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Dokumentenidentifikation DE102006019904A1 31.10.2007
Titel Verfahren zur Einstellung der Übersetzung eines einen Variator umfassenden Getriebes bei Rückwärtsfahrt
Anmelder ZF Friedrichshafen AG, 88046 Friedrichshafen, DE
Erfinder Bacher, Holger, 88131 Lindau, DE;
Löffler, Bernd, 88214 Ravensburg, DE;
Hameister, Thies, 88048 Friedrichshafen, DE;
Spörl, Peter, 88214 Ravensburg, DE;
Willecke, Ewald, 88099 Neukirch, DE
DE-Anmeldedatum 28.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006019904
Offenlegungstag 31.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse F16H 59/68(2006.01)A, F, I, 20060428, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16H 63/50(2006.01)A, L, I, 20060428, B, H, DE   F16H 61/66(2006.01)A, L, I, 20060428, B, H, DE   
Zusammenfassung Im Rahmen des Verfahrens zur Einstellung der Übersetzung eines einen Variator umfassenden Getriebes bei Rückwärtsfahrt, wird bei Rückwärtsfahrt eine Veränderung der Übersetzung des Variators des Getriebes ins Schnelle durchgeführt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung der Übersetzung eines einen Variator umfassenden Getriebes bei Rückwärtsfahrt, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Bei stufenlos verstellbaren Getrieben ist zum Wechsel der Fahrtrichtung im Allgemeinen eine geeignete Anordnung von Zahnrädern mit konstanter Übersetzung vorgesehen. Bei CVT-Getirieben ist dies beispielsweise ein dem Variator vor- oder nachgeschalteter Planetensatz, der üblicherweise als Einfach- oder Doppelplanetensatz ausgeführt ist. Hierbei kann der Variator ein Umschlingungsmittel (Schubgliederband, Kette) aufweisen oder als Toroid-Variator ausgeführt sein. Bei Vorwärtsfahrt wird im Allgemeinen die Anordnung zur Fahrtrichtungsumkehr überbrückt.

Bei Rückwärtsfahrt wird nach dem Stand der Technik der Variator in Stellung „LOW" gehalten, wodurch die Geschwindigkeit ausschließlich über die Motordrehzahl eingestellt wird und somit nach oben hin durch die Abregeldrehzahl des Motors begrenzt ist. Dies ist bei aus konstruktiven Gründen vorgegebener Übersetzung der Anordnung zur Fahrtrichtungsumkehr ins Langsame (Einfach-Planetensatz als Anordnung zur Fahrtrichtungsumkehr) von Nachteil, da dadurch die gewohnten Geschwindigkeiten bei Rückwärtsfahrt nicht erreicht werden können. Ein weiterer Nachteil ist die Geräuschentwicklung, welche besonders stark ist, wenn die Anordnung zur Fahrtrichtungsumkehr vor dem Variator angeordnet ist, was in einer Beeinträchtigung des Fahrkomforts resultiert. Des weiteren werden die momentübertragenden Bauteile, die zwischen Variator und Abtrieb angeordnet sind, stark belastet.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Einstellung der Übersetzung eines einen Variator umfassenden Getriebes bei Rückwärtsfahrt anzugeben, durch dessen Durchführung eine Reduzierung der Belastung der zwischen Variator und Abtrieb angeordneten momentübertragenden Bauteile erzielt wird. Des weiteren soll die Geräuschentwicklung reduziert werden und das Erreichen gewohnter oder höherer Geschwindigkeiten bei Rückwärtsfahrt ermöglicht werden.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere erfindungsgemäße Ausgestaltungen und Vorteile gehen aus den Unteransprüchen hervor.

Demnach wird ein Verfahren zur Einstellung der Übersetzung eines einen Variator umfassenden Getriebes bei Rückwärtsfahrt vorgeschlagen, im Rahmen dessen bei Rückwärtsfahrt eine Veränderung der Übersetzung des Variators des Getriebes ins Schnelle durchgeführt wird.

Dadurch werden die abtriebsseitigen Bauteile durch verringerte zu übertragende Momente bei vergleichbarem Fahrzustand geschützt. Insbesondere wird bei einer dem Variator nachgeschalteten Anordnung zur Fahrtrichtungsumkehr, bei Rückwärtsfahrt durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Veränderung der Übersetzung des Variators ins Schnelle, die Anordnung zur Fahrtrichtungsumkehr durch verringerte zu übertragende Momente bei vergleichbarem Fahrzustand geschützt.

Zusätzlich wird der Fahrkomfort durch die erfindungsgemäß erzielbare Reduzierung der Motordrehzahl in vorteilhafter Weise erhöht, da die Reduzierung der Motordrehzahl eine verminderte Geräuschentwicklung zur Folge hat.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch die Veränderung der Übersetzung des Variators ins Schnelle die gewohnte oder eine höhere Geschwindigkeit erreicht werden kann.

Die Einstellung der Übersetzung bei Rückwärtsfahrt kann gemäß der Erfindung durch die Vorgabe einer Soll-Eingangsdrehzahl in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit erfolgen.

Dies ist besonders vorteilhaft, wenn die Drehrichtungsumkehr durch ins Langsame übersetzte Zahnradanordnungen erfolgt, wie es beispielsweise bei einem dem Variator vor- oder nachgeschalteten Einfach-Planetenradsatz der Fall ist. Dadurch steht die Ausgangsdrehzahl am Variator bei Rückwärtsfahrt in vorteilhafter Weise nicht mehr in einem festen Verhältnis zur Motordrehzahl.

Durch die vorgeschlagene Übersetzungsänderung bei Rückwärtsfahrt ins Schnelle werden gegebenenfalls zu hohe Fahrzeuggeschwindigkeiten erreicht. Aus diesem Grunde wird vorgeschlagen, zusätzlich zur Variatorverstellung einen Motoreingriff in Form einer fahrzeuggeschwindigkeitsabhängigen Motormomentenreduzierung durchzuführen. Hierbei wird z.B. mit zunehmender Geschwindigkeit das maximal zulässige Motormoment verringert, wodurch eine Begrenzung der Geschwindigkeit erreicht wird.


Anspruch[de]
Verfahren zur Einstellung der Übersetzung bei Rückwärtsfahrt eines einen Variator umfassenden Getriebes, welches zur Drehrichtungsumkehr eine ins Langsame übersetzende Zahnradanordnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass bei Rückwärtsfahrt eine Veränderung der Übersetzung des Variators des Getriebes ins Schnelle durchgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Übersetzung bei Rückwärtsfahrt durch die Vorgabe einer Soll-Eingangsdrehzahl in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit erfolgt. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur Variatorverstellung ein Motoreingriff in Form einer fahrzeuggeschwindigkeitsabhängigen Motormomentenreduzierung durchgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit zunehmender Geschwindigkeit das maximal zulässige Motormoment verringert wird, wodurch eine Begrenzung der Geschwindigkeit erreicht wird.






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