungsflüssigkeit 20 bzw. der Wäschestücke 22 angeordnet.

Bei einer weiteren Rotation der Trommel 2 in die Position gemäß 3b gelangt die Behandlungsflüssigkeit 20 samt Wäschestücke 22 in den Raum 16 zwischen Mitnehmerblech 14 und gegenüberliegende Trommelwandung, d. h. in anderen Worten, das Mitnehmerblech 14 schiebt sich über die Behandlungsflüssigkeit 20 samt Wäschestücke 22.

Bei einer weiteren Rotation der Trommel 2 in die Position gemäß 3c sind die Behandlungsflüssigkeit 20 und die Wäschestücke 22 vollständig in dem sich nach oben bewegenden Raum 16 aufgenommen und werden gemeinsam nach oben transportiert.

Bei einer weiteren Rotation der Trommel 2 in die Position gemäß 3d ist ein Großteil der Behandlungsflüssigkeit 20 über die innenliegende freie Kante des Mitnehmerblechs 14 aus dem Raum 16 abgeströmt und nach unten zurück auf den Boden des Waschbereichs 12 geflossen. Die Wäschestücke 22 fallen nach und nach in die am Boden befindliche Behandlungsflüssigkeit 20, zusammen mit dem Rest der noch im Raum 16 befindlichen Behandlungsflüssigkeit 20.

Bei einer weiteren Rotation der Trommel 2 in die Position gemäß 3e, die der Position 3a entspricht, ist der Raum 16 nun vollständig entleert und der im Vorstehenden beschriebene Ablauf wiederholt sich so lange, bis ein Waschzyklus beendet ist und daher anschließend die Wäschestücke 22 samt Waschflüssigkeit 20 in Förderrichtung A (vgl. 1) in die benachbarte Waschkammer 12 gefördert werden sollen, die Durchlaufwaschmaschine also in den Förderbetrieb versetzt werden soll.

Im Förderbetrieb gemäß 4a bis 4e wird die Trommel 2 ein einziges Mal um 360° in Drehrichtung B rotiert. Ausgegangen werden kann beispielsweise von der in 4a gezeigten Winkellage der Trommel 2, die derjenigen gemäß 3a oder 3e entspricht. In dieser Lage hat sich die Behandlungsflüssigkeit 20 in der Kammer 12 am Boden der Trommel 2 gesammelt, die Wäschestücke 22 liegen bzw. schwimmen in der Behandlungsflüssigkeit 20 und das Mitnehmerblech 14 ist im Wesentlichen oberhalb der Behandlungsflüssigkeit 20 bzw. der Wäschestücke 22 angeordnet.

Bei einer Rotation der Trommel 2 in Drehrichtung B in eine Lage gemäß 4b verschwenkt das Mitnehmerblech 14 in der gewählten Drehrichtung und dann anschließend mit seinem radial außenliegenden Ende nach unten, bis es mit der Behandlungsflüssigkeit 20 und den darin befindlichen Wäschestücken 22 in Berührung kommt und diese in zunehmendem Maße und anhebt, vgl. 4c.

Bei der Winkellage entsprechend 4d sind die Wäschestücke 22 und die Behandlungsflüssigkeit 20 vom Mitnehmerblech 14 angehoben, und bei zunehmender Rotation der Trommel 2 fließt die Behandlungsflüssigkeit 20 und gleiten die Wäschestücke 22 aufgrund der Schwerkraft zunehmend vom Mitnehmerblech 14 in die benachbarte Waschkammer ab.

Bei einer weiteren Rotation der Trommel 2 in die Position nach 4e, die der Winkelposition gemäß 4a entspricht, sind die Wäschestücke 22 und die Behandlungsflüssigkeit 20 vom Mitnehmerblech 14 im Bereich der ursprünglichen Waschkammer 12 in Förderrichtung A benachbarten Waschkammer abgeworfen worden.

Ein Förderzyklus ist hiermit abgeschlossen, die Wäschestücke 22 samt zugehöriger Behandlungsflüssigkeit 20 sind in Förderrichtung A von einer Waschkammer 12 in die benachbarte Waschkammer 12 gefördert worden und ein neuer Waschzyklus kann beginnen.

Neben dem oben beschriebenen Waschbetrieb, der anhand von 3a bis 3e beschrieben wurde und bei dem die Trommel 2 kontinuierlich in Pfeilrichtung C rotiert wird, ist in alternativer Weise auch ein schenkender Waschbetrieb wie im Falle des eingangs beschriebenen Standes der Technik möglich, bei dem also die Trommel während des Waschbetriebs schwenkend hin und her bewegt wird, wobei der Schwenkwinkel während des Waschbetriebes etwa 180° betragen kann, vorzugsweise 180° +/– 45°, weiter vorzugsweise 180° +/– 30°, insbesondere 180° +/– 15°; besonders bevorzugt ist ein Winkel von 180° +/– 5°.

Es sei darauf hingewiesen, dass je nach Verfahren auch die freie Behandlungsflüssigkeit 20 über einen gelochten Trommelmantelbereich über eine Doppeltrommel abgelassen werden kann und die Wäschestücke 22 dann „trocken", d. h. ohne Behandlungsflüssigkeit 20 in die nächste Waschkammer bzw. Waschbereich transportiert werden. Die erfindungsgemäße Durchlaufwaschmaschine ermöglicht also auch einen Transport der Wäschestücke 22 durch die Trommel 2 hindurch ohne Behandlungsflüssigkeit.

Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass insbesondere in einer Spülzone die Wendel 6 zweckmäßigerweise ggf. auch gelocht ausgebildet sein kann, damit ein Gegenstrom durch die Wendel 6 hindurchgeführt werden kann, insbesondere ein Spülen im Gegenstrom erfolgen kann.

Auch versteht es sich, dass die in den Figuren dargestellte Anlage auch spiegelbildlich aufgebaut sein kann.

Aus 5 wird deutlich, wie die Konstruktion und der Betrieb der Anlage durch das Vorsehen diverser Rippen weiter optimiert werden kann. Es versteht sich, dass die Anzahl der vorzusehenden Rippen und deren genaue Positionierung in 5 lediglich beispielsweise dargestellt ist und hiervon abgewichen werden kann.

Im Einzelnen sind in 5 eine oder mehrere, im Falle des Ausführungsbeispiels eine Rippe 18 (pro Waschkammer 12) auf dem Mitnehmerblech 14 ausgebildet, die sich im Wesentlichen in Längsrichtung 4 der Trommel 2 erstreckt, es sind eine oder mehrere, im Falle des Ausführungsbeispiels drei Rippen 24 (pro Waschkammer 12) an der Innenwandung der Trommel 2 ausgebildet, die sich ebenfalls im Wesentlichen in Längsrichtung 4 der Trommel erstrecken, und es sind eine Vielzahl von sich in etwa sternförmig radial nach außen erstreckenden Abkantungen 26 der Wendel 6 ausgebildet.

Die mindestens eine Rippe 18 auf dem Mitnehmerblech 14 ist im Bereich des Raums 16 angeordnet (vgl. 3a), um die Wäschestücke 22 langsamer vom Mitnehmerblech 14 abgleiten zu lassen bzw. mehr auseinander zu ziehen, wodurch während des Waschvorgangs ein erhöhtes Maß an Streckung und Stauchung der Wäsche gewährleistet ist, wodurch die Waschqualität noch weiter gesteigert wird. Die Rippe 18 kann auf das Mitnehmerblech 14 aufgesetzt, z. B. hieran angeschweißt sein oder in das Mitnehmerblech 14 eingekantet sein.

Die vorzugsweise mehreren Rippen 24 an der Innenwandung der Trommel 2 sind insbesondere zu dem Zweck vorgesehen, noch mehr Waschmechanik zu erzeugen, insbesondere auch im Falle des schwenkenden Waschens, also in dem Fall, in dem die Trommel 2 der Durchlaufwaschmaschine im Waschbetrieb eine hin und her gehende Schwenkbewegung ausführt. Die Rippen 24 können beispielsweise an die Innenwandung der Trommel 2 angeschweißt sein.

Die sich radial nach außen erstreckenden Wendelabkantungen 26 an der Wendel 6 dienen zum einen der Versteifung und Stabilisierung der Konstruktion und zum anderen der weiteren Intensivierung der Waschmechanik. Alternativ können auch Verstärkungsrippen vorgesehen sein, die auf die Wendel 6 aufgesetzt, beispielsweise aufgeschweißt sein können.

Aus der 5 ist ferner zu entnehmen, dass die archimedische Wendel 6 bezüglich ihrer Konstruktionsachse 27 exzentrisch zur Drehachse 4 der Waschtrommel 2 angeordnet ist.

2
Trommel, Innentrommel
4
Längsachse, Längsrichtung
6
Schraube, Wendel
8
Außenkante
10
Wendelabschnitte
12
Waschkammer
14
Mitnehmerblech, Mitnehmereinrichtung
16
Raum
18
Rippe
20
Behandlungsflüssigkeit
22
Wäschestücke
24
Rippen
26
Wendelabkantungen
27
Konstruktionsachse
A
Förderrichtung
B
Drehrichtung Fördern
C
Drehrichtung Waschen


Anspruch[de]
Durchlaufwaschmaschine mit einer Trommel (2), die in Längsrichtung (4) nebeneinander liegende, voneinander getrennte Waschkammern (12) aufweist, durch die hindurch zu waschende Wäschestücke (22) in Längsrichtung der Trommel (2) förderbar sind, wobei die Trommel (2) um ihre Längsachse (4) in zwei entgegengesetzte Drehrichtungen (B, C) drehbar antreibbar ist, wobei eine erste Drehrichtung (C) einem Waschbetrieb und die zweite Drehrichtung (B) einem Förderbetrieb entspricht und/oder wobei auch ein Waschbetrieb durch Hin- und Herschwenken der Trommel (2) möglich ist, und wobei zumindest in einer der Waschkammern (12) eine sich nach außen zur Innenwandung der Trommel (2) hin erstreckende und mit der Trommel (2) drehfest verbundene Mitnehmereinrichtung (14) angeordnet ist, die die Wäschestücke (22) bei Rotation der Trommel (2) im Waschbetrieb mitnimmt, dadurch gekenn zeichnet, dass die voneinander getrennten Waschkammern (12) von einer archimedischen Wendel (6) gebildet sind, die entlang ihrer Aussenkante (8) mit der Trommel (2) verbunden ist. Durchlaufwaschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die archimedische Wendel (6) bezügliche ihrer Konstruktionsachse (27) exzentrisch zur Drehachse (4) der Waschtrommel (2) angeordnet ist. Durchlaufwaschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmereinrichtung (14) ein Mitnehmerblech (14) umfasst, welches sich von einem der Längsachse (4) der Trommel (2) zugewandten Bereich nach außen bis zur Innenwandung der Trommel (2) erstreckt und seitlich mit der Wendel (6) verbunden ist. Durchlaufwaschmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmerblech (14) sowohl endseitig mit der Innenwandung der Trommel (2) als auch seitlich mit der Wendel (6) fluiddicht verbunden ist. Durchlaufwaschmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmerblech (14) in einer Ebene senkrecht zur Längsachse (4) der Trommel (2) gesehen zumindest teilweise gekrümmt, ggf. polygonal gekrümmt, verläuft. Durchlaufwaschmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmerblech (14) einen um die Längsachse (4) der Trommel (2) gekrümmten Abschnitt aufweist. Durchlaufwaschmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius des Mitnehmerblechs (14) in Bezug auf die Längsachse (4) von innen nach außen zunimmt. Durchlaufwaschmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmerblech (14) mindestens eine Rippe (18) aufweist. Durchlaufwaschmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Rippe (18) auf das Mitnehmerblech (14) aufgesetzt ist. Durchlaufwaschmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Rippe (18) in das Mitnehmerblech (14) eingekantet ist. Durchlaufwaschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest zwei benachbarten Waschkammern (12) jeweils eine Mitnehmereinrichtung (14) angeordnet ist. Durchlaufwaschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendel (6) gelocht ist. Durchlaufwaschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendel (6) Abkantungen (26) bzw. Verstärkungsrippen aufweist. Durchlaufwaschmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abkantungen (26) bzw. Verstärkungsrippen im Wesentlichen radial erstrecken. Durchlaufwaschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite der Trommel (2) mindestens eine Rippe (24) angeordnet ist. Durchlaufwaschmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass sich die mindestens eine Rippe (24) zumindest in etwa in Längsrichtung (4) der Trommel (2) erstreckt. Waschverfahren bei einer Durchlaufwaschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Waschbetrieb die Trommel (2) während eines Waschzyklus fortlaufend in der ersten Drehrichtung (C) rotiert wird, wodurch bei jeder Umdrehung der Trommel (2) die Wäschestücke (22) und die Behandlungsflüssigkeit (20) angehoben werden, die Behandlungsflüssigkeit (20) durch die Wäschestücke (22) hindurchströmt, ein Teil der Behandlungsflüssigkeit (20) über die Mitnehmereinrichtung (14) bei weiterer Rotation der Trommel (2) abläuft und die Wäschestücke (22) dann in die Waschkammer (12) mit der vorgelaufenen Behandlungsflüssigkeit (20) fallen gelassen werden, und dass im Förderbetrieb zum Fördern der Wäschestücke (22) von einer Waschkammer (12) zur benachbarten Waschkammer (12) während eines Förderzyklus die Drehrichtung (B) der Trommel (2) umgekehrt wird, wodurch die Wäschestücke (22) und ggf. auch die etwa vorhandene Behandlungsflüssigkeit (20) einerseits in Förderrichtung (A) gefördert werden und andererseits gleichzeitig angehoben und dann in die benachbarte Waschkammer (12) fallen gelassen werden. Waschverfahren bei einer Durchlaufwaschmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass im Waschbetrieb die Trommel (2) schwenkend hin und her bewegt wird und dass im Förderbetrieb zum Fördern der Wäschestücke (22) von einer Waschkammer (12) zur benachbarten Waschkammer (12) während eines Förderzyklus die Drehung der Trommel (2) in eine Drehrichtung (B) erfolgt, wodurch die Wäschestücke (22) und ggf. auch die etwa vorhandene Behandlungsflüssigkeit (20) einerseits in Förderrichtung (A) gefördert werden und andererseits gleichzeitig angehoben und dann in die benachbarte Waschkammer (12) fallen gelassen werden. Waschverfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkwinkel während des Waschens ca. 180° +/– 45°, vorzugsweise +/– 30°, weiter vorzugsweise +/– 15°, insbesondere +/– 5° beträgt. Waschverfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Waschzyklen hintereinander durchgeführt werden, wobei zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Waschzyklen je ein Förderzyklus eingeschaltet ist. Waschverfahren nach einem der Ansprüche 17 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass bei jedem Förderzyklus die Trommel (2) grundsätzlich um jeweils 360° rotiert wird. Waschverfahren nach einem der Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die freie Behandlungsflüssigkeit (20) über einen gelochten Trommelmantelbereich über eine Doppeltrommel abgelassen wird und die Wäschestücke (22) dann nahezu „trocken", dass heißt ohne Behandlungsflüssigkeit (20) in die nächste Waschkammer bzw. Waschbereich transportiert werden.






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